12:11:46 | Dienstag, 23. September 2008
Ein Anfang ist gemacht. Doch in verschiedener Hinsicht sind noch viele Verbesserungen notwendig. Von Monika Rheinschmitt.

Die Zahl der Alten Messen ist seit dem Motu Proprio im ganzen deutschen Sprachraum stark gestiegen.
(kreuz.net) Am vergangenen 14. September war das Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten
Messe genau ein Jahr in Kraft.
Am 14. September 2008 sprach Benedikt XVI. in Lourdes vor den französischen
Bischöfen über den liturgischen Gottesdienst als höchsten Ausdruck des priesterlichen und bischöflichen
Lebens und der katechetischen Unterweisung.
Die Aufgabe der Bischöfe, die Gläubigen zu heiligen, sei
für das Wachstum der Kirche unerläßlich:
„Im Motu Proprio Summorum Pontificum wurde ich dazu geführt,
die Bedingungen für die Ausübung dieser Aufgabe zu präzisieren im Hinblick auf die Möglichkeit der
Benutzung sowohl des Meßbuchs des seligen Johannes XXIII. (1962) als auch des Meßbuchs Papst Pauls VI.
(1970)“ – erklärte der Papst:
„Einige Früchte dieser neuen Anordnungen haben sich schon gezeigt, und
ich hoffe, daß die unerläßliche Beruhigung der Gemüter Gott sei Dank voranschreitet.“
Benedikt XVI.
kann die Schwierigkeiten ermessen, denen die Bischöfe begegnen:
„Aber ich zweifle nicht daran, daß
Ihr in absehbarer Zeit zu für alle befriedigenden Lösungen gelangen könnt, damit das nahtlose Gewand
Christi nicht weiter zerrissen wird.“
Benedikt XVI. weiß, daß nach ‘Summorum Pontificum’ ein Anfang
gemacht wurde, daß aber vielleicht noch viele Jahre folgen müssen.
Der Heilige Vater traut den Bischöfen
die Behebung von Schwierigkeiten in diesem Bereich zu – nimmt sie aber auch in die Pflicht, eine befriedigende
Lösung zu finden und umzusetzen.
Noch lange nicht abgeschlossenAuch im deutschen Sprachraum hat das
Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ einen Aufbruch ermöglicht. Wie man auch an der Entwicklung der Meßort-Zahlen
sehen kann, ist er aber noch lange nicht abgeschlossen.
In Deutschland entwickelte sich die Anzahl der
Meßorte von 35 am 7. Juli 2007 auf 123 am 15. August 2008. Das ist eine Steigerung auf das 3.5fache.
In Österreich haben sich die Meßorte von zwölf auf 22 fast verdoppelt.
In der Schweiz, wo es schon
vor dem Motu Proprio zahlreiche Meßorte gab, kam dennoch eine Steigerung um etwa dreißig Prozent von
22 auf 28 zustande.
Meßorte mit wenig MessenDie Anzahl der Meßfeiern im Alten Ritus hat in Deutschland
nicht so stark zugenommen wie die Anzahl der Meßorte.
Gab es am 7. Juli 2007 monatlich 446 Alte Messen
in Deutschland, so gab es im August 2008 monatlich 823 Alte Messen. Die durchschnittliche Anzahl von Meßfeiern
pro Meßort hat sich von ungefähr 13 im Juli 2007 auf ungefähr 6,5 im August 2008 etwa halbiert.
Der
Grund: Die Anzahl der Messen ist an neuentstandenen Zelebrationsorten meist recht gering.
Doch da diese
Anzahl in der Regel im Lauf der Zeit ansteigt, bedeutet dies, daß die neu hinzugekommenen Meßorte noch
ein großes Potential zur Weiterentwicklung besitzen.
In Fulda gab es früher zwei Alte Messen im Monat,
die jeweils am Freitag abend gefeiert wurden. Jetzt gibt es eine wöchentliche Sonntagsmesse.
Diese Weiterentwicklung
ist notwendig, um „zu für alle befriedigenden Lösungen zu gelangen“.
Denn für die geistliche Beheimatung
in einem Ritus ist es nach Angaben von ‘Summorum Pontificum’ unumgänglich, neben heiligen Messen an Werktagen
auch sonntags „der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darzubringen.“
Damit auch Familien gemeinsam
teilnehmen können, sollten diese heiligen Messen am Sonntagvormittag in einer gut erreichbaren, für
den Alten Ritus geeigneten Kirche möglichst als gesungene Ämter zelebriert werden.
Die Verfasserin
ist Vorsitzende der Vereinigung ‘Pro Missa Tridentina’.
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karljosef 21:20:42 | Dienstag, 23. September 2008
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Franz Kappes 13:19:04 | Dienstag, 23. September 2008