Vor vier Jahren trat ein sehr bekannter deutsch-irischer Pop-Musiker ins Kloster ein. Jetzt hat eine deutsche Boulevardzeitung darüber einen angeblichen Bericht publiziert.
Paddy Kelly früher und im Mönchshabit.
(kreuz.net) Der frühere Sänger der deutsch-irischen Pop-Gruppe „Kelly Family“, Paddy Kelly (30), ist
seit vier Jahren Mitglied der französischen Ordensgemeinschaft des Heiligen Johannes.
Am Mittwoch berichtete
die ‘Bildzeitung’ über die Bekehrung des Musikers.
Die neokonservative und traditionsfeindliche Johannesgemeinschaft
entstand in den 1980er Jahren in der Schweiz. Sie besitzt inzwischen weltweit knapp hundert Niederlassungen.
In ihrem sogenannten Bericht beschränkt sich ‘Bild’ vor allem auf Äußerlichkeiten.
Kellys früher
schulterlange Haare seien raspelkurz. Er lebe in einem Zimmer ohne Dusche und trage eine graue Mönchskutte.
Kellys Ordensname ist Bruder John Paul Mary.
Das Boulevardblatt schildert den Tagesablauf der Mönchsgemeinschaft,
ohne zu erwähnen, daß die Brüder auch das Stundengebet singen:
6.00: Wecken 7.00: Stilles Gebet in
der Kapelle. 8.00: Frühstück, danach Studien bis zum Mittag. 11.30: Messe. 13.00: Mittagessen. Nachmittag:
Seminare, Schulungen, Arbeit 18.00 Abendgebet 19.00 Abendessen. 22.00 Lichter aus
Bruder John Paul Mary im Kreis seiner Brüder
Bekehrung in Lourdes
Der Sänger Paddy Kelly bekehrte sich nach einem Bericht der französischen katholischen Zeitung ‘Oase’
im Jahr 1999 im südfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes:
„Das war der Knackpunkt, der Anfang meiner
Bekehrung. Seitdem ist Gott mehr und mehr das Zentrum meines Lebens geworden. Das war so stark, daß es
mich ins geweihte Leben zog, weil ich nur noch Gott gehören wollte“ – zitiert ‘Oase’ den Ordensmann.
Der Erfolg und das viele Geld hätten ihn und seine Familie zunächst verblendet:
„Einer meiner Brüder
lebte auch eine Zeitlang im Kloster. Auch eine Schwester wollte Nonne werden. Doch jetzt sind sie verheiratet
und haben Kinder, leben aber einen starken und lebendigen Glauben.“
Antikatholische Verleumdungen
In
einem zweiten Artikel über Paddy Kelly beschimpft die ‘Bild’ die Johannesgemeinschaft als angeblichen
Sekte.
Das Boulevardblatt zitiert den Franzosen Jacques Heliot (66), Gründer des obskuren sogenannten
Sektenhilfswerks ‘Avref’,: „Der Orden gehört zu den gefährlichsten Sekten in Frankreich“ – unterstellt
er.
Heliot schieb den Johannesbrüdern angebliche Vorfälle sexueller Übergriffe und körperlicher Gewalt
in die Schuhe. Fakten kann er aber keine nennen.
Ferner würden die Mönche von der Außenwelt abgeschnitten
und vermögenden Novizen das Geld abgenommen – behauptet Heliot wieder, ohne Beweise vorzulegen.
Die
Bildzeitung beruft sich auch auf die tendenziöse Schweizer Nachrichtenagentur ‘Katholische Internationale
Presseagentur’, die der Johannesgemeinschaft vorwirft, auf ihre Mitglieder „moralischen Druck“ auszuüben.
Der Gründer der Johannesgemeinschaft, der Philosophieprofessor und Dominikanerpater Marie Dominique
Philippe († 2006) hat derartige Vorwürfe zeitlebens dementiert:
„Es besteht keine Gefahr, daß der Orden
zu einem Clan werden könnte, zu einer Art Sekte, wie manche meinen.“
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48 Lesermeinungen
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@ Frasim + Sirilo Um noch genauer zu sein, Paddy Kelly hat die irische, sowie die US-Amerikanische Staatsangehörigkeit,
sowie Pässe aus beiden Ländern. Damit ist er sogar der einzig wahre Ire innerhalb der Familie Kelly.
;)
#47 Heinz Josef 19:54:32 | Montag, 6. Oktober 2008
Löscht den brauen Scheiß carlosalberto Wann werden endlich die antisemitischen Schmirereien eines carlosalberto
gelöscht, und er selbst auch, statt die Postings derer die dagegen protestieren!
@Theophilus … „Einen Proteststurm müssen wir dagegen richten!“ Proteststurm…? Das reicht nicht! Ein
Protest-Orkan ist angesagt. Es handelt sich hierbei schließlich um einen der härtesten Schläge gegen
das deutschen Christentum seit dem Ende der letzten großen Katholikenvervolgung 1933 – 45! Dieses brititsch-jüdisch-protestantische
Hetzblatt soll den Zorn Gottes zu spüren bekommen! Wichtig ist, daß neben entschiedenen Beschwerde-Mails
auch handfeste Protest-Aktionen folgen. Ich beispielsweise habe heute schon kräftig gegen einen Bildzeitungs-Verteilerkasten
getreten. Das wird ihnen eine Lehre sein!!! …
Welch eine Sauerei! Jetzt darf sich schon ein Magazin erlauben die Kirche in den Dreck zu ziehen! haben
wir es nicht gewusst? Dass dieses Blatt auf den Index sollte und verboten gehört! Jeder darf sich erlauben,
auf das äußerste und auf das gemeinste gegen die Heilige katholische Kirche zu giften. Dieses „verdammungswürdige“
Blatt darf die gesellschaft vergiften und uns verläumden?! Dagegen müssen wir uns wehren! Einen Proteststurm
müssen wir dagegen richten! <berlin.online@bild.t-online.de> mailto:berlin.online@bild.t-online.de Das,
meine lieben Damen und Herren, ist die einzige Möglichkeit gegen die Medien zu wehren!
Gemein! Ich kann es immer nicht verstehen, warum man den Leuten nicht glaubt! Das sind doch Ehrenmänner,
noch dazu krichliche. Wenn die sagen, dass die nichts Böses im Schilde führen, wie Marie Dominique Philippe,
dann muss man ihnen doch glauben! Sonst kann man sich doch auf nichts mehr verlassen!
@Frasim Wenn die Tatsache, daß Paddy Kelly zufällig in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz in der
Nähe von Dublin geboren wurde, aus ihm einen Iren macht, dann könnte man ihn genauso als Österreicher,
Niederländer oder Spanier bezeichnen…
@Sirilo Paddy Kelly’s Eltern wanderten in den Sechzigern von USA nach Spanien ein und zogen musizierend
durch halb Europa. Paddy selber wurde in Irland geboren, daher ist die Bezeichnung durchaus in Ordnung!
#35 giovanniparvo 09:24:09 | Freitag, 3. Oktober 2008
Papst Ich meine mich wage daran zu erinnern, dass der Papst bzw. die zuständige Kongregation die Johannes-Gemeinschaft
ermahnt hat, Missstände abzustellen und sorgsamer Kandidaten auszuwählen und zuzulassen. Offenbar gibt
es intern nicht wenige Schwierigkeiten. Deshalb sind die angedeuteten Vorwürfe wohl nicht unbegründet.
Wie gesagt, ich habe Böll gelesen, wobei Galatea mir noch immer nicht schlüssig begründet hat, warum
ich das nicht tun sollte, und ich habe auch die Insiderberichte des Günter Wallraff gelesen, deren Lektüre
ich Herrn Berens dringlich empfehlen möchte. Und ja, die BILD ist ein Hetzblatt durch und durch. BILD
vermischt wahrheitsgemäße Information mit Lügen und Halbwahrheiten und liefert so eine explosive Mixtur.
Den Slogan der 68er, „Enteignet Springer!“, kann ich nur unterstützen, obwohl ich sonst von den 68ern
nicht viel halte.
Bild = Wie heist es so schön sie besteht aus „Angst, Haß, Titten und dem Wetterbericht“. Die Bild Zeitung
ist so informativ wie leeres Blatt Papier, so intelektuell wie eine Pronozeitschrift, so Handzam wie ausgehungerter
Löwe. LG Fiore
Rechtsbruch Wer eine Druckerei bedrängt, die Arbeit für eine zugelassene Zeitung einzustellen, verstößt
gegen das Recht. Derartiges ist auch mit staatlicher Mitwirkung geschehen, und ich halte Sie, Benedikt,
für informiert genug, um zu wissen, wovon die Rede ist.
#30 Benedikt 23:55:09 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@ Seefeldt Es wäre toll, wenn Sie Ihre nebulösen Andeutungen mal durch konkrete Beispiele ergänzen
würden. Und wie gesagt: Und die auch staatlichen Unterdrückungen von Druckereien lassen sich schon gar
nicht mit praktischen Schwierigkeiten entschuldigen. Das Grundrecht der Presefreiheit gilt nicht schrankenlos.
#29 Seefeldt 23:51:26 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Grundrechte sind zu schützen Grundrechte sind Grundrechte – und als solche unbedingt vom Staat zu schützen.
Daß es mitunter praktische Schwierigkeiten gibt, vollständigen Schutz zu leisten, ist schon klar – daß
der Staat viel zu wenig unternimmt, um die Pressefreiheit auch durch freien Kioskverkauf zu schützen,
aber auch. Und die auch staatlichen Unterdrückungen von Druckereien lassen sich schon gar nicht mit praktischen
Schwierigkeiten entschuldigen.
#28 Benedikt 23:46:16 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Pressefreiheit Das Grundrecht der Pressefreiheit gilt nicht schrankenlos. Eine polizeiliche Vollzeitüberwachung
sämtlicher Kioske ist schon aus personellen und finanziellen Gründen nicht möglich.
#27 Seefeldt 23:42:01 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Pressefreiheit? Offiziell gibt es die in der Bundesrepublik Deutschland – aber Verfassungswirklichkeit
und -praxis weichen in diesem unserem Lande gelegentlich voneinander ab. So kann es für Kioskbetreiber
ziemlich gefährlich werden, bestimmte Zeitungen zu verkaufen – ohne daß der Staat entschieden gegen
derartige Einschränkungen der Pressefreiheit vorgeht, sprich die Kioskbesitzer vor Überfällen wegen
des Verkaufs bestimmter Zeitungen schützt. Es wurden auch schon Druckereien genötigt, nicht mehr für
bestimmte Zeitungen zu arbeiten – wobei der Staat sogar an derartigen Einschränkungen der Pressefreiheit
mitwirkte.
#25 Galatea 23:33:50 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Gotthard, wenigstens sind Sie ein löblicher Stern im Himmel des Nicht-Hetzens. Im Gegenteil. Scharfsinnigere
Kommentare als Gotthards findet man vergeblich. Überall. Das sollten Sie aber durchaus nicht persönlich
auffassen.
#24 Benedikt 23:31:11 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Ach Gotthard …machen Sie jetzt auch den Verteidiger der Springer-Presse? Wer hat behautpet, dass jede
Schlagzeile der Bild Hetze ist? Und: Welchen Hintergrund hat denn die Papsteuphorie der Bild-Zeitung?
Etwa einen religiösen?
@JoBerens Lieber Josef, warum nicht? Die Leser hier können sich selbst sehr gut ein Urteil bilden, und
das tun sie ja auch. merkst Du das denn nicht? In Deinem Stammforum Partenia findet dieser Meinungsbildungsprozess
ja auch statt. Selbst Dein geistiger Mentor, Pf. Breitenbach, scheint mit Deinem Engagement hier nicht
ganz zufrieden zu sein. Von Hanna wollen wir gar nicht reden.
#21 Benedikt 23:23:38 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@ josberens Es ist kein Hetzblatt sondern die meistgelesene Zeitung unseres Landes. Wir müssen erkennen,
daß es in Deutschland eben Pressefreiheit gibt und das ist auch gut so. Ja, das ist gut so. Nur hat das
nichts damit zu tun, dass „Bild“ ein Hetzblatt ist. Ich gebe zwar zu, kein Bildleser zu sein, aber man
kann die übergroße Zahl der Menschen, die diese Zeitung regelmäßig kaufen doch nicht verurteilen.
Wieso ist „Hetzblatt“ eine Verurteilung der Leser? Das ist eine Aussage über die Zeitung. In ihr wird
doch meist in wenigen Sätzen viel Information geliefert. Ihre Naivität ist grenzenlos: www.bildblog.de
In der Bild wird meist in kurzen Sätzen unglaublich viel gelogen. Überlassen wir den Lesern in diesem
Forum ihr persönliches Urteil Ich wage zu sagen: Nie war sich das Forum so einig wie in Ihrem Fall.
Unterschiede Was unterscheidet die Bildzeitung von JoBerens? In ihr wird doch meist in wenigen Sätzen
viel Information geliefert. (JoBerens) Bei JoBerens ist es genau andersrum.
#17 joberens 22:47:05 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Amanda Es ist kein Hetzblatt sondern die meistgelesene Zeitung unseres Landes. Wir müssen erkennen, daß
es in Deutschland eben Pressefreiheit gibt und das ist auch gut so. Ich gebe zwar zu, kein Bildleser zu
sein, aber man kann die übergroße Zahl der Menschen, die diese Zeitung regelmäßig kaufen doch nicht
verurteilen. In ihr wird doch meist in wenigen Sätzen viel Information geliefert. Josef Berens (alseinfacher,
denkender Katholik)
#16 Galatea 22:43:44 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Wenn Sie es meinen, Amanda. Schade. Das Interview in der Bild war ja in seiner Kürze aufschlussunreich
wie immer. Alles in allem: eine Familie mit Charakter.
#13 Galatea 22:29:34 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Amanda, Sie haben recht. Ich erlaube mir hinzuzufügen: den Erfolg der Bild folgen sämtliche Printmedien,
oder sie versuchen es. Online. Und: vergessen Sie Böll.
#12 Gotthard 22:26:37 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
@amanda Und bis heute hat sich an der Arbeitsweise dieses Hetzblattes nichts, aber auch gar nicht geändert.
in diesem Artikel wird leider nichts gehetzt…
@Heinrich Über Springer hat Böll schon in den Siebzigern Passendes geschrieben. Man denke bloß an „Die
verlorene Ehre der Katharina Blum“. Und bis heute hat sich an der Arbeitsweise dieses Hetzblattes nichts,
aber auch gar nicht geändert.
#10 Gotthard 22:18:04 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Bekehrung? Am Mittwoch berichtete die ‘Bildzeitung’ über die Bekehrung des Musikers. Warum musste sich
der Musiker bekehren? Was hat dieser Mann durch seine Bekehrung hinter sich gelassen? Der Artikel in der
BILD ist doch toll!…
#3 für die Kirche 21:29:10 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
ein gutes Leben Ein schönes geordnetes Leben haben die Brüder. Die Gesellschaft regt sich bloß über
sie auf, weil sie sich nicht mehr als Konsumenten zur Verfügung stellen. Und das ist ein großer Anstoß,
wer nicht mehr kauft, als er braucht, hindert die Wirtschaft. Größere Sünde kann es nimmer mehr geben
für unsere Gesellschaft. Daher werden solche Leute immer beschimpft, während Drogensüchtige Star immer
gefeiert werden.
#2 Marcelus 21:18:04 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Die gesamte Kirche Christi gehört aus menschlicher Sicht zu den gefährlichsten Sekten Und was für die
Kirche gilt, gilt dann natürlich auch für alle Untergemeinschaften der Kirche. Allerdings wußten wahrscheinlich
nur sehr wenige, daß ein Mitglied der singenden irisch-deutschen Kellyfamilie einem Orden des gottgeweihten
Lebens der Vollkommenheit dieser Kirche beigetreten ist. Daß die irisch-deutsche Kellyfamilie gläubig
katholisch ist, ist zumindest vielen Katholiken bereits bekannt, und vor allem der Petrustreue Irlands
zuzuschreiben. Auch über das alte vorapostatische England ist eine sehr große Petrusverehrung überliefert.
Aber nur Irland hat diese Treue auch bewahrt, und zwar unter dem jahrhundertelangen Joch des apostatisch
gewordenen Engländers.