Mumbai
Kein Blut und keine Erklärung
Seltsame Rötungen brachten Ende Juni 100.000 Menschen in Bewegung. Jetzt hat der Kardinal die Untersuchungsergebnisse vorgelegt.
Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias
Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias
(kreuz.net) Am 27. Juni strömten Tausende Menschen – unter ihnen Hindus und Moslems – in die Kirche Sankt Michael in Mahim – einem Vorort von Mumbai.

Mumbai gilt mit 13,7 Millionen Einwohnern als die bevölkerungsreichste Stadt der Welt und ist die wichtigste indische Hafenstadt an der Westküste.

Grund für die Pilgerzüge waren Meldungen, daß aus einem Jesus-Bild von der göttlichen Barmherzigkeit in der Kirche Blut herausfloß.

Doch jetzt hat Oswald Kardinal Gracias von Bombay in seiner Diözesanzeitung Entwarnung gegeben.

Das berichtete die katholische Nachrichtenagentur ‘UCAN’ am 10. September.

Eine wissenschaftliche Untersuchung ergab, daß die Flüssigkeit, die aus dem Bild strömte, kein Blut war.

Nach Angaben des Kardinals wurde das Bild von einem spezialisierten Laboratorium in der Stadt Mumbai untersucht: „Der Bericht stellte fest, daß keine Blutspuren in den roten Strahlen, die vom Herzen Jesu ausgehen, gefunden wurden“ – so der Kardinal.

Doch nach Angaben des Kardinals ist nach wie vor unklar, warum das Bild am 27. Juni – am Tag, als die Pfarrei ein sechzigjähriges Jubiläum feierte – „eine tiefrote Färbung“ erhielt.

An dem Tag, besuchten etwa 100.000 Menschen die Kirche.

Nach Bekanntwerden der Blutgerüchte nahm auch der Kardinal am 29. Juni einen Augenschein und sah „die tiefe Rötung“.

Am nächsten Tag ordnete er an, daß das Bild in seine Residenz gebracht und versiegelt werde.

Das Bild wurde am 5. Juli in Anwesenheit eines Arztes, dreier Diözesanpriester und des Kardinals geprüft. Nach Beratungen wurde beschlossen, daß Bild in einem Laboratorium zu untersuchen.

Inzwischen ist das Bild wieder in die Kirche Sankt Michael zurückgekehrt.
      
11 Lesermeinungen
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#16   Franz Kappes   11:17:54 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
News?
Gibt es was Neues? Manche Dinge geben anscheinend erst später einen Sinn.
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#15   Jesuit †   18:33:34 | Mittwoch, 17. September 2008
Was brauchst
du denn?????
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#13   Jesuit †   18:23:24 | Mittwoch, 17. September 2008
Doch wohl
Fall für den Exorzisten!
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#12   ExBochumer †   18:21:45 | Mittwoch, 17. September 2008
Schwachsinn?
Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.Ja…
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#11   Hochmut   21:57:02 | Montag, 15. September 2008
@für die Kirche
Was D. Hume und J. Locke meinen spielt in meinem Weltbild jedoch keine Rolle, denn der Vatikan prüft genau durch Experten jahrelang oder jahrzehntelang was echt oder unecht ist. Das ist die Instanz die für sowas zuständig ist und die darauf spezialisiert ist.
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#10   für die Kirche   19:15:28 | Montag, 15. September 2008
@Hochmut: Wunder
Ich habe nicht gesagt, daß es keine echten Wundern geben kann.
Sowohl David Hume als auch John Locke schließen die Möglichkeit der Wundern nicht aus.
Das, was naturgesetzlich nicht erklärt werden kann, ist möglicherweise eine Wunder, obwohl mit der zunehmenenden Kenntnis später vielleicht dafür eine Erklärung zu finden ist.
Aber vonvorherein zu behaupten, daß es keine Wundern geben kann, ist schlichtwegs haltlos.
Außer, man ist ein strenger Determinist.
Aber das ist wieder eine metaphysische Position, die nicht mit Naturwissenschaften zu beweisen ist.
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#9   Hochmut   19:08:00 | Montag, 15. September 2008
@für die Kirche
Zitat: „Das Volk sehnt sich nach Wundern, nicht die Kirche“
Niemand sehnt sich nach gefälschten Wundern – weder Kirche, noch Volk. :-@
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#7   Bellarmino   17:37:41 | Montag, 15. September 2008
ich finde
es auch über die maßen unangemessen, alles zu kritisieren, was hier veröffentlicht wird.
selbst wenn die meldung über die richtige vorgehensweise eines kardinales berichtet. wenn schon berichterstattung kritisiert wird, weil sie katholiken interessieren könnte, egal welcher ausrichtung, dann sollten sie einmal für sich überlegen, warum sie diese website besuchen.
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#5   Alkuin   17:28:42 | Montag, 15. September 2008
stimme der (un)vernunft
kann es überhaupt einen Beitrag geben wo Sie nicht Ihren zutiefst negative „Meinungsmüll“ von sich geben? :-!
Der Kardinal hat richtig gehandelt, was wollen Sie noch?
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#3   für die Kirche   16:31:19 | Montag, 15. September 2008
@Stimme
So muß man die Kirche auch nicht parodisieren.
Früher hat man genauso geprüft.
Nur die Methode war eben beschränkt.
Das Volk sehnt sich nach Wundern, nicht die Kirche.
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#1   stimme der vernunft †   16:18:00 | Montag, 15. September 2008
Was möchte uns denn…
die „Redaktion“ mit diesem Artikel sagen?
Vermutlich möchte sie sagen, dass in der „guten alten Zeit“, als die Katholen noch fromm und die Welt noch gottesfürchtig war, als die Messen noch lateinisch gemurmelt wurden und die Menschen den Unterschied zwischen dem Papst und Gott noch nicht wahrnahmen, ein Kardinal nicht gezögert hätte irgendeinen Schmarren als „Wunder“ zu verkaufen, weil man ja (in dem beschriebenen Fall) ein paar dumme Hindus und Moslems hätte finden können, die darauf herein gefallen wären und dieserart ihre „Seele gerettet“ hätten…
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Es wurden 5 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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