Ein französischer Kirchenhistoriker ist über die Dinge, die Papst Benedikt XVI. während seiner Frankreich-Reise über das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ gesagt hat, paff.
1999 zelebrierte Kardinal Ratzinger in Weimar die Alte Messe.
(kreuz.net) Luc Perrin ist von den Aussagen, die Papst Benedikt XVI. während seines jüngsten Fluges
nach Frankreich zur Alten Messe macht, erschüttert.
Perrin ist Professor für Kirchengeschichte an der
Universität Straßburg 2 und Verfasser verschiedener Bücher und Fachmann in Fragen des Traditionalismus.
Seinen Kommentar zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ gab der Papst nach Angaben der römischen Nachrichtenagentur
‘Zenit’ am vergangenen Freitagmorgen ab.
Es war die erste päpstliche Erklärung zu dem Dokument seit
dessen Veröffentlichung im Juli 2007.
Einfacher Akt der Toleranz?
Benedikt XVI. bezeichnete ‘Summorum
Pontificum’ als einfachen „Akt der Toleranz mit einer pastoralen Ausrichtung für Leute, die in der Alten
Liturgie geformt wurden, sie lieben, kennen und mit dieser Liturgie leben wollen.“
Es gebe überhaupt
keinen Gegensatz zwischen dem Alten und dem Neuen Ritus. Die Konzilsväter hätten für die Liturgie ihrer
Zeit eine „natürliche Entwicklung“ konzipiert.
„Ich glaube, daß die Möglichkeit einer gegenseitigen
Bereicherung besteht“ – so der Papst: „Es ist klar, daß die erneuerte Liturgie die ordentliche Liturgie
unsere Zeiten ist.“
Zu diesen Aussagen nahm Professor Perrin in der Yahoogroup ‘ctngreg’ Stellung.
Ein
echtes Problem
Perrin ist über die Aussagen des Papstes schockiert: „Wenn diese die wahren und exakten
Worte des Papstes sind, könnte dieses Interview zu einem echten Problem werden.“
Mit seinen Aussagen
widerspreche der Papst dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Dieses rede nicht von Toleranz, sondern
von einem Recht: „Ein Recht ist in keiner Weise ein »Akt der Toleranz«.“
Das wäre nach Perrin ein
Rückfall in das Jahr 1984.
Mit seinen Aussagen liefere der Papst auch Munition für jene bischöflichen
Kanzleien, welche die Traditionalisten am meisten bekämpften:
„»Pastorale Ausrichtung«? Meine Güte!
Das ist ein Rückfall in das Jahr 1993, als Erzbischof François Charles Garnier von Cambrai († 2000)
von einer »Barmherzigkeits-Klammer« sprach, das heißt, von einem kurzen Augenblick des Wohlwollens,
um die Traditionalisten in den Novus Ordo hineinzubringen.“
Perrin weist darauf hin, daß das auch die
Leseart des Motu Proprios ‘Ecclesia Dei’ war, die der Kurienkardinal Giovanni Battista Re in einem Brief
an Dr. Eric de Saventhem – den damaligen Präsidenten der Una Voce Föderation – zum Ausdruck brachte.
Diese Meinung sei von Papst Johannes Paul II. in einer Rede im Jahr 1998 zurückgewiesen worden:
„Heißt
das, daß Papst Benedikt XVI. zur restriktiven und etwas beleidigenden »Klammer der Barmherzigkeit«
zurückkehren will?“ – fragt sich Perrin.
Selbstwidersprüche
Er weist auch darauf hin, daß Benedikt
XVI. seine eigenen Aussagen über den Novus Ordo widersprochen hat.
Kardinal Ratzinger habe immer erklärt,
daß das Meßbuch aus dem Jahr 1969 ein künstliches Produkt gewesen sei.
Die päpstliche Erklärung ,
daß die neue Liturgie, die Liturgie „unserer Zeiten“ sei und die Behauptung einer „natürlichen Entwicklung“
vom Alten zum Neuen Ritus widerspricht – so Perrin – nicht nur den Aussagen von Kardinal Ratzinger:
„Das
wirft auch eine furchtbare Perspektive auf das gegenwärtige liturgische Chaos, das den Papst selber als
Anführer beanspruchen könnte.“
Ausgerechnet in Frankreich
Perrin ist auch darüber bestürzt, daß
der Papst diese Aussagen vor seiner Ankunft in Frankreich machte, wo eine Mehrheit der Bischöfe das Motu
Proprio aktiv zu bremsen versucht:
„Der Tradi-Hasser Nr.1 ist jetzt der Kardinal-Erzbischof von Paris
und Präsident der Französischen Bischofskonferenz.“
Der Kardinal habe in den Jahren 2005 bis 2007 jede
Freiheit für die Alte Messe zu unterdrücken versucht. Jetzt betreibe er eine Eindämmungs-Politik, um
die Umsetzung von Summorum Pontificum zu stoppen.
Für ihn bedeute „Toleranz“ das Zulassen einer Sache
mit Widerwillen, weil man es nicht verhindern könne: „Bordelle wurden früher in Frankreich »Häuser
der Toleranz« genannt“ – erinnert Perrin.
Nach Perrin sieht der Kardinal das Motu Proprio nur im Rahmen
des Dialogs zwischen den Lefebvristen und Rom.
Kalte Dusche
Für Perrin war dieses „katastrophale Interview“
wie eine kalte Dusche, nachdem er selber dem Papst in den Straßen zugejubelt, ihn für zehn Sekunden
im Papamobil gesehen und begeistert erlebt hatte, wie die große Pariser Lefebvre-Kirche, Saint Nicolas
du Chardonnet bei der Ankunft des Papstes die Glocken läutete und die Vatikanflagge über dem Eingang
hißte.
„Ich hoffe, daß dieses furchtbare Interview nur ein tragischer Fehler ist, der schnell geklärt
und berichtigt wird, bevor seine katastrophalen Folgen sich überall breitmachen könnten.“
Perrin geht
davon aus, daß französische Traditionalisten-Hasser diese päpstlichen Worte in Zukunft verwenden werden,
wenn eine Gruppe von Gläubigen ihre Rechte einfordert:
„Haltet die Klappe, das war nur ein »Akt der
Toleranz«, ihr habt keine Recht, die erneuerte Liturgie ist die ordentliche Liturgie unserer Zeiten.“
„Es muß nicht eigens betont werden, daß jeder mögliche Dialog mit der Piusbruderschaft endgültig
ruiniert ist, sollten diese Worte eine Bestätigung finden.“
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62 Lesermeinungen
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Nein, man kann nicht sagen, daß Marcel Lefebvre (vertragliche) Verpflichtungen gebrochen hat, nein … ?
Und, wie steht es dann mit dem Treueid, den er doch sicher dem römischen Pontifex und seinen Nachfolgern
bei seiner Bischofsweihe und der Besitzergreifung seines Missionsbistums ablegen mußte und abgelegt hat?
(sonst wären wahrscheinlich sowohl die Weihe wie die Inthronisation „geplatzt“) Und, wie steht es dann
mit seiner Unterschrift unter dem Protokoll vom 05. Mai 1988? (einsehbar unter: www.fssp.org/de/protoc5mai.htm)
Und, wie steht es dann mit der Antwort auf seine Frage am 30. Juni 1988 über das Vorliegen eines päpstlichen
Weiheauftrags? (die er unwidersprochen hinnahm) Nein, man kann wirklich nicht sagen, daß Marcel Lefebvre,
die Zierde seines Standes, der Leuchtturm der Wahrheit, Fixstern am Firmament der Lüge, dieser Prophet
des Gehorsams und Vorkämpfer katholischer Pflichterfüllung und Rechtstreue jemals Verpflichtungen gebrochen
oder mißachtet hätte, die er einmal eingegangen ist. Nur modernistisch-massonisch infiltrierte, mit
sich selbst im Schisma lebende, vom Gott-sei-bei-uns verführte, in Unwissenheit und Sünde umnachtete
sogenannte (für hiesige Verhältnisse: „angebliche“) Christen, die aber in Wirklichkeit nichts anderes
wollen, als die reine Lehre zu zerstören, können so etwas behaupten. Wären das in etwa Ihre Erwiederungen
gewesen, meine Herren – und was brauchen Sie denn noch weiter Zeugnis? Ist Ihnen das (von mir schon öfters)
Vorgenannte nicht offensichtlich genug?
#76 Stephanus 13:48:13 | Samstag, 20. September 2008
Der Worte sind genug gewechselt… aus dem Faust: Ihr beiden, die ihr mir so oft, In Not und Trübsal,
beigestanden, Sagt, was ihr wohl in deutschen Landen Von unsrer Unternehmung hofft? Ich wünschte sehr
der Menge zu behagen, Besonders weil sie lebt und leben läßt. Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,
Und jedermann erwartet sich ein Fest. Sie sitzen schon mit hohen Augenbraunen Gelassen da und möchten
gern erstaunen. Ich weiß, wie man den Geist des Volks versöhnt; Doch so verlegen bin ich nie gewesen:
Zwar sind sie an das Beste nicht gewöhnt, Allein sie haben schrecklich viel gelesen. Wie machen wir’s,
daß alles frisch und neu Und mit Bedeutung auch gefällig sei? Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,… + …Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch
endlich Taten sehn! Indes ihr Komplimente drechselt, Kann etwas Nützliches geschehn. + Ja was erhoffen
wir uns eigentlich, liest man alle diese Zeilen die hier auf kreuz-net geschrieben werden? und: Feststellung:
Mann lese einmal über den Vertrag:u.a.: Zustande kommt ein Vertrag im Einzelnen durch zwei mit Bezug
aufeinander abgegebene, inhaltlich übereinstimmende Willenserklärungen’… Das Angebot muss so detailliert
bzw. mit Hilfe ergänzender gesetzlicher Bestimmungen auslegbar sein, dass zur Annahme ein einfaches „Ja“
genügt. Dem verstorbenen Ersbischof Lefebvre kann mann sicher vielerlei nachsagen, nur Eines nicht: Das
er unterschriebene Verträge nicht eingehalten hätte!
clarissa colonita: auch für Sie gilt die Regel: „lesen ist auch ein Fach“. Wo ist in meiner Stellungnahme
die Rede, dass man der Piusbruderschaft Vertrauen schenken sollte. Als Jurist, den zu sein Sie vorgeben,
dürfte Ihnen die im Vertragsrecht geltende Vertrauenshaftung nicht unbekannt sein. Ich habe lediglich
auf die Implikationen ihrer Haltung in der Frage der Besetzung des heiligen Stuhles hingewiesen. Ich glaube
Sie täten gut daran, die widersprüchliche Haltung der Piusbruderschaft, ohne sich wie vorher einer kindischen
Argumentation zu bedienen, mit einer einwandfreien und lückenlosen Argumentation klarzustellen. Doch
vermute ich, dassmehr Spass am Gespött als an einer sachlichen Argumentation interessiert sind.
Werter Przybislav, Stützen sich Ihre Kenntnisse zur Frage der kanonischen Legitimität der Pontifikate
seit 1958 (oder schon der früheren) auch in Hauptsache auf das einschlägige „Mitteilungsblatt“ der Murmeltierbruderschaft
oder auf Publikationen aus dem „Sarto-Verlag“ Stuttgart? Können Sie mir vielleicht aus Kenntnis der Ihnen
sicher in vollem, gehäuftem, überfließendem Maße zur Verfügung stehenden (einschlägigen) Literatur
die Frage beantworten, warum man den Veröffentlichungen einer Vereinigung Glauben schenken sollte, die
bereits auf eine offensichtliche Lüge gründet?
Karl Murx: eine plausible Erklärung ohne Verschwörungstheorien herbeizaubern zu müssen, gibt es dafür
eine einfache Erklärung. Im Recht gibt es eine Theorie der Implikationen. Sie liegt dem Grundsatz „pacta
sunt servanda“ zu Grunde und besagt, dass wer einen Vertrag unterschreibt, ihn auch einhalten muss ansonsten
er seine Glaubwürdigkeit verliert. Das ontologische Moment dieses Grundsatzes ist die notwendige Beziehung
zwischen Gesinnung und Handlung. Jede Gesinnung muss durch Handlungen bezeugt werden. Sowohl Dr. Barth
als auch Professor Perrin gehen davon aus, dass die Nachfolger Pius XII wahre Päpste sind aber gleichzeitg
wollen sie an der überlieferten Lehre festhalten. Demnach müssen sämtliche Vergehen der Inhaber des
Stuhles Petri als bedauernswerte Betriebsunfälle, die sich jedoch mit der Zeit korrigieren lassen, eingestuft
werden. Beim geringsten Anzeichen einer angeblichen Verbesserung wie es beim Motu proprio der Fall war,
wird der Triumpfmarsch geblasen.
#72 Jesuit † 00:09:07 | Freitag, 19. September 2008
Zur guten Nacht! Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist
mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag!
#71 Karl Murx 21:57:02 | Donnerstag, 18. September 2008
Ja, stimmt! Seine modernistischen Ansichten,… …mit liturgischer Ästhetik überbacken, haben sich
seit 4 Jahrzehnten nicht geändert. Warum gelten so ein Mann und sein Motu proprio für Dr. Barth als
das Fanal schlechthin? Warum sind Dr. Barth und Perrin im Nachhinein enttäuscht? Ich erinnere mich noch,
als Mgr Fellay die Losung ausgegeben hatte, – eigens über Schneeballanrufe zur Nachtzeit –, daß JPII.
bereits „morgen“ Russland dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen würde. Ich öffnete meinen PC und sah
mir die Internetseite des Vatikan an, wo diese ominöse Zeremonie im Detail beschrieben war. Von einer
Weihe Russlands war nichts zu lesen. Ich legte mich wieder schlafen und unterließ den Fellay geforderten
Rosenkranz.
Karl Murx: lesen ist auch ein Fach als ich auf der Schulbank sass, hiess es: „Deutsch ist auch ein Fach“,
heute könnte es heissen: „lesen ist auch ein Fach“. Es ist einfach haarsträubend – und das gilt auch
für die Anhänger der katholischen Liturgie -wie sehr die meisten Leute es vorziehen ihre eigenen Vorstellungen
ins „Motu proprio“ hineinzuprojezieren anstatt eine saubere Textanalyse vorzunehmen. Unentwegt werden
Erklärungen aus dem Zusammenhang gerissen, um den eigenen Standpunkt zu begründen. Benedikt XVI muss
man zugute halten, dass er den Standpunkt den er seit der Zeit des Konzils vertreten hat, auch weiterhin
vertritt. Doch will man es nicht wahr haben.
#69 Karl Murx 09:37:28 | Donnerstag, 18. September 2008
Wie blöd sind Leute vom Zuschnitt eines Perrin eigentlich? Das war jedem vernünftigen Menschen von Anbeginn
klar, aber bei Perrin, Dr. Barth und Konsorten brach der frenetische Jubel aus. Das war damals nach der
Wahl Wojtylas auch so gewesen: „Jetzt wird alles anders!“ Acht Jahre, bis zum Ereignis in Assisi, hatte
es gedauert, bis selbst Erzbischof Lefèbvre aus seiner Apathie erwachte. Die Dummen sterben nie aus!
Immer langsam… @Bernd Jupp Nun ja, dass Sie den im Beitrag zitierten Kirchenhistoriker nicht kennen,
ist vielleicht kein wirkliches Kriterium, jemanden hier zu zitieren. Unkenntnis lässt sich immer beheben.
Es lebe Google @JoBerens Eine Antwort auf meine Frage hast Du mir immer noch nicht gegeben. Als Kirchenmusiker
sollte Dir vertraut sein, dass sehr viele Kirchenmusik nun einmal lateinisch ist. Gehören Messordinarium
etwa von Palestrina für Dich auch zum „Hocus-Pocus“?
#65 Pünktchen 19:12:37 | Mittwoch, 17. September 2008
Pseudo-Jesuit müsstest du eigentlich das nächste Opfer der Redaktion sein! Sie haben recht, Pseudo-Jesuit,
vorausgestzt, die Redax teilt Ihre Bewertung meiner Beiträge.
#63 Pünktchen 19:03:58 | Mittwoch, 17. September 2008
Es ist sehr zu begrüßen, daß die Redax eine klare Linie bei der Forenpflege beschreitet. Wer das Forum
dazu mißbraucht, durch beliebige Verwendung der Copy & paste-Funktion oder durch sinnfreies Zeichen-Trommelfeuer
den Diskussionsfluß zu stören, der riskiert Löschung und im Wiederholungsfalle SPERRUNG! Dank an die
Redaktion! Bitte, weiter so! :)3
#58 Bernd-Jupp 17:49:05 | Mittwoch, 17. September 2008
Wer ist denn das??? Liebe Pius- und Petrusbrüder! Könnt Ihr nicht mal einen namhaften und bekannten
Theologieprofessor hier zu Wort kommen lassen? Müssen es immer „Professoren“ sein, die kein Mensch kennt
und deren Fachbücher keiner liest??? Also mir ist Prof. Perrin gänzlich unbekannt und deshalb interessiert
es mich in keinster Weise, was er so von sich zu geben hat. PS: Tja, da schäumt so mancher jetzt über
das, was Benedikt XVI. von sich gelassen hat – gelle!!!
#57 joberens 17:34:53 | Mittwoch, 17. September 2008
Bernd Stromberg LIeber Bernd, Ich denke, der Papst müßte endlich erkennen, daß man im Rückwärtsgang
unmöglich vorwärts kommt. Würde er das einsehen, wäre schon Einiges gewonnen. Josef Berens (als einfacher,
denkender Katholik)
Taktisches Vorgehen Liebe Leute, über was man sich alles aufregen kann. Ist irgendjemand auf die Idee
gekommen, dass solche Aussagen auch taktische Erwägungen sind und sein müssen? Natürlich kann der Hl.
Vater auch anders vorgehen und ein Schisma nach dem anderen produzieren. Bestimmt gibt es hier einige,
die das begrüßen würden.
#55 Ministrant 17:01:20 | Mittwoch, 17. September 2008
@ Burgorus Vielleicht glaubst du ja dem Papst, wenn er auf seiner eigenen Homepage (Radio Vatikan) schreibt,
dass es „ein Akt der pastoralen Toleranz“ war und kein Rückschritt hinter das Konzil. Gelobt sei Jesus
Christus, der uns diesen Hirten geschenkt hat und der Herr erbarme sich denjenigen, die die Stimme des
Hirten nicht hören oder hören wollen… Amen.
#54 No Comment 16:41:27 | Mittwoch, 17. September 2008
Völlig richtig! Lefebvre-Messen sind ein Sakrileg, da man dort die römische Messe gegen Konzil und Papst
feiert, unter Behauptung des Gegenteils; unter Berufung auf eine frei erfundene, verkürzte „Tradition“.
#48 Benedikt 15:40:49 | Mittwoch, 17. September 2008
Bitte? Mit seinen Aussagen widerspreche der Papst dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Dieses rede
nicht von Toleranz, sondern von einem Recht: „Ein Recht ist in keiner Weise ein »Akt der Toleranz«.“
Was ist das denn für ein Quatsch? Ein Toleranzgedanke kann durchaus zu einer entsprechenden Rechtsetzung
führen.
@iustus Natürlich gibt es auch im ordentlichen Ritus einige Dinge, die so wohl nicht im Sinne des Erfinders
liegen. Allerdings sehe ich die Probleme wahrscheinlich an anderer Stelle, als sie. Der ordentliche Ritus
ist, wenn er richtig zelebriert wird, dem heiligen Ereignis der Eucharistie durchaus gerecht und meines
Erachtens sogar feierlicher als die alte Messe. Die Zahl der Hochgebete an sich ist in Ordnung. Was mich
stört, sind hingegen die durch einige Priester selbst zusammengebastelten Hochgebete. Hier wäre es besser,
wenn sie sich an die vorgegebenen Kanons halten würden. Ebenso sollte man einige politisch korrekte Formulierungen
(Stichwort „für die vielen“) noch mal überdenken. Das Schlussevangelium in der Tridentina ist doch immer
das selbe (Joh. 1,1-14). Daher halte ich dieses nicht für so bedeutend für die Feier der Messe.
@JoBerens Du bist doch Kirchenmusiker. Hast Du irgendwann schon einmal darüber nachgedacht, dass ein
sehr großer Teil der kath. Kirchenmusik in lat. Sprache gesungen wird? Hast Du schonmal etwas vom Gregorianischen
Choral gehört? Oder hast Du mit Deinen Chören nur Taize-Lieder gesungen? Obwohl, da sind ja auch viele
auf Latein Erst nachdenken, dann posten, lieber Josef Bist doch ein denkender Katholik.
Die Aufregung und das Gejammere und das Hochspielen einer einzigen Meinung sind völlig sinnlos und helfen
nicht weiter. Wie so oft tappsen da Berichterstatter in die Falle. Besser ist es: einfach stehen lassen
und bei dem bleiben, was längst neu erkanntes Recht für den Römischen Ritus in seinen beiden Formen
ist. Und erfreulicherweise nun schon länger als ein Jahr
#37 joberens 14:23:25 | Mittwoch, 17. September 2008
Liturgie Wer nun wirklich glaubt, die Liturgie dadurch, daß man sie nicht mehr für jedermann verständlich
läßt, eine Erneuerung der kath. Kirche erwaten zu können dürfte doch eher einem Wuschtraum zum Opfer
fallen. Was soll der ganz Unsinn überhaupt? Wer in den Gottesdienst geht möchte ihn doch mitfeiern und
miterleben können. Warum will man das nun mehr oder weniger verhindern. Der wichtigste Teil des Gottesdientes
soll nun für die Mitfeiernden, die kein latein können, unverständlich werden. Hat man da etwas zu verbergen?
Traut man sich vielleicht selsbt nicht mehr die Wandlungsworte verständlich zu sprechen? Könnte das
Ganze nicht auch von Glaubensmangel zeugen? Braucht man desshalb vielleicht eine art Zauberformel? Was
verspricht man sich eigentlich davon, die Messe wieder, wie Jemand es genannt hat, wieder zum „Hokus pokus
Gottesdienst“ zu manchen. Entschuldigung, das ist doch einfach Spinnerei und nicht mehr und nicht weniger
und an Einfaltslosigkeit nicht mehr zu übertreffen. Hat man denn wirklich nichts Gescheiteres mehr auf
Lager um unsere kath. Kirche wieder interessant zu machen???????? Josef Berens (als einfacher, denkender
Katholik)
#36 iustus 14:21:04 | Mittwoch, 17. September 2008
@ HBR Die tridentinische Liturgie und überhaupt die vorkonziliare Kirche hatte einen starken Reformbedarf.
Der Papst und eigenlich alle Kleriker waren alles, der Laie war nichts. Statt echtem Glauben zählte nur
die Bigotterie. Der Priester zog vorne sein Zeug durch und die Gemeinde war mehr oder weniger aussen vor,
zumal die Messe in einer fremden Sprache gefeiert wurde. Erst die Reformen haben die Kirche wieder zeitgemäss
gemacht. Der Aspekt des Priesters als Diener an der Gemeinde wurde stärker betont. Die Laien sind nun
wesentlich stärker in die Liturgie einbezogen. Insgesamt bekam die Kirche somit ein menschliches Angesicht.
Aber dafür brauchte es doch nicht den NOM. Da hätte es doch genügt, den alten Ritus in weiten Teilen
in der Landessprache zu feiern, und die Gläubigen die ihnen zukommenden Teile laut beten zu lassen im
Wechsel mit den Gebeten des Priesters. Stufengebet und Schlussevangelium für alle! Weitere Hochgebete,
andere Opferungsgebete, Streichung von Stufengebet und Schlussevangelium – all das war nicht erforderlich
und von „dem Konzil“ auch gar nicht gefordert worden!
#34 AliEckzahn 14:12:18 | Mittwoch, 17. September 2008
Bestürzende Aussagen finden wir hier doch auch, oder? Schon spannend, wie sich alleine die Katholiken
hier gegenseitig beleidigen und zerfleischen! So wird das mit der kath. Kirche wirklich nichts mehr…
Keiner von Euch hat noch die Kraft, es mit den wirklich bedrohlichen Sekten und „Religionen“ aufzunehmen!
Wirklich sehr schade… Wie wäre es ausnahmsweise mal mit einem Schulterschluss? Ich bin überzeugt,
dass die christlichen Religionen – wenn sie denn so weiter machen – in Europa bald keinerlei Bedeutung
mehr haben. Wir brauchen aber gerade Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher für eine christliche
Zukunft auf unserem Kontinent!
@Burgorus Die ordentliche = reformierte Liturgie hat die Leute garantiert nicht aus der Kirche gefegt.
Die Kirchen waren früher einfach voller, weil die Leute sonst ins Gerede gekommen wären. Nach dem zum
Glück dieser Faktor weggefallen ist, sind viele Leute von der Messe weg geblieben, die nur gezwungenermassen
dorthin gegangen sind. Das wäre aber mit der alten Messe genauso passiert. Nun zum Begriff überkommen.
Eine Sache ist überkommen, wenn sie Reformbedarf aufweist. Das hat nichts mit Verunglimpfung zu tun.
Die tridentinische Liturgie und überhaupt die vorkonziliare Kirche hatte einen starken Reformbedarf.
Der Papst und eigenlich alle Kleriker waren alles, der Laie war nichts. Statt echtem Glauben zählte nur
die Bigotterie. Der Priester zog vorne sein Zeug durch und die Gemeinde war mehr oder weniger aussen vor,
zumal die Messe in einer fremden Sprache gefeiert wurde. Erst die Reformen haben die Kirche wieder zeitgemäss
gemacht. Der Aspekt des Priesters als Diener an der Gemeinde wurde stärker betont. Die Laien sind nun
wesentlich stärker in die Liturgie einbezogen. Insgesamt bekam die Kirche somit ein menschliches Angesicht.
#31 Burgorus 13:57:56 | Mittwoch, 17. September 2008
@HBR: Ihre Wortwahl ist vermutlich mit Absicht verunglückt und verunglimpfend! Bezeichnen Sie doch nicht
immer die neue Liturgie als die überkommene. Die überkommene ist die 1970er, die die Leute aus den Kirchen
gefegt hat. Nicht einmal das, was es in der Antike mal gegeben hat, ist überkommen. Die Renaissance oder
auch der Klassizismus ist nichts anderes als Wiederbelebung alter Kunst. Und keiner sagte zu dieser Zeit,
dass es sich hier um „überkommene“ Kunst handle.
@Franz Kappes Habe hier noch keine Fanatiker angetroffen. Gibt hier genügend Leute, die eine Krise in
der Kirche herbeireden wollen und die überkommene Messe als das alleinseeligmachende Mittel ansehen,
um diese angebliche Krise zu überwinden. Ebenso würde ich auch Holocaustleugner hier als Fanatiker bezeichnen.
Aber das ist eine andere Geschichte
#25 Burgorus 13:46:02 | Mittwoch, 17. September 2008
@HBR: Komma hat Ihnen bereits widersprochen. Ihre Aussage: Bei den meisten „Tradis“ handelt es sich um
Menschen im vorgerückten Alter, die seinerzeit das Konzil miterlebt haben und die notwendigen Reformen
bis heute nicht verknusen können. stimmt eben nicht. Und um das Konzil geht es schon gleich gar nicht,
da dieses mit der 1970er Liturgie überhaupt nichts zu tun hat. Aber jetzt zum Kern: Diejenigen, die die
Einführung der 1970er Liturgie miterlebt haben, haben sich nicht dagegen gewehrt. Die jungen Leute kommen
doch zu dieser Liturgie gar nicht mehr. Es kommen nur noch die, die auch ihre Einführung miterlebt haben
und sie zum Teil auch für gut gehalten haben. Die jungen Leute gehen, wenn sie die Möglichkeit haben,
in die nun neue Liturgie nach dem Motu proprio. Die jungen Leute sind nämlich von Haus auf für das Neue
viel aufgeschlossener als die alten.
Was für eine Qualität? Aber wer trotz der immer noch bestehenden vielfachen Widerstände Kontakt zur
überlieferten Liturgie bekommt, den lässt diese Erfahrung fast nie unberührt Ich habe die veraltete
Messe auch schon mitgefeiert. Ehrlich gesagt, konnte ich dieser kaum was abgewinnen. Alle Gebete sind
in einer Sprache (Latein) gehalten, die kaum normaler Mensch wirklich versteht. Der Ritus selbst ist zu
priesterbezogen. Der Priester macht vorne irgendwas und keiner siehts. Das Hochgebet wird nur still gebetet.
Und dann natürlich noch die unsägliche Mundkommunion, bei der viele ihre Zunge meterweit in die Gegend
strecken. Da ist mir der ordetnliche Ritus wesentlich lieber, der in deutsch gefeiert wird. Der Priester
ist Zelebrant, nicht hervorgehobener Boss. Die Gemeinde ist in die religiöse Handlung eingebunden. Das
finde ich wesentlich ansprechender als die nostalgische Messe
@Berens Lieber Herr Berens, Hören Sie bitte einfach auf, zu denken. Sie gleichen einem Vogel der die
Orientierung verloren hat und nun alles wild umherschreiend nach der Richtung sucht. Vielen dank.
@HBR – Nostalgiker? Ich bin erst im Alter von etwa 20 Jahren „Fan“ der überlieferten Liturgie geworden
und habe in den letzten Jahren fast nur noch Hl. Messen in der überlieferten Liturgie besucht – in Verbindung
mit Rom, kaum bei Pius X. Ihre Denunziation der „Tradis“ als alte zurückgebliebene Nostalgiker wird auch
durch vielfache Wiederholung nicht richtiger. Der Altersdurchschnitt ist zumindest in der Gemeinde, in
der ich die überlieferte Liturgie erlebe, deutlich niedriger als in den meisten NOM Messen. Nach meiner
Erfahrung sind gerade die NOM Aktivisten meist ewiggestrige spät 68er, die nicht erkennen, wie veraltet
ihre Ansichten längst sind. Andere NOM Besucher haben als postkonziliar sozialisierte Katholiken (leider)
nie etwas anderes kennengelernt – um Kontakt mit der überlieferten Liturgie zu verhindern versuchen die
meisten Bischöfe ja auch heute noch fast alles zu tun. Aber wer trotz der immer noch bestehenden vielfachen
Widerstände Kontakt zur überlieferten Liturgie bekommt, den lässt diese Erfahrung fast nie unberührt.
Qualität und Tiefgang wird sich durchsetzten, da bin ich mir sehr sicher.
Das MP summorum pontificum ist ein kirchlicher Verwaltungsakt, mit dem die Zelebration der Messe in einer
bestimmten (außerordentlichen Form) geregelt wird. Er allein besitzt Rechtscharakter. Was der Pontifex
dazu gesagt hat (ob es das ist, was kreuz.net oder sonstwer meint, daß er gesagt habe, sei dahindestellt)
läßt bestenfalls mittelbaren Rückschluß auf die mens legislatoris zu. Damit: Wieder mal ein überflüssiger
Artikel!
#18 ottaviani 13:28:49 | Mittwoch, 17. September 2008
der hl. vater hat sich nicht nur im flugzeug zur alten Messe geäußert sondern auch vor den bischlöfen
weiters hat sich der vatikan unzufrieden mit der Umsetzug des Motu proprios gezeigt www.domradio.de/…l/artikel_44887.html
#17 Gotthard 13:25:24 | Mittwoch, 17. September 2008
was der Papst wirklich sagte … Das Motu Proprio ist einfach ein Akt der Toleranz mit pastoraler Zielsetzung
gegenüber den Gläubigen, die in dieser Liturgie geformt wurden, die diese Liturgie lieben, sie kennen
und mit ihr leben wollen. Das ist eine kleine Gruppe, setzt das doch voraus, dass man gewisse Kenntnisse
des Lateinischen und einer bestimmten Kultur hat. Aber ich halte es für eine selbstverständliche Anforderung
an den Glauben und die pastorale Einstellung eines Bischofs der Kirche, dass er diese Gläubigen liebt
und toleriert und es ihnen gestattet, mit dieser Liturgie zu leben.
@Burgorus Nostalgiker ist keine Beleidigung, sondern eine Feststellung. Bei den meisten „Tradis“ handelt
es sich um Menschen im vorgerückten Alter, die seinerzeit das Konzil miterlebt haben und die notwendigen
Reformen bis heute nicht verknusen können. Für genau diese Leute ist die alte Messe aus nostalgischen
Gründen wichtig.
@HBR, na ja… …was im Vatikan zu der restriktiven Haltung der DBK bzgl. der Hl. Messe in der überlieferten
Form des römischen Ritus gedacht wird siehe die Meldung des „Domradio“ von heute: DBK behindert „Alte
Messe“ – gegen den Willen des Vatikan www.domradio.de/…l/artikel_44887.html Ich hoffe sehr auf die anstehenden
Klärungen aus Rom zu „Summorum pontificum“ und habe wenig Zweifel, dass dann klar wird, wer den Willen
des Hl. Vaters erfüllt und wer sich ihm auch gerade unter den deutschen Bischöfe widersetzt.
#13 joberens 13:15:09 | Mittwoch, 17. September 2008
Ruhrgebietler Ich glaube ohnehin, daß der Papst seiner Aufgabe, vielleicht sogar altersbedingt, in keinster
Weise mehr gewachsen ist. Die Amtskirche gleicht einem Schwarm von Wildgänsen, beim dem der Leitvogel
die Orientierung verloren hat und nun alles wild umherschreiend nach der Richtung sucht. Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
Ich glaube, dass damit vielen Fanatikern auf +.net der Wind aus den Segeln genommen wird. Benedikt XVI.
bezeichnete ‘Summorum Pontificum’ als einfachen „Akt der Toleranz mit einer pastoralen Ausrichtung für
Leute, die in der Alten Liturgie geformt wurden, sie lieben, kennen und mit dieser Liturgie leben wollen.“
Es gebe überhaupt keinen Gegensatz zwischen dem Alten und dem Neuen Ritus. Die Konzilsväter hätten
für die Liturgie ihrer Zeit eine „natürliche Entwicklung“ konzipiert. Im Prinzip sagt der Papst, was
ich auch immer gesagt habe: Das Motu Proprio ist lediglich ein Zugeständnis an die Nostalgiker, dass
sie ihren überkommenen Ritus feiern dürfen. Ein Recht, dass viele daraus ableiten wollten, ist es aber
nicht. Somit ist die Linie der deutschen Bischöfe richtig. Das Motu Proprio war einfach der Versuch,
den sogenannten „Altgläubigen“, also etwa Lefebvristen, die Rückkehr aus ihrem Schisma zu ermöglichen.
Leider hat das aber nicht funktioniert.
@Ruhrgebietler ?…werter Ruhrgebietler – es ist beschämend was Du da abgibst! 1) Journalisten verdrehen
immer, überall, alles… 2) Prima Sedes a nemine iudicatur!
Werter Papst – es ist beschämend was Du da abgibst! „Ich glaube, daß die Möglichkeit einer gegenseitigen
Bereicherung besteht“ – so der Papst: „Es ist klar, daß die erneuerte Liturgie die ordentliche Liturgie
unsere Zeiten ist.“ Das ist „die geistige Durchfallkrankheit“ eines Menschen, der am V-II mitgedrechselt
hat. Zeigt ganz klar in den Kampf gg. die trid. Liturgie durch die abschätzige liberale Haltung, welche
dem gesamten V-II inne ist. Oh je! Papst, wie konntest Du nur!
#9 Burgorus 12:53:39 | Mittwoch, 17. September 2008
Glaubt doch nicht alles! Wo ist der Original-Ton? Ich finde es viel mehr bestürzend, wie sehr dieses
zusammengeschusterte Machwerk so mir nix dir nix geglaubt wird, als wären Sinnverdrehungen von Interviews
nicht an der Tagesordnung des liberalen Journalismus. Glaubt denn wirklich einer im Ernst, dass sich B16
selbst wiederspricht? Er wird natürlich was vom Akt der Toleranz gesagt haben, um die altliberalen Bischöfe
nicht allzusehr zu vergraulen. Und das hat man dann so zurechtgezimmert, dass es so aussieht, als hielte
der Papst die 1970er Liturgie für die bessere. So lange nicht eine vertauenswürdige Person den Original-Ton
wiedergibt und auch übersetzt, glaube ich die Wiedergabe des Inhalts nicht. Leute, glaubt nicht alles!
Respekt habe ich von den einleitenden Worten Perrins: „Wenn diese die wahren und exakten Worte des Papstes
sind…“ Auf das „Wenn“ kommt es an. Noch mehr Respekt hätte ich von Perrin, wenn er – ganz lakonisch –
nur geantwortet hätte: „Wenn“ de.wikipedia.org/wiki/Lakonisch . Wenn man das Motu proprio auch als Akt
der Toleranz hinstellt, hat das den Sinn, dass Gott den altliberalen Bischöfen die Möglichkeit gibt,
ohne Gesichtsverlust die Messe so nach und nach wieder mit mehr Würde zu feiern. (Ich glaube auch, dass
Papst JP2 nicht gesagt hat, die Evolutionslehre sei mehr als eine Theorie. Er wird vielleicht eine gewisse
Bewunderung für eine gewisse Wissenschaftlichkeit in einem Erklärungsmodell Ungläubiger ausgedrückt
haben, und schon legt man es so aus, als hätte der Papst die Evolutionslehre für mehr als eine Theorie
gehalten.)
#8 LandorganistII 12:46:32 | Mittwoch, 17. September 2008
Wenn der Herr Professor den Pius-Brüdern die Bedeutung beimessen würde, die ihnen zusteht, hätte er
keinen Grund sich derart zu echauffieren. Wenn die Pius-Brüder an „Ihrer“ Kirche tatsächlich die Kirchenfahnen
hissen und die Glocken zur Begrüßung des Papstes läuten, so ist dies doch nur ein Zeichen verlogener
Heuchelei, wahrscheinlich um den Eindruck zu erwecken, sie gehörten noch dazu. Es tut natürlich weh,
wenn man sieht wie Hunderttausende in Paris dem Papst zujubeln, und man selbst steht völlig im Abseits.
#7 Elijahu † 12:39:48 | Mittwoch, 17. September 2008
Das letzte Gefecht Der katholischen Kirche steht die grösste Religionsverfolgung in der Geschichte der
Menschheit bevor, und da soll der Papst noch einen Alleinanspruch vertreten? Wenn ihr nicht von der teuflische
Religion des Antichristen (der jetzt wohl bald in Erscheinung treten dürfte) zwangsmissioniert werden
möchtet, dann tätet ihr gut daran, erst einmal selber andere Weltanschauungen zu tolerieren: gemäss
der goldenen Regel. Die Kirche kämpft ein Rückzugsgefecht auf verloreem Boden. Die Zeiten der unseligen
Massen- und Volkskirche sind engültig vorbei, auch die Piusbruderschaft täte gut daran sich dies endlich
einzugestehen.
#4 Pünktchen 12:23:35 | Mittwoch, 17. September 2008
„Toleranz“ ist geduldetes Unrecht. So jedenfalls ist auch die klassische Auffassung in der Frage der Religionsfreiheit.
Die Kirche hat hier ja auch eine Bewegung durchgemacht. Von der Auffassung, freie Ausübung nicht-katholischer
Religionen könne nur ein zu tolerierendes Unrecht sein zu der Auffassung, daß die Freiheit von äußerem
Zwang in Religionsdingen ein echtes Recht des Menschen sein muß! Ich glaube allerdings, daß bei der
Abwägung verschiedener Stellungnahmen nicht die Wortwahl in einem Interview, das der Papst auch noch
in einer Fremdsprache abgibt, den Ausschlag gibt, sondern das Motu Proprio: die schriftliche und elaborierte
Position des obersten Hirten und Lehrers der Kirche zum Thema „Alte und Neue Messe“.
#3 Gotthard 12:15:17 | Mittwoch, 17. September 2008
Lüge! die große Pariser Lefebvre-Kirche, Saint Nicolas du Chardonnet bei der Ankunft des Papstes die
Glocken läutete und die Vatikanflagge über dem Eingang hißte. also eine sichtbare und hörbare Lüge!
Das rechte Verständnis „Akt der Toleranz“ und „Recht“ aus dem Munde des Papstes sind keineswegs ein Widerspruch:
Der Papst setzt das Recht (Summorum Pontificum), mit dem den Gläubigen ein Recht (auf die alte Messe)
eingeräumt wird. Dies tut er, weil er tolerant ist. Null Probleme. Schlimm wird es nur, wenn Bischöfe
oder Professoren für Kirchengeschichte den Papst missverstehen.
was ist … … bitte schön an „barmherzigkeit“ beleidigend? ich habe überhaupt kein problem damit und
freue mich daran, dass gott barmherzig ist und dass seine kirche die barmherzigkeit auch lebt und praktiziert.
mir gegenüber. und anderen. hat der herr professor vielleicht ein wenig nachhilfe in theologie nötig?
oder erfreut er sich nicht an der gnade?