Orthodoxie
Verwandte Riten
Der Sekretär des Patriarchen von Konstantinopel kann sich eine gemeinsame Meßfeier mit den Katholiken vorstellen. Die Differenzen seien nicht unüberbrückbar.
Links: Göttliche Liturgie Rechts: Alte Messe
Links: Göttliche Liturgie
Rechts: Alte Messe
© Heidemarie Seblatnig, Szenen aus dem Dokumentarfilm
(kreuz.net, Wien) „Die Säule und das Fundament: Christen in der Türkei“ – lautet der Titel eines jüngsten Films der Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Heidemarie Seblatnig.

Der Film möchte den Dialog fördern und den kulturellen Wandel in einer sich islamisierenden Gesellschaft thematisieren – erklärt Frau Seblatnig auf ihrer Webseite.

Die Regisseurin befragte für den Film kirchliche und muselmanische Würdenträger in der Türkei und in Österreich.

Sie filmte in den türkischen Städten Istanbul, Izmir, Ephesus, Iskenderun sowie an verschiedenen Schauplätzen in Österreich.

Als besonderes Anliegen des Dokumentarfilms nennt Frau Seblatnig, daß „der geplante EU-Beitritt der Türkei auch Thema einer interkulturellen Auseinandersetzung wird, und nicht nur eine politische Frage darstellt“.

Szenen aus dem Film
Szenen aus dem Film
© Heidemarie Seblatnig, Szenen aus dem Dokumentarfilm
Sie möchte, daß der im Film beispielhaft geführten Dialog auf die Gesellschaft übertragen wird und das gegenseitige Verständnis von Christen und Moslems fördert.

Gemeinsame Messe mit den Orthodoxen?

Der Sekretär des orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. von Konstantinopel, Pater Dositheos Anagnostopulos, sprach mit Frau Seblatnig über die Liturgie.

Frau Seblatnig zeigt dazu Einspielungen der orthodoxen Göttlichen Liturgie und der – Alten – Messe.

Die katholische Kirche habe aus verschiedenen Gründen die Liturgie verkürzt – erklärt Anagnostopulos.

Trotzdem fühle sich ein Orthodoxer in der katholischen Messe zuhause – und umgekehrt: „Das wichtigste ist, daß wir das Mysterium der Heiligen Eucharistie nicht verändert haben.“

Die Kommunion bedeute für ihn dasselbe wie für einen Katholiken: „Die Gemeinsamkeit ist da.“
Pater Gerhard Winkler
Die Teilnehmer der Kreuzzüge fühlten sich als Pilger, nicht als Eroberer.


Die Orthodoxen und die Katholiken hätten – im Gegensatz zur protestantischen Welt – keine unüberbrückbaren Veränderungen am Glaubensgut vorgenommen.

Für einer gemeinsamen Meßfeier zwischen Katholiken und Orthodoxen sieht Anagnostopulos keine großen Schwierigkeiten: „Ich bete dafür.“

Weiter Stellungnahmen

Der emeritierte Kirchenhistoriker von Salzburg, Zisterzienserpater Gerhard Winkler, äußerte sich im Film über die Kreuzzüge.

Diese „bewaffnete Pilgerschaft“ sollte – so der Pater – den freien Zugang zu Jerusalem sichern: „Die Kreuzritter haben sich als Pilger gefühlt, nicht als Eroberer.“

Bischof Elmar Fischer von Feldkirch will überprüfen, ob der Koran mit der österreichischen Verfassung vereinbar sei.

Der scheidende Apostolische Nuntius von Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, erinnert an die im Islam verlangte Kopfsteuer.

Im Koran stehe, daß Christen, die nicht zum Islam abfallen, Steuern bezahlen müssen. Deshalb seien die meisten Christen im Nahen Osten konvertiert – bedauert der Nuntius.

Der apostolische Vikar von Istanbul, Bischof Louis Pelâtre (68), fordert im Film, daß die Kirche in der Türkei als Rechtsperson anerkannt werde.

Die Türken verweigerten das unter dem Vorwand der Laizität des Landes.

Bischof Luigi Padovese (61), Apostolischer Vikar von Anatolien, möchte, daß die Christen, „obwohl wir wenige sind“ an den Orten bleiben, wo das Christentum geboren ist.

„Die Säule und das Fundament“
Christen in der Türkei
Eine Filmdokumentation von Heidemarie Seblatnig,
Österreich – Türkei 2007/08
Organisation: Arhan Kardas
Kamera: Onur Demir
Produktion: Heidemarie Seblatnig/ Cinecraft Wien
Bestellung für 10 Euro plus Porto unter dvd@gloria.tv
      
13 Lesermeinungen
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#15   Exodus †   15:03:05 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Noch immer
darf so etwas hier stehen bleiben:
Die Juden haben in der Gaskammer ja auch viele Freundschaften geschlossen. Daher waren die angeblichen Massenvergasungen ja auch ein Hort jüdischer Nächstenliebe. Danke liebe SS.
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#14   Sozialkatholisch   14:54:59 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Heil Exostuss
kann das sein das du genauso bekloppt wie der Knalleph bist?
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#13   Exodus †   14:35:16 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Noch wogt der braune Sumpf!
HaAcher: @RedaktionWarum löscht Ihr die extrem zynischen und einfach zutiefst menschenverachtenden Postings von carlosroberto nicht? …trotz zahlreicher deutlicher Proteste…?!
Die untenstehende Entgleisung dieses users ist ja bei weitem nicht seine erste! Euer Nicht-Handeln wiegt umso schwerer, als Ihr ja oft genug bewiesen habt, dass Ihr konsequent löschen, sperren und zensieren könnt – zwar immer wegen Kleinigkeiten und nie wegen wirklich gravierender Dinge, aber das ist kein technisches, sondern v.a. ein moralisches Problem…
Da Ihr aber von Eurer einfach umzusetzenden Möglichkeit, diesen menschenverachtenden user zu sperren und ihm das Handwerk zu legen, trotz vieler Proteste keinen Gebrauch macht, erlaube ich mir, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass Ihr die „Meinung“ dieses extrem irregeleiteten Menschen teilt.
Das aber heißt nichts anderes, als dass Ihr eine zynische, menschenverachtende, braune Bande seid, vor der sich wahrscheinlich sogar die NPD ekeln würde (und das will bei deren Anhängern wirklich was heißen!).
Wer Nazidreck protegiert und propagiert ist ein Drecksnazi!
Die Juden haben in der Gaskammer ja auch viele Freundschaften geschlossen. Daher waren die angeblichen Massenvergasungen ja auch ein Hort jüdischer Nächstenliebe. Danke liebe SS.
Unfassbar!
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#12   Aleph †   13:17:36 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Mal was anderes
Keinen Platz für braune Hatz…
:-|
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#10   Gregorius magnus   07:29:48 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Lieber Freinsberg,
darauf können wir uns schon einigen. Diese Gebete haben sich noch im heutigen Stationsgottesdienst des Papstes erhalten, wenn man Litanei und Orationen, eventuell auch die Lesung hinzunimmt. Über Ihre Buchempfehlung bin ich sehr dankbar. Können Sie mir den Titel zukommen lassen?
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#9   Exodus †   00:58:54 | Dienstag, 7. Oktober 2008
Pervers und abartig! Und ein solcher Poster wird von der Redaktion nicht gelöscht!
carlosroberto:
Die Juden haben in der Gaskammer ja auch viele Freundschaften geschlossen. Daher waren die angeblichen Massenvergasungen ja auch ein Hort jüdischer Nächstenliebe. Danke liebe SS.
Ich schäme mich für diesen angeblichen Christenmenschen!
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#7   Heinz Josef   19:49:17 | Montag, 6. Oktober 2008
Löscht den brauen Scheiß carlosalberto
Wann werden endlich die antisemitischen Schmirereien eines carlosalberto gelöscht, und er selbst auch, statt die Postings derer die dagegen protestieren!
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#6   Freinsberg   16:27:17 | Montag, 6. Oktober 2008
@gregorius magnus
Mit der Liturgiegeschichte hab ich mich schon beschäftigt. Und auch prominentere Leute haben das getan, z. B. Josef A. Jungmann. Wie der sich eine Reform vorgestellt hat, wird man demnächst in einem Sammelband nachlesen können.
Was die byzantinische Liturgie betrifft, ein Beispiel: Die Eröffnungsriten stammen aus der Prozession von einer Sammel-Kirche in die Kirche, in der Eucharistie gefeiert wurde. Später wurden diese Riten in die Kirche verlegt. Also von „ursprünglich“ keine Rede, höchstens von „älter“…
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#5   Gregorius magnus   13:43:10 | Montag, 6. Oktober 2008
Lieber freinsberg,
Sie sind auf dem falschen Weg unterwegs. Was 1970 passiert ist, war keine Bereinigung sondern eine komplette Neuschöpfung. Beschäftigen Sie sich bitte mit der Liturgiegeschichte, dann werden Sie merken, was ich sagen wollte. Betrachtet man den usus antiquor und die byzantinischen Riten dann fällt auf, dass die Byzantiner sehr wohl eine reine Liturgie haben und feiern. Diese haben nicht viele Zusätze und Überflüssigkeiten in die Liturgie aufgenommen. Bitte lesen Sie Klaus Gamber, der immer wieder darauf aufmerksam macht, dass in den östlichen Liturgien die Zeit 1000 Jahre zurück steht. Und dieser Umstand macht es aus, dass die Liturgie noch ursprünglich gefeiert wird.
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#4   Freinsberg   10:18:37 | Montag, 6. Oktober 2008
Usus antiquior
>>Doch müssen wir uns zugestehen, dass wir den usus antiquor, wie es Benedikt auch meint, von allem Überladenem befreien und alles, was sich in den Jahrhunderten angesammelt hat, reformieren.<<
Ist doch schon geschehen. Noch nie was vom Missale Romanum 1970 gehört?
Übrigens: Überladenes gibt es auch im byzantinischen Ritus.
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#3   karljosef   10:18:09 | Montag, 6. Oktober 2008
Es gibt doch die griechisch katholischen
Wer möchte kann doch bei denen in den Gottesdienst gehen. Es ist doch wohl ein Problem des Schimas und nicht der Liturgie.
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#2   Gregorius magnus   06:30:32 | Montag, 6. Oktober 2008
Lieber Heiz Josef,
im Grunde genommen kann ich Ihnen recht geben. In meiner Magisterarbeit in Theologie beschäftige ich mich mit Prälat Klaus Gamber, dem führenden Liturgiker unserer Zeit. Ich meine, dass eine gemeinsame Messfeier schon sinn macht, da die katholische Liturgie eine jüngere Schwester der Ostliturgie ist. Vergleicht man diese beiden miteinander, so sind viele Gemeinsamkeiten zu finden. Doch müssen wir uns zugestehen, dass wir den usus antiquor, wie es Benedikt auch meint, von allem Überladenem befreien und alles, was sich in den Jahrhunderten angesammelt hat, reformieren. Die Reinheit der Liturgie, wie sie in der Ostkirche zu finden ist, muss auch bei uns eintreten d.h., die Liturgie dahin zurückreformieren, wo wir uns getrennt haben – 1075. Dies ist, wie Gamber sagt, das gemeinsame Erbe. Glauben Sie mir, wir können voneinander viel lernen und, wenn wir diesen Schritt geschafft haben, werden wir die wahren heiligen Mysterien auch in userer Zeit wieder gültig feiern können, dann gibt es keine Streitereien über den alten der neuen Ritus, es gibt dann den einzig katholischen Ritus.
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#1   Heinz Josef   18:20:15 | Sonntag, 5. Oktober 2008
Warum gemeinsame Messfeier?
Es reicht doch eine gegenseitige Einladung zur Kommunion völlig aus? Warum können nicht mehrere Riten nebeneinander bestehen? Wir haben den neuen und den alten, den orthodoxen und einge andere anerkannte Riten. Ich hab mit einer Vielfalt von Riten kein Problem. Problematisch ist nur wenn wir einander den Glauben abspechen oder die Gültigkeit der Eucharistie in Frage stellen. Also an einem orthodoxen Gottesdienst teilnehmen dürfen und die Kommunion empfangen dürfen und umgekehrt kann doch bereichernd sein. Ein Einheitsritual brauchs nicht.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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