Vatikan. Papst Benedikt XVI. fordert die Gleichbehandlung von katholischen Schulen mit staatlichen
Schulen. Erst dann hätten Eltern für ihre Kinder die freie Wahl. Das erklärte der Heilige Vater bei
einer Audienz für die Teilnehmer eines Kongresses des „Studienzentrums für die Katholische Schule“ –
einer Initiative der italienischen Bischofskonferenz. Benedikt XIV. forderte das Studienzentrum auf, das
katholische Profil der Privatschulen zu schärfen.
Mehr als Brotbacken und Mahlhalten
Deutschland. Seit
2001 gibt es eine Mappe zur Erstkommunionvorbereitung, die mehr bietet als „Brotbacken“ und „Mahlhalten“.
Das berichtete das deutsche ‘Priesternetzwerk’ kürzlich in einer Aussendung. Der Kurs heißt „Jesus,
wir kommen“ und erscheint neu im Dominus-Verlag. Er vertritt eine katholische Richtung und wurde vom Rektor
der päpstlichen Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz bei Wien, Pater Karl Wallner,
konzipiert. Der Dominus-Verlag plant eine Neuauflage sofern in den nächsten Tagen Bestellungen von ungefähr
fünfzig Pfarrgemeinden eingehen. Planmäßig soll die Auflage bis Ende Oktober ausgeliefert werden.
Offizial in den Knast
Schweiz. Das Wirtschaftsstrafgericht des Kantons Freiburg in der Nordschweiz hat
den ehemaligen Offizial des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg – einen 57jährigen peruanischen Priester –
wegen Betrugs, Veruntreuung und Urkundenfälschung zu 28 Monaten Gefängnis verurteilt. Davon wurden 22
Monate bedingt ausgesprochen. Insgesamt belief sich die Deliktsumme auf fast eine halbe Million Franken –
mehr als 300.000 Euro.
Unterschiede wahrnehmen
Deutschland. Die in Fulda versammelte deutsche Bischofskonferenz
stellte am Mittwoch „Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen“ vor. Das
Dokument verzichtet bewußt auf den mißverständlichen Begriff „multireligiöse Feiern“. Es empfiehlt,
bei interreligiösen Gebetstreffen darauf zu achten, „daß die Unterschiede zwischen den Vertretern der
christlichen Konfessionen und der anderen beteiligten Religionen von den Mitfeiernden wahrgenommen werden.“
Auch eine Ohnmacht der Kirche
Schweiz. Ein von der Schweizerischen Nachrichtenagentur ‘Kipa’ publizierter
Beitrag zur kirchliche Medienarbeit hat sich über die „durch kein ‘Imprimatur’ oder kirchliche Zuschüsse
kontrollierbare Welt des Internet“ beklagt: „Hier tummeln sich kirchliche Gruppen oder Einzelkämpfer
jedweder Couleur.“ In ihren Foren und Blogs debattierten die Teilnehmer „frisch und frei, aber längst
nicht immer fromm und gebildet, über Glaubensinhalte oder was sie dafür halten“. Die offizielle kirchliche
Internetpräsenz mit ihrem wichtigsten Portal ‘katholisch.de’ könne diesem Wildwuchs außer angeblich
solider Information bislang nicht viel entgegenhalten – bemerkt die ‘Kipa’.
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17 Lesermeinungen
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#17 Gotthard 19:31:16 | Freitag, 26. September 2008
@Elijahu Eine solche revolutionäre Reform muss selbstverständlich von der christlichen Basis ausgehen,
zu der Du bestimmt nicht gehörst … und Spinner wird es immer geben … Du bist reif für den Komödienstadl!!!!
#16 Benedikt 18:51:09 | Freitag, 26. September 2008
@ Elijahu Das wäre solchen 68ern wie ihnen und verlachen alle Christen, die eine klare Trennung von
Staat und Kirche fordern. Wieder eine Ihrer Wahnvorstellungen wie? Trennung von Kirche und Staat ist gut,
aber der Papst als ausländisches Zweitfinanzamt ist trotzdem unrealistisch. Und genau deshalb muss man
es auch so machen. Dann wären die fetten Jahre für die Pseudochristen hier, für die Wölfe im Schafspelz
endlich vorbei. Quark, da wäre gar nichts vorbei. Das Geld würde dann eben aus Rom kommen. Für ein
Finanzregiment wie Ihnen das vorschwebt dürfte kein Papst Zeit haben. Deutschland ist nicht der Mittelpunkt
der Kirche. Die gläubigen Christen in diesem Land müssten einfach mal alle formal aus der Kirche austreten
um der Kirchensteuer hier zu entkommen, und stattdessen eine Fond gründen in den die Beiträge zur Verwaltung
durch den Bischof von Rom eingezahlt werden. Mal ehrlich: Für wie realistisch halten Sie das? Und was
meinen Sie, wie viele Christen da überhaupt mitmachen würden? Warum sollte die Gemeinde Xy ihr Geld
einer römischen Zentrale anvertrauen? Bei jedem kleinen Finanzproblemchen müsste man sich dann an die
Kurie wenden. Der Papst entscheidet dann über den Kerzenbedarf von Kleinkleckersdorf, wie überaus sinnvoll.
Haben Sie nicht eben noch einen Priester angegriffen, weil er kellnert anstatt sich um Seelen zu kümmern?
#15 Elijahu † 17:54:04 | Freitag, 26. September 2008
Das wäre solchen 68ern wie ihnen… …natürlich ein gewaltiger Dorn im Auge wenn das so gehandhabt
würde. Sie liegen lieber mit dem gottlosen Staat und dem Zeitgeist im Bett wie die Hure Babylon, besaufen
sich am Blut der Heiligen und verlachen alle Christen, die eine klare Trennung von Staat und Kirche fordern.
Und genau deshalb muss man es auch so machen. Dann wären die fetten Jahre für die Pseudochristen hier,
für die Wölfe im Schafspelz endlich vorbei. Eine solche revolutionäre Reform muss selbstverständlich
von der christlichen Basis ausgehen, mit den 68er Bischöfen und ihren verschwulten Seilschaften ist so
etwas nicht mehr zu machen. Die gläubigen Christen in diesem Land müssten einfach mal alle formal aus
der Kirche austreten um der Kirchensteuer hier zu entkommen, und stattdessen eine Fond gründen in den
die Beiträge zur Verwaltung durch den Bischof von Rom eingezahlt werden.
#14 Benedikt 17:47:55 | Freitag, 26. September 2008
@ Elijahu Statt an den deutschen Staat und dann an die Bischöfe sollte die Kirchensteuer direkt an Rom
und den Papst überwiesen werden, der diese nach seinem eigenen Ermessen unter den deutschen Bischöfen
verteilt. Klar, der Papst erhebt eine Steuer im Ausland. Ist ja gar kein Problem. Und sicher richtet er
auch gerne von seinen Mitteln dafür noch eine Verwaltungsbürokratie ein… Und wenn dann der Kardinal
Xy unbotmäßig ist, dann bekommt er weniger Geld. Deswegen kann Kardinal Xy keine Baumaßnahmen mehr
bezahlen und Gemeinden müssen dann ihre Kirchen zusperren. Ach wie schön einfach die Welt ist…
#13 Elijahu † 17:36:35 | Freitag, 26. September 2008
Kirchensteuer direkt an Rom „Bezahlt den Kram doch erstmal alleine, bevor ihr irgendwelche weitergehende
Forderungen stellt!“ Was wollen sie überhaupt? Jeder gute Christ fordert genau das, die strikte Trennung
von Staat und Kirche und das Ende der Kirchensteuer. Statt an den deutschen Staat und dann an die Bischöfe
sollte die Kirchensteuer direkt an Rom und den Papst überwiesen werden, der diese nach seinem eigenen
Ermessen unter den deutschen Bischöfen verteilt. Mit einem Schlag wäre der Gehorsam der deutschen Bischöfe
gegenüber dem römischen Lehramt wiederhergestellt, die 68er-Brut wäre Geschichte, das Anbiedern an
den gottlosen Zeitgeist würde endlich ein Ende finden.
Ganz so ist es nicht Doch die höchsten Bundesgerichte haben mehrfach einen Anspruch dieser Schulen auf
staatliche Finanzhilfe festgestellt, sofern der Schulträger einen angemessenen Eigenbeitrag erbringt,
also Schulgeld erhebt oder im Falle der kirchlichen Schulen Kirchensteuermittel einsetzt. Deren Aufkommen
jedoch ist seit Jahren rückläufig. Katholische Schulen schmerzt es daher zunehmend, daß sie in vielen
Bundesländern erst nach zwei bis sieben Jahren der Existenz „auf Bewährung“ staatlich gefördert werden,
und dann nach ihrer Rechnung auch nur mit höchstens 40 Prozent der Gesamtkosten. aus: Driesen, Oliver
Katholische Schulen: Respekt vor der Überzeugung anderer Dtsch Arztebl 1999; 96(19): A-1289 / B-1079 /
C-1006 VARIA: Bildung und Erziehung
Weitgehend staatlich finanziert Auf der Grundlage von Art. 7 Abs. 4 des Grundgesetzes („Das Recht zur
Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet.“) nimmt die katholische Kirche jedoch das Recht wahr,
eigene Schulen zu unterhalten, die als „Ersatzschulen“ weitgehend staatlich finanziert werden. www.dbk.de/…g/schulen/index.html
Der gesamte Gebäudeunterhalt bis hin zur Bezahlung des Hausmeisters und den Grundsteuern, Wasser, Strom
und Reinigung zahlt die Diözese. Das mag für einige Schulen gelten, aber nicht alle. Das ist auch je
nach Bundesland unterschiedlich. Außerdem gibt es zumindest beträchtliche Zuschüsse sowohl für Betriebs-
als auch Investitionskosten.
Kosten 80 % Übernahme der laufenden Personalkosten kann gut möglich sein, aber dabei handelt es sich
dann um die Personalkosten des Lehrpersonals. Der gesamte Gebäudeunterhalt bis hin zur Bezahlung des
Hausmeisters und den Grundsteuern, Wasser, Strom und Reinigung zahlt die Diözese.
#9 Franz Kappes 10:12:17 | Freitag, 26. September 2008
@JMX: Dann müssten sie … Bezahlt den Kram doch erstmal alleine, bevor ihr irgendwelche weitergehende
Forderungen stellt! Einen nicht unerheblichen Teil trägt bei den Privatschulen das zuständige Bistum.
Gleichbehandlung? Wißt ihr eigentlich,was ihr euch wünscht? Ihr schneidet euch ins eigene Bein, hoffe
ich! Im Moment werden kirchliche Schulen massiv bevorzugt. Der Staat(!) bezahlt komplett die Ausbildung
(plus Fortbildung) der Lehrer und Professoren, das gilt auch für Theologen und Religionslehrer. Das sind
jährlich ca. 2,45 Mrd. € für Schule und Lehrer, ca. 620 Millionen Euro für die Universitäten und
Professoren! Ordensleute als Lehrer kriegen vom Staat ein Beamtengehalt! Die Kirche bestimmt den Lehrplan
im Fach Religion. Der Staat trägt ca. 80% der laufenden Kosten einer kirchlichen Schule. BTW: Wenn z.B.
ein Küng nicht mehr lehren darf, muß der Staat ihn weiterbeschäftigen/bezahlen UND den Nachfolger dazu!
WAS WOLLT IHR DENN NOCH? Bezahlt den Kram doch erstmal alleine, bevor ihr irgendwelche weitergehende Forderungen
stellt!
#6 Gotthard 09:53:17 | Freitag, 26. September 2008
Gleichbehandlung In Deutschland werden private Schulen in katholischer Trägerschaft gleichbehandelt mit
staatlichen Schulen. Die päpstliche Forderung ist also hier schon erfüllt.
#5 palestrina 09:52:42 | Freitag, 26. September 2008
Gleichbehandlung heisst nicht Gleichschaltung, auch wenn Sie Stimme der Unvernunft das gerne hätten.
Oder der Beitrag ist ironisch gemeint, dann ist es ja gut, denn ernstzunehmen ist er nicht. Nein, Gleichbehandlung
bei deutlichem katholischem Profil, das ist, was dringend nötig ist.
Bravo Papst Benedikt XVI. fordert die Gleichbehandlung von katholischen Schulen mit staatlichen Schulen.
Bravo! Hier muss man dem Papst uneingeschränkt zustimmen! Es kann nicht angehen, dass kirchlich getragene
Schulen etwa beim Thema Evolution oder Sexualkunde vom staatlichen Lehrplan abweichen!
#3 Franz Kappes 08:23:23 | Freitag, 26. September 2008
Erwartung Ich erwarte das nicht, lieber Landorganist. Es ist nur als kleine Anregung gedacht. Ob die Redaktion
sich damit beschäftigt, entzieht sich meinem Wirkungskreis.
#2 LandorganistII 08:01:17 | Freitag, 26. September 2008
Lieber Herr Kappes, Erwarten Sie keine Vertiefung dieses wichtigen Themas. Da hier, keine Juden, Homos,
oder alte Messe eine Rolle spielen, ist das Thema für die „Redaktion“ nicht von gesteigertem Interesse.
Es gibt einfach zu wenig zu hetzen.
#1 Franz Kappes 07:55:09 | Freitag, 26. September 2008
Lesebrief Papst Benedikt XVI. fordert die Gleichbehandlung von katholischen Schulen mit staatlichen Schulen.
Liebe Redaktion, vielen Dank für die kurze Stellungnahme zu diesem interessanten Thema. Leider streifen
sie das nur kurz am Rande. Ich denke, ich spreche hier auch für Eltern, wenn ich eine tiefere Behandlung
dieser Thematik wünsche. Machen sie weiter so!