(kreuz.net, Herzogenrath) Am Montag abend erlebte der alte Dominikanerritus in der Pfarrei Herzogenrath
im Bistum Aachen eine Renaissance. Das berichtete die Nachrichtenseite ‘kathnews.de’.
Zelebrant war der
Dominikanerpater Rodrigo Kahl, der im Priesterseminar der Petrusbruderschaft die Fächer Dogmatik und
Liturgie unterrichtet.
Nach der Messe hielt der Dominikaner einen Vortrag zum Thema „Zurück in die Zukunft –
Über die Notwendigkeit einer liturgischen Erneuerung aus dem Geist der Tradition“.
Zum Latein erklärt
Pater Rodrigo, daß jede Religion eine Sakralsprache besitze. In der lateinischen Kirche übernehme das
Latein dabei eine ähnlich Funktion wie die Ikonostase in den ostkirchlichen Riten.
Für den
Pater ist die Neue Messe ein zeitbedingtes Produkt der Nachkonzilszeit.
Er bezeichnet es als Geburtsfehler,
daß die Neue Messe von einem Tag auf den anderen eingeführt wurde. Das habe es vorher und nachher nie
gegeben.
Trotzdem lobt der Dominikaner das Zweite Vatikanum. Es habe – wie kein Konzil davor – in höchsten
Tönen über den gregorianischen Choral geschrieben. Daß hinter diesen Jubelhymnen kein konkreter Wille
stand, den gregorianischen Choral zu fördern, scheint ihn nicht zu stören.
Als zweites Problem bei
der Neuen Messe sieht der Pater den Vorrang des Didaktischen in der Heiligen Messe: „Die Liturgie wird
häufig unterbrochen, um zu erklären, was als Nächstes geschieht“ – verallgemeinert er.
Reformvorschläge
für den Alten Ritus
Unbeschadet dieser Aussage möchte Pater Rodrigo das Didaktische „in abgewandelter
Form“ auch in die Alte Messe einführen. Dabei empfiehlt er die schon vor dem Konzil gescheiterte liturgiefremde
„Erziehung zum Schott“.
Damit meint er, daß der Gläubige – mehr oder weniger ungeachtet des liturgischen
Geschehens – sich auf die übersetzten Meßtexte konzentriert.
Das sei – so Pater Rodrigo – vor dem Zweiten
Vatikanum und trotz der liturgischen Bewegung „sträflich vernachlässigt“ worden.
Kosmetische Verbesserungen
für den Neuen Ritus
In der Neuen Messe möchte der Dominikaner wenigstens die Zelebrationsrichtung korrigieren.
Gleichzeitig glaubt er, daß das „wohl in der Regel“ angeblich nicht möglich sei.
Dann sollten die Priester
wenigstens ein Kreuz auf den Mahltisch stellen. So handhabe es auch der Heilige Vater.
Dabei könne der
Zelebrant angeblich ignorieren, daß er zum Volk hin zelebriert.
Als weitere Veränderungen wünscht
sich Pater Rodrigo eine „kluge“ Verwendung des Lateins und eine klassische Gestaltung des Kirchenraums
und der liturgischen Gewänder.
Als Beispiel für die Meßfeier im Geist der Tradition nannte der Dominikaner
die französische Benediktinerabtei Fontgombault.
Ende der 70er Jahre drohte der damalige Diözesanbischof,
das Kloster aufzulösen, wenn es weiterhin am Alten Ritus festhalten würde.
Laut Pater Rodrigo stellten
die Mönche um, ohne allerdings die Zelebrationsrichtung und die Liturgiesprache zu ändern.
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die echten altglâubigen Dominikaner sind in Frankreich zwei Gruppen : 1) die (Lefebvre=Anhânger) Dominicains
traditionnels in Lahaye-aux-Bonshommes in der Nähe von ANGERS. ____ 2) die Ecclesia-Dei Dominikaner der
Fraternité St Vincent Ferrier in … in der Nâhe von LAVAL, mit ihrer Zeitschrift „Sedes Sapientiae“.
Beide sind begleitet von grossen Gruppierungen von Dominikanerinnen Lehrschwestern, mit mehr als 15 Zweigstellen,
die eines sehr guten Ruhms in den ‘klassischen’ Schulfâchern geniessen . Beide singen NUR die Alte Messe,
ohne jeden pater Rodrigos Änderungen. Auch Fontgombault=Abtei ist nur ritu extraordinari=treu.
@noch ein Landorganist: Ein Katholik darf nur an einem katholischen Meßopfer teilnehmen, und das ist
in Zeiten von häretischen N.O.-Messen fast ausschließlich die hl. Messe nach dem Meßbuch des hl. Pius
V. oder in einem orientalischen Meßritus. Aus diesem Grund sind ja auch die PBSPX-Notstandspfarreien
notwendig. Für häretische Irrgläubige müssen wir in erster Linie beten, daß diese bereits vor der
Wiederkunft Christi an der Wahrheit teilhaben.
Und genau dieses Meßopferverständnis ist häretisch, denn die hl. Messe enthält zwar ein Mahl, ist
aber kein Mahl, sondern ausschließlich Opfer. im Verständnis vieler Priester und Laien ist der „Volks“-„altar“
ein Mahltisch und längst kein Opferaltar mehr. Wieso sonst ließt man immer auch von Priestern verfasst
vom „Tisch des Wortes“ und vom „Tisch des Brotes“. Die Tischfunktion tritt ja oft auch in der Gestaltung
deutlich hervor. Der „Volks“-„altar“ hat wesentlich zur Zerstörung des Verständnisses der Messe vollständig
zerstör
@ HBR Teil 2 Vielmehr steht der Priester hier fast wie auf einem Thron. Der Thron ist doch perfektioniert
in den Altarinseln, die allenthalben aus den Böden sprießen. Erhöhte Position, frontales Gegenüber:
oder haben Sie den König gesehen, der vom Volk abgewandt thront? Hinzu kommt die Unsitte, dass die Sedilien
nicht mehr an den Seiten, sondern hinter dem „Volks“-„altar“ angebracht werden: also auch noch sitzenderweise
das thronende Gegenüber! Außerdem sind wir mit der Ritusfrage und anderen Punkten schon weit weg vom
Ausgangspunkt der Zelebrationsrichtung und der Frage, ob der Priester der Mittelpunkt ist. Meiner Ansicht
nach, haben Sie keine Argumente gebracht, warum ein der Gemeinde zugewandter Priester weniger im Mittelpunkt
steht als einer, der sich mit der Gemeinde in gemeinsamer Ausrichtung befindet. Stattdessen weisen Sie
auf räumliche Gegebenheiten hin, die so pauschal nicht stimmen. Wenn die Teilnahme der Gemeinde der räumlichen
Zuwendung des Priesters bedarf, ist er zu 100% Mittelpunkt, womit Ihr so richtiger Ausgangssatz von Ihnen
selbst für den NOM widerlegt wurde. @ Marcelus: im Verständnis vieler Priester und Laien ist der „Volks“-„altar“
ein Mahltisch und längst kein Opferaltar mehr. Wieso sonst ließt man immer auch von Priestern verfasst
vom „Tisch des Wortes“ und vom „Tisch des Brotes“. Die Tischfunktion tritt ja oft auch in der Gestaltung
deutlich hervor. Der „Volks“-„altar“ hat wesentlich zur Zerstörung des Verständnisses der Messe vollständig
zerstör
Die einzige kanonisierte Meßform ist das Meßbuch des hl. Pius V. vgl. die dem Außerordentlichen Römischen
Meßbuch vorangestellte Meßbuchbulle Quo primum von Papst St. Pius V. aus dem Jahre 2323 a.u.R.c. …atholischedokumente.de.tl/…-ALLE-ZEITEN-k2-.htm
Naja, die netten „Altgläubigen“ hier sehen den Usus Extraordinarius offenbar als alleinseeligmachend
an. Sonst wäre es nicht zu erklären, warum sie unbedingt ihren Ritus allen Gläubigen aufzwingen wollen.
Wer aber heute einen Ritus aufzwingen möchte, und den kanonisierten Meßritus verfolgt, das sind heute
die Verfechter des N.O.M. – sie widersprechen damit aber auch den Vorgaben des Pastoralkonzils Vaticanum
II. Die Ausdrucke »Alt- und Neugläubige« sind außerdem häretisch, denn es gibt nur einen katholischen
Glauben, der für alle derselbe ist. Man kann höchstens von Neu- und Altritusanhängern sprechen.
@für die Kirche Niemand will jemanden aus der anderen Seite zur Geltung kommen lassen. In dieser Hinsicht
verhalten Sie sich nicht besser als die radikalen Fürsprecher der Alten Messe. Naja, die netten „Altgläubigen“
hier sehen den Usus Extraordinarius offenbar als alleinseeligmachend an. Sonst wäre es nicht zu erklären,
warum sie unbedingt ihren Ritus allen Gläubigen aufzwingen wollen. Wann lernen die Leute endlich, daß
auch die Kirche gewisse Pluralität verträgt? Das ist nämlich der echte Katholizismus, sonst könnte
die Kirche nicht alle Völker unter sich fassen, noch die viele sich abwechselnde Epochen überleben,
wie sie jedoch tut. Da geb ich Ihnen recht. In der Kirche gibt es, wenn man die unierten Kirchen hinzunimmt,
mindestens 20 verschiedene Riten…wenns hinkommt. Die haben alle ihren Platz und ihre Berechtigung. Nur
kann ich es eben absolut nicht ab, wenn jemand seinen Ritus und seine Sicht als Alleinheilmittel hinstellt
und im selben Atemzug die anderen verunglimpft. @n. e. Landorganist –> Wie sollte Sie denn einbezogen
sein? Ist nur der in die Messfeier einbezogen, der etwas vorlesen, vorspielen, vortanzen, vorsingen darf?
Das halte ich für durchaus förderlich, wenn die Laien mit einbezogen werden. Was ist mit der innerlichen
Teilnahme? Mitsingen und mitbeten erfolgt auch im trid. Ritus (außerdem waren wir noch nicht auf dem
Niveau der Ritusfrage, sondern nur bei der Zelebrationsrichtung) Die innerliche Beteiligung setze ich
vorraus. Trotzem schadet es nicht, Laien zu beteiligen…
Der katholische Meßaltar ist kein Mahltisch, sondern immer ein Opferaltar, egal in welcher Richtung zelebriert
wird. In den alten Kirchen, in denen die alten Altäre stehen, sind neuaufgestellte Volksaltäre nur für
eine angeblich bessere Einbeziehung des Gottesvolkes errichtet worden, auch wenn eher verwirrend und optisch
katastrophal für das Gesamtbild der Kirchenarchitektur und des Altarraumes.
@HBR: woher wissen Sie das alles denn? Wie ein Laie sich in einer tridentinischen Messe fühlt? Was Sie
geschrieben haben, ist uraltes Zeug, ideologischer Grabenkampf gegen oder für die Alte Messe halt. Niemand
will jemanden aus der anderen Seite zur Geltung kommen lassen. In dieser Hinsicht verhalten Sie sich nicht
besser als die radikalen Fürsprecher der Alten Messe. Wann lernen die Leute endlich, daß auch die Kirche
gewisse Pluralität verträgt? Das ist nämlich der echte Katholizismus, sonst könnte die Kirche nicht
alle Völker unter sich fassen, noch die viele sich abwechselnde Epochen überleben, wie sie jedoch tut.
@ HBR Teil 1 ja, HBR, leider findet meine Arbeit am Nachmittag hauptsächlich am PC/Schreibtisch statt.
Lieber würde ich draußen was machen, aber zur Zeit bin gewissermaßen jeden Tag für Stunden an den
PC gebunden. Und da ist ein offenes Fenster mit kreuz.net (dank Festpreis) immer mal wieder eine (mehr
oder weniger) schöne Unterbrechung. Im ordentlichen Ritus steht der Priester am Altar dem Volk zugewandt.
Die Gemeinde wird dabei in die Messfeier integriert. –> aber die „Integrationsfigur“ ist eben der Priester
und nicht das heilige Geschehen (bei dem man eh nicht mitwirken kann), d.h. [unser Ausgangspunkt] der
Priester steht im Mittelpunkt Anders im überkommenen Ritus. Dort steht der Priester (mit oder ohne Diakon)
am Altar in Weihrauch gehüllt, weit ab von der Gemeinde. Zum einen wird nicht bei jeder Messfeier Weihrauch
benutzt. Zum anderen habe ich die Frage der Entfernung schon als nicht zutreffend abgewiesen. Die Gemeinde
ist da praktisch nicht in die Messfeier mit einbezogen. –> Wie sollte Sie denn einbezogen sein? Ist nur
der in die Messfeier einbezogen, der etwas vorlesen, vorspielen, vortanzen, vorsingen darf? Was ist mit
der innerlichen Teilnahme? Mitsingen und mitbeten erfolgt auch im trid. Ritus (außerdem waren wir noch
nicht auf dem Niveau der Ritusfrage, sondern nur bei der Zelebrationsrichtung)
@n. e. Landorganist Keine Antwort ist auch eine Antwort. Offenbar gibt es keine Argumente FÜR ihren Standpunkt.
Nun, mein lieber Landorganist, im Umterschied zu Ihnen habe ich leider tagsüber auch anderes zu tun,
als nur im Internet zu surfen. Daher bin ich leider nur zu bestimmten Zeiten online. Aber um nun zu ihrer
Frage zu kommen, warum ich den Priester in der veralteten Messe mehr im Mittelpunkt sehe als im ordentlichen
Usus: Im ordentlichen Ritus steht der Priester am Altar dem Volk zugewandt. Die Gemeinde wird dabei in
die Messfeier integriert. Anders im überkommenen Ritus. Dort steht der Priester (mit oder ohne Diakon)
am Altar in Weihrauch gehüllt, weit ab von der Gemeinde. Die Gemeinde ist da praktisch nicht in die Messfeier
mit einbezogen. Vielmehr steht der Priester hier fast wie auf einem Thron.
@ HBR 1. Im ersten Absatz haben Sie wiederum recht. Aber die Versammlung „rund um den Altar“ muss ja nicht
ihren Ausdruck finden in einem „drumherum“ einer tatsächlichen Kreisform. Schon immer versammelte sich
die Gemeinde „um den Altar“, halt in einer innerlichen Versammlung. 2. Ob die Gemeinde nah oder weit vom
Altar entfernt ist, hat nichts mit der Zelebrationsrichtung zu tun, sondern mit dem Raum. Vielmehr war
es besonders auf dem Land so, dass die Bänke bis in den Chorraum hinein gingen und die Kinderbänke unmittelbar
an den Stufen zum Altar standen. Näher dran geht wirklich nicht. Erst nach der Liturgieveränderung hat
man vielerorts die Bänke vorne rausgenommen (Weil eh’ keine Kinder mehr kamen?!) In größeren Kirchen
gab es an den Stufen des Chores oft Kreuzaltäre, an die die Messteilnehmer auch unmittelbar herantraten.
3. Sind Sie auf die frage, auf deren Antwort ich gehofft hatte, nicht eingegangen.
Weils so schön und nicht einmal im weitesten Sinn analog ist! Am Wochenende segnete ein Limburger Bezirksdekan
öffentlich und in seiner Kirche eine Homo-Paarung. Der Bischof von Limburg hat Konsequenzen gezogen.
@n. e. Landorganist Bei der Liturgie steht nicht der Priester im Mittelpunkt, sondern das Messopfer, dass
sich auf dem Altar abspielt. Das Interessante ist die Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi.
Und das findet nicht im Tabernakel, sondern auf dem Altar statt. Der Priester und die Gemeinde versammeln
sich rund um den Altar, um dieses Wunder zu begehen. Bei der Zelebration zum Hochaltar steht die Gemeinde
weit hinten, während der Priester quasi alleine seine Show am Altar vollzieht, wovon das Volk dann noch
nicht mal was mitbekommt.
@ HBR Wieso beantworten Sie nicht meine Frage? Ich wäre wirklich sehr neugierig auf diese Begründung!
Mahltisch-Frage: Liest man nicht in tausenden Schriften Ambo und „Volks“-„altar“ seien „Tisch des Wortes“
und „Tisch des Brotes“? Wo soll dann noch ein Unterschied sein zwischen „Tisch des Brotes“ und „Mahltisch“?
Beides der selbe Kikifax.
Der Priester steht nicht im Mittelpunkt der Feier Bei der jetzigen heiligen Messe steht der Tabernakel
irgendwo am Rand, der Priester im Mittelpunkt. Man wird herzlich zum Mahl eingleladen, „der Tisch ist
gedeckt“ höre ich oft den Priester sagen. Und so findet eine systematische Entfremdung statt von dem,
was eigentlich vorgesehen ist. Die Aufopferung unseres Herrn soll gefeiert werden und nicht das Abendmahl,
das ja vorausging, als Jesus zum letzten Mal mit seinen Aposteln zusammen war. Viele merken nicht, dass
das von bestimmten Kreisen auch so gewollt ist, denn eine Hingabe, wie wir sie von Jesus kennen, eine
Verfügbarkeit bis zur Selbstaufgabe soll nicht unser gesellschaftliches Streben sein. Der Tabernakel
gehört auf den Opferaltar, und der Priester steht mit den Gläubigen während der Opferfeier mit Blickrichtung
zum Tabernakel. Es wird des Opfertodes Jesu gedacht, und Brot und Wein in die Substanzen des Leibes Jesu
verwandelt. Daraus ergibt sich wiederum, dass der Gläubige mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung
(Beichte) seinen Herrn empfängt, was ja beim Mahl nicht notwendig ist, man braucht sich auch nicht hinzuknien
vor dem „Stück“ Brot. Ich habe in den letzten 25 Jahren außer an Wallfahrtsorten keine Predigt gehört,
wo Sinn und Wert der Beichte ins Gedächtnis zurückgerufen worden wäre. Wenn beides, Beichte und Opfercharakter
der heiligen Messe wieder belebt werden, ist Jesus in Persona wieder bei uns bis ans Ende der Zeit.
Zelebrationsrichtung Es wäre schon sinnvoll, wenn man den Wortgottesdienst an den Sedilien versus populum
feiert – namentlich Lesungen und Evangelium werden zum Volke hin verkündet – während sich der Priester
ab dem Gabengebet zusammen mit der Gemeinde eine Richtung bildend dem Kreuz zuwendet. Die eine Gebetsrichtung
ist als Symbol nicht zu unterschätzen. Überdies könnte man den Wortgottesdienst mit einer eher „lehrhaften“
Ausrichtung vom eucharistischen Teil der Messe auch durch die Stellung des Zelebranten von einander absetzen.
Man würde mit dieser Konzeption kein liturgisches Gesetz brechen; eine Verpflichtung zu einer bestimmten
Zelebrationsrichtung existiert nicht, diese ist vom Zelebranten de iure frei wählbar. In der Praxis ist
dies flächendeckend kaum durchzusetzen. Das angesprochene Altarkreuz, das natürlich der Größe des
Zelebrationsaltares entsprechen muss, dürfte von vielen Priestern ebenso abgelehnt werden. Für viele
ist die Zelebration „versus populum“ genauso zur Ideologie geworden wie für Hardcoretradis die entgegengesetze
Richtung. Selbst ein Altarkreuz wird als Schmälerung empfunden. Reformen sind hier nur sehr schwer durchzuführen;
zu stark wiegt gerade bei den älteren Klerikern die Furcht, man könne so eine Errungenschaft des Konzils
zunichte machen, die eine solche gar nicht ist. Denn SC macht zur Zelebrationsrichtung keine Aussage.
@HBR – wo ist Mitte? Wo ist denn für Sie die Mitte???? Am Mahltisch – womöglich noch halbrund von der
Gemeinde umkreist? Messdiener hinter dem Preister stehend – damit ist der Priester im NOM am „Volksaltar“
räumlicher und handelnder „Mittelpunkt“ der Messe – ob er will oder nicht. Oder der Priester vor dem
Altar – in gemeinsamer Anbetungsrichtung mit den Gläubigen, deutlich zurückgenommen, leise betend, ganz
handelnd in personam Christi, alle persönlichen Marotten zurücklassend?
Fundamentale Unterschiede Das ist ja nicht zu glauben, diese fundamentalen Unterschiede der traditionellen
dominikanischen zur gewöhnlichen römischen Messe. Das ist einfach atemberaubend, diese unglaubliche
Möglichkeit der Vielfältigkeit. o^/ o^/ o^/ Danke Komma für den gewährten Einblicke in die Eigenheiten
der dominikanischen Messfeier. :(3 :(3 :(3
Die Zelebration des Priesters im überlieferten Römischen Ritus stellt den Priester nirgendwo in den
Mittelpunkt, sondern dieser ist nur Diener der überlieferten Liturgie. In N.O.M.-Kreationen haben wir
all das, was der Priester nicht sein sollte, nämlich als ob es an diesem wäre, die Messe zu machen.
@ HBR Wieso hebt es den Priester heraus, wenn er in die gleiche Richtung betet wie alle anderen? Warum
hebt es ihn nicht heraus, wenn er der einzige ist, der eine andere Blickrichtung hat? Wie soll das zu
erklären sein? P.S.: Bitte das „noch ein“ nicht vergessen, sonst kläfft die alte Tutwurst LandorganistII
wieder rum!
@Landorganist Gerade die Zelebration des Priesters mit dem Rücken zur Gemeinde stellt ihn ja wieder in
den Mittelpunkt. Außerdem ist der Gedanke der Liturgiereform gewesen, dass sich die Gemeinde zusammen
mit dem Priester als Mahlsgemeinschaft um den Altar herum zum Messopfer sammelt.
@ HBR Der Priester steht nicht im Mittelpunkt der Feier Danke, HBR, dieser Satz ist zu 100% richtig. Deshalb
muss ihm die Rolle des Showmasters, des Gastgebers an seinem Tisch, genommen werden. Er muss gleich den
anderen Gläubiger sein und alle treten gemeinsam hin an den Altar. Das Frontale gegenüber, die Lehrer-Klasse-Positionierung
hat in der Kirche nichts zu suchen. Warum ziehen Sie aus ihrem richtigen Satz die falschen Schlüsse?
Diese Feststellung ist das richtige Argument für die Rückänderung der Zelebrationsrichtung!
Noch so ein Nostalgiker In der Neuen Messe möchte der Dominikaner wenigstens die Zelebrationsrichtung
korrigieren. Gleichzeitig glaubt er, daß das „wohl in der Regel“ angeblich nicht möglich sei. Wozu sollte
die Zelebrationsrichtung geändert werden. Der Priester steht nicht im Mittelpunkt der Feier. Außerdem
ist es wichtig, dass die Gläubigen sehen, was vorne abgeht. Dann sollten die Priester wenigstens ein
Kreuz auf den Mahltisch stellen. So handhabe es auch der Heilige Vater. Der Schreiberling scheint keine
Ahnung vom Katholizismus zu haben. Sonst wüßte er, dass es in der katholischen Kirche keinen „Mahlstisch“,
sondern einen Altar gibt. Der Ausdruck „Mahlstisch“ disqualifiziert den Autor als kirchlich unbewandert.
Dabei könne der Zelebrant angeblich ignorieren, daß er zum Volk hin zelebriert. Was für ein Schmuh.
Wozu muss man ignorieren, wenn man die Messe zur Gemeinde hin zelebriert?