17:36:57 | Dienstag, 30. September 2008
Ein deutscher Priester hat sich in einer zwielichtigen Beziehung zu einer Dame über Jahre als skrupelloser und geldgieriger Betrüger betätigt. Jetzt riskiert er eine hohe Gefängnisstrafe.

Der Kölner ‘Stadtanzeiger’ berichtet über den „kriminellen Pfarrer“.
(kreuz.net) Der katholische Priester Frank B. (39) muß sich seit gestern vor dem Landgericht Freiburg
für 101 Straftaten verantworten. Dem Geistlichen werden unter anderem Betrug, Körperverletzung, Nötigung
und Untreue vorgeworfen.
Das berichteten verschiedene deutsche Tageszeitungen.
Hw. B. soll die Kirche
um 137.000 Euro betrogen und vier weitere Opfer um mehr als 90.000 Euro geschädigt haben – erklärte
Staatsanwalt Dietrich Bezzel zum Prozeßauftakt.
Der angeklagte Geistliche stammt aus der Bodensee-Gegend.
Schon als Neunjähriger wollte er Priester werden: „Wegen der Liturgie und der schönen Gewänder.“
Im
Jahr 1999 erhielt er in der Erzdiözese Freiburg die Priesterweihe.
So richtig auf die schiefe Bahn kam
Hw. B. im Jahr 2003. Er war damals Priester und Doktorant in der Stadt Freiburg.
In dieser Zeit soll
er die Erzdiözese Freiburg und eine Kirchengemeinde der Stadt Freiburg belogen und auf diese Weise drei
Darlehen erschlichen haben.
Durch rhetorisches Geschick brachte er nach Angaben der Anklage die Pfarrei
dazu, ihm 9.000 Euro zu überlassen.
Die Spende eines Professors und der Katholischen Hochschulgemeinde
über 4.000 Euro soll er ebenfalls selber kassiert haben.
Damals liierte er sich zudem mit Gudrun E.,
die er in seiner Eigenschaft als Priester kennenlernte.
Zu den Details seiner Beziehung zu der Frau wollte
er sich nur unter Ausschluß der Öffentlichkeit äußern. Die Frage, ob sie seine Geliebte sei, beantwortete
er ausweichend.
Gudrun E. wird am Donnerstag vernommen.
Um diese Beziehung aufzuarbeiten, befinde sich
Hw. B. seit zwei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung.
Nach Angaben des Staatsanwalts war diese
Beziehung von Geldforderungen sowie verbalen und körperlichen Gewalttätigkeiten des Angeklagten gegen
die Geschädigte geprägt.
Er soll sie mit einem Gürtel geschlagen und dazu gezwungen haben, ihr Haus
zu verkaufen und ihm das Geld zu geben.
Auch die Cousine der Mutter von Gudrun E. hat er laut der Anklage
um Geld betrogen.
Er soll sie davon überzeugt haben, daß Gudrun E. nicht mit Geld umgehen könne. Darum
überwiesen die Verwandten in der Folgezeit 83.000 Euro direkt an ihn.
Staatsanwalt Bezzel: „Die Geschädigte
brachte er unter dem Eindruck zahlreicher Mißhandlungen und Drohungen dazu, der Cousine ihrer Mutter
eine finanzielle Notlage vorzuspiegeln und sie zu weiteren Überweisungen letztlich zugunsten des Angeklagten
zu veranlassen.“
Im Jahr 2006 landete Hw. B. für einen Monat in Untersuchungshaft.
Vor Gericht erklärte
er, dies sei die schlimmste Zeit in seinem Leben gewesen: Er habe doch eigentlich Menschen immer nur helfen
wollen.
Seine ursprüngliche Absicht war, Arzt zu werden: „Bei der Bundeswehr erlebte ich aber, wie hilflos
Ärzte oftmals sind.“ So verlegte er sich auf die Theologie.
Zu seiner Entschuldigung erklärte der Angeklagte,
daß er Geld für die Behandlung seines schwer kranken Bruders gebraucht habe.
Doch laut Staatsanwaltschaft
behielt Hw. B. das ergaunerte Geld für sich. Auch im Dezember 2005 soll er gesammelte Spenden selber
eingesackt haben.
Der von Hw. B. zwischen 2003 und 2006 angerichtete Schaden liegt nach den Ermittlungen
der Staatsanwaltschaft bei fast einer Viertelmillion Euro.
Für den Prozeß sind sieben Verhandlungstage
angesetzt. Das Gericht hat bisher 21 Zeugen und zwei Sachverständige geladen.
Das Urteil wird am 17.
Oktober erwartet. Dem Angeklagten droht eine langjährige Haftstrafe.
Im Moment ist der Geistliche –
angeblich auf seinen Wunsch hin – vom Kirchendienst beurlaubt.
Nach dem Prozeß will er aber wieder auf
die Kirche zugehen und wieder in ihren Diensten arbeiten:
„Die christliche Ethik ist mir in einer Zeit
des unbarmherzigen Kapitalismus sehr wichtig“, sagte Hw. B. dem Richter.
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Sarah 11:16:02 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
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Hank 23:58:51 | Dienstag, 30. September 2008
#28
Sarah 23:50:02 | Dienstag, 30. September 2008
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Galatea 23:03:12 | Dienstag, 30. September 2008
#25
Sarah 22:50:39 | Dienstag, 30. September 2008
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Kilian 19:35:03 | Dienstag, 30. September 2008
#19
Hank 19:15:39 | Dienstag, 30. September 2008
#7
Benedikt 18:22:59 | Dienstag, 30. September 2008
#5
Benedikt 18:17:36 | Dienstag, 30. September 2008
#1
Hank 17:44:32 | Dienstag, 30. September 2008