15:41:31 | Montag, 7. März 2005
St. Pölten
Letzten Freitag hat Bischof Klaus Küng von St. Pölten die neue Führungsmannschaft für sein Priesterseminar in der niederösterreichischen Landeshauptstadt vorgestellt. Der Opus-Dei-Bischof setzt auf die progressistische Karte. Vom Gay-Regen(s) in die Opus-Dei-Traufe?
(kreuz.net, St. Pölten) Im Schutz des Wochenendes und der Regionalwahlen hat Bischof Klaus Küng von
St. Pölten die Direktion seines Priesterseminars ausgewechselt. Nach dem kurzen Gastspiel von Pater Werner
Schmid, der sich als Ausbildner der St. Josefsgemeinschaft in Kleinhain bei St. Pölten bewährt hat aber
im diözesanen Priesterseminar nie wirklich zum Zug kam, sollen jetzt im Alumnat andere Saiten aufgezogen
werden.
Schon länger wurden Bedenken gegen den am Freitag ernannten neuen Regens des St. Pöltener Priesterseminars,
Dr. Anton Leichtfried, vorgetragen. Leichtfried war seit Wochen als möglicher Kandidat im Gespräch.
Jetzt wird bekannt, daß auch der neue Subregens Dr. Gerhard Reitzinger, der gegenwärtig als Kaplan in
der Dompfarrei zu St. Pölten wirkt, nicht unumstritten ist.
Bereits in seinem ersten Kaplansjahr soll
Reitzinger an einer Jugendmesse im Dom zu St. Pölten teilgenommen haben. Bei diesem Anlaß wurden – statt
den üblichen Hostien – Brotstückchen in Körbchen konsekriert. Offensichtlich überschätzte jemand
die benötigte Menge, sodaß die Brotstücke im Laufe des Gottesdienstes nicht alle konsumiert werden
konnten. Darum tauchte nach der Messe die Frage auf, was mit den zahlreich übriggebliebenen konsekrierten
Brotstücken getan werden sollte.
Geschnittene Brotstückchen haben den bekannten Nachteil, schnell hart
und somit für den menschlichen Konsum ungeeignet zu werden, während die üblicherweise verwendeten Hostien
eine viel längere Haltbarkeit aufweisen. Außerdem passen im Handel erhältliche Brotkörbe nur schwer
in die kirchlichen Tabernakel, die für andersförmige Hostienbehälter konstruiert sind.
Somit war guter
Rat teuer. Der eifrige Kaplan, der damals in einer Landpfarrei stationiert war, soll die Idee gehabt haben,
die übriggebliebenen konsekrierten Brotstücke ins nahegelegene Alumnat zu tragen, damit sie dort von
den Seminaristen zum Frühstück verspeist werden könnten.
Offenbar wurde das vorgeschlagene Sakrileg
nicht ausgeführt, weil, wie es scheint, jemand dazukam, der sich gegen diese praxisorientierte Lösung
wandte. Was mit den konsekrierten Brotstücken geschah, ist nicht bekannt.
Der neue Subregens und Ausbildner
der zukünftigen Priester der Diözese St. Pölten scheint generell ein eher lockeres Verhältnis zum
Allerheiligsten Altarsakrament an den Tag zu legen. Unlängst wurde Dr. Reitzinger in der Bischofskirche
von St. Pölten gesehen, wie er sich in völliger Zivilkleidung und ohne Stola am ausgesetzten Allerheiligsten
zu schaffen machte. Auf diese Weise ergriff Dr. Reitzinger die Monstranz, gab damit den Segen und räumte
das liturgische Gerät ohne viele Zeremonien anschließend vom Altar.
Zivilkleidung meint in diesem Fall
Jacke oder Pullover. Priester in der Katholischen Kirche sind nach dem dort gültigen Kirchenrecht dazu
verpflichtet, Priesterkleidung zu tragen und für kultische Funktionen besondere liturgische Gewänder
zu benützen, die in der kirchlichen Fachsprache „Paramente“ genannt werden.
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#7
turk 21:36:25 | Montag, 7. März 2005
#6
Yersinia 21:36:20 | Montag, 7. März 2005
#5
Dolfus 21:04:38 | Montag, 7. März 2005
#4
Yersinia 20:09:20 | Montag, 7. März 2005
#3
Paul Mayer 17:00:41 | Montag, 7. März 2005
#2
Sulpicius 16:18:32 | Montag, 7. März 2005
#1
Ghislieri 16:15:51 | Montag, 7. März 2005