Heiligsprechung zu Lebzeiten
Die gewöhnlich antikirchlichen Medien kommen aus dem Jubeltaumel nicht heraus: Am letzten Wochenende feierte Karl Kardinal Lehmann von Mainz sein Silbernes Bischofsjubiläum. Pressesplitter.
Er kennt jede Scheune
„Der prominenteste Katholik in Deutschland feiert am 2. Oktober sein Silbernes Bischofsjubiläum: Kardinal Karl Lehmann steht seit 25 Jahren an der Spitze des Bistums Mainz. Der 72jährige Oberhirte mit der barocken Figur und dem dröhnenden Lachen ist über die Konfessions- und Parteigrenzen hinweg beliebt. Er hat das Ohr nahe an den Menschen, er kommt viel in seiner Diözese herum: »Inzwischen kenne ich jede Scheune im Bistum.«“
Aus einem Bericht vom 2. Oktober des Nachrichtensenders ‘N-TV’.
Noch ein Heiliger
„Schwester Maria, eine »Maria-Ward-Schwester«, bleibt noch ein Weilchen in ihrer Kirchenbank sitzen. An diesem Tag mit dem Kardinal einen Gottesdienst zu feiern, sei »nicht nur eine Gnade, sondern auch eine große Freude«, sagt die alte Dame. Was Lehmann für sie sei? Schwester Maria lächelt strahlend: »Ein Heiliger – das ist der beste Ausdruck für diesen Mann. «“
Aus einem Artikel der Mainzer ‘Allgemeinen Zeitung’ über den Festgottesdienst zum 25jährige Bischofsjubiläum von Karl Kardinal Lehmann von Mainz.
Schicksal der deutschen Kirche
„Wegen der einzigartigen Gaben Deines Geistes hat Dich mein Vorgänger Johannes Paul II. im Jahr 1983 zum Bischof von Mainz bestellt und bald nach dem Großen Jubiläum des Jahres 2000 Dich unter die Zahl der Kardinäle aufgenommen. Fünfundzwanzig Jahre hindurch hast Du Dir unverdrossen Mühe in deiner Leitung der Diözese gegeben, Du hast die einzelnen Pfarreien besucht, Du bist immer sehr nahe geblieben den Priestern, den Männern und Frauen im Ordensstand und allen Gläubigen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß Du in Deutschland bei jeder gesellschaftlichen Gruppe Wohlwollen und Anerkennung genießt.“
Aus einem Schreiben Papst Benedikt XVI. zum Silbernen Bischofsjubiläum von Kardinal Lehmann.
Erfolgsgeschichte für wen?
„Die Einrichtung von Pfarrgemeinderäten habe sich »voll und ganz bewährt«. Das betonte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, in einer Predigt am Sonntag, 5. Oktober, auf dem Marktplatz vor dem Mainzer Dom. Wörtlich sagte er: »Nach meiner Erfahrung darf man wohl sagen, daß die Verwirklichung des Pfarrgemeinderates und ähnlicher Räte-Strukturen mit zu den größten Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) gehört und eine erhebliche Verlebendigung des Lebens und Wirkens unserer Gemeinden gebracht haben. Darum sind wir sehr dankbar für diese wirkliche Erfolgsgeschichte.«“
Aus einem Bericht auf der Webseite des Bistums Mainz.
Fast keine Gläubigen mehr
„Kardinal Lehmann ermutigte die Gläubigen in seiner Predigt – wie bereits beim Jubiläumsgottesdienst am 2. Oktober – zu Standfestigkeit im Glauben: »Wir dürfen die Flinte nicht ins Korn werfen, auch wenn menschlich aller Grund dazu besteht. […] Wenn wir aufmerksam bleiben und unsere Enttäuschung und Klage ihm auch im Gebet anvertrauen, wird er auch uns sagen ‘Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!‘«“
Aus einem Bericht auf der Webseite des Bistums Mainz über die Vesper am Sonntag abend.
Ein Protestant?
„Peter Steinacker, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), machte Lehmann ein besonderes Kompliment: Der Jubel bei Lehmanns Kardinalserhebung (»Zumindest wir Evangelischen meinten, sie sei längst überfällig«) sei in der evangelischen Kirche so groß gewesen, daß »man hätte glauben können, einer von uns sei im fernen Rom zum Kardinal erhoben worden.«“
Aus einem Bericht der Mainzer ‘Allgemeine Zeitung’ vom 4. Oktober.
Gefährliche Gegenaktion
„Auf dem Frauenlobplatz blicken die Festbesucher immer wieder erstaunt gen Himmel – an einem großen Baum baumeln etliche alte Kinderwagen. Keine schwebenden Engel, sondern ein Mannheimer Aktionskünstler hat sie dort in einer »Nacht- und Nebelaktion« aufgehängt – um sich, wie er mitteilte, »kritisch mit der Haltung der katholischen Kirche zum Thema Verhütung in der Dritten Welt auseinanderzusetzen«. Generalvikar Dietmar Giebelmann fühlt sich nicht provoziert, sondern nimmt’s gelassen. »Wir hatten nur ein bisschen Bedenken, daß der Wind einen der Wagen herunterreißen und einen Besucher damit treffen könnte«.“
Aus einem Bericht der Mainzer ‘Allgemeine Zeitung’
© Bilder: Pressestelle Bistum Mainz
„Der prominenteste Katholik in Deutschland feiert am 2. Oktober sein Silbernes Bischofsjubiläum: Kardinal Karl Lehmann steht seit 25 Jahren an der Spitze des Bistums Mainz. Der 72jährige Oberhirte mit der barocken Figur und dem dröhnenden Lachen ist über die Konfessions- und Parteigrenzen hinweg beliebt. Er hat das Ohr nahe an den Menschen, er kommt viel in seiner Diözese herum: »Inzwischen kenne ich jede Scheune im Bistum.«“
Aus einem Bericht vom 2. Oktober des Nachrichtensenders ‘N-TV’.
Noch ein Heiliger
„Schwester Maria, eine »Maria-Ward-Schwester«, bleibt noch ein Weilchen in ihrer Kirchenbank sitzen. An diesem Tag mit dem Kardinal einen Gottesdienst zu feiern, sei »nicht nur eine Gnade, sondern auch eine große Freude«, sagt die alte Dame. Was Lehmann für sie sei? Schwester Maria lächelt strahlend: »Ein Heiliger – das ist der beste Ausdruck für diesen Mann. «“
Aus einem Artikel der Mainzer ‘Allgemeinen Zeitung’ über den Festgottesdienst zum 25jährige Bischofsjubiläum von Karl Kardinal Lehmann von Mainz.
Schicksal der deutschen Kirche
„Wegen der einzigartigen Gaben Deines Geistes hat Dich mein Vorgänger Johannes Paul II. im Jahr 1983 zum Bischof von Mainz bestellt und bald nach dem Großen Jubiläum des Jahres 2000 Dich unter die Zahl der Kardinäle aufgenommen. Fünfundzwanzig Jahre hindurch hast Du Dir unverdrossen Mühe in deiner Leitung der Diözese gegeben, Du hast die einzelnen Pfarreien besucht, Du bist immer sehr nahe geblieben den Priestern, den Männern und Frauen im Ordensstand und allen Gläubigen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß Du in Deutschland bei jeder gesellschaftlichen Gruppe Wohlwollen und Anerkennung genießt.“
Aus einem Schreiben Papst Benedikt XVI. zum Silbernen Bischofsjubiläum von Kardinal Lehmann.
Erfolgsgeschichte für wen?
„Die Einrichtung von Pfarrgemeinderäten habe sich »voll und ganz bewährt«. Das betonte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, in einer Predigt am Sonntag, 5. Oktober, auf dem Marktplatz vor dem Mainzer Dom. Wörtlich sagte er: »Nach meiner Erfahrung darf man wohl sagen, daß die Verwirklichung des Pfarrgemeinderates und ähnlicher Räte-Strukturen mit zu den größten Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) gehört und eine erhebliche Verlebendigung des Lebens und Wirkens unserer Gemeinden gebracht haben. Darum sind wir sehr dankbar für diese wirkliche Erfolgsgeschichte.«“
Aus einem Bericht auf der Webseite des Bistums Mainz.
Fast keine Gläubigen mehr
„Kardinal Lehmann ermutigte die Gläubigen in seiner Predigt – wie bereits beim Jubiläumsgottesdienst am 2. Oktober – zu Standfestigkeit im Glauben: »Wir dürfen die Flinte nicht ins Korn werfen, auch wenn menschlich aller Grund dazu besteht. […] Wenn wir aufmerksam bleiben und unsere Enttäuschung und Klage ihm auch im Gebet anvertrauen, wird er auch uns sagen ‘Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!‘«“
Aus einem Bericht auf der Webseite des Bistums Mainz über die Vesper am Sonntag abend.
Ein Protestant?
„Peter Steinacker, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), machte Lehmann ein besonderes Kompliment: Der Jubel bei Lehmanns Kardinalserhebung (»Zumindest wir Evangelischen meinten, sie sei längst überfällig«) sei in der evangelischen Kirche so groß gewesen, daß »man hätte glauben können, einer von uns sei im fernen Rom zum Kardinal erhoben worden.«“
Aus einem Bericht der Mainzer ‘Allgemeine Zeitung’ vom 4. Oktober.
Gefährliche Gegenaktion
„Auf dem Frauenlobplatz blicken die Festbesucher immer wieder erstaunt gen Himmel – an einem großen Baum baumeln etliche alte Kinderwagen. Keine schwebenden Engel, sondern ein Mannheimer Aktionskünstler hat sie dort in einer »Nacht- und Nebelaktion« aufgehängt – um sich, wie er mitteilte, »kritisch mit der Haltung der katholischen Kirche zum Thema Verhütung in der Dritten Welt auseinanderzusetzen«. Generalvikar Dietmar Giebelmann fühlt sich nicht provoziert, sondern nimmt’s gelassen. »Wir hatten nur ein bisschen Bedenken, daß der Wind einen der Wagen herunterreißen und einen Besucher damit treffen könnte«.“
Aus einem Bericht der Mainzer ‘Allgemeine Zeitung’
© Bilder: Pressestelle Bistum Mainz
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Donnerstag, 9. Oktober 2008 15:10
pangelingua: @HBR: „Statements“ von Joberens
Wenn ich Ihre Statements lese, meine ich wirklich, dass Sie in der evanglischen kirchlichen Gemeinschaft
besser aufgehoben wären.
Ich glaube viel eher, dass dieser einfach denkende Josef am besten in einer Heilanstalt für Schwachsinnige aufgehoben wäre. An eine Heilung vermag ich allerdings nicht zu glauben.
Ich glaube viel eher, dass dieser einfach denkende Josef am besten in einer Heilanstalt für Schwachsinnige aufgehoben wäre. An eine Heilung vermag ich allerdings nicht zu glauben.
Donnerstag, 9. Oktober 2008 14:00
Marcelus: @Benedikt: Das II. Vaticanum ist ein rechtmäßiges Pastoralkonzil,
und muß als solches von jedem Katholiken anerkannt werden.
Aber dennoch ist es ein Pastoralkonzil mit irrigen Weichenstellungen, und wer ihnen nicht folgt, ist nach dem Willen des Pastoralkonzils auch nicht ausgeschlossen.
Siehe die ausdrückliche Vorgabe des seligen Johannes XXIII. an die Konzilsväter über das pastorale Konzil.
Aber dennoch ist es ein Pastoralkonzil mit irrigen Weichenstellungen, und wer ihnen nicht folgt, ist nach dem Willen des Pastoralkonzils auch nicht ausgeschlossen.
Siehe die ausdrückliche Vorgabe des seligen Johannes XXIII. an die Konzilsväter über das pastorale Konzil.
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:57
Benedikt: @ Marcelus
Und deshalb gibt es auch niemanden, der das Pastoralkonzil generell ablehnt.
Doch, Sie selbst:
„Das II. Vaticanum ist ein Konzil, das der Teufel liebt.“
Doch, Sie selbst:
„Das II. Vaticanum ist ein Konzil, das der Teufel liebt.“
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:56
Marcelus: @HBR: Ein Dogma zu leugnen,
das ist bereits Apostasie.
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:51
HBR: Marcelsus
Nichtkatholiken sind auch Pastoralkonzilshäretiker, die Irrlehren lehren, und z.B. behaupten, die Kirche
Christi wäre nicht ausschließlich die Römisch-Katholische Kirche, was ein Dogma der Kirche ist, und
zwar unter anderem durch das unfehlbare Konzil v. Florenz.
Soweit sind wir uns einig. Das grenzt schon an Apostasie
Soweit sind wir uns einig. Das grenzt schon an Apostasie
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:48
Marcelus: @HBR: Es gibt keine Altgläubigen innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche
Und deshalb gibt es auch niemanden, der das Pastoralkonzil generell ablehnt.
Wer dem Pastoralkonzil nicht zustimmt, ist aber kein Schismatiker, weil das Pastoralkonzil niemanden verurteilt, und jedem seinen Platz läßt.
Wer das unfehlbare I. Vaticanum und Dogmen ablehnt, ist aber Häretiker und Nichtkatholik.
Nichtkatholiken sind auch Pastoralkonzilshäretiker, die Irrlehren lehren, und z.B. behaupten, die Kirche Christi wäre nicht ausschließlich die Römisch-Katholische Kirche, was ein Dogma der Kirche ist, und zwar unter anderem durch das unfehlbare Konzil v. Florenz.
Diese Art von Pastoralkonzilshäretikern leugnen also das unfehlbare Konzil v. Florenz und sind gleichfalls Häretiker.
Wer dem Pastoralkonzil nicht zustimmt, ist aber kein Schismatiker, weil das Pastoralkonzil niemanden verurteilt, und jedem seinen Platz läßt.
Wer das unfehlbare I. Vaticanum und Dogmen ablehnt, ist aber Häretiker und Nichtkatholik.
Nichtkatholiken sind auch Pastoralkonzilshäretiker, die Irrlehren lehren, und z.B. behaupten, die Kirche Christi wäre nicht ausschließlich die Römisch-Katholische Kirche, was ein Dogma der Kirche ist, und zwar unter anderem durch das unfehlbare Konzil v. Florenz.
Diese Art von Pastoralkonzilshäretikern leugnen also das unfehlbare Konzil v. Florenz und sind gleichfalls Häretiker.
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