Ein Jahr nach der Eröffnung einer Jugendkirche in Passau hat die Diözese das liturgische Experiment beendet.
Die Stadt Vilshofen berichtet auf ihrer Webseite über die mittlerweile geschlossene Jugendkirche Sandbach.
(kreuz.net, Passau) Am 16. September hat die Diözese Passau die sogenannte Jugendkirche in Sandbach geschlossen.
Das berichtete die Regionalzeitung ‘Passauer Neue Presse’. Sandbach befindet sich fünfzehn Kilometer
westlich von Passau.
Auf den Tag genau ein Jahr vor der Schließung, hat der Passauer Generalvikar Hw.
Klaus Metzl die Jugendkirche am 16. September 2007 eröffnet.
In den zwölf Monaten organisierte ein
Arbeitskreis in der Kirche regelmäßig sogenannte Jugendandachten, Konzerte und Workshops.
Die ‘Passauer
Neue Presse’ hat den Grund aufgeschnappt, der zur Schließung der Jugendkirche geführt haben soll. 120
Firmlinge sollen wegen Regen im Kirchenraum Pizza gegessen haben.
Der Initiator und Verantwortliche der
Jugendkirche, der Laie und Dekanats-Jugendkatechet Lothar Wimberger (39), soll sogar strafversetzt worden
sein. Dieses zweite Gerücht dementiert der Stadtpfarrer von Vilshofen, Hw. Lothar Zerer: „Das stimmt
definitiv nicht.“
Wimberger habe sich wegbeworben. Er ist verheiratet und Vater einer zweijährigen Tochter.
Bisher arbeitete er als pastoraler Mitarbeiter im Pfarrverband Vilshofen. Vilshofen liegt neben Sandbach.
Seit 1. September wirkt Wimberger in der Gemeinde Arnstorf, wo er aufgewachsen ist und wo seine Eltern
leben.
Auch Domkapitular Michael Bär dementierte das Gerücht einer angeblichen Strafversetzung.
Das
Bistum habe sich bereits im Frühsommer entschieden, das Projekt Jugendkirche vorerst ruhen zu lassen.
Wimbergers Weggang habe eine personelle Lücke gerissen – so Domkapitular Bär: „Jugendkirche ist wie
ein Markenname. Dahinter steht ein großer Anspruch und es hat sich die Frage gestellt, ob wir den dann
noch gewährleisten können.“
Die Jugendlichen müßten „intensiv von hauptamtlichen Mitarbeitern“ betreut
werden.
Wimbergers Nachfolgerin, Patrizia Hamm, befinde sich erst in der Berufseinführungsphase. Sie
könne das nicht leisten.
Ferner erklärt Domkapitular Bär, daß es über die Jugendkirche immer wieder
Diskussionen gegeben habe. Der Domkapitular deutet „einige Vorfälle liturgischer Art“ an, ohne konkret
zu werden.
Es habe immer wieder kritische Nachfragen zu dem Geschehen in dem Gotteshaus gegeben.
Künftig
soll die Jugendarbeit – wie eh und je – vor Ort in den Pfarreien geschehen.
Angeblich aus liturgischen
Büchern
Eine Mitarbeiterin der Jugendkirche, die Theologiestudentin Evi Hinterheller (25) ist „total
platt“. Für sie ist die Schließung eine „tiefsitzende, riesige Enttäuschung.“
Das Projekt sei für
sie eine Herzensangelegenheit und eine Glaubensangelegenheit gewesen – angeblich etwas anderes als die
Arbeit in einem Turnverein.
Fräulein Hinterheller kann die Zweifel an der liturgischen Korrektheit nicht
nachvollziehen.
Alles habe unter enger Begleitung Wimbergers stattgefunden: „Wir haben uns nicht hingesetzt
und uns alles aus den Fingern gesogen. Das hatte Hand und Fuß.“
Wimberger habe das Projekt als treibende
Kraft möglich gemacht: „Aber er ist gegangen in der Zuversicht, daß es auch ohne ihn weitergeht.“
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#54 Franziskus777 15:29:09 | Mittwoch, 24. September 2008
@Jesuit Aber Bayerisch muss man auch schreiben können, wenn man es schon nicht sprechen kann. Das Bistum
Passau hat sich früher immer als so fortschrittlich gelobt und hat immer schon Freiburg überholt. Nun
werden sie wieder katholisch. Brav!
#53 Jesuit † 18:51:43 | Dienstag, 23. September 2008
… Es war in einer Münchner Bäckerei, direkt am Viktualienmarkt. „Guten Tag, ich hätte gerne vier
Schrippen.“ „Vier woas?“ „SCHRI-PP-EN“ „Woas? Des gibt’s hier net.“ „Doch, ich seh’ sie doch. Da, die
runden Dinger, sie sind essbar. Auch Brötchen genannt.“ „Gute Frau. Des heißt hier Semmeln. Si san in
Boiern, Kruxifix no a moal.“ „Okay, dann halt Semmeln.“ „Pass auf, sonst kriegst glei a Watschn. Schleich
di, bläder Saubraiss.“
@Dr. Schlämmer Interkommunion und gemeinsame Sonntagsgottesdienste mit den Evangelischen waren an der
Tagesordnung. Es wurde bei der Einweihung sogar davon gesprochen, dass man den Evangelischen nicht vor
den Kopf stossen dürfe, nur weil 20km entfernt eine lutherische Enklave ist bzw. war, da sich das schon
lange durchmischt hat.
#49 Franz Kappes 03:41:31 | Montag, 22. September 2008
@Dr. Schlämmer So lese ich den Artikel nicht. Der Autor shreibt von der Beendigung des liturgischen Experimentes
„Jugendkirche“. Ich kann daran nichts Verwerfliches finden. Für den Rest ist die Diözese verantwortlich.
#48 Dr. Schlämmer 02:24:06 | Montag, 22. September 2008
@ Biene Maja Dumm bloß, dass diese anderen Gründe kreuz.net nicht mitgeteilt wurden. So muss Pizzaessen
in einem geweihten Gotteshaus als Liturgiemissbrauch herhalten. Pöse, pöse Zeichen des Untergangs.
#47 Biene Maja 23:34:45 | Sonntag, 21. September 2008
Earendil Die Pizza zu Hause essen mitnehmen kalte Pizza schmeckt auch ganz gut. Da müssen noch andere
Dinge vorgefallen sein warum dieses Experiment beendet wurde.
@franz Wie meinen Sie das? in Bezug auf liturgische Spielereien oder in Bezug auf konservative Ansichten
oder unpastorale Handlungsweisen? Bitte erläutern Sie mir dies, wenn es Ihnen die Zeit erlaubt.
#41 Franziskus777 21:02:14 | Sonntag, 21. September 2008
Weitsichtigkeit Ich denke, die Kirche wird so entscheiden über die Alumnen wie sie die Zukunft der Kirche
sieht und wenn es uns zu bunt wird, dann gehen wir eben woanders hin. Basta!
@franz Das sollen Sie ja auch nicht, aber Sie geben ja vor, die Alumnen gut zu kennen. Ich würde dies
nicht sagen, wenn ich nur ein Gespäch mit Ihnen geführt hätte, zum Beispiel.
#39 Marcelus 20:56:45 | Sonntag, 21. September 2008
Ein Kirchenamtsträger darf auf keinen Fall für ein Staatsamt kandidieren, er darf sich höchstens für
Parteien mit christlichen Positionen aussprechen, und zumindest stehen die Grünen für die Abschaffung
der Atomkraftwerke, die nachweislich in den Umgebungen höhere Krebsfälle verursachen, wie eine Deutschlandkarte,
die Krebsfallhäufungen geografisch verzeichnet, einwandfrei beweist, während Wissenschaftler im Dienste
dieser Lobbies und des Staates erklären wollen, das könne auch andere Ursachen haben. Soviel zur deutschen
Wissenschaftsgläubigkeit. Markus Krell wirbt für die Partei DIE GRÜNEN oder ein ehem. Jugendseelsorger
@franz Ja, Sie haben recht, hab ich überlesen, tut mir leid. Also haben Sie mit manchen bei den Piusbrüdern
gesprochen. Ist das so richtig? Meinen Sie, Sie können aufgrund solcher Gespräche auf das Alltagsleben
der Alumnen rückschließen?
@franz so ein Schwachsinn… Lothar Wimberger ist ein Laie, das kann man sogar aus dem Artikel rauslesen,
werter Mitleser. Und woher kennen Sie die Alumnen des Priesterseminars in Passau denn so genau?
#32 Franziskus777 19:43:33 | Sonntag, 21. September 2008
Pfarrer Wimberger Es war doch alles abgesegnet von Pfarrer Wimberger. Klar, war es dies. Doch muss man
wissen, dass gerade im Bistum Passau die übelsten Priester rumlaufen. Markus Krell wirbt für die Partei
DIE GRÜNEN oder ein ehem. Jugendseelsorger hat das 6. Gebot als nicht zeitgemäß bezeichnet. Aber auch
die Alumnen versprechen keine Besserung, da so manche scheinheilig sind bzw. im zwischenmenschlichen hapert
es !
#31 Bernd-Jupp 18:35:37 | Sonntag, 21. September 2008
@Phillip Also wenn Sie außer persönlich-beleidigenden Bemerkungen gegenüber joberens nichts anderes
vorzubringen haben, dann sollten Sie zumindest Ihr posten sein lassen. Denn auf solche Kommentare kann
-zumindest von meiner Seite – locker verzichtet werden.
#30 Phillip 17:52:27 | Sonntag, 21. September 2008
Einfach Denkender Wie lange müssen wir Ihr Gesülze eigentlich noh ertragen…? Ich gehe davon aus, daß
Sie in Ermangelung eines Freundes- bzw Bekanntenkreises hier unaufhörlich posten. Wäre ja nur mehr als
verständlich!!
#29 joberens 17:40:14 | Sonntag, 21. September 2008
Biene maja Liebe Biene, kannst Du Dir nicht vorstellen, daß Gott da überhaupt kein Problem mit hatte?
Glauben wir Menschen, besonders wir Katholiken, nicht zu oft im Namen Gottes zu urteilen oder ihm unter
die Arme greifen zu müssen? Es gibt viele Möglichkeiten des Gottesdienstes, warum dann nicht eine ganz
normale Mahlzeit in seinem Haus? Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik?
#28 Franz Kappes 17:27:12 | Sonntag, 21. September 2008
@Elijahu:Firmung Wieso unterstellst Du hier einfach etwas? Die Firmung ist ein interessantes Thema – hat
aber meiner Meinung nach in diesem Strang nichts zu suchen. Hier geht es um das Ende der Liturgiemißbräuche.
#27 Earendil 16:44:18 | Sonntag, 21. September 2008
@Elijahu+Maja @Elijahu: Wenn Sie schon 90 % aller Katholiken das Recht absprechen, katholisch zu sein,
warum sind Sie dann nicht konsequent und machen eine eigen „einzig wahre katholische Kirche“ auf? Am besten
mit Ihnen als Großinquisitor… @Biene Maja: Und wege Ihrer Kleinkariertheit sollen die Jugendlichen
ihr Essen wegwerfen? „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und
die bei ihm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote,
die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?“ (Mk 2, 25 f.)
#26 Biene Maja 14:59:16 | Sonntag, 21. September 2008
Diese Jugendliche… …können einmal eine Mahlzeit ausfallen lassen, sie sind eh gut genährt. Keine
Räuberhöhle daraus machen. Die Kirche soll ein Haus Gottes sein, des Gebetes Sein!!!!!
@Elijahu Im Grunde müssen Firmungen, bei denen Jugendlichen ein falsches Bild von der Kirche und ihrer
Lehre vermittelt wird, ja ungültig sein, da die Gefirmten ihre Einwilligung zur Firmung nur unter Vortäuschung
falscher Tatsachen geben. Was willst du damit sagen bzw. wie du das meinst? Wo bekommen sie ein falsches
Bild von Kirche vermittelt?
#23 Dr. Schlämmer 13:32:57 | Sonntag, 21. September 2008
Abwegige Vergleiche… Also, wenn man die Jugendkirche wegen Pizzakonsum in der Kirche geschlossen hätte,
wäre das sicherlich äußerst fragwürdig. Pizza konsumierende Jugendliche mit „Räubern“ zu vergleichen
ist abwegig. Für Jesus waren die „Räuber“ jedenfalls die Händler und vielleicht noch die Sadduzäer
einschließlich der erpresserischen „Schutzmacht“ Rom. Ansonsten meinte er doch wohl: „Der Sabbat ist
für die Menschen da“, und „Lasset die Kinder zu mir kommen“, und hatte im übrigen selbst den Ruf, ein
„Fresser und Säufer“ zu sein. So wollen wir inständig hoffen, dass hier ahnungslose Amtsträger nicht
zu einer Kurzschlusshandlung griffen.
#22 Elijahu † 12:50:03 | Sonntag, 21. September 2008
Die „Volks“-Kirche für den „Bild“-Leser Im Grunde müssen Firmungen, bei denen Jugendlichen ein falsches
Bild von der Kirche und ihrer Lehre vermittelt wird, ja ungültig sein, da die Gefirmten ihre Einwilligung
zur Firmung nur unter Vortäuschung falscher Tatsachen geben. Somit ist wohl bei den meisten katholisch
„Getauften“ und „Gefirmten“ die Taufe nicht gültig vollzogen. Dies erklärt das Phänomen der zutiefst
ungläubigen Taufscheinkatholiken (siehe Josef Berens). Da müssen sich unsere habgierigen Bischöfe fragen
lassen, welchen Anteil sie daran hatten dass man nicht im Namen Jesu Christi, sondern im Namen der allerheiligsten
Kirchensteuer massenhaft Ungläubige in die Kirche hineingetäuscht hat, die dort in den Pfarrgemeinderäten
und auf hohen Funktionärsposten nun ihr Unheil anrichten können.
@ apex Ja klar, es ging um darum, den Jugendlichen Gott so schmackhaft zu machen, wie eine Pizza mit Leipziger
allerlei. blödsinn. manchmal ist essen einfach nur essen. und hier ging es darum, jugendlichen firmkandidaten,
die einen tag in und um die jugendkirche verbracht hatten, etwas zu essen zu geben. punkt. ursprünglich
war das essen vor der kirche geplant, aber ein platzregen ist dazwischen gekommen. nun kann man den verantwortlichen
sicher vorwerfen, dass sie eine schlechtwetter-alternative hätten einplanen müssen – geschenkt. aber
daraus jetzt einen „skandal“ hochzukochen, dass sich die jugendlichen untergestellt haben, ist doch eine
reichlich dünne suppe.
@ wiener es ging mitnichten darum, jugendliche mit „pizzaessen in der kirche“ zu beeindrucken. Ja klar,
es ging um darum, den Jugendlichen Gott so schmackhaft zu machen, wie eine Pizza mit Leipziger allerlei.
Auf der Suche nach Gott geht es nicht ums Fressen! Wenn ich Pizza essen will, gehe ich zum Italiener oder
bereite mir diese zu Hause zu. aber es ist nicht verwunderlich, dass sich die leute an der pizza aufhängen
(welch seltsames bild) – in der diözese und hier – da sie anscheinend keine ernsthafte kritik am jugendkirchen-projekt
in sandbach finden konnten. Du sagst es. Ernsthaft kritisieren kann man das, was nicht gelingt. Eine solch
dämliche Idee wie „Jugendkirche“ muss man nicht kritisieren – man soll sie verwerfen, bevor sie in den
Köpfen der Möchtegernkatholiken entsteht. ps: es gibt eine ganze reihe (katholischer) kirchen, wo im
rahmen von kirchenkonzerten eine agape mit wein und brot oder auch anderem „fingerfood“ angeboten wird –
auch im kirchenraum. seltsamerweise ist das dann kein problem? das dies kein Problem ist, sagen nur solche,
zu denen Christus bereits vor 2000 Jahren sagte: „Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil
ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“
#18 Earendil 11:42:58 | Sonntag, 21. September 2008
@Elijahu 1. Wischen Sie sich ab und zu mal den Schaum vom Mund, sieht sonst scheiße aus. 2. Wenn Sie
als geifernder Sektierer keine Ahnung haben, was eine Kirche eigentlich ist, muss ich es Ihnen halt erklären –
als Christ, nicht als Heide. 3. Sie erwarten doch so sehnsüchtig das Gericht Gottes. Dann bereiten Sie
sich schon mal auf eine Menge Anklagen vor, wobei die geringste noch sein dürfte: Ich stand im Regen,
und ihr habt mir kein Obdach gegeben. Ich klopfte an, und ihr habt mir die Tür nicht aufgetan. 4. Interessant,
dass Sie so gegen die „Fresser und Säufer“ wettern. Die Feinde Jesu gleichen sich halt damals (Mt 11,
19) und heute bis in die Wortwahl hinein…
#16 Gunsenum 11:27:29 | Sonntag, 21. September 2008
Brandaktuell!!! Neues aus der Filialkuratie der Piusbruderschaft in Ober-Unterwaldbachspfortental Der
18jährige Leiter der örtlichen Pfadfindergruppe der Katholischen Pfadfinderjugend in der Filialkuratie
der Piusbruderschaft in Ober-Unterwaldbachspfortental hat in seiner Jugend zweimal Zweifel am christlichen
Glauben geäußert. Der zuständige 27 jährige Pfarrverweser, Pater der Piusbruderschaft, hat die Seelen
und die Moral in der Gemeinde umgehend vor dem verderblichen Rauch des Satans gerettet, indem er den 18jährigen
Leiter der örtlichen Pfadfindergruppe der Katholischen Pfadfinderjugend in der Filialkuratie der Piusbruderschaft
in Ober-Unterwaldbachspfortental umgehend von allen Leitungsämtern enthob. Der 18jährige Leiter der
örtlichen Pfadfindergruppe der Katholischen Pfadfinderjugend in der Filialkuratie der Piusbruderschaft
in Ober-Unterwaldbachspfortental, der bei Bedarf auch den Schnee vor der Kirche wegschaufelte, wollte
sich gegenüber kreuz.net nicht zu den Vorgängen äußern! SKANDALÖS!
#15 freddie schenk 11:26:19 | Sonntag, 21. September 2008
Heilsarmee Ich war gerade bei der Heilsarmee zu Gast. In seiner Predigt sagte einer der Obersten sinngemäß:
Es gibt Menschen, die haben die Gabe, Menschen Mut zu machen, sie zu bestärken. Und es gibt Menschen,
die haben die Gabe, Menschen zu entmutigen. Wenn ein Neuer zu euch in die Korps kommt und nur ein Fünkchen
Begeisterung mitbringt, dann kommen garantiert ganz viele und schütten eimerweise kaltes Wasser über
ihn. Seid bitte nicht so! Natürlich ist die Heilsarmee nicht die kath. Kirche, schon gar nicht vorkonzilliar.
Trotzdem: ich finde, dieser Oberst hat Recht.
bitte lesen und verstehen, dann denken und dann (vielleicht) schreiben … es ging mitnichten darum, jugendliche
mit „pizzaessen in der kirche“ zu beeindrucken. es ging lediglich um die alternative: pizza essen im platzregen –
was nicht nur eine durchweichte pizza sondern auch 120 kranke jugendliche ergeben hätte – oder sich unterzustellen.
aber es ist nicht verwunderlich, dass sich die leute an der pizza aufhängen (welch seltsames bild) –
in der diözese und hier – da sie anscheinend keine ernsthafte kritik am jugendkirchen-projekt in sandbach
finden konnten. und nochmals: da das pizza-essen nicht im rahmen eines gottesdienstes stattfand, wird
man dies ja wohl kaum als „vorfälle liturgischer art“ (im +.net-jargon werden daraus dann mal rasch „liturgiemissbräuche“)
bezeichnen können. ps: es gibt eine ganze reihe (katholischer) kirchen, wo im rahmen von kirchenkonzerten
eine agape mit wein und brot oder auch anderem „fingerfood“ angeboten wird – auch im kirchenraum. seltsamerweise
ist das dann kein problem?
@ HBR Welche Schismatiker meinen Sie? Sedis? Piusse? Andere? vermutlich meint Franz Kappes die verblödeten
Möchtegernkatholiken Deutschlands, die glauben, unter der Bezeichnung „römisch-katholisch“ die Jugend
mit Pizzaessen in der Kirche beeindrucken zu können.
aus für ein gutes projekt – schade da gibt es engagierte junge leute, die ein projekt mit viel herzblut
auf die beine stellen. es gibt jugendliche, die sich durch das dortige angebot wieder mit ihrem glauben
auseinandersetzen und der kirche auf diesem weg näher kommen, dass sie ihr wieder eine chance geben.
und nach nur einem jahr (also noch mitten in der startphase) wird das projekt von oben abgedreht. besonders
schade ist es aber, dass mit den betroffenen mitarbeiter/innen der jugendkirche (insbesondere den jungen
ehrenamtlichen) nicht gesprochen wurde, bevor es zur schließung kam. dass ihnen die wirklichen gründe
für die schließung (denn nur, dass ein paar jugendliche vor einem regenschauer geflüchtet sind und
dann in der kirche gegessen haben – @ elijahu: nota bene: im kirchenraum, nicht „am altar“! – kann es
ja wohl nicht sein …) nicht genannt wurden. wie wahr: hinter der bezeichnung „jugendkirche“ steht ein
hoher anspruch. es muss den projekten aber auch möglich sein, in ihrem angebot zu experimentieren und
dabei auch mal fehler zu machen – und trotzdem die rückendeckung der diözese nicht zu verlieren. stattdessen
bekommt man das gefühl, dass ein vorwand zur schließung gesucht wurde. da kommen einem die feierlichen
worte des generalvikars zur eröffnung eher geheuchelt vor. übrigens: auch +.net benennt die angeführten
„vorfälle liturgischer art“ nicht. das pizza-essen (das ja wohl nicht im rahmen eines gottesdienstes
stattfand) wirds ja wohl nicht gewesen sein …
#11 freddie schenk 09:32:34 | Sonntag, 21. September 2008
Schade Das Video versprach ein interessantes Projekt, ein Ort, an dem Jugendliche Gott suchen und finden
konnten. Anders als Elijahu denke ich, dass Jesus auch Pizza gegessen hätte, als die jungen Leute beisammen
waren, in seinem Namen, und der Regen ihnen das draußen Essen unmöglich machte. Ein Gebot der Gastfreundschaft,
dass man seine Gäste da nicht „im Regen stehen lässt“!
#7 ProChrist 03:58:16 | Sonntag, 21. September 2008
@Elijahu: Was meinen sie bitte mit „in persona“? Ich bin zwar „nur“ evang. Christ, möchte sie aber gern
erinnern, dass Christus in persona (also vertreten durch den Priester od. Pfarrer) und auch als lebendiger
Gott anwesend ist. Ihre Anwendung des Begriffes klingt für mich wie eine Anzweiflung, dass Christus „persönlich“
anwesend sein kann – also nur durch (selbstverständlich kath.) Geistliche vertreten wird. Christus ist
jedoch auferstanden. Ich bezweifle auch, dass er seine Gemeinde mit dem Flammenwerfer umbringt. Außerdem
möchte ich daran erinnern, dass besonders verfolgte Christen oftmals keine „heiligen Hallen“ haben. Gott
wendet sich denen die ihn bekennen zu, auch ohne geweihte Kirche. Nicht das Bauwerk ist heilig, es ist
die Gemeinde!
#6 Elijahu † 01:49:53 | Sonntag, 21. September 2008
Und wenn die Pizza alle ist gibts noch Brot mit Wein dabei Für wen halten sie sich überhaupt, dass sie
als Heide meinen einem Christen erklären zu müssen was ein sakraler Raum ist? Kriechen sie mal ganz
schnell in ihr Loch zurück sie Pfeife. Wenn Christus die Zustände in den „Jugendkirchen“ heute in persona
sähe, er würde wohl nicht mehr mit der Geissel durch die heiligen Hallen laufen, sondern mit dem Flammenwerfer.
Pizzafressen am Altar des Herrn, dahin sind wir gekommen, der Heilige Tempel des Herrn degradiert zu eine
Räuberhöhle, einem Haus für Fresser und Säufer. Und das alles unter der Schirmherrschaft von geweihten
Priesterdarstellern, denen die Wahrung der Heiligkeit des Kultus anvertraut worden ist. Man kann nicht
soviel fressen wie man kotzen möchte.
#5 Earendil 00:40:47 | Sonntag, 21. September 2008
@HBR: eine Kirche ist nicht der Tempel nicht mal eine katholische. Eine Kirche ist ein Raum für Andacht
und Sakrament, aber kein Haus, in dem Gott wohnt. Und in jeder halbwegs bedeutenden Kirche gibt’s was
zu kaufen – Führer, Postkarten, Zeitschriften. Und v.a. Opferkerzen, die noch am ehesten mit den im Tempel
verkauften Opfertieren vergleichbar sind. Sie können also mit Ihrer „Tempelreinigung“ gleich morgen in
Ihrer Heimatstadt anfangen! Und wenn der Artikel halbwegs sachlich richtig ist, kann man nur sagen: Da
soll man nun als Protestant bei so viel Kleingeistigkeit die Katholiken ernst nehmen! (Aber da gibt’s
ja zum Glück auch sehr verschiedene…)
Nicht ganz Ich habe mal erlebt, dass der Pfarrer einen Kindertrödelmarkt zum Pfarrfest wegen Regens kurzerhand
in die Kirche verlegt hat –--- ist doch absolut glaubensgemäß! Nicht ganz. Eine katholische Kirche ist,
im Unterschied zu einer evangelischen Kirche, ein Gotteshaus. Daher sollte sie auch so verwendet werden.
Ein Trödelmarkt passt da schon mal gar nicht hin. Schon vergessen, was Jesus angesichts der Händler
im Tempel sagte? „Ihr habt aus dem Hause meines Vaters eine Räuberhöhle gemacht.“ Gerade für Märkte
ist daher eine Kirche völlig ungeeignet. Ebenso fürs Pizzaessen. Für solche Zwecke gibt es normalerweise
den Gemeindesaal
#1 Gotthard 22:43:40 | Samstag, 20. September 2008
Kopfschütteln das Video erzeugt bei mir ein heftiges Kopfschütteln! Wie kann eine solch tolle und spirituelle
Insel für junge Christen nur geschlossen werden? …weil wegen Regens das Pizza-Essen in die Kirche verlegt
wurde? … ja toll’! Ich habe mal erlebt, dass der Pfarrer einen Kindertrödelmarkt zum Pfarrfest wegen
Regens kurzerhand in die Kirche verlegt hat –--- ist doch absolut glaubensgemäß!