15:01:42 | Donnerstag, 18. September 2008
In der jüdischen Gemeinde von Hamburg hängt die Mesusa schiefer als vorgesehen: Der Rabbiner, der dort seit fünfzehn Jahren gewirkt hat, soll gar keiner gewesen sein.
(kreuz.net) Anfang September ist der Rabbiner der Hamburger jüdischen Gemeinde, Dov-Levy Barsilay (60),
rausgeflogen.
Darüber berichtete die Tel Aviver Tageszeitung ‘Haaretz’ am 16. September.
Der Rabbiner
wurde entlassen, nachdem Mitglieder des Vorstandes der Gemeinde herausgefunden hatten, daß das Ordinations-Zertifikat
des Rabbiners offenbar nicht gültig war.
Barsilay befindet sich gegenwärtig in Israel. Er klagte den
Vorstand an, ihn um seine Pension bringen zu wollen, die er sich vor seiner Entlassung noch aushandeln
wollte:
„In zwei Wochen könnte ich die vorgezogene Pensionierung antreten“ – erklärte er vor ‘Haaretz’:
„Sie mußten etwas gegen mich finden, um mich entlassen zu können.“
Der Rabbiner erklärt auch, daß
der neue Vorstand von ihm vertrauliches Material über ein Mitglied des Gemeinde-Vorstandes verlangt habe:
„Das konnte ich nicht tun.“
Jetzt will der entlassene Rabbiner gerichtlich gegen die Gemeinde vorgehen.
Er erklärte auch, neben der Rabbiner-Ordination aus Netanya noch eine weitere Ordination zu besitzen.
Der Präsident des Hamburger Vorstandes, Ruben Herzberg, erklärte, daß man angesichts der Tatsachen
habe handeln müssen, um die Gemeinschaft vor Schaden zu bewahren: „Das Diplom Barsilays war eindeutig
betrügerisch.“
Barsilay war im Jahr 1993 als Rabbiner in Hamburg angestellt worden. Dabei legte er Ordinations-Dokumente
vor, die im Jahr 1986 vom Rabbiner der israelischen Küstenstadt Netanya ausgestellt worden war.
Nach
Angaben von ‘Haaretz’ bestätigte ein Mitarbeiter des Rabbiners, daß dieser auf Anfrage aus Hamburg mitgeteilt
habe, daß die Unterzeichner des Dokumentes dazu nicht die nötigen Vollmachten besessen hätten.
„Das
sieht wie eine Verschwörung gegen Barsilay aus“ – erklärte der Unternehmer und CDU-Parteimitglied Andreas
Wankum, der bis letzten Sommer den Vorstand der Gemeinde leitete und dann unter Vorwürfen der Mißwirtschaft
zurücktrat.
Wankum hat seine eigene Erklärung: „Die neue Führung der Gemeinde ist extrem links und
möchte die Gemeinde neu ausrichten. Die Entlassung Barsilays ist Teil dieses Planes.“
Mitglieder seien
über die Entlassung des Rabbiners schockiert.
Das israelische Oberrabbinat erklärte vor ‘Haaretz’,
mit der Affaire nicht vertraut zu sein.
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#9
Protestant 21:22:41 | Freitag, 19. September 2008
#8
Franz Kappes 11:02:30 | Freitag, 19. September 2008
#7
Jesuit † 00:19:14 | Freitag, 19. September 2008
#6
Gehe den rechten Weg 00:18:32 | Freitag, 19. September 2008
#5
Jesuit † 23:41:24 | Donnerstag, 18. September 2008
#4
Lutheraner 23:37:25 | Donnerstag, 18. September 2008
#3
Jesuit † 17:10:46 | Donnerstag, 18. September 2008
#2
pangelingua 15:41:01 | Donnerstag, 18. September 2008
#1
Peter-Pan 15:08:58 | Donnerstag, 18. September 2008