Paedophilie
Angeblichen Mißbrauchsfälle häufen sich
In Deutschland wurde erneut ein Geistlicher des sexuellen Mißbrauchs angeklagt. Wie in diesen Fällen üblich wurde er bereits vor dem Vorliegen der Untersuchungsergebnisse als Schuldiger behandelt.
Die Medienkonzerne stellen Priester unter Generalverdacht der Pädophilie.
Die Medienkonzerne stellen Priester unter Generalverdacht der Pädophilie.
(kreuz.net, Bad Neustadt) Ein 71 Jahre alter Ordenspriester soll angeblich zwischen 1972 und 1976 in einem kirchlichen Internat in der Stadt Bad Neustadt – 62 Kilometer nordöstlich von Würzburg – angeblich Minderjährige sexuell mißbraucht haben.

Davon berichtete die Würzburger Tageszeitung ‘Main-Post’ am Donnerstag.

Am 27. August sei eine entsprechende Anzeige eines ehemaligen Internatsschülers und jetzigen Theologen (50) eingegangen – sagte Pater Michael Baumbach von der Leitung der Ordensgemeinschaft der Missionare von der Heiligen Familie (MSF) in Mainz:

Der – als unschuldig zu betrachtende – Geistliche wurde nach Angaben von Pater Baumbach „selbstverständlich“ von allen Aufgaben und Diensten entbunden.

Zuletzt war er in einem Altenheim in Nordrhein-Westfalen als Seelsorger tätig. Gegenwärtig lebe er in einem Kloster.

Der Pater geriet erstmals in seinem Leben in einen solchen Verdacht: „Für uns alle sehr überraschend“ – erklärte Pater Baumbach.

Eine Nachfrage in den Bistümern, in denen der Pater eingesetzt war, habe keine Hinweise auf weitere mögliche Taten erbracht.

Die ‘Main-Post’ berichtete mit Berufung auf Behauptungen des Anklägers, daß der verdächtige Pater – angeblich – abends oder nachts in den Schlafsaal des Internats gekommen sei und sich an Jungen vergangen habe.

Der Ankläger behauptet, selber kein Mißbrauchsopfer zu sein. Er habe die Angriffe abwehren können, „andere aber nicht“.

Er halte es nach einem langen Schweigen für „wichtig“, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Kontakt zu Betroffenen, die damals etwa zehn Jahre alt gewesen seien, habe er nicht.

Jetzt wurde eine kirchliche Ermittlungskommission, die aus einer ehemaligen Kriminalkommissarin und einer Kirchenrechtsprofessorin besteht, eingesetzt.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden um den 21. Oktober erwartet.

Darüber hinaus sei die Staatsanwaltschaft am derzeitigen Wohnort des Geistlichen eingeschaltet worden.

Es ist unklar, ob die angeblichen Taten verjährt sind. Der Schweinfurter Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt sagte vor der Presse, die Frage der Verjährung hänge von der Schwere der Taten ab.

Erst Ende Juli hatten ehemalige Schüler eines Bamberger Internats einen 63 Jahre alten Domkapitular des Erzbistums Bamberg beschuldigt.

Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur ‘APA’ fanden sich gegen ihn jedoch keine Anhaltspunkte.
      
56 Lesermeinungen
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#56   MartinBieger   18:56:30 | Montag, 13. Oktober 2008
Ich möchte ja auch nicht
die ganze Priesterschaft und Seminaristen über einen Kamm scheren.
dann fragt man sich als gläubiger Christ ganz schnell ob man sich nicht in der Tür geirrt hat.
Das frage ich mich hier jeden Tag.
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#55   Elijahu †   18:50:24 | Montag, 13. Oktober 2008
Die würden ganz schnell ersetzt werden durch Nichtperverse
„Hätte die RKK dann mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen.“
Ich kenne nicht wenige aufrechte Priesteramtskandidaten und Priester, die aufgrund der skandalösen Zustände in den Seminaren und Diözesen das Handtuch geschmissen haben.
Wenn abends die schwulen Seminaristen zusammen mit der Seminarleitung in Lack und Leder gemeinsam in eine Schwulenkneipe ziehen (so geschehen in einem berüchtigten Seminar in den USA), dann fragt man sich als gläubiger Christ ganz schnell ob man sich nicht in der Tür geirrt hat.
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#54   MartinBieger   18:27:08 | Montag, 13. Oktober 2008
Ber andererseits
Entfernt man die Homos aus der Priesterschaft, fallen 90% der dokumentierten Missbrauchsfälle weg.
Hätte die RKK dann mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen.
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#53   Elijahu †   18:21:15 | Montag, 13. Oktober 2008
Homosexuelle Vergewaltigung nicht Pädophilie
Hier handelt es sich, wie bei über 90% aller Missbrauchsfälle in der Kirche, nicht um Pädophilie. Hier hat ein erwachsener Mann männliche Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren vergewaltigt, das ist homosexuelle Vergewaltigung nicht Pädophilie.
Die Ursache für die Missbrauchsskandale in der Kirche ist nicht das Zwangszölibat, sondern die Tatsache dass die Bischöfe nichts gegen die homosexuelle Subkultur in ihren Priesterseminaren und Bistümern tun. Entfernt man die Homos aus der Priesterschaft, fallen 90% der dokumentierten Missbrauchsfälle weg.
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#52   Amanda   18:06:12 | Montag, 13. Oktober 2008
@joberens
Nochmal gaaanz langsam zum Mitschreiben, Herr Berens:
Pädophile sind und bleiben Pädophile. Sie werden es nicht erst durch den Priesterzölibat.
Capito??
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#51   Quaestor †   15:42:38 | Montag, 13. Oktober 2008
Der Brüller des Tages!!!!
www.kreuz.net/bookentry.3267.html
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#50   kritischerbeobachter   13:34:04 | Montag, 13. Oktober 2008
Da schwafelt einer von „Riesenproblemen“.
Wie hoch ist jedoch die Quote von vertuschten Delikten an Kindesmißbrauch in den „normalen Familien“?
Schon mal darüber nachgedacht, Orgler Berens?
Auch innerhalb sehr schön scheinener Familien gibt es Kindesmißbrauch.
Ich will keinesfalls den Mißbrauch an Kindern durch Klerikern billigen. Wie könnte ich auch.
Aber auch – und die Dunkelziffer ist erheblich groß – in vielen sogenannt „normalen Familien“ gibt es Mißbrauch. – Unerkannt – verschwiegen und sonstiges.
Nicht nur einseitig denken, joberens. Aber offenbar hast du deine Scheuklappen – und rechts und links erkennst du garnichts.
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#49   joberens   13:28:58 | Montag, 13. Oktober 2008
Amanda
Es gibt aber auch viele, die Riesenprobleme damit haben und sich ihre eigene, persönliche Lösung suchen.
Da dürfte jedenfalls jede besser sein, als sich da an Kindern zu vergehen.
Josef Berens
als einfacher, denkender Katholik
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#48   kritischerbeobachter   13:27:17 | Montag, 13. Oktober 2008
Solange es in den leitenden Strukturen …
homosexuelle Typen gibt, die unmissverständlich auch ihre pervers-homosexuelle Neigung innerhalb der Priesterausbildung (Studium, Seminar etc.) kundtun, kann aus dem katholischen Klerus nichts Neues wachsen.
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#47   Amanda   10:10:16 | Montag, 13. Oktober 2008
@Quaestor
Was, Aleph ist zurückgekehrt?
@joberens:
Ich kenne genügend Priester, die den Zölibat eben nicht als „unsinnige Menschseinsbeschneidung“ ansehen…
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#46   Colombe de la paix   10:07:49 | Montag, 13. Oktober 2008
Hallo Herr Hauptkommisar
Hier für DIch , klappte gerade nicht!
de.youtube.com/watch?v=Z6ccK6_Pz3k
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#45   joberens   10:06:54 | Montag, 13. Oktober 2008
ortwin fischer
Sicherlich werden die Fälle nicht abnehmen und eher zunehmen, denn der Sexualtrieb ist bekanntlich einer der stärksten und wenn er nicht normal gelebt werden kann, kommt es zu diesen schrecklichen Dingen.
Laßt die Priester endlich normal leben, dann werden diese Fälle auch automatisch abnehmen.
Amtskirchlich sollte man doch endlich die Unsinnigkeit des Pflichtzölibats zu erkennen versuchen
Josef Berens
als einfacher, denkender Katholik
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#44   Quaestor †   00:53:50 | Montag, 13. Oktober 2008
Die Redaktion hat heute die ungerechtfertigte Sperrung von aleph zurückgenommen! Das ist gut so!!!
Ebenso wie aleph hat exodus sich gegen die Verbreitung von volksverhetzenden, nazistischen postings eines carlosroberto durch kreuz.net eingesetzt und wurde dafür gesperrt!
Deshalb fordere ich analogerweise die Rücknahme der Sperrung von
exodus!!!
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#43   Rabanus †   00:12:36 | Montag, 13. Oktober 2008
Komisch!
Die zentrale Zensurbehörde von kreuz.net hat bei diesem Thema das „angeblich“ gestrichen! Haben die einen neuen Chef??????
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#42   Ortwin Fischer   21:08:21 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Angebliche Mißbrauchfälle häufen sich
„In Deutschland wurde erneut ein Geistlicher des sexuellen Mißbrauchs angeklagt. Wie in diesen Fällen üblich wurde er bereits vor dem Vorliegen der Untersuchungsergebnisse als Schuldiger behandelt.“
Lesen Sie eigentlich, was Sie schreiben? Im 1. Artikel berichten Sie von „angeblichen Mißbrauchfällen“ und beklagen, dass man vor dem Vorliegen des Untersuchungsberichtes von „Schuldigen“ spricht, 3 Berichte weiter heißt es dann, dass ein Homopater – es ist derselbe, von dem im 1. Artikel berichtet wird! – die Taten gestanden habe.
In der Bibel steht zwar, das die Linke nicht wissen soll was die Rechte tut, das heißt aber nicht, dass Sie – wenn sie einen Artikel einsetzen – nicht mehr wissen dürfen, was drei Artikel zuvor berichtet wurde.
Seltsames Gebaren!
Ortwin Fischer
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#41   joberens   20:11:40 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Eine unsinnige Menschseinsbeschneidung
Man sollte da nicht zu sehr die Priester verurteilen sondern eher die, die versuchen Mitmenschen etwas aufzuzwingen, was vollkommen gegen die menschliche Natur ist und daher auch kaum einzuhalten ist.
Das Pflichtzölibat ist eine mit nichts zu begründende, von Menschen erfundene, keinen Sinn machende, nicht selten sogar mit erheblichen Problemen verbundene, enorme Menschseinsbeschneidung und aufgezwungenes Opfer bei dem es fraglich ist, ob es überhaupt gottgefällig oder, vielleicht sogar eher dem Willen Gottes widerspricht und allein Eigeninteressen und der persönlichen Befriedigung und dem Genuss derer dient, die Priesteramtsberufungen so etwas sinnloses aufzuzwingen versuchen.
Auch bei uns dürfte es, wie in der evangelischen Kirche, genügend Berufungen geben, die aber den Unsinn und die Problematik dieser Menschseinsbeschneidung zu erkennen scheinen, entsprechend reagieren und sich nicht mehr in diese Falle der Menschseinsbeschneidung locken lassen. So ist das Pflichtzölibat in der aufgeklärten Welt, leider, aber durchaus verständlicherweise, nur noch abstoßendes, unsinniges Priesterverhinderungsgesetz.
So ist es auch durchaus verständlich, wenn Eltern ihren Söhnen abraten sich diesen Unsinn aufschwanzen zu lassen.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#40   juergen   17:56:51 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@sexychrist
Ja hat er,
darauf wurde hier im 13:00 Uhr auch schon hingewiesen.
…chten.bistum-wuerzburg.de/…chrichten/index.html?f_action=show&…
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#39   sexychrist   17:37:25 | Sonntag, 12. Oktober 2008
laut mehrerer Nachrichten-Portale…
… hat der betroffene Priester bereits gestanden.
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#38   petrusbinsfeldus   16:15:11 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@ Elijahuh
Aber Sie haben wohl den Tenor dieses Artikels übersehen, der auch sonst immer hier vorherrscht, wenn dieses Thema angesprochen wird: „Das kann ja gar nicht wahr sein und ist blos Verleumdung…(Bei Fällen in den USA wäre noch anzufügen:„um Schadensersatz zu kassieren“)“
Also bitte!
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#37   HeinrichvonOfterdingen   16:15:06 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Lieber Walderer,
nein, aber es gibt im Gegenteil Leute, die von einem staatlichen Gericht rechtskräftig verurteilt sind und vor Gott zumindest wegen dieser Sache schuldlos sind. Es gibt Gesetze, die einen nicht im Gewissen verpflichten.
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#36   Confiteor   16:12:58 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Wieder einmal…
^-^ :-$ :-P o.O :-O :-S :-| :-# o^/
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#35   Elijahu †   16:11:49 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Schon wieder ein homosexueller Missbrauchsfall
Da schau einer her. Das kommt davon, wenn man Perversitäten im Namen einer teuflisch verzerrten falschen Toleranz und Nächstenliebe duldet.
IHR SOLLT DAS BÖSE WEGSCHAFFEN AUS EURER MITTE.
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#34   Franz Kappes   15:49:51 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@walderer
Wir sind alle Sünder.
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#33   walderer   15:47:25 | Sonntag, 12. Oktober 2008
wer nicht…
von einem staatlichen gerichtshof verurteilt ist, gilt ja auch vor gott nicht als sünder …
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#32   juergen   15:40:27 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Unschuldig
Dann ist der Priester also unschuldig, weil es keine Strafverfolgung mehr gibt?
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#31   timpressum †   15:27:24 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Unschuldig
Selbst mit einem Geständnis hat ein mutmaßlicher Täter als unschuldig de.wikipedia.org/…i/Unschuldsvermutung zu gelten, bis er von einem staatlichen Gerichtshof verurteilt worden ist!
Alles andere ist BILD-Zeitungsniveau!
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#30   Franz Kappes   15:08:14 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Die Strafe
… hat er in meinen Augen bereits erhalten.
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#29   pneumat   15:06:33 | Sonntag, 12. Oktober 2008
die Rahmenbedingungen
„Bleibt nur zu hoffen, dass dieser „Geistliche“ möglichst bald einer Bestrafung zugeführt wird“
Vielleicht sollte eher die römische KK-Bürokratie verurteilt werden, die die Rahmenbedingungen wider die Apostolische Überlieferung für solche Fälle schafft und die die Weihe von kranken Pädo-, Homophilen und anderen Perversen fördern?
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#28   Heinz Josef   15:05:59 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Selbstverständlich ist der Täter schuldig!
Er muss aus dem Verkehr gezogen werden. Eine Suspendierung vom Priesteramt scheint geboten. Die Verbrechen müssen gesühnt werden, die Opfer müssen unterstützt werden. Verbrechen bleibt Verbrechen. Der Schuldige muss zur Verantwortung gezogen werden, selbst dann wenn eine strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist. Wenn der Staat nicht mehr tätig wird muss es die Kirche tun!
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#27   juergen   15:00:23 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Urteil
…vorab das öffentliche Urteil feststeht
Und was mancht man in diesem Fall, wo es wohl kein öffentliches Urteil geben wird, weil die Sache allem Anschein nach verjährt ist?
Gilt der Täter weiterhin als unschuldig, weil es kein Urteil gibt. o.O
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#26   Heinz Josef   14:54:19 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Es geht nicht um falsche Verdächtigungen,
sondern um voreilige Verurteilungen. Das der Priester schuldig ist, ist nach seinem Geständnis auch ohne Verurteilung anzunehmen. Das Problem von voreiligen Verurteilungen haben wir unabhängig vom hier vorgetragenen Fall. Nicht nur bei Priestern sondern ganz allgemein. Die Frage ist, ob der Grundsatz der Unschuldsvermutung in der Öffentlichkeit noch gilt oder ob je nach Art des Vorwurfs schon vorab das öffentliche Urteil feststeht.
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#25   walderer   14:44:10 | Sonntag, 12. Oktober 2008
nochmal…
zum mitschreiben: der in diesem fall beschuldigte priester hat die taten eingestanden! warum führt ihr hier ungeachtet dessen weiter eine diskussion um falsche verdächtigungen?
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#24   Heinz Josef   14:34:55 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Es bleibt immer etwas hängen!
Es geht doch vielmehr darum, daß die Gesellschaft Menschen wirklich als Unschuldige behandelt, wenn diese flasch verdächtigt wurden!
Eine absichtliche Falschverdächtigung ist nicht umsonst eine Straftat die entsprechend bestraft wird!
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#23   HeinrichvonOfterdingen   14:33:24 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Lieber timpressum,
bis zur Verurteilung ist jeder als unschuldig zu betrachten.
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#22   timpressum †   14:31:56 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Völlig normal…
Wenn ein Buchhalter in den Verdacht gerät, eine Unterschlagung begangen zu haben, wird er von seinen Aufgaben entbunden, bis sich die Vorwürfe als wahr oder falsch herausgestellt haben. Dementsprechend folgt seine Wiedereinsetzung oder seine Entlassung.
Ebenso wird mit einem Geistlichen verfahren – was ist daran so skandalös? Es geht doch vielmehr darum, daß die Gesellschaft Menschen wirklich als Unschuldige behandelt, wenn diese flasch verdächtigt wurden!
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#21   Heinz Josef   14:11:34 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@HBR: andere Maßstäbe
Es ist nunmal so, dass an einen Geistlichen andere Maßstäbe anzulegen sind, als bei einem Laien!
Wenn ein Priester oder Ordensmann einen sexuellen Übergriff begeht wiegt das für mich doppelt schwer. Solche Personen haben eine Vertrauensstellung und Mißbrauchen diese auf schändliche Weise. Für mich muss sich das auf das Strafmaß verschärfend auswirken. Der Unterschied ist für mich aber nicht Priester / Laie sondern die Frage, ob jemand seine besondere Verrauensstellung ausnutzt. Über eine solche Stellung verfügen auch Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Erzieher, Trainer. Ich gebe Ihnen aber Recht das die Stellung des Priesters noch darüber hinaus geht. Nicht nur der Mißbrauch der Vertrauensstellung sondern auch der Umstand, dass ein Priester sexuelle Enthatsamkeit öffentlich bei der Weihe verspricht. Der Anspruch an sich selbst und an die Gläubigen ist so hoch, dass das entgegengebachte Vertrauen um so höher ist. Diese Personen zerstören Seelsoge auch der Priester die nie auch nur andeutunsweise mit unreiner Absicht auf Menschen zugehen.
Dennoch wissen wir, dass Personen durch falsche Verdächtigungen zerstört werden können. Ich weiß von einem Priester der bedroht wurde, wegen Mißbrauchs angezeigt zu werden, weil er lediglich die Einhaltung der Hausordnung durchsetzen wollte.
Priester müssen sehr vorsichtig sein um sich nicht angreifbar zu machen.
Umgekehrt kenne ich auch Mißbrauchsopfer die von diözesanen Stellen nicht ernst genommen wurden.
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#20   HeinrichvonOfterdingen   13:59:54 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Lieber Jürgen,
im Prinzip richtig aber: Die Verjährung schließt die Ahndung der Tat und die Anordnung von Maßnahmen (§ 11 Abs. 1 Nr. 8) aus. (§ 78 StGB)
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#19   juergen   13:25:52 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Verjährt
Missbrauchsfälle durch Missionspater laut Ermittlern verjährt
Zudem liegt keine Strafanzeige gegen den Geistlichen vor
–-> www.aschaffenburg24.de/default.aspx?ID=4815&showNe…
:-P
Ich dachte, daß sei ein Offizialdelikt, wo die Staatsanwaltschaft ermitteln muss, sobald sie Kenntnis davon hat.
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#18   HBR   13:04:57 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Walderer
Damit zeigt sich einmal mehr, dass +.net offenbar bedenkliche Solidarität mit solchen Leuten zeigt. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser „Geistliche“ möglichst bald einer Bestrafung zugeführt wird. Solche Leute sind eine Schande für die Kirche und den ganzen Priesterstand
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#17   walderer   13:00:41 | Sonntag, 12. Oktober 2008
er hat bereits gestanden!
wortlaut einer pressemitteilung seines ordens: „Der Ordenspriester hat den mehrfachen sexuellen Missbrauch eingestanden.“ damit erübrigt sich die leidliche diskussion. nachzulesen hier: pressemitteilung der missionare von der hl. familie …chten.bistum-wuerzburg.de/…chrichten/index.html?f_action=show&…
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#16   juergen   12:57:49 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@ H. v. O.
Die Zeitungsseite ist ja interessant und aufschlussreich.
Das Bistum Münster gesteht also zu, daß innerhalb von nur 4 Jahren alleine im Bistum Müster:
– 2 Diözesanpriester
– 1 Ordenspriester
– 5 Ordensbrüder
verurteilt wurden.
Ferner bei
– 1 Diözesanpriester
– 2 Ordensbrüdern
noch ein Verfahren anhängig ist.
Im Schnitt gab es also pro Jahr 2 Verurteilungen von Geistlichen alleine in einer Diözese.
:-!
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#15   HBR   12:44:35 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Heinz Joseph
Ich habe damit nicht gesagt dass dieser Priester unschuldig ist. In unserer Gesellschaft haben wir uns an Vorverurteilung gewöhnt. Was passiert it denen deren Unschuld sich später herausstellt? Das interessiert anscheinend keine Sau!
Man kann es auch umgekehrt sehen. +.net solidarisiert sich mit dem Verdächtigen in einer Weise, die unanständig ist. Wie Sie richtig schreiben, wissen wir nicht, ob er schuldig ist. Daher ist jede Solidarisierung mit dem Verdächtigen falsch. Die Solidarisierung ist dann angezeigt, wenn er wirklich unschuldig sein sollte.
Es ist nunmal so, dass an einen Geistlichen andere Maßstäbe anzulegen sind, als bei einem Laien!
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#14   HeinrichvonOfterdingen   12:35:46 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Irgendwie kommt uns das alles bekannt vor. Es erinnert an die berühmte Rede des Herrn Dr.
Goebbels vom 28.Mai 1937.
Eine Zeitungsnachricht zum Thema unter diesem Link anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=oaz&….
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#13   sacerdos helveticus   12:30:57 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Zölibatsbruch
Jürgen schrieb :
Wer sich als Priester an Kindern und Jungedlichen vergreift, der darf weiterarbeiten;
wer sich als Priester nicht an den Zölibat hält, wird entlassen.
Offensichtlich wiegt also der Bruch des Zölibatsversprechens in der Kirche schwerer als der Missbrauch von Kindern!
Der Zölibat, wie ihn die Kirche versteht, wird in beiden Fällen gebrochen.
Can. 277 § 1 „die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches zu wahren; deshalb sind sie zu Zölibat verpflichtet…“
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#12   Heinz Josef   12:30:53 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Gelten noch die Grundsätze des Rechtsstates? Unschuldsvermutung?
Einmal mehr kann ich nur verwundert den Kopf schütteln, dass +.net sich solidarisch mit einem Priester zeigt, der des Missbrauchs bezichtigt wird.
oder bedeutet Denuntiation = Schuldspruch?
Ich habe damit nicht gesagt dass dieser Priester unschuldig ist. In unserer Gesellschaft haben wir uns an Vorverurteilung gewöhnt. Was passiert it denen deren Unschuld sich später herausstellt? Das interessiert anscheinend keine Sau!
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#11   HBR   12:20:25 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Warum immer diese Solidarität mit Missbrauchern
In Deutschland wurde erneut ein Geistlicher des sexuellen Mißbrauchs angeklagt. Wie in diesen Fällen üblich wurde er bereits vor dem Vorliegen der Untersuchungsergebnisse als Schuldiger behandelt.
Einmal mehr kann ich nur verwundert den Kopf schütteln, dass +.net sich solidarisch mit einem Priester zeigt, der des Missbrauchs bezichtigt wird. Wenn an den Vorwürfen wirklich was dran ist, wäre der Mann eine Schande für den Priesterstand und gehört seiner schnellen Bestrafung zugeführt. Jeder sexuelle Missbrauch schadet in erster Linie der Kirche
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#10   HeinrichvonOfterdingen   12:09:04 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Lieber juergen,
Wenn die Kirche einen unter Verdacht geratenen Geistlichen nicht mit sofortiger Wirkung beurlaubt bis eine endgültige Klärung der Anschuldigungen vorliegt, gerät sie schnell in Verdacht etwas „vertuschen“ zu wollen. Noch schlimmer freilich, wenn während der Ermittlungen tatsächlich nochmal was passiert.
… man könnte sich ja mal diskret im Altenheim umhören, ob da Greisinnen belästigt wurden. Die scheinen aber selbst dann, wenn die Vorwürfe auf Tatsachen beruhen nicht unbedingt zum bevorzugten Opferkreis des Herrn zu gehören.
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#9   Lutheraner   12:04:49 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Es gibt in der Kirche so viele Ausnahmen, daß sich daraus eine Regel ableiten läßt
In Deutschland wurde erneut ein Geistlicher des sexuellen Mißbrauchs angeklagt.
„Erneut“ – das sagt schon alles!
Der Ruhm, wie alle Schwindelware
Hält selten über tausend Jahre.
W. Busch
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#8   Franz Kappes   11:54:08 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Tagesgebet
„Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“
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#7   juergen   11:51:35 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Korrektur
Ich muß mich korrigieren. Der Pfarrer von dem ich unten sprach, stand nicht wegen Missbrauchs vor Gericht, sondern wegen des Besitzes von Kinderpornos.
www.nw-news.de/…bielefeld/bielefeld/?&cnt=2580762
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#6   Franz Kappes   11:44:39 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@juergen
Bist Du Theologe?
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#5   juergen   11:43:01 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Angeblich
Ein 71 Jahre alter Ordenspriester soll angeblich zwischen 1972 und 1976 in einem kirchlichen Internat in der Stadt Bad Neustadt – 62 Kilometer nordöstlich von Würzburg – angeblich Minderjährige sexuell mißbraucht haben.
Etwas viel „angeblich“ in dem Satz – oder?
Wie in diesen Fällen üblich wurde er bereits vor dem Vorliegen der Untersuchungsergebnisse als Schuldiger behandelt.
Wenn die Kirche einen unter Verdacht geratenen Geistlichen nicht mit sofortiger Wirkung beurlaubt bis eine endgültige Klärung der Anschuldigungen vorliegt, gerät sie schnell in Verdacht etwas „vertuschen“ zu wollen. Noch schlimmer freilich, wenn während der Ermittlungen tatsächlich nochmal was passiert.
Der Umgang mit solchen Leuten ist sowieso etwas eigenartig: vor nicht langer Zeit stand ein Priester wegen Missbrauchs vor Gericht. Gegen Zahlung einer Geldbusse wurde das Verfahren eingestellt und der Priester darf nun als Militärseelsorger arbeiten.
Wer sich als Priester an Kindern und Jungedlichen vergreift, der darf weiterarbeiten;
wer sich als Priester nicht an den Zölibat hält, wird entlassen.
Offensichtlich wiegt also der Bruch des Zölibatsversprechens in der Kirche schwerer als der Missbrauch von Kindern!
:-!
Redaktion benachrichtigen
#4   Franz Kappes   11:09:09 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Marcelus
Frauen meinen es ja immer gut. O:)
Redaktion benachrichtigen
#3   Marcelus   11:01:03 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Die als Kindes- und Jugendlichenmißbraucher Angeklagten
sind auch fast ausschließlich Männer,
obwohl auch Frauen Kinder, Jugendliche und Männer belästigen.
Aber Frauen wird dies auch leichter nachgesehen, auch Lehrerinnen,
und zumindest Frauen sind auch keine Gewalttäter.
Redaktion benachrichtigen
#2   Franz Kappes   10:57:17 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Marcelus
Mißbrauchsfälle, insbesonders von Seiten männlicher Erzieher,
kommen leider in vielen Familien weltweit vor
Du stellt ja Männer unter einen Generalverdacht. Ich finde das entwürdigend. Kannst Du mal Zahlen für Deine These beibringen? Ansonsten fände ich es hilfreich, wenn Du bei solch einem brisanten Thema auf der Hut vor Verallgemeinerungen bist.
Redaktion benachrichtigen
#1   Marcelus   10:28:51 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Mißbrauchsfälle, insbesonders von Seiten männlicher Erzieher,
kommen leider in vielen Familien weltweit vor,
und sind eine Folge der Nichtaufsicht und Nichtkontrolle durch die zuständige Führung der Eltern,
oder selbst von einem despotischen Familienvater verursacht.
Und genauso ist es auch in undisziplinierten und unkontrollierten Ordens- und anderen Kirchenfamilien.
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