Peinlicher Auftritt
Eigentlich hätte ein bei der Bischofssynode eingeladene Rabbiner über das Wort Gottes sprechen sollen. Doch der benützte die günstige Gelegenheit und klopfte statt dessen rechtsnationalistische und kirchenfeindliche Sprüche.
(kreuz.net, Vatikan) Gestern abend referierte erstmals ein jüdischer Rabbiner vor einer vatikanischen
Bischofssynode. Es handelte sich um den israelische Rabbiner Shear-Yashuv Cohen aus Haifa.Cohen bezeichnete seine Einladung als Beweis, daß Benedikt XVI. die Linie seiner Vorgänger fortsetzen wolle.
Sich Suhlen in der Rolle des angeblichen Opfers
Cohen bat die Bischöfe in seinem Referat um Hilfe gegen angebliche antisemitische Bedrohungen.
Dabei fiel er indirekt über den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad her. Der Rabbiner beschwor „schreckliche und dämonische Worte“ des Präsidenten eines gewissen Nahost-Staates.
Ohne konkret zu werden, phantasierte Cohen von „falschen und boshaften Anschuldigungen“ und von einer „antisemitischen Hetze“.
Sie hätten die schmerzhafte Erinnerung an „die Tragödie unseres Volks“ zurückgebracht – dramatisierte er weiter.
Dann schwang er nationalistische und kriegstreiberische Parolen: Die Bischöfe und „die gesamte freie Welt“ sollten mithelfen „Israel zu schützen und zu verteidigen“. Das Land müsse aus „der Hand seiner Feinde gerettet“ werden.
Über den israelischen Völkermord an den heimischen Palästinensern verlor er kein Wort.
Dagegen behauptete der rabiate Rabbiner, daß Israel der einzige und souveräne Staat des „Volkes des Buches“ sei.
In der Einladung zur Bischofssynode sieht Kriegstreiber Cohen ein Signal der Hoffnung und eine „Botschaft der Koexistenz und des Friedens“.
Beschimpfung der Gastgeber
Nach seiner Rede äußerte sich Cohen noch vor Journalisten auch über eine Seligsprechung Papst Pius XII.
Dabei kochte er infame Verleumdungen gegen den Papst auf, wonach er zu den Greueln des Zweiten Weltkriegs geschwiegen habe.
Der Papst habe „nur insgeheim“ zu helfen versucht – machte Cohen die Tatsache lächerlich, daß Pius XII. mehr als 700.000 Juden das Leben rettete, während die National-Sozialisten vor seinem Fenster Wache standen.
Ferner schimpfte der Rabbiner, daß Pius XII. „aus Angst oder anderen Motiven“ falsch gehandelt habe: „Wir können das nicht vergessen.“
Für Cohen ist die Frage, ob Pius XII. seine Stimme gegen die National-Sozialisten hätte erheben können und ob es geholfen hätte. Er „fühlt“, daß die Antwort „ja“ laute:
„Ich bin von den Familien der Millionen Verstorbenen nicht bevollmächtigt zu sagen: ‘Wir vergeben’.“
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 18. Oktober 2008 23:31
Seefeldt: Aus dem römischen Katechismus
Die Aussage,
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. Alles, was Christus in seiner Person ist und tut, ist und tut ,,einer der Dreifaltigkeit“. Der Sohn Gottes teilt also seiner Menschennatur seine eigene, persönliche Daseinsweise in der Trinität mit. In seiner Seele wie in seinem Leibe bringt folglich Christus das Leben der heiligsten Dreifaltigkeit menschlich zum Ausdruck (471)
findet sich im aktuellen Katechismus der katholischen Kirche.
KKK 456-483
Im Katechismus finden sich auch folgende Aussagen:
466: Die nestorianische Häresie erblickte in Christus eine mit der göttlichen Person des Sohnes Gottes verbundene menschliche Person.
468: Nach dem Konzil von Chalkedon faßten einige die menschliche Natur Christi als eine Art eigenständige Person auf. Ihnen gegenüber bekannte 553 das fünfte Ökumenische Konzil, das von Konstantinopel, in bezug auf Christus ,,eine einzige Hypostase [Person] …, die der Herr Jesus Christus ist, einer der heiligen Dreifaltigkeit“ (DS 424). Alles an der Menschennatur Christi ist somit seiner göttlichen Person als ihrem eigentlichen Träger zuzuschreiben.
Im übrigen wies ich wiederholt darauf hin, daß Christus wahrer Mensch bis in die letzte Faser ist. Christus ist im Wesen Gott, ausschließlich Gott, was aber wahre Menschheit in seiner menschlichen Natur nicht ausschließt. Aber auch in seiner menschlichen Natur ist Christus Gott.
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. Alles, was Christus in seiner Person ist und tut, ist und tut ,,einer der Dreifaltigkeit“. Der Sohn Gottes teilt also seiner Menschennatur seine eigene, persönliche Daseinsweise in der Trinität mit. In seiner Seele wie in seinem Leibe bringt folglich Christus das Leben der heiligsten Dreifaltigkeit menschlich zum Ausdruck (471)
findet sich im aktuellen Katechismus der katholischen Kirche.
KKK 456-483
Im Katechismus finden sich auch folgende Aussagen:
466: Die nestorianische Häresie erblickte in Christus eine mit der göttlichen Person des Sohnes Gottes verbundene menschliche Person.
468: Nach dem Konzil von Chalkedon faßten einige die menschliche Natur Christi als eine Art eigenständige Person auf. Ihnen gegenüber bekannte 553 das fünfte Ökumenische Konzil, das von Konstantinopel, in bezug auf Christus ,,eine einzige Hypostase [Person] …, die der Herr Jesus Christus ist, einer der heiligen Dreifaltigkeit“ (DS 424). Alles an der Menschennatur Christi ist somit seiner göttlichen Person als ihrem eigentlichen Träger zuzuschreiben.
Im übrigen wies ich wiederholt darauf hin, daß Christus wahrer Mensch bis in die letzte Faser ist. Christus ist im Wesen Gott, ausschließlich Gott, was aber wahre Menschheit in seiner menschlichen Natur nicht ausschließt. Aber auch in seiner menschlichen Natur ist Christus Gott.
Samstag, 18. Oktober 2008 10:31
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Seefeldt,
Aber – und das ist wichtig: Die zwei Naturen Christi gehören zu einem Wesen, und das ist Gott.
Das ist nicht nur meine Ansicht, sondern wird beispielsweise auch im Katechismus vorgegeben, der verkündet,
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. (470, auch andere Sätze über Christi Menschwerdung).
… aus welchem Katechismus haben Sie denn das? Es erinnert das doch stark an die Irrlehre des Archimandriten Eutyches, der lehrte, Christus sei gar nicht richtiger Mensch.
Das ist nicht nur meine Ansicht, sondern wird beispielsweise auch im Katechismus vorgegeben, der verkündet,
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. (470, auch andere Sätze über Christi Menschwerdung).
… aus welchem Katechismus haben Sie denn das? Es erinnert das doch stark an die Irrlehre des Archimandriten Eutyches, der lehrte, Christus sei gar nicht richtiger Mensch.
Freitag, 17. Oktober 2008 22:47
Seefeldt: Das Gesetz Gottes, nicht das Gesetz der Juden!
In der Bergpredigt sagt Christus u.a. folgendes:
Meinet nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern um zu erfüllen.“ (Mt 5, 17).
Da stellt sich doch zunächst die Frage, von welchem Gesetz der Heiland spricht. Schon Mt 5,19 beantwortet die Frage:
Wer also eines dieser geringsten Gebote aufhebt und die Menschen so lehrt, wird der Geringste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, wird groß heißen im Himmelreich.
Zweimal ist hier die Rede vom Himmelreich, und damit ist klar, von welchem Gesetz der Heiland spricht: vom Gesetz Gottes. Und dieses Gesetz stellt er dem jüdischen Gesetz gegenüber, über das jüdische Gesetz: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde zu den Alten … Ich aber sage euch: …“ Und im Folgenden ist immer wieder von der Hölle als Strafe die Rede. Auch das zeigt, daß Christus in der Bergpredigt vom Gesetz Gottes spricht.
@Heinrich von Ofterdingen:
Lesen Sie doch meine anderen Beiträge der letzten Tage. Sie können leicht feststellen, daß ich immer wieder die zwei Naturen Christi bestätigte.
Aber – und das ist wichtig: Die zwei Naturen Christi gehören zu einem Wesen, und das ist Gott.
Das ist nicht nur meine Ansicht, sondern wird beispielsweise auch im Katechismus vorgegeben, der verkündet,
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. (470, auch andere Sätze über Christi Menschwerdung).
Meinet nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern um zu erfüllen.“ (Mt 5, 17).
Da stellt sich doch zunächst die Frage, von welchem Gesetz der Heiland spricht. Schon Mt 5,19 beantwortet die Frage:
Wer also eines dieser geringsten Gebote aufhebt und die Menschen so lehrt, wird der Geringste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, wird groß heißen im Himmelreich.
Zweimal ist hier die Rede vom Himmelreich, und damit ist klar, von welchem Gesetz der Heiland spricht: vom Gesetz Gottes. Und dieses Gesetz stellt er dem jüdischen Gesetz gegenüber, über das jüdische Gesetz: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde zu den Alten … Ich aber sage euch: …“ Und im Folgenden ist immer wieder von der Hölle als Strafe die Rede. Auch das zeigt, daß Christus in der Bergpredigt vom Gesetz Gottes spricht.
@Heinrich von Ofterdingen:
Lesen Sie doch meine anderen Beiträge der letzten Tage. Sie können leicht feststellen, daß ich immer wieder die zwei Naturen Christi bestätigte.
Aber – und das ist wichtig: Die zwei Naturen Christi gehören zu einem Wesen, und das ist Gott.
Das ist nicht nur meine Ansicht, sondern wird beispielsweise auch im Katechismus vorgegeben, der verkündet,
daß die menschliche Natur Christi der göttlichen Person des Sohnes Gottes angehört, von der sie angenommen worden ist. (470, auch andere Sätze über Christi Menschwerdung).
Freitag, 17. Oktober 2008 20:56
Colombe de la paix: Lieber Heinrich
wie funktioniert es mit dem Zweitaccount!
Freitag, 17. Oktober 2008 20:31
HeinrichvonOfterdingen: Fortsetzung des Vorigen:
auch nicht durch eine stümmelhafte Vermengung beider zu einer dritten, weil all’ das entweder unmöglich,
oder, wenn möglich, bedeutungslos wäre für das, was wir verlangen. Sollten aber auch die beiden Gesamtnaturen
auf irgend eine Art etwa in der Weise verbunden werden, daß doch ein Anderer – Mensch und wieder ein
Anderer – Gott wäre und folglich nicht der Nämliche Gott wäre, welcher Mensch ist; so können unmöglich
die beiden leisten, was zu leisten unerläßlich. Denn Gott wird es nicht leisten, weil er es nicht zu
leisten braucht; der Mensch aber wird es nicht leisten, weil er es nicht zu leisten vermag; damit das
also der Gott- Mensch leiste, wird es notwendig sein, daß er ebensowohl vollkommen Gott, als auch vollkommen
Mensch sei, indem er eine Genugthuung vollbringt, welche nur er vollbringen kann – als wahrer Gott; und
zugleich vollbringen soll – als wahrer Mensch. Während mithin ein Gott-Mensch gefunden werden muß –
unbeschadet der Vollständigkeit beider Naturen –, thut es doch nicht minder not, daß die bei den vollständigen
Naturen in Einer Person sich begegnen, sowie der Leib und die vernünftige Seele in Einem Menschen zusammentreffen,
da es nur auf diesem Wege möglich, daß ein- und derselbe vollkommener Gott und vollkommener Mensch sei.““
– Anselm von Canterbury: Warum Gott Mensch geworden, Zweites Buch, Kapitel 7. Regensburg, Rom, New York, Cincinnati 1902.
– Anselm von Canterbury: Warum Gott Mensch geworden, Zweites Buch, Kapitel 7. Regensburg, Rom, New York, Cincinnati 1902.
Freitag, 17. Oktober 2008 20:28
HeinrichderZweite: (=HvO) Lieber Seefeldt,
wenn ich Sie recht verstehe, dann hängen Sie der Irrlehre des Monophysitismus (v. griech.: monos „einzig“
und physis „Natur“) an. Das ist die christologische Position, Christus sei vollkommen göttlich und habe
nur eine Natur, nämlich eine göttliche – im Gegensatz zur Position von Chalcedon (451), die die Zwei-Naturen-Lehre
Christi vertritt, nach der die göttliche und die menschliche Natur Christi unvermischt nebeneinander
stehen.
ANSELM: Die Frage lautet nunmehr, wie kann Gott Mensch werden? Denn die göttliche und die menschliche Natur können sich nicht eine in die andere verwandeln, so daß die göttliche zur menschlichen, oder die menschliche zu göttlichen würde; und sie lassen sich auch nicht so vermengen, daß eine neue dritte aus beiden hervorgienge, die dann weder ganz göttlich, noch ganz menschlich wäre. Überhaupt würde ja, wenn das geschehen könnte, daß die eine in die andere aufginge, entweder nur Gott und kein Mensch, oder nur mehr der Mensch und kein Gott übrig bleiben. Oder falls sie so vermengt würden, daß aus den beiden verstümmelten eine dritte Natur hervorgienge (wie von zwei Tierindividuen verschiedener Arten, einem Männchen und Weibchen, ein drittes geboren wird, das weder die ganze Natur des Vaters, noch die der Mutter hat, sondern eine aus beiden gemischte dritte); so wäre diese weder Gott, noch Mensch. Der Gott- Mensch, bei welchem wir göttliche und menschliche Natur fordern, kann folglich nicht entstehen durch Verwandlung der einen Natur in die andere;
ANSELM: Die Frage lautet nunmehr, wie kann Gott Mensch werden? Denn die göttliche und die menschliche Natur können sich nicht eine in die andere verwandeln, so daß die göttliche zur menschlichen, oder die menschliche zu göttlichen würde; und sie lassen sich auch nicht so vermengen, daß eine neue dritte aus beiden hervorgienge, die dann weder ganz göttlich, noch ganz menschlich wäre. Überhaupt würde ja, wenn das geschehen könnte, daß die eine in die andere aufginge, entweder nur Gott und kein Mensch, oder nur mehr der Mensch und kein Gott übrig bleiben. Oder falls sie so vermengt würden, daß aus den beiden verstümmelten eine dritte Natur hervorgienge (wie von zwei Tierindividuen verschiedener Arten, einem Männchen und Weibchen, ein drittes geboren wird, das weder die ganze Natur des Vaters, noch die der Mutter hat, sondern eine aus beiden gemischte dritte); so wäre diese weder Gott, noch Mensch. Der Gott- Mensch, bei welchem wir göttliche und menschliche Natur fordern, kann folglich nicht entstehen durch Verwandlung der einen Natur in die andere;
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
