Vatikan. Heute wird Papst Benedikt XVI. von der päpstlichen Sommerresidenz Castel
Gandolfo nach Rom zurückkehren. Am nächsten Samstag trifft er den italienischen Präsidenten Giorgio
Napolitano im römischen Quirinalspalast. Der Quirinal war bis 1871, als er durch die Banditen von Giuseppe
Garibaldi enteignet wurde, der römische Wohnsitz des Papstes.
Korrektes Verfahren
Vatikan. Der italienische
Kirchenhistoriker Francesco Castelli hat kürzlich ein Buch über den Heiligen Pater Pio veröffentlicht.
Das berichtete die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’. Castelli untersuchte neue Dokumente aus dem päpstlichen
Geheimarchiv bis zum Jahr 1939. Diese widerlegen die Behauptung, wonach sich der Vatikan dem Kapuziner
gegenüber „feindselig“ verhalten hätte. Der 1921 mit Untersuchungen beauftragte Bischof und spätere
Kardinal Carlo Raffaele Rossi habe seine Aufgabe sehr gewissenhaft ausgeführt. Er beschrieb Pater Pio
als heiter, freundlich und ernsthaft: Er sitze täglich zehn bis zwölf Stunden im Beichtstuhl und zelebriere
die Messe sehr ehrfürchtig.
Minderjährige Kirchenschänder
Deutschland. Letzten Donnerstag nachmittag
wurde ein Brandanschlag auf die katholische Pfarrkirche Maria Schmerz von Bergrheinfeld bei Schweinfurt
im Bistum Würzburg verübt. Die Polizei geht von minderjährigen Verbrechern aus. Der Schaden in der
Kirche beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Die Brandstifter entzündeten vermutlich eine Decke auf dem
linken Seitenaltar. In der Folge fraßen sich die Flammen in den hölzernen Altar, der dadurch zur Hälfte
zerstört wurde. Nur dem schnellen Einsatz des Küsters ist zu verdanken, daß der Schaden nicht noch
höher ausgefallen ist.
Ausflug mit Hintergedanken
Deutschland. Zehn deutsche Bischöfe reisten gestern
unter der Leitung des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, in die Türkei. Der Ausflug folgt
den Spuren des Heiligen Paulus. Die Bischöfe fordern von den türkischen Beamten seit längerem, am Geburtsort
des Heiligen in Tarsus eine Kirche zu genehmigen.
Feinde des Verstandes
„Heute ist die große Zeit der
Gottesbeweise vorüber. Die meisten Philosophen sind sich darin einig, daß sich ein Schöpfer aller Dinge,
der in seiner Schöpfung weiterwirkt, einer rationalen Argumentation entziehe. Daß religiöses Wissen
mit Vertrauen zu tun habe, mit Gefühlen und Geheimnissen. Daß es eher ein »Um-etwas-Wissen« sei als
ein »Wissen, daß«. Der deutsche Theologe Dietrich Bonhoeffer hat es so beschrieben: »Einen Gott, den
‘es gibt’, gibt es nicht.«“
Aus dem Artikel „Der logisch perfekte Gottesbeweis“, der im Boulevardmagazin
‘Spiegel’ erschienen ist.
Email-Adressen der Empfänger
26 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#28 paramedic 23:45:54 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
… wundert mich … … dass das hier Erwähnung findet: Es kann ja doch nur ein Mahltisch gewesen sein,
der von der V2-Sekte für sakrilegische Sakramentensimulation verwendet wird – und eigentlich sind das
ja Helden – die gerade mit ihrer Tat ein nahezu prophetisches Signal (so ähnlich wie der Eliah) setzen
#22 Samurai 17:58:05 | Dienstag, 30. September 2008
Waren es Jugendliche?… …oder wir hier mal wieder hineininterpretiert. Man geht davon aus, daß es
Jugendliche waren, folglich liegen noch keine Beweise ! vor- oder? Samurai
#21 pangelingua 17:26:25 | Dienstag, 30. September 2008
@Benedikt Papst Clemens VIII. kaufte Castelgandolfo 1596. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts ist es Sommerresidenz
der Päpste. Während der heißen Sommermonate wurde Castelgandolfo von fast allen Päpsten ausgiebig
genutzt, weil die Temperaturen in Rom dann oft ganz unerträglich sind. Benedikt XVI. nutzt die Residenz
ähnlich wie seine Vorgänger. Pius XII. starb dort am 09.10.1958, und auch Paul VI. ist am 06.08.1978
in Castelgandolfo gestorben.
#17 Benedikt 12:55:57 | Dienstag, 30. September 2008
@ Fabianus seit wann die Päpste in Castel Gandolfo Urlaub machen? Benedikt XVI. ist ja ziemlich oft dort.
Es handelt sich nicht um einen Urlaub, sondern um eine Verlegung der Arbeitsstätte. Castel Gandolfo liegt
in den Albaner Bergen, daher ist es dort nicht so heiß, wie in Rom.
#16 Elijahu † 12:39:46 | Dienstag, 30. September 2008
Es ist erstaunlich wie tief sie schon in geistiger Umnachtung versunken sind, Lutheraner „Erst schuf „Gott“
das Licht, und später die Sonne. Erst schuf Gott den Tag, und dann Himmel und Erde. Tag und Nacht sind
unmittelbar abhängig vom Sonnenauf- und untergang! Ergo kann dieser Gott auch keinen Sohn haben.“ Das
„Licht“ nicht gleichbedeutend mit „Sonne“ ist sollte jedem logisch denkenden Menschen wohl klar sein.
Es gibt auch noch andere Lichtquellen als die Sonne. Die jüdischen Begriffe für „Tag“ und „Nacht“ im
Schöpfungsbericht sind nicht gleichbedeutend mit unseren Begriffen von Tag und Nacht, sondern: 4 Gott
sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis 5 und Gott nannte das Licht Tag
und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag. Unsere Abfolge der
Tage und Nächte ist modelliert worden nach den urzeitlichen Schöpfungstagen. Dass diese urzeitlichen
Schöpfungstage nicht gleichbedeutend sein können mit unserer Definition von Tag als einer Erdumdrehung
um die eigene Achse, ergibt sich unmittelbar aus dem Text selbst. So wie der Mensch das Abbild Gottes
ist, sind unsere Tage/Nächte das Abbild der Schöpfungstage/-nächte. Dass man erstmal das Konzept von
Licht erschaffen muss, bevor man Lichtkörper erschaffen kann in der Dunkelheit, ist doch wohl nur logisch.
#15 Pünktchen 11:47:31 | Dienstag, 30. September 2008
Ja, Heinz Josef, die tiefste Erkenntnis, die „Kappes“ bisher zum Ausdruck gebracht hat, findet sich in
seiner Namensgebung: es ist die Selbsterkenntnis!
#14 Heinz Josef 11:39:25 | Dienstag, 30. September 2008
Danke Pünktchen,… Bezogen auf Bonhoeffer ist die Angst von Franz unbegründet. Er ist meilenweit vom
Pantheismus entfernt. Als Christen glauben wir dass Gott sich uns offenbart, so wie hier schon richtig
anhand der Offenbarung an Mose durch den brennenden Dornbusch oder den verschiedenen Erscheinungen des
Auferstanden en nach Ostern. Aber wie Paulus richtig sagt sehen wir noch verschwommen. Gott ist eben kein
Objejt, Gegenstand den wir erforschen können. Wäre er ein Objekt wie die Sonne, dann könnten wir ihn
als Teil des Universums erforschen. Auch ein Pantheismus greift hier zu kurz, weil der Schöpfer seine
Schöpfung übersteigt. Die Schöpfung bietet allenfalls Hinweise auf den Schöpfer. Gott bleibt auch
der ganz Andere, Mysterion. Gott ist eben nicht greifbar sondern er offenbart sich wem er wil. Bonhoeffer
wollte den Mißbrauch Gottes als Füllung für unsere Leerstellen beendet sehen. Er ist eben kein Lückenbüßer-Gott
für alle ungeklärten Fragen. So ist Gott eben nicht verfügbar sondern er selbst verfügt, ist kein
Teil sondern übersteigt Alles. Das hindert ihn nicht in Jesus Christus einer von uns zu werden und ist
doch Gott, nicht greifbar. Der Unbegreifbare macht sich begreifbar aber entzieht sich auch unserer Verfügungsgewalt:
Ich muss zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott! l
#13 Lorenz 11:25:01 | Dienstag, 30. September 2008
@Lutheraner Ich denke, die Reihenfolge der Schöpfungstage (schöpfungshandlungen) ist erstaunlich korrekt
dargestellt. Z.B.: Natürlich kam das Licht (der Tag) auch gemäß der von Ihnen sicher für maßstäblich
erachteten wiss. Entstehungstheorie vor der Sonne in die Welt. Der Himmel, den Gott am ersten Tag schafft,
hat nichts mit der Welt zu tun. Der Himmel des dritten(?) Tages scheint mir dann unser manchmal blauer
Himmel zu sein. Auch das passt in etwa. Von was für Schuldgefühlen reden Sie? Christen sollen natürlich
zuerst Schuld bei sich suchen. Das mit dem „Blutvergießen unter den Völkern“ ist aber reichlich kryptisch.
#12 Pünktchen 11:10:02 | Dienstag, 30. September 2008
Ein bewußtes Paradoxon kann sehr erhellend sein: wie im hier gezeigten Beispiel. Durch die Anführungszeichen
wird i.ü. verdeutlicht, daß zwei verschiedene Verwendungsweisen von „es gibt“ im Auge sind! Und das
hat Bonhoefer schon ganz richtig gesehen und treffend ausgedrückt. Man könnte es – wiederum paradox –
so ausdrücken: Es gibt mehr, als „es gibt“!
#11 Lutheraner 10:52:37 | Dienstag, 30. September 2008
Den Freunden des Verstands Verstand wird wie folgt definiert: Fähigkeit zu denken, Begriffe zu bilden,
zu abstrahieren, Schlußfolgerungen zu ziehen und Urteile zu bilden. „Einen Gott, den ‘es gibt’, gibt
es nicht.“ – Das ist keine Schlußfolgerung, sondern ein Paradox, also Schwachsinn. Und wenn es einen
Gott gibt, wird er mit Sicherheit nicht auf einer Wolke herabgestiegen sein, um Moses die Bibel zu diktieren
und Jahwe heißen. Sonst sollte er oben auf der Wolkendecke sitzen! Jahwe war ursprünglich ein kanaanitischer
Berggott. Erst später ist er aufgestiegen (worden) zum höchsten Gott. Diese außerordentliche „Verdwandlung“
ist mehr als alles andere der Ursprung des Judentums!- Alleine diese Tatsache macht ihn ungeeignet als
Schöpfer des Universums. Der Beweis, daß der biblische Jahwe nicht existieren kann, ergibt sich auch
aus der Irrationalität der Schöpfungsgeschichte und – dem mosaischen Klamauk in der Hütte des Stifts.
Erst schuf „Gott“ das Licht, und später die Sonne. Erst schuf Gott den Tag, und dann Himmel und Erde.
Tag und Nacht sind unmittelbar abhängig vom Sonnenauf- und untergang! Ergo kann dieser Gott auch keinen
Sohn haben. Auch gab es während fast des ganzen biblischen Zeitraums noch nicht einmal den Glauben, daß
das Leben nach dem Tod mit Gott fortgesetzt werden kann. Zudem ist erwiesen, daß die Thora aus Versatzstücken
besteht. Christen zertrampeln das Mögliche und hoffen auf das Unerreichbare, wohl aus dem bedrückenden
Schuldgefühl des Blutvergießens unter den Völker der Welt!
Sachbeschädigung oder Schändung? Danke, cara columba, das wäre auch mein erster Einwand gewesen. Sicher
kann man von Sachbeschädigung (§ 303 StGB) ausgehen; Schändung als Störung des öffentlichen Friedens
(§ 166 StGB) wäre nur anwendbar, wenn man das religionsherabwürdigende Tatmotiv der Täter kennen würde.
Bleibt also Sachbeschädigung.
Strafunmündig Man ist strafunmündig, wenn man bei der Tat noch keine 14 Jahre alt ist. Dieses kann man
in § 19 StGB nachlesen. Alters- und Reifestufen [Bearbeiten]Menschen vor Vollendung des 14. Lebensjahres
sind als Kinder strafunmündig (§ 19 StGB). Für Erwachsene hingegen gilt das allgemeine Strafrecht.
Für die Übergangszeit gilt in Deutschland das Jugendgerichtsgesetz (JGG). Es ist uneingeschränkt anwendbar
für Jugendliche, d.h. für Menschen, die zur Tatzeit im Alter von 14 bis 17 Jahren waren (§ 1 Abs. 2
Halbs. 1 JGG). Auf Heranwachsende (18- bis 20-jährige) sind zentrale Normen (aber nicht alle) des Jugendstrafrechts
nach Maßgabe der §§ 105 ff. JGG] anzuwenden
Ohweh… Erst vor kurzer Zeit Zellingen, nun Bergrheinfeld. Ums Bistum Würzburg scheints wirklich schlimm
zu stehen. Die in weiten Teilen verkommene Priesterschaft des Bistums, ausgehend von der Führungsebene,
führt anscheinend dazu, dass die Gemeindemitglieder selbst ihre Kirchen zerstören.
#3 Pünktchen 08:40:32 | Dienstag, 30. September 2008
»Einen Gott, den ‘es gibt’, gibt es nicht.« Diesen Satz würde ich unterschreiben. Gott ist uns nicht
in der Weise dinglicher Gegebenheit gegenwärtig. Der Schöpfer aller Dinge kann nicht mit einem geschöpflichen
„Sieh da“ schlechthin identisch sein. Selbst im Sakrament des Altares ist er nur verborgen gegenwärtig,
wenn auch ganz real! Darum heißt es ja im „Tantum ergo“: „Unser Glaube soll uns lehren, was der Sinn
hier nicht erkennt“. [kursiv]Praestet fides supplementum sensuum defectui.[kursiv]
Ausflug mit Hintergedanken Wir genehmigen hier den Bau von Moscheen, also könnte man dort uns auch eine
soclhe Bitte gewähren! Das wäre Völkerfreundschaft. Und eine nette Geste der Türkei , als Antwort
auf die grausame Ermordung der Christen in diesem Jahr!