Kirche in Not
Der Grund für die Schlächtereien
Nicht nur in Indien sind die Christen Bürger zweiter Klasse, die man nach Belieben verfolgen kann, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Der Erzbischofs von Bophal, Mons. Leo Cornelio (63)
Der Erzbischofs von Bophal, Mons. Leo Cornelio (63)
© Bilder: Kirche in Not
(kreuz.net) Die gegenwärtige Christenverfolgung im indischen Bundesstaat Orissa hat auch wirtschaftliche Interessen.

Das erklärte der Erzbischofs der zentralindischen Stadt Bophal, Mons. Leo Cornelio (63), vor dem internationalen katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.

Der Bundesstaat Orissa ist ein Küstengebiet in Nordostindien.

Neun von zehn Christen sind dort Stammesangehörige und sogenannte Unberührbare mit geringer Bildung.

Sie nützen den reichen, hinduistischen Bauern nach Angaben des Erzbischofs als billige Arbeitskräfte.

Die Landbesitzer fürchteten, daß ihre christlichen Arbeiter nach einer besseren Ausbildung in christlichen Schulen in die Städte abwandern könnten.

Nach Angaben von Mons. Cornelio haben sie auch Angst, daß sich die Christen nicht mehr so leicht politisch beeinflussen lassen wie bisher:

Erzbischof Cornelio
Erzbischof Cornelio
© Bilder: Kirche in Not
„Die Christen lehren, daß alle vor Gott gleichwertig sind. Doch die reichen Bauern, die noch am Kastensystem festhalten, stört das.“

Sie veranlassen auch die örtliche Polizei, nicht gegen die Pogrome einzuschreiten.

Erzbischof Cornelio erklärt, daß die Politik in Indien wieder sehr stark mit der Religion verknüpft ist: „Die Zeit des indischen Säkularismus ist vorbei.“

Christen – besonders die Katholiken – sind im Land für ihr überproportionales Engagement bei Bildung und Gesundheit bekannt.

In der indischen Gesamtbevölkerung sind nur drei Prozent Christen. Sie betrieben aber ein Fünftel bis ein Viertel aller Schulen: „Der Einfluß ist groß, und das ist ein Grund, die Christen zu beneiden.“

„Und aus Neid wird oftmals Haß“ – folgert Mons. Cornelio.

Der christliche Einsatz in den Sektoren Bildung und Sozialarbeit mache viele neugierig auf den Glauben an Jesus Christus: „Andere werfen den Christen deshalb vor, die Armen unter den Hindus zum Übertritt zu zwingen oder zu verführen.“

„Dieser Vorwurf treffe aber nur auf einige Sekten wie die Pfingstler“ zu – erwidert der Erzbischof.

In sechs indischen Bundesstaaten – darunter Orissa – ist der Übertritt vom Hinduismus zu einer anderen Religion verboten.

Die Verfolgung der Christen in Orissa begannen, nachdem dort am 23. August ein von Hindus hochverehrter geistlicher Führer ermordet wurde.

Obwohl sich eine maoistische Gruppe zu der Tat bekannte, wurden die Christen als Drahtzieher beschuldigt.

Mindestens 25 Menschen sind bei den Pogromen gegen Kirchen, kirchliche Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Konvente und Pfarrhäuser ums Leben gekommen.

Vierzig- bis fünfzigtausend Christen sind auf der Flucht. Davon sind fünfzehntausend in Flüchtlingslagern untergebracht.
      
16 Lesermeinungen
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#16   JMX   22:32:35 | Freitag, 5. September 2008
Dann hast Du ja
auch sicher handfeste Beweise, die du hier präsentieren kannst. :-S
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#15   Florian Geyer   18:40:03 | Freitag, 5. September 2008
joberens
„Höllenphantasien“ ?
das persönlich Gericht mit Christus nach dem Tod ist real und keine Phantasie.
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#14   Amanda   18:15:49 | Freitag, 5. September 2008
@joberens
Vermutlich ist es zwecklos zu fragen, aber da man ja nie aufgeben soll: Herr Berens, was ist für Sie ganz persönlich „Sünde“? Gibt es Ihrer Ansicht nach überhaupt Sünde?
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#13   joberens   18:10:18 | Freitag, 5. September 2008
Florian Geyer
Werde glücklich mit Deinen Höllenfantasien. Damit kannst Du Niemand mehr aus der Reserve locken.
Josef Berens
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#12   Amanda   16:19:37 | Freitag, 5. September 2008
Nein, ein Vorwurf
ist ihm sicherlich nicht zu machen. Mitleid ist angebrachter – und natürlich beständige Fürbitte!
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#11   Florian Geyer   16:14:13 | Freitag, 5. September 2008
Amanda
das kann man ihm nichtmal zum Vorwurf machen da er Christus (noch ?) nicht erkannt hat.
Man soll sich hüten die Lobernse zu verurteilen ihre Sicht der Dinge ist verständlich, wir dächten vermutlich alle so ohne des Gnadengeschenk des Glaubens
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#10   Amanda   16:08:31 | Freitag, 5. September 2008
Lieber Florian,
ich vermute, wenn es darum ginge, für Christus zu leiden, wäre Joberens nicht derjenige, der „Hier!“ schreit – oder?
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#9   Florian Geyer   16:01:28 | Freitag, 5. September 2008
joberens
Sie haben leider eine gemeingefährliche Einstellung.
Ihre tu was du willst Haltung bringt die Menschen massenweise in die Hölle bringt.
Auch dafür müssen sie sich mal rechtfertigen.
Auch für sie gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Ist es nicht Nächsteliebe alles zu versuchen Menschen vor ewiger Verdmmnis zu retten.
Ihre Unterstellung die Kirche warnt vor der ewigen Verdammnis nicht aus Verantwortungsbewusstsein sondern zwecks Machtausüübung reiht sich in ihre üblichen Monstösitäten ein
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#8   Pünktchen   16:00:41 | Freitag, 5. September 2008
Ach, übrigens: joberens
>>> Hier www.kreuz.net/…ticle.7780-page.html <<<
ist noch eine von Ihnen unbeantwortete Frage !
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#7   für die Kirche   15:58:04 | Freitag, 5. September 2008
@JoBerens: Höllenangst
Sie meinen „Höllenangst“ zu haben=leiden für Christus?
Dann verstehen Sie Florian ganz falsch.
Sie wissen vielleicht nicht, wie die Christen in den armen Gegenden leiden. Europa hat Demokratie und Wohlstand, und Friede über 60 Jahre. Die Menschen hier vergessen fast, was leiden bedeutet.
Aber Ihre Eltern oder Großeltern, die in dem Krieg nicht genug zu essen bekamen, die jenigen, die sich für Gerechtigkeit einsetzten, wußten noch, was Leiden bedeutet, und besonders die letzteren, die wissen, daß Leiden auch mal sinnvoll sein kann.
Bergpredigt des Herrn (Mt. Kap. 5):
Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.
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#6   Amanda   15:50:03 | Freitag, 5. September 2008
Wenn Selbstdenken so einfach ist, Josef,
machen Sie doch mal erkennbar den Anfang. :-D
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#5   joberens   15:45:19 | Freitag, 5. September 2008
Florian Geyer
Ja, nicht nur du bedauerst, daß man die Menschen nicht mehr mit Höllendrohung in die gewünschte Richtung treiben und zum Gehorsam erziehen kann. Es ist gut, daß man den Menschen, die selbst denken, damit keine Angst mehr machen kann.
Einlullen lassen ist, Gott sei Dank out. Selbstdenken ist immer mehr in und das ist auch gut so und macht es den ewig gestrigen immer schwerer, noch ernst genommen zu werden.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#4   für die Kirche   15:01:13 | Freitag, 5. September 2008
@Auch eine Berichtigung
Ich wollte schreiben :„Am dritten Tag auferstanden von dem Tode“.
Habe mich heute oft verschrieben.
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#3   Florian Geyer   14:30:38 | Freitag, 5. September 2008
Verfolgungen sind Anlass zur Freude
Es gibts nichts ehrenvolleres als Verfolgung zu erleiden für Christus. Für weltlich Ungläubige ist das eine Torheit weil sie die Wahrheit nicht erkennen.
Wenn die weltlich ungläubigen dann vor Christus stehen , Er sie fragt: „Warum hast du nur fürs Diesseits gelebt“ und dann innerhalb eines Augenblickes wissen dass sie ewig verloren gehen sagen sie oft: „Das habe ich nir gewusst und geahnt“
Umscho größer die Schuld die Kleriker betrifft die die Menschen nichtmehr über die letzten Dinge aufklären und aus gegen die Nächstenliebe verstosen indem dsie den Mensch vor der ungeheuerlichen Gefahr des ewig verlorenseins nichtmehr warnen.
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#2   für die Kirche   12:44:57 | Freitag, 5. September 2008
@Nur Mut und Gebet!
Seit 2000 Jahren werden Christen verfolgt.
Schon unser Herrn hat man ans Kreuz geschlagen.
Aber am dritten Tag ist er aufgestanden von dem Tode.
Und sein Volk überlebt immer wieder die Verfolgung und den Haß.
Der Glaube macht uns stark, die Hoffnung hebt uns vom Boden wieder auf, und die Liebe verbindet uns.
2000 Jahre haben wir ausgehalten, wir werden weiter aushalten im Glauben und Gebet, bis an den Jüngsten Tag, Amen!
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#1   Franz Kappes   12:40:47 | Freitag, 5. September 2008
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Ist das nicht eine res publica?
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