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Freitag, 10. Oktober 2008 15:54
Der Jakob hat einen flotten Dreier gemacht
Wie kann man eine triebfixierte Sexualität ohne Liebe stimulieren? Am besten mit einem biologistischen Sexualkundeunterricht ohne Wertevermittlung. Von Hubert Hecker.
Jakob mit seiner Lieblingsfrau Rahel nach einer Dartellung des italienischen Malers Palma il Vecchio (†1528)
Jakob mit seiner Lieblingsfrau Rahel nach einer Dartellung des italienischen Malers Palma il Vecchio († 1528)
(kreuz.net) Der Rattenschwanz von unzüchtiger Aufklärung, Pornographie und Gewalt, die auf Kinder und Jugendliche einprasselt, stößt mehr und mehr auf Kritik.

So sagte Frank Schirrmacher – Herausgeber der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ – in seiner Dankesrede für den Jacob-Grimme-Preis Deutsche Sprache in Kassel 2007:

„Was Kinder und Jugendliche heute unkontrolliert sehen können, ist pornographischer und gewalttätiger Extremismus, wie ihm niemals zuvor eine Generation ausgesetzt war, und gegen den man sich, zumindest als Jugendlicher, nicht immunisieren kann.“

Gebrauchsanweisung für Körperteile
Der Primas der Benediktiner, Abt Notker Wolf, nennt die gängige Aufklärung eine „Gebrauchsanweisung für Körperteile“:

„Da werden Kinder von Erwachsenen mißbraucht, die Lebensfreude zum Preis von Schleuderware verkaufen zu müssen meinen.“

Der Frankfurter Politologe Iring Fetscher empört sich, wie die Medien eine unmenschliche Sexualität ohne Liebe propagieren, die dann Jugendliche vergröbert und verroht nachahmen.

Sogar die Illustrierte ‘Stern’, die seit vierzig Jahren maßgeblich schuld an der Pornographisierung der deutschen Gesellschaft ist, zeigte plötzlich Betroffenheit über das Ausmaß, in dem Kinder und Jugendliche mit Pornographie zugemüllt werden.

Allgemeine Pornoverseuchung
Nach einer Studie der Universität Landau gaben zwei Drittel der Befragten zwischen elf und neunzehn Jahren an, schon einmal pornographische Bilder gesehen zu haben, die sie auch detailliert beschreiben konnten.

Etwa jeder Sechste gestand, schon sogenannte harte Pornographie im Internet gesehen zu haben.

Die sexuelle Verwahrlosung wird mit geballter Medienkraft durchgesetzt: Talk-Shows am Nachmittag mit gepiercten Müttern, die es mit Freunden ihrer Töchter treiben, und Pornos am Abend.

Die Medien vermitteln Kindern und Jugendlichen die Geschlechterbeziehung Erwachsener mehr und mehr mit pornographischen Bildern und tierischen Reaktionsmustern.

Liebesgefühle werden von Jugendlichen vielfach nicht mehr entdeckt, sondern als Sexualität in pornographischer Form durchs Zuschauen gelernt.

Kinder reden wie Erwachsene
„Von frivolen Erwachsenen als »One night stand« eitel eingestandene Affären werden jungen Leuten als nachahmenswert“ hingestellt – so Iring Fetscher.

„Die Kinder sind voll mit pornographischen Bildern, die sie nicht mehr aus dem Kopf herausbekommen“ – ergänzt die Berliner Sozialarbeiterin Gabriele Heinemann.

Diese Bilder belasten die Seelen junger Menschen über Jahre hinweg.

Oftmals speichern Kinder Bilder triebhafter Sexualität schon vor der Pubertät – und reden wie Erwachsene darüber:

Im Religionsunterricht der sechsten Klasse hat ein Mädchen im Stammbaum der Patriarchen entdeckt, daß bei Jakob zwei Frauen eingetragen sind und fragt nach dieser Besonderheit.

Noch vor der Erklärung des Lehrers ruft ein Elfjähriger in die Klasse: „Der Jakob hat einen flotten Dreier gemacht.“

Ein anderer Schüler erklärt das Marienfest der Unbefleckten Empfängnis so: „Maria hatte mit Josef keinen Sex.“

Sexualität ohne Liebe
Oft besteht das von den Medien gemachte Weltbild vieler Kinder in der Vorstellung, daß die Beziehung zwischen Mann und Frau ausschließlich sexuell bestimmt ist.

Die Schule verstärkt häufig die kranke Fixierung der Medien auf eine triebhafte Sexualität.

Sogar in Politikbüchern werden Dreizehnjährige mit sexuell aufreizenden Bildern konfrontiert.

Der biologistische Sexualkundeunterricht ohne Wertevermittlung stimuliert ebenfalls eine triebfixierte Sexualität ohne Liebe.

Oftmals werden Werte wie Schamgefühl und Selbstdisziplin als altjüngferlich hingestellt und die Schüler auf eine tierische Lust- und Selbstbefriedigung hin orientiert.

Angesichts der grenzenlosen angeblichen Enttabuisierung der Sexualität wirkt eine solche Sexualerziehung häufig als Türöffner für die mediale Pornographiewelt.

Es fehlt an Reife
Wichtiger als die Vermittlung von wertfreiem Wissen über sexuelle Organe und Praktiken wäre eine Erziehung zur affektiven und sittlichen Reife, die für eine geschlechtliche Beziehung unabdingbar ist.

In der Pubertät und beim Heranwachsens sind Tugenden wie Schamhaftigkeit, Keuschheit und Selbstbeherrschung der beste Schutz, den Erzieher ihren Zöglingen mit auf den Weg geben können.

Denn im Dschungel der sexualisierten und pornographisierten Mediengesellschaft lauern viele Bestien.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 316 Lesermeinungen:
Mittwoch, 12. November 2008 17:20
Oba †: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 12. November 2008 16:08
Zoellibat †: Von der Redaktion entfernt
Montag, 13. Oktober 2008 19:55
MartinBieger: @Rabanus
Da könnte was dran sein.Es gab hier schon lange keinen Hetzartikel gegen Schwule mehr.
Montag, 13. Oktober 2008 19:46
Rabanus †: Haben die
neue Leute in der Redaktion???? Etwa Schwule und Sodomisten??????
Montag, 13. Oktober 2008 19:44
MartinBieger: Tja Rabanus
Hier geht eben alles seinen Katholischen Gang
Montag, 13. Oktober 2008 19:24
Rabanus †: Gibts bei kreuz.net schon wieder enn flotten Dreier?
Det is ja noch enn schlimmerer Sauhaufen als ich ohnehin schon dachte!
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