Der Papst als Organspender? + Gotteslästerer als kirchlicher Ehrengast + Die Tradition ist wieder modern + Leere Worte + Feigenblatt-Kandidatin
Papst Benedikt XVI. am Weltjugendtag in Sydney.
Der Papst als Organspender?
Vatikan. Am Mittwoch trat die italienische Historikerin Lucetta Scaraffia
in der Vatikanzeitung ‘L’Osservatore Romano’ eine Diskussion über die Definition des Todeszeitpunkts
los. Derzeit wird der Hirntod als Moment des Gestorbenseins propagiert. Bis vor vierzig Jahren war es
der Herzstillstand. Diese Neudefinition ermöglichte erst Organtransplantationen. Frau Scaraffia stellt
die Frage, ob eine gehirntote schwangere Frau, die dank künstlicher Beatmung ihre Schwangerschaft fortführt,
als Leichnam zu betrachten sei. Am Donnerstag berichtete die römische Tageszeitung ‘Il Messaggero’, daß
Papst Benedikt XVI. seit vielen Jahren Mitglied eines Organspenderverbands ist.
Gotteslästerer als kirchlicher
Ehrengast
Österreich. Am nächsten Dienstag feiert das erzdiözesane Wiener Skandal-Dommuseum sein 75jähriges
Bestehen. Zu dem Anlaß wird der österreichische Blasphemiker und Pornograph Alfred Hrdlicka als Ehrengast
geladen sein.
Die Tradition ist wieder modern
Italien. Am letzten Wochenende tagte in der italienischen
Ortschaft Gricigliano bei Florenz das Jahreskapitel des altgläubigen Instituts Christus König und Hoher
Priester. Der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard, und der Präfekt des Obersten Gerichtshofes
der Apostolischen Signatur, Erzbischof Raymond Burke, waren anwesend. Kardinal Ricard dankte dem Institut
im Namen der französischen Bischöfe für die gute Arbeit der Traditionalisten in Frankreich. Erzbischof
Burke krönte eine Herz-Jesu Statue. Zu dem Anlaß trug er ein Zingulum mit Quasten, das Mitte des letzten
Jahrhunderts von Traditionsstürmern praktisch abgeschafft wurde.
Leere Worte
Schweiz. Die Schweizer
Bischofskonferenz hat bei ihrem Treffen Anfang September über die Bußpraxis beraten. In einer Pressemeldung
erklärte sie, daß eine – sakramententheologisch ungültige – Generalabsolution nur in Notsituationen
zulässig sei. Die Generalabsolution ist in der Schweiz praktisch flächendeckend als Beichtersatz eingeführt.
Die Bischöfe kündigten für Anfang 2009 verbindliche Richtlinien zur Spendung der Generalabsolution
an. Wie sie die Richtlinien umsetzen wollen, steht in den Sternen.
Feigenblatt-Kandidatin
USA. Die Gattin
des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten, Frau Cindy McCain, stimmt mit den Positionen der
republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, nicht überein. Das sagte Frau McCain dem
US-Fernsehsender ‘ABC’: Wenn Frau Palin die Kinderabtreibung ablehne und sie nur noch bei Vergewaltigung
und Inzest zulassen wolle, unterstütze sie das nicht – so Frau McCain: „Aber ich respektiere ihre Ansichten.“
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72 Lesermeinungen
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Andreas Rau Ich war auf eine katholischen Grundschule und hatte im Kindergarten und Kurheimen immer mit
Nonnen zu tun. Die trugen Glauben im Herzen. Aber sowas von. Ich habe viel von ihnen gelernt. Die haben
mir überhaupt diese Tür erst einmal geöffnet und den Funke angezündet (um es mal mit Pathos auszudrücken).
Wie es mir erging, möchte ich hier nicht schildern, wegen der erbärmlichen Schmutzfinken, die sich an
ihrem Dreckshandwerk aufgeilen. Aber sagen könnte ich einiges dazu…
#69 Andreas_Rau 20:01:09 | Samstag, 6. September 2008
meinst du aleph? Ich war auf eine katholischen Grundschule und hatte im Kindergarten und Kurheimen immer
mit Nonnen zu tun. Die trugen Glauben im Herzen. Aber sowas von. Ich habe viel von ihnen gelernt. Die
haben mir überhaupt diese Tür erst einmal geöffnet und den Funke angezündet (um es mal mit Pathos
auszudrücken).
Andreas Rau Habt ihr alle vergessen, dass man Glauben auch im Herzen trägt? Das ist ein Argument von
evangelischer Seite. Darüber denkt man bei den Katholischen nicht nach. Da geht es hautpsächlich um
die Einhaltung von Rubriken…!
#67 Andreas_Rau 19:53:56 | Samstag, 6. September 2008
hm… also ich kann JoBerens eigentlich anz gut verstehen. Ihr seid nur auf beiden Seiten sehr verbissen
und manchmal zemlich ungerecht miteinander. Vielleicht probiert ihr mal aus auf Fragen zu antworten –
und zwar logisch, gerne auch subjektiv und unlogisch. Aber sprecht doch mal von Euch und nicht immer nur
von vermeintlichen oder echten Theologien… Habt ihr alle vergessen, dass man Glauben auch im Herzen
trägt?
#66 Florian Geyer 19:45:44 | Samstag, 6. September 2008
Seppili „Gegenargumente“ zuerst muß überhaupt erstmal ein Argument vorhanden sein um ein Gegenargument
geben zu können. wir warten immer noch gespannt auf eines. ach vergiss es – ich hab dich schon wieder
überfordert alter Mann…
#64 Regina 1961 23:13:49 | Freitag, 5. September 2008
@Genoveva Was, nur katholisch? Nicht denkend? Also ich weiß nicht…(Grins) Joberens Denken ist halt
einfach. Man hinterfragt die Bibel insgesamt, kommt, dank historisch-kritischer Methode, zu der Überzeugung,
daß 95% der Jesusworte „später hinzugefügt“ oder „nicht Jesus zugesprochen werden können“ und was
dann noch übrigbleibt, daraus konstruieren wir uns unseren katholischen Glauben. Unseren allumfassenden
Glauben! Regina (Als komplex denkende Katholikin…)
#63 Genoveva 23:07:25 | Freitag, 5. September 2008
@joberens Liebe regina, das mag ja stimmen, ist aber auch wieder nur eine rein menschliche Meinung und
Ansicht und nicht mehr und nicht weniger. Das muß man, auch wenn es noch so schwer fällt, doch irgendwann
zur Kenntnis zu nehmen versuchen. Diese Bestimmung hat nichts mit Jesus und dem Evangelium zu tun. Auch
wir Katholiken müssen irgendwann wieder auf den Boden zu kommen versuchen und erkennen, was Jesus und
Evangelium ist und was eben nur menschlichen Ursprungs ist. Mich würde brennend interessieren, was in
Ihrer selbstgebastelten Joberens-Religion eigentlich das Prädikat „Bestimmung Jesu“ verdient? Welche
Antwort auf eine moralische Frage kann denn aus dem Glauben heraus beantwortet werden, ohne „rein menschliche
Meinung und Ansicht“ zu sein? Genoveva (einfach katholisch)
#59 Regina 1961 19:36:00 | Freitag, 5. September 2008
@joberens Also kapieren kann ich Ihre Haltung ebenfalls nicht. Da werden im 3. Stock eines Krankenhauses
schon Kinder am leben erhalten, die im 5. Schwangerschaftsmonat geboren wurden. Und 2 Stockwerke höher
wird ein Kind im 7. Monat abgetrieben, oder sagen wir mal sanft, getötet, weil man festgestellt hat,
daß es an einem Down-Syndom leidet. Wirklich, in Ihrer Realität möchte ich leben. Regina1961
Nee, man kann’s nicht kapieren, welche begriffliche Fledderei Sie da vornehmen, verehrter Josef! Was hat
die Schwangere in ihrem Bauch, wenn nicht ein Kind?!
#57 joberens 18:16:03 | Freitag, 5. September 2008
man kann nicht kapieren Bitte nehmt doch endlich mal ein wenig Verstand an. Zwischen legaler Schwanschaftsunterbrechung
und Kindestötung besteht ein riesiger Unterschied. Wer den nicht erkennt will es nicht oder ist einfach
zu naiv ihn zu erkennen. Josef Berens (als einacher, denkender Katholik)
josberens Bei einer Unterbrechung, auch bei einer Schwangerschaft, müsste der Unterbrechung eine problemfreie
Weiterführung möglich sein. Is aber nicht drin. Gett nix mehr. Kind kaputt!!! Capito?
#52 joberens 15:30:47 | Freitag, 5. September 2008
Stimme der Vernunft Nochmas, versuche doch einmal zu erkennen, das Kindestötungen und Schwangerschaftsunterbrechungen
zwei verschiedene Dinge sind. Kindestötungen kann sicherlich Niemand hinnehmen. Schwangerschaftsuntrbrechungen
müssen jedoch, unter betimmten Voraussetzungen, möglich sein und es ist gut, daß wir in Deutschland
eine vorblidliche Lösung in dieser Sache haben. Immer mehr Staaten erkennen auch die Notwendigkeit, Schwangerschaftsabbrüche
unter bestimmten Voraussetzungen zu ermöglichen. Amstkirchlich kann man das ja verurteilen und auch in
die Sündenecke stellen. Staatlicherseits sollte man sich da aber nicht beeinflussen lassen. Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
#51 Regina 1961 13:10:34 | Freitag, 5. September 2008
@Stimme der Vernunft Ich erwarte von Ihnen immer noch einen Beweis Ihrer Behauptung, der Heilige Vater
wäre schwul. Entweder Sie bringen Belege oder Sie nehmen diese Behauptung zurück. Regina1961
Frau Palin, die Kinderschlächterin Frau Palin kämpft dafür, Kinder, die unschuldige Produkte von Inzest
oder Vergewaltigung sind, brutal abzuschlachten. Was mit den eigentlichen Tätern geschehen soll, dazu
äussert sich die fanatische Kinderhasserin nicht. Die Kinderschlächterin Palin ist die von christlichen
Fundamentalisten unterstützte Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.
#49 Leblhuber 12:39:58 | Freitag, 5. September 2008
@wiener: nur mal kurz zur klarstellung … sei festgehalten, dass es kirchlicherseits – und das werden
ihnen moraltheologen aller „couleur“ auch bestätigen, keine bestimmung gibt, die besagt, dass bei gefährdung
des lebens der schwangeren mutter die entscheidung jedenfalls für das leben des kindes (und damit gegen
die mutter) zu treffen sei. tatsächlich ist in einem solchen fall die abtreibung des kindes als legitim
zu betrachten, da hier tatsächlich „leben gegen leben“ steht. Das war aber in der 1. Hälfte des 20.
Jhdts. noch nicht der Fall. Es gab keine medizinische Indikation, die das Leben der Mutter über das Leben
des Kindes stellte. Ein Schwangerschaftsabbruch war auch bei Lebensgefahr der Mutter verboten. Das führte
dazu, dass viele Frauen bei Problemschwangerschaften lieber jüdische Ärzte aufsuchten. Es würde mich
interessieren, seit wann das kirchliche Lehramt die medizinische Indikation bei drohender Lebensgefahr
der Mutter gestattet. Auch das staatliche Recht sieht erst seit den späten 20er Jahren des vorigen Jhdts.
die Straffreiheit bei bestehender Lebensgefahr für die Mutter vor.
Organspende Der Mensch mit „Hirntod“ ist noch nicht „tot“. Wenn er also durch die Organspende seine Organe
und infolgedessen sein Leben für hingibt für andere, die mit seinen Organen weiterleben, ist das keineswegs
verwerflich. Daher handelt der Papst völlig richtig.
#47 Andreas_Rau 12:12:16 | Freitag, 5. September 2008
@wiener ich glaube kaum, dass ein Gynäkologe die seelische und psychosoziale Verfassung einer Frau aufgrund
einiger gynäkologischer an ihrem Unterleib beurteilen kann. Sorry, aber auch hier vermischen Sie jetzt
die individuelle Ansicht und subjektive Einschätzung eines Mediziners mit Fakten.
@ wiener Nunja, aber wer mir in essen spuckt den spucke ich nunmal auch rein! Dieses Thema ist mir übrigens
so wichtig das ich da absolut kompromisslos irgendeiner Meinung bin die der Kirchenlehre entgegengesetzt
ist.
#45 Protestant 12:09:09 | Freitag, 5. September 2008
@andreas Hallo,ich hoffe du hast einigermaßen geschlafen und die Sache mit deinem Freund hat sich auch
gelöst… „Kindstötungen sind heute eine Alternative zur Verhütung geworden…:“ Das glaube ich auch
nicht- weil früher wurde das alles illegal bei den Engelmacherinnen getan!Da hat es weder Statistiken,
noch sonstwas gegeben. Ich persönlich möchte diese Zahlen nicht kennen.Deshalb stelle sich in der Tat
die Frage, ob es zu früheren Zeiten, da es keine Verhütungsmittel gab, die Anzahl der Abtreibungen nicht
wesentlich höher gewesen sein könnte! Ich rede damit nicht der Abtreibung das Wort. Ich auch nicht!Aber
man gerät hier leicht in den Verdacht,dies zu tun, wenn man in dieser Frage nicht mit dem gleichen Fanatismus
rangeht, wie einige unserer „lieben Lebensretter“ hier! Und abgesehen davon erlaubt die Kirche auch keine
Verhütung. Die Kirche erlaubt es selbstverständlich, nur nicht die römisch-katholische Filiale Bevor
geurteilt wird, sollte man die Frauen anhören, die betroffen sind! Mich interessiert ihre Lage und ihre
Sichtweise. Wie?Frauen?Die haben sonst nichts zu melden, warum ausgerechnet hier?Sollen sich halt nicht
von jedem gleich bespringen lassen, dann passiert so was auch nicht! Enthaltsamkeit,Keuschheit,das ist
es einfach( Sorry, andreas, ich hab jetzt diesen Teil einmal aus der Sicht von sozikati beantwortet, am
will ja fair sein… )
@ sozkath es wäre der diskussion ungemein förderlich, wenn sie auf ihre primitiven beschimpfungen einfach
mal verzichten würden. vor allem dann, wenn es sich um ein ernsthaftes thema handelt wie in diesem fall.
@ alle selbstverständlich fällt jede abtreibung unter das allgemeine (s. 5. gebot) und spezielle tötungsverbot.
aber es handelt sich hier um eine – auch kirchlicherseits allgemein akzeptierte – ausnahme im extremfall.
hier ist jedenfalls eine anwendung der epikie geboten, die besagt, dass in wohl begründeten einzelfällen
eine allgemeine gesetzgebung nicht zu befolgen ist, wenn dadurch der grundliegende sinn des gesetzes (nämlich
leben zu schützen) erfüllt wird. im übrigen ist es sehr wohl zu beobachten – sprechen sie dazu einmal
mit gynäkologen in öffentlichen spitälern – dass abtreibung häufig als „übliche form“ der „familienplanung“
angesehen wird und eltern auf verhütung verzichten, weil man ja „eh abtreiben darf“. natürlich ist das
ein unhaltbarer und zu ändernder zustand!
@Asozicat Ey Alder, ich sollte mal einen Kurs in unflätiger Gossensprache belegen. Vielleicht verstehts
Du dann meine Beiträge besser. Man soll die Leute ja da abholen, wo sie stehen, gell!?
Kleine Meditation für unseren sozialkatholischen Amokläufer Lieber Sozi, hier meine Hausaufgabe für
Dich fürs Wochenende! Eine buddhistische Weisheit sagt: „ Das, was wir heute sind, folgt aus den Gedanken,
denen wir gestern nachgingen, und unser gegenwärtiges Denken bestimmt unser Leben, wie es morgen sein
wird. Die Schöpfung unseres Bewusstseins, das ist unser Leben. Spricht oder handelt darum ein Mensch
mit unreinem Bewusstsein, folgt ihm das Leiden nach, so wie das Rad den Hufen eines Zugtieres folgt. „
Reinige Dein Bewusstsein, schere Dich um Nettes und versuche Deine Hassgefühle in den Griff zu kriegen.
Und Du wirst sehen… mit ein bisschen Glück wirst Du sogar noch über kurz oder lang katholisch!
#39 Andreas_Rau 11:51:24 | Freitag, 5. September 2008
@alkuin „Kindstötungen sind heute eine Alternative zur Verhütung geworden…:“ Das glaube ich nicht
und das ist durch keine Statisik belegbar. Kindstötungen und vorgeburtliche Kindtötungen hat es immer
gegeben und wird es immer geben. Um es klar z ustellen, ich rede damit nicht der Abtreibung das Wort.
Aber diese fachlich falsche Aussage stimmt eben nicht. Und abgesehen davon erlaubt die Kirche auch keine
Verhütung. Sie erlaubt sog. natürliche Methoden, aber das auch nur, weil es sich dabei nicht um Verhütung
handelt, sondern um das genaue Gegenteil. Denn diese Methoden können nur den günstigsten Moment einer
Befruchtung errrechnen – aber nicht eine Befruchtung verhindern! Ich sagte es schon einmal an anderer
Stelle. Bevor geurteilt wird, sollte man die Frauen anhören, die betroffen sind! Mich interessiert ihre
Lage und ihre Sichtweise.
#37 Regina 1961 11:49:25 | Freitag, 5. September 2008
@sozicati Ich habe keine Lust, Ihren „geistigen Höhenflügen“ zu folgen. Wer es fassen kann, der fasse
es… Bin gerade so schön in der Badewqanne am baden… Regina
#35 Andreas_Rau 11:46:03 | Freitag, 5. September 2008
@venefex so gesehen haben Sie Recht. Warum sollte ein Vater auch noch ein Kind verlieren… Das meine
ich eben auch. Vielleicht bin ich zu empfindlich – aber mir kommt es trotzdem vor, als wäre die Mutter
herabgewürdigt durch diesen „Gebrauch“ und diese Versachlichung ihrer toten Hülle.
#34 Regina 1961 11:44:38 | Freitag, 5. September 2008
Canon 1398 @wiener: Ihre Praktikabilität des Glaubens in Eheren. Aber wie gehen Sie mit diesem Kirchengesetz
um? Da steht etwas „Unumstößliches“. Es wird bei diesem Canon nichts über das Leben der Mutter gesagt.
Und auch, wenn ich meine Schwierigkeiten mit diesem Canon habe, es steht nirgends geschrieben, daß das
Leben der Mutter weniger wert ist als das des Kindes bzw. umgekehrt. Es darf eben nur nicht abgetrieben
werden. Vielleicht kann sich ja mal ein Mediziner an dieser Diskussion beteiligen. Regina1961
@Sirilo Sie schrieben @joberens: „Wenn Sie vorgeburtliche Kindstötungen befürworten, dürfte es sich
bei Ihnen wohl kaum um einen „denkenden Katholiken“ handeln.“. Neuheide Joberens hat bloß wieder seine
Signatur vergessen, die ich hiermit gerne nachreiche: „„Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen
Gott in Drei Personen gibt,“ joberens am 1. September, 10:59, “
@Amanda Hier geht es nicht um irgendwelche seltenen Extremfälle, hier geht es um die tagtägliche Ausübung
von Kindestötung auf Wunsch der Mutter. Weder die kriminologischen noch die medizinischen Indikation
rechfertigen die Tötung von über 120 tausend Kinder im Jahr. Jeder der sich nur halbwegs mit der Thematik
beschäftigt kann sehen, dass dies nicht notwendig und moralisch verwerflich ist. Kindestötung ist heute
ein alternative form der Verhütung geworden. Die Statistiken sprechen für sich. Wir dürfen und können
sowas nicht mehr billigen.
nur mal kurz zur klarstellung … … sei festgehalten, dass es kirchlicherseits – und das werden ihnen
moraltheologen aller „couleur“ auch bestätigen, keine bestimmung gibt, die besagt, dass bei gefährdung
des lebens der schwangeren mutter die entscheidung jedenfalls für das leben des kindes (und damit gegen
die mutter) zu treffen sei. tatsächlich ist in einem solchen fall die abtreibung des kindes als legitim
zu betrachten, da hier tatsächlich „leben gegen leben“ steht. allerdings muss auch gesagt werden, dass
es sehr wohl frauen gibt, die sich in dieser situation (etwa im falle einer überlebensnotwendigen tumor-operation,
die aber zugleich das leben des kindes beendet – durch entfernung der gebärmutter beispielsweise) gegen
die eigene lebensrettende op und damit für das leben des kindes entscheiden (s. molla). wenn die kirche
solche entscheidungen als „heroisch“ und diese frauen in einzelfällen auch als selige oder heilige verehrt,
wird damit zugleich ausgesagt, dass diese handlungsweise keinesfalls allgemein empfohlen wird – im gegenteil
wird dadurch der absolute ausnahmecharakter betont, ähnlich wie im fall des hl. maximilian kolbe, der
für einen anderen menschen in den hungerbunker ging – auch dieses verhalten ist moraltheologisch gesehen
keinesfalls als „gebotener normalfall“ zu betrachten.
@Andreas_Rau Wenn man ein menschliches Leben retten kann, ohne ein anderes dafür zu opfern, dann sehe
ich da keine verzwickte Situation. Brutkästen für Frühchen sind ja auch nicht fragwürdig; auch sie
helfen einem Kind zu leben welches sonst keine Chance hätte. Sicher, die hirntote Frau in diesem Beispiel
ist im Moment nicht sehr viel mehr als das, aber als Mutter wäre es zweifelsohne in ihrem Interesse ihr
Kind zu schützen, auch aus christlicher Sicht sehe ich da keinen Widerspruch. Sie leidet nicht und das
Kind kann leben. Der Vater hat schon seine Frau verloren, warum nun auch sein Kind?
#29 Regina 1961 11:34:33 | Freitag, 5. September 2008
@sozialkatholisch und joberens @sozialkatholisch: Ich habe hier nur das CIC zitiert. Natürlich werde
ich es Ihnen nachsehen, wenn Sie das nicht verstehen. Bei Sachargumenten bekommen Leute wie Sie immer
Pickel. Habe schon verstanden. Ihre Postings duften auch nicht gerade nach Intellektualität. @jo: Ich
stehe auf dem Boden der Kirche. Nur die Differenzierungen, die Sie vornehmen, hinken gewaltig. Für mich
ist die Lehre Jesu Christi ziemlich eindeutig. Daß die Kirche Fehler macht weil menschlich, ist im Heilsplan
Gottes mit Sicherheit einkalkuliert. Mir stinkt auch manches. Sogar gewaltig. Nur bleibe ich in der Kirche,
und versuche dort, meinen Beitrag zu leisten. Nur Tatsachen feststellen und meckern bringt nicht wirklich
weiter. Nicht nur reactio, actio ist gefragt. Auch wenn es noch so schwer erscheint. Wir sind Kirche ist
doch ein gutes Beispiel. Ihnen LG Regina
#28 Andreas_Rau 11:10:24 | Freitag, 5. September 2008
bei dem Kind im Leib einer gestorbenen Frau… handelt es sich eigentlich nicht um eine aktive Abtreibung.
Das Kind würde nicht überleben, wenn der tote Körper der Mutter nicht künstlich (Frage: ist das in
christlichem Sinne?) erhalten würde. Das heißt auf natürlichem Wege wäre das Kind tot. Allerdings
gestehe ich, dass ich auch nicht wüsste, wie ich da entscheiden sollte, wenn ich in irgendeiner Form
als Arzt oder möglicher Vater betroffen wäre. Das kann ich aber nicht objektiv begründen. Ich glaube
meine Gefühle und Gedanken würden absolut ins Chaos geraten. Andererseits ist eine Frau als beseelter
Mensch (und dann ebensowenig als Tote) eine Brutmaschine. Jetzt bitte nicht gleich schlagen. Aber es ist
wirklich verzwickt, weil eine da soviele Gefühle im Wege stehen
#27 joberens 10:39:31 | Freitag, 5. September 2008
Regina Liebe regina, das mag ja stimmen, ist aber auch wieder nur eine rein menschliche Meinung und Ansicht
und nicht mehr und nicht weniger. Das muß man, auch wenn es noch so schwer fällt, doch irgendwann zur
Kenntnis zu nehmen versuchen. Diese Bestimmung hat nichts mit Jesus und dem Evangelium zu tun. Auch wir
Katholiken müssen irgendwann wieder auf den Boden zu kommen versuchen und erkennen, was Jesus und Evangelium
ist und was eben nur menschlichen Ursprungs ist. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
#25 Regina 1961 10:31:15 | Freitag, 5. September 2008
@sozialkatholich Canon 1398: Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe
der Exkommunikation zu. (CIC 1983) Ferner sollte man vielleicht auch noch den Canon 1041.4 beachten, der
zwar über die Weihe spricht, bzw. wer nicht geweiht werden kann, denn dort ist auch jemand strafbar,
der an einer Abtreibung „positiv mitwirkt“. M. a. W. läßt eine Mutter zu, daß ihr Kind abgetrieben
wird, zieht sie sich auch die Tatstrafe der Exkommunikation zu. Es wird hier nichts über etwaige Gründe
für die Abtreibung gesprochen. Regina1961
@ Sozicat Die Kirche wird gar nicht erst gefragt! Nur die Mutter trifft hier die Entscheidung! Ich für
mich, würde mich immer für das Kind entscheiden!
@ Prottie Ich bin mir in dieser Frage auch nicht so sicher! In totaler Realität ist gar nichts sicher,
jedenfalls im Moment nicht! Mir hat das ein Priester gesagt den ich sehr schätze und den ich für sehr
kompetent halte und deshalb wage ich die Aussage zu wiederholen: Die Kirche erlaubt Schwangerschaftsabbrüche
wenn das Leben der Mutter dadurch gerettet werden kann!
Leben kann man nicht gegen Leben aufwiegen, und das neue Leben ist nicht generell dem bereits geborenen
vorzuziehen. Gesetzt den Fall, die gefährdete Schwangere hat bereits Kinder, die sie brauchen? Könnte
man dann die Mutter dem Neugeborenen opfern, so dass letztlich alle Kinder als Halbwaisen dastehen? Ist
das katholisch?
#17 Protestant 09:53:18 | Freitag, 5. September 2008
@regina und sozikati Ich bin mir in dieser Frage auch nicht so sicher!Ein Freund aus Rosenheim hat mit
allerdings erzählt, dass mehrere Ehepaare sich für die Entbindung bewusst gegen ein röm.-kath. Krankenhaus
entschieden, da es dort wohl irgendwelche Bestimmungen gebe, im Zweifel das Leben des Kindes vorzuziehen,
auch wenn ein begründetes Risiko besteht, das die Mutter stirbt! Ich weiß auch nicht, ob das u.U. unterschiedlich
gehandelt wird, ich tendiere hier aber auch eher zu der Aussage von regina!
#16 greywolf58 09:52:39 | Freitag, 5. September 2008
@Joberens Wie ersichtlich melde ich mich selten zu Wort aber hier kann ich die User nur bestätigen die
dir jeden bezug zu einem Katholiken und vor allem ein „Einfachdenkender…“ absprechen! Mord bleibt Mord
da helfen deine atheistischen Phrasen nicht!!
Ein Kind im Mutterleib zu Töten ist nichts als Mord! Schwangerschaftsabbrüche sollen wir beim richtigen
Namen nennen! Es ist die Tötung von ungeborenem Leben. Von den über 120.000 Kindestötungen in Deutschland
die in 2006 stattfanden waren weniger als 30 Fälle auf kriminologischen Indikationen (Vergewaltigung,
Inzest) zurückzuführen! Nur 2,7% sind auf Grund von medizinischer Indikation durchgeführt worden. Weitere
Statistiken hier: www.pro-leben.de/…abtreibung_daten.php Deutschland tötet sein Zukunft!
#6 catharina 08:36:47 | Freitag, 5. September 2008
Krönung und Quasten „Erzbischof Burke krönte eine Herz-Jesu Statue. Zu dem Anlaß trug er ein Zingulum
mit Quasten, das Mitte des letzten Jahrhunderts von Traditionsstürmern praktisch abgeschafft wurde.“
Das Institut ist auf dem besten Weg, zwar nicht die Tradition, wohl aber recht viele Traditiönchen für
die Kirche zu retten. Da kann ihm ein williger Erzbischof nur gelegen sein.
Oh Josef, Ein Schwangerschaftsabbruch Da von Kindestötungen zu sprechen ist purer Unsinn. ist immer eine
Kindstötung, meist auch Mord. Ich glaube die Kirche erlaubt eine Abtreibung nur wenn das Leben der Mutter
in Gefahr ist, da kann man dann natürlich nicht mehr von Mord sprechen, aber eine Kindstötung bleibt
es trotzdem.
Diese Frau ob eine gehirntote schwangere Frau, die dank künstlicher Beatmung ihre Schwangerschaft fortführt,
als Leichnam zu betrachten sei ist solange als Lebendig zu betrachten und als solche auch zu pflegen,
bis das Kind geholt werden kann! Schließlich ist Leben in Ihr!
Feigenblatt-Kandidatin Schwangerschaftsabbrüche müssen in bestimmten Fällen erlaubt sein. Ich denke,
da ist unsere deutsche Regelung vielleicht vorbildlich vorbildlich. Da von Kindestötungen zu sprechen
ist purer Unsinn. Es gibt da schon einen ziemlichen Unterschied, der bei ein wenig gutem Willen auch zu
erkennen ist. Josef Berens (als einfacher, denkdener Katholik
#1 Desperatus † 08:20:10 | Freitag, 5. September 2008
Dinge, die die Welt bewegen: „Zu dem Anlaß trug er ein Zingulum mit Quasten, das Mitte des letzten Jahrhunderts
von Traditionsstürmern praktisch abgeschafft wurde.“