Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz leugnet den Bedarf für die Alten Messe immer noch und lobt sich: „Dort, wo berechtigte Wünsche bestanden, sind wir dem auch nachgekommen.“
Die Gläubigen suchen die Heiligkeit der Alten Messe.
(kreuz.net, Fulda) Der Erzbischof von Freiburg und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Mons.
Robert Zollitsch, eröffnete am Montag die Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe.
Die Konferenz
wird bis Donnerstag tagen.
Dabei werden die Bischöfe auch über eine von ihnen in Auftrag gegebene Umfrage
zur Alten Messe.
Mit Spannung wird – nach Angaben der deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ – die
bischöfliche Zwischenbilanz über Meßfeiern im Alten Ritus erwartet:
„Nach Medienberichten gibt es
im Vatikan sowie bei Anhängern der Alten Messe in einigen Diözesen Unmut über die aus ihrer Sicht zu
geringe Zahl von Angeboten in Deutschland.“
Erzbischof Zollitsch wollte am Montag in Fulda noch keine
Zahlen nennen.
Dennoch behauptete er, daß die Bischöfe für ein angeblich ausreichendes Angebot an
Messen im Alten Ritus sorgen:
„Dort, wo berechtigte Wünsche bestanden, sind wir dem auch nachgekommen.
Es gibt aber auch Leute, die interessiert daran sind, mehr zu erreichen, als Bedarf ist.“
Einige hätten
versucht, „eine Art Agentur“ zu gründen und dort wo sie meinen, daß es sinnvoll ist, eine Alte Messe
zu organisieren.
Das entspreche angeblich nicht dem Motu Proprio, wonach der Pfarrer und angeblich „der
Bischof“ zuständig seien.
Verlust der Tradition
Der Erzbischof kritisierte bei der Eröffnung der Herbstvollversammlung,
daß die Glaubenstraditionen in Deutschland verloren gegangen seien.
Die Gläubigen würden sich heute
verschiedene Glaubensinhalte willkürlich zu einem „Potpourri“ an religiösen Vorstellungen zusammenmixen.
Deutschland sei zu einem Missionsland geworden. Doch die Katholiken täten sich schwer, offensiv über
ihren Glauben zu sprechen. Das müsse sich ändern.
Beobachter am Rand der Konferenz erklärten, daß
vor allem die Bischöfe ihre inhaltsleere Schaumsprache ablegen und in ihren öffentlichen Stellungnahmen
Christus und die Kirche klar und deutlich bezeugen sollten.
Dieses Vorbild würde einen nicht zu unterschätzenden
Einfluß auf die Gläubigen haben.
Friedliche Koexistenz
Zum Bau von Moscheen erklärte der Erzbischof,
daß er sich eine sachlichere Diskussion wünsche: „Dort, wo Menschen leben, haben sie auch das Recht,
ihre Religion auszuüben.“
Sogar wo Moscheen neben christlichen Kirchen stünden, müsse das nicht notwendigerweise
zu Problemen führen. Das hänge vom Kontext ab.
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53 Lesermeinungen
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#51 Stephanus 10:58:19 | Mittwoch, 24. September 2008
Warum ist es immer so schwer… beim eigentlichen Thema zu bleiben Aber sei es wie es sei: Beisteuern
will ich das Thema: Gerechtigkeit: Bitte jetzt nicht jahrelang diesen Begriff zerschreiben: mehr oder
weniger umfassend steht schon alles in wikipedia (wikipedia, einfach deshalb, weil das jeder schnellstmöglich
erreichen kann und eine Doktorarbeit wollen wir ja nachher nicht abgeben) Gerechtigkeit, als Kardinalstugend,
als ausgleichende Funktion gemäß dem Motto: jeder tue das seine, religiös auf den Punkt gebracht:Jeder
halte Gottes Gebote und das wiederum abgewandelt: Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch
keinem andern zu!!! Mehr Verantwortung haben dabei natürlich die Menschen die sich einbilden sie hätten
die Macht und damit das Sagen: Für mich ist damit klar: Ein guter Priester(um auch das aufzugreifen)
braucht sich nicht hinter Rollkragenpullover und Jeans zu verstecken und ist als Priester erkennbar schon
alleine dadurch eine moralische Stütze für die Gesellschaft, eine Mahnung und immer auch ein Ansprechpartner,
wie ein Zugbegleiter, ein Polizist, ein Arzt, ein Feuerwehrmann usw. Wenn wir Gerechtigkeit als von Gott
gegeben anerkennen, dann dürfen wir mit viel viel mehr Mut ans Werk gehen, im Ausgleich: für jede in
Deutschland gebaute Moschee, gibts eine christliche Kirche im Herrschaftsbereich des Islam. Und: Wenn
ich das tun will, was Generationen vor mir auch tun konnten, dann sollten deutsche Bischöfe kein Hinderungsgrund
sein gegen die Heilige Messe im außergewöhnlichen Ritus.
@Landorganist, verehrter! Was macht nun einen guten Priester aus? Ein guter Priester überlässt der Gemeinde
die liturgische Ausgestaltung der Messe, … hebt sich nicht durch Kleidung von den Gemeindemitgliedern
ab, … bemüht sich ernsthaft seinen Lebensstil der jeweiligen Zeit anzupassen, um weltliche Erwartungshaltungen
nicht auf unchristliche Art und Weise zu enttäuschen, … um bleibende Schäden zu vermeiden, erschreckt
er die Gemeinde nicht mit dem Hinweis auf das Busssakrament, … erfreut sich mit den jüngeren Gemeindemitgliedern
an schmissigen Rhythmen und Bongoklängen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, … liebt die Ausstellung
von Batikarbeiten im Altarraum, … sieht mit einem strengen Blick auf Gläubige herab, die es wagen die
Gemeinde durch die Mundkommunion zu irritieren, …
#48 Defensor Fidei 23:51:24 | Dienstag, 23. September 2008
@ Rodolfo katholische Traditionalisten Müßten Katholiken nicht immer in der Tradition stehen und ihr
anhängen? Sind sie damit nicht in gewissem Maße auch immer Traditionalisten? Fakt ist jedenfalls, daß
der Liberalismus und der katholische Glaube sich gegenseitig ausschließen. Gotthards Äußerung (Traditionalisten
sind nun mal nur eine „Geschmacksrichtung“ in der kath. Kirche) kann man deshalb auch getrost in der Ablage
17/Senkrecht ablegen. Wenn es nämlich tatsächlich nur um Geschmacksfragen ginge, dann dürfte zwischen
Gotthards Drewermann/Küng-Katholizismus und den überlieferten kirchlichen Glauben in dogmatischen Fragen
nämlich kein Blatt Papier passen. Nun entspricht dies aber offensichtlich (es sei denn man ist blind
oder blöd) nicht den Tatsachen. Zwischen Gotthards Glauben und die kirchliche Lehre paßt nämlich nicht
nur ein Blatt Papier, sondern mindestens ein Tanker der Malaccamax-Klasse.
Interpretation der Textänderung Die von Ihnen vorgetragene Interpretation überzeugt mich nicht. Die
naheliegendste Erklärung ist doch die, dass einfach der Fall, dass ein Bischof den Wunsch nicht erfüllen
kann, nicht mehr in den Blick genommen wird. Dies heisst ja durchaus nicht, dass es überhaupt keine Möglichkeit
mehr gibt, dass auch ein Nichtkönnen vorliegen könnte. Aber dieser Fall liegt nicht im Blickfeld der
Rechtsnorm. Da zwischen Erlass des Motu Proprio im vergangenen Juli und der Promulgation (mit verändertem
Text) in den Acta Apostolicae Sedis einige Monate verflossen sind, halte ich es auch für möglich, dass
die teilweise verhindernden „Ausführungsbestimmungen“ mehrerer Bischöfe oder Bischofskonferenzen den
Gesetzgeber bewogen haben könnten, diese Veränderung des Gesetzestextes vorzunehmen. Überhaupt scheint
der Gesetzgeber auch in anderen Fällen die mehrmonatige Zeitspanne zwischen Bekanntmachung und Promulgation
in den AAS zu benutzen, unklare Formulierungen zu verbessern oder sogar auf Kritik am Text noch eingehen
zu können. Darüber hinaus statuiert ja Art. 12 eine allgemeine und umfassende Zuständigkeit der Kommission
Ecclesia Dei im Auftrag des höchsten Gesetzgebers für alle Angelegenheiten, die die im „Motu Proprio“
geregelte Materie betreffen.
#46 Gotthard 23:14:23 | Dienstag, 23. September 2008
@rudolfo Wo Gläubige wohnen, müssen sie praktizieren können. Das gilt aber nur für Muslime, katholische
Traditionalisten sollen sehen, wo sie bleiben. Traditionalisten sind nun mal nur eine „Geschmacksrichtung“
in der kath. Kirche… alle Gottesverehrung und alle Heilsmittel der Kirche sind an jeder Ecke verfügbar…
Der Glaube kann also an jeder Ecke praktiziert werden – wohl nicht in einer bestimmten „Geschmacksrichtung“.
Grobe Fehleinschätzung des Islam Uns wird in Horb am Neckar die tridentinische Messe verweigert, obwohl
Priester bereit wären, sie zu lesen. Aber für den Islam haben unsere Hirten immer volles Verständnis.
Wo Gläubige wohnen, müssen sie praktizieren können. Das gilt aber nur für Muslime, katholische Traditionalisten
sollen sehen, wo sie bleiben. Dummheit zerstört unser einst christliches Europa, Dummheit zerstört die
deutsche Kirche!
Werte Herren, wenn „non potest“, also wenn der Bischof objektiv nicht kann, tritt eine automatische Zuständigkeitsdevolution
ein. Dies ist bei „non vult“ zwar auch noch der Fall, aber nicht mehr dann, wenn der Bischof glaubwürdig
darlegt, seine Verpflichtung nicht erfüllen zu können. Dann will er zwar, kann aber nicht, womit lt.
MP dann keine Zuständigkeit der Kommission Eccl. D. eintritt oder gegeben ist. (Ist das eine Interpretationsvariante?)
#43 iustus 21:59:20 | Dienstag, 23. September 2008
@sacerdos Das ist ja ein Hammer. Ich würde aus der Änderung schließen, dass der Heilige Stuhl davon
ausgeht, dass es den Fall, dass ein Bischof nicht für eine Feier dieser Art sorgen „kann“, gar nicht
gibt – wohl aber den Fall, dass er zwar kann, aber nicht will. Hochinteressant!
Veränderter Text des MP Iustus schrieb: Auch der Fall ist in Artikel 7 des MP vorgesehen: „Wenn er(=Bischof)
für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“
mitzuteilen.“ Der Text heisst jetzt anders. Denn die massgebende Fassung in den Acta Apostolicae Sedis
hat genau diesen Satz geändert. Hiess es zuerst: „Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann(providere
von potest …“ heisst es in der massgeblichen Fassung nun: wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen
will (providere non vult“. Der Fall, dass ein Bischof den Wunsch nicht erfüllen kann, ist also gar nicht
mehr vorgesehen, wohl der, dass er nicht willens ist, dies zu tun. Oder wie sonst soll man diese Textvariante
verstehen?
#40 derLeser 20:55:33 | Dienstag, 23. September 2008
aber im Ernst Clarissa es freut mich dass hier so eine hochgebildete Person als Diskussionspartner vorhanden
ist. wikicolonia statt wikipedia ist von nun an mein Motto
#38 iustus 20:42:47 | Dienstag, 23. September 2008
Liebe(r) Clarissa Weil Gläubige dann ganz schnell dabei sind, aus dem Entscheidungsrecht des Pfarrers
eine Zustimmungspflicht zu machen, wollen die ihren Antrag durchsetzten. Das ist nach dem Motu Proprio
ihr gutes Recht: „Wo irgendeine Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach
Art. 5 § 1 bittet, hat sie den Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich
ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen.“ So steht’s in Artikel 7 des MP. Und genau dabei spielen jetzt die
Ortsordinarien nicht mit, weshalb sie (folgerichtig) wegen Nichtunterstützung von Partikularinteressen
gleich Spielverderber genannt werden. Auch der Fall ist in Artikel 7 des MP vorgesehen: „Wenn er für
eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ mitzuteilen.“
#37 derLeser 20:38:47 | Dienstag, 23. September 2008
clarissa colonia Auch hat ein Bildungsunterschied unseren Beziehungen, in einigen Fällen auch Freundschaften,
nie im Wege gestanden – na dass soll man von Priestern doch erwarten müssen. Keineswegs moralisch integerer
wäre es gewesen wenn die Priester der Clarissa ihre geistige Inferiorität hätten spüren lassen. Sie,
Clarissa hätten sich da nicht wohl gefühlt.
Werter aut-pro-aut-contra, mir sind, und das locker aus dem Handgelenk, sieben Priester bekannt, die nach
Ihrer Berufsausbildung und Berufstätigkeit ihren theologischen Studien in Lantershofen, Heiligenkreuz
oder vergleichbaren Einrichtungen oblegen haben. Alle (im besten Sinne) gestandene Männer, eifrige Seelsorger,
gediegen gebildete Theologen und (soweit meiner Beurteilung zugängig) moralisch integere Priester, auf
die ich so schnell nichts kommen lassen werde – und das, ohne daß diesen (z.B.) vertiefte lateinische
Kenntnisse zukämen. Auch hat ein Bildungsunterschied unseren Beziehungen, in einigen Fällen auch Freundschaften,
nie im Wege gestanden – aber eindimensionale Sicht simplifiziert eben gerne; das Leben wird dadurch ja
viel übersichtlicher, da verfügen Sie sicher über größere Erfahrung als ich. Außerdem, werter simplificator,
die Wahl der Waffen übe ich nur dort, wo man den eigenen Bildungsmangel zur Tugend erheben will. Schließlich:
Ich kann sagen, was ich meine; deshalb meine ich auch nur, was ich gesagt habe. Ihre freundlichen Dolmetscherdienste
sind daher ebenso gutgemeint wie überflüssig, & vale.
#35 für die Kirche 20:01:35 | Dienstag, 23. September 2008
@Clarissa praeclara Liebe Clarissa, da haben Sie auch wieder Recht. Am besten beten und mehr lernen, um
den eigenen Glauben zu stärken und das Verständnis von Glauben u. Kirche zu vertiefen. Schließlich
dient die Liturgie der Verehrung Gottes, wenn man jedoch die Liturgie als Selbstzweck betrachtet, verfehlt
man gerade das Endziel.
#33 proetcontra 19:53:41 | Dienstag, 23. September 2008
@clarissa colonia Ihre „Jetzt kommen einige Gläubige zu ihrem Pfarrer (von Allgemeinbildung kann man
ja schon lange nicht mehr sprechen und vielleicht war der im „wirklichen Leben“ ja Tankwart, Türsteher
oder Tischler gewesen und ist auf dem dritten Bildungsweg zur Weihe gelangt, was ich aber nur karikieren,
nicht diskreditieren will)…“-Aussage ist entbehrlich! Einmal wirkt sie etwas präpotent formuliert und
wohl auch gedacht, zum anderen vernachlässigt sie zwei (wohl auch mehr) fundamentale Punkt: Erstens mag
es ehemalige Tankwarte, Türsteher und Tischler geben, die ihrer Berufung „später“ folgen oder erst „später“
verspüren, was aber nichts an den Anforderungen des Theologiestudiums auch für diese ändert, und als
zweiter Punkt – er sollte nicht eigens erwähnt werden müssen – gilt, dass nicht jeder Ihre Allgemeinbildung
und Ihren Bildungsgrad besitzt bzw. erreichen kann (und das wollten Sie uns doch wissen lassen, wenn Sie
beklagen, dass man „…von Allgemeinbildung … ja schon lange nicht mehr sprechen“ kann, …oder?)!
Cara fautrix, ist’s von Gott, wird sich’s weisen; wenn nicht, dann ebenfalls! Will der Allmächtige, daß
mehr Messen nach dem Missale Johannes XXIII. gefeiert werden, wird er das Seine schon dazu beitragen,
nachdem der Pontifex desgleichen getan hat. Also, seien Sie mal nicht so pessimistisch – es geschieht
Gottes Wille, ob wir das wollen oder nicht!
#31 für die Kirche 19:36:53 | Dienstag, 23. September 2008
@Clarissa doctissima: Pfarrer ohne hinreichende Lateinkenntnis Liebe Clarissa, seien Sie herzlichst gegrüßt!
Zu Ihrer Bemerkung muß ich jedoch was aus meiner Erfahrung berichten: es kann sein, daß nicht weniger
Pfarrer ihre Abitur erst spät geholt haben und deshalb die tridentinische Messe nicht zelebrieren können.
Bei uns ist aber der Fall, daß wir hier viele gute Priester haben (bin ja nicht im Ruhrgebiet), aber
viele wagen wirklich nicht, die Alte Messe zu lesen. Auch theologische Studenten fürchten sich oder werden
ohnehin vorher mit Vorurteilt dagegen „gewappnet“. Gehört habe ich auch, daß einige jungen Seminaristen
den Wunsch geäußert haben, die Alte Messe zu lernen, ihnen wird es jedoch untersagt. Als Besucherin
der alten Messe kann man schon behaupten, daß man unter gewisser Diskriminierung lebt: denn man kriegt
entweder schwer eine passende Kirche, oder bloß eine sehr kleine Kapelle. Wenn man jedoch eine Kirche
kriegt, muß man sich gefallen lassen, wegen Veranstaltungen der Pfarrgemeinde Messe ausfallen zu lassen.
Dann steht es nirgendswo angeschrieben, wann die Alte Messe zelebriert wird. Und, und, und. Vor dem Motu
Proprio war so was noch gewissermaßen nachvollziehbar, aber nach dem Motu Proprio?
defectio sensuum? Nun, 1984 hat der verewigte Pontifex via Indult die Zelebration von Messen nach dem
„alten“ Meßbuch erlaubt und dazu die Genehmigungsvollmacht in die Hände der Ortsordinarien gelegt, von
denen Priester die Erlaubnis zur Zelebration einer solchen Messe erbitten mußten. Gut, wird man sagen
das hat den Mützenträgern nicht so gefallen, daher fielen die Erlaubnisse frugaler aus als beantragt.
Dann erläßt der amtierende Pontifex 2007 sein Motuproprio (vielleicht wegen des realen, eingebildeten
oder „gefühlten“ Mißverhältnisses zwischen beanragten und genehmigten Indultmessen; und/oder aus anderen
Gründen?) und legt das Entscheidungs- und Zelebrationsrecht direkt in die Hände des örtlichen Klerus.
Jetzt kommen einige Gläubige zu ihrem Pfarrer (von Allgemeinbildung kann man ja schon lange nicht mehr
sprechen und vielleicht war der im „wirklichen Leben“ ja Tankwart, Türsteher oder Tischler gewesen und
ist auf dem dritten Bildungsweg zur Weihe gelangt, was ich aber nur karikieren, nicht diskreditieren will)
und „beantragen“ bei dem eine lateinische Messe. Daß der dann sagt, „also nee, Kinder, das kann ich aber
nicht und machs auch nicht“, ist nachvollziehbar. Weil Gläubige dann ganz schnell dabei sind, aus dem
Entscheidungsrecht des Pfarrers eine Zustimmungspflicht zu machen, wollen die ihren Antrag durchsetzten.
Und genau dabei spielen jetzt die Ortsordinarien nicht mit, weshalb sie (folgerichtig) wegen Nichtunterstützung
von Partikularinteressen gleich Spielverderber genannt werden.
#28 Jesuit † 18:11:01 | Dienstag, 23. September 2008
Do hauts di nieda! Es war in einer Münchner Bäckerei, direkt am Viktualienmarkt. „Guten Tag, ich hätte
gerne vier Schrippen.“ „Vier woas?“ „SCHRI-PP-EN“ „Woas? Des gibt’s hier net.“ „Doch, ich seh’ sie doch.
Da, die runden Dinger, sie sind essbar. Auch Brötchen genannt.“ „Gute Frau. Des heißt hier Semmeln.
Si san in Boiern, Kruxifix no a moal.“ „Okay, dann halt Semmeln.“ „Pass auf, sonst kriegst glei a Watschn.
Schleich di, bläder Saubraiss.“
#27 pangelingua 17:50:40 | Dienstag, 23. September 2008
@No comment In der Wirklichkeit ist es leider so, dass (zumindest hier in Deutschland) auch gutwillige
Priester, die die alte Messe anbieten wollen, von den zuständigen Bischöfen auf jede mögliche und unmögliche
Weise daran gehindert werden. Beispiele finden Sie in ausreichender Zahl unter „www.summorum-pontificum.de“.
Hw. Zollitsch zeichnet sich besonders durch Verhinderungstaktik aus. Zusätzlich täuscht er die Gläubigen
und auch den Papst. Nach 20 Jahren Lehmann hatte man auf Besserung gehofft. Zollitsch als Nachfolger lässt
an den Spruch denken: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh –
und es kam schlimmer.“ An Alt-68ern besteht in der katholischen Kirche nicht nur kaum Bedarf, sondern
gar kein Bedarf mehr. Man sollte sie dorthin schicken, wohin sie gehören: Aufs Altenteil!
#26 No Comment 17:37:24 | Dienstag, 23. September 2008
Wie kommt es nur? Die Regelung des m.p. ist fair, praktikabel und eindeutig. Wo ein Pfarrer dem Wunsch
einer Gruppe nachkommen will, da liegt das Plazet bei ihm. Ist er widerwillig, wird der Bischof zuständig.
Unabhängig davon können die Bischöfe aber auch weitere Messorte anbieten. Aber die Erstzuständigkeit
des Ortspfarrer für eine Gruppe von Interessenten bedeutet, dass die Alte Messe nicht mehr „unterdrückt“
werden kann, wo ein Pfarrer samt Laiengruppe es wollen. Für eine militante Bekämpfung der „neuen Messe“
bietet das m.p. null Handhabe. Das frustriert die Altrituellen. Daher der propagandistische Krieg. Er
wird aber allmählich zur Ruhe kommen.
#25 pangelingua 15:45:15 | Dienstag, 23. September 2008
Wo bleibt der Gehorsam gegen das 8. Gebot? Zollitsch hat nicht nur seine Unfähigkeit immer wieder geradezu
entwaffnend unter Beweis gestellt, sondern nun zeigt er sich auch noch als Verbreiter von offensichtlichen
Unwahrheiten, um ein treffenderes Wort zu vermeiden. Das verbietet mir der Respekt vor seinem Amt, nicht
vor seiner Person. Das 8. Gebot Gottes scheint für ihn nicht zu gelten!
Weiter im Irrtum Zollitsch hätte sich tatsächlich lieber seinen Kakteen widmen sollen. Wen kein Bedarf
an der überlieferten Messe besteht warum bekämpfen dann die meisten Deutschen Bischöfe sie und schmeißen
Knüppel in den Weg? Will man ganz abwirtschaften? Leugnen das der NOM Protestantisch ist und teils zum
Glaubensabfall führt. Unser Papst Benedikt XVI hat die Sache richtig erkannt. Leider hat er bedingt durch
Vatikanum II. kaum die Macht gegen ungehorsame und der Kirche schädliche Bischöfe vorzugehen. Also müssen
die Gläubigen verstärkt darauf dringen!
#23 zwobbel 14:35:51 | Dienstag, 23. September 2008
Wir warten auf den Zusammenbruch Die Altherrenliga der Bischöfe hat beschlossen es sich weiterhin gut
gehen zu lassen. Die Pension ist gesichert, Naja, nur noch so lange gesichert wie die BRD existiert. Wenn
die Hauptsiegermacht des 2.Weltkrieges pleite ist, werden auch die tributpflichtigen Vasallen pleite gehen.
Und dann ist auch die Pension der Bischöfe futsch. Offb. 18.Kap. Vielleicht nicht nur die Pension?
#22 LandorganistII 14:08:41 | Dienstag, 23. September 2008
@Kappes Ich beantworte Ihre Frage mit einem klaren nein. Ich habe prinzipiell nix gegen diese Gruppe.
Allerdings steht sie in Ungehorsam zum Papst und das kann ich als röm.-kath. Christ natürlich nicht
gutheißen. Außerdem scheinen mir die gesellschaftlichen Vorstellungen, die die Piusse so vertreten,
nicht mit der demokratischen Gesellschaftsordnung in Einklang zu stehen. Das kann ich als Staatsbürger
natürlich ebenfalls nicht gutheißen. Wenn Sie nur davon abließen den NOM zu verteufeln wäre schon
viel gewonnen. Ich hab auch nix gegen die alte Messe, wer meint, darin sein Seelenheil zu finden, bitte
sehr, soll er dort glücklich werden, die Bischöfe können gern das Angebot entsprechend ausweiten. Ich
erwarte aber, dass man mir, als „Anghänger“ den NOM gleichfalls mit den entsprechenden Respekt gegenüber
tritt. Da wird es aber schon schwierig. Wie sagt schon die Schrift: „Seid eines Sinnes!“
#21 Alkuin 13:59:44 | Dienstag, 23. September 2008
@Bellarmino Dazu sage ich: 1 Pet 3,15 (sei stets bereit etc…) als Herzensangelegenheit aufnehmen und
auch so leben. Fundamentaltheologie samt Apologetik ist nicht tot, sondern in Namen der „PC“ verdrängt
worden. Die NOM ist nicht das Problem. Das Problem ist kein einziges sondern eine Vielfalt an Probleme
z.B. die Gleichgültigkeit der Getauften, die seit ihrer Firmung nichts unternommen haben um im Glauben
zu wachsen. Die heutige Katechese ist eine Kuschelwelt von nichtssagende Politische Korrektheit, eine
Welt wo die Fundamente unseres Glaubens nicht mehr gelehrt oder geglaubt wird.
#19 LandorganistII 13:36:24 | Dienstag, 23. September 2008
@guntram So, so, und wahrscheinlich haben die Piusse auch die bestaussehendsten Priesterlein, nicht wahr?
Gut das diese vs. Gemeinde zelebrieren, diese könnte ob der Schönheit selbiger Praelaten in Extase geraten
und dem Amt nicht mit der geziehmenden Andacht beiwohnen. Ja, die alte Messe, doch, die hat schon so ihre
Vorteile. Wenn ich nun model-mäßige Eigenschaften hätte, könnte ich mich dann auch erfolgreich bei
den Piussen bewerben? Ich meine, als Örgler wird man doch weniger gesehen, da macht ein Pääp-Auge und
Segelohren doch nichts aus, oder? Und das elevationieren bekäme ich schon noch hin. Schade, dass ich
röm.-katholisch bin, sonst würde ich doch glatt noch zu den Piussen konvertieren. Aber man kann nicht
alles haben. Auf der einen Seite den vollkommenen, makellosen Priesterkörper am Altare, auf der anderen
Seite das ewige Seelenheil durch die Heilsmittel der heiligen und einzigen röm.-katholischen Kirche.
Da fällt dann die Entscheidung doch nicht schwer.
#18 Guntram 13:06:03 | Dienstag, 23. September 2008
genau LandorganistII: Altherrenliga?Sind die schismatischen Pius-Bischöfe etwa jünger? ja…sind sie!!!
Selbst die von liberalen Blödiane gescholtene Bischöfe sind wohl im Schnitt jünger als das Episkopat
in Deutschland. Von den Priestern der FSSPX ganz zu schweigen. Die FSSPX hat wohl auch die jüngsten aber
vor allem auch die besten Seelenhirten, die die römisch-katholische Kirche aufbieten kann. Da hat wohl
unser Landgurgler-II ein bisserl den Mund zu voll genommen. Maria mit dem Kinde lieb – uns allen Deinen
Segen gib!
Die Altherrenliga der gottfernen Bischöfen hat beschlossen es sich weiterhin gut gehen zu lassen. Die
Pension ist gesichert, und medienwirksame Auftritt werden nicht ausgelassen. Jesus Christus sieht die
Dinge allerdings ganz anders. Und ich bin nur ein ganz kleiner unbedeutender Sünder vor dem Herrn. Das
alleine lässt mich nicht in Glückseuphorien ausbrechen – eher das Gegenteil ist der Fall. Gottlob gibt
es die ewig gültige Messe. Sie ist für mich beschwerlich zu erreichen, aber die Sonntagliturgie möchte
ich auch weiterhin würdig zu Gott hin zelebriert wissen! jeder im glauben irrende darf in Deutschland
seine Blasphemien leben – der rechtgläubige Katholik hingegen wird ausgebootet.
#14 für die Kirche 11:55:38 | Dienstag, 23. September 2008
@Croustades: Bischöfe=Kirche? Kirche ist nicht mit der Diozösanstruktur gleichzusetzen, sie hat auch
was Transzendentes. Wenn nicht von Gott gestiftet, bedeuten die Bischöfe nicht mehr als Schuldirektoren.
Und die Eltern müssen auch nicht immer alles hinnehmen, was an der Schule passiert. Außerdem, die deutschen
Bischöfe reprensentieren nur einen Bruchteil der Gesamtheit der Bischöfe in der ganzen Welt. Und die
Bischöfe in ärmeren Gegenden sind vielmehr romtreuer, und gerade Bischöfe aus nicht west-europäischen
Räumen haben weniger Problem mit der Wiedereinführung der Alten Messe.
#13 Croustades 11:49:48 | Dienstag, 23. September 2008
Wirklich launig wie hier die Treue zur Kirche vorgeschoben wird um sie hintenherum zu umgehen . Wer wirklich !
treu zur kath Kirche steht , kann nie wollen dass die „Bischofsbagage“ so betitelt und denunziert wird .
Zur kath Kirche gehören auch immer der Respekt vor den Bischöfen und somit auch vor unserem Papst !
Auch wenn uns nicht immer gefallen mag , was getan oder gesagt wird, so muss man doch sehen , dass sie
von Gott eingesetzt wurden. Wer mit einem Funken Gottvertrauen durch das Leben geht, wird sich sicher
sein , dass ER richtet – somit sollten wir uns das nie anmaßen. Wer seinen Herrn liebt weiß, dass dem
der Gott liebt alles zum Besten gereichen wird (Nachzulesen im Römerbrief). Auch vermeintlich falsche
Entscheidungen der DBK. Wie also kann man sich anmaßen hier so dermaßen niveaulos zu schimpfen?
#12 Fabianus 11:46:54 | Dienstag, 23. September 2008
Interessant Der Erzbischof kritisierte bei der Eröffnung der Herbstvollversammlung, daß die Glaubenstraditionen
in Deutschland verloren gegangen seien. Die Gläubigen würden sich heute verschiedene Glaubensinhalte
willkürlich zu einem „Potpourri“ an religiösen Vorstellungen zusammenmixen. Das von den romtreuen,tief
in der katholischen Tradition verhafteten Bischöfen zu hören ist köstlich.
#11 Franz Kappes 11:40:25 | Dienstag, 23. September 2008
Berechtigte Wünsche Mich würde interessieren war für den Vorsitzenden der DBK „berechtigte Wünsche“
sind. Dann muss es ja auch unberechtigtes Wünsche geben.
#10 für die Kirche 11:34:18 | Dienstag, 23. September 2008
@Bellarmino: Angst der Bischöfe Lieber Bellarmino, die Bischöfe haben Angst, weil sie im Grunde autoritär
denken und handeln! Da die NOM jetzt Usus ist, haben sie Angst, durch die Eigeninitiative und die übermäßige
Laienbeteiligung der Alten Messe ihre 100% Kontrolle zu verlieren. Aber das II. Vatikanum sagt, die Laien
sollen ihren Glauben intensivieren und apostolisch wirken. Paradoxerweise haben die Bischöfe, die diese
Idee nach außen predigen, gerade Angst davor, daß die Laien mehr wollen, als sie jetzt haben.
Diese ganze deutschsprachige Bischofsbagage gehört (bis auf wenige Ausnahmen) eher heute als morgen ausgewechselt.
Für die kath. Kirche sind sie nur schädlich.
#8 Bellarmino 11:30:00 | Dienstag, 23. September 2008
@alkuin gebe ihnen 100% recht. es ist sehr traurig. ich frage mich, warum haben gerade bischöfe so angst
vor aktiven und mündigen menschen. also mündig im sinne, dass sie wissen, wie sie ihren kathoischen
glauben leben möchten, nämlich(und das ist das paradoxe) innerhalb der kirchlichen lehre und tradition(im
allgemeinen). wenn man heute nicht mit irgendetwas von außerhalb ankommt, ist man traditionalist. ich
leide darunter, ganz ehrlich. denn ich würde mich nicht zu dem rechts außen spektrum unserer kirche
zählen, liebe aber die tridentinische messe. und da kannst du dann sagen, oder auch beweisen, was immer
du willst, du bist für die abgestempelt. ist das ein deutsches, oder katholisches, oder schlichtweg menschliches
problem?
Deutschland ist Missionsland „Deutschland sei zu einem Missionsland geworden sei. Doch die Katholiken
täten sich schwer, offensiv über ihren Glauben zu sprechen. Das müsse sich ändern.“ Was passiert wenn
ein Katholik über sein Glauben „offensiv“ spricht/schreibt? Von katholischer Seite wird er als Fundi
verunglimpft und von der Protti Seite als intolerant und verletzend dargestellt.
#2 LandorganistII 09:35:54 | Dienstag, 23. September 2008
Wer sagt das??? Beobachter am Rand der Konferenz erklärten, daß vor allem die Bischöfe ihre inhaltsleere
Schaumsprache ablegen und in ihren öffentlichen Stellungnahmen Christus und die Kirche klar und deutlich
bezeugen sollten. +net! Wer sind die Beobachter am Rand? Fakten, Fakten, Fakten, bitte. Aber da erwarte
ich Unmögliches, ich weiß es wohl.
#1 juergen 09:28:07 | Dienstag, 23. September 2008
Richtig Es gibt aber auch Leute, die interessiert daran sind, mehr zu erreichen, als Bedarf ist. Recht
hat er! Viele dieser Leute schreiben bei kreuz.net in den Lesermeinungen und machen Stimmung…