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Umstrittene Einladung + Päpstlicher Privatsekretär wollte Kartäuser werden + Vorläufige Einigung + Schreibtischposten + Protestanten haben Ärger mit Lehman
Papstmesse in Paris
Papstmesse in Paris
© Ammar Abd Rabbo, CC
Umstrittene Einladung

Vatikan. Bei der Bischofssynode im Oktober wird erstmals auch ein Rabbiner eine Ansprache halten. Papst Benedikt XVI. hat den Oberrabbiner von Haifa, Schear Jaschuw Cohen, gebeten, am 6. Oktober zu referieren. Cohen betrachtet die Einladung als „Zeichen der Hoffnung“. Einige Kollegen hätten ihm geraten, die Einladung abzulehnen. Denn der interreligiöse Dialog sei ein Versuch, Juden zu bekehren. Sollten diese Kollegen recht haben mache er einen Fehler – so Cohen: „Ich glaube aber nicht, daß dies der Fall ist.“

Päpstlicher Privatsekretär wollte Kartäuser werden

Deutschland. Der Privatsekretär des Papstes, Prälat Georg Gänswein, wollte ursprünglich in einen strengen Orden eintreten. Das sagte er dem Magazin der deutschen Zeitung ‘Zeit’: „Die Kartäuser haben mich angezogen“ – so Prälat Gänswein: „In einem Kartäuserkloster habe ich einmal bei einem alten Mönch gebeichtet. Ich fragte ihn: ‘Pater, was soll ich tun?’ Er sagte mir: ‘Erst mal mach dein Studium zu Ende. Wenn dann noch Fragen offen sind, komm wieder.’“ Später habe er Benediktinermönch werden wollen: „Es ist dann mehr und mehr darauf hinausgelaufen, das zu werden, was ich nie sein wollte und jetzt bin: Weltpriester.“

Vorläufige Einigung

Deutschland. Der frühere Pfarrer von Meckenheim, Hw. Michael Jung, fügt sich vorläufig seiner Amtsenthebung. Im Gegenzug wird das Erzbistum Köln seine Suspendierung aufheben. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘ddp’. Hw. Jung wird die noch in seinem Besitz befindlichen Schlüssel zu den Kirchen und Pfarrräumen abgeben.

Schreibtischposten

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat mehrere Priester in das Beratungsgremium des päpstlichen Büros für die Liturgie ernannt. Unter ihnen ist der deutschstämmige Pater Uwe Michael Lang, der zum Londoner Oratorium St. Philipp Neri gehört. Ein weiterer Berater ist der Benediktinerpater Paul Gunter, der an der päpstlichen Hochschule Sant’Anselmo Liturgiewissenschaft lehrt.

Protestanten haben Ärger mit Lehman

Deutschland. Die Evangelisch-Lutherische Gemeinschaft in Oldenburg soll beim Zusammenbruch der US-Investmentbank ‘Lehman Brothers’ über eine ihrer Hausbanken Anlagen in Höhe von etwa 4,3 Millionen Euro verloren haben. Die US-Bank hatte am 15. September Insolvenz angemeldet.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Vineta   02:25:07 | Freitag, 26. September 2008
@ Clarissa Colonia, die findet, von einer Judaisierung der Kirche könne keine Rede sein
Wie es scheint, sind Sie hier die berufene Instanz, die unter Umgehung des garstigen Etiketts Judaisierung gewisse mysteriöse Vorgänge in der Kirche richtig zu deuten weiß, Vorgänge – als da z.B. sind:
1) Auf jüd. Einspruch hin wollte Kardinal Meisner von seinem Vergleich der getöteten 9 Mio. Ungeborenen mit dem Holocaust nichts mehr wissen. Er beugte sich der jüd. Anschauung, die gewisse Unterschiede kennt zwischen dem Wert eines Ungeborenen und dem eines Geborenen.
2) Kaum mehr auf jüd. Druck hin, sondern nur um den Juden zu gefallen, werden Mrd. € dafür aufgewendet,überall Holocaustmahnmale zu errichten und zu unterhalten, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen, Rußland, Südafrika, Australien, USA usw., deren Anzahl in die Tausende geht. Wo bleibt da das klärende Wort der KIrche ? „ Jetzt nach über 60 Jahren sollte man es damit genug sein lassen. Der teure Beton kann weder den Opfern helfen noch neues Böses verhindern. Es gibt großes Leid in der Welt. Vielen Notleidenden könnte doch mit diesen Milliarden geholfen werden!“ wagt in der Kirche keiner zu sagen, nicht mal zu denken“!
3) Im Widerspruch zum NT u. im Gegensatz zur Tradition gibt es seit Jahrzehnten schon nicht mal den leisesten Versuch einer Judenmission, ängstlich wurde dieser Begriff tabuisiert.
4)Unwidersprochen vom Papst reden Lehmann u. Kasper von einem Sonderweg der Juden zum Heil ohne Taufe.
5) Der Papst formulierte die Karfreitagsfürbitte freundlicher, Knobloch usw. fordern: Ganz weg damit!
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#13   iustus   20:38:22 | Donnerstag, 25. September 2008
@Freinsberg
Na bravo! :-]
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#12   SignumSalutis †   17:13:23 | Donnerstag, 25. September 2008
J. Ratzinger/Papst Benedikt XVI. in 30Tage
Die in 30Tag erschiene Erläuterung J. Ratzingers zum Buch Lang’s läßt eher den Wunsch nach einer entemotionalisierten Diskussion zum Thema „Zelebrationsrichtung“ erkennen (das muss man den ketz.net-Machern sicher erklären, was das ist. Hier gibt es wohl niemanden, der denkt, dass man auch ohne Polemik über Liturgie reden kann.)
Mir scheint: Papst Benedikt möchte weder „vorwärts in die Vergangenheit“ noch „weiter so“, was die Liturgie betrifft. Und der Text in 30Tage zeigt auch, dass ernichts plant, was an den Intentionen des Konzils vorbeigeht. Teilweise in der kirchlichen Praxis verbreitete Ringelpietz-Liturgie möchte er – verständlicherweise – abstellen, und geht dabei wohl vorsichtig und unpolemisch vor.
J.Ratzinger 30Tage www.30giorni.it/te/articolo.asp?id=3486
SignSal
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#11   Freinsberg   13:10:16 | Donnerstag, 25. September 2008
@ sacerdos helveticus
na, servus! :-(
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#10   sacerdos helveticus   12:37:51 | Donnerstag, 25. September 2008
Vielversprechende Ernennungen, nicht nur „Schreibtischjob“
Scheinbar sind auch die anderen neuernannten Konsultoren des Päpstlichen Liturgiebüros Vertreter einer
neuen Richtung, wie sie auch vom Päpstlichen Zeremoniar Msgr. Guido Marini vertreten und praktiziert wird.
Einer der Neuernannten ist Msgr. Nicola Bux, der der „Tridentinischen Liturgie“ sehr positiv gegenübersteht.
Die anderen Neuernannten sind P. Paul C.F. Guenther OSB, der auch dem Herausgeberkreis der neugegründeten Zeitschrift „Usus Antiquior“ angehört, sowie P. Mauro Gagliardi vom Päpstlichen Athenäum Regina Apostolorum (=Legionäre Christi) und P. Juan José Silvestre Valor von der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz (=Opus Dei). (Nach Angaben auf motu-proprio.de)
Wahrscheinlich ging es darum. durch die Auswahl der neuen Konsultoren dem Kurs des neuen Zeremoniars die notwendige (auch liturgiewissenschaftliche) Unterstützung angedeihen zu lassen.
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#9   clarissa colonia   12:30:31 | Donnerstag, 25. September 2008
Werter Tilly,
Sie schrieben:
„Die Einladung eines jüdischen Rabbiners ausgerechnet zu einer Bischofssynode lässt leider Ungutes vermuten!
Und paßt sehr gut in das Konzept einer Judaisierung der Römischen Kirche seit dem II.Vatikanum.“
Zunächst ist die Bischofssynode ein rein beratendes Gremium für den Pontifex; Entscheidungsbefugnisse besitzt sie nicht.
Zweitens sind zu nahezu allen Konzilien, den „kanonischen“ wie den „kaiserlichen“, Menschen mit anderen theologischen Auffassungen eingeladen worden, Ihre Standpunkte darzulegen – durchaus mit unterschiedlichen Intentionen. Die Konsiläre haben sich das angehört und dann die doktinäre (manchmal auch disziplinarische) Meinung der Kirche dazu formuliert oder gar definiert. – Wenn das bei einer deliberationsberechtigten Körperschaft wie einem Konzil unverdächtig war, wieso sollte es dann bei einer Körperschaft ohne Entscheidungsbefugnisse gefährlich sein?
Drittens wüßte ich nicht, worauf sich die von Ihnen behauptete Judaisierung der Kirche stützen sollte; also in dem Umfeld, das ich überblicken kann, wird noch immer Eucharistie gefeiert und kein Sedermahl abgehalten. Und auch in der (sogenannten) theologischen Literatur (sogar solcher, die hier vielleicht als „modernistisch“ gelten würde), die ich gelegentlich (entspannungshalber) zur Kenntnis nehme, ist noch nirgendwo die Gottessohnschaft Jesu Christi geleugnet und die Rückkehr in die Synagoge gefordert worden.
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#8   Tilly   11:50:29 | Donnerstag, 25. September 2008
Rabbiner bei Bischofssynode?
@clarissa colonia
Erst einmal scheinen Sie einer Fehleinschätzung erlegen zu sein:ich bin keineswegs die Reinkarnation des Feldherrn Tilly. Sondern nur ein großer Bewunderer des selben.
Außerdem kann der Papst natürlich jeden Einladen den er will.
Die Einladung eines Jüdischen Rabbiners ausgerechnet zu einer Bischofssynode lässt leider ungutes vermuten!
Und paßt sehr gut in das Konzept einer Judaisierung der Römischen Kirche seit dem II.Vatikanum.
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#7   clarissa colonia   11:35:44 | Donnerstag, 25. September 2008
Werter Tilly,
in der Literatur werden Sie staunenswerterweise beschrieben als „Mensch mit fast übertriebener Selbstdisziplin, der nie auf den Gedanken gekommen wäre, andere Befehle als die seines Herzogs oder die des Kaisers auszuführen“. Handelt es sich dabei etwa um eine gravierende Fehleinschätzung, die Sie zu korrigieren trachten?
Wenn Sie jemanden zu sich einladen, um mit ihm ein Gespräch zu führen, würden Sie sich wohl Kommentare von Nachbarn über Ihre Gäste verbitten! Warum, so frage ich mich, würden Sie ohne mit der Wimper zu zucken für sich Rechte beanspruchen, die Sie anderen absprechen wollen? Darf der Pontifex nicht jeden einladen oder mit jedem reden, oder ist er da (seit wann?) von Ihrer Meinung oder Genehmigung abhängig?
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#6   Tilly   11:13:57 | Donnerstag, 25. September 2008
Rabbiner bei Bischofssynode?
Was sucht ein Rabbiner bei einer Katholischen Bischofssynode?
Haben die Hebräer nun Jesus Christus angenommen? Die Schmähstellen über unseren Herrn aus dem Talmud getilgt?
Steht jetzt nach den Änderungen auf Druck der Hebräer neuerliches bevor?
Ist der Papst Herr der Katholischen Kirche oder die Rabbiner?
Die Vorgänge in Rom werden immer Sonderbarer!
Herr hilf unserer Hl. Kirche.
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#5   Strepto von Kokke   10:43:59 | Donnerstag, 25. September 2008
@Pünktchen .
Die „Lehmann Brothers“
:-D :(3
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#4   Ministrant   10:42:49 | Donnerstag, 25. September 2008
@ .chen
Ja das würde manchem so passen…aber leider ist dass nur eine Traumphantasie…des Trachtenvereins Pius X. und seiner schismatischen Anhängerschaft. o^/
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#3   Pünktchen   10:40:01 | Donnerstag, 25. September 2008
Die „Lehmann Brothers“
melden Insolvenz an! www.dbk.de/…s/pict0108_klein.jpg ^-^
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#2   Colombe de la paix   09:00:14 | Donnerstag, 25. September 2008
@ Pünktchen
:)3 mehr kann man zu diesem Artikel auch nicht sagen! :-D :-D :-D
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#1   Pünktchen   08:57:19 | Donnerstag, 25. September 2008
„Protestanten haben Ärger mit Lehman“
Und wie viele würden an diese Aussage noch gerne ein kleines „-n“ anhängen!?? ^-^
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