Bistum Limburg
Befehlsausgabe an den Bischof
Wer autoritär auftreten will, der sollte zunächst einmal damit beginnen, sich autoritätskritisch zu geben. Von Hubert Hecker
Der Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
Der Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
(kreuz.net) Am 11. Mai schrieb der Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, seinen Hirtenbrief „Bereitschaft zur Bewegung“. Dazu verfaßte der Limburger Bezirkssynodalrat einen Diskussionsbeitrag.

Dessen Stil und Art ist ein Paradebeispiel, wie man heute einem Bischof antworten soll, damit die Botschaft rüberkommt:

1. Mit der bürgerlichen Anrede „Herr Bischof“ wird der Oberhirte von seiner hohen Warte auf eine dialogische Augenhöhe heruntergeholt. Dadurch wird eine herrschaftsfreie Kommunikation ermöglicht.

2. Die Verwendung geschlechtsideologischer Codewörter wie SeelsorgerInnen, LaiInnen oder PfarrreferentInnen zeigt ein Engagement in der nachholenden Emanzipationsbewegung des letzten Jahrhunderts.

3. Betroffenheitsvokabeln wie „tut uns gut“, „tiefe Sorge“, „macht uns Angst“, „freut uns sehr“ offenbaren eine tiefgründige Einfühlung in die anstehenden Probleme.

4. Gleich am Anfang sollte man mehrfach und überschwenglich betonen, daß die Hauptgedanken des Hirtenbriefes „uns vertraut und wertvoll“ sind, wir „gerne die Impulse aufnehmen“ und wir uns „der Bereitschaft zur Bewegung anschließen“ wollen.

5. Das einleitende Hochloben des Hirtenbriefes könnte mit einem Knaller abgeschlossen werden wie zum Beispiel: „Der Zuspruch des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen ist uns unverzichtbar“.

6. Im zweiten Teil des Schreibens sollte man die Forderungen des Hirtenwortes als Ermutigung für das hinstellen, was man sowieso schon macht. Das haben die deutschen Bischöfe beim Ad-limina-Besuch 2006 auch so gehandhabt, nachdem ihnen der Papst die Leviten gelesen hatte.

7. Während die Katholiken früher betonten, daß sie treu zu Papst und Bischöfen stehen, könnte man heute den Bischöfen klar machen, daß sie ermutigend hinter den Gläubigen zu stehen haben – etwa so:

• „Es tut uns gut, daß Sie uns darin bestärken, und wir verstehen Ihre Worte als Ermutigung.“

• Oder „Wir freuen uns an Ihrer Wertschätzung.“

• Vielleicht auch so: „Es tut uns gut, in Entscheidungen zu Schwerpunkten unseren Bischof hinter uns zu wissen.“

• Eventuell: „Wir sind auch für weitere Ermutigung dankbar.“

8. Mit einer kontextfreien Binsenwahrheit könnte man dann zur Ablehnung des Schreibens überleiten – etwa so: Wir sind mit Ihnen der Meinung, „daß nicht alles so bleiben kann und soll, wie es ist oder war!“

9. Die Mitbestimmung durch kirchliche Laiengremien ist als unumstößliches Dogma göttlichen Rechtes hinzustellen: „Die Sitzungen des synodalen Wegs sind hilfreich und wertvoll, um die Verantwortung aller am Aufbau der Gemeinde im Sinne von Paulus wahrzunehmen.“

10. Des weiteren sollte das Prinzip der permanenten kirchlichen Revolution einen angemessenen Platz erhalten: „Notwendige Strukturdebatten sichern uns eine verläßliche Grundlage unseres Engagements.“

11. Unerfüllbare Forderungen sollte man möglichst durch Vorschieben „der Gemeinde“ präsentieren. Bezüglich der unmöglichen Weihe verheirateter Pastoralassistenten würde das so lauten: „In unseren Gemeinden ist das kaum verständlich zu machen“.

12. Den Bischof kann man in der Weise vor die Forderung spannen, indem man ihm mehr oder weniger befiehlt, die Weihe von Pastoralassistenten in der Weltkirche zu verfechten.

13. Damit wird der Priestermangel letztlich dem Papst untergejubelt und man braucht sich infolgedessen nicht weiter um die Berufungspastoral zu kümmern.

14. Als kleine Drohung könnte man anfügen, daß „SeelsorgerInnen vor Ort – Diakone sowie Gemeinde- und PastoralreferentInnen – als VertreterInnen der Amtskirche“ der Kirche ihr Gesicht geben werden, solange der Zugang zum Priesteramt so „restriktiv“ gehandhabt wird.

15. Diese Drohung kann man mit einem angemessenen Schuß Eigenlob garnieren. Etwa so: „Das Modell der Bezugspersonen und Pfarrbeauftragten ist im Bezirk Limburg bewährt und eine gute Möglichkeit, mit verminderten Ressourcen Kirche auf dem Land zu leben.“

16. In diesem Zusammenhang ist zu vermeiden, daß der Begriff „verminderte Ressourcen“ als Geringschätzung pastoraler LaiInnen und MitarbeiterInnen verstanden werden könnte. Das bekommt man hin, indem man die PfarrbeauftragtInnen als vollwertige „VertreterInnen der Amtskirche“ bezeichnet, die Anteil an einer „subsidiären Leitung“ der Kirche haben.

17. Hier macht es sich gut zu betonen, daß „eine Konzentration der Amtskirche allein auf die geweihten Amtsträger nicht zukunftsträchtig“ sei.

19. Zum Schluß ist es angemessen, wenn man im Sinne der geschwisterlichen Kirche mit einem autoritären Peitschenhieb endet: „Wir erwarten, ‘Bereitschaft zu Bewegung’ von der ganzen Kirche –- auch von der sogenannten Amtskirche.“
      
45 Lesermeinungen
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#45   Franz Kappes   06:51:27 | Mittwoch, 3. September 2008
@Protestant
Niemand ist nur deshalb Autorität, weil er ein bestimmtes Amt innehat!
Ich muss widersprechen und empfehle die Lektüre der letzten Publikation des Bernhard Bueb.
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#44   No Comment   17:15:08 | Dienstag, 2. September 2008
Oh jah, das „ermutigt uns“…
…die Hände in den Schoß zu legen. Wobei aber doch unausgesprochen die Frage im Raum steht, on „Einfühlung“ aus dem Vokabular des Gynäkologen stammt… Karl Kraus hätte daran seine wahre Freude gehabt.
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#43   Nólimon   10:31:09 | Dienstag, 2. September 2008
@ Protestant
Ich glaube, wir haben hier ein unterschiedliches Verständnis von „Autorität“. Sie scheinen darunter mehr die moralische Glaubwürdigkeit, die jemand hat, zu verstehen. Dieses Verständnis ist gewiß nicht falsch. Ich verstand darunter eher jemandes Befug, dieses oder jenes zu tun – unabhängig davon, ob er meinen „Hochachtung“ durch besondere moralische oder fachliche Integrität verdient oder nicht.
Zur Weisungsbefugnis von Pfarrern oder Bischöfen. Ihr Nickname „Protestant“ deutet m. E. darauf hin, daß sie (wie ich selbst auch) evangelischer Christ sind. Insofern ist mir diese Sicht nicht unbekannt, daß Pastoren keinerlei Weisungsbefugnis haben. Aber ist das schriftgemäß? Alle Lehre und Praxis in der Kirche soll ja nach evangelischem Verständnis allein am Maßstab der Hl. Schrift gemessen werden. Der Apostel Paulus hat durchaus verbindliche Anordnungen in liturgischen, disziplinären und anderen Angelegenheiten gegeben (beispielsweise in 1 Kor 11,17. 2 Thess 3,4.12. Phlm 8). Auch Nichtapostel hatten Weisungsbefugnisse (z. Bsp. 1 Tim 1,3.411. Tit 3,15).
Daß ein Pastor natürlich nicht alles Mögliche und Unmögliche anweisen kann wie es ein Apostel oder Apostelschüler ebensowenig konnte; daß seine Befungisse begrenzt sind, muß ich – glaube ich – nicht extra noch hinzufügen.
Gnade und Frieden!
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#42   Amanda   09:46:35 | Dienstag, 2. September 2008
Ach, meine Liebe,
da sollte man drüber stehen…
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#41   Regina 1961   09:44:32 | Dienstag, 2. September 2008
@Amanda
Natürlich gibt es dort „drüben“ auch faules Gemüse und Obst. Bloß wirft keiner damit… ^-^
Regina
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#40   Amanda   09:39:33 | Dienstag, 2. September 2008
Jetzt müsste es halt nur noch
mit Endreim und Metrum klappen, aber das bekommen wir sicherlich auch noch hin…
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#39   Protestant   09:29:17 | Dienstag, 2. September 2008
@amanda und regina
Oh nein, lieber Gott,lass bitte diese komische Redaktion nicht im Westerwald sitzen…
…wieso eigentlich nicht :-]
Dann singen wir halt
Oh du schöner Westerwald…kreuz.netredaktion (statt Eukalyptusbonbon)
auf deinen Höhen pfeift man auf die Reaktion,
denn jeder kalte Höhenwind,
der fegt sie einfach weg…!!!
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#38   Amanda   09:11:47 | Dienstag, 2. September 2008
Och, faules Obst und Gemüse
dürfte es aber auch „drüben“ geben – oder? :-]
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#37   Regina 1961   09:10:15 | Dienstag, 2. September 2008
@Amanda
Wäre doch gar nicht so schlecht, dann bräuchten wir die silberne Zitrone, faule Eier und faule Tomaten nicht nach Kalifornien zu exportieren! :-D :-D :-D
LG Regina
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#36   Amanda   09:08:40 | Dienstag, 2. September 2008
Oh nein, lieber Gott,
lass bitte diese komische Redaktion nicht im Westerwald sitzen…
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#35   Regina 1961   08:56:46 | Dienstag, 2. September 2008
@Protestant
Isat zwar etwas umständlich, kann ich aber gelten lassen! ;-)
Regina
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#34   Protestant   08:54:21 | Dienstag, 2. September 2008
@regina
Ich finde diese Anrede überhaupt nicht „degradierend“ oder herabsetzend.
Erstmal schönen guten Morgen!Ich hoffe, die Kinderchen sind alle gut versorgt! :-)
Ich finde das auch nicht degradierend oder herabsetzend!Absolut nicht! Ich finde nur die Ansprache mit dem Namen wesentlich persönlicher!
Vielleicht kann man ja auch sagen,Hallo Herr Pfarrer Müller, Hallo Herr Bischof Schmitz oder Hallo Frau Doktor Meyer!Wäre doch auch nicht verkehrt!
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#33   Regina 1961   08:43:14 | Dienstag, 2. September 2008
Also, ich wette…
… daß die +.net-Redaktion irgendwo im Westerwald oder gar in Limburg sitzt. Es gibt in Deutschland X Bischöfe. Aber über wen wird hier fast non-stop berichtet? Erst war es Franz Kamphaus, jetzt sein Nachfolger Tebartz-van Elst. Da stinkt doch etwas!!!
Regina1961
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#32   Protestant   08:27:41 | Dienstag, 2. September 2008
@nolimon
wenn ich ihm entgegne, daß er sich seine Autorität erst einmal verdienen müsse … und sei er auch der größte Schnarchhaken, der je in Uniform daherkam.
Das ist durchaus richtig!Ich gebe ihm auch meine Papiere, zahle vielleicht mein Knöllchen… und erzähle anschließend jedem, was das doch für ein Riesenar… war!Also, in der Tat keine Autorität, außerdem kann ich gegen eine polizeiliche Verwarnung Einspruch einlegen und es zur Not bis auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen!
Und der Vergleich eines Polizisten mit einem Bischof oder Pfarrer hinkt doch!Ein Pfarrer oder Bischof hat ja nun mir gegenüber keinerlei rechtsverbindliche Weisungsbefugniss!
Außerdem-wenn mein Chef von mir etwas verlangt, mache ich es in aller Regel auch! Das Problem ist aber, wenn er ein Ar… ist, dann bleibt er auch eins!Deswegen hat er keine Autorität und bekommt auch keinen Respekt von seinen Mitarbeitern, wenn er nichts taugt!
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#31   Regina 1961   08:22:39 | Dienstag, 2. September 2008
@Aspergil & Protestant
Lieber Aspergil,
es gibt diesen Hubert Hecker tatsächlich. Es ist auch kein Nick, er heißt wirklich so, und ist im Bistum für seine „Stänkerei“ bekannt. Wäre das ein toller Witz, wenn Gotthard wirklich der TvE waäre Gröööööhl!
@Protestant
Das mit dem Titel sehe ich nicht so eng. Herr Bischof und Herr Pastor (Pfarrer) sind für mich ganz normal. Ich spreche meinen Hausarzt auch mit Herr Doktor an, obwohl er nicht mal einen Doktortitel hat. Da hat sich der akademische Titel irgendwie zum Berufsnamen gemacht bzw. ist dazu gemacht worden. Der Doktortitel ist noch nicht einmal Namensbestandteil.
Ich finde diese Anrede überhaupt nicht „degradierend“ oder herabsetzend.
Regina1961
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#30   Nólimon   08:13:46 | Dienstag, 2. September 2008
Autorität
Niemand ist nur deshalb Autorität, weil er ein bestimmtes Amt innehat! Autorität muss man sich erstmal verdienen!Das gilt für jeden von uns, ob Kirchenvertreter,Politiker, Maurer oder Finanzbeamte!
Wenn mich ein Polizist in Uniform während der Ausübung seines Amtes auf der Straße kraft der ihm von Staat verliehenen Autorität anhält und meine Fahrzeugpapiere verlangt, bin ich sicher nicht gut beraten, wenn ich ihm entgegne, daß er sich seine Autorität erst einmal verdienen müsse … und sei er auch der größte Schnarchhaken, der je in Uniform daherkam.
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#29   Protestant   07:31:11 | Dienstag, 2. September 2008
@colombe
Das wünsche ich auch! :(3
Ich hab gut,tief und fest geschlafen(wie zum Glück meistens) und jetzt schaun wir mal, was der neue Tag so bringt… :-]
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#28   Colombe de la paix   07:26:26 | Dienstag, 2. September 2008
@Protestant: Guten Morgen!
Da ich Ihnen keine gute Nacht mehr wünschen
konnte, möchte ich sie nun begrüßen :-]
Auch den anderen Usern wünsche ich einen
guten Morgen und einen erfolgreichen Tag! :)3 :(3
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#27   Protestant   07:09:42 | Dienstag, 2. September 2008
@kappes
Das Ende der wahren Kirche ist am Umgang mit den Autoritäten zu erkennen.
Niemand ist nur deshalb Autorität, weil er ein bestimmtes Amt innehat! Autorität muss man sich erstmal verdienen!Das gilt für jeden von uns, ob Kirchenvertreter,Politiker, Maurer oder Finanzbeamte!
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#26   Franz Kappes   06:54:15 | Dienstag, 2. September 2008
Kirche im Niedergang
Dessen Stil und Art ist ein Paradebeispiel, wie man heute einem Bischof antworten soll, damit die Botschaft rüberkommt.
Das Ende der wahren Kirche ist am Umgang mit den Autoritäten zu erkennen. Der stetig anwachsenden Profanisierung der Ämter muss entschieden entgegen getreten werden.
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#25   Protestant   23:30:43 | Montag, 1. September 2008
@amanda
Ich hatte mich auch eherauf die (zeitweise) Einstellung meines Gatten bezogen.
Jaja,hatte ich vermutet,ich kenn die Geschichte ja!
Aber ich sage nochmal:„Viele Wege führen nach Rom und viele Wege führen zu Gott!“
Ich kann kritisieren, aber sachlich! Ich hasse keine Kirche, auch keine Freikirche (obwohl ich damit auch ab und zu Probleme hab-genausao wie mit kreuz.net)!
Wer zu Gott will, hat Vorfahrt…nur manchmal muss man halt mal ein Knöllchen verteilen… :-]
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#24   Amanda   23:27:08 | Montag, 1. September 2008
Ich hatte mich auch eher
auf die (zeitweise) Einstellung meines Gatten bezogen.
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#23   Protestant   23:25:57 | Montag, 1. September 2008
@amanda
„Ich finde dich und deine Ansichten zwar besch…eiden, aber an Deinem Geburtstagsessen will ich trotzdem teilnehmen!“
Wer sagt denn, dass ich die rk-Kirche besch… finde’? Ich finde keine Kirche prinzipiell besch…!)Ich habe meine Meinung, und ich gehe als CDU-Mitglied(seit 28 Jahren) auch gerne zu Feiern von Freunden, die der SPD,FDP oder Grünen angehören…obwohl wir politisch andere Auffassunge haben (aber im Ernst, häufig sind die Auseinandersetzungen zwischen Partei“freunden“ härter als mit anderen) :-]
Außerdem, wenn Jesus Christus mich einlädt…muss ich da nicht ein verdammt schlechtes Gewissen haben, wenn ich diese Einladung nicht annehme… ;-)
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#22   Amanda   23:20:42 | Montag, 1. September 2008
Na, weil ich denke,
wenn ich eine Kirche derart ablehne, dann werde ich doch nicht an ihrem Allerheiligsten teilnehmen. Oder würden Sie einem Bekannten sagen: „Ich finde dich und deine Ansichten zwar besch…eiden, aber an Deinem Geburtstagsessen will ich trotzdem teilnehmen!“
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#21   Protestant   23:18:31 | Montag, 1. September 2008
@amanda
gegen die katholische Kirche stänkert. Das passte irgendwie nicht.
Was heißt stänkern? Ich bin absolut gegen den Zwangszölibat, bin für die Ordination von Frauen, habe mit dem Papst (nicht menschlich)meine Probleme,bin für eine freiere Ökumene (so erziehe ich als Protestant auch meine Kinder)! Hier geht es um Jesus Christus, nicht um irgendeine Kirche!
Wenn ich an der Kommunion oder am hl. Abendmahl teilnehme, dann habe ich gewiss andere Gedanken, als irgendwelcher Lehrmeinungen irgendwelcher Kirchen! Dann steht Christus für mich im Vordergrund! Und das sollte odch wohl ausreichen? :-]
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#20   Amanda   23:14:33 | Montag, 1. September 2008
Aber wenn das doch so ist,
dann dürften doch eher Sie zur Kommunion gehen als Ihre Frau? Verstehen Sie mich recht, ich bin ja gar nicht so eine „Katholiban“ wie manche anderen hier – ich meine, bei meinem Mann habe ich irgendwann gesagt, ich sehe es nicht ein, dass er einträchtig mit mir zur Kommunion geht, aber hinterher gegen die katholische Kirche stänkert. Das passte irgendwie nicht. Er hat das eingesehen und ging seither nicht mehr mit mir zur Kommunion.
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#19   Gotthard   23:13:56 | Montag, 1. September 2008
@amanda
Bei der katholischen Messe konstituiert sich der Gottesdienst nicht aus der anwesenden oder gar mitwirkenden Gemeinde.
Lehre der Kirche ist dies:
In der Messe, dem Herrenmahl, wird das Volk Gottes zu einer Gemeinschaft unter dem Vorsitz des Priesters, der Christus in seinem Tun repräsentiert, zusammengerufen, um die Gedächtnisfeier des Herrn, das eucharistische Opfer, zu begehen. Deshalb gilt für diese Versammlung der Kirche an einem Ort ganz besonders die Verheißung Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). In der Messfeier, die das Kreuzesopfer Christi zu allen Zeiten vergegenwärtigt, ist Christus wirklich gegenwärtig in der Gemeinde, die sich in seinem Namen versammelt, in der Person des Amtsträgers, in seinem Wort sowie wesenhaft und fortdauernd unter den eucharistischen Gestalten.
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#18   _zeitgeist   23:12:09 | Montag, 1. September 2008
warum sollte es in der Amtskirche
auch anders zugehen, als im neokonformistischen System der Neuen Ordnung. Ich denke an den Felsen und die Gemeinde…
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#17   Protestant   23:11:22 | Montag, 1. September 2008
@amanda
wenn Sie bezüglich dieses Sakramentes den katholischen Glauben teilen.
Wahrscheinlich könnte ich als evangelischer Christ Ihnen eher erklären (weil ich mich intensiv damit beschäftige), was den Unterschied zwischen ev.Abendmahl und Kommunion ausmacht. Meine röm.-kath. Ehefrau tut sich damit viel schwerer! Die hat meinem Sohn erklärt:„Ist zwar schade, aber der Papst will nicht, dass der Papa in dieser Kirche nach vorn geht!“
Das ist ja im übrigen gar nicht mal falsch! Aber wissen Sie, ich glaube an die Realpräsenz Christi-und an die Einladung zum Abendmahl durch Christus! Christus ist da-in Fleisch und Blut-weil er es will- und kein Priester oder Pfarrer! So tief glaubt meine Frau z.B. nicht! Die sagt, die Kommunion-das ist so, wie Jesus das Brot unter den Armen verteilt hat, dass jeder zu essen hat, und der sich für uns alle geopftert hat! Was sollen wir unseren Kindern denn noch mehr erzählen?
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#16   Amanda   23:02:54 | Montag, 1. September 2008
Ich verweise Sie, verehrter Protestant,
auf das unterschiedliche Gottesdienstverständnis: Bei der katholischen Messe konstituiert sich der Gottesdienst nicht aus der anwesenden oder gar mitwirkenden Gemeinde.
Aber im übrigen dürfte die Kommunion zumindest dann kein Problem sein, wenn Sie bezüglich dieses Sakramentes den katholischen Glauben teilen. Ist denn mit dem Priester gar nicht zu sprechen?
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#15   Protestant   22:54:41 | Montag, 1. September 2008
@amanda
wenn sie mit den Kindern vorne stehen durfte. Ansonsten war sie nie bei der Sonntagsmesse zu sehen.“
Super,ja!Ich verweise nochmal darauf, dass sich mein 4 1/2 jähriger Sohn mittlerweile weigert, unserer rk-Kirche zu besuchen, weil ja da der Papa sitzen bleiben muss, während in der ev. Kirche unser Sohn mit beiden Elternteilen am Abendmahl teilnehmen darf!
Um unserem Sohn die röm.-kath. Kirche nicht total zu vergraulen, gehen wir jetzt immer dahin, wo mich keiner kennt!
Zu dem Thema hab ich heute schon was geschrieben! Uns interressieren keine Lehren irgendwelcher Kirchen, wir folgen Jesus Christus-das reicht doch wohl! :-)
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#14   Amanda   22:50:12 | Montag, 1. September 2008
@diaconus
„Mir hat eine von diesen Oberlaien einmal erklärt, als ich sie wegen einer Aussage gegen die Lehre zur Rede stellte: ‘Ich bin nicht P-Assistentin geworden um die Lehre der Kirche zu verkünden, sondern diese von innen zu zerstören.’ Und eine ‘Tischmutter’ der Erstkommunionkinder ist nur dann in die Messe gekommen, wenn sie mit den Kindern vorne stehen durfte. Ansonsten war sie nie bei der Sonntagsmesse zu sehen.“
Tatsache?! :-! :-! :-!
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#13   Protestant   22:49:59 | Montag, 1. September 2008
Titel sind Schall und Rauch…
…in meiner eingeheirateten Familie war jeder, der nach Pfarrer oder Pastor aussah, der „Herr Pastor“!
Ich rede jeden mit seinem Namen an…denn Gott hat uns bei unserem Namen gerufen, nicht bei unserem Titel oder unserer Berufsbezeichnung!
Herrn Pastor oder Herrn Pfarrer gibts tausende, den Herrn Meier, Müller,Schulz oder Schmitz aber eben nur ganz individuell!
Die Ansprache mit dem Namen ist das persönlichste und auch gleichzeitig ehrfurchtsvollste, wie man einen Menschen ansprechen kann! Und da Priester,Pfarrer- ja und sogar Bischöfe und „noh hütere Dier“ auch Menschen aus Fleisch und Blut-wie Du undich-sind, passt das schon!
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#12   Gotthard   22:44:46 | Montag, 1. September 2008
Herr Bischof
Mit der bürgerlichen Anrede „Herr Bischof“ wird der Oberhirte von seiner hohen Warte auf eine dialogische Augenhöhe heruntergeholt.
ich erlaube mir, Sie, Herrn Gymnasialprofessor Dr. Hecker, nebst Ihrer verehrten Frau Gemahlin, zu einem gemeinsamen Frühstück in unser bischöfliches Palais zu Limburg einzuladen, um mit brennender Sorge einige der heutigen Krisen unserer geliebten Mutter Kirche zu erörtern.
In Erwartung Ihrer geschätzten Zusage spende ich Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin meinen bischöflichen Segen.
Ihr
+ Bischof von Limburg
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#11   Seminarist   22:44:02 | Montag, 1. September 2008
Pastoraler Rätemüll!
Der Artikel ist genial!
Mir ist aufgefallen, dass Punkt 18 fehlt – man könnte es so ergänzen:
Ein Bezirkssynodalrat ist so ziemlich das letzte und unnötigste Gremium in und ausserhalb der Kirche, sowie im gesamten Universum und allen angrenzenden Parallel- und Spiegelwelten zusammen.
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#10   diaconus   22:17:08 | Montag, 1. September 2008
Die Laien,
vor allem die Oberlaien, wie PastoralassistentInnen, GemeindereferentInnen, aber auch jene, die es im zivilen Beruf zu nichts gebracht haben, verwenden die Kirche als ihre Spielwiese um sich zu profilieren, was sie sonst nicht könnten. Mir hat eine von diesen Oberlaien einmal erklärt, als ich sie wegen einer aussage gegen die Lehre zu Rede stellte: „Ich bin nicht P-Assistentin geworden um die Lehre der Kirche zu verkünden, sondern diese von innen zu zerstören.“ Und eine „Tischmutter“ der Erstkommunionkinder ist nur dann in die Messe gekommen, wenn sie mit den Kindern vorne stehen durfte. Ansonsten war sie nie bei der Sonntagsmesse nie zu sehen, und auf diesbezügliche Fragen kamen nur vage, um nicht so sagen „dämliche“ Antworten. Auch die Pfarrgemeinderatswahlen werden manipuliert, denn jene Gläubige die in der Lehre der Kirche stehen, werden einfach nicht zur Wahl nominiert. Das ist ein Auszug erlebter Fakten in Pfarrgemeinden. Der Artikel ist eigentlich satirisch, entspricht aber der Wirklichkeit.
Ich bin, Gott sei Dank, in einer Ordenskirche tätig, wo es keine PGR gibt. Mir hat ein Priester kurz nach der Weihe gesagt, er möchte in die kategoriale Seelsorge, weil er im Pastoraljahr vor der Weihe diesbezüglich genug erlebt hat.
So wie in diesem Artikel hätte es Joberens sicher gern!!!
Wer diesen Artikel nicht versteht oder verstehen will, ist entweder ein Anhänger von dieser Synodalstruktur oder er kennt die Wirklichkeit nicht bzw. er will den Hintergrund nicht verstehen!
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#9   Blaumeise   21:40:21 | Montag, 1. September 2008
Laiengremien in der Kirche = Pseudodemokratie
Bezirkssynodalrat- wo ist die demokratische Legitimation?
(Wahlbeteiligung bei Pfarrgemeinderatswahlen (kath.) und Kirchenvorstand (evang.) um die 10 Prozent !).
Ansonsten:
Der Artikel ist gut !
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#8   sani †   20:53:59 | Montag, 1. September 2008
… ich hab …
… jetzt gerade versucht irgendwie was entsprechendes zu antworten – aber soviel Schwachsinn, der hier entfaltet wird, spricht eigentlich für sich selber … ^-^ :-D ^-^ dass solche Leute über einen Internetzugang verfügen??? o.O :-S aber ich schätze, dass der besagte, wenn er nicht gerade Schachsinn hier verzapft, sich ganz anderes im Internet live gibt :-P :-! :-!
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#7   Aspergil   20:41:58 | Montag, 1. September 2008
hubert hecker
ist das ein pseudonym, oder gibt es tatsächlich einen menschen der soviel unsinn in nur einem artikel unterbringen kann??? sofern es diesen menschen gibt, frage ich mich warum er nicht ärztliche hilfe in anspruch nimmt???
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#6   LandorganistII   20:30:10 | Montag, 1. September 2008
Ach du liebe Zeit
19mal Hecker’scher Nonsens.
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#5   Desperatus †   20:18:47 | Montag, 1. September 2008
Es ist einfach schön zu sehen,
dass nun auch Herr Hecker die Meldung vom 6.8. entdeckt hat. Was sind schon fast vier Wochen? …
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#4   clarissa colonia   20:18:38 | Montag, 1. September 2008
Der Alliteration wegen
wäre „Literweise“ als Attribut vielleicht einprägsamer!?
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#3   st.georg   20:16:41 | Montag, 1. September 2008
?????
wer den brief des bezirkssynodalrates liest muss feststellen, dass er sehr ausgewogen und angemessen ist…ton und inhalt sind nicht anders zu erwarten, sehr moderat für solch ein gremium und die etwas flapsige anrede des „herrn bischofs“…na, er wirds verkraften…
was soll dieser artikel?
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#2   Amanda   20:02:39 | Montag, 1. September 2008
Schwallweise Limburger Lahnwasser
auf die Joberensschen Mühlen!
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#1   clarissa colonia   19:59:12 | Montag, 1. September 2008
Tja, DDr. Wilhelm Kempf
und seine Synodalordnung …
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