Veranstalter
ist der Verein „Sinfonia Sacra – Gesellschaft zur Förderung katholischer Kirchenmusik“ mit Sitz in Aachen.
Die Tagung beginnt am Freitag abend im Hohen Dom zu Augsburg mit der lateinischen Ulrichs-Vesper, die
vom Kammerchor der Augsburger Domsingknaben unter Leitung von Domkapellmeister Reinhard Kammler ausgeführt
wird.
Mit einer Soirée im Haus St. Ambrosius wird die Tagung danach offiziell eröffnet.
Am Samstag
sprechen theologische und musikalische Referenten zu den Themen „Musica Sacra – Klingende Liturgie“, „Zur
Situation der katholischen Kirchenmusik im Lichte des Motu proprio ‘Summorum Pontificum’“ und „Orte der
Musica Sacra in der Liturgie“.
Als Hauptreferent hat Dr. Gabriel Steinschulte, Vize-Präsident der römischen,
von Papst Paul VI. gegründeten „Consociatio Internationalis Musicae Sacrae“ (CIMS) sein Kommen zugesagt.
In den sich anschließenden Podiumsdiskussionen mit Theologen und Kirchenmusikern werden die Themen vertieft
und Folgen für die liturgische Praxis aufgezeigt.
Am Sonntag besuchen die Tagungsteilnehmer das feierliche
Hochamt im Hohen Dom, in dem der Augsburger Domchor, das Bläserensemble des Domorchesters und Domorganistin
Claudia Waßner unter der Stabführung von Domkapellmeister Kammler die „Missa Majestas Domini“ des Augsburger
Komponisten Karl Kraft (1903-1978) zum Klingen bringen.
Eine Führung durch das Augsburger Haus der Dommusik
beschließt danach die Tagung.
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16 Lesermeinungen
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#15 LandorganistII 13:07:36 | Montag, 29. September 2008
Aha, interessant, nun wissen wir also, was Heinrich Ofenrohr unter „auf der Höhe der Zeit“ versteht,
nämlich Puccini und Franchetti. Danach kommt dann nix mehr. Ich finde gerade Avo Pärt auf der Höhe
der Zeit, der komponiert auch sehr viel Geistliches, in berückender Frömmigkeit und Eindringlichkeit.
Aber das ist ja nix, weil nach dem Konzil geschrieben… Dann doch lieber die opernhaften Missas von
Mozart & Co. o^/ Oh Herr, gieße Deine Gnade und Deine Weisheit über all die hier versammelten Kirchenmusiksachverständigen
aus, erleuchte Ihre geistige Dunkelheit und schenke Ihnen Einsicht, Notenkenntnisse und wahre Gottesfurcht.
Darum bitten wir Dich durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu
Ewigkeit – Amen.
Vielleicht ist hier auch der richtige Platz einmal auf Lorenzo Perosi de.wikipedia.org/wiki/Lorenzo_Perosi
hinzuweisen, von dem in neuerer Zeit einiges wieder auf CD veröffentlicht wurde. Er ist als Komponist
auf der Höhe der Zeit (seine Musik klingt etwa wie eine Mischung aus Puccini und Franchetti) und er hat
doch sehr würdige Kirchenmusik, übrigens auch sehr gute Kammermusik komponiert. Er war Kapellmeister
der päpstlichen Musikkapelle auf Lebenszeit und Freund mehrerer Päpste zu Beginn des 20.Jahrhunderts.
Seine CDs kann man unter anderem hier www.jpc.de/ bestellen.
#13 Puchil2 † 08:48:29 | Sonntag, 28. September 2008
An Pangelinqua Ich gebe ihnen bezogen auf ihren Beitrag besonders Recht, was sie über die Unwilligkeit
vieler Liturgen zu singen schreiben. Da geht wirklich viel Feierlichkeit verloren. Viele Liturgen leiden
darüber hinaus an „Wortdurchfall“ (zitiert nach Prof. P. Zulehner), indem sie während der Messe immer
wieder für subjektive Beitäge das Wort ergreifen. Ich finde das oft sehr störend.
#12 Jesuit † 01:20:34 | Sonntag, 28. September 2008
Zur Nacht! Gepriesen seist Du, unser Gott, König der Welt und Gott der Juden und Christen, der die Bande
des Schlafes sich auf meine Augen herniedersinken lässt und den Schlummer auf meine Augenlider. Möge
es Dir wohlgefällig sein, mein Gott und Gott meiner Vorfahren, dass du mich ruhen lässt in Frieden und
wieder aufstehen zum Frieden, dass mich nicht ängstigen Gedankenbilder, böse Träume und schlimme Regungen
der Seele, dass meine Lagerstätte eine tadellose sei vor deinem Antlitze; erleuchte mein Auge, dass es
nicht zum Tode entschlafe, denn Du bist es, der Licht gibt dem Augapfel. Gepriesen seist Du, der erleuchtet
die ganze Welt mit seiner Herrlichkeit.
#11 Gotthard 00:11:28 | Sonntag, 28. September 2008
@pangelingua Ihr Beitrag offenbart, dass Ihnen der innerliche Zugang zur hl. Liturgie der Kirche vollkommen
fehlt. wo Du es sagst: mir geht gerade wirklich auf, dass mir der Zugang zur hl. Liturgie wirklich fehlt.
Ich vermisse nicht den Gesang des Priesters … und ich mag sogar Messgewänder mit einer Überstola –
ja, Du liest richtig: Stola als äußeres Zeichen des Priestertums in der Liturgie; ob Gott damit geehrt
wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
#7 pangelingua 21:39:05 | Samstag, 27. September 2008
@Gotthard Ihr Beitrag offenbart, dass Ihnen der innerliche Zugang zur hl. Liturgie der Kirche vollkommen
fehlt. Ich habe Klagenfurt erwähnt, weil ich dort über einen Zeitraum von über 10 Jahren regelmäßig
die Sonntags-Hochämter besucht habe und damit mehr als einen „Zelebranten“ erleben durfte. Davon konnte
bestimmt mehr als einer singen. Der hl. Benedikt sagt: Wer singt, betet doppelt. Das scheint die heutigen
„Kleriker“ in der Mehrzahl nicht mehr zu interessieren, noch nicht einmal die vom OSB. Und was das Meßgewand
betrifft: Wenn man es mit moderner Bettwäsche vergleichen kann, wo bleibt dann das Sakrale? Aber die
meisten Priester treten ja heute sowieso nur noch in Zelebrationsalbe mit umgelegtem Schal, der wohl die
einstige Stola ersetzen soll, auf. Die hl. Gewänder sollen aber nicht den Zelebranten schmücken oder
oder ihm als modernes Aushängeschild dienen, sondern zur Ehre Gottes geschaffen. Die Kleidung des Zelebranten
offenbart auch seine Gesinnung.
#6 Biene Maja 21:18:53 | Samstag, 27. September 2008
Messe soll man feierlichs begehen dafür soll nichts zu schade sein das ist das höchste was wir Christen
haben Gottheit tief verborgen beten und singend nah ich Dir unter diesen Zeichen bist Du wahrhaft hier …
Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit Amen Er trägt unser Leben Tot und Auferstehung anders geht es nicht
das Leben ist auch so. o^/
#5 Gotthard 21:09:37 | Samstag, 27. September 2008
@pangelingua wahrscheinlich tat der Zelebrant gut daran, nicht zu singen… wer es nicht kann, sollte
es tunlichst auch lassen. Unter dem grausamen Zuschnitt des Messgewandes kann ich mir nichts vorstellen …
wird wohl eine Geschmackssache sein… also kann die Formlosigkeit nicht groß gewesen sein – wenn überhaupt!
#4 pangelingua 17:31:29 | Samstag, 27. September 2008
@Gotthard Ich weiß nicht, ob Sie noch die feierlichen Hochämter vergangener Zeiten kennen, wie sie selbst
in den meisten Dorfpfarrkirchen bis nach dem V.II zumindest an Sonn- und Feiertagen üblich waren und
auch heute noch im NOM möglich sind, wenn sich nur ein Zelebrant findet, der ein Gespür für die Heiligkeit
der Hl. Messe hat. Zur Sache: Kein Wort wird gesungen, noch nicht einmal die Präfation, alles selbstverständlich
in Deutsch, ein Meßgewand grausamsten Zuschnitts (ähnlich wie man es dem Hl. Vater letztes Jahr in Mariazell
zugemutet hat), kurz in einer derart einfachen, unfeierlichen Form, wie ich sie in meiner Jugend selbst
am Donnerstag nach dem 3. Fastensonntag in unserer Dorfkirche nicht erlebt habe. Das Ganze dann umrahmt
von einer mehrstimmigen Orchestermesse. Ich möchte einen Vergleich wagen: Das ist wie ein Festtagsmenue
in sechs Gängen, auf Papiertellern und mit Plastikbesteck an der Frittenbude serviert. Auf den Punkt
gebracht: Häresie der Formlosigkeit!
#3 Gotthard 17:22:47 | Samstag, 27. September 2008
@pangelingua das Geschehen am Altar dafür aber von geradezu erbärmlicher Primitivität war kannst Du
diese „erbärmliche Primitivität“ mal beschreiben für Außenstehende?
#2 pangelingua 17:05:30 | Samstag, 27. September 2008
Feierliches Hochamt im Hohen Dom Hoffentlich entspricht auch die Liturgie am Altar dem feierlichen Rahmen
der „Missa Majestas Domini“. In den vergangengen Jahren habe ich im Klagenfurter Dom immer wieder sogenannte
feierliche Hochämter erlebt, in denen der hervorragende Domchor Klagenfurt wunderbare Messen u.a. von
Mozart, Haydn und Beethoven (sogar von Puccini) gesungen hat, das Geschehen am Altar dafür aber von geradezu
erbärmlicher Primitivität war und die Freude an dem herrlichen Gesang „zur Ehre Gottes und zur Erbauung
der Gläubigen“ ziemlich vergällt hat.