Der Codex Sinaiticus ist ein kostbares griechisches Bibelmanuskript aus dem vierten Jahrhundert. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom deutschen Forscher Constantin von Tischendorf in der Bibliothek des griechisch-orthodoxen Katherinenklosters auf der Halbinsel Sinai am Fuße des Mosesberges entdeckt. Der Mosesberg ist der Ort, auf dem Moses die Zehn Gebote empfing.
(kreuz.net, London) Der weltberühmte Codex Sinaiticus soll in eine digitale Form gebracht werden und
in Zukunft auch auf DVD erhältlich oder im Internet abrufbar sein. Eine Facsimile-Ausgabe ist ebenfalls
vorgesehen. Eine entsprechende Vereinbarung wird am 9. März 2005 in der ‘British Library’ in London unterzeichnet
werden. Das Unternehmen erfordert eine internationale Zusammenarbeit, weil die Blätter des Originalmanuskriptes
über die ganze Welt verteilt sind.
Der Codex Sinaiticus ist eines der kostbarsten und ältesten Bibelmanuskripte
der Welt. Es enthält fast das ganze Alte Testament und das vollständige Neue Testament sowie zwei weitere
frühchristliche Schriften. Wissenschaftler vermuten, daß das Originalmanuskript ursprünglich aus etwa
730 Blättern bestand. Im Laufe der Zeit sind Teile des Ledermanuskriptes in verschiedene Bibliotheken
überführt worden.
347 Blätter befinden sich in der British Library im Britischen Museum. 43 werden
in der Universitätsbibliothek in Leipzig aufbewahrt. 3 Seiten sind in St. Petersburg. Bei einem Feuerbrand
im Katherinenkloster auf dem Sinai wurden 1975 mehr als ein Dutzend weiterer Blätter des Manuskriptes
gefunden.
Die Digitalisierung des Codex ist darum ein Gemeinschaftswerk des griechisch-orthodoxen Erzbischof
des St.-Katharinen-Klosters, des Direktors der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg, der Generaldirektorin
der British Library und des Direktors der Universitätsbibliothek Leipzig.
Der Codex Sinaiticus ist nach
dem Codex Vaticanus die älteste Bibel der Welt. Er stammt aus dem vierten Jahrhundert und ist in griechischer
Sprache geschrieben.
Die Mönche des St. Katharinen-Klosters auf der Halbinsel Sinai waren über Jahrhunderte
stolze Besitzer der kostbaren Handschrift. Im Jahr 1844 brachte der deutsche Theologe Constantin von Tischendorf
43 Pergamentblätter nach Leipzig, wo sie sich seitdem befinden. Tischendorf erwarb weitere Blätter aus
dem Kloster, die er dem russischen Zaren Alexander II. für die Nationalbibliothek in St. Petersburg übergab.
Von Rußland wanderten einige Papyri im Jahr 1933 nach London in das British Museum.
Sachverständige
gehen davon aus, daß für die Herstellung der ungefähr 730 Blätter rund 360 Schafe oder Ziegen notwendig
waren.
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2 Lesermeinungen
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Tischendorf war ein Ehrenmann Tischendorfs Erwerbung ist korrekt erfolgt, wie sich nach Auswertung seines
Nachlasses ergeben hat. Z.Zt. werden von Prof. Böttrich (Uni Greifswald) der Tischendorfnachlass u. Akten
aus der russischen Zarenzeit ausgewertet, darunter ein Dossier für den Zaren und ein „Journal der Sitzung
des Ministerrates über die Frage der sinaitischen Bibelhandschrift“ vom 15.4.1869. Diese wurden veröffentlicht
von Böttrich: „Constantin von Tischendorf und der Transfer des Codex Sinaiticus nach St. Petersburg“
(in: A. Gößner, A. Wieckowski, Die Theologische Fakultät der Universität Leipzig, S. 253-275 Leipzig
2005). Fazit der Studie: „Am Vollzug der Schenkung kann nach den vorliegenden Dokumenten kein Zweifel
bestehen … Jede Rede von einem Diebstahl ist falsch – ihr muss nachdrücklich widersprochen werden“.
Diesem Urteil schliesse ich mich an. Neben den Briefnachlass von Tischendorf habe ich die alten Akten
im Britischen Museum gerade eingehend studiert. Am 29.10. werden wir im Namen der Tischendorffamilie alle
Unterlagen in Kopie dem Katharinenkloster übergeben, damit beim Digital-Forschungsprojekt die Erwerbungsgeschichte
genauestens und objektiv erforscht werden kann. Zusammenfassungen zu dem Thema finden Sie von mir bei:schwengeler.ch/…codex_sinaiticus.php www.dbg.de/article.php?channel=S&arti…
#1 thaumaturgos 11:37:05 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
der gute tischendorf hat die blätter NICHT ERWORBEN sonden schlicht und einfach den mönchen abgeluchst,
weil die nicht wussten, was das wirklich war ein diebstahl, nix anderes