Alte Messe
Wo schlägt das Herz der finnischen Konvertiten?
Je entfremdeter ein Katholik seiner Kirche ist, desto weniger kann er mit der Alten Messe anfangen. Doch wer katholisch wird, der hat fast immer Sehnsucht danach.
Katholische Finnen bevorzugen die Alte Messe.
Katholische Finnen bevorzugen die Alte Messe.
© traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net) Der bisherige Bischof von Helsinki, Mons. Józef Wróbel (55), war der Alten Messe gegenüber aufgeschlossen.

Das berichtete der Leser ‘Presbu’ am 19. September in einem Posting auf der französischsprachigen Webseite ‘Le Forum catholique’.

Der Bischof errichtete allerdings auch ein Priesterseminar, das von der in Spanien gegründeten katholischen Gemeinschaft Neokatechumenaler Weg geleitet wird, die für ihre liturgischen Eskapaden bekannt ist.

Inzwischen ist der Bischofssitz in Helsinki verwaist, da Mons. Wróbel am 28. Juni zum Weihbischof von Lublin in Polen ernannt wurde.

Einst war Finnland zu 99,5 Prozent lutherisch mit einigen musulmanischen Tataren. Jetzt ist der Anteil der praktizierenden Protestanten bei zwei Prozent angelangt.

Von den 5.2 Millionen Finnen sind nur etwa 0.2 Prozent – 9.000 Personen – katholisch.

Doch Finnland hat weltweit das beste Verhältnis zwischen Seminaristen und katholischer Bevölkerung.

Nach Angaben von Hw. Cristiano Magagna – Vizerektor des Priesterseminars in Helsinki – studieren dort vierzehn Seminaristen. Sie stammen allerdings aus sieben verschiedenen Nationen.

Hw. Magagna nannte diese Zahlen vor der jüngsten Ausgabe des US-amerikanischen Magazins ‘The Catholic World Report’.

Importierte Seminaristen

Der Herausgeber der Diözesanzeitung ‘Fides’ Marko Tervaportti zeigt sich dem Priesterseminar gegenüber eher kritisch:

„Die Seminaristen leben hier, studieren aber in Lugano in der Schweiz. Es tut mir leid zu sagen, daß sie nicht wirklich Finnisch sprechen oder die Diözese kennen.“

Teemu Hairamu, Vorsitzender der ‘Societas Sancti Gregorii Magni’, die sich für den Alten Ritus einsetzt, fügt hinzu:

„Die Neokatechumenalen importieren Seminaristen aus dem Ausland, um im Priesterseminar zu studieren. Die meisten von ihnen gehen nach Studienabschluß wieder weg.“

Die anderen vier finnischen Seminaristen sind zwei Finnen vietnamesischer Herkunft, die in Rom studieren.

Von den zwei einheimischen Finnen, die sich auf das Priestertum vorbereiten, ist einer Seminarist bei der Petrusbruderschaft und der andere Seminarist im ebenfalls altgläubigen Institut Christus König und Hoher Priester bei Florenz.

„Wir Finnen lieben Stille, Schönheit und Feierlichkeit – nicht Lärm und Aktivismus“ – erklärte Tervaportti vor der Webseite ‘Catholic World Report’:

„Unser Verhältnis zu Gott ist sehr vertikal. Ein horizontales Verhältnis ist für uns mehr oder weniger unpassend. Wo Lehre und Liturgie orthodox sind, gibt es Berufungen, die durchhalten.“
      
16 Lesermeinungen
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#16   Tilly   15:21:56 | Dienstag, 23. September 2008
Wirklich Göttliche Liturgie
Meistens ist es ja so , kann da nur von mir sprechen. Wenn man nur den NOM kennt und dann die überlieferte Messe kennenlernt. Sagt und bringt einem der NOM gar nichts mehr! Ist wohl mit dem Gottesdienst der Protestanten zu vergleichen. Als der Papst in Frankreich war brachte die Deutsche Welle ein interessantem Programm darüber. Über 60% der Gläubigen Franzosen sind der Ansicht das die Messe (NOM) Schmucklos , unwürdig und langweilig sei. Sie wünschten sich eine Liturgie wie es früher einmal war. Ein Selbstläufer wird die überlieferte Messe sicher nicht. Aber wenn sie den Leuten wieder zugänglich ist , wird auch ein Umschwung einsetzen zu einer wahrhaft Göttlichen Liturgie.
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#15   Tridentinus   12:18:47 | Dienstag, 23. September 2008
@Freinsberg
Das gibt’s auch öfter, und es ist zumindest vordergründig und subjektiv unbestritten angenehm.
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#14   Freinsberg   11:55:21 | Dienstag, 23. September 2008
@ Tridentinus
Geschädigt fühle ich mich nicht. ^-^
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#13   Tridentinus   11:28:09 | Dienstag, 23. September 2008
@Freinsberg
Das gibt’s öfters: beruflich bedingte Schädigungen.
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#12   Krak des Chevaliers   08:25:06 | Dienstag, 23. September 2008
Foto – Chor?
Ich schätze mal, bei dem Foto handelt es sich um einen Chor. So oder ähnlich habe ich anglikanische Kathedralchöre in Erinnerung. Der Gesang derselben ist übrigens hervorragend! :-]
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#11   Freinsberg   08:15:17 | Dienstag, 23. September 2008
Entfremdet?
>>Je entfremdeter ein Katholik seiner Kirche ist, desto weniger kann er mit der Alten Messe anfangen.<<
Eigenartig: Ich bin der der Kirche nicht entfremdet und kenne die alte Liturgie gut. Doch wenn ich – gelegentlich – eine Messe im außerordentlichen Ritus mitfeiere, merke ich: Meins ist das nicht.
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#10   r.ruhrgebietler   07:02:26 | Dienstag, 23. September 2008
Das Photo hingegen
scheint eine Freimaurergesellschaft zu zeigen. Von trid. Liturgie ist dort nichtszu sehen…
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#9   Gotthard   00:18:16 | Dienstag, 23. September 2008
@benedikt
warum jemand vom residierenden Bischof zum Auxiliar gemacht wird.
wahrscheinlich weil er längere Tage und mehr Wodka haben wollte.
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#8   Benedikt   00:05:07 | Dienstag, 23. September 2008
Artikelinhalt
Interessanter wäre es wirklich, wenn man erfahren würde, warum jemand vom residierenden Bischof zum Auxiliar gemacht wird.
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#7   Gotthard   23:46:32 | Montag, 22. September 2008
Redemptoris mater
hier ein Seminar „Redemptoris mater“ in einem Entwicklungsland wie Kolumbien:
www.srmmedellin.org/01_seminario.html
ich habe diesem Seminar vor vielen Jahren einmal einen Besuch abgestattet… und am anderen Tag dem Diözesanseminar des Chacos in der selben Stadt…
„Ich bitte, dass sie alle eins seien“!
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#6   sacerdos helveticus   23:07:50 | Montag, 22. September 2008
Fakultät von Lugano
Ob die Neokatechumalen auch Leute unter den Professoren der
Luganeser Fakultät haben, ist mir nicht bekannt. Immerhin gibt es in Lugano 2 Priesterseminare, deren Alumnen an der Theolischen Fakultät ihren Studien obliegen: Das Diözesane Priesterseminar des Bistums Lugano und das Priesterseminar der Neokatechumenalen „Redemporis Mater“(so heissen alle Priesterseminare der Neokatechumenalen).
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#5   LandorganistII   22:29:29 | Montag, 22. September 2008
Nun, wir kennen aber auch
das medizinische Phänomen, der seitenverkehrten Organe. Wenn nun ihr Herz rechts schlägt, finden wir die Konvertiten vielleicht bei Pro-Köln?
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#4   karljosef   21:24:56 | Montag, 22. September 2008
Universität von Lugano
wird von Communione e Liberazione kontrolliert und nicht von den Neokathumenat.
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#3   HeinrichvonOfterdingen   20:31:43 | Montag, 22. September 2008
Liebe Clarissa Darling,
wir erinnern uns da doch noch gerne an Oskars verfrühte Biographie, die uns wahrheitsgemäß schon im Titel belehrte: Das Herz schlägt link!
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#2   clarissa colonia   20:21:05 | Montag, 22. September 2008
Wenn es schlägt, werter Gotthard,
also in vivo, dürfen wir sicher getrost annehmen, daß es das linksseitig tut (zumindest in der Brust).
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#1   Gotthard   20:19:26 | Montag, 22. September 2008
Wo schlägt das Herz der finnischen Konvertiten?
leider kennen wir die Antwort auf diese bedeutende Frage immer noch nicht.
Über Konvertiten ist leider nichts zu lesen…
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