17:12:36 | Dienstag, 23. September 2008
Der Tod des bekennenden Lutheraners kam überraschend. Ohne das Christentum droht Selbstzerstörung und Rückfall in Barbarei und Totalitarismus. Von Andreas Späth.

Der Stuttgarter Sozialphilosoph Günter Rohrmoser
(kreuz.net) Nach kurzer, schwerer Krankheit starb am 15. September um die Mittagszeit der bekannte Sozialphilosoph
Günter Rohrmoser (80) in einer Stuttgarter Klinik.
Der Verstorbene hat an den Universitäten Münster
und Tübingen neben Philosophie auch Theologie, Geschichte, Germanistik und Nationalökonomie studiert.
Im Jahr 1961 habilitierte er sich an der Universität Köln über den deutschen Philosophen Georg Wilhelm
Friedrich Hegel († 1831).
Seit dem Jahr 1976 war er Ordinarius für Sozialphilosophie an der Universität
Hohenheim.
Daneben lehrte er bis zum Sommer 1996 Politische Philosophie an der Universität Stuttgart.
Die Schwerpunkte von Rohrmosers Arbeit lagen auf den Gebieten der Religionsphilosophie, der Philosophie
des Politischen und der Theorie der Gesellschaft.
Rohrmosers Vorlesungen – die er bis zuletzt neben seiner
Vortragsarbeit regelmäßig hielt – waren bis zum Schuß gut besucht.
Der Verstorbene war ein Universalgelehrter,
wie man ihn heute kaum noch findet. Er hielt alle seine Vorträge und Vorlesungen in freier Rede.
Zu
seinem Genie gehörte nicht nur das klare und elementarisierte Erklären komplexer Sachverhalte, sondern
auch ein großer theologischer Weitblick.
Rohrmoser war stets bestrebt die Erkenntnisse seiner Arbeit
auch außerhalb des Wissenschaftsbetriebes Interessierten zu vermitteln.
Seine große Sorge galt – so
sein Schüler Professor Harald Seubert in einem Nachruf – „der Wiederherstellung der genuin christlichen
Frage in der Moderne: Ohne sie droht, wie er wußte, der Kultur Selbstzerstörung und Rückfall in Barbarei
und Totalitarismus.“
So sah Rohrmoser die Alternativen der Zukunft in den Gegensätzen „Christentum oder
Barbarei“.
Weil Rohrmoser bekennender lutherischer Christ war und nur in einer „konservativen Theologie“ –
also einer Theologie die an die Wurzeln geht und fest auf den Herrn und Heiland vertraut – das Heil erkennen
konnte, empfing ihn sogar Papst Johannes Paul II.
Von den zahlreichen Schriften und Büchern Rohrmosers
verteilte allein der Verein
‘Die Wende’, der nach einer Idee Rohrmosers gegründet wurde, über 150.000
Stück.
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#14
Dr. Lothar Ziegler 08:06:00 | Donnerstag, 25. September 2008
#13
Major Kong 22:33:44 | Mittwoch, 24. September 2008
#12
Aliatus 11:40:16 | Mittwoch, 24. September 2008
#11
Strepto von Kokke 10:58:55 | Mittwoch, 24. September 2008
#10
SignumSalutis 23:55:13 | Dienstag, 23. September 2008
#9
Regina Wilden 23:50:41 | Dienstag, 23. September 2008
#8
Rodolfo Panetta 22:51:44 | Dienstag, 23. September 2008
#7
karljosef 21:23:45 | Dienstag, 23. September 2008
#6
Gotthard 19:41:15 | Dienstag, 23. September 2008
#5
JMX 19:10:32 | Dienstag, 23. September 2008
#4
Jesuit † 18:59:36 | Dienstag, 23. September 2008
#3
Earendil 18:57:43 | Dienstag, 23. September 2008
#2
Jesuit † 18:06:50 | Dienstag, 23. September 2008
#1
derLeser 17:28:51 | Dienstag, 23. September 2008