19:04:29 | Samstag, 27. September 2008
Er wäre heute noch ein Mittel, um die entgeisterte Jugend zu begeistern: Mit achtzig Jahren unternahm er noch eine Schiffsreise nach Japan.

Die zwei Seiten des Flugblatts für eine Nonni-Ausstellung in Japan.
(kreuz.net) Am 18. März 1937 gelangte
Nonni – der berühmte isländische Konvertit, Jesuit und Erzähler
Pater Jón Svensson († 1944) – per Schiff nach Japan.
Pater Svensson wurde auch als zweiter Hans Christian
Andersen oder als Mark Twain Islands bekannt.
Bei seiner Ankunft erfüllte sich ein Wunsch, den der inzwischen
Achtzigjährige lebenslang gehegt hatte. Nachdenklich meinte er damals: „Jules Verne sah die Welt in achtzig
Tagen. Ich sehe sie mit achtzig Jahren.“

Nonni – Pater Jón Svensson
Nonni reiste nach Japan, um die Spuren des Jesuiten Franz Xaver
zu verfolgen, der das Christentum im Jahr 1549 ins Land brachte.
Ein Jahr blieb er in Japan und wohnte
im Kulturheim der Jesuiten an der katholischen Sophia-Universität in Tokyo.
Der damalige Rektor der
Universität – Pater Hermann Heuvers SJ – war mit Nonni eng befreundet.
Auch der immer noch aktive Pater
Klaus Luhmer SJ (92), der ebenfalls im Jahr 1937 nach Japan kam und bis vor kurzem Vize-Präsident der
Sophia-Universität war, lernte Nonni in jungen Jahren kennen.
Nonni hielt im Land mehr als fünfzig
Vorträge – hauptsächlich an Schulen und Universitäten. Dabei sprach er auf Französisch, Deutsch oder
Englisch. Oft hatte er auch einen japanischen Dolmetscher.
In der Schule „Jiyu Gakuen“ in Tokyo wurde
sein Vortrag vor 600 Schülern mit großer Begeisterung aufgenommen.
Er schrieb viele Artikel in Zeitschriften
und Zeitungen und sprach ebenfalls im Radio.
Während seines Japan-Aufenthalts
veröffentlichte er drei seiner Bücher auf Japanisch.
Über die Japaner schrieb er in sein Tagebuch:
„Die Japaner sind sehr höflich und das angenehmste Volk, das ich kenne.“
Inzwischen sind fünfzehn Nonni-Bücher
ins Japanische übersetzt. Die meisten erzählen von Nonnis Kindheitsabenteuern. Das letzte erschien im
Jahr 1995.
Als Nonni am 18. März 1938 von der Hafenstadt Kobe wieder in Richtung London abfuhr, kamen
über zweitausend Kinder zum Schiff, um von ihm Abschied zu nehmen.
Nonni schrieb darüber in sein Tagebuch:
„Die vielen kleinen Japaner winkten mir nach, solange sie mich noch sehen konnten.“
In Kürze wird Nonni
zum zweiten Mal – im Rahmen einer Ausstellung in Tokyo – in Japan auftauchen.
Sie findet anläßlich
des 70. Jahrestags seines Japanbesuchs statt.
Der frühere japanische Geschäftsträgers in Island, Motokatsu
Watanabe, hat dieses Comeback angeregt. Gegenwärtig stellen die Japanisch-Isländischen Gesellschaft
und das Nonni-Museum in der isländischen Stadt Akureyri die Tafeln für die Photoausstellung zusammen.
Die Ausstellung trägt den Titel „Nonnis zweite Reise nach Japan. 70. Jahrestag von ‘Nonnis’ Besuch in
Japan 1937-1938“.
Sie findet vom 14. bis 18. Okt. 2008 in der Schule „Jiju Gakuen“ in Tokyo statt, wo
Nonni vor siebzig Jahren die Schüler mit seinem Vortrag begeisterte.
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#11
bonifatius 17:25:04 | Sonntag, 28. September 2008
#10
SignumSalutis † 16:58:26 | Sonntag, 28. September 2008
#9
Franz Kappes 08:10:08 | Sonntag, 28. September 2008
#8
Jesuit † 01:15:57 | Sonntag, 28. September 2008
#7
Galatea 23:59:02 | Samstag, 27. September 2008
#6
Jesuit † 22:19:55 | Samstag, 27. September 2008
#5
bonifatius 21:23:52 | Samstag, 27. September 2008
#4
Jesuit † 21:06:17 | Samstag, 27. September 2008
#3
bonifatius 20:52:07 | Samstag, 27. September 2008
#2
Marcelus 20:38:21 | Samstag, 27. September 2008
#1
Jesuit † 20:33:19 | Samstag, 27. September 2008