Kirchenmusik
Die Liturgie zum Klingen bringen
Mitte Oktober geht es in Augsburg um die Kirchenmusik im Licht des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
Ausschnitt aus dem Flugblatt für die Tagung der 'Sinfonia Sacra' im Oktober.
Ausschnitt aus dem Flugblatt für die Tagung der ‘Sinfonia Sacra’ im Oktober.
(kreuz.net) Vom 10. bis 12. Oktober 2008 findet im Haus St. Ambrosius in Augsburg eine kirchenmusikalische Tagung zum Thema „Die Musica Sacra im Lichte des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’“ statt.

Veranstalter ist der Verein „Sinfonia Sacra – Gesellschaft zur Förderung katholischer Kirchenmusik“ mit Sitz in Aachen.

Die Tagung beginnt am Freitag abend im Hohen Dom zu Augsburg mit der lateinischen Ulrichs-Vesper, die vom Kammerchor der Augsburger Domsingknaben unter Leitung von Domkapellmeister Reinhard Kammler ausgeführt wird.

Mit einer Soirée im Haus St. Ambrosius wird die Tagung danach offiziell eröffnet.

Am Samstag sprechen theologische und musikalische Referenten zu den Themen „Musica Sacra – Klingende Liturgie“, „Zur Situation der katholischen Kirchenmusik im Lichte des Motu proprio ‘Summorum Pontificum’“ und „Orte der Musica Sacra in der Liturgie“.

Als Hauptreferent hat Dr. Gabriel Steinschulte, Vize-Präsident der römischen, von Papst Paul VI. gegründeten „Consociatio Internationalis Musicae Sacrae“ (CIMS) sein Kommen zugesagt.

In den sich anschließenden Podiumsdiskussionen mit Theologen und Kirchenmusikern werden die Themen vertieft und Folgen für die liturgische Praxis aufgezeigt.

Am Sonntag besuchen die Tagungsteilnehmer das feierliche Hochamt im Hohen Dom, in dem der Augsburger Domchor, das Bläserensemble des Domorchesters und Domorganistin Claudia Waßner unter der Stabführung von Domkapellmeister Kammler die „Missa Majestas Domini“ des Augsburger Komponisten Karl Kraft (1903-1978) zum Klingen bringen.

Eine Führung durch das Augsburger Haus der Dommusik beschließt danach die Tagung.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Hank   03:08:53 | Dienstag, 30. September 2008
Missas ????
Das heißt „Missae“!
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#15   LandorganistII   13:07:36 | Montag, 29. September 2008
Aha, interessant,
nun wissen wir also, was Heinrich Ofenrohr unter „auf der Höhe der Zeit“ versteht, nämlich Puccini und Franchetti. Danach kommt dann nix mehr. Ich finde gerade Avo Pärt auf der Höhe der Zeit, der komponiert auch sehr viel Geistliches, in berückender Frömmigkeit und Eindringlichkeit. Aber das ist ja nix, weil nach dem Konzil geschrieben… :-S Dann doch lieber die opernhaften Missas von Mozart & Co.
o^/ Oh Herr, gieße Deine Gnade und Deine Weisheit über all die hier versammelten Kirchenmusiksachverständigen aus, erleuchte Ihre geistige Dunkelheit und schenke Ihnen Einsicht, Notenkenntnisse und wahre Gottesfurcht. Darum bitten wir Dich durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit – Amen.
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#14   HeinrichvonOfterdingen   11:52:12 | Sonntag, 28. September 2008
Vielleicht ist hier auch der richtige Platz
einmal auf Lorenzo Perosi de.wikipedia.org/wiki/Lorenzo_Perosi hinzuweisen, von dem in neuerer Zeit einiges wieder auf CD veröffentlicht wurde. Er ist als Komponist auf der Höhe der Zeit (seine Musik klingt etwa wie eine Mischung aus Puccini und Franchetti) und er hat doch sehr würdige Kirchenmusik, übrigens auch sehr gute Kammermusik komponiert. Er war Kapellmeister der päpstlichen Musikkapelle auf Lebenszeit und Freund mehrerer Päpste zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Seine CDs kann man unter anderem hier www.jpc.de/ bestellen.
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#13   Puchil2 †   08:48:29 | Sonntag, 28. September 2008
An Pangelinqua
Ich gebe ihnen bezogen auf ihren Beitrag besonders Recht, was sie über die Unwilligkeit vieler Liturgen zu singen schreiben. Da geht wirklich viel Feierlichkeit verloren. Viele Liturgen leiden darüber hinaus an „Wortdurchfall“ (zitiert nach Prof. P. Zulehner), indem sie während der Messe immer wieder für subjektive Beitäge das Wort ergreifen. Ich finde das oft sehr störend.
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#12   Jesuit †   01:20:34 | Sonntag, 28. September 2008
Zur Nacht!
Gepriesen seist Du, unser Gott, König der Welt und Gott der Juden und Christen, der die Bande des Schlafes sich auf meine Augen herniedersinken lässt und den Schlummer auf meine Augenlider. Möge es Dir wohlgefällig sein, mein Gott und Gott meiner Vorfahren, dass du mich ruhen lässt in Frieden und wieder aufstehen zum Frieden, dass mich nicht ängstigen Gedankenbilder, böse Träume und schlimme Regungen der Seele, dass meine Lagerstätte eine tadellose sei vor deinem Antlitze; erleuchte mein Auge, dass es nicht zum Tode entschlafe, denn Du bist es, der Licht gibt dem Augapfel. Gepriesen seist Du, der erleuchtet die ganze Welt mit seiner Herrlichkeit.
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#11   Gotthard   00:11:28 | Sonntag, 28. September 2008
@pangelingua
Ihr Beitrag offenbart, dass Ihnen der innerliche Zugang zur hl. Liturgie der Kirche vollkommen fehlt.
wo Du es sagst: mir geht gerade wirklich auf, dass mir der Zugang zur hl. Liturgie wirklich fehlt.
Ich vermisse nicht den Gesang des Priesters …
und ich mag sogar Messgewänder mit einer Überstola – ja, Du liest richtig: Stola als äußeres Zeichen des Priestertums in der Liturgie; ob Gott damit geehrt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
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#10   Biene Maja   23:00:24 | Samstag, 27. September 2008
Jesuit
ich lasse meine Seele gerne baden beim Herrn.
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#9   Jesuit †   22:56:12 | Samstag, 27. September 2008
Liebste Maja!
Und vergess das Baden nicht!!!!!!!!!!!!!
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#8   Biene Maja   22:54:27 | Samstag, 27. September 2008
an alle
Gute Nacht Morgen ist Sonntag der Tag des Herren Geht in die Kirche zu Messe.
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#7   pangelingua   21:39:05 | Samstag, 27. September 2008
@Gotthard
Ihr Beitrag offenbart, dass Ihnen der innerliche Zugang zur hl. Liturgie der Kirche vollkommen fehlt.
Ich habe Klagenfurt erwähnt, weil ich dort über einen Zeitraum von über 10 Jahren regelmäßig die Sonntags-Hochämter besucht habe und damit mehr als einen „Zelebranten“ erleben durfte. Davon konnte bestimmt mehr als einer singen. Der hl. Benedikt sagt: Wer singt, betet doppelt. Das scheint die heutigen „Kleriker“ in der Mehrzahl nicht mehr zu interessieren, noch nicht einmal die vom OSB.
Und was das Meßgewand betrifft: Wenn man es mit moderner Bettwäsche vergleichen kann, wo bleibt dann das Sakrale? Aber die meisten Priester treten ja heute sowieso nur noch in Zelebrationsalbe mit umgelegtem Schal, der wohl die einstige Stola ersetzen soll, auf. Die hl. Gewänder sollen aber nicht den Zelebranten schmücken oder oder ihm als modernes Aushängeschild dienen, sondern zur Ehre Gottes geschaffen.
Die Kleidung des Zelebranten offenbart auch seine Gesinnung.
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#6   Biene Maja   21:18:53 | Samstag, 27. September 2008
Messe
soll man feierlichs begehen dafür soll nichts zu schade sein
das ist das höchste was wir Christen haben
Gottheit tief verborgen beten und singend nah ich Dir
unter diesen Zeichen bist Du wahrhaft hier …
Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit Amen
Er trägt unser Leben Tot und Auferstehung anders geht es nicht das Leben ist auch so. o^/
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#5   Gotthard   21:09:37 | Samstag, 27. September 2008
@pangelingua
wahrscheinlich tat der Zelebrant gut daran, nicht zu singen… wer es nicht kann, sollte es tunlichst auch lassen.
Unter dem grausamen Zuschnitt des Messgewandes kann ich mir nichts vorstellen … wird wohl eine Geschmackssache sein…
also kann die Formlosigkeit nicht groß gewesen sein – wenn überhaupt!
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#4   pangelingua   17:31:29 | Samstag, 27. September 2008
@Gotthard
Ich weiß nicht, ob Sie noch die feierlichen Hochämter vergangener Zeiten kennen, wie sie selbst in den meisten Dorfpfarrkirchen bis nach dem V.II zumindest an Sonn- und Feiertagen üblich waren und auch heute noch im NOM möglich sind, wenn sich nur ein Zelebrant findet, der ein Gespür für die Heiligkeit der Hl. Messe hat.
Zur Sache: Kein Wort wird gesungen, noch nicht einmal die Präfation, alles selbstverständlich in Deutsch, ein Meßgewand grausamsten Zuschnitts (ähnlich wie man es dem Hl. Vater letztes Jahr in Mariazell zugemutet hat), kurz in einer derart einfachen, unfeierlichen Form, wie ich sie in meiner Jugend selbst am Donnerstag nach dem 3. Fastensonntag in unserer Dorfkirche nicht erlebt habe. Das Ganze dann umrahmt von einer mehrstimmigen Orchestermesse. Ich möchte einen Vergleich wagen: Das ist wie ein Festtagsmenue in sechs Gängen, auf Papiertellern und mit Plastikbesteck an der Frittenbude serviert. Auf den Punkt gebracht: Häresie der Formlosigkeit!
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#3   Gotthard   17:22:47 | Samstag, 27. September 2008
@pangelingua
das Geschehen am Altar dafür aber von geradezu erbärmlicher Primitivität war
kannst Du diese „erbärmliche Primitivität“ mal beschreiben für Außenstehende?
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#2   pangelingua   17:05:30 | Samstag, 27. September 2008
Feierliches Hochamt im Hohen Dom
Hoffentlich entspricht auch die Liturgie am Altar dem feierlichen Rahmen der „Missa Majestas Domini“. In den vergangengen Jahren habe ich im Klagenfurter Dom immer wieder sogenannte feierliche Hochämter erlebt, in denen der hervorragende Domchor Klagenfurt wunderbare Messen u.a. von Mozart, Haydn und Beethoven (sogar von Puccini) gesungen hat, das Geschehen am Altar dafür aber von geradezu erbärmlicher Primitivität war und die Freude an dem herrlichen Gesang „zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gläubigen“ ziemlich vergällt hat.
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#1   Franz Kappes   16:14:20 | Samstag, 27. September 2008
Ich bin der Erste
… damit hier mal was passiert. >:)
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