Der Vatikan sollte bei Gelegenheit den Monsignorino unter die Lupe nehmen, der für die Auswahl der Journalisten zuständig ist, die den Papst auf seinen Flügen begleiten. Ein Kommentar.
Smoltczyk publiziert auf ‘Spiegel online’ seine Kolumne ‘Uups! – et orbi’
(kreuz.net) Mit „Dr. Ratzingers Badereise“ überschrieb der ‘Spiegel’-Journalist Alexander Smoltczyk (50)
seinen jüngsten schlüpfrigen Versuch, sich über Papst und Muttergottes lächerlich zu machen.
Smoltczyk
gehörte zu der auserlesenen Schar von Journalisten, die das Privileg hatten, den Papst bei seiner jüngsten
Reise nach Frankreich im gleichen Flugzeug zu begleiten.
Dabei durfte er auch eine Erscheinung des Papstes
bezeugen: „Hoch über den Wolken reißt plötzlich der Vorhang auf, ähnlich wie bei einem Kasperletheater
wird der schwere grüne Stoff zur Seite geschoben und eine kegelförmige, weiße Gestalt erscheint.“
Dann habe der Papst eine „vorbereitete Frage“ verneint: Er gehe nicht nach Lourdes der Wunder wegen –
sondern „aus Liebe zu der Muttergottes und Jungfrau.“
Smoltczyks freie Assoziation: „Wunder gehören
nicht zur Welt von Professor Papst, Wunder sind etwas fürs Volk“. Sie seien der „Gebrauchswert Gottes“.
Deshalb würden jedes Jahr sechs Millionen Katholiken zur Grotte nach Lourdes pilgern, wo dem „Mädchen
Bernadette“ – so die verklemmte Ausdrucksweise des Journalisten – vor 150 Jahren die „Dame blanche“ erschienen
sei.
Der Journalist wiederholt sich: „Benedikt XVI. hat für Wunder keinen Sinn, sie tauchen in seiner
Theologie nicht auf.“
„Aber der Tag ist ja noch lang“ – kommentiert Smoltczyk süffisant. Dann zwei Abschnitte
weiter: „Kurz nach Mittag geschieht es.“
Die Vertreter der Republik warten im Festsaal des Elysée-Palastes
auf den Papst. Um 12.25 Uhr betritt der Benedikt XVI. den Saal.
„Und als er aufschaut, da steht sie“ –
steigert Smoltczyk die Spannung:
„Tatsächlich. Um Haupteslänge größer als er, überirdisch schön
steht sie da zwischen all den Grauen, den Klerikern und Anzugträgern und wischt sich gütig lächelnd
eine Strähne von der Wange. Carla Bruni.“
Frau Bruni (41) ist die gegenwärtige illegitime Hausfrau
des geschiedenen französischen Präsidenten.
Smoltczyks Hormonspiegel steigt: „Eine Erscheinung, und
gewiß nicht die letzte auf dieser Reise.“
Frau Bruni raubt dem – offenbar nur deutsche Schönheiten
gewohnten – Journalisten die Konzentration. Die Reden von Papst und Präsident entschwinden in den Hintergrund:
„Aber wer Augen hatte, zu sehen, der sah nur die schöne Bruni neben dem schönen Don Georg Gänswein
stehen und grübelte doch über die Begrenztheit vernunftgeleiteter Entscheidungen“ – röchelt der Journalist.
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30 Lesermeinungen
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#33 Jesuit † 00:10:50 | Freitag, 19. September 2008
Zur guten Nacht! Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist
mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag!
#32 Marcelus 19:04:01 | Donnerstag, 18. September 2008
@clarissa colonia: Wenn Sie damit die DBK-ÖBK-Kirchenorganisationen meinen, so ist das durchaus möglich.
ein eindeutiges Indiz für deren Mitgliedschaft im Verein der Freunde und Förderer der schismatischen
Rezitationsbruderschaft?
Ist das mangelnde Glaubenswissen deutscher Journalisten nicht ein eindeutiges Indiz für deren Mitgliedschaft
im Verein der Freunde und Förderer der schismatischen Rezitationsbruderschaft?
#30 Marcelus 18:51:30 | Donnerstag, 18. September 2008
Leider haben die deutschen Journalisten normalerweise nur wenig Glaubenswissen, und sind so auf Mutmaßungen
angewiesen, aber immerhin stehen diese noch besser da, solange diese nicht noch zusätzlich durch die
pseudo-katholischen antikatholischen Theologen irregeführt werden, die jene Irrlehrer und reißenden
Wölfe sind, vor denen die Hl. Schrift bei Christus und bei St. Paulus bereits warnt.
Eheu, werter Eliahu, wo ich Sie hier überraschenderweise treffe, erlaube ich mir, Ihre Zuschrift „Peinliche
Mitleidstour“, 17:10 Uhr als bejahende Antwort auf meine letztgestellte Frage zu werten. Dann hätte ich
da noch eine: Fühlen Sie sich der Priesterbruderschaft FSSPX zugehörig? lbG, cc.
#28 Elijahu † 21:32:01 | Mittwoch, 17. September 2008
Hier werden keine „Meinungen“ zensiert… …sondern User gesperrt die unablässig die Themen hier zumüllen,
in der Absicht eine sinnvolle Diskussion für alle anderen unmöglich zu machen. Den Feinden der freien
Meinung keine Freiheit.
Wow Zensurorgie Was ist los liebe, sogenannte „Redaktion“? Habt Ihr Angst, dass ein paar Postings hier
Euer Geschreibsel noch mehr als das bloßstellen, was es ist, dass ihr so viel zensieren müßt?
Was ist denn bitte an dem Audruck „das Mädchen Bernadette“ verklemmt? Also wenn du dir den alltäglichen
Homo-Hetz-Artikel ansiehst, dann wird dir schlagartig wie Schuppen von den Augen fallen, dass kreuz.net
da viel treffendere Bezeichnungen gefunden hätte, um Geschlecht und Alter der bezeichneten Person anzugeben.
Welche, überlasse ich Deiner/Eurer Phantasie (ich will ja nicht gleich wieder einen Maulkorb verpasst
bekommen). Nur ein Tipp: Jungfrau (was vermutlich zutreffend wäre) wird wohl nicht darunter sein. Illegitime
Hausfrau Hier haben wir wohl ein besseres Beispiel für verklemmte Ausdrucksweise! Wer kann sich denn
gut vorstellen, dass Frau Bruni vormittags mit dem Staubsauger durch die Präsidentenresidenz flitzt,
dann schnell in den Supermarkt düst, am Rückweg noch einen Kaffee und ein Törtchen in der Konditorei
einschiebt und sodann mit der Zubereitung des Präsidenten-Mittags-Mahls beginnt? Also mir wäre die Idee
nicht gekommen, dass Frau Bruni Hausfrau sein könnte. Und mir wäre die Idee nicht gekommen, dass eine
Hausfrau illegitim sein sein könnte. Ich weiß auch nicht, wie man sich eine illegitime Hausfrau vorstellen
soll – hat sie keine Fahrerlaubnis für den Staubsauger (hab ich auch nicht, vielleicht bin ich auch eine
illegitime Hausfrau?) oder erfordert die Tätigkeit als Hausfrau in Frankreich eine Berufseignungsprüfung
(bestehend aus den Fächern Rotwein dekantieren, Käse schneiden, Schnurrbärte kämmen und Baskenmützen
aufsetzen)?
#21 masl_737 17:10:23 | Mittwoch, 17. September 2008
Peinlich, peinlich Es wurde zwar die bessere Hälfte des Artikels weggelassen, aber trotzdem ist ihr Versuch
den Journalisten runterzumachen kläglich… Also bitte in Zukunft etwas mehr auf sachliche Artikel Wert
geben, als auf populistische Propaganda Artikel…
#19 Benedikt 16:48:39 | Mittwoch, 17. September 2008
@ Kappes Bin ich eigentlich ein schlechter Katholik, wenn ich solch eine Formulierung nicht als Sakrileg
auffassen? Welche Formulierung? Die vom Smoltczyk? Da kann ich Sie beruhigen. Die ist einfach ein bißchen
possierlich. Die Stories sind meist belanglosen Inhalts und falls doch mal Kirchenkritik drin vorkommt
offenbart sich meist die Ahnungslosigkeit des Redakteurs. Auch dafür bietet die Kolumne reichen Nachweis.
#18 No Comment 16:44:00 | Mittwoch, 17. September 2008
Smoltczyk kämpft um seinen Rang. Er ist der neuen, zynischen Chefredaktion ausgeliefert, die statt über
die Messe von Paris und die Andacht von Lourdes zugunsten des völlig belanglosen Bittlinger berichtet.
Smoltczyk muss in vorauseilendem Gehorsam auf diese Linie einschwenken. Deshalb wirkt sein Humor immer
mehr künstlich und gezwungen.
#17 Franz Kappes 16:43:49 | Mittwoch, 17. September 2008
@Benedikt Lieber Benedikt, danke für die wohlmeinende Antwort. Bin ich eigentlich ein schlechter Katholik,
wenn ich solch eine Formulierung nicht als Sakrileg auffassen? Diesen Stil pflegt kreuz.net doch auf zu
pflegen, warum ist das auf diesen Seiten kein Problem, im Falle des Spiegels aber verwerflich? Mit herzlichen
Grüßen Franz Kappes
#16 Benedikt 16:38:51 | Mittwoch, 17. September 2008
@ Kappes Der oben genannte Artikel ist eine Reihe aus Smoltczyks Kolumne „Uuups – et orbi“. Sie können
alle Artikel dieser Reihe auf SPON nachlesen. Es handelt sich um eine reine Boulevard-Berichterstattung,
sonst gar nichts. Der Fairness halber muss man sagen, dass auch andere seriöse Blätter in ihrem Online-Angebot
ziemlich viel Boulevard im Angebot haben. Haben diese Artikel einen Kommentarbereich, so wird das idR
auch von Lesern moniert. @ josberens Hat der Spiegel aber nicht Recht? Wenn nicht warum verlangt man keine
Richtigstellung? Äh…Sie haben nicht erkannt, dass dies ein spöttischer Artikel war? Weswegen sollte
man eine Richtigstellung desseleben verlangen? Und wer sollte die Leute bezahlen, die weltweit ständig
die Richtigstellung irgendwelcher Nichtigkeiten verlangen? Solche Artikel werden – wenn überhaupt zur
Kenntnis genommen – einfach hingenommen und nicht weiter beachtet. Das ist auch nicht der vom Redakteur
verfolgte Zweck. Wir sollten froh und glücklich sein, eine freie Presse zu haben. Ach, und deswegen darf
man nicht mehr kritisieren oder was? Oh je Josef…
#15 Franz Kappes 16:28:11 | Mittwoch, 17. September 2008
@Benedikt Was verstehen Sie unter Kennern? Ich kenne den Spiegel (habe einige Zeit zum Abonnentenkreis
gehört) und habe ihn geschätzt. Kirchenhetze habe ich nicht ausmachen können.
Was genau ist denn an dem Spiegel-Artikel falsch? Wenn man die reißerische und verleumdende Schreibweise
von kreuz.net damit vergleicht, sollte sich die selbsternannte „Redaktion“ von kreuz.net mal nicht über
journalistische Qualitäten bzw. das Fehlen derselben aufregen. Das wird sehr schnell zu nem Bumerang.
Aber das begreift die sogenannte „Redaktion“ in ihrem Wahn, gegen jedwede Kritik oder auch nur Nicht-Zustimmung
zur kath. Kirche hetzen zu müssen, natürlich nicht.
#13 joberens 15:50:15 | Mittwoch, 17. September 2008
Benedikt Hat der Spiegel aber nicht Recht? Wenn nicht warum verlangt man keine Richtigstellung? Wir sollten
froh und glücklich sein, eine freie Presse zu haben. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
#12 Benedikt 15:46:00 | Mittwoch, 17. September 2008
@ josberens Mit diesem Einwurf beweisen Sie nur, den Augstein’schen Spiegel nicht zu kennen. Die Online-Ausgabe
des Blattes firmiert unter Kennern übrigens nicht selten unter dem Titel „Akademiker-Bild“.
#11 joberens 13:04:50 | Mittwoch, 17. September 2008
Spiegel Der Spiegel ist nicht kirchenfeindlich sondern eine neutrale, aufklärende, nicht zu missende
Zeitschrift, die wunde Punkte sowohl bei den Regierungen, Staatsmännern und auch bei den Kirchen aufgreift
und publik macht. Das ist gut und nützlich, aber Vertuschungsversuchern natürlich ein Dorn im Auge.
In einer Demokratie ist eine solche Zeitschrift äußerst wichtig, wertvoll und gut und sogar bestes Mittel,
Ungereimtheiten, unabhängig davon, wo sie auftreten, ans Tageslicht zu bringen, was ja auch gut ist.
So sollte man doch eigentlich dankbar dafür sein, daß es ein derartiges Magazin gibt. Wer korrekt ist
und nichts zu verbergen hat, baucht da auch nichts zu befürchten. Josef Berens (alseinfacher, denkender
Katholik) Josef Berens (als einfacher, denkender Ktholik)
Frau Beobachterin! Kirchenfeindlich kann man den „Spiegel“ schon lange nicht mehr bezeichnen. Fuldaer
Forum-Gäste wie Matussek sind dort aktiv. Absolut kirchenfeindlich ist dieses vorliegende Medium „kreuz.net“,
das wie ein saurer Regen wirkt und puren Hetz- und Hassjournalismus darstellt, so schlimm wie „Der Stürmer“
eines Julius Streicher. Nichts schadet auch den berechtigten Verlangen nach der „alten Messe“ so sehr
wie diese Propaganda und Polemik.
Care Francisce, warum beruft sich dann aber die hiesige Redaktion schon mehrfach auf diese „Erkenntnisquellen“ –
ist bei der Redaktion da etwa Band II zu Melchior Canos „Loci theologici“ in Arbeit?
#4 joberens 10:30:52 | Mittwoch, 17. September 2008
Schon wieder ein Wunder O, schon wieder ein Wunder. Zu Wundern gibt es ja bekanntlich einen Schlager mit
einem schönen Text. Wunder gibt es überall und auch in allen Religionen. Man solle da ziemlich skeptisch
sein. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
und das ist … … der „kronzeuge“, auf dessen sachkundigen und wohlüberlegten äußerungen +.net seine
verleumdungen gegen papst und kirche bzgl. angeblicher „sakrilegien“ beim besuch des papstes in lourdes
aufbaut. sehr seriös.