12:37:41 | Freitag, 5. September 2008
Nicht nur in Indien sind die Christen Bürger zweiter Klasse, die man nach Belieben verfolgen kann, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Der Erzbischofs von Bophal, Mons. Leo Cornelio (63)
© Bilder: Kirche in Not(kreuz.net) Die gegenwärtige Christenverfolgung im indischen Bundesstaat Orissa hat auch wirtschaftliche
Interessen.
Das erklärte der Erzbischofs der zentralindischen Stadt Bophal, Mons. Leo Cornelio (63),
vor dem internationalen katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
Der Bundesstaat Orissa ist ein Küstengebiet
in Nordostindien.
Neun von zehn Christen sind dort Stammesangehörige und sogenannte Unberührbare mit
geringer Bildung.
Sie nützen den reichen, hinduistischen Bauern nach Angaben des Erzbischofs als billige
Arbeitskräfte.
Die Landbesitzer fürchteten, daß ihre christlichen Arbeiter nach einer besseren Ausbildung
in christlichen Schulen in die Städte abwandern könnten.
Nach Angaben von Mons. Cornelio haben sie
auch Angst, daß sich die Christen nicht mehr so leicht politisch beeinflussen lassen wie bisher:

Erzbischof Cornelio
© Bilder: Kirche in Not„Die
Christen lehren, daß alle vor Gott gleichwertig sind. Doch die reichen Bauern, die noch am Kastensystem
festhalten, stört das.“
Sie veranlassen auch die örtliche Polizei, nicht gegen die Pogrome einzuschreiten.
Erzbischof Cornelio erklärt, daß die Politik in Indien wieder sehr stark mit der Religion verknüpft
ist: „Die Zeit des indischen Säkularismus ist vorbei.“
Christen – besonders die Katholiken – sind im
Land für ihr überproportionales Engagement bei Bildung und Gesundheit bekannt.
In der indischen Gesamtbevölkerung
sind nur drei Prozent Christen. Sie betrieben aber ein Fünftel bis ein Viertel aller Schulen: „Der Einfluß
ist groß, und das ist ein Grund, die Christen zu beneiden.“
„Und aus Neid wird oftmals Haß“ – folgert
Mons. Cornelio.
Der christliche Einsatz in den Sektoren Bildung und Sozialarbeit mache viele neugierig
auf den Glauben an Jesus Christus: „Andere werfen den Christen deshalb vor, die Armen unter den Hindus
zum Übertritt zu zwingen oder zu verführen.“
„Dieser Vorwurf treffe aber nur auf einige Sekten wie
die Pfingstler“ zu – erwidert der Erzbischof.
In sechs indischen Bundesstaaten – darunter Orissa – ist
der Übertritt vom Hinduismus zu einer anderen Religion verboten.
Die Verfolgung der Christen in Orissa
begannen, nachdem dort am 23. August ein von Hindus hochverehrter geistlicher Führer ermordet wurde.
Obwohl sich eine maoistische Gruppe zu der Tat bekannte, wurden die Christen als Drahtzieher beschuldigt.
Mindestens 25 Menschen sind bei den Pogromen gegen Kirchen, kirchliche Gesundheits- und Bildungseinrichtungen,
Konvente und Pfarrhäuser ums Leben gekommen.
Vierzig- bis fünfzigtausend Christen sind auf der Flucht.
Davon sind fünfzehntausend in Flüchtlingslagern untergebracht.
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#16
JMX 22:32:35 | Freitag, 5. September 2008
#15
Florian Geyer 18:40:03 | Freitag, 5. September 2008
#14
Amanda 18:15:49 | Freitag, 5. September 2008
#13
joberens 18:10:18 | Freitag, 5. September 2008
#12
Amanda 16:19:37 | Freitag, 5. September 2008
#11
Florian Geyer 16:14:13 | Freitag, 5. September 2008
#10
Amanda 16:08:31 | Freitag, 5. September 2008
#9
Florian Geyer 16:01:28 | Freitag, 5. September 2008
#8
Pünktchen 16:00:41 | Freitag, 5. September 2008
#7
für die Kirche 15:58:04 | Freitag, 5. September 2008
#6
Amanda 15:50:03 | Freitag, 5. September 2008
#5
joberens 15:45:19 | Freitag, 5. September 2008
#4
für die Kirche 15:01:13 | Freitag, 5. September 2008
#3
Florian Geyer 14:30:38 | Freitag, 5. September 2008
#2
für die Kirche 12:44:57 | Freitag, 5. September 2008
#1
Franz Kappes 12:40:47 | Freitag, 5. September 2008