Bischof Klaus Küng von St. Pölten hat die Ruhe des Wochenendes dazu benützt, um einen brisanten Entscheid zu fällen. Er ernannte den neuen Regens seines Priesterseminars. Es handelt sich um den gegenwärtigen Spiritual des österreichweiten Vorbereitungsjahres für Priesterstudenten, Anton Leichtfried (37). Der neue Regens hat sich als scharfer Krenn-Gegner mit progressistischen theologischen Positionen profiliert. Ein Kommentar.
(kreuz.net, St. Pölten) Neo-Regens Leichtfried gilt als ein enger Vertrauter des ehemaligen Leiters des
St. Pöltener Priesterseminars, Franz Schrittwieser. Der ebenfalls theologisch sehr liberale Schrittwieser
wurde im Herbst 2001 von Bischof Kurt Krenn nach 13 Jahren als Regens abgesetzt. Im Priesterseminar gab
es damals kaum mehr Seminaristen.
Im Herbst 2003 wurde Ex-Regens Schrittwieser mit der Leitung des interdiözesanen
Vorbereitungsjahr für österreichische Priesteranwärter in Horn (Niederösterreich) betraut. Leichtfried
war der Spiritual des Hauses. Unter diesem Tandem sollen angehende konservative Priesterkandidaten immer
wieder in Schwierigkeiten gekommen sein. Der spätere St. Pöltner Seminarist R.R., der zum Homo-Sumpf
des St. Pöltener Priesterseminars gehörte und später als vielleicht wichtigster Medieninformant im
St. Pöltner Sexskandal auftrat, war in Horn ebenfalls ein Zögling von Schrittwieser und Leichtfried.
Spiritual Anton Leichtfried wurde 1967 geboren und stammt wie Schrittwieser aus Purgstall in der Nähe
von Amstetten. Amstetten befindet sich zwischen Linz und St. Pölten. Leichtfried ist ein Schüler des
inzwischen emeritierten Freiburger Dogmatikers Gisbert Greshake, der für seine kirchenkritischen Positionen
bekannt wurde.
Nach seiner Promotion soll Leichtfried eine Tätigkeit an der Philosophisch-Theologischen
Hochschule seiner Heimatdiözese St. Pölten angestrebt haben. Dies lehnte Bischof Krenn wegen der liberalen
Ansichten Leichtfrieds stets ab. Auch deshalb stand Leichtfried im Ruf, zu den schärfsten Widersachern
von Bischof Krenn zu gehören.
Mit der Ernennung von Anton Leichtfried hat Bischof Klaus Küng seine
eigenen Karten auf den Tisch gelegt.
Der Bischof ist offensichtlich entschlossen, sein Bistum nach den
Vorgaben des auch in St. Pölten übermächtigen links-progressiven Blocks umzuformen. Da dieser auf die
uneingeschränkte Unterstützung der Medien zählen kann, ist der Entscheid von Bischof Küng auch eine
Frage seines öffentlichen Ansehens und seines politischen Überlebens in St. Pölten.
Bischof Küng
hat sich – Opus-Dei-Mitgliedschaft hin oder her – entschlossen, sich auf die Seite der Sieger im St. Pöltener
Kirchenkampf zu werfen. Er folgt damit dem in der Kirche – und auch im Opus Dei – bekannten Satz, wonach
es besser ist, eine Revolution zu leiten als sie zu erleiden. Davon könnte Altbischof Krenn im nachhinein
ein Liedlein singen. Bischof Küng braucht keinen Gesangsunterricht. Er kennt die Melodie, nach der er
in St. Pölten zu tanzen hat, schon aus Feldkirch.
Die Aufgabe des neuen Bischofs von St. Pölten ist,
die galoppierende Anpassung der Diözese an die neuen linken Machtverhältnisse mit konservativ-gemäßigten
bischöflichen Verlautbarungen zu überdecken. Das wird genügen, um die legalistischen Konservativen
bei der Stange zu halten und in ihren blauen Augen den Schein der Normalität zu wahren. In der konkreten
Leitung seiner Diözese wird Bischof Küng dagegen genau das tun (müssen?), was die Linken von ihm fordern.
Das zeigt die Ernennung des neuen Regens auf überdeutliche Weise.
Vielleicht wird Bischof Küng das
noch unbesetzte Amt des Spirituals dem oberflächlichen Ausgleich zuliebe mit einem dekorativen Konservativen
besetzen. Ob das nötig ist, wird auch davon abhängen, wie stark die Proteste gegen die Ernennung von
Regens Leichtfried sein werden. Aber da die Katholiken in der Öffentlichkeit kaum eine Stimme haben,
braucht Bischof Küng nicht um seinen Nachtschlaf zu fürchten.
Ob sich dagegen das St. Pöltner Priesterseminar
vom Sex-Skandal des letzten Jahres erholen wird, ist fraglich.
Liberale Regenten stehen nicht im Ruf
Seminaristen anzulocken.
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15 Lesermeinungen
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tja, Ottawiani mit w… gute Frage! Wer hat es nötig, sich einen Lesernamen zuzulegen, der nur eine Differance
von v-w zu dem meinigen aufweist? Sie selbst! Man braucht nur auf die Lesernamen zu klicken. Ottaviani
mit v hat die Lesernummer 4, Sie hingegen haben die 14, womit ottaviani eindeutig das Original ist. Ich
hoffe, eine uralte Frage endlich beantwortet zu haben…
Kadavergehorsam des Opus Dei Die Ernennung des neuen Regens des Priesterseminars von St. Pölten macht
auf eindrucksvolle Weise deutlich, wohin der Kadavergehorsam führt, den das Opus Dei stets auf seine
Fahnen geschrieben hat. Anstatt mutig für die Wahrheit einzutreten paßt man sich dem innerlirchlichen
Mainstream an und wirkt so mit an der Zerstörung der kirchlichen Tradition. Vor dem Opus Dei muß wirklich
niemand Angst haben; in absehbarer Zeit wird daraus ein liberaler Kirchenverein. Von Bischof Küng, der
mir persönlich bekannt ist, war nichts anderes zu erwarten.
der gute kardinal ottaviani war mir inspiration mir ist dein name noch nicht wirklich aufgefallen auch
weiß ich nicht wer von uns beiden zuerst hier war aber egal selbstverständlich stehe ich voll und ganz
zu dem was ich über die beiden herren geschrieben habe
Falsche Identität Ich weise darauf hin, dass die despektierlichen Äußerungen über Hwst. Bischof Dr.
Klaus Küng in dem Beitrag vom05. März 2005, 10:42 ottaviani: „das opus dei als vollstrecker“ nicht von
mir stammen. Ottawiani ist nicht = Ottaviani. Wer hat es nötig, sich einen Lesernamen zuzulegen, der
nur eine Differance von v-w zu dem meinigen aufweist? Selbst möchte ich die getroffenen Personalentscheidungen
gar nicht kommentieren. Felix Ottawiani
Wahrheit oder Getratsche? Weder Gesundreden noch Krankreden zählt? Alleine Wirklichkeit zählt? Nein.
Stimmt nicht! Es werden zu oft Gesunde krank geredet und Kranke erhalten viel Gesundungshilfe durch das
Wort. Tödlich giftig ist das unwahre Wort für Gesunde an Leib und Seele. Verbucht aber, wird sein Leiden
bei Gott auf dem Konto des so Redenden und selbst des so Denkenden. Mk 4,24 Lk 6,38 Mt 7,2: Achtet auf
das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden – mit
welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Ist es nicht genug der Anklagen? Hier mitlesende
Nichtchristen, Atheisten, Juden, aber auch Spötter reiben sich längst die Hände und sagen seht her –
so sind sie – die Christen. Sind wir so? Ist Getratsche wichtiger als Brüderlichkeit? Lebt unser Bruder
längst Buße und Reue; hat Gott ihm längst verziehen, so zerren wir seine Schuld durch die Menge – aber
sie hängt längst an uns diese Schuld. Sie wurde zu unserer, die wir nicht mehr loslassen können. Sie
klebt an uns, weil wir sie aufblähten, breit traten uns mit ihr besudelten und statt unserer Schuld,
diese Gott und der Welt präsentieren. Bruno-Maria Schulz
Künstliche Sorgen Weder das Gesundreden noch das Krankreden bringt etwas. Was zählt, ist die Wirklichkeit.
Die echte Frage, die sich stellt, ist folgende: welche anderen Möglichkeiten hätte denn Bischof Küng
gehabt? Nach der Apostolischen Visitation in St. Pölten geht es vor allem um die Frage, wie man am besten
verhindern kann, daß sich hinter dem Zölibat perverse Sexualtendenzen zu verstecken suchen und damit
den Zölibat und das lateinische Weihepriestertum diskreditieren. Daß daher auch eine personelle Zäsur
notwendig ist, versteht sich von selbst. Und ob das immer noch vorhandene und in Wirklichkeit verdummte
Lagerdenken die Beurteilung von Personalia erleichtert oder nicht vielmehr verdunkelt, das erkennt der
unvoreingenommene Leser auch von selbst …
Einsichten sind gefordert – – – Das Streben nach Heiligkeit ist weniger Verpflichtung, als vielmehr einzige
Rettung und einziges Ziel. Nicht nur Personen kirchlichen Amtes sollten in dieser Aufgabe mit der Gnade
Gottes wachsen. Jeder Christ wächst im Glauben Gott entgegen dann, wenn er dies will und anstrebt. Dass
Gott mit Seinen menschlichen Werkzeugen Gutes wirkt, und zwar mit so Manchen denen wir das nie zugetraut
hätten, ist unserer Kurzsichtigkeit sicher. Völlig unsinnig wäre festzustellen: „wo es den Interessen
der Schreibenden entspricht, würden Gehorsam und Linientreue gefordert; also Auswahlchristentum“. Unsinn,
weil weder die Kirche noch der ihr dienende Klerus, ein „Auswahlchristentum“ kennt noch fördert. Noch
unsinniger die Unterstellung; OPUS DEI sei Vollstrecker. Unsinn, in völliger Verkennung der Ziele dieser
Prälatur für Dienstleistung der Weltkirche für Laien, die ihre christliche Berufung ernst nehmen. Machen
wir Sinnen und Trachten und Glauben doch nicht an Personen fest. Letzten Endes gibt es nur zwei Personen;
das ist Gott und jeder einzelne Mensch. Jeder für sich – mit Gott. Ganz alleine! Wer was wann, zu wem
oder was gesagt hat, ist dann ohne jede Bedeutung. Es wird einzig zählen; das Verhältnis GOTT UND ICH.
Zu sagen MAN KANN NUR NOCH BETEN hieße; Gott alleine alles zu überlassen und passiv auf Andere deuten –
denn man selbst ist ja gut und gottesfürchtig und lebt nach dem Wort Gottes im Gebot der Gottes- und
Nächstenliebe. Ist es so? Ist es so, wenn wir auf Andere deuten? Ist nicht eher das Gegenteil der Fall
und die Finger der anklagenden Schöpfung und Ordnung Gottes deuten auf uns? Bruno-Maria Schulz
Wie schon gesagt, schauen wir uns einmal an, wie es sein wird. Worte und Verkündigung entsprechen scheinbar
heutzutage nicht immer der Wirklichkeit (haben wir bei den Altregenten Küchl und Rothe ja bemerkt). Vielleicht
sind die jetzigen zwei in Wirklichkeit nicht so progressiv wie sie scheinen oder reden.
hoffen und bete Ja, die Erosion geht weiter. Man kann bloß noch beten. Was Bischof Krenn mühsam aufgebaut
hat liegt innerhalb weniger Monate darnieder. Und das durch einen ach so konservativen Opus-Dei Mann…
Man kann bloß hoffen, daß manchem Gläubigen die Augen aufgehen.
das opus dei als vollstrecker nun man siehts und ist verstimmt das seminar von st. pölten wird also gleichgeschaltet
ich hoffe daß viele der seminaristen die ja bewußt wegen des tradizionellen kurses dieses seminar gewählt
haben dem neuen herrn bischof und regens nicht mal die hand schütteln und gehn, st. pölten muß man
also auch abschreiben und rom fördert das auch noch da gibts nur eins die kräfte bümdeln dort wo die
möglichkeiten der beschwichtigungshofräte schönborn und küng zu ende sind
es ist faszinierend, wie scharf gerade konservative Medien die Entscheidungen von Bischöfen und kirchlichen
Würdenträgern kommentieren – wenn diese Medienvertreter nicht mit den Entscheidungen der von ihnen Kritisierten
übereinstimmen; das geht bis hin zur Unterstellung von Verschwörungen und dem „Wirken des Satans“. Aber
dort, wo es den Interessen der Schreibenden entspricht, werden selbstverständnlich Gehorsam und Linientreue
gefordert – immer wieder ein schönes Beispiel für Auswahlchristentum. Wird von der einen Seite eine
bischöfliche Entscheidung zur Disposition gestellt, kann das mit Fug und Recht natürlich auch die andere
Seite tun – wenn man dann noch in Betracht zieht, mit welcher Schärfe die Auseinandersetzung geführt
wird – siehe die „Liturgiesache“ in Linz – kann man wohl nur mehr von beinharter Machtpolitik sprechen;
von „christlicher Geschwisterlichkeit“ ist bei der Gehässigkeit, mit der zumindest manche Postende unterwegs
sind, sicher nichts mehr zu merken – abgesehen davon: heute entscheiden sich mündige Menschen zum christlichen
Leben – da braucht es kein autoritäres Dreinsagen; einer der häufigsten Gründe, die Menschen als subjektive
Austrittsgründe anführen, ist übrigens autoritäres und entmündigendes Gehabe von Kirchenvertretern.
Geistliche Dimension beachten Der Kommentar reduziert die Kirche auf Kirchenpolitik. Es ist keine Rede
vom Streben nach Heiligkeit, zu dem alle verpflichtet sind, ob sie nun „links“ oder „rechts“ stehen. Wenn
Personen mit einem kirchlichen Amt und einer Aufgabe betraut werden, so ist es möglich, dass diese durch
ihr Amt und mit der Gnade Gottes darin wachsen, sodaß sie dann Gutes und Heilsames wirken für die Kirche.
Ich nehme mir fest vor, für die Ernannten und den Bischof zu beten! Das Gebet für die mit dem Amt Betrauten
jetzt zu unterlassen wäre jedenfalls der Sieg des Bösen; umgekehrt kann Gott auch mit Werkzeugen Gutes
wirken, denen wir das nie zugetraut hätten …
Anonymität von kreuz.net Genau bei diesem Kommentar vermisse ich, dass sich jemand mit Namen dafür deklariert.
Ich denke, es ist das Beste, für den Bischof und auch für die neue Leitung des Seminars zu beten!
Wir werden sehen was die neue Leitung wirklich machen wird. Wenn sich die Leitung menschlich ist und sich
nach der Lehre der Kirche richten wird, dann wird es wohl ein gutes Seminar werden. Ob das der Fall sein
wird, wird die Wirklichkeit zeigen.