Deutschland
Kölner Pfarrer seines Amtes enthoben
Es ging hart auf hart – und am Schluß siegte der Stärkere. Außerdem wächst bei den Bischöfen der Mut, wenn der Gegner eine katholische Linie vertritt.
Der Bonner 'Generalanzeiger' berichtet über die Amtsenthebung von Pfarrer Jung.
Der Bonner ‘Generalanzeiger’ berichtet über die Amtsenthebung von Pfarrer Jung.
(kreuz.net, Köln) Gestern hat der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, den Pfarrer von Meckenheim, Hw. Michael Jung (42), mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben.

Das berichtete der ‘Kölner Stadtanzeiger’. Meckenheim befindet sich vierzig Kilometer südlich von Köln. Hw. Jung betreute die fünf Pfarreien des Ortes mit rund 12.000 Gläubigen erst seit März 2005.

Keine Zeit für Visitationsrituale

Der Grund für die äußerst seltene Maßnahme: Der für seine katholischen Positionen bekannte Pfarrer verweigerte im Februar die vorgesehene bischöfliche Visitation. Er forderte auch seine Mitarbeiter auf, diese zu boykottieren.

Darum erklärte das Erzbistum Köln, daß Hw. Jung auch seine Mitarbeiter zur sogenannten „Illoyalität“ angehalten habe.

Die Visitation wäre vom Kölner Weihbischof Heiner Koch durchgeführt worden.

Doch Jung sagte mit der Begründung ab, daß er in Meckenheim allein als Pfarrer tätig sei und sich eine Woche herumreisen nicht leisten könne.

Das Erzbistum nimmt dem Priester auch übel, daß er seine Vorgesetzen öffentlich und schriftlich der Veruntreuung bezichtigt hat.

Hw. Jung hatte seine Vorgesetzten nämlich beschuldigt, eine Kaplansstelle nicht zeitnah wiederbesetzt und so auf Kosten seines Seelsorgebereichs Geld eingespart zu haben.

Kritik an der Strukturreform

Als letzten Punkt kritisiert das Erzbistum, daß der Pfarrer die Strukturreform – das heißt: die Zusammenlegung der Kölner Pfarreien – „nicht wie notwendig mitgetragen“ und Angebote zur Konfliktlösung ausgeschlagen habe.

Aus seiner Kritik an der sogenannten Strukturreform hat Hw. Jung nach Angaben der ‘Kölner Rundschau’ nie einen Hehl gemacht.

In einem Brief an den Generalvikar hatte er vielmehr die Entscheidung, die Seelsorgeeinheiten auf 180 zu reduzieren, als „halbherzig“ bezeichnet.

Auf diese Weise stünde die nächste Reform gleich wieder vor der Tür. Nach Hw. Jung sollten es hundert Einheiten sein – mit je einem hauptamtlichen Seelsorger und einem Laienvertreter.

Jungs weitere Forderung: Sämtliche Kindergärten sollen in eine Bistumsträgergesellschaft übergehen. Dafür setzte er sich mit ganzer Kraft ein.

Orthodox und kritisch

Ein Laienvertreter des Kirchengemeindeverbands Meckenheim, Bernard Heckenbücker, kritisierte das Erzbistum. Hw. Jung habe bei seinem Amtsantritt „völlig desolate Pfarrgemeinden“ vorgefunden.

Kardinal Meisner habe ihm die notwendige Unterstützung versagt: „Nach meiner Auffassung hat der Erzbischof die seelsorglichen Pflichten gegenüber dem Pfarrer nicht erfüllt.“

Das Erzbistum habe auf Beschwerden wegen zunehmender Verwaltungsaufgaben nicht sachlich geantwortet.

Lorenz Dierschke – Vorsitzender des Dekanatsrates Meckenheim-Rheinbach – zeigte sich nach Angaben des Bonner Generalanzeigers über die Amtsenthebung betroffen. Er könne allerdings nachvollziehen, daß der Erzbischof Hw. Jungs Verhalten nicht habe akzeptieren können.

Dierschke charakterisierte den Pfarrer als Mann mit „scharfem Verstand und aufbrausendem Temperament“. Jetzt habe er mit seinem Selbstbewußtsein nun wohl überzogen.

Der Priester habe eine „orthodoxe“ Linie und gleichzeitig eine kritische Haltung gegenüber dem Erzbistum an den Tag gelegt.

Oliver Funken – Kirchenvorstandsmitglied aus Wormersdorf – erklärte, mit dem Pfarrer auf sachlicher Ebene gut zusammengearbeitet zu haben.

Er wisse aber auch von Dissonanzen in der Gemeinde, die „wohl auch“ durch Hw. Jungs „Dogmatismus“ entstanden seien.

Profilierter Charakter

Hermann-Josef Noethen – Kirchenvorstand im Seelsorgebereich Meckenheim – erklärte vor der ‘Kölner Rundschau’, daß Hw. Jung „ein bißchen eckig und kantig“ sei: „Er ist gegenüber dem Bischof nicht stromlinienförmig“.

Er hat öfters nur eine Kritik an Hw. Jung gehört: „Daß er in der Messe zu schnell und zu leise gesprochen hat.“

Jetzt muß Hw. Jung das Pfarrhaus räumen. Über seine weitere Zukunft ist nach Angaben des Bonner Generalanzeigers noch nichts entschieden.

Er hat jetzt die Möglichkeit, in Rom gegen die Entscheidung des Erzbischofs zu appellieren.
      
57 Lesermeinungen
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#59   Marcelus   19:24:33 | Donnerstag, 18. September 2008
Die PBSPX soll apostatisch sein?
Welche katholische Lehre wird dort denn geleugnet?
Die einzigen, die noch antimodernistisch und deshalb römisch-katholisch sind, sind in vielen Ländern fast ausschließlich die PBSPX-Katholiken.
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#58   clarissa colonia   19:15:40 | Donnerstag, 18. September 2008
Schön, werter Marcellus,
daß wir uns heute so schnell darauf verständigen können, daß die disskussionsgegenständliche Bruderschaft von der gemurmelten Rezitation des tridentinischen Missale nicht nur schismatisch, sondern auch apostatisch ist. Danke! Gebet und Einsicht verfehlen ihr Ziel eben nie.
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#57   Marcelus   19:08:54 | Donnerstag, 18. September 2008
Die Schismatiker sind deshalb ungehorsam zum Heiligen Vater,
weil diese nicht nur Schismatiker sind, sondern in erster Linie Apostaten und somit Nichtkatholiken.
Man muß in erster Linie um deren Bekehrung zum römisch-katholischen Glauben beten, und um deren Widerruf von den modernistischen Irrlehren (siehe Apostolisches Lehrschreiben Pascendi dominici gregis, hl. Papst Pius X., Gegen die Irrlehren der Modernisten).
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#56   clarissa colonia   18:47:18 | Donnerstag, 18. September 2008
Na, wenn sogar Sie den derzeitigen Pontifex
als christustreu und heilig einstufen (na, sagen wir mal heiligmäßig, denn Heiligkeit könnte ja erst posthum festgestellt werden), wieso treten Ihre schismatischen Freunde nicht stante pede den Rückweg in die Obödienz dieses Pontifex an?
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#55   Marcelus   18:38:28 | Donnerstag, 18. September 2008
Falls Sie die Wunden der göttlichen Kirche meinen,
so können diese nur durch ein göttliches Wunder geheilt werden.
Und das ein solches möglich ist, nach den beiden Verrätern im Papstamt, zeigt das Auftreten des jetzigen christustreuen und heiligen Papstes.
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#54   clarissa colonia   18:30:43 | Donnerstag, 18. September 2008
Na, werter Marcellus,
haben Sie sich vom Wundenlecken erholt und neue Weisung eingeholt? Wollen wir das nächste rencontre wagen?
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#53   Marcelus   18:24:16 | Donnerstag, 18. September 2008
Die Kirche und das Papsttum bräuchten wieder den römisch-katholischen Jesuitenorden
in Treue zur Lehre der Kirche und zum hl. Ignatius von Loyola,
so wie die Kirche wieder alle Orden in Treue zur Lehre der Kirche und zur Regel ihrer Ordensgründer bräuchte:
Aber die großen alten Ordensfamilien findet man in dieser Form des rechten Glaubens und in Treue zur Kirche nur mehr unter jenen Teilen, die unter dem Schutz der Priesterlichen Bruderschaft St. Pius’ X. Zuflucht gefunden haben vor den Apostaten, die sich als Katholiken ausgeben.
Modernisten sind aber Dogmenleugner, und als solche überhaupt keine Katholiken.
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#52   Jesuit †   18:19:30 | Mittwoch, 17. September 2008
Wir brauchen keine Priester!!!
Wir brauchen Jesuiten!!!!
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#51   Katholik 999   18:18:14 | Mittwoch, 17. September 2008
@ Frank Kappes
Ich weiß nicht. Ich weiß noch nichtmal was eine Diözese ist. Ich weiß aber sehr wohl das wir keine Priester brauchen. 2 Generationen später wird das gottseidank jeder so sehen wie ich.
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#50   Franz Kappes   16:33:08 | Mittwoch, 17. September 2008
@Katholik 999
Wir brauchen Priester. Darf er in einer anderen Diözese tätig sein?
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#49   Katholik 999   13:23:05 | Mittwoch, 17. September 2008
Appell
Sollte Herr Hw. Michael Jung dies lesen:
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Leben Herr Jung! Jetzt können Sie sich endlich um die wichtigen Dinge im Leben kümmern. Suchen Sie sich eine Frau, haben Sie „Spaß“ mit ihr und gründen Sie eine Familie, bauen Sie ein Haus, pflanzen Sie einen Baum, legen Sie abends die Füße auf den heimischen Wohnzimmertisch und betrinken Sie sich hin und wieder in geselliger Runde mit guten Freunden. Das Leben kann so schön sein. Wie konnten Sie da Pfarrer werden? Wie dem auch sei: Das ist jetzt endlich vorbei. Alles Gute für eine MENSCHLICHE Zukunft, in der Sie sich nur noch Werten und Regeln unterwerfen werden, die für das zivilisierte und gesellschaftliche Zusammenleben wirklich von Bedeutung sind. Gruß
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#48   Marcelus   23:38:20 | Montag, 15. September 2008
@spiegel_leser: Sollte das irgendjemanden, der die Prophezeiungen der Hl. Schrift kennt,
überraschen?
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#47   spiegel_leser   23:35:00 | Montag, 15. September 2008
Marcelus enthüllt:
Wie erst jetzt bekannt wurde, gibt es kaum noch Katholiken. Um dieser immer kleiner werdenden Minderheit gerecht zu werden, soll in Bietigheim-Bissingen, Dorfstr.15a, im 2.Stock einer ehemaligen
Kaplanei eine Enklave geschaffen werden.
Nähere Infos : Marcelus
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#46   juergen   17:31:51 | Montag, 15. September 2008
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#44   Frommm   09:45:32 | Montag, 15. September 2008
Mit van-Elst wäre das nicht passiert
und von daher kann sich das Erzbistum Köln auf seinen neuen Erzbischof und bestimmt dann auch bald Kardinal freuen!
Bei van-Elst hätte der Pfarrer vielleicht nicht mehr bei der Visitation mitmachen dürfen, aber gleich den Pfarrer Amtsentheben?
Wenn jeder Pfarrer konsequent das tun und sagen würde, was er wirklich denkt und tut, dann würden sich alle Katholiken zu Riesengottesdiensten zusammenfinden, weil die meisten Geistlichen amtsenthoben wurden und keine Gottesddienste mehr feiern können
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#43   Marcelus   09:41:13 | Montag, 15. September 2008
Wer ein Dogma durch modernistische Uminterpretierung oder auch einfach gleich ohne Umwege leugnet,
ist Nichtkatholik,
und das trifft ja wohl auf die Herrn Doktoren Karl Lehmann und Walter Kasper zu,
die an bekanntester Stelle das unfehlbare Dogma des Konzils von Florenz leugnen,
das besagt, das niemand außerhalb der Kirche gerettet wird, also alle Nichtkatholiken.
Und Nichtkatholiken sind kein Teil der Kirche, und können deshalb logischerweise auch keine Kirchenämter gültig innehaben,
siehe hierüber auch Papst Paul IV. in seinem Apostolischen Lehrschreiben Cum ex apostolatus, zu finden u.a. auf KatholischeDokumente.de.tl …
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#42   clarissa colonia   09:34:21 | Montag, 15. September 2008
Danke, werter Marcellus,
für Ihre wertvollen Theorien; dazu aber wollen wir Sie ein anderes Mal hören!
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#41   HBR   09:26:09 | Montag, 15. September 2008
@Marcelsus
Ihre Aussage bedeutet dann im Umkehrschluss also, dass sowohl Papst Johannes Paul II als auch die Kardinäle Lehmann und Kasper nicht katholisch sein sollen?
:-D :-D :-D
Dann erklären Sie doch mal , was sie unter dem Begriff katholisch verstehen.
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#40   Marcelus   08:56:11 | Montag, 15. September 2008
Ämter der Kirche können gültig nur mit Katholiken besetzt sein,
Nichtkatholiken können Kirchenämter nicht gültig innehaben,
und sind dann höchstens Kirchenamtsokkupanten,
und Nichtkatholik ist jeder, der ein Dogma leugnet, oder dieses modernistisch uminterpretiert und damit ebenfalls leugnet,
und das dürften dann ja wohl die wahrscheinlichen Nichtkatholiken Dr. Karl Lehmann und Dr. Walter Kasper sein,
die Papst Johannes Paul II. meinte, zu Ortsbischöfen und Kardinälen ernannt zu haben.
Aber nicht einmal ein Papst kann Nichtkatholiken gültig in Kirchenämter einsetzen.
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#39   clarissa colonia   08:37:07 | Montag, 15. September 2008
Werter Marcellus,
was für den Blick ins Gesetz im Hinblick auf die Rechtsfindung hilfreich sein soll, soll gelegentlich auch für andere Texte gelten:
„Es ging hart auf hart – und am Schluß siegte der Stärkere. Außerdem wächst bei den Bischöfen der Mut, wenn der Gegner eine katholische Linie vertritt.“
Wenn diese Artikeleinleitung nicht tendenziös ist … (was sich auch im Artikeltext fortsetzt – Zitate erspare ich mir.)
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#38   Marcelus   08:32:09 | Montag, 15. September 2008
@clarissa colonia: Welcher Katholik soll die gutbegründete Entscheidung des hochgeschätzten
Erzbischofs von Köln kritisiert haben?
Erzbischof Joachim Kardinal Meisner von Köln ist zweifellos rechtgläubig katholisch und eine der größten Stützen des Papsttums,
während der rechte katholische Glaube des amtsenthobenen Kölner Pfarrers a.D. keineswegs sicher bezeugt ist,
abgesehen von der Weigerung, seinem Chef zu gehorchen.
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#37   clarissa colonia   00:59:27 | Montag, 15. September 2008
Das ist doch merkwürdig …
Der Bischof von Limburg enthebt einen Kleriker
wegen eines moraltheologisch und dogmatisch fragwürdigen Handelns
eines (kirchenrechtlich inexistenten) Amtes … und
erntet frenetischen Beifall im „Nachrichtenartikel“
und vehemente Kritik in den Leserzuschriften.
Der Erzbischof von Köln enthebt einen Kleriker
wegen einer kirchenrechtlich und disziplinarisch eindeutig widerrechtlichen Weigerung
eines (kirchenrechtlich existenten) Amtes … und
erntet tendenziöse Kritik in „Nachrichtenartikel“
und geteilte Meinungen in den Leserzuschriften.
Schießt sich kreuz.net jetzt auf den Kölner Erzbischof ein (Karl Card. Lehmann scheint ja nicht mehr so interessant zu sein), oder hat die unterschiedliche Wertung ihre Ursache in der unterschiedlichen „kirchenpolitischen/theologischen Positionierung“ der beiden Amtsenthobenen?
kreuz.net scheint seinen eigenen Fallstricken erlegen zu sein: Man muß nur recht konservativ, liturgisch, lateinisch (oder weiß ich, was) sein, dann kann man mit Nibelungentreue rechnen (selbst gegen disziplinarisch einwandfreie oberhirtliche Maßnahmen), solange sie nicht von einem der hier „geliebten“ Oberhirten verhängt werden.
Aber, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe …,
wenn man sich etwa gegen das kreuz.net-Lehramt vergangen und nicht gegen „Homos“, die V-II-Schismatiker oder den Novus Ordo Missae gewettert hätte, dann ist man natürlich dem schärfsten aller möglichen Anatheme verfallen …
Das ist die schlimmste Meinungsdikatur, die ich je kennenlernte …
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#36   Mathias Wagener   13:00:47 | Sonntag, 14. September 2008
Illoyalität
Illoyalität kann nicht akzeptiert werden. Der noch so zutreffende Standpunkt rechtfertigt dies nicht.
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#35   Aliatus   06:38:45 | Sonntag, 14. September 2008
Lieber Herr Jörg,
machts Vergnügen, Textübungen zu verfassen für Leute hinter der Wand? daß einer lacht, wenn Sprache frei-wird und den Zwang nicht ausspricht? die mathematische Soziologie der Subtextdeuter zu gleicher Zeit aufgehoben wird wie das Vertrauen in die einzubehandelnde Befreiung im einfachen Mann, im wahrhaftigen, prauden Verbrecher?
Den Klassensprung vom Auschwitztier zum Affen, der zweifellos noch bevorsteht, wird die immertreue NYer Wissenschaft den Dankbaren vorleisten, dann, nach Aufarbeitung des Demokratischen Komplexes zur Bestimmung der Sexualitäten im Allgemeinen, in See stechen.
Dann will ich unter Deck ein Drexjung sein!
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#34   Jörg Guttenberger, Köln   02:30:39 | Sonntag, 14. September 2008
Reformeifer 2008: Charakter
In der Kirche ist es heute so, dass Charakterköpfe nicht gerne gesehen werden.
Rückrat und Stärke werden gemieden und heute bereits aus den Priesterseminaren entfernt.
Besonders die konservativen Priesterseminare wie Regensburg, Eichstätt und St. Pölten sind hier nicht zimperlich!
Sie werfen da einiges durcheinander: Konservative sind in aller Regel selbständige Denker, denn sie wissen, daß sich Entwicklung immer im Spannungsfeld von Innovation und Tradition vollzieht. Mitläufer, so gut wie ausschließlich unter Progressiven und Reaktionären zu finden, sind da so gut, wie ausgeschlossen. Da Charakterköpfe sich normalerweise durch selbständiges Denken auszeichnen, ist völlig ausgesclossen, daß solche Leute gerade in konservativen Priesterseminarien unerwünscht sind.
Oder verwechseln Sie – entsprechend den Vorgaben der politischen Korrektheit – konservativ und reaktionär?
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#32   HeinrichvonOfterdingen   22:42:28 | Samstag, 13. September 2008
Lieber KarlJosef,
so isses in dem Betrieb auch, in dem ich arbeite. Blöd daherreden ist (in Grenzen) erlaubt. Wenn aber einer die Wahrheit sagt, wehe ihm!
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#31   karljosef   22:37:24 | Samstag, 13. September 2008
@ so etwas sollte viel normaler werden.
Bei uns im Betrieb, wir auch einer relativ schnell hinausbefördert wenn es mit dem Chef nicht klappt. Dies passiert auch in der evangelischen Kirche ( die ja sooo einen Zulauf hat :-D ) . Alls Kässmann sich hat scheiden lassen und einige Pröpste nicht damit einverstanden waren das diese Madam nicht von ihrem „Amt“ zurücktritt , wurden die auch sehr schnell Mundtot gemacht. :-#
Die 68 Periode in der jeder in der Kirche tun und lassen kann was er wollte neigt sich ihrem Ende zu. Gott sei Dank!!! :-)
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#30   Protestant   22:24:34 | Samstag, 13. September 2008
Sowas ist hier völlig normal…
Bei uns hier ist das Theater mit Meissner vollkommen normal! Vor etwa vier Jahren wurde in Wormersdorf Pfarrer Opiela abgesägt, weil er etwas anders war, als andere! Er hat Gottesdienste zum Teil modern übersetzt, d.h. seine Pfarrer hatte plötzlich großen Zulauf von vor allem jungem Publikum, es wurden auch Kircheneintritte verzeichnet!
Er hat sich nach der Messe mit Handschlag von den Gläubigen verabschiedet…war also ein wenig unkonventionell und sehr persönlich!
Es ist ein Gerücht gestreut worden, er hätte irgendein Verhältniss mit einem Mann! Er wurde abberufen und strafversetzt! Es hat- das hat es bei uns hier noch nie gegeben- Demonstrationen und Menschenketten von römisch-katholischen und evangelischen Christen gegeben! Es wurde vor dem Sitz des Herrn Meissner demonstriert(ein einmaliger Vorgang)-es hat niemanden beeindruckt!
Das Ergebniss… Kirchenbesuch rückläufig, wachsende Anzahl von Austritten!
Bei Meissner ist alles möglich!!!
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#29   HBR   22:15:27 | Samstag, 13. September 2008
Kann man so einen Pfarrer als katholisch bezeichnen?
Im Artikel heißt es:
Der für seine katholischen Positionen bekannte Pfarrer verweigerte im Februar die vorgesehene bischöfliche Visitation. Er forderte auch seine Mitarbeiter auf, diese zu boykottieren.
Ein Widerspruch in sich. Ein Priester ist dem Bischof durch Gelübde als Mitarbeiter zum Gehorsam verpflichtet. Offenbar hat er den Gehorsam verweigert. Also ist er zurecht enthoben worden.
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#28   Aliatus   18:45:31 | Samstag, 13. September 2008
Gedicht
KRAFFTGEDOICHT (zugewidmet dem großen katholischen Neodadaisten Joberens)
Dô prunstig drr Züggl
mäkk noilikk bäümppft,
harrt nû dr Kümppft,
zorrnik dr Zümppft,
arrloichtît mîn Prrüggl!
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#27   Amanda   18:14:05 | Samstag, 13. September 2008
@joberens
Gehen Sie doch unter die Dichter… obwohl Ihre schalen Argumente auch in Reime gegossen nicht sehr viel mehr hermachen.
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#26   Marcelus   17:59:52 | Samstag, 13. September 2008
@joberens: Ihr Reim paßt vorbildhaft auf Pauls VI. modernistischen Episkopat
und auf den dem jetzigen Papst untreuen modernistischen Episkopat.
Modernisten sind aber Schismatiker, und keine Katholiken –
und damit ist auch die FSSPX und Erzbischof Lefenbe notwendig und im Recht.
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#25   welli   17:57:14 | Samstag, 13. September 2008
joberens
Als einfacher Katholik würden Sie nicht so einen Unsinn verzapfen. Ich hatte Ihnen gestern schon geraten zu konvertieren, anstatt die kath. Innung zu plamieren!
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#24   Marcelus   17:54:22 | Samstag, 13. September 2008
@joberens: Sie sind kein Katholik,
und die Kirchen haben bekanntlich die Pastoralkonzilsbischöfe geleert, und tun dies heute noch.
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#23   joberens   17:51:56 | Samstag, 13. September 2008
Marcellus
Ein Reim auf den vorbildlich katholischen und papsttreuen Erzbischof:
Apostelnachfolger – Kirchenleerer?
Wo führt das hin, wie soll das enden?
Wie will man Herrschsucht zu christlicher Brüderlichkeit wenden?
Uns einfachen Katholiken macht man’s immer schwerer,
wenn Apostelnachfolger werden zu Kirchenleerer.
Zum Teufel, was soll das und was soll es werden?
Zerstört man so nicht mutwillig den Nachlaß Christi auf Erden?
Komm heil’ger Geist kehr auch wieder bei denen ein
die sich zwar gerne glänzend präsentieren, aber schwer tun, wirklich Vorbild zu sein.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#22   Marcelus   17:46:24 | Samstag, 13. September 2008
joberens ist ein Luthertumprotestantismuspropagandist,
aber kein Katholik.
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#21   joberens   17:36:40 | Samstag, 13. September 2008
Welli
Du scheinst aber ganz schlechte Menschenkenntnisse zu haben.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#20   Marcelus   17:32:44 | Samstag, 13. September 2008
Eine angeblich lehramtstreue Lehrverkündigung?
Das ist zu bezweifeln, denn wozu dann der Aufstand gegen den vorbildhaft katholischen und papsttreuen Vorgesetzten, der zweifellos lehramtstreu und seinem Vorgesetzten, dem Papst, gehorsam ist, nämlich der Erzbischof von Köln.
Woher also die Behauptung, der seines Amtes enthobene Kölner Pfarrer wäre vorbildhaft katholisch.
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#19   welli   17:28:32 | Samstag, 13. September 2008
joberens
Meiner Meinung nach haben Sie erhebliche Minderwertigkeitskomplexe. Die Hauptsache – immer in Opposition – egal zu welchem Thema.
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#18   Seminarist   17:25:37 | Samstag, 13. September 2008
Weichgespülte Neocons!
Auf diese Weise stünde die nächste Reform gleich wieder vor der Tür. Nach Hw. Jung sollten es hundert Einheiten sein – mit je einem hauptamtlichen Seelsorger und einem Laienvertreter.
So eine Einstellung ist nicht die eines konservativen Priesters – hauptamtliche Laien (meistens eh Zivilversager) haben in der Kirche mal grade gar nichts zu suchen! Hier gilt es, die Ehrenamtlichen zu fördern, von mir aus auch mit kleinen Aufwendungspauschalen o.ä.
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#17   Marcelus   17:18:59 | Samstag, 13. September 2008
Jeder Angestellte ist verpflichtet, mit dem Chef loyal zusammenzuarbeiten
@Reformeifer2008: Verzapfen Sie doch keinen Stuß.
Rückrat und Stärke werden gemieden und heute bereits aus den Priesterseminaren entfernt.
Besonders die konservativen Priesterseminare wie Regensburg, Eichstätt und St. Pölten sind hier nicht zimperlich!
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#16   joberens   17:13:43 | Samstag, 13. September 2008
welli
Ich denke, die Priester können sich in der heutigen Zeit auch mehr erlauben und müssen nicht mehr nur kuschen.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#15   Reformeifer2008   17:12:31 | Samstag, 13. September 2008
Charakter
In der Kirche ist es heute so, dass Charakterköpfe nicht gerne gesehen werden.
Rückrat und Stärke werden gemieden und heute bereits aus den Priesterseminaren entfernt.
Besonders die konservativen Priesterseminare wie Regensburg, Eichstätt und St. Pölten sind hier nicht zimperlich!
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#14   welli   16:35:15 | Samstag, 13. September 2008
Beruf anstatt Berufung
Die Entscheidung ist korrekt. Die denken wohl, weil Priestermangel ist, können sie sich gerade alles erlauben. Durch die Schaffung der Seelsorgeeinheiten haben die Herren immer ein Alibi irgendwo in einer Pfarrei tätig zu sein.
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#13   Gotthard   16:27:56 | Samstag, 13. September 2008
verpflichtende Tradition
Dieser Pfarrer sollte sich auf die Tradition besinnen: bischöflliche Visitationen sind seid dem Tridentinum im fünfjährigen Rythmus vorgeschrieben.
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#12   Elijahu †   16:13:32 | Samstag, 13. September 2008
Na ja
Man sieht ganz klar das er sich die rasiert hat. Halbglatze, vielleicht, aber da rasiert man sich doch nicht den Rest noch weg.
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#11   HeinrichvonOfterdingen   16:09:00 | Samstag, 13. September 2008
Lieber Elijahu,
vielleicht handelt es sich um eine Naturglatze. Priester kann man auch werden, wenn einem da oben was fehlt.
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#10   Elijahu †   15:13:58 | Samstag, 13. September 2008
Schön das sie das lustig finden
Im AT (das sie sicherlich nicht allzugut kennen, wie den Rest der Schrift wohl auch nicht) wird den jüdischen Priestern exakt vorgeschrieben wie lang sie ihre Haare zu tragen haben. Die katholische Kirche orientiert sich seit jeher an diesen Vorschriften was den Kultus betrifft.
Glatzen sind absolut tabu für Priester, damit wird eine innere extreme Busshaltung verbunden die für einen Priester nicht angemessen.
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#9   HeinrichvonOfterdingen   14:53:00 | Samstag, 13. September 2008
Nun ja, vielleicht gehört zu der neuen Art von
Seelsorge auch eine neue Art von Visitation. 5-mal einen Tag statt einmal 5 Tage oder so. Wer Flexibilität fordert, sollte sie auch selbst aufbringen. Im Übrigen sollte der Herr Pfarrer vielleicht die Zeit, die er jetzt hat, nutzen und promovieren. Kantige Leute und harte Knochen braucht die Kirche nicht nur an der Front, sondern auch in Bischöfsämtern.
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#8   Dr. Schlämmer   14:35:14 | Samstag, 13. September 2008
Kognitive Dissonanzen
Wenn z .B. ein angestellter oder zu erprobender Lehrer eine – zumal angekündigte – Visitation durch seinen „Vorgesetzten“ verweigert, ist Schicht im Betrieb, egal, was das für ein Hampel sein sollte.
Guter Ratschlag an den Pfarrer meinerseits:
appellieren Sie auf Unzurechnungsfähigkeit wegen psychologisch bedingter, kognitiver Dissonanzen.
Das könnte Ihnen den Job retten, den man Ihnen sogar gönnen will.
Komplett NORMAL waren Sie bei dieser Entscheidung jedenfalls GANZ SICHER nicht.
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#7   Benedikt   14:16:20 | Samstag, 13. September 2008
@ Elijahu
Warum hat der Priester eine Glatze? Sowas gehört sich für einen Priester nicht.
Eine kabarettreife Einlage.
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#6   Dr. Koch †   13:39:24 | Samstag, 13. September 2008
Eijessesnoa!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Jetzt greieesse hier sogar de heilische Meisner an!!!
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#5   Aleph †   13:28:19 | Samstag, 13. September 2008
An die Hottest Hellbirds
Der Thread: Nicht einmal im entferntesten Sinne analog. Heute wollen wir es auf 2000 Postings bringen. Macht bitte mit.
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#4   Elijahu †   13:26:54 | Samstag, 13. September 2008
Na sowas
Warum hat der Priester eine Glatze? Sowas gehört sich für einen Priester nicht.
Redaktion benachrichtigen
#3   Aleph †   12:19:55 | Samstag, 13. September 2008
Hire & Fire
Das ist so ein Art Tempelreinigung. Wenn dem Kardinal die Nase des Pfarrers nich passt. Schwupp hat dann die Gemeinde keinen Pfarrer mehr. Sollen die Lämmer und Schafe doch sehen wer sie weidet. Der EB ganz bestimmt nicht… :-) :-) :-)
Das ist katholisches Hire & Fire!!
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#2   r.ruhrgebietler   12:04:15 | Samstag, 13. September 2008
bleibt offen,
ob er nur und ausschließlich die trid. Liturgie zelebrierte und zusätzlich den Rosenkranz in seiner Gemeinde pflegte!
Vermutlich eher nicht …
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#1   Aleph †   12:02:20 | Samstag, 13. September 2008
Machtspielchen
Das sind ja tolle Machtspielchen im hillige Kölle…
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