Der für die Altgläubigen zuständige römische Kurienkardinal glaubt, daß seine Schützlinge zu anspruchsvoll sind. Der Gipfel der Frechheit: der Wunsch nach einer täglichen Alten Messe.
(kreuz.net, Rom) Der Präsident der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos,
findet, daß die Altgläubigen nicht dankbar genug sind.
Das erklärte er am Dienstag während eines
spontanen Besuches bei dem gegenwärtig laufenden römischen Kongreß „Das Motu Proprio Summorum Pontificum
seiner Heiligkeit Benedikt XVI.: spirituelle Bereicherung für die ganze Kirche ein Jahr später“.
Über
sein Kurzreferat berichtete die Nachrichtenagentur ‘Catholic News Service’, die der US-Bischofskonferenz
gehört.
Der Kardinal klagte, daß die Altgläubigen immer wieder neue Forderungen stellen. Seine Kommission
bekomme Briefe, in denen die Alte Messe täglich und nicht nur einmal pro Woche gewünscht werde.
Ferner
wollten manche, daß der Alte Ritus nicht nur in einer Kirche ihrer Stadt, sondern in allen Gotteshäusern
gefeiert werde.
Kardinal Castrillon erhielt nach eigenen Angaben „sogar“ einen Brief, der vorschlug,
die römische Basilika Santa Maria Maggiore exklusiv dem Alten Ritus zu widmen.
„Solche Leute sind unersättlich“ –
schimpfte der für sein jähzorniges Temperament bekannte Kardinal. Sie wüßten nicht, welchen Schaden
sie angeblich anrichten würden.
Wenn der Vatikan ihre Bitten nicht erfülle, würden sie gleich „ins
Internet“ gehen.
Schwert gegen Altgläubige
Kardinal Castrillon äußerte sich auch zu den von seiner
Kommission verfaßten weltweiten Ausführungsbestimmungen zum Motu Proprio. Ein entsprechendes Dokument
sei fertig und liege bei Papst Benedikt XVI.
Ferner erklärte der Kardinal, daß die Eucharistie niemals
zum Zeichen der Spaltung werden dürfe:
„Was ist wichtiger: Daß Gott Brot wird oder die Sprache, in
der das Mysterium zelebriert wird?“
Die Messe müsse – ganz gleich in welcher Sprache – von der Liebe
motiviert sein. Sie dürfe niemals zu einem Schwert gegen andere Christen werden.
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66 Lesermeinungen
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#66 Earendil 21:16:06 | Sonntag, 21. September 2008
@Ansgar Ich muss zugeben, Sie sind richtig gut als Katholikendarsteller! Aber ich mach hier jetzt trotzdem
mal Schluss, sonst könnte noch einer auf die Idee kommen, wir würden das hier wirklich ernst nehmen…
@ Elendig Wer den fetten Dr. Luther als Streiter gegen den Aberglauben in die Schlacht führt, sollte
sich des Tintenflecks entsinnen, den der entlaufene Mönch an die Wand seiner Wartburg-Kemenate klatschte.
Nach dem Leibhaftigen wollte er werfen. Dabei saß der doch längst in seinem verfressenen Hirn. Den Teufel
an der Wand zu sehen, das war Aberglauben.
#64 Earendil 16:28:36 | Sonntag, 21. September 2008
@Ansgar Ach komm, geben Sie’s zu, „Ihre Einlassung[en sind] als Jokus gedacht“! So wie Sie hat mein Freund
nämlich auch immer geredet, nachdem wir gemeinsam von der Messe kamen… Und sehen Sie, WIR sind doch
die einzig wahre Kirche, da wir dank Luther den abergläubschen Unfug der verkommenen RKK überwunden
und uns wieder dem unverfälschten Glauben der Urchristenheit zugewandt haben! Also, Sie haben sich zu
bekehren, bevor es zu spät ist! o^/
@ Earendil Ökumene ist nicht grundsätzlich falsch; die Kirche kann viel von der Spiritualität und Standhaftigkeit
der orthodoxen Schismatiker und der Altorientalen lernen. Besser: Sich der gesunden Wurzeln immer mehr
annähern. Die häretischen Kirchenimitatoren protestantischen Irrglaubens aber, nun ja, für deren Bekehrung
muß voll ökumenischen Mitgefühls gebetet werden. Nicht ausgeschlossen, daß einige nach zünftiger
Reue, Beichte, Buße wieder aufgenommen werden. Versprechen kann ich das aber nicht.
#62 Earendil 12:39:31 | Sonntag, 21. September 2008
Ich will Ihnen ihre poetische Stimmung ja nicht rauben, aber… Das katholische Abendmahlsverständnis
(genauer: die Unverschämtheit, bestimmen zu wollen, wer an den Tisch des Herrn darf und wer nicht) ist
nunmal neben dem päpstlichen Alleinvertretungsanspruch das größte Hindernis für die Ökumene. Aber
warum soll ich das den erklärten Ökumenefeinden hier unterbreiten… Auf diesem Niveau (Häretiker und
so) hab ich mich immer mit einem katholischen Freund gekampelt. Aber da war das Spaß, und Ihr hier meint
das wohl tatsächlich ernst Ich befand mich immer im Wahn Da will ich Ihnen mal ausnahmsweise nicht widersprechen
@ Earendil Sie sind ja ganz durcheinander! Oder war Ihre Einlassung als Jokus gedacht? Die katholische
Messe als Schwert gegen die Protestanten? Ich befand mich immer im Wahn, die Häretiker hätten die Kirche
verlassen, weil ihnen die Messe im Kern nicht mehr zusagte. Ich erkläre Ihnen das gerne langsam und genauer
nochmal. Falls Sie antworten, bemühen Sie sich bitte um Gelassenheit, da Gekeife am heiligen Sonntag
meine poetische Stimmung trüben könnte.
#60 Earendil 11:58:54 | Sonntag, 21. September 2008
so ein Stuss… Die Messe müsse – ganz gleich in welcher Sprache – von der Liebe motiviert sein. Sie
dürfe niemals zu einem Schwert gegen andere Christen werden. Als ob sie das nicht längst wäre, nämlich
gegen die Protestanten…
#59 Stephanus 13:57:36 | Samstag, 20. September 2008
schimpfte der für sein jähzorniges Temperament bekannte Kardinal… spätestens jetzt sollte Jedermann
klar sein, warum die Priesterbruderschaft Pius X so vorsichtig ist, was das Verhandeln mit „Rom“ angeht.
Spätestens jetzt sollte man aber auch aufmerken und sich Gedanken machen, liest man von den „eigenmächtigen“
Versuchen privat für sich was Besseres herauszuholen, indem man den bisher gemeinsam gesteuerten Zug
Richtung kirchlicher Einheit, vorzeitig verläßt. Was hätten die traditionstreuen Christen aller Länder
für ein Gewicht, würden sie mit etwas mehr Geduld zu Werke gehen. Die Geduld ist als Teil der Tapferkeit
eine sogenannte Kardinaltugend. Vergessen wir nicht sie würdig zu gebrauchen!
#58 Galatea 22:46:49 | Freitag, 19. September 2008
Zitat: Ich habe nie gesagt nicht an die Dreifaltigkeit zu glauben. Ich habe wohl gesagt und dazu stehe
ich auch, daß ich mir nicht vorstlellen kann, wie man es heute offenbar auch noch lehrt, da es einen
Gott in drei Personen gibt, also drei Herren, die quasi nebeneinander sitzen und den einen Gott darstellen.
Glaubst Du das denn noch wirklich????? -Nein. Das glaubt kein Christ, nicht einmal Ihre geliebten Protestanten.
An welche Dreifaltigkeit glaubt der einfach denkende Katholik denn? Gotthard: warum und wofür Sie sich
sich engagieren, wer weiß es.
#57 Protestant 21:23:22 | Freitag, 19. September 2008
Pfarrer Jung muss weitermachen!!!! Suspendierung hin oder her! Wir stehen hinter unserem Pfarrer Jung
in Meckenheim!!!! Er soll die Messe lesen, sonst bleiben wir daheim oder protestieren in der Kirche! Rote
Karte für den „Meisterkardinal“!!!!!!
#56 franziskus 19:45:01 | Freitag, 19. September 2008
Papst: Seid tolerant! Frankreich: Angesprochen auf die alte lateinische Messe versicherte der Papst: Befürchtungen,
dass die Liturgiereform des Konzils dadurch rückgängig gemacht werden könnten, seien „absolut unbegründet“.
Die Maßnahme sei ein „Akt der Liebe und der pastoralen Toleranz“ für Gläubige, die am Messbuch von
1962 hängen. Wird die Offenheit des Papstes Viele beflügeln, pastorale Toleranz zu üben?
@JoBerens Ich warte auf Deine Antwort, ob denn auch die große lateinische Kirchenmusik zum „Hocus Pocus“
gehört? Wie kann man katholischer Kirchenmusiker sein, ohne wenigstens Grundkenntnisse des Lateinischen
zu haben? Auch diese Frage hast Du mir noch nicht beantwortet. Bist Du überhaupt studierter Kirchenmusiker
oder eher Hobbymusiker? Du siehst, nicht nur Du wartest auf Antworten…
#54 Gotthard 16:01:24 | Freitag, 19. September 2008
@marcelus … zum Mitschreiben Seltsam, daß da auf einmal die Erklärung des angeblich so wichtigen Pastoralkonzils
von Dr. Lehmann auf den Müllhaufen geworden wird, daß erklärte, alle Riten wären zu ehren, das 2.
vatikanische Konzil hatte von Riten – und nicht von usus gesprochen!
#53 LandorganistII 13:05:41 | Freitag, 19. September 2008
Oh, von Galatea lasse ich mir auch gern die hl. Dreifaltigkeit erklären. Früher war es üblich, am Dreifaltigkeitssonntag
nicht zu predigen, weil es sich um ein unergründliches Geheimnis handelt.
#52 joberens 11:41:28 | Freitag, 19. September 2008
galatea Ich warte auf Deine Antwort mit den angeblichen drei Personen, wie Du Dir das vorstellst und wie
Due es MItmenschen zu erklären versuchst Da, das wohl eine unhaltbare Vorstellung aus vergangenen Zeiten
ist, die heute wohl kaum noch wörtlich, glaubhaft zu vertreten ist, sagt das Ganze auch Einiges über
die Dogmen allgemein aus. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
#51 Jesuit † 00:12:20 | Freitag, 19. September 2008
Zur guten Nacht! Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist
mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag!
#50 joberens 23:38:32 | Donnerstag, 18. September 2008
Galatea Ich habe nie gesagt nicht an die Dreifaltigkeit zu glauben. Ich habe wohl gesagt und dazu stehe
ich auch, daß ich mir nicht vorstlellen kann, wie man es heute offenbar auch noch lehrt, da es einen
Gott in drei Personen gibt, also drei Herren, die quasi nebeneinander sitzen und den einen Gott darstellen.
Glaubst Du das denn noch wirklich????? Da wäre ich auf Deine Antwort gespannt, aber bitte nicht irgend
wie auszuweichen versuchen. Es geht um die Drei Personen: Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
#49 Galatea 23:20:42 | Donnerstag, 18. September 2008
Jo Berens: Entschuldigen Sie die Wiederholung. Ich habe Sie schon einmal gefragt: Wie huldigen Sie dem
dreieinigen Gott? Unterhalten Sie sich mit ihm zwischen Frühstück und Fahrt zum nächsten Gottesdienst?
Wie machen Sie das, wenn alle anderen denn schon versagen? Wie betet man zum Allmächtigen, riten-ablehnend?
Betet man da noch?
#48 joberens 23:15:05 | Donnerstag, 18. September 2008
Riten Sind Riten denn für Gott wirklich so wichtig, wie man sie hier offenbar zu nehmen scheint? Ich
denke, Gott dürfte über die Spekulationen und Streitereien bezüglich Riten nur ein mitleidiges Lächeln
übrig haben und überhaupt keinen Wert auf die Festgelegung legen sondern jede ehrliche Art der Verehrung
und Anbetung akzeptieren und honorieren. Josef Berens (als einfaher, denkender Katholik)
#47 Marcelus 21:46:38 | Donnerstag, 18. September 2008
Leider ist das nicht die Ansicht des angeblich katholischen Kardinals Lehmann und seiner lehmannianischen
Gläubigen Die Ritenvielfalt ist doch etwas Schönes und Reiches. Dies ist eine legitime Form von Pluralität!
Und dazu gehört auch der römische Ritus mit seinen zwei Usus. Dr. Lehmann erklärte bekanntlich im deutschen
Fernsehen, er bzw. wörtlich »wir« wollen keine Kirche mit zwei Riten. Seltsam, daß da auf einmal die
Erklärung des angeblich so wichtigen Pastoralkonzils von Dr. Lehmann auf den Müllhaufen geworden wird,
daß erklärte, alle Riten wären zu ehren, und nicht »Wir wollen keine Kirche mit zwei oder mehr Riten.«
#46 ottaviani 21:17:14 | Donnerstag, 18. September 2008
poet contra lesen bildet im Motu proprio summorum pontificum steht klar und deutlich daß das jeder Katholik
das Recht dazu hat wenn jemand den ambrosianischen Ritus oder den chaldäischen wünscht empfiehlt es
sich nach Mailand und in den Irak umzusiedeln beides sind lokal riten
#45 Bernd Stromberg 20:26:49 | Donnerstag, 18. September 2008
@Proetcontra Die Ritenvielfalt ist doch etwas Schönes und Reiches. Dies ist eine legitime Form von Pluralität!
Und dazu gehört auch der römische Ritus mit seinen zwei Usus.
#44 Marcelus 19:47:02 | Donnerstag, 18. September 2008
@proetcontra: Die von Ihnen genannten Riten können Sie ja gerne besuchen, nämlich in den Ländern oder
Großstädten mit nationalen Minderheiten, wo diese gefeiert werden. In der lateinischen Welt ist der
Hauptritus für alle Zeiten aber der Römische Ritus, und die Außerordentliche Römische Ritusform ist
die kanonisierte Messe für alle Zeiten, während die Missa Ordinaria leider fast nirgendwo gemäß dem
römischen Meßbuch zelebriert wird, regulär nur in SJM- und Opus-Dei-betreuten Kirchen.
#43 proetcontra 19:38:47 | Donnerstag, 18. September 2008
@ottaviani (heute: 18.09.2008!) Jessas, was waren das für gute Zeiten vor 50 Jahren! Da war die Welt
noch in Ordnung. Ottaviani will die alte Liturgie, …Recht so, sage ich! Ich wünsche mir übrigens,
dass jeder – der es will – die Möglichkeit hat, den ambrosianischen Ritus zu besuchen! Meine Frau übrigens
wünscht sich den Chaldäischen Ritus, wenigstens an den Fettagen. Mein ältester Sohn sehnt sich mit
seiner Familie nach dem Maronitischen Ritus; meine Tochter hält davon nichts, sie hegt die Hoffnung,
endlich jeden Sonntag die Messe im Antiochenischen Ritus feiern zu können. Ihre Tochter kann damit leider
nichts anfangen, sie will einfach die Eucharistiefeier der katholischen Kirche, von der es in der Konzilsschrift
Sacrosanctum Concilium heißt:: „In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht
sich das Werk unserer Erlösung, und so trägt sie in höchstem Maße dazu bei, dass das Leben der Gläubigen
Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christi und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird …“
Dumm nur, dass das gesamte Konzil nicht die Erleuchtung und die Gnade eines Ottavianis vom lieben Gott
zugedacht bekam. Ottaviani for Pope!
#40 ottaviani 17:27:22 | Donnerstag, 18. September 2008
nein mein lieber ändlicher Musikus was ich möchte ist einfach daß ein gläubiger der das wünscht die
Möglichkeit hat sein liturgisches Leben nach den Büchern von 1962 zu führen so wie es möglich ist
auschließlich nach den Büchern von 1969 und später die Liturgie zu feiern
#39 Guiseppe 16:59:05 | Donnerstag, 18. September 2008
Danke, Eminenz Kardinal Castrillon Hoyos! Was der Papst will: Lassen sie mich das ganz klar sagen: Der
Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens
der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten – sich mit den alten Riten vertraut
machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren können. Der Heilige Vater will
das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen.“ Dario Kardinal Castrillon Hoyos, 14. 6.
2008, in London
#38 Bernd-Jupp 16:50:11 | Donnerstag, 18. September 2008
Ups – was ist denn da passiert? Ja um Himmels Willen: Wurde der alterzkonservative Castrillo erleuchtet???
Vor wenigen Tagen habe ich ihm hier noch unterstellt, dass er am Liebsten doch bei den Pius- und Petrusbrüdern
Einzug halten würde und jetzt das!! Hat mein Fürbittgebet doch tatscählich was bewirkt!!!!!! Dem Himmel
sei Dank und dem sonst so engstirnigen Kardinal auch!!
#37 Tridentinus 15:39:48 | Donnerstag, 18. September 2008
Es gibt ja auch die Möglichkeit, ausschließlich dem usus ordinarius zu folgen (vorausgesetzt, man akzeptiert,
die konkrete NOM-Praxis als seine adäquate Verwirklichung), was Benedictus XVI. offenbar nicht tut. Warum
sonst die neuen Akzentsetzungen in der päpstlichen Liturgie und die mehr prinzipielle Forderung nach
einer „Reform der ‘Reform’“?
#36 zwobbel 15:27:39 | Donnerstag, 18. September 2008
Ja der Papst hat es in der Theorie ermöglicht aber die Bischöfe verhindern es in der Praxis!!! Mal sehen
ob sich die deutschen Bischöfe wieder eine Stagnation bei der Nachfrage nach dem Alten Ritus in ihre
Taschen lügen. Was für ein Vorbild sind wohl lügende Bischöfe? Der Papst hat Recht gewährt. Und die
Bischöfe haben keine Kompetenz dieses Recht zu nehmen. Sie sollen vielmehr wie schon JoPa II. sagte den
Wünschen der Gläubigen großherzig stattgeben. Stattdessen behindern und verfälschen sie. Mal sehen
ob sie die Wandlungsworte endlich berichtigen.
Recht hat er Der Präsident der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos,
findet, daß die Altgläubigen nicht dankbar genug sind Da hat der Kardinal recht. Die sogenannten „Altgläubigen“
meckern lieber, als dass sie dankbar dafür sind, was ihnen der Papst mit dem Motu Proprio ermöglicht
hat
#33 Tridentinus 14:37:11 | Donnerstag, 18. September 2008
Was natürlich möglich sein muß, und was ottaviani zurecht einfordert, ist, daß katholische Gläubige,
die das wünschen, in ihrer persönlichen liturgischen Praxis (!) ausschließlich dem usus extraordinarius
folgen können. Andere oder gar alle römischen Katholiken dazu bewegen zu wollen, ist momentan nicht
realistisch und auch nicht statthaft. Priester, die ausschließlich dem Usus extraordinarius folgen wollen,
müssen sich wohl auch weiterhin den bisherigen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften anschließen. Es muß einfach
sichergestellt sein, daß jemand, der das nicht will, gezwungen wird, in der Praxis an der neuen Liturgie
teilzunehmen, zumal gerade diese Praxis fast nie das bietet, was laut päpstlicher Definition als usus
ordinarius zu gelten hat (im Sinne einer positivrechtlichen Festlegung oder auch einer römischrechtlichen
fictio, was die vorausgesetzte Ambiformität des einen römischen Ritus angeht).
#32 No Comment 13:52:26 | Donnerstag, 18. September 2008
Alles schonmal dagewesen. Es bleibt eben wahr, dass man die „Alte Messe“ nicht einfach als Sondergut dem
Altritualismus überlassen durfte. Summorum pontificum wehrt diese Gefahr ebenso ab, wie zuvor die „Repression“,
als Antwort auf das unverschämte Lefebvre-Manifest vom 21.11.1974. Auch 33 und mehr Jahre danach lernt
man dort weiterhin „nix“. Denn denen ist die Messe nix wert; die Liturgiereformer der 1970er Jahre hingegegen
sind zögerlich-lernwillig und kapieren allmählich, dass die Stoßrichtung BXVI anti-integralistisch
ist. Gott sei Dank.
#31 Major Kong 13:51:37 | Donnerstag, 18. September 2008
wie belastbar? @ landorganistIn (ich muss das mal gendern, das macht man heut so) Ottaviani hat lediglich
gefordert, daß jeder, der dies wünscht, die Möglichkeit haben soll, ausschließlich die ao. Form zu
praktizieren. Das scheint für eine intolerante PersonIn wie Sie zuviel zu sein. Allgemein stellt sich
mir gerade die Frage, ob diese Extrembeispiele von Anträgen nicht forciert worden sind, um der Sache
an sich zu schaden. Zutrauen würd ich es dem einen oder anderen Modernisten schon.
#30 Benedikt 13:32:35 | Donnerstag, 18. September 2008
Die Propagandareden des A. B. Was passiert ist, ist völlig klar: Seit letztem Jahr dürften die Kommission
Ecclesia Dei tausende Anträge, Beschwerden etc erreicht haben. Welchen Inhalt diese Schreiben bisweilen
haben dürften, kann man hier in diesem Forum nachvollziehen. Dem Kardinal ist darüber offenbar der Hut
hochgegangen. Sonst nix. Egal: FSSPX-Propagandist A. Bischof reicht die Vorlage. Nach einer Einleitung,
in der er die kanonisch illegale FSSPX zur Hüterin des Messopfers bestellt, das seit 2000 Jahren ohne
die – von der FSSPX verweigerte – Unterordnung unter den Ortsordinarius schlichtweg nicht denkbar ist,
in der er sich außerdem Sorgen um den nicht zuletzt von der FSSPX ausgehöhlten päpstlichen Primat Gedanken
macht kommt er zur Sache: Der Kardinal „beschütze“ angeblich „die Indultgläubigen“ nicht mehr und greife
sie hart an. Zur Erinnerung: Der Kardinal hatte lediglich seinem Ärger über einige Antragsteller Luft
verschafft. Der Vorwurf von A. Bischof ist nicht mal ansatzweise gerechtfertigt. Das weiß er vermutlich
selber, doch der Grund, warum er dennoch erhoben wird folgt zugleich: Der „Kampf“ um die heilige Messe
habe eben erst begonnen. Das ist die wahre Motivation von A. Bischof, denn dieser Kampf ist für die FSSPX
existenziell, weswegen sie ihn um seiner selbst Willen aufrechterhalten muss.
#29 LandorganistII 13:23:19 | Donnerstag, 18. September 2008
Ottaviani beweist in seinem letzten Posting die typische Denkweise der Hardcore-Tradis. Sie reklamieren
nicht nur Ihre Anliegen für sich, sondern wollen diese auch auf die Gesamtheit der Gläubigen angewendet
wissen, obwohl danach mehrheitlich kein Verlangen und Interesse besteht. Dabei ist der Wunsch, die alte
Messe wieder zu feiern, nur die Spitze des Eisbergs. Humanismus, Menschenrechte, Religionsfreiheit, Trennung
von Staat und Kirche, Demokratie, mündige Bürgerinnen und Bürger, aber auch Homosexuelle, Juden, etc.
etc. sind alles Reizworte, mit denen man einen Ultratradi auf die Palme bringen kann. Ich glaube, das
weiß man auch im Vatican. Und dort weiß man auch, dass das Rad der Geschichte nicht zurückgedreht werden
kann, weder mit Biretts, Manipeln oder sonstigem Tant.
Das Konzil von Trient sah sich (glaube ich) genötig zu urgieren, daß eine Messe zur Gültigkeit vom
Introitus bis zum Segen mindestens 20 Minuten dauern müsse. Das hat das Tridentinum wohl nicht ohne Grund
eingeschärft!
#26 Alois Bischof 13:17:23 | Donnerstag, 18. September 2008
Im modernen Vatikan… …also nichts Neues. Diese Aussagen des Kardinals beweisen wieder, daß Römische
und Apostolische Katholische Christen nur in der Priesterbruderschaft St. Pius X., der de facto Hüterin
des Heiligen Meßopfers und aller katholischen Glaubenswahrheiten (einschl. des von der angeblichen Kollegialität
bedrohten Dogmas des päpstlichen Primats und der Unfehlbarkeit), sicher sind. Wenn Dario Castrillón
Hoyos die Indultgläubigen nicht mehr beschützt und vor einer Nachrichtenseite der US-Konferenz só hart
angreift, ist deutlich, daß es neo-modernistische Wölfe sind die durch ‘Toleranz’ versuchen mehr Schafe
töten zu können. Diese größte Krise in Glaube und Liturgie seit jeher – in unserer hl. Römischen
und Katholischen Kirche – dauert an, und hat mit dem Motu-Proprio kein Ende gefunden. Im Gegenteil: der
wirkliche Kampf um den rechten römisch-katholischen Glauben und um die Heilige Messe fängt erst jetzt
an. Der nächste Schritt der Ökumenisten und Interreligiösen Ideologen ist ein großes Weltparlament
aller Religionen, damit man durch dieses eine Eine-Welt-Religion vorantreiben kann wenn der „Mann des
Verderbens“ (der Antichrist) im irdischen Jerusalem als „Messias“ angenommen wird vom Staat Israel.
#25 bertcd 13:06:58 | Donnerstag, 18. September 2008
bernado möchte den Neuen Ritus abschaffen… weil er nicht immer und überall ehrfurchtsvoll gefeiert
wird…na traf das denn früher immer auf den Alten Ritus zu? Ich bin zu jung, um es zu beurteilen, aber
weiss von meinen Eltern und anderen älteren Leuten, dass es wohl nicht so war…oft wurden die Gebete
heruntergeleiert, die Ministranten haben anstatt auf Lateinisch zu beten „dummes Zeug“ gequatscht und
so fort…ein Onkel erzählte mir, weil er die lateinischen Texte nicht habe lernen wollen, habe er z.
B. das Staffelgebet nie wirklich auswendig gelernt und irgendetwas heruntergeleiert…und er sei nicht
der einzige Ministrant gewesen…also in beiden Formen des einen Ritus gibt es Auswüchse
#24 ottaviani 13:04:16 | Donnerstag, 18. September 2008
Wenn Eminenz meint daß es ubnersättlich sei außschließlich die außerordentliche Form des röm. Ritus
feiern zu wollen und auch alle Sakramente nur in dieser Form zu empfangen sind alle weiteren Verhandlungen
mit dem Vatikan sinnlos
#23 Major Kong 12:35:19 | Donnerstag, 18. September 2008
@Zwobbel Implizit stimmen Sie mir zu. Der Kardinal wollte mit dieser Aussage, die im Kontext der Frankreich-Reise
gelesen werden muss, die eigenen Leute (eben nicht die „hardcore-tradis“) an die Leine nehmen, weil das
französische Episkopat wegen der Entwicklung nach SP nicht besonders erfreut sein dürfte. Ich habe gerade
ein Interview mit dem Vizepräsidenten der kath. Uni Lille, P. Bernard Podvin gelesen, wo diesem entgegengehalten
wurde, daß fast die Hälfte der praktizierenden Katholiken in Frankreich die Alte Messe bevorzugen würden.
Er antwortete, dies sei die logische Reaktion auf die Ereignisse des Mai 68. Ich war zugegebenermaßen
erstaunt, daß der Pater diese Zahlen nicht zurückwies, sondern zu erklären versuchte und gleichzeitig
hofft, daß sie sich ändern. Die kirchliche Linke in Frankreich hat Angst Allerdings ist die Wortspende
des Kardinals ein Schlag ins Gesicht für alle die sich redlich mühen, die ao Hl. Messe zu organisieren.
Da wird ein Spinner zitiert, zu den Vielen, die ernsthafte Beschwerden haben, wird nichts gesagt. Das
ist nicht richtig.
#22 Benedikt 12:21:28 | Donnerstag, 18. September 2008
@ Hank Gibts in Kolumbien nicht eine hübsche, kleine Diözese für den Herren? Nichts liegt näher, als
einen fast 80-jährigen zum Diözesanbischof zu machen.
#21 zwobbel 12:13:32 | Donnerstag, 18. September 2008
Etliche Kommentare über Card. Hoyos steigern meine Neigung zum Vomieren! Wenn dieser großartige Cardinal
wirklich Hardcore-Tradis disziplinieren wollte, so war es zwar gut gemeint, aber aussichtslos, denn dann
wird er mal schnell als nichtkatholisch deklariert. Wahrscheinlich wollte er einfach signalisieren, daß
es falsch ist, ihn mit denen in einen Topf zu werfen. Hoyos hat mehr für den alten Ritus gearbeitet und
geleistet als die anderen Ecclesia Dei Chefs vorher zusammen. Erinnern wir uns nur an seinen Auftritt
in England vor ein paar Wochen! Aber die verkappten Sedisvakantisten verfolgen ja wie die Modernisten
einen Weg des Bruches. Benedikt und Hoyos wollen versöhnen und kriegen daher von beiden Seiten Prügel.
Denn Versöhnung braucht Zeit. Abgesehen davon weisen seine jüngsten Äußerungen, so wie auch die des
Papstes für mich auf extreme Drohungen hinter den Kulissen hin. Und der Satz die Eucharistie dürfe niemals
zum Zeichen der Spaltung werden, ist ja wohl auch an die Modernisten gerichtet. Ich kenne dutzende Priester,
die durch den Mißbrauch des neuen Meßbuches und andren Ungehorsam die Kirche gespalten und die Gläubigen
scharenweise aus der Kirche getrieben haben. Wer den Glauben bewahren wollte, wurde regelrecht rausgeekelt
von diesen unchristlichen Modernisten. Mag auch die Wandlung in ihren Meßfeiern auch gültig gewesen
sein.
#19 Bernado 12:03:15 | Donnerstag, 18. September 2008
bertcd versicherte, er sei „zuhause im Neuen Ritus – der schließlich, wie an einigen Orten bewiesen,
auch sehr ehrfurchtsvoll begangen werden kann“. „An einigen Orten“; „kann“ – ist es wirklich so schlimm?
Dann sollte man den Ritus Modernus vielleicht doch abschaffen.
#17 Pünktchen 11:45:13 | Donnerstag, 18. September 2008
Der römische Ritus im usus extraordinarius wird in Rom täglich in der Kirche Ss. Trinità de Pellegrini
gefeiert. Die überaus prachtvolle Barock-Kirche roma.fssp.it/…lese/parrocchia.html aus dem 17. Jh.
bildet einen würdigen Rahmen für die Feier der Hl. Messe. Sie liegt im Zentrum der Hl. Stadt! Da die
Kirche als Personalpfarrei der FSSP übergeben wurde, ist auch die personelle Frage zufriedenstellend
gelöst. Die Messzeiten sind (Angaben übernommen von der HP): SUNDAYS AND FEAST DAYS 9.00 a.m. Low Mass
10.00 a.m. High Mass (Polyphonic and Gregorian) 18.30 p.m. Low Mass MONDAY TO SATURDAY 18.30 p.m. Low
Mass Sollte diese schöne Kirche einmal wegen des überaus regen Meßbesuches an ihre Kapazitätsgrenzen
stoßen, dann könnte man wirklich darüber nachdenken, ob jetzt nicht noch eine römische Basilika dazukommen
soll. Solange dies aber nicht der Fall ist, sollten sich die Gläubigen in Geduld üben!
Keine Häresie ! Die Formulierung, Gott werde Brot ist Missverständnissen ausgesetzt. Auch mir liegt
zur Zeit nicht der Originaltext vor. Jedoch lässt sich die Aussage auch rechtgläubig verstehen und der
Kardinal wollte hier ja nicht eine dogmatische Definition liefern, sondern wohl eher eine figurative Aussage
über die Bedeutung der Eucharistie machen. Denn Gott wird in der Eucharistie selbstverständlich „unsere
Speise“. Und „Brot“ kann natürlich in diesem Sinne pars pro toto für „Speise“ stehen. Ein Zweifel an
der Transsubstantiation ist mit dieser Aussage wohl nicht gegeben.
#14 Aleph † 11:32:08 | Donnerstag, 18. September 2008
RJH: Der typische Gesichtsausdruck Warum schaut der Ministrantauf dem Foto so traurig? Das ist der typisch
melancholische Gesichtsausdruck eines Ministranten, der im Alten Ritus ministrieren soll. Vielleicht spiegelt
der Gesichtsausdruck des Buben die Ängst wider, bloß nichts verkehrt zu machen. Vor allem die Kardinalsschleppe
stets richtig zu halten, damit der Kardinal seinen Fuß nicht an einem Stein stoße. Damit er, der Minsitrant,
am Ende der Messe in der Sakristei kein Donnerwetter durch den Kardinal erleben muss.
#12 bertcd 11:21:35 | Donnerstag, 18. September 2008
Alter Ritus – Neuer Ritus – hört auf dem dem Spalten Der Kardinal hat doch Recht, immer mehr Forderungen –
gar eine Basilika nur für den Alten Ritus. Beide Riten müssen nebenher bestehen können, wobei der Ritus
Pauls VI. heute der ordentliche ist und bleiben muss! Wo bleibt tatsächlich die Dankbarkeit? Unmöglich
manche der Altgläubigen! Auch ich besuche gern mal die Hl. Messe im Alten Ritus, bin aber zuhause im
Neuen Ritus – der schließlich, wie an einigen Orten bewiesen, auch sehr ehrfurchtsvoll begangen werden
kann.
#11 r.ruhrgebietler 11:18:21 | Donnerstag, 18. September 2008
kardinal hoyos irrt (mal wieder) Die rechtgläubigen Katholiken danken es mit einem Meßbesuch und der
Kardinal ist darüber offensichtlich verärgert und unterstellt, daß die Gläubigen undankbar seien!
Der Kardinal ist nicht katholisch! Jedem traditionsbewußten röm.-kath. Gläubigen sei daher der direkte
Kontakt mit Rom empfohlen um der Sachen dienlich zu sein! Schön ist der Gedanke, daß die römische Basilika
Santa Maria Maggiore exklusiv dem Alten Ritus gewidmet werden soll!
#8 wiener 11:14:08 | Donnerstag, 18. September 2008
so weit kommt es jetzt … … dass sogar ein kardinal hoyos nicht mehr vor dem unfehlbaren lehramt (oder
leeramt?) von +.net besteht … wobei die analyse, dass manche kreise, wenn man nicht sofort alle ihre
forderungen erfüllt, ins internet gehen und dort laut herumkrakeelen, auf einer seite wie dieser für
ein gewisses schmunzeln sorgt. aber natürlich nur angeblich …
#7 Major Kong 11:14:05 | Donnerstag, 18. September 2008
Wie Viele? Mich würde ja mal interessieren, wie viele dieser Zuschriften in der vom Kardinal gerügten
Weise verfasst wurden und wie viele ernsthaft und vernünftig um das Anliegen der Alten Messe bitten.
Ich vermute, daß hier ein paar „Rosinen“ rausgepickt wurden, um die Gläubigen des alten Ritus ein wenig
zu disziplinieren. Man will sich ja nicht ständig mit den nationalen Bischofskonferenzen anlegen müssen,
um Randgruppen zu schützen. Wobei, für andere Randgruppen haben ja sowohl der Vatikan als auch gewisse
Bischofskonferenzen besonders viel Verständnis
#6 Tridentinus 11:13:22 | Donnerstag, 18. September 2008
Tatsächlich sollte nicht jeder Tradi mit Rom korrespondieren. Das schadet der Sache nicht nur angeblich,
sondern tatsächlich. Aber Eminenz sollte solche Korrespondenzen auch richtig einordnen.
#1 Katholisch AB 10:56:12 | Donnerstag, 18. September 2008
Was redet der Herr Kardinal da? „Was ist wichtiger: Daß Gott Brot wird oder die Sprache, in der das Mysterium
zelebriert wird?“ Und ich dachte immer, dass durch die Wandlung das Brot zum Leib Christi wird… Aber
da habe ich dann wohl etwas falsch verstanden, eure Eminenz! Vielleicht sollte der Kardinal aber auch
mal ein Buch über Sakramententheologie lesen, statt irgendwelchen Unsinn zu erzählen und sich und seinen
Anliegen selbst ins Bein zu schießen.