Protestantismus
Das makaberste Buch der Welt
Kein anderes Volk hat in der Geschichte so gelitten wie das auserwählte Volk des Neuen Bundes. Von Gerechtigkeit oder Wiedergutmachung ist weit und breit keine Rede.
Ein Buch mit der Haut eines Jesuiten als Einband?
Ein Buch mit der Haut eines Jesuiten als Einband?
(kreuz.net) In London wurde im vergangenen Dezember ein makabres Buch zur Versteigerung angeboten.

Davon berichtete damals die US-Nachrichtenagentur ‘Catholic News Service’.

Das Buch ist in Leder gebunden, das aus der Haut des in England hingerichteten Jesuiten, Pater Henry Garnet, hergestellt wurde.

Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und erzählt die Geschichte des „Gunpowder Plot“ – des Sprengstoff-Planes – aus dem Jahr 1605.

Dabei war angeblich vorgesehen, 36 Fässer Sprengstoff unter dem Britischen Parlament explodieren zu lassen, um den protestantischen König James I. († 1625) und weitere Anführer seiner Regierung umzubringen.

Pater Henry Garnet
Pater Henry Garnet
Jesuitenpater Garnet war damals Provinzial der im Untergrund lebenden englischen Jesuiten. Die katholische Kirche war im protestantischen England streng verboten.

Der Jesuit wurde am 3. Mai 1606 in der Nähe der anglikanischen Kathedrale Sankt Paul in London als angeblicher Mitverschwörer hingerichtet.

Das Buch steht unter dem Titel „A True and Perfect Relation of the Whole Proceedings Against the Late Most Barbarous Traitors, Garnet a Jesuit and His Confederates“.

Auf Deutsch: „Eine wahre und vollkommene Erzählung des gesamten Prozesses gegen den verstorbenen höchst barbarischen Verräter Garnet, ein Jesuit, und seine Verbündeten.“

Das Werk berichtet von Reden und Beweisführungen aus den Prozessen gegen den Jesuiten.

Es ist etwa 15 Zentimeter lang und zehn Zenitmeter breit und befindet sich in einer hölzernen Schachtel.

Der Auktionär, Sid Wilkinson, verweist auf die „unheimliche Frontseite“ des Buches: „Wo sich das Leder verfärbt oder gefaltet hat, ist die Abbildung eines Gesichtes mit Bart zum Vorschein gekommen.“

Damals war es im protestantischen England angeblich üblich, die Haut hingerichteter Krimineller zu verwenden, um damit Bücher über deren Leben einzubinden.

Das Buch wurde nur wenige Monate nach der Exekutierung des Jesuiten von dem königlichen Drucker Robert Barker hergestellt.

Pater Garnet war zwar mit den Verschwörern bekannt und hatte ihre Beichten gehört. Aber er hatte immer mit Nachdruck erklärt, mit ihren Plänen nicht einverstanden gewesen zu sein und versucht zu haben, die Verschwörer zu stoppen.

Trotzdem wurde er als Hochverräter zum Tode durch Hängen, Ertränken und Vierteilung verurteilt.

Bis zuletzt betonte er seine Unschuld. Zuschauer bei seiner Hinrichtung hinderten den Henker daran, den sterbenden Jesuiten vom Galgen herunterzunehmen, bevor er nicht ganz tot war.

Andere zogen an seinen Füssen, damit der Geistliche schneller sterben würde und die weiteren Torturen nicht zu erleiden hätte.

Pater Garnet gehört nicht zu den selig- oder heiliggesprochenen englischen Märtyrern der protestantischen Reformation.

Am 2. Dezember des vergangenen Jahres wurde das Buch von einer Privatperson für £5.400, umgerechnet 6.650 Euro, ersteigert.
      
27 Lesermeinungen
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#27   GerdEric   07:42:52 | Freitag, 5. September 2008
Nun ja, es fällt ihm wirklich nichts Besseres ein.
Dann bleibt einzig, dass sich „der“ Katholizismus selbst hat was einfallen lassen, – aber das sind dann Menschensatzungen, Menschendogmen, Menschenworte.
Aber in manchen Katholiken reift die Erkenntnis, dass man einwenig Bibel für das Wort ihres Gottes hält, und was einem nicht passt, was da quer läuft, ist eben nur jüdisch.
Ist das so einfach?
Was einem an IHM nicht passt, das lässt man nicht gelten, das verwirft man?
Wozu brauchen solche dann die Bibel. Entweder ganz oder gar nicht!
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#26   Dr. Christoph Heger   18:42:49 | Donnerstag, 4. September 2008
GerdEric tut dümmer, als er sein kann.
Ich verweise auf die in dem jüdischen Gesetz, den 613 Ge- und Verboten, als ewig gültig vorgestellten Genozidgebote. Und GerdEric fällt nichts Besseres ein, als gegen diese als Gottes Gebote vorgestellten Schändlichkeiten angebliche und tatsächliche Verfehlungen von Katholiken anzuführen.
Diesen Roßtäuschertrick verziert er noch mit der skurrilen Behauptung, die Katholiken hätten sich an diese – wohlgemerkt jüdischen (halachischen) – Gebote erinnert, wenn sie andere nieder machen wollten.
Nun ja, es fällt ihm wirklich nichts Besseres ein.
MfG
Christoph Heger
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#25   GerdEric   17:24:47 | Donnerstag, 4. September 2008
was soll’s?
gern haben sich Katholiken an diese Gebote erinnert, wenn sie andere nieder machen wollten, und da fanden sie diese Gebote höchst christlich.
Ich erinnere nochmal an das Schicksal der Täufer zu Münster. :(3
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#24   Dr. Christoph Heger   14:45:28 | Donnerstag, 4. September 2008
Genozidgebote keine „alten Geschichten“!
Neben anderem undeutlichem Gebrabbel gegen meinen Hinweis auf die peinlichen Genozidgebote in den halachischen 613 Ge- und Verboten bringt GerdEric folgendes vor:
was soll da der Verweis auf Geschichten die älter als das „Christentum“ sind
Noch mal für ganz Langsame: Es geht nicht um alte Geschichten, sondern um die veritablen Gebote, die kanaanitischen Völker auszurotten, wie sie in den 613 Ge- und Verboten enthalten sind, in denen mittelalterliche Gelehrte das jüdische (halachische) „göttlich geoffenbarte“ Gesetz zusammengefaßt haben.
Wer alles zu den kanaanitischen Völkern zählt oder gezählt hat, ist dabei völlig unerheblich. Auch wenn es solche Völker nicht mehr geben sollte, bleibt es bei der Schändlichkeit solcher Genozidgebote. Die national-sozialistischen Ausrottungsbefehle hätten ja auch nicht mit dem Moment aufgehört schändlich zu sein, da ihnen der letzte Jude zum Opfer gefallen wäre.
MfG
Christoph Heger
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#23   GerdEric   11:54:30 | Donnerstag, 4. September 2008
War alles so leicht
Haus und Grund konnte man sicher leicht auf Karren packen – und fertig. :)3
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#22   Dr. Christoph Heger   10:22:46 | Donnerstag, 4. September 2008
Historische und moderne Vertreibungen
„mens sana“s historische Kenntnisse bzw. Gewissenhaftigkeit in historischen Dingen ist nicht „gesünder“ geworden.
Ich hatte ihn nach seiner Wiederholung verbreiteter, aber dümmlicher Klischees über die Inquisition aufmerksam gemacht:
Der Inquisition unterlagen ausschließlich Getaufte, keine Juden.
und hinzugefügt:
(Man komme mir nicht mit dem verhältnisblödsinnigen Märchen von den Zwangsgetauften!)
Betreffend letzteren Punkt meint er nun:
Nein- von Zwang kann man wirklich nicht reden, nur weil man vor die Alternative gestellt wird, innerhalb von einem Tag oder einer Stunde Haus und Hof und alles Hab und Gut zurücklassen zu müssen.
Das ist nun auch wieder historischer Blödsinn. Der Ausweisungsbefehl der Könige Ferdinand und Isabella sah eine mehrmonatige Frist vor. In dieser Zeit war es den zur Vertreibung anstehenden Juden durchaus möglich, Vermögenswerte in die Aufnahmeländer (Niederlande, Venedig, Türkei usw.) zu transferieren.
Das war also durchaus anders als in dem von „mens sana“ ungeschickterweise angeführten Fall der Vertreibungen nach dem 2. Weltkrieg.
Ihre Gesinnungsgenossen von den Vetriebenenverbänden werden Ihnen da voll zustimmen.
Ja, so kann man sich selber ins Bein schießen! Während nämlich die (angeblichen oder tatsächlichen) Erben der aus Spanien Vertriebenen noch nach 5 Jahrhunderten eine unstillbare Rachsucht gegen Spanien pflegen (leyenda negra) dürfen, wird den Heimatvertriebenen selbst der bescheidenste Restitutionsanspruch verübelt.
MfG
Ch.H…
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#21   Mens Sana   22:32:51 | Mittwoch, 3. September 2008
@ C Heger
Sie meinten meinen zu müssen oder als Resumee ziehen zu sollen:
Der Inquisition unterlagen ausschließlich Getaufte, keine Juden. (Man komme mir nicht mit dem verhältnisblödsinnigen Märchen von den Zwangsgetauften!)
Nein- von Zwang kann man wirklich nicht reden, nur weil man vor die Alternative gestellt wird, innerhalb von einem Tag oder einer Stunde Haus und Hof und alles Hab und Gut zurücklassen zu müssen. Ihre Gesinnungsgenossen von den Vetriebenenverbänden werden Ihnen da voll zustimmen.
Wenn Sie in Geschichte nicht nur die geschönte katholische Wahrheit mit der Muttermilch aufgesogen hätten, wüssten Sie mit welcher Masche das Traumpaar der Hölle (Tomas udn Isabella) die Juden (im Sinne der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft als auch zu einer Ethnie) die Juden um Hab, Gut und Leben gebracht haben:
1) Mit materiellen Verlockungen zur Konversion zum Katholizismus bewegt
2) Irgeneinen Beweis getürkt, dass die konvertierten Ex-Juden (im Sinne der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft) jüdische Rituale feiern, (Sabbatgebot eingehalten, auf Schweinefleisch verzichtet)
3) Eigentum eingezogen und Ex-Juden verbrannt
Die Terrostaaten des 19. Jahrhunderts (von Nazi-Deutschland über Stalin-SU bis zu Mao-China)
mussten das Spitzel- und Denunziationssystem nicht mehr erfnden, das hatten andere schon ein halbes Jahrtausend früher erledigt.
MS
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#20   GerdEric   17:24:27 | Mittwoch, 3. September 2008
sind Palestin (Philister)
Kanaaniter,
oder sind es Araber?
Allerdings Amalek, das sind solche, die sich immer wieder als Feinde des Judentums erweisen.
Aber hier geht es eigentlich um die üblichen Greul der „Christen“ untereinander, was soll da der Verweis auf Geschichten die älter als das „Christentum“ sind, – und die sich „Christen“ nennen, haben sich stets gern auf die alten Gebote berufen, wenn sie Greul treiben wollten.
und in Münster haben die „Katholiken“ widerliche Greul betrieben.
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#19   Dr. Christoph Heger   15:13:25 | Mittwoch, 3. September 2008
GerdEric, wie er leibt und lebt:
… dass „Katholiken“ meinen, es sei nur recht, Juden zu vertreiben, sozusagen ein katholisches Gebot, ein Dogma?
Das hat hier niemand behauptet, daß solche Vertreibungen „nur recht“ seien. Es ist auch kein katholisches Gebot.
Dagegen ist es, worauf ich GerdEric schon gelegentlich aufmerksam gemacht habe, jüdisches (halachisches) Gebot, nämlich formuliert in verschiedenen der 613 halachischen Ge- und Verbote, die sieben kanaanitischen Völker auszurotten.
Man kann sich des Eindrucks inzwischen nicht mehr erwehren, als hätten diese Genozidbefehle einen gewissen Einfluß auf die israelische Besatzungspolitik.
MfG
Christoph Heger
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#18   GerdEric   12:20:32 | Mittwoch, 3. September 2008
Ist ja schön
dass „Katholiken“ meinen, es sei nur recht, Juden zu vertreiben, sozusagen ein katholisches Gebot, ein Dogma?
Wenn „Christen“ meinen, sie könnten die Bibel (AT) in Besitz nehmen, dann aber auch mit dem Gebot: „Du sollst die Fremden nicht bedrücken!“
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#17   Dr. Christoph Heger   11:17:38 | Mittwoch, 3. September 2008
Natürlich gemeint: Leyenda negra
MfG
Christoph Heger
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#16   HeinrichvonOfterdingen   11:15:34 | Mittwoch, 3. September 2008
Lieber Herr Heger,
Treppenwitz
… nicht wirklich.
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#15   Dr. Christoph Heger   10:49:01 | Mittwoch, 3. September 2008
Leyend negra
Mens Sana mag noch gesund bei Verstand sein, seine Genauigkeit in historischen Dingen ist es nicht:
Und wie wäre es mit den spanischen Juden, die der allerkatholischsten Isabella und ihrem teuflischen Höllenhund Tomas de Torquemada zum Opfer gefallen sind.
Abgesehen von den unpassenden Qualifikationen – Isabella, der Königin von Kastilien, und dem Großinquisitor Torquemada sind Juden nur insoweit „Opfer gefallen“, als sie aus Spanien vertrieben wurden, so wie sie schon einige Zeit vorher aus den Königreichen England und Frankreich vertrieben waren.
Der Inquisition unterlagen ausschließlich Getaufte, keine Juden. (Man komme mir nicht mit dem verhältnisblödsinnigen Märchen von den Zwangsgetauften!)
Es ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß die derzeitige grundgesetzwidrige Inquisition auf historische Rechtgläubigkeit in Deutschland ausgerechnet vom Zentralrat der Juden in Deutschland durchgesetzt und mit Zähnen und Klauen verteidigt wird.
MfG
Christoph Heger
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#14   Mens Sana   07:52:13 | Mittwoch, 3. September 2008
@Galatea
Sie frugen tatsächlich:
Über welche Völker, bitte konkret, hat die kath. Kirche Leid gebracht?
So aus dem Stehgreif, kurz vor der Arbeit kann ich schon mal mit zweien aufwarten:
– Wenden
– Katharer
(zugegeben das war keine Ethnie, also ganz präzise:
die Bevölkerung des Languedoc.
Und wenn wir uns weiterhin nicht auf den Terminus Volk beschränken wollen, wären da noch die Opfer der Bartholomäusnacht, die Opfer der marodierenden Kreuzzügler unterwegs auf dem Weg nach Jerusalem,
Und wie wäre es mit den spanischen Juden, die der allerkatholischsten Isabella und ihrem teuflischen Höllenhund Tomas de Torquemada zum Opfer gefallen sind.?
Aber lassen Sie mir Zeit bis heute Abend, dann fallen mir schon noch ein paar ein.
Und falls es nicht aufgefallen sein sollte, die Opfer des Europäischen Imperialismus habe ich nicht der Kirche angelastet, obschon letztere nicht ganz unschuldig ist in dieser Sache (trotz Fra Bartholomäo)
MS
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#13   Weißer Ritter   00:34:30 | Mittwoch, 3. September 2008
Guy Fawkes war ein Held
Guy Fawkes war ein Held. Ein glückloser.
Denn diese Regierung und dieser Regent, die beseitigt werden sollten, waren Tyrannen.
Interessant wird es, wenn man sieht, daß der Jesuit abgeraten hat.
Natürlich ist Gewalt immer die ultima ratio, aber ein Tyrannenmord ist bei sorgfältiger Abwägung der Umstände gerechtfertigt.
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#12   Galatea   22:00:11 | Dienstag, 2. September 2008
Navon,
sehr interessant, Ihre Neuigkeiten.
Über welche Völker, bitte konkret, hat die kath. Kirche Leid gebracht?
Das würde mich jetzt einmal wirklich interessieren.
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#11   GerdEric   21:55:20 | Dienstag, 2. September 2008
Erinnern sei dann auch an die
Täufer zu Münster.
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#10   MarkX   17:31:15 | Dienstag, 2. September 2008
Schlechte Übersetzung…
Den Seitenhieb kann ich mir nicht ersparen: Auf einer Seite, die in Sachen „pro multis“ sehr viel Wert auf präzise Übersetzung legt, hätte ich aber erwartet, dass ein Plural (traitors) auch als solcher erkannt und übersetzt wird. Korrekte Flexion sollten für Lateiner außerdem auch noch machbar sein. Es muss heißen: „Eine wahre und vollkommene Erzählung des gesamten Prozesses gegen die verstorbenen, höchst barbarischen Verräter Garnet, einem Jesuiten, und seinen Verbündeten.“
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#9   Dr. Schlämmer   15:33:33 | Dienstag, 2. September 2008
Die totalitäre Suche nach einem Sündenbock
Der Artikel ist eine Warnung vor religiösem und weltanschaulichem Totalitarismus, hier staatskirchlich-protestantischer Manier.
Man sieht auch, zu welch’ moralischer Dekadenz die Suche nach vermeintlichen Sündenböcken führen kann.
Der Jesuit war ein solcher gefundener Sündenbock, aufgeflogen und zur Strecke gebracht im Rahmen einer weltanschaulichen „Säuberungsaktion“.
Wer da noch staatskirchlichen Zeiten hinterhertrauert, dem kann nicht mehr geholfen werden.
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#8   Navon   15:30:25 | Dienstag, 2. September 2008
Welches Volk?
Kein anderes Volk hat in der Geschichte so gelitten wie das auserwählte Volk des Neuen Bundes.
Von welchem Volk ist denn hier bitte die Rede? Die Katholiken können es ja nicht sein, da Katholiken keins Volkgruppe sondern ein Glaubensvereins sind. Und gelitten haben die Katholiken – verglichen mit anderen – nicht sonderlich. Leid über andere Völker gebracht schon eher…
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#7   pgeorg   15:28:34 | Dienstag, 2. September 2008
nuja, ertränkt …
ertränkt wurde er nicht. die hinrichtungsart für hochverrat in england heißt „hanged, drawn, and quartered“, „drawn“ nicht „drowned“. wie das ablief, kann man sich in den schlusssminuten von bravehart ansehen. unter „drawn“ ist demnach die ausweidung des menschen bei lebendigem leib zu verstehen, nachdem er zunächst gehängt worden war, aber nicht so, daß er starb (vermeidung des genickbruchs, nur würgen), weshalb viele verurteilte richtig ins seil sprangen, in der hoffnung, der tod würde vorher eintreten. das eigentliche vierteilen erfolgte, wenn das opfer schon tot war.
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#6   clarissa colonia   15:08:27 | Dienstag, 2. September 2008
Ist das jetzt
ein Verein von Vögeln, für Vögel, oder solcher, die ihren Vogel mit dem Heiligen Geist verwechseln?
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#5   Amanda   15:03:53 | Dienstag, 2. September 2008
@Ultramontanus
Und warum zieht man erst den armen Verbrecherbiographien die Haut ab, nur um anschließend eine andere Verbrecherbiographie in dieser Haut einzubinden?
Fragen über Fragen… :-D
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#4   Ultramontanus   15:02:15 | Dienstag, 2. September 2008
Hallo clarissa!
„Verbrecherbiographien in die Haut derselben einzubinden“
Kann man das denn so schreiben? Würde das nicht streng genommen bedeuten, dass man Verbrecherbiographien in die Haut von Verbrecherbiographien einbindet?
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#3   clarissa colonia   14:58:56 | Dienstag, 2. September 2008
Das makaberste Buch der Welt …
Ja, jeder Superlativ steht in einem Verhältnis zu seinem Bezugsrahmen. Wenn der Artikel schon mitteilt, es sei seinerzeit in England üblich gewesen, Verbrecherbiographien in die Haut derselben einzubinden, ist der Superlativ unverständlich, weil es dann ja kommensurable Fälle gegeben hat.
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#2   freddie schenk   14:55:47 | Dienstag, 2. September 2008
Vielleicht bin ich ja begriffsstutzig
Aber was will uns der Artikel sagen, außer, dass die Hinrichtung vor 400 Jahren natürlich barbarisch gewesen ist?
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#1   r.ruhrgebietler   14:50:25 | Dienstag, 2. September 2008
über die Wiedergutmachung
unserer Sünden gg. Gott und Jesus Christus spricht sonderbarerweise auch niemand! Am wenigsten die V-II-Kleriker…
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