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Freitag, 4. März 2005 21:33
Bischof Klaus Küng von St. Pölten hat die Ruhe des Wochenendes dazu benützt, um einen brisanten Entscheid zu fällen. Er ernannte den neuen Regens seines Priesterseminars. Es handelt sich um den gegenwärtigen Spiritual des österreichweiten Vorbereitungsjahres für Priesterstudenten, Anton Leichtfried (37). Der neue Regens hat sich als scharfer Krenn-Gegner mit progressistischen theologischen Positionen profiliert. Ein Kommentar.
Zurück zum Artikel 14 Lesermeinungen:
Donnerstag, 10. März 2005 08:59
Peccator: Kadavergehorsam des Opus Dei
Die Ernennung des neuen Regens des Priesterseminars von St. Pölten macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wohin der Kadavergehorsam führt, den das Opus Dei stets auf seine Fahnen geschrieben hat. Anstatt mutig für die Wahrheit einzutreten paßt man sich dem innerlirchlichen Mainstream an und wirkt so mit an der Zerstörung der kirchlichen Tradition. Vor dem Opus Dei muß wirklich niemand Angst haben; in absehbarer Zeit wird daraus ein liberaler Kirchenverein. Von Bischof Küng, der mir persönlich bekannt ist, war nichts anderes zu erwarten.
Montag, 7. März 2005 15:30
ottaviani: der gute kardinal ottaviani
war mir inspiration mir ist dein name noch nicht wirklich aufgefallen auch weiß ich nicht wer von uns beiden zuerst hier war aber egal
selbstverständlich stehe ich voll und ganz zu dem was ich über die beiden herren geschrieben habe
Sonntag, 6. März 2005 20:28
Ottawiani: Falsche Identität
Ich weise darauf hin, dass die despektierlichen Äußerungen über Hwst. Bischof Dr. Klaus Küng in dem Beitrag vom05. März 2005, 10:42 ottaviani: „das opus dei als vollstrecker“ nicht von mir stammen.
Ottawiani ist nicht = Ottaviani.
Wer hat es nötig, sich einen Lesernamen zuzulegen, der nur eine Differance von v-w zu dem meinigen aufweist? Selbst möchte ich die getroffenen Personalentscheidungen gar nicht kommentieren.
Felix Ottawiani
Sonntag, 6. März 2005 09:12
Bruno-Maria Schulz: Wahrheit oder Getratsche?
Weder Gesundreden noch Krankreden zählt? Alleine Wirklichkeit zählt?
Nein. Stimmt nicht!
Es werden zu oft Gesunde krank geredet und Kranke erhalten viel Gesundungshilfe durch das Wort.

Tödlich giftig ist das unwahre Wort für Gesunde an Leib und Seele. Verbucht aber, wird sein Leiden bei Gott auf dem Konto des so Redenden und selbst des so Denkenden.
Mk 4,24 Lk 6,38 Mt 7,2: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden – mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden.

Ist es nicht genug der Anklagen?

Hier mitlesende Nichtchristen, Atheisten, Juden, aber auch Spötter reiben sich längst die Hände und sagen seht her – so sind sie – die Christen.

Sind wir so?

Ist Getratsche wichtiger als Brüderlichkeit?
Lebt unser Bruder längst Buße und Reue; hat Gott ihm längst verziehen, so zerren wir seine Schuld durch die Menge – aber sie hängt längst an uns diese Schuld. Sie wurde zu unserer, die wir nicht mehr loslassen können. Sie klebt an uns, weil wir sie aufblähten, breit traten uns mit ihr besudelten und statt unserer Schuld, diese Gott und der Welt präsentieren.

Bruno-Maria Schulz
Samstag, 5. März 2005 23:17
turk: Künstliche Sorgen
Weder das Gesundreden noch das Krankreden bringt etwas. Was zählt, ist die Wirklichkeit. Die echte Frage, die sich stellt, ist folgende: welche anderen Möglichkeiten hätte denn Bischof Küng gehabt? Nach der Apostolischen Visitation in St. Pölten geht es vor allem um die Frage, wie man am besten verhindern kann, daß sich hinter dem Zölibat perverse Sexualtendenzen zu verstecken suchen und damit den Zölibat und das lateinische Weihepriestertum diskreditieren. Daß daher auch eine personelle Zäsur notwendig ist, versteht sich von selbst. Und ob das immer noch vorhandene und in Wirklichkeit verdummte Lagerdenken die Beurteilung von Personalia erleichtert oder nicht vielmehr verdunkelt, das erkennt der unvoreingenommene Leser auch von selbst …
Samstag, 5. März 2005 20:10
Bruno-Maria Schulz: Einsichten sind gefordert
– – –
Das Streben nach Heiligkeit ist weniger Verpflichtung, als vielmehr einzige Rettung und einziges Ziel.

Nicht nur Personen kirchlichen Amtes sollten in dieser Aufgabe mit der Gnade Gottes wachsen. Jeder Christ wächst im Glauben Gott entgegen dann, wenn er dies will und anstrebt.

Dass Gott mit Seinen menschlichen Werkzeugen Gutes wirkt, und zwar mit so Manchen denen wir das nie zugetraut hätten, ist unserer Kurzsichtigkeit sicher.

Völlig unsinnig wäre festzustellen:
„wo es den Interessen der Schreibenden entspricht, würden Gehorsam und Linientreue gefordert; also Auswahlchristentum“.
Unsinn, weil weder die Kirche noch der ihr dienende Klerus, ein „Auswahlchristentum“ kennt noch fördert.

Noch unsinniger die Unterstellung; OPUS DEI sei Vollstrecker.
Unsinn, in völliger Verkennung der Ziele dieser Prälatur für Dienstleistung der Weltkirche für Laien, die ihre christliche Berufung ernst nehmen.

Machen wir Sinnen und Trachten und Glauben doch nicht an Personen fest. Letzten Endes gibt es nur zwei Personen; das ist Gott und jeder einzelne Mensch. Jeder für sich – mit Gott. Ganz alleine!

Wer was wann, zu wem oder was gesagt hat, ist dann ohne jede Bedeutung. Es wird einzig zählen; das Verhältnis
GOTT UND ICH.

Zu sagen MAN KANN NUR NOCH BETEN hieße; Gott alleine alles zu überlassen und passiv auf Andere deuten – denn man selbst ist ja gut und gottesfürchtig und lebt nach dem Wort Gottes im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe.

Ist es so?
Ist es so, wenn wir auf Andere deuten?
Ist nicht eher das Gegenteil der Fall und die Finger der anklagenden Schöpfung und Ordnung Gottes deuten auf uns?

Bruno-Maria Schulz
Samstag, 5. März 2005 14:03
Paul Mayer: Wie schon gesagt,
schauen wir uns einmal an, wie es sein wird.
Worte und Verkündigung entsprechen scheinbar heutzutage nicht immer der Wirklichkeit (haben wir bei den Altregenten Küchl und Rothe ja bemerkt). Vielleicht sind die jetzigen zwei in Wirklichkeit nicht so progressiv wie sie scheinen oder reden.
Samstag, 5. März 2005 13:05
Tascha: hoffen und bete
Ja, die Erosion geht weiter. Man kann bloß noch beten.
Was Bischof Krenn mühsam aufgebaut hat liegt innerhalb weniger Monate darnieder. Und das durch einen ach so konservativen Opus-Dei Mann…
Man kann bloß hoffen, daß manchem Gläubigen die Augen aufgehen.
Samstag, 5. März 2005 10:42
ottaviani: das opus dei als vollstrecker
nun man siehts und ist verstimmt das seminar von st. pölten wird also gleichgeschaltet ich hoffe daß viele der seminaristen die ja bewußt wegen des tradizionellen kurses dieses seminar gewählt haben dem neuen herrn bischof und regens nicht mal die hand schütteln und gehn, st. pölten muß man also auch abschreiben und rom fördert das auch noch da gibts nur eins die kräfte bümdeln dort wo die möglichkeiten der beschwichtigungshofräte schönborn und küng zu ende sind
Samstag, 5. März 2005 09:41
Yersinia: es ist faszinierend, wie scharf
gerade konservative Medien die Entscheidungen von Bischöfen und kirchlichen Würdenträgern kommentieren – wenn diese Medienvertreter nicht mit den Entscheidungen der von ihnen Kritisierten übereinstimmen; das geht bis hin zur Unterstellung von Verschwörungen und dem „Wirken des Satans“. Aber dort, wo es den Interessen der Schreibenden entspricht, werden selbstverständnlich Gehorsam und Linientreue gefordert – immer wieder ein schönes Beispiel für Auswahlchristentum. Wird von der einen Seite eine bischöfliche Entscheidung zur Disposition gestellt, kann das mit Fug und Recht natürlich auch die andere Seite tun – wenn man dann noch in Betracht zieht, mit welcher Schärfe die Auseinandersetzung geführt wird – siehe die „Liturgiesache“ in Linz – kann man wohl nur mehr von beinharter Machtpolitik sprechen; von „christlicher Geschwisterlichkeit“ ist bei der Gehässigkeit, mit der zumindest manche Postende unterwegs sind, sicher nichts mehr zu merken – abgesehen davon: heute entscheiden sich mündige Menschen zum christlichen Leben – da braucht es kein autoritäres Dreinsagen; einer der häufigsten Gründe, die Menschen als subjektive Austrittsgründe anführen, ist übrigens autoritäres und entmündigendes Gehabe von Kirchenvertretern.
Samstag, 5. März 2005 08:41
Catholicus: Geistliche Dimension beachten
Der Kommentar reduziert die Kirche auf Kirchenpolitik. Es ist keine Rede vom Streben nach Heiligkeit, zu dem alle verpflichtet sind, ob sie nun „links“ oder „rechts“ stehen. Wenn Personen mit einem kirchlichen Amt und einer Aufgabe betraut werden, so ist es möglich, dass diese durch ihr Amt und mit der Gnade Gottes darin wachsen, sodaß sie dann Gutes und Heilsames wirken für die Kirche. Ich nehme mir fest vor, für die Ernannten und den Bischof zu beten! Das Gebet für die mit dem Amt Betrauten jetzt zu unterlassen wäre jedenfalls der Sieg des Bösen; umgekehrt kann Gott auch mit Werkzeugen Gutes wirken, denen wir das nie zugetraut hätten …
Samstag, 5. März 2005 07:43
mrnka: Katze aus dem Sack
Die Erosion geht weiter.
Freitag, 4. März 2005 23:38
Catholicus: Anonymität von kreuz.net
Genau bei diesem Kommentar vermisse ich, dass sich jemand mit Namen dafür deklariert.
Ich denke, es ist das Beste, für den Bischof und auch für die neue Leitung des Seminars zu beten!
Freitag, 4. März 2005 21:53
Paul Mayer: Wir werden sehen
was die neue Leitung wirklich machen wird. Wenn sich die Leitung menschlich ist und sich nach der Lehre der Kirche richten wird, dann wird es wohl ein gutes Seminar werden.

Ob das der Fall sein wird, wird die Wirklichkeit zeigen.
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