Pater Leopold Lörnitzo
Tragischer Tod
Die Lokalpresse hat den Hinschied eines niederbayrischen Benediktiners benützt, um üble Unterstellungen gegen den Verstorbenen zu verbreiten.
Pater Leopold Lörnitzo OSB
Pater Leopold Lörnitzo OSB
© Benediktinerabtei Weltenburg
(kreuz.net) Am 2. September verstarb Pater Leopold Lörnitzo OSB (53) in der Benediktinerabtei Weltenburg.

Das Kloster befindet sich am Donaudurchbruch nahe der niederbayrischen Stadt Kelheim.

Der Pater wurde am 2. September in der Früh im Baderaum des Klosters aufgefunden. Er lag bewußtlos in einer Wanne mit sechzig Grad heißem Wasser.

Das berichtete die Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’ am 25. September.

Mit schweren Verbrühungen wurde der Geistliche ins Münchner Klinikum Bogenhausen gebracht. Dort starb er wenige Stunden später.

Die Kriminalpolizei Landshut vermutet kein Verbrechen: „Die Obduktion ergab keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Wir gehen von einem Unglücksfall oder Suizid aus“ – erklärte ein Sprecher der Polizei.

Der Pater litt nach Angaben der ‘Augsburger Allgemeinen’ „offenbar“ an einer seelischen Störung.

Der Polizeisprecher bestätigt, daß es bei dem Mönch eine „psychische Vorerkrankung“ gegeben habe.

Pater Leopold stammte aus einem gläubigen Elternhaus in Bad Vöslau – vierzig Kilometer südlich von Wien. Dort wurde er am 10. Oktober 1954 als zweites der fünf Kinder der Eheleute Margarethe und Siegfried Lörnitzo geboren. Die Mutter des Verstorbenen lebt noch.

In Wien besuchte er das Benediktinergymnasium des dortigen Schottenklosters.

Nach dem Abitur im Jahr 1972 trat er 18jährig in dieses Kloster ein und legte am 15. September 1973 die Profeß ab.

Nach fünf Jahren, empfing er am 8. Dezember 1978 in Wien die Priesterweihe aus der Hand des Wiener Weihbischofs Helmut Krätzl.

Über Umwege und dunkle Wegstrecken gelangte Pater Leopold ins Kloster Weltenburg, in das er am 2. Juli 1984 endgültig überwechselte.

Dort war er beliebt und brachte sich vielfältig in die Gemeinschaft ein.

Er wirkte als Kantor, Archivar und Klosterführer. Von 1988 bis 1995 war er auch Subprior – der dritte Mann – des Klosters.

Die ‘Augsburger Allgemeine’ benützt den letzten Teil des Artikels über den tragischen Tod des Paters, um gegen den Verstorbenen zu hetzen.

Ohne klare Anschuldigungen vorzulegen, heißt es im Artikel: „Der beliebte Mönch – ein fanatisch Glaubender?“

Diese Beschimpfung konstruiert die Tageszeitung aus folgender Passage der Predigt während der Beerdigungsmesse:

„Oftmals meinte er durch Opfer und Entsagung selbst in die Bresche springen zu müssen. Sein Eifer hat ihn manches Mal an die Grenze seiner Kraft gebracht. Nie hat er sich geschont und oft mußte ihn ein Mitbruder an das rechte Maß erinnern. Pater Leopold wollte das Letzte geben.“

Anschließend erklärt der Schmähartikel, daß Pater Leopold in Verbindung mit dem „höchst umstrittenen Engelwerk“ gestanden sei:

Diese Vereinigung werde „selbst innerhalb der katholischen Kirche“ als „fundamentalistisch“ eingestuft – verbreitet der Artikel unqualifizierte Beschuldigungen.
      
24 Lesermeinungen
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#24   Heinz Josef   19:53:21 | Montag, 6. Oktober 2008
Löscht den brauen Scheiß carlosalberto
Wann werden endlich die antisemitischen Schmirereien eines carlosalberto gelöscht, und er selbst auch, statt die Postings derer die dagegen protestieren!
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#23   Franziskus777   17:34:17 | Sonntag, 5. Oktober 2008
Herzensgut und liberal-konservativ
Ich durfte Pater Leopold durch einen Aufenthalt im Kloster Weltenburg kennenlernen und habe ihn schätzen gelernt.
Er war es, der meinen Eifer versuchte in christliche Demut zu verwandeln und der mir sehr wichtige Leitsätze mit auf dem Weg gab.
Ich würde sagen, er war ein herzensguter, weltoffener Mensch, der alle Menschen mit hohem Respekt begegnete und der weder Vorurteile schürte noch selbst in sich trug.
Wenn ihn die kirchenkritische Augsburger Allgemeine so einstuft, so muss sie selbst einst die Konsequenzen dafür tragen. Wir haben Gott sei Dank die Pressefreiheit und darum darf auch die linksliberale SÜDDEUTSCHE morgen über den Vorfall sicherlich wieder ausführlich berichten.
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#22   Kunstmaler †   13:09:25 | Sonntag, 5. Oktober 2008
@Marcelus
Christus spricht:“ Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“
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#21   Marcelus   22:09:27 | Samstag, 4. Oktober 2008
Christus und die Kirche sind in der Welt wild umstritten,
weil der Herr der Welt der Teufel ist, wie Christus im Johannesevangelium erklärt.
Die Welt wird auch die Christen hassen, weil sie Ihn, Christus, bereits haßte.
Requiem aeternam dona ei, Domine,
et lux perpetua luceat ei.
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#20   Kunstmaler †   11:02:48 | Samstag, 4. Oktober 2008
@ Franz Kappes
Dies gilt aber dann auch für Ordensleute.
Habe ich etwas anderes behauptet?
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#19   bonifatius   23:54:52 | Freitag, 3. Oktober 2008
Waschweibergerüchte
„Laßt die geistig toten die Toden begraben“!
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#18   Aleph †   22:46:27 | Freitag, 3. Oktober 2008
Ausgeträumte Engelwerkträume
Die Engelwerk-Leute waren auch im Kloster Banz zu Gange.
Nach 1945 bis FJS das Engelwerknest auf Banz endgültig ausgeräuchert hat und die Bildungsstätte der Hanns-Seidel-Stiftung dort etabliert hat.
Da waren die Engelwerkträume ausgeträumt…, GsD endgültig!
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#17   Franz Kappes   20:46:19 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Kunstmaler
Ist es diese unbedingte Liebe zu Gott und zum Nächsten? Dies gilt aber dann auch für Ordensleute.
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#16   Kunstmaler †   19:49:10 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Wolfgang H. Heil
Entschuldigung – ich habe Sie falsch verstanden.
Ich habe übrigens heute für diesen sympathischen Priester schon gebetet.
:(3
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#15   Wolfgang H. Heil   19:42:22 | Freitag, 3. Oktober 2008
Kunstmaler : „Mehr“ und „mehr wert“
Lesen Sie mich bitte noch einmal !
Dann werden Sie keine Schwierigkeiten haben , meine Intention zu bejahen !
So , wie ich Ihre !
Ob wir für den „Diener Gottes“ Leopold gemeinsam beten können ?
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#14   Kunstmaler †   19:29:55 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Wolfgang H. Heil
Ein Priester ist nicht mehr wert, als andere Menschen.
Ein Priester ist ein Diener Gottes, aber nicht mehr wert.
Kein Mensch ist mehr wert als ein anderer im Auge Gottes.
o^/
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#13   Wolfgang H. Heil   19:24:56 | Freitag, 3. Oktober 2008
Ein Priester ist tot
Es gibt „etwas“ an / in jedem Priester : ein Geheimnis , das wir nicht erklären können !
Dieses Geheimnis begleitet jeden Priester bis in seinen Tod; er ist und bleibt Priester mit diesem Geheimnis !
Auch als Zuhälter , Taxifahrer, Alkoholiker…
Ein Priester ist immer mehr als nur ein „gewöhnlicher“ Mensch !
Immer!
Ganz gleich , was „aus ihm geworden ist“ !
Er ist Mensch und Priester – bis zum letzten Atemzug !
Mir läuft’s oft kalt über den Rücken , wie hart Menschen sein können ,wenn über Priester , ihre Gottesdienste und Predigten , über ihre Eigenarten und ihren Lebensstil hergezogen wird !
Auch in Priesterrunden !
Verleumdungen stehen auf der Tagesordnung !
Lüsterene OHren und schwatzende Zungen…
Wie einsam , unverstanden und verzweifelt Pater Leopold Lörnitzo gewesen sein muß !
Es gibt viele Pater Lornitzo !
Na und ?
Kein Bischof und kein Abt wird sich „darüber“ – über die psychischen Schmerzen vieler ,vieler Priester – auch nur einen Gedanken machen !
„Er war krank“ , wird man zu Pater Leopold sagen !
Damit ist alles klar !
„Adsum“!
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#12   Arkanum/kreuts.net †   17:34:35 | Freitag, 3. Oktober 2008
stimmt, RJH,
das sind zwei unterschiedliche Vereinigungen. Das im Artikel erwähnte Engelwerk wurde erst 1949 in Tirol gegründet und im Kloster Weltenburg durch den früheren Abt Thomas Niggl etabliert. Niggl wechselte dann vor einigen Jahren ins Kloster Ettal.
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#11   RJH   17:28:56 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Aleph
In Kloster Banz wirkten zwar ab 1933 Brüder von der Gemeinschaft der „Heiligen Engel“ aber das hat doch mit dem umstrittenen „Engelwerk“ überhaupt nichts zu tun? Meines Wissens war das eine Ordens- oder Priestergemeinschaft zur „Förderung der auslandsdeutschen Seelsorge“
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#10   Desperatus †   15:56:16 | Freitag, 3. Oktober 2008
Leute,
lest einfach mal die Traueransprache www.urbanplus.com/…nsprachepleopold.pdf:
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#9   Franz Kappes   15:38:01 | Freitag, 3. Oktober 2008
Heißes Wasser
Der beliebte Mönch – ein fanatisch Glaubender?
Bild-Stil?
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#8   Gotthard   13:38:54 | Freitag, 3. Oktober 2008
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#7   Franz Kappes   13:20:16 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Aleph
Hütet euch vor den Moralisten! ^-^
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#6   Aleph †   13:11:43 | Freitag, 3. Oktober 2008
Bernd-Jupp
Da kann man ja nur froh sein, dasa die CSU das Kloster Banz (Oberfranken) als Bildungsstätte der Hanns-Seidel-Stiftung in ihre Obhut übernommen hat.
Kloster Banz war ja vordem unbeaufsichtigte Wirkungsstätte des ominösen Engelwerks.
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#5   Franz Kappes   12:38:30 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Bernd-Jupp
Das wäre bedauerlich.
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#4   Bernd-Jupp   12:36:45 | Freitag, 3. Oktober 2008
@Aleph
Weil da vielleicht doch mehr Informationen rübergekommen wären, als bei dem, was hier abgedruckt wurde? Ich weiß es nicht. Aber ich finde es mehr als interessant, dass +net erst einen Monat später diesen Fall hier anspricht und andere Recherchen somit fast unmöglich sind. Das ist gewollt, das ist der Stil der Redakteure hier.
Dass es immer wieder Ordensgeistliche gibt, die Verbindungen zum Engelwerk haben ist bekannt und es ist auch bekannt, dass viele Mitglieder und Nahestehende dort psychisch und physisch erkrankt sind. Also aus der Welt scheint mir ein Suizid nicht zu sein.
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#3   Aleph †   12:21:52 | Freitag, 3. Oktober 2008
Quatsch mit Sauce
Moment mal bitte: Was soll denn die Augsburger Allgemeine, die Zeitung ist hauptsächlich im Regierungsbezirk Schwaben verbreitet ist, für ein Interesse haben an einer unsachgemäßen Berichterstattung über den Tod eines Benediktiners,im von Augsburg aus gesehen, frnen niederbayerischen Kloster Weltenburg.
Wo ist denn da der lokale oder regionale Bezug.
Das ist doch Quatsch mit Sauce was kreuz. net da mal wieder in die Welt setzt.
Warum macht sich die kreuz-net-Redaktion eigentlich so lächerlich. Warum bringt sie nicht den Originalbericht?
o^/ o^/ ^-^ ^-^ ^-^ o^/ o^/
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#2   joberens   11:55:28 | Freitag, 3. Oktober 2008
Ja, laßt…
Ja, laßt ihn ruhen in Frieden.
Aber auch da sollte man den Artikel in der Zeitung, die ja offenbar objektiv berichtet hat, nicht als Schmähartikel herab zu würdigen versuchen.
Der Leser hat schließlich ein Recht darauf, optimal und unvoreingenommen informiert zu werden. Das gilt genau so für die Kirche, wie auch für die Politik.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#1   Franz Kappes   11:15:04 | Freitag, 3. Oktober 2008
Lasst ihn ruhen
R.I.P. o^/
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