Orden
Jesuitenpater abgefallen
Die Entlassung kam nach einer langjährigen Tätigkeit in verschiedenen sozialen Bereichen und in der Hochschulseelsorge. Jetzt ist die Zukunft für alle Beteiligten offen.
Heiner Sternemann auf der Webseite der 'KHG'.
Heiner Sternemann auf der Webseite der ‘KHG’.
(kreuz.net) Der deutsche Jesuitenpater Heiner Sternemann (46) hat „aus persönlichen Gründen“ um Entlassung aus der Gesellschaft Jesu gebeten.

Das gab das Erzbistum Bamberg auf seiner Webseite bekannt.

Sternemann war bis zu seinem Abgang Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde in Nürnberg.

Sein Ansuchen wurde vom Provinzial der Deutschen Jesuiten, Pater Stefan Dartmann, am 17. September mit sofortiger Wirkung angenommen.

Der Jesuitenorden bedauert die Entscheidung Sternemanns und die sich daraus ergebenden Folgen für die Katholische Hochschulgemeinde.

Biographie

Heiner Sternemann wurde im Jahr 1962 in Bochum in Nordrhein-Westfalen geboren und besuchte in der Stadt das Gymnasium.

Er studierte in Bochum und Luzern Theologie. Danach arbeitete er ein Jahr auf einer Baustelle für ein Jugendzentrum in Ravensburg.

Im Jahr 1987 trat er in Nürnberg dem Jesuitenorden bei. Von 1989 bis 1993 studierte er Sozialpädagogik und Sozialarbeit in München. Danach arbeitete er in einem Flüchtlingslager für vietnamesischen Bootsflüchtlinge in Malaysia.

1994 empfing er die Priesterweihe. Die nächsten drei Jahre wirkte er bei den Jesuiten in München.

Von 1997 bis 1999 arbeitete er in einem Flüchtlingslager der Jesuiten in Sarajevo in Bosnien.

Im Jahr 2000 absolvierte er die ordensinterne Ausbildung des Tertiats in Sydney.

Seit Oktober 2000 wirkte er in Nürnberg als Hochschulpfarrer.

Das Programm der Hochschulgemeinde soll in diesem Wintersemester nach Möglichkeit wie geplant durchgeführt werden.
      
24 Lesermeinungen
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#24   Ignatius von Loyola   14:54:54 | Donnerstag, 4. Februar 2010
Reaktion auf Leserbrief von Major Kong
Ich habe es sehr treffend gefunden, das procedere so anzugehen: 1.) Laisierungsantrag
2.) Brautschau
3.) Frau Sternemann möge die Hosen anhaben in dieser Beziehung und dem Ehrenwerten Tips geben, wie er von seinem unglücklichen Händchen für unvorteilhafte T-Hemden loskommen kann. Anscheinend haben die Mitbrüder von Heiner Sternemann diesbezüglich es sträflich vernachlässigt, ihn darauf hinzuweisen.
Ich hoffe, dass Herr Heinemann bezüglich seiner Damenwahl ein glücklicheres Händchen gehabt hat, als bei der Wahl seiner Garderobe. (Ist natürlich löblich, dass er zumindest seine Armutsgelübde ernst genommen hat. Aber vielleicht ist gerade das ein Auslöser dafür, dass die Damenwelt seine inneren Werte erkannt hat.)
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#23   Mathilde   21:02:13 | Sonntag, 5. Oktober 2008
Der Priester ist kein Sozialarbeiter, seine Weihe ist das Wichtigste
diese ist das Zeichen der direkten Nachfolge Christi, alle anderen sind selbsternannt und daher ungültig. Das Siegel des Priesters ist ewig, es bleibt auch nach der Laiisierung. Da heute die Leute auf ein Weihe- oder Eheversprechen in ihren egoistischen Vorhaben keinerlei Rücksicht mehr nehmen, sollten doch Ordenleute und Priester ihren Kasten sorgfältig selber sauber halten. Das fängt bei kleinen Verhaltensweisen an und endet bei großen. Ich habe bei Tagungen beobachtet, wie ein Ordensmann sich nach kurzer Frist mit einer jungen Frau, die ihn unübersehbar angehimmelt hat, gleich zu einem längeren Spaziergang in die freie Natur (allein zu zweit natürlich) verabredet hat. Solche und ähnliche Verhaltensweisen sind geeignet, über kurz oder lang jede Berufung (und auch Ehe)zu ruinieren. Oft genug stellen die Orden die Leute, die den Abfall verursachen auch noch selbst ein bzw.werden von der Kirche finanziert. Einer weltlichen Ehescheidung geht oft auch ein jahrelanges Ringen voraus, trotzdem wird mindestens ein (bei Widerspruch sogar drei) offizielles Trennungsjahr/Besinnungsjahr vor der Scheidung verlangt. Bei den Ordensleuten sollten es mindestens drei sein, bevor ihrem Antrag stattgegeben wird. Außerdem ist eine Versetzung angesagt, die den Ordensmann/die Ordensfrau aus der Verstrickung herausholt. Ist doch klar, dass eine unbeeinflusste Entscheidung gar nicht möglich ist, wenn die für den Austritt maßgebliche Person, weiterhin im Umfeld ist und allerlei gestattet.
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#22   Marcelus   18:51:56 | Samstag, 4. Oktober 2008
@undjetztnochder: Die Frage ist an Sie zu richten
Meinen Sie das wirklich, was Sie da schreiben? Versexte Welt? Große Hure Babylon?
Würden Sie für Europa und die westliche Welt das Gegenteil behaupten?
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#21   undjetztnochder   18:42:41 | Samstag, 4. Oktober 2008
@mathilde
Meinen Sie das wirklich, was Sie da schreiben? Versexte Welt? Große Hure Babylon? Was halten Sie von nicht-zölibatären Priestern, in anderen Religionen, bei den Protestanten? Alles schlechtere Pfarrer? Glauben Sie wirklich, dass der Zölibat das Wichtigste bei einem Priester ist, also dass alle anderen Eigenschaften, Fähigkeiten, Engagements einschl. seines Glaubens und seiner Religiosität sekundär oder tertiär sind? Und: sind Sie wirklich eine Frau, wie ihr Pseudonym suggeriert? – Ich kann das alles nicht glauben!
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#20   Mathilde   21:38:43 | Dienstag, 30. September 2008
@franziskus, der Zölibat und die Weihe ist das Wichtigste beim Priester
und es völlig unwichtig, ob durch ein Versprechen oder ein Gelübde. Ein Versprechen nimmt man nicht zurück. Wie sollen die Weltlichen ihr Ehegelübde einhalten wollen, wenn die Priester und sogar die Ordensleute ihr Versprechen relativieren wollen. Die Zukunftsvision, dass einige zölibatäre Priester als fliegende Händler herumreisen und die anderen als Verheiratete den eigentlichen Dienst tun, ist doch nur dekadent. Gilt denn Christus gar nichts mehr? Der Priester soll ein Zeichen setzen mit seinem Zölibat in einer total versexten Welt. Das ist die Kampfansage gegen die große Hure Babylon, die jetzt überall umherreitet und alle einfangen will! Was sollen wir in der jetzigen Lage mit Priestern, die sich als Angestellte fühlen und auch so ihren Dienst verrichten! Das sind keine Menschenfischer! Die wichtigste Freundschaft für einen Priester ist Christus, diese muss auch durch Gebet und Hingabe intensiv gepflegt werden, sonst kann er im Weltgetümmel nicht bestehen. Dann kann er auch allein stehen, von Freundschaften, ob im Orden oder in der Welt, kann er das nicht abhängig machen.
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#19   Major Kong   23:34:52 | Donnerstag, 25. September 2008
Der Witz ist alt, das Thema aber auch.
@ Jesuit
Der Witz ist alt, damit habe ich die Protties (Ihre ökumenischen GeschwisterInnen) früher immer geärgert.
Wenn ich mir Ihre Beiträge hier so durchlese, stellt sich mir die Frage, ob Sie wirklich Angehöriger der Gesellschaft Jesu sind. Wenn ja, gilt mein Vorschlag für Laisierungsverfahren auch für Sie :(3
An den Hw. Herrn Pater gerichtet, schlage ich ein ordnungsgemäßes Laisierungsverfahren vor. Nach Abschluss kann er sich dann auf Brautschau begeben. Vorzugsweise nach einer Dame, die ihn aus seinen hässlichen T-Hemden befreit.
Anbei: So wenig sympathisch der Herr Pater mir erscheint, allein das Eingeständnis hinsichtlich seiner „Berufung“ einem Irrtum aufgesessen zu sein, begründet keinen Glaubensabfall.
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#18   franziskus   19:09:31 | Donnerstag, 25. September 2008
@Mathilde: Scheiden tut immer weh!
Meist ist es ein jahrelanges Ringen mit Freunden und mit sich selbst. Ein Pastoraltheologie riet seinen Studenten, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, damit sie regelmäßig einen wirklich guten Berater oder Beichtvater aufsuchen könnten.
Freundschaften im Orden werden immer schwieriger durch den Zuzug ausländischer Mitbrüder.
Die erste Alternative wäre ja, Priester zu bleiben und außerhalb des Ordens in einer Diözese den Beruf auszuüben.
Aber auch dort gelten die Regeln des Zölibats, wenn auch nur durch ein Versprechen und nicht durch ein Gelübde abgesichert.
Experten haben immer schon die Weihe von erprobten Eheleuten verlangt, die nebenberuflich am Wohnort Messe feiern dürfen, während zölibatäre Priester als eine moderne Art von Wanderpredigern neue Horizonte der Bildung oder Abwechlung eröffnen.
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#17   für die Kirche   19:02:17 | Donnerstag, 25. September 2008
@alle: ein Jesuitenwitz
Frage: Was ist die Gemeinsamkeit zwischen Dominikanern und Jesuiten?
Antwort: Beide Orden bekämpfen die Häresie.
Frage: Was ist der Unterschied?
Antwort: die Jesuiten bekämpfen die Protestanten und die Dominikaner Albigenser.
Frage: Welcher Orden ist dabei erfolgreicher?
Antwort: Finden Sie jetzt noch einen Albigenser?
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#16   Mathilde   13:11:25 | Donnerstag, 25. September 2008
Warum werden solche Ersuchen um Entlassung aus der SJ sofort nachgegeben?
Wenn qualifizierte Pfarrer und Ordensleute an den Brennpunkten wirken, wird zwangsläufig ihre Berufung in Frage gestellt. Warum wird nicht erst nach den Gründen geforscht, mit den Leuten geredet und ihnen eine mindestens einjährige Bedenkzeit auferlegt? Oft sind die Leute bloß verliebt und das hat sich nach einem Jahr gegeben. Ein Ordengelübde ist wie ein Ehegelübde. Sogar vor einer weltlichen Scheidung wird eine einjährige Bedenkzeit gefordert.
Außerdem muss sich ein Orden überlegen, wie die ständige Rückbindung aussehen muss, wenn Ordensmitglieder im weltlichen Getümmel arbeiten.
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#15   franziskus   09:00:02 | Donnerstag, 25. September 2008
Jesuiten wieder aufheben?
Wird nicht gelingen, denn damals im 18.Jahrhundert waren mächtige „christliche“ Staaten dahinter. (Nur Preussen und Russland haben die Aufhebung nicht mitgemacht). Das „Heilige Experiment“, ein Jesuitenstaat in Südamerika ohne Sklaverei passte ihnen nicht.
Jesuiten studieren viel länger als andere und sind sicher up to date zum Wohle der Kirche.
:)3
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#14   LandorganistII   08:09:45 | Donnerstag, 25. September 2008
Wenn hetznet
über jeden „Abfall“ berichten will, hat es seine Existenzberechtigung über Jahre gesichert.
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#13   Kilian   13:54:07 | Mittwoch, 24. September 2008
Elijahu
Es sind aber nicht nur die Jesuiten, sondern auch die Dominikaner, die sich gerne in den dreckigsten Suhlen des Modernismus wälzen.
Überhaupt: die Orden, welch fürher so viel Segen und gute katholische Lehrer waren, sind heute das genaue Gegenteil geworden.
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#12   Elijahu †   13:51:01 | Mittwoch, 24. September 2008
Die „hohen Würden“…
…haben die Jesuiten schon vor einer ganzen Weile abgelegt und suhlen sich jetzt ganz unverhohlen im Dreck des Modernismus. Wenn ich das Wörtchen Jesuit höre bin ich innerlich schon immer auf die schlimmsten Häresien gefasst, die diesem Wörtchen unweigerlich folgen werden.
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#11   freddie schenk   13:48:24 | Mittwoch, 24. September 2008
Interessant,
dass Sternemann hier in +.net nicht mit „Hochwürden“ tituliert wird, hat er doch die Priesterweihe empfangen. Ob das was mit den Jesuiten zutun hat oder mit seinem Ausscheiden aus dem Orden?
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#10   Kilian   13:32:31 | Mittwoch, 24. September 2008
Jesuit
Der ist gut!
Bravo! Den lern ich gleich auswendig.
Danke.
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#9   Jesuit †   13:29:31 | Mittwoch, 24. September 2008
Kapuziner????
Ein Kapuziner kommt zum Himmel, klopft bescheiden an und wird unauffällig hineingelassen. Nach einiger Zeit bemerkt er eine aufgeregte Geschäftigkeit. Blumen werden herbeigerückt, ein roter Teppich ausgerollt, alle Kerzen angezündet. Er erkundigt sich, was das bedeute, und erfährt, man erwarte einen Jesuiten. Das versteht er nicht, und er fragt bei Petrus, ob denn im Himmel nicht Gerechtigkeit ohne Bevorzugung herrsche, wieso man also bei einem Jesuiten so viel Aufhebens mache, während man seinen Eintritt kaum beachtet habe. Er erhält die Antwort: „Weißt du, Kapuziner treffen hier fast jede Woche ein, aber du ahnst nicht, wie lange es her ist, dass wir einen Jesuiten bei uns begrüßen konnten.“
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#8   Kilian   12:51:07 | Mittwoch, 24. September 2008
Jesuit
Wie wäre es mit Kapuziner oder Chorherren?
Da war auch einmal eine Jesuit in einem Zugabteil gesessen. Nach einer Weile gesellte sich ein echter Kapuziner zu den Jesuiten, mit einem schönen, großen, feuerroten Bart. Lange mustert der Jesuit den Kapuziner, dann sagt er zu ihm, mit einem verschmizten Lächeln:
„Also, so wie sie aussehen, so stelle ich mir den Judas vor, der unsern Herrn verraten hat.“
Der Kapuziner lehnt sich tief in seinen Stitz zurück, fährt einmal über seinen feuerroten Bart und sagte nur mit strahlenden Augen: „Aber bitte, mein lieber Bruder in Christo, sie vergessen, daß auch Judas in der Gesellschaft Jesu war…“
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#7   Franziskus777   11:59:20 | Mittwoch, 24. September 2008
SInd doch eh so offen…
Die sind doch eh so offen. Ich denke, dass da alles ginge, wenn man es richtig anzustellen weiss!
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#6   Jesuit †   11:36:11 | Mittwoch, 24. September 2008
Nochmal, weil ich mich vor mails nicht retten kann!
Nein, ich bins nicht!
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#5   RJH   11:33:17 | Mittwoch, 24. September 2008
Am Zölibat gescheitert!
Nürnberger-Nachrichten: www.nn-online.de/artikel.asp?art=885232&kat…
„Sternemann begründet seinen Austritt damit, dass er auch nach Jahren im Jesuitenorden in der zölibatären, ehelosen Lebensform keine echte Ruhe gefunden habe.“
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#4   Jesuit †   11:14:46 | Mittwoch, 24. September 2008
Kilian!
Wohin soll ich mich dann wenden??????
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#3   Kilian   11:09:44 | Mittwoch, 24. September 2008
Die Jesuiten
sollte man vielleicht wieder einmal aufheben…
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#2   Jesuit †   11:07:18 | Mittwoch, 24. September 2008
AN ALLE!!!!!
Ich bins nich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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#1   Hank   11:06:45 | Mittwoch, 24. September 2008
Er hätte
von vornherein Sozialarbeiter werden sollen. Hätte viel Ausbildungsgeld gespart.
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