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Mittwoch, 8. Oktober 2008 10:01
Zwei altgläubige Orden päpstlichen Rechts anerkannt
Am Fest der Rosenkranzkönigin verlieh der Heilige Vater zwei traditionelle Ordensgemeinschaften die Anerkennung päpstlichen Rechts. Eine der beiden gibt es erst seit wenigen Jahren.
Alte Messe beim Instiut Christus König und Hoherpriester
Alte Messe beim Instiut Christus König und Hoherpriester
(kreuz.net, Gricigliano) Am 7. Oktober – dem Fest unserer Liebe Frau vom Rosenkranz – anerkannte Papst Benedikt XVI. das altgläubige „Institut Christus König und Hoherpriester“ als Gesellschaft des Apostolischen Lebens päpstlichem Rechts.

Das gab die Gemeinschaft auf ihrer Webseite bekannt.

Der Sekretär der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Prälat Camile Perl, verlas das Errichtungsdekret in der Seminarskapelle im Mutterhaus des Instituts in Gricigliano – unweit von Florenz.

In einem Dankeswort an den Heiligen Vater erwähnte das Institut besonders seine tiefe Verbundenheit mit dem Papst.

Pater Rudolf Michael Schmitz ist Generalvikar und damit höchstrangiges deutsches Mitglied des Instituts.
Pater Rudolf Michael Schmitz ist Generalvikar und damit höchstrangiges deutsches Mitglied des Instituts.
In Afrika gegründet

Die Priestergemeinschaft „Institut Christus König und Hoherpriester“ wurde 1988 in Gabon in Afrika von Prälat Giles Wach gegründet. Der Prälat stammt aus Troyes in Nordfrankreich.

Der damalige Präsident der Kommission ‘Ecclesia Dei’, Paul Augustin Kardinal Mayer (97), verhalf der jungen Gemeinschaft zu ihrem Haus in Gricigliano.

Im September 1990 anerkannte der frühere Erzbischof von Florenz, Silvano Kardinal Piovanelli (84), das Institut als Gemeinschaft diözesanen Rechts.

Die Gemeinschaft zählt derzeit mehr als fünfzig Priester und siebzig Seminaristen. Die Mitglieder wirken weltweit in über fünfzig Bistümern.

Auch der weibliche Zweig anerkannt
Im Jahr 2001 gründeten befreundete Frauen die altgläubige Nonnengemeinschaft „Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu Christi“.

Die Schwestern leben ein beschauliches Leben ohne strenge Klausur. Im Juni 2004 wurden die ersten drei Schwestern durch den Erzbischof von Florenz, Ennio Kardinal Antonelli, eingekleidet.

Im Frühjahr 2007 zählte die Gemeinschaft neun Schwestern und vier Postulantinnen.

Die junge Schwesterngemeinschaft wurde gestern ebenfalls zur Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts erhoben.

© Bilder: Institut Christus König in Stockholm, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 81 Lesermeinungen:
Donnerstag, 15. Januar 2009 00:10
Tolerant: Laudamus Dominum+Lobt den Herrn
Liebe Freunde Lassen wir die Brüder vom Institut Christus König doch in Ruhe. Wenn sie dem Willen Gottes entsprechen, werden sie bleiben, wenn nicht, nach einer Zeit wieder verschwinden. Der Papst weiß was er tut.Er kann die Missa Tr. erlauben, weil er weiß, dass die Mehrkeit der Katholiken in ihren Muttersprachen bei der Messe beten und singen will. Sie wollen mitfeiern und
nicht nur die Messe mit Andacht hören.
Das Latein verstehen nur wenige und man braucht schon eine besondere Reife für diese Messe von 1570 teilzunehmen. Die unverständliche Sprache hat für manche eine gewisse sakrale Magie. Wichtig ist die
Ehrfurcht vor der Heiligen Eucharistie, gleich in welchen
historischen oder zeitgemäßen Ritualen.
Vielfalt in der Einheit ist für die Kirche immer ein Gewinn.
Laudetur Jesus Christus+++++++Gelobt sei Jesus Christus – Stimmt dabei etwas nicht?
Samstag, 18. Oktober 2008 16:04
Genoveva: Nett, wie hier über das Instiut geredet wird …
Kein Mensch scheint sich für die positive Arbeit des Institutes zu interessieren. Stattdessen wird über echte oder unechte Monsignore-Titulaturen diskutiert. Und natürlich die Frage, ob das blaue Chorgewand ein Tuntenindiz ist.

Das ist der übliche Geist der Spaltung, der hier sonst immer als Kennzeichen des Modernismus gebrandmarkt wird. Lauter kleine Möchtegern-Päpste, die die Welt nur ertragen, wenn sie millimetergenau mit ihren kleinkarierten Vorstellungen übereinstimmt.

Ihr seid alle ziemlich erbärmlich …
Donnerstag, 9. Oktober 2008 19:06
Hank: Aus wikipedia
Zusammen mit David Berger begründete R. M. Schmitz das thomistische Jahrbuch „Doctor Angelicus“

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Donnerstag, 9. Oktober 2008 18:10
sacerdos helveticus: @Tridentinus
Er scheint bei bei jener Generalaudienz gemäss Foto in nigris aufgetreten zu sein, der Hl. Vater hat ihn scheinbar erkannt, und „Monseigneur“ angeredet -so steht es auf der Homepage des Institutes.
Das mit dem ganz blauen Birett für den Gründer ist mir auch aufgefallen.
Ich kenne nur die Antwort der Religiosenkongregation auf die Anfrage einer Person des Inhaltes, dass Hw. Wach weder Titel noch Privilegien eines Monsignore besitze. Aber diese Antwort war natürlich an die anfragende Person gerichtet (liegt mir in Kopie vor). Ob es auch eine direkte Ermahnung an den Betreffenden gegeben hat, weiss ich nicht.
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:38
Tridentinus: @Sacerdos helveticus
Ich glaube nicht, daß der Papst sich so viel mit Wach beschäftigt, daß ihm unbedingt die Hintergründe seines Msgr.-Titels präsent sein müssen. Wenn er da noch violett trug, kann das Seiner Heiligkeit ja auch reflexartig rausgerutscht sein. Wenn er seine neue himmelblaue Kleidung schon hatte (er hat übrigens als einziger im Institut ein vollständig himmelblaues Birett), kann’s auch damit zusammengehängt haben. Bevor er die hatte, war er in der Öffentlichkeit immer schön brav in schwarz gewandet, seit der Rüge. Aber vom Titelgebrauch hat er nie Abstand genommen. Es gab mal eine Anfrage bei Ecclesia Dei oder der Kleruskongregation, in der Antwort wurde er mW als Abbe bezeichnet, wie jeder Priester des Instituts.
Donnerstag, 9. Oktober 2008 13:19
sacerdos helveticus: @Tridentinus
Sehr richtig. Der Titel „Msgr.“ für Generalvikare gilt aber nur „pro tempore officii“ und erlischt bei Amtsende (z.B. Entlassung durch den Bischof oder Eintritt der Vakanz auf dem Bischofsstuhl, wodurch das Amt des Generalvikars automatisch erlischt).
Die meisten Generalvikare haben aber zusätzlich einen durch den Papst (auf Antrag des Bischofs) verliehenen Monsignore- oder Prälatentitel, der dann auch das Amt „überlebt“ . Dies war aber im Falle von Wach nicht der Fall, so dass er sich nicht mehr Monsignore nennen darf und sich natürlich auch nicht der entsprechenden Privilegien erfreuen darf.
In den Publikationen der Kongregation wird er aber durchwegs als „Msgr.“ bezeichnet, angeblich hat nach Aussage der Homepage auch der Papst, als er ihn bei einer (General-)audienz gesehen habe, ihn mit „Monseigneur“ angeredet .
Umso interessanter wäre es, zu sehen, wie er im Päpstlichen Dekret bezeichnet wird.
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