(kreuz.net) Heute hört man viel von sogenannten Erfolgen der Transplantations- medizin. Doch woher kommen
die transplantierten Organe?
Im Jahr 1982 wurde im österreichischen Nationalrat mit den Stimmen aller
Parteien – die Meinung der Kirche wurde nicht eingeholt – das ‘Bundesgesetz über Organentnahme bei sogenannten
Verstorbenen’, beschlossen.
Es erlaubt sofern der sogenannte Spender dieser Prozedur nicht vorher schriftlich
widersprochen hat die Entnahme von Organen wie Lunge, Herz und Nieren, sobald der Organlieferant tot ist.
Der Haken bei der Sache: Die Organe von Toten sind bekanntlich unbrauchbar.
Verwenden kann man nur die
Organe eines für hirntot erklärten Menschen, der aber noch atmet und fiebert und während der Explantation
Narkotika sowie Schmerz- und Beruhigungsmittel erhält.
Die Vorverlegung des Individualtodes durch den
sogenannten Hirntod hat nicht nur mehrere Todeszeitpunkte, sondern auch eine bedrohliche ethische Grauzone
geschaffen.
Sterbende, nicht Tote
Bei der Entnahme lebenswichtiger Organe ist es so, daß Menschen zwar
im Sterben liegen, aber noch leben, und erst sterben, wenn ihnen am Ende das Herz herausgeschnitten wird.
Somit wird in Österreich ungefragt aber legal ein Leben für die Gesundung eines anderen Lebens eingesetzt.
Der Organlieferant wird für tot erklärt, weil man seine Organe braucht, und nicht, um ihnen zu helfen –
beispielsweise durch Körperkühlung auf 33 Grad.
Sobald jemand für hirntot erklärt wird, verliert
er jeglichen Rechtsschutz als Person. Verstorbene haben einen anderen Status: sie werden sogar ihren eigenen
Angehörigen entzogen.
Die Hirntod-Diagnose ist heute ein Todesurteil ohne Berufungsmöglichkeit.
Die
Bevölkerung wird getäuscht
Die Durchführung des Transplantationsgesetzes fußt in Österreich auf
zwei Pfeilern dem sogenannten Hirntod und der Widerspruchsregelung.
Der weitaus größte Teil der Bevölkerung
geht bei der Organspende davon aus, daß die Betroffenen wirklich tot sind – das heißt: das Herz nicht
mehr schlägt oder der sogenannte Organspender nicht mehr atmet. Beide Annahmen sind falsch.
Die Widerspruchsregelung
bedeutet, daß jeder, der nicht ausdrücklich und schriftlich widerspricht (im Widerspruchsregister des
ÖBIG), damit einverstanden ist, seine Organe nach seinem (Hirn)Tod zur Verfügung zu stellen.
In der
Öffentlichkeit wird weiters der irreführende Begriff „Organspender“ verwendet, obwohl für eine Spende
Freiwilligkeit und informierte Zustimmung Voraussetzung sind. Juristen sprechen davon, daß, wer die Unwissenheit
eines anderen zu seinem Schaden ausnutzt, den Tatbestand des Betruges setzt.
Selbst der oft verwendete
Begriff der Nächstenliebe ist eine gemeine Verdrehung, weil de facto die „Nächstenliebe“ nicht bewußt
persönlich geschenkt, sondern in Österreich de facto staatlich verordnet wird, als eine „Aufopferungspflicht“.
Bedenkliche Eigendynamik
Inzwischen ist eine Mauer des Schweigens und der Angst entstanden. Angehörige
erfahren, daß ihnen im Krankenhaus mittels Feststellung des sogenannten Hirntodes das Sorgerecht über
Ihre Lieben brutal entzogen wird.
Weder die Angehörigen noch ein Priester dürfen in der Sterbestunde
dabei sein.
Das medizinische Personal ist zerrissen zwischen der Aufgabe, das Leben eines Menschen zu
retten und den Patienten als Organspender vorzubereiten.
Der sterbende Organlieferant und seine Angehörigen
sind durch die weitgehend unbekannte Widerspruchsregelung aus der Verantwortung genommen.
Ein Blick auf
das Bundesgesetz zeigt, daß niemand eine persönliche Verantwortung trägt.
Die Juristen verlassen sich
auf die Mediziner. Der Neurologe stellt nur den Hirntod fest. Der Anästhesist kümmert sich nur um die
Narkose. Der Transplanteur operiert nur die Organe heraus. Die Priester sind gar nicht da.
Wissenschaftlich
zunehmend umstritten
Die gegenwärtige medizinische Wissenschaft behauptet, daß der Tod eines Menschen
mit der Einstellung der Gehirntätigkeit eintritt.
Doch unzählige Ärzte, Philosophen, Theologen, Bischöfe
und Angehörige von Organentnahmeopfern halten dieses Konzept des Hirntodes mit seinen mittlerweile über
dreißig verschiedenen Definitionen für überholt und brüchig.
Auch die Widerspruchsregelung hat die
bestehenden Widersprüche nie beseitigt, sondern immer nur versteckt.
Die Widersprüche sind zahlreich:
– Totes Leben gibt es nicht: Menschen können nicht gleichzeitig leben und tot sein.
– Ärzte können
nicht gleichzeitig Leben zu retten versuchen und ihre Patienten für die Organentnahmen vorbereiten.
– Angehörige können nicht gleichzeitig ihr Sorgerecht ausüben und vor der tödlichen Explantation nach
Hause geschickt werden.
– Politiker können nicht von Eigenverantwortung reden und gleichzeitig beschließen,
daß jeder zustimmt, der nicht widerspricht.
– Priester können nicht predigen „Du sollst nicht töten“,
„Du sollst nicht die Unwahrheit sagen“ und „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Gut (Organ)“ und
zu all dem schweigen.
– Das österreichische ‘Bundesinstitut für Gesundheitswesen’ http://www.oebig.org/,
welche das Widerspruchsregister führt und das Koordinationsbüro für Transplantationsmedizin ist, kann
nicht gleichzeitig für ein möglichst hohes Organaufkommen sorgen und die Bevölkerung so umfassend informieren,
daß das Organangebot wieder zurückgeht.
Es ist an der Zeit zuzugeben, daß es kaum überzeugte Organspender
gäbe, wenn die Menschen wüßten und sehen könnten, was in den Operationssälen wirklich vor sich geht.
Darum muß das Gesetz zur Organspendung in Österreich aufgehoben werden, damit allen Menschen bis zu
ihrem letzten Atemzug geholfen wird und damit alle Menschen in Würde sterben können. Es müssen andere
Wege gesucht werden, um kranken Menschen zu helfen.
Der Autor ist Unternehmensberater und ehemaliger
Präsident eines österreichischen Patientenvereins, der sich für Menschenwürde, Therapiefreiheit und
Eigenverantwortung in der Medizin einsetzt. Seit über zehn Jahren befaßt er sich auch mit dem Thema
Organentnahmen.
Email-Adressen der Empfänger
66 Lesermeinungen
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Euthanasie und anderes! Widerstand gegen US-Gesundheitsreform: „Wenn das keine Tyrannei ist, was… Wähler
müssen entscheiden: Schluß mit der Rationierung im Gesundheitswesen! von Helga Zepp-LaRouche www.bueso.de/…-im-gesundheitswesen
21 Juni, 2009 – 17:50 Bundestag beschließt umstrittenes Gesetz zur Patientenverfügung Nach jahrelanger
Diskussion hat der Deutsche Bundestag am 18. Juni mit einer Mehrheit von 320 zu 241 Stimmen beschlossen,
sogenannte Patientenverfügungen gesetzlich verbindlich zu machen, d.h. Ärzte sind künftig verpflichtet,
den erklärten Sterbewillen eines Patienten zu vollziehen. www.bueso.de/…r-patientenverfugung Keine
Nazipolitik durch Leistungsabbau im Gesundheitswesen! www.bueso.de/…-im-gesundheitswesen Wähler müssen
entscheiden: Schluß mit der Rationierung im Gesundheitswesen! von Helga Zepp-LaRouche www.bueso.de/…m-gesundheitswesen-0
14 Juni, 2007 – 15:31 Für ein optimales Gesundheits- und Sozialsystem! www.bueso.de/…its-und-sozialsystem
11 Juni, 2009 – 12:48 EIR-Historiker Chaitkin in Washington: Menschenrecht auf Leben verteidigen statt
Euthanasiepolitik! www.bueso.de/…tt-euthanasiepolitik www.bueso.de/…yrannei-ist-was-dann
#75 Binklerstein 16:39:39 | Sonntag, 23. November 2008
ist kreuz.net A-katholisch? Irgendwie verstehe ich kreuz.net nicht. Ich habe immer geglaubt das sei eine
katholische Seite. Aber nun scheint sie eher a-katholisch zu sein. Der Text bezieht sich auf das Jahr
1982. Seit 1980 trägt der Papst bereits einen Organspendeausweis mit sich herum (hier www.zeit.de/…8/Glosse-Organspende).
Der Papst selbst spricht sich für die Organspende aus, solange alles mit rechten Dingen zu geht. (hier
www.zenit.org/rssgerman-16362) Selbst der frühere Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Kardinal
Lehmann ruft öffentlich und sogar eindringlich dazu auf (www.bistummainz.de/…005/organspende.html).
Beispiel des guten Samariter, ethisch moralische Verpflichtung usw. Aber scheinbar ist das hier noch nicht
angekommen. Nun Ja es sind ja auch erst rund 30 Jahre vergangen. Die Kirche braucht zig Jahre um sich
zu wandeln, kreuz.net halt einige Jahre mehr. Vielleicht verachtet kreuz.net die katholische Kirche, den
Papst und die Menschen auch nur. Klar, alles muss mit rechten Dingen ablaufen, Sachen wie Organhandel
oder Organspendemissbrauch sind sofort im Keim zu ersticken. Doch hier scheinen alle eher sich dafür
einzusetzen das Organentnahme verboten werden müsste. Das katholische Spanien hat die höchste Organspendebereitschaft
von Europa (auf 1 Million kommen GANZE 35 Spender – in Deutschland sind es immerhin noch 15 [hier www.zeit.de/…007/19/M-Organspende?page=2])
#74 Kunstmaler † 10:19:19 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Defensor Fidei Christen trennen übrigens nicht zwischen Körper & Seele, sondern gehen von einer Einheit
aus Das meine ich eben auch – erst wenn „alle Organe“ wirklich den Geist aufgegeben haben, ist man tot.
Woher will man denn wissen, ob die Seele nicht etwa im unmittelbaren körperlichen Bereich gefangen ist?
Woher wollen Ärzte das wissen? Das Leben ist ein Geheimnis und wir Menschen müssen lernen, den Tod als
„normal“ und zur irdischen Existenz dazugehörend, zu betrachten. Jene Einheit von der Sie sprechen –
diese Einheit wird eben durch „Hineinpfuscherei“ gestört. Der Mensch ist in diesem Leben nur mit eigenen
Organen eine „von Gott gegebene Einheit“, da hat kein anderes Organ von Mitmenschen etwas verloren. Wer
wirklich an Gott glaubt – der akzeptiert auch den Tod. Ein Tod, der für den Christen, das LEBEN bedeutet.
@ Peter-Pan Organe können sehr wohl kurz nach Eintritt des Todes (auch des körperlichen) entnommen werden
Bitte informieren Sie sich richtig. Organe können nach dem „körperlichen“ (Christen trennen übrigens
nicht zwischen Körper & Seele, sondern gehen von einer Einheit aus) Tod eben gerade nicht mehr für eine
Transplantation entnommen werden. Hier wird so getan, als ob die meisten Organe von Hirntoten kommen.
Das ist auch so. Mit moderner Technik…Der Mensch wäre nichtsdestotrotz tot. Jetzt gibt es also Hirntote &
Herztote, Ganzhirntote & Teilhirntote…alle sind tot, zumindest ein bißchen?! Was aber sind das für
Leichen, die atmen, schwitzen oder frieren, Fieber haben können, mit den Zähnen knirschen, sich im Bett
aufrichten, um sich schlagen oder treten, das Pflegepersonal umarmen (kompl. Spinalreflexe), deren Haut
rosig schimmert & im Sommer vielleicht von der Sonne gebräunt ist; bei denen das Herz schlägt & die
ein intaktes Stoffwechselsystem aufweisen, die sich warm anfühlen; deren Glieder beweglich sind & deren
Brustkorb sich hebt & senkt; die Ausscheidungen haben & bei denen Tränen fließen können; deren Wunden,
wenn man ihre Haut aufritzt oder aufschneidet, wieder heilen würden; die von den Schwestern & Pflegern
mit ihrem Namen angesprochen werden & sich in nichts von anderen Patienten unterscheiden, die künstlich
beatmet werden; männliche „Leichen“, die noch Kinder zeugen könnten & weibliche „Leichen“, die noch
bis zu 3 – 4 Monaten Kinder austragen & gebären könnten?
#72 Heinz Josef 20:36:45 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
K.P.Jörns: Organspende Pflicht? 2.Teil Ist ein solches Anspruchsdenken erst einmal praktisch etabliert
und die Organ-„Spende“ damit zugleich zur Pflicht gemacht, so ist prinzipiell kein Sterbender mehr davor
bewahrt, als „Spender“behandelt zu werden, wenn er in Todesnähe gerät. Und dann ändert sich die Optik
total: Die ca. 30000 Toten jährlich, die durch Unfall oder Suizid sterben, könnten dann irgendwann sogar
dem Gesetzgeber angesichts des hohen Organbedarfs als ein Spekulationsposten erscheinen, an dessen Verminderung
kein wirkliches Interesse besteht. K. P. Jörns, Kritik der Hirntodkonzeption, aus: K. P. Jörns: Organtransplantation –
Eine Anfrage an unser Verständnis von Sterben, Tod und Auferstehung. Zugleich eine Kritik der Schrift
der Kirchen „Organtransplantationen“. In: J. Hoff/J. von der Schmitten: Wann ist der Mensch tot? Reinbek
1995
#71 für die Kirche 20:19:57 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Jena-Boy: eben Dazu machen die Leute am wenigsten Bedenken. Aber jemandem gegen seinen Willen und ohne
seine ausdrückliche Bewilligung sein Organ zu entnehmen, nur weil es „für die Gesellschaft“ gut ist?
Dazu muß man schon Bedenken haben. Denn man kann zwar hoffen, daß so viele Leute wie Sie denken, damit
so viele wie möglich kranke Menschen gerettet werden, aber jemanden zu einer solchen Handlung zu zwingen
ist falsch. Denn was alles für Verbrechen wurde im Namen „des allgemeinen Gutes“ geübt! Der individuelle
Wille eines Einzelnen muß vom Staat respektiert werden.
#70 Jena-boy † 20:05:02 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Eine Niere schenken… ja, wenn sich mein Zustand von Lebend auf Tot (Hirntot oder klinisch tot) geändert
hat! Dann hab ich alles zu verschenken, was niemand erben will. Warum sollte ich mein Körper sterben
lassen, wenn schon das Gehirn gestorben ist? Da kann ich ja auch was nützliches für meine Mitmenschen
tun.
#69 Heinz Josef 19:57:20 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
K. P. Jörns, Niemand, auch die Kirche nicht, hat das Recht Organspende zur Pflicht zu machen Jörns schreibt:
„Die Explantation und Transplantation von Organen ist eine Möglichkeit für uns Menschen, mehr nicht.
Sie ist und bleibt eine problematische Möglichkeit, weil sie den Grenzbereich zwischen Leben und Tod
und deshalb Stationen des Menschseins betrifft, die sich unserer reflektierbaren Erfahrung entziehen und
darum wissenschaftlich immer mit einem wissenschaftstheoretisch unaufhebbaren Irrtums-Vorbehalt belastet
bleiben. Es ist die Aufgabe der Theologie, auf dieses Dilemma hinzuweisen. Sich für oder gegen die Organtransplantation
zu entscheiden, wird von den Prämissen des Denkens und Fühlens bestimmt, die für die Menschen jeweils
gelten. Niemand, auch die Kirche nicht, hat das Recht, von den eigenen Prämissen her die Prämissen anderer
in Richtung auf die Organ-„Spenden“ zu majorisieren..Ich sehe es als ein unerlaubtes Verfahren an, wenn
das christliche Liebesgebot, das der Gemeinde Christi gilt, dazu herhalten muß, ein „Lebensrecht“ im
Sinne eines Lebensverlängerungsrechts oder eines Rechts auf Verbesserung der Lebensqualität durch Implantation
fremder Organe zu begründen. Ist ein solches Anspruchsdenken erst einmal praktisch etabliert und die
Organ-„Spende“ damit zugleich zur Pflicht gemacht gemacht, so ist prinzipiell kein Sterbender mehr davor
bewahrt, als „Spender“behandelt zu werden, wenn er in Todesnähe gerät. Und dann ändert sich die Optik
total: … „ Fortsetzung folgt
#68 für die Kirche 19:51:38 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Jena-Boy: Organ schenken? Man hofft nicht, dass jemand stirbt. Man hofft, dass jemand ein Organ schenkt.
Wie war das mit den Typ, der einen Frierenden einen halben Mandel geschent hat? Würden Sie eine Ihrer
Niere jemandem schenken? (ich glaube, es gesetzlich verboten, wenn der Empfänger nicht direkt Ihr nächster
Verwandte ist). Aber würden Sie so altruistisch handeln? Sankt Martin würde das nehme ich an tun. Beide
Nieren verschenken jedoch nicht, denn das ist Selbstmord, und das ist verboten. Es gibt eine Geschichte
von Buddha: er sah einmal, daß ein Tiger aus Hunger das eigene Jünge fressen wollte, aus Barmherzigkeit
warf er sich selber dem Tiger zum Fraß, um das Jünge zu retten. Der Egoist hofft aber, daß immer jemand
bereit ist, was für ihn zu tun. Aber an Gegenleistung denkt er gar nicht.
#67 Heinz Josef 19:44:11 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Ein Beitrag von Hans Jonas „… Die Grenzlinie zwischen Leben und Tod ist nicht mit Sicherheit bekannt,
und eine Definition kann nicht Wissen ersetzten. Der Verdacht ist nicht grundlos, dass der künstlich
unterstützte Zustand des komatösen Patienten immer noch ein Restzustand von Leben ist (wie er bis vor
kurzem auch medizinisch allgemein angesehen wurde). D.h. es besteht Grund zum Zweifeldaran, dass selbst
ohne Gehirnfunktion der Mensch völlig tot ist. In dieser Lage unaufhebbaren Nichtwissens und vernünftigen
Zweifeln besteht die einzig richtige Maxime für das Handeln darin, nach der Seite vermutlichen Lebens
hinüberzulehnen. Daraus folgt, dass Eingriffe…unter keinen Umständen an einem menschlichen Körper
stattfinden dürfen, der sich in diesem äquivoken bzw. Schwellenzustandbefindet… „ Hans Jonas, Zur
pragmatischen Umdefinierung des Todes, aus: „Technik, Medizin und Ethik“
#66 Kunstmaler † 19:39:08 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Jena-boy Das Sterben ist immer unansehnlich, sofern man nicht, und das wäre eine Gnade, ins Koma fällt –
und nicht gefunden wird!! – sonst kommen Ärzte und schließen einen an die Maschinen an. Alles in allem,
wenn man schnell stirbt – und das tut man oft ohne Ärzte – verkürzt es das Leiden. Mit dem Tod muss
man fertig werden in diesem Leben – und der wahre Christ hoff auf ein besseres Leben im Paralleluniversum.
#65 Jena-boy † 19:33:36 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Kunstmaler Nagut, wenn sie das so sagen. Aber an ihrer Stelle würde ich da den Ärtzen sagen, dass sie
ihnen ein Tötliches Mittel geben. Denn wenn die Leber abstirbt, ist zum einen die therapie als auch das
leiden beim sterben für alle beteiligten unansehnlich. Wir hatten eso ein Fall im bekanntenkreis, aber
niemand konnte eine Niere opfern. Ich würde es nun so sagen: Man hofft nicht, dass jemand stirbt. Man
hofft, dass jemand ein Organ schenkt. Wie war das mit den Typ, der einen Frierenden einen halben Mandel
geschent hat?
#64 Kunstmaler † 19:10:09 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Jena-boy Mit einer Niere kann man leben ! Aber ich weiß schon, was Sie meinen – also ich würde (und
zwar echt), wenn ich in eine lebensbedrohliche Lage käme lieber sterben. Sie meinen, dass ich das jetzt
nur so dahinsage, aber das ist die Wahrheit. Wenn das Leben vorbei ist, ist Schluß – basta.
#62 Kunstmaler † 18:28:43 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@MarkX Auch ich bin teilweise Ihrer Meinung – aber ist ungerecht zu hoffen, dass ein gesunder Mensch stirbt,
damit ein kranker Mensch, der sowieso zum Tode verurteilt ist, leben kann. Aber, da will ich mich jetzt
auch nicht zum Moralapostel aufspielen – es ist immer schwierig über so ein Thema zu diskutieren. Trotzdem
finde ich Ihre Einstellung, dass Sie ein Organ spenden wollen, sehr christlich. :)3
@Kusntmaler Das um jeden Preis am Leben hängen, welches Sie beschreiben, ist sicher nicht richtig. Andererseits
ist die Reaktion dieser Mutter auch verständlich, denn normalerweise sollten Eltern nicht erleben müssen,
wie ihre Kinder sterben. Bitte bedenken Sie, dass schwere Krankheit und die dabei empfundene Hilflosigkeit
durchaus derartige Reaktionen hervorrufen kann und nur vor diesem Hintergrund kann dieses Verhalten bewertet
werden – falls dies einem von uns überhaupt zusteht (was ich zurückweise). Bedenken Sie bitte auch,
dass der Empfänger nach einer Organspende nicht wieder so leben kann, wie bisher: Er muss starke Medikamente
nehmen, die sein Immunsystem unterdrücken, um eine Abstoßung zu vermeiden. Oft kann die Abstoßung damit
auch nur um einige Jahre (ich habe mal etwas von ca. zehn bis zwanzig Jahren gehört, gestehe aber ein,
hier keine kompetenten Angaben machen zu können) hinausgezögert. Ich bezweifele, dass ein Betroffener
danach so weiterlebt, als sei nichts gewesen, oder das fremde Organ eine Selbstverständlichkeit. In den
meisten Fällen erlaubt eine Organspende aber bis auf diese Einschränkungen ein fast normales Leben.
Und wenn diese Zeit beispielsweise dazu reicht, dass der Betroffene für seine Kinder in einer der wichtigsten
Lebensphasen – nämlich dem Erwachsenwerden – da sein kann, dann ist diese Überlegung in meinen Augen
sehr wohl ein Grund, seine Haltung zur Organspende zu überdenken.
#59 Kunstmaler † 14:20:55 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@MarkX Es ist toll, dass Sie mit Ihren Organen anderen Menschen helfen wollen. Aber an und für sich finde
ich es einfach nicht richtig. z.B. In einer Doku über Organspende habe ich verfolgt, wie eine Mutter
(verständlicherweise) auf ein gesundes Herz für ihre todkranke kleine Tochter gewartet hat. Sie hat
gejammert, gefleht und „gebetet“ – da ging mir irgendwie die Luft aus – denn eigentlich, und darüber
muss man sich bewusst werden – hat diese Frau gebetet, dass für ihr Kind ein anderes Kind stirbt !!!!! –
So etwas finde ich unerhört grausam.
@Gallowglas Gallowglas schrieb: „Der Betroffene kann entscheiden, ob er spendet oder nicht, die Angehörigen
haben sich dieser Entscheidung zu beugen. Falls der Betroffene etwas dagegen gehabt hätte, hätte er
das in seinem Spenderausweis eintragen brauchen.“ Richtig, meine Angehörigen haben sich meinem Willen
zur Organentnahme zu beugen, allerdings habe ich sie auch darüber informiert. Ihnen ist bekannt, dass
ich einen Organspendeausweis besitze und was darin steht. Ich habe allerdings auch eine Vorsorgevollmacht
ausgestellt, in der ich meine Angehörigen in die Pflicht nehme, sollte ich mich nicht mehr selber äußern
können. Meine Angehörigen haben sich meinem Willen zu beugen, aber sie haben sich den Ärzten, die mich
an meinem Lebensende betreuen sollen, mit Sicherheit nicht zu beugen. Es ist genau umgekehrt: Meine Ärzte
müssen sich meinem Willen beugen, geht dies nicht mehr, haben sie sich dem Willen meiner Angehörigen
zu beugen. Eine Regelung wie in Österreich muss in Deutschland keinesfalls eingeführt werden: Wer Organe
nicht spenden möchte, kann dies auf dem von BgZA und DSO angebotenen Organspendeausweis-Formular ankreuzen.
Warum haben viele Leute keinen Spendeausweis? Weil dieses Thema nicht im öffentlichen Bewusstsein ist.
Aufklärungsarbeit und Selbstbestimmung sind hier die Stichworte und nicht Gesetze und Bevormundung! Mit
religiösem Humbug hat das nichts zu tun.
#57 Kunstmaler † 12:48:54 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Sterben Kann der Mensch heute noch in Würde sterben? – ohne Ersatzteillager? Wenn der Körper am Ende
ist, stirbt man. Na und? Wer gläubig ist, hofft auf Christus – das müsste genügen. Organspende finde
ich nicht richtig, weil andere Menschen, egal wie und warum, eben sterben. Vor allem finde ich es unmenschlich
darauf zu warten, dass jemand stirbt, nur damit ein passenes Organ bekommt. Ich finde da hört sich der
Spaß auf.
#54 für die Kirche 10:03:10 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Jena-Boy: Ihrer Vorwurf Ich habe überhaupt keine Absicht, vor Gott oder Menschen „gut auszusehen“. Denn
Gott achtet nicht auf „Aussehen“, und was das Urteil der Menschen angeht, kümmert mich ehrlich gesagt
ganz wenig. Ich muß einige Punkte klarmachen: 1) ich bin nicht gegen die Organspende: Papst Benedikt
hat sogar eine Bewilligung unterzeichnet, nach seinem Tod Organe an Bedürftige zu spenden. 2) Ich bin
aber gegen eine menschenunwürdige Organentnahme u. den Organhandel. 3) Ich bin gegen die globale Ungerechtigkeit,
die leider heute zu tage so drastisch angestiegen ist. Punkt.
#52 Peter-Pan 01:32:58 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@Defensor Fidei Entweder stirbt der Mensch oder er ist tot. Beides gleichzeitig geht nicht. Noch einmal
für die Langsamen: Das behauptet ja auch keiner. Aber ein Körper kann am Leben gehalten werden, selbst
wenn das Gehirn vollkommen zerstört oder sogar entnommen wurde. Mit moderner Technik lässt sich der
Blutkreislauf mitunter auch dann noch in Gang halten. Was ist damit bewiesen? Der Mensch wäre nichtsdestotrotz
tot. Und warum lassen die Ärzte die Leute dann nicht wirklich sterben, Sie Klugscheißer? Die Leute sind
bereits gestorben. Offenbar haben Sie den springenden Punkt nicht mitbekommen. Organe die transplantiert
werden sollen, müssen natürlich unter optimalen Bedingungen aufbewahrt werden und das so kurzfristig
wie möglich. Und nichts eignet sich dafür besser, als ein menschlicher Körper, der sozusagen trotz
Hirntot noch frisch gehalten wird. Wo ist das Problem?
#51 Defensor Fidei 00:00:57 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@ Jena-Boy & Gotthard & Peter Pan @ Jena-Boy Nichts ist umstritten. Das können nur Leute sagen, die sich
noch nie eingehender mit dieser Frage beschäftigt haben. Natürlich ist diese Frage umstritten. Heute
mehr denn je. Schauen Sie nur mal auf die einschlägigen Internetseiten. Wenn das Gehirn tot ist, stirbt
der Körper auch noch. Sobald das Gehirn tot ist, ist der Mensch auch tot. Entweder stirbt der Mensch
oder er ist tot. Beides gleichzeitig geht nicht. @ Gotthard dann werden aber sehr viele Menschen vom Tode
wieder auferweckt, sollte diese Definition des Todes wahr sein Tatsache ist, dass die Transplantation
von Organen, mit Ausnahme der Übertragung paariger Organe, erst durch eine Änderung der Todesdefinition
möglich wurde. Grundlage für die Neudefinition des Todes waren die von einem Ad-Hoc-Komitee der Harvard-Medical-School
erstellten Kriterien für die Feststellung des „irreversiblen Komas“. Sie wurden 1968 publiziert. Bis
1968 war weltweit anerkannt, daß der Mensch dann tot ist, nachdem sein Herz-Kreislauf-System unwiderruflich
stillsteht. Bis dato war also klar: Eine Leiche ist ohne Herzschlag, ohne Reflexe, starr, kalt und weist
alsbald Leichenflecke unter der Haut auf. Seit 1968 gibt es per Neudefinition „Leichen“. Durch eine Definition
ist jedoch noch niemand gestorben. @ Peter Pan Organe können sehr wohl kurz nach Eintritt des Todes…
Und warum lassen die Ärzte die Leute dann nicht wirklich sterben, Sie Klugscheißer?
Abscheuliche Prozedur Die Seitenn organspende-info und dso habe ich mir angeschaut. Dabei fand ich folgendes:
„Intensivmedizinische Massnahmen bringen niemals die erloschenen Hirnfunktionen zurück, sie können aber
den Eintritt des Herz- und Kreislaufstillstandes hinauszögern. Diese Möglichkeit eröffnete die Chance,
Organe für die Transplantation zu entnehmen.“ (organspende-info) Das heißt nicht weniger, als daß der
Körper weiterhin lebt, durch spezielle Maßnahmen am Leben gehalten wird. „Der Nachweis der Irreversibilität
kann bei primär supratentorieller Hirnschädigung auch ohne den Einsatz apparativer Zusatzuntersuchungen
erbracht werden. Dazu werden die beschriebenen Untersuchungen der klinischen Symptome nach einem festgelegten
Beobachtungszeitraum von beiden Untersuchern wiederholt. Die Dauer der Beobachtungszeit variiert je nach
Alter des Patienten und der Art der Hirnschädigung und kann zwischen 12 und 72 Stunden liegen.“ (dso)
Das ist nur die Zeit für die endgültige Feststellung des Hirntodes. Hinzu kommt noch die Zeit für Vorbereitung
und Durchführung der Operation. Für eine Organtransplantation wird demnach ein Mensch mindestens einen
knappen Tag, unter Umständen aber über drei Tage künstlich am Leben gehalten, um ihn -lebendigen Körpers-
auszuschlachten. Bei allem Verständnis für Patienten, die Transplantationsorgane brauchen – die Prozedur
der Organentnahme ist abscheulich, vielleicht zu abscheulich. Daher: keine Organspendezusage ohne genaue
Information über die Entnahmeprozedur!
An den Autor: Sehr geehrter Herr Hartz, ihr Artikel ist inhaltlich nicht ganz richtig… Es gibt eine
organabhängige warme Ischämiezeit von etwa 6 Stunden, die es erlaubt in der Zeit von einem toten Patienten
das Organ zu entnehmen. Die von Ihnen angesprochenen Patienten, deren Organe entnommen werden sind klinisch
tot. Man erhält die Organe nur in dem man sie, lapidar bezeichnet, mit Nährstoffen und Sauerstoff durchblutet.
Würde man diese Maschinen abstellen, sterben diese Organe ab. In meiner Ansicht befindet sich dieser
tote Mensch bereits bei Gott. Ich kann daher keinen Widerspruch zwischen einem toten Menschen und künstlich
erhaltenen Organen erkennen. Man entnimmt keine Organe aus einem noch lebenden Menschen. Es wäre mir
auch vollkommen neu, dass die katholische Kirche sich gegen Organtransplantationen aussprechen würde!
Ich bezeichne mich als konservativ katholisch und bin gerne bereit meine Ansichten zu ändern um Steine
aus dem wegzuräumen, die mich an meinem Weg zu Gott hindern. In diesem Fall bin ich aber wirklcih der
Meinung, dass den Organempfängern Gutes getan wird, während der Sterbende weiterhin einen Tod in Würde
erleben kann. Heil und Segen!
@Dipl. Ing. Hast du verfügt, dass nach einem Herzstillstand keinerlei Wiederbelebungsversuche unternommen
werden, weil du ja tot sein willst? Ich erwarte eine Antwort vom Autoren … diesem Depp!
#47 SignumSalutis 20:03:23 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Kardinal Lehmann Kardinal Lehmann zum Thema … www.bistummainz.de/…005/organspende.html huuu, und jetzt
geht’s wierder los hier auf den armen „Liberal-pseuco-Kardinal“ – den würden manche Fundi-Tradis hier
gerne zur sofortigen Organspende auffordern Aber er hat sich sehr informiert und ausgewogen zu dem
Thema geäußert (das liebt man hier ja nicht so …) SignSal
#41 Jena-boy † 19:11:48 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@für die Kirche: Lesen Sie nochmal, was ich geschrieben habe! Ich würde mal sagen, dass es mal was mit
Hilfsbereitschaft zutun hat, wenn man einen anderen Mensche Orgene schenkt! Aber nein, Sie tun sich ja
lieber damit beschäftigen, dass Sie vor den Gott oder wie sie das Schicksal nennen gut aussehen! PS:
Wenn’s vorbei ist ist’s vorbei! Tot ist tot! Und niemand muss wissen was danach passiert!
#39 Peter-Pan 19:06:42 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Wenn das Gehirn Schluß macht, ist Feierabend – Totes Leben gibt es nicht: Menschen können nicht gleichzeitig
leben und tot sein. Das hat doch auch keiner behauptet. Man kann einen Körper sogar noch in Gang halten,
nach dem das Gehirn zerstört oder gar entnommen wurde. Wollt ihr unterstellen, dass der Mensch dann noch
lebt, weil man den Blutkreislauf aktiv hält. Blödsinn. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung geht
bei der Organspende davon aus, daß die Betroffenen wirklich tot sind – das heißt: das Herz nicht mehr
schlägt oder der sogenannte Organspender nicht mehr atmet. Niemand geht davon aus. Wenn ich tauche und
nicht mehr atme lebe ich schließlich auch noch. Und wahrscheinlich kennt zumindest jeder jemanden, der
jemanden kennt, dessen Herz schon mal aufgehört hat zu schlagen (ein richtig übler Schlaganfall, was
auch immer) und wiederbelebt wurde. Scheint mir mehr so, als ob die schwammige Todes-Definition auf Seiten
des Autors liegt. Der Haken bei der Sache: Die Organe von Toten sind bekanntlich unbrauchbar. Das ist
so blöd, es muss einfach jemanden wehtun. Organe können sehr wohl kurz nach Eintritt des Todes (auch
des körperlichen) entnommen werden. Das ist sogar der Hauptfall. Und diese Organe können, so richtig
gelagert, durchaus den Tod eines Menschen noch ein ganzes Weilchen überdauern. Hier wird so getan, als
ob die meisten Organe von Hirntoten kommen. Mehr noch, als ob das ganz klar der einzige Weg einer Organtransplantation
sei. Was soll der Quatsch?
Der immer in diesem Zusammenhang genannte „Todeszeitpunkt“ ist willkürlich gesetzt. Willkür ist auch
bei den Medizinern der Transplantationsmedizin zu beobachten. Dazu ist auch nicht mehr zu sagen. Auch
im Medizinischen Bereich gibt es so was wie Profitgier.
#32 MartinBieger 18:31:10 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Seminarist Zählt zu den Spielregeln auch das man hier Rassissmus,Antisemitismus und Holocaustleugnung
verbreiten darf ohne Kosequenzen befürcheten zu müssen. Und was ist mit den Beleidigungen eines Gewissen
„Hank“. Ist das so zu verstehen unter den Spielregeln.
@Jena-Boy: staatliche Sanktionen Der Staat beaufsichtigt die Organentnahme, er befördert sie aber nicht.
Die Organentnahme ist immer noch nicht liberalisiert, und gut so: denn sobald der Organhandel allein der
Wirtschaft und der Medizin-Industrie anvertraut wird, kann jeder um sein Leben bangen. Dann ist jeder
Mensch dem anderen ein Wolf: denn ein anderer Mensch ist dann kein Mitmensch mehr für ihn, sondern eventueller
Lieferant von Ersaztteilen.
#28 Jena-boy † 18:20:39 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Lutheraner: Organentnahme ist das Tor in eine Weltsicht; sie ist staatlich sanktioniert, wird beworben
und praktiziert; so erwecken ihre Propagandisten den Anscheint, sie sei moralisch unbedenklich und daher
legitim. Sie haben keine Ahnung! Nichtmal mit Wörtern unserer Sprache! Sanktionieren heisßt bestrafen
und Subventionieren heißt fördern. Gehen Sie in ihre Kirche, beten Sie weiter und hoffen Sie auf die
Erfindung der Zeitmaschiene! War der Ton jetzt wenigstens kreuz.net-christlich?!
@Regina: ist ja alles gut so! Schön, daß Sie einen guten Mann hat. :(3 @Lutheraner etc. Der Organhandel
ist schon ethisch problematisch. Es gibt Fälle, daß Leute aus reichen Ländern in ärmere Länder einreisen,
um dort eine Transplantation zu bekommen. Das ist eine weitere Verdinglichung des Menschen: der homo sapiens
wird also nur als wiederverwendbare Ware betrachtet, und ärmere Leute dienen als Ersatzteile der reichen.
Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Früher hat man den Tod so dargestellt, daß er gleichfalls Kaiser,
Päpste, Könige wie Arme trifft. Wenn das Leben soviel Ungerechtigkeit enthält, ist man im Angesicht
des Todes mindestens gleich. Aber heute? Wer reich ist, kann länger leben. Habe mal eine Reportage in
SWR 2 gehört, da hat ein armer Mann in Philippines seine zweite Niere verkauft, weil er sonst seine Kinder
nicht in die Schule schicken kann. Das darf eigentlich sein. Die körperliche Unversehrheit ist das grundlegendste
Menschenrecht und darf nicht angetastet werden. Daher solcher „freiwillige“ Verkauf von Organen ist eigentlich
immer noch verboten. Aber es gibt Grauenzone, weil die Reichen einfach auf jede Kosten weiter leben wollen.
#26 Kunstmaler † 18:11:49 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Leben um jeden Preis ? Manche Katholiken verstehe ich nicht – warum um jeden Preis leben wollen, wenn
ein Organ nicht mehr funktioniert und man dem Tode geweiht ist? Wieso soll man da auf den Tod eines Mitmenschen
warten, damit man selbst leben kann – das finde ich unmoralisch. Es ist Gottes Wille wenn man stirbt –
ich habe gedacht, dass mancher Katholik sich gerne in Gottes Hände begibt. Der Tod ist für den Christen
ja eigentlich das Leben. Vor dem Tod braucht man keine Angst zu haben. Sagt sich so leicht – ich weiß,
aber man sollte wirkich nicht selber leben wollen und darauf hoffen, dass ein anderer Mensch stirbt.
#25 Lutheraner 18:05:41 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Das ideologische Herz der Linken Organentnahme ist das Tor in eine Weltsicht; sie ist staatlich sanktioniert,
wird beworben und praktiziert; so erwecken ihre Propagandisten den Anscheint, sie sei moralisch unbedenklich
und daher legitim. Unverholen greift die staatliche Maschinerie in die geistig-seelische Natur des Menschen
ein, stellt ihn gleich mit einer biologischen Maschine, Haut, Knochen, ein Büschel Haare, entmündigt,
entzieht ihm das Selbstbestimmungsrecht. Er soll nicht mehr mehr Herr seiner selbst, denn der Herr seiner
selbst hat einen eigenen Willen. Organentmahme ist ein ideologisches Werkzeug der atheistischen, linken
Weltsicht, die sich mit ihre Einseitigkeit selber das wertende Attribut „gut“ zuspricht. Eine grundsätzliche
Diskussion darüber, was Organentnahme für den Menschen bedeutet, hat die Gesellschaft nie führen dürfen.
Tatsächlich sind die Folgen ausweidender Propaganda unabsehbar: die Geselschaft driftet ab ins Unmenschliche,
dem Gulag-Denken. Chinesischer Organhandel in Deutschland nachgewiesen www.epochtimes.de/…07/11/21/200687.html
#24 Gallowglas 18:04:07 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@MarkX: Ein Gesetz, dass die Organentnahme für den Fall, dass der Betroffene nicht ausdrücklich widersprochen
hat, erlaubt, ohne dass die Angehörigen konsultiert werden müssten oder ein Mitspracherecht hätten,
ist in meinen Augen respekt- und würdelos und unter keinen Umständen zu akzeptieren. Genau diese gesetzliche
Regelung gilt allerdings in Österreich und ich finde es unverantwortlich, daß wir in Deutschland das
nicht ebenso regeln. Der Betroffene kann entscheiden, ob er spendet oder nicht, die Angehörigen haben
sich dieser Entscheidung zu beugen. Falls der Betroffene etwas dagegen gehabt hätte, hätte er das in
seinem Spenderausweis eintragen brauchen. Aber es ist klar, daß religiöser Humbug über Menschenleben
geht, das sind wir ja nicht anders gewohnt …
#22 Regina 1961 18:01:16 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Kilian und fdKirche Glauben Sie nur ja nicht, daß ich das System hier blicke. Nur nach 2 Jahren +.net
„Erfahrung“ kennt man seine Pappenheimer so ein wenig. Apropo Index (war im anderen Thread) Gibt es den
überhaupt noch? Ich finde es zwar grundsätzlich in Ordnung, wenn mir gesgt wird, ob ein Buch gut oder
schlecht ist. Nur als erwachsene Frau mache ich mir gerne selbst ein Bild. Ich kann schon lesen und auch
nachdenken. Das braucht kein anderer für mich zu tun. Der einzige Mensch, dem ich da vertraue, ist wirklich
mein Mann. Er hat mir auch schon mal nahegelegt, das ein oder andere Buch nicht zu lesen. Er hat das aber
begründet mit seiner Kenntnis ob meines Wesens. Ich habe diesen Rat am Anfang unserer Ehe nicht immer
befolgt. (Nein, ich muß nicht folgen) Und nach dem lesen einiger Titel wußte ich, warum mir mein Mann
von diesen Büchern abgeraten hat. Er hatte Recht. Nur, und das ist mir wichtig: Er hat esmir nicht verboten
und die Bücher waren für mich jederzeit zugänglich. Das ist das Entscheidende. Regina
@ MarkX Da stimme ich zu. Der Staat darf Menschen, die nicht Organspender sein wollen, keine negativen
Konsequenzen androhen. Ich würde z.B. gerne nach meinem Ableben meine Organe Bedürftigen überlassen,
allein ich darf aufgrund der Medikamende, die ich nehmen muss nicht. Daher würde ich solche Konsequenzen
strikt ablehnen. Was ich jedoch als besser ansehe, ist, die negative Organspende ausdrücken zu müssen.
Jeder der – warum auch immer – dies nicht möchte, kann das fixieren und ist halt kein Organspender, jeder
weiß, worauf er sich einläßt. Ich denke, viele Menschen machen sich schlicht keine Gedanken über dieses
Thema, bis es zu spät ist und Kranke dann deren Organe nicht bekommen können, weil keine Erlaubnis vorliegt.
In einigen europäischen Ländern ist die Regelung so und auch da gibt es nicht mehr Fälle von Mißbrauch
als anderswo.
#17 Regina 1961 17:47:22 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Kilian 1. Sperrung ist jetzt und sofort.2. Weil das bei pgs so lange gedauert hat habe ich mich ja auch
so aufgeregt. 3. Ja, eine Sperre kann aufgehoben werden. Haben auch schon mal Erfolg gehabt mit unserem
Protest. Unter einem anderen Namen posten ist wirklich die allerletzte lösung. Find ich wirklich nur
in begründeten Ausnahmefällen in Ordnung. LG Regina
@ Regina Danke, für den Hinweis! Aber ich dachte immer, da kann man noch einige Zeit weiter schreiben.
Oder nicht? Das ging beim Pro Germania sancta auch nicht so schnell. Aber unser Jesuit kann ja wieder
unter anderen Namen vorbeischauen. Kann die Sperre wieder aufgehoben werden? Ist das schon einmal vorgekommen?
#11 Regina 1961 17:35:37 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
@Kilian Das + hinter jesuitens Namen bedeutet daß er gesperrt wurde. Leider berdeutet es nicht seine
Heiligsprechung. Dazu müßte er einer anderen Gruppe von Katholiken angehören. Allerdings ist es mir
und auch anderen nicht ersichtlich, warum er gesperrt wurde. Regina1961
#10 Seminarist 17:35:20 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Korrekte Aufhebung der hiesigen Jesuiten Dieser „Jesuit“ ist zurecht gesperrt worden. Schauen sie sich
die letzten Beiträge doch mal an – die sind doch alle im 4-Promille-Dauer-Delirium geschrieben worden!
@Navon Ihren Ausführungen stimme ich zum großen Teil zu, möchte aber eines anmerken: Ein Gesetz, dass
die Organentnahme für den Fall, dass der Betroffene nicht ausdrücklich widersprochen hat, erlaubt, ohne
dass die Angehörigen konsultiert werden müssten oder ein Mitspracherecht hätten, ist in meinen Augen
respekt- und würdelos und unter keinen Umständen zu akzeptieren. Jeder Mensch muss für sich die Entscheidung
treffen, ob er (so wie ich) Organspender ist, ob er diese Entscheidung seinen Angehörigen zumuten mag
oder ob er gegen die Entnahme seiner Organe ist. Nicht jeder Mensch beschäftigt sich mit dieser Frage.
Der Staat darf dann aber nicht davon ausgehen, dass „keine Angabe“ mit einer Erlaubnis gleichzusetzen
ist. Wenn wir mehr Organspender möchten – und die Langen Wartelisten von Betroffenen sprechen hierzu
eine eindeutige Sprache – dann hat ein demokratischer Rechtsstaat die Aufgabe, umfassende Aufklärung
und Überzeugungsarbeit zu leisten. Außer dumpfer Polemik nach dem Motto „wer nicht Organspender ist,
soll auch keinen Anspruch auf ein Organ haben“ habe ich von umfassender, öffentlichkeitswirksamer Aufklärung
in der jüngeren Vergangenheit wenig gesehen. Halbwegs sinnvolle Links – auf +.net vielleicht von einigen
nicht gerne gesehen – sind: www.organspende-info.de/ www.dso.de/ Meine Ansicht: Organspende JA, aber bitte
selbstbestimmt!
@Martin Berger: Sperrung Das stimmt nicht. Zensur von kritischer Meinung ist hier nicht der Fall. Sonst
würde Sie nicht mehr so viele Leser wie „Stimme“, „Joberens“ treffen. Jesuit hat leider uns mit bayerischen
Kabaretten aufheitern wollen, und das fällt dann unter Rubrik „unsachlich“, und nach der Nutzungsbedingung
wird sowas gelöscht.
#4 Jena-boy † 17:20:43 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Nichts mit umstritten!!! Die gegenwärtige medizinische Wissenschaft behauptet, daß der Tod eines Menschen
mit der Einstellung der Gehirntätigkeit eintritt. Doch unzählige Ärzte, Philosophen, Theologen, Bischöfe
und Angehörige von Organentnahmeopfern halten dieses Konzept des Hirntodes mit seinen mittlerweile über
dreißig verschiedenen Definitionen für überholt und brüchig. Es ist einfach nur Fakt, dass wenn was
Tot ist, nicht wieder zum leben erweckt werden kann. Wenn das Gehirn tot ist, stirbt der Körper auchnoch
(wenn es keine lebenserhaltenden Maßnahmen gibt). Sobald das Gehirn tot ist, ist der Mensch auch tot.
Also schwachsinns Artikel!
kreuz.net lügt (mal wieder)! ‘Bundesgesetz über Organentnahme bei sogenannten Verstorbenen’ Es gibt
kein Gesetz, in dem das Wort „sogenannte“ vorkommt. kreuz.net erfindet mal wieder Dinge, um ihre obskuren
Schauergeschichten zu „belegen“. Das der Kreislauf eines hirntoter Menschen durch Intensivmedizin am Laufen
erhalten werden kann, bedeutet doch nicht, dass der Betreffende noch lebt. In der Sekunde, in der die
Apparate ausgeschaltet werden, bricht der Kreislauf zusammen. Eine autonome Reaktion wurde NOCH NIE von
einem Hirntoten durchgeführt. Es ist sogar möglich, den Kreislauf eines Menschen ohne Kopf am Laufen
zu halten, und niemand würde sagen, dass dieser Mensch noch lebt! kreuz.net spielt hier völlig ohne
jeden Grund mit den Ängsten der Menschen bzgl. Organspende und ist somit verantwortlich zu machen, wenn
Menschen sterben, weil dadurch ein möglicher Spender von der Ausfüllung eines Organspende-Ausweises
absieht. Könnt ihr angeblichen „Lebensschützer“ das mit eurem Gewissen vereinbaren?