Der Papst äußert sich erneut zur Zelebrationsrichtung
Mehr als ein fauler Kompromiß? Ein kleines Kreuzlein auf dem Altar löst die Probleme mit dem nach dem Konzil illegal in die Katholische Liturgie eingeführten protestantischen Mahltisch nicht.
(kreuz.net) In den nächsten Tagen erscheint ein Band der gesammelten Werke von Papst Benedikt XVI. im
Buchhandel.
Michael Karger veröffentlichte für die deutsche Zeitung ‘Tagespost’ eine Rezension.
Die
sechzehnbändige Reihe wird auf Wunsch Papst Benedikt XVI. unter dem Verfassernamen Joseph Ratzinger publiziert.
Als erstes erscheint der 11. Band. Er beinhaltet die Texte über die Liturgie und die Kirchenmusik. Seinen
Hauptteil bildet die Monographie „Der Geist der Liturgie“ aus dem Jahr 2000.
Benedikt XVI. hat für den
Band ein Vorwort geschrieben.
Darin erklärt er, warum die Veröffentlichung seiner Schriften mit der
Liturgie beginnt. Es liege an der „Prioritätenordnung des Konzils“ und auch an seiner eigenen Biographie:
„Die Liturgie der Kirche war für mich seit meiner Kindheit zentrale Wirklichkeit meines Lebens und ist
in der Schule von Lehrern wie Schmaus, Söhngen, Pascher, Guardini auch Zentrum meines theologischen Mühens
geworden.
Als Fach habe ich Fundamentaltheologie gewählt, weil ich zuallererst der Frage auf den Grund
gehen wollte: Warum glauben wir?
Aber in diese Frage war die Frage nach der rechten Antwort auf Gott
und so die Frage nach dem Gottesdienst von Anfang an miteingeschlossen.“
Eine Erfindung der Moderne
Benedikt XVI. bedauert, daß sich die meisten Rezensenten seines Buches „Der Geist der Liturgie“ auf das
Thema der Zelebrationsrichtung beschränkt haben.
Trotzdem schreibt er in dem Vorwort selber erneut zu
dieser Frage:
„Der Gedanke, daß Priester und Volk sich beim Gebet gegenseitig anschauen sollten, ist
erst in der Moderne entstanden und der alten Christenheit völlig fremd.
Priester und Volk beteten ja
nicht zueinander, sondern zum einen Herrn hin.
Deshalb schauen sie beim Gebet in dieselbe Richtung: entweder
nach Osten als kosmisches Symbol für den kommenden Herrn oder, wo dies nicht möglich war, auf ein Apsisbild
Christi, auf ein Kreuz oder einfach gemeinsam nach oben.“
Der Papst freut sich, daß sich angeblich der
Vorschlag durchsetze „nicht neue Umbauten zu machen, sondern einfach das Kreuz in die Mitte des Altares
zu stellen, auf das Priester und Gläubige gemeinsam hinschauen, um sich so auf den Herrn hinführen zu
lassen, zu dem wir alle miteinander beten.“
Aufbau des neuen Buches, des 11. Bandes
Der 11. Band der
Gesamtausgabe über die Liturgie gliedert sich in fünf Teile.
Der erste Teil beinhaltet als Kernstück
die Monographie „Der Geist der Liturgie“.
Der zweite Teil trägt den Titel „Typos-Mysterium-Sakrament“
und enthält Darlegungen über die Sakramente.
Der dritte Teil ist mit „die Feier der Eucharistie – Quelle
und Höhepunkt christlichen Lebens“ überschrieben. Hier werden Einzelthemen wie die Bedeutung des Sonntags,
der Opferbegriff, die Struktur der Messe, die Liturgiesprache, und ähnliche behandelt.
Ferner sind eucharistische
Predigten und vier Betrachtungen zum Fronleichnamsfest enthalten.
Der vierte Teil steht unter der Überschrift
„Theologie der Kirchenmusik“.
Der Titel des letzten Teiles lautet „Weiterführende Perspektiven“. Er
enthält Texte, die unmittelbar nach „Der Geist der Liturgie“ entstanden sind.
Die Bände der Gesammelten
Werke
Die Bände I. und II. der Gesammelten Werke Joseph Ratzingers enthalten die Dissertation über
das Kirchenverständnis beim Heiligen Augustinus († 430) und seine Habilitation über das Geschichts-
und Offenbarungsverständnis beim Heiligen Bonaventura († 1274).
In Band III sind die Schriften über
Glaube und Vernunft sowie über die geistigen Grundlagen Europas gesammelt.
Band IV enthält die Auslegung
des Glaubensbekenntnisses „Einführung in das Christentum“.
Band V behandelt die Schöpfungslehre, die
Anthropologie, die Gnadenlehre und die Mariologie.
In Band VI ist das Jesusbuch des Papstes abgedruckt
sowie Schriften zur Christologie.
In Band VII finden sich die Äußerungen Joseph Ratzingers über das
Zweiten Vatikanum.
Band VIII befaßt sich mit der Ekklesiologie und der Ökumene.
In Band IX stehen
Texte über die Erkenntnislehre und die Hermeneutik.
Der Band X ist den Themen Auferstehung und Ewiges
Leben gewidmet.
Band XI behandelt die Liturgie und die Kirchenmusik.
In Band XII. finden sich die Texte
zum Priesteramt.
Der Band XIII enthält zahlreiche Interviews und Interviewbücher.
In Band XIV sind
die Predigten Joseph Ratzingers veröffentlicht.
Der Band XV ist den autobiographischen Zeugnissen gewidmet.
Im Band XVI ist schließlich eine vollständige Bibliographie der auf Deutsch erschienen Texte Joseph
Ratzingers abgedruckt.
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84 Lesermeinungen
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#86 Freinsberg 15:20:31 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
@ Defensor >>Offensichtlich haben die Hochaltäre in den Bischofskirchen nämlich einen Tabernakel.<<
Hochaltäre in Bischofskirchen sollen schon laut dem alten Caeremoniale episcoporum keinen Tabernakel
haben.
@joberens – Danke, wir haben verstanden Wir sollten doch auch endlich zur Kenntnis zu nehmen versuchen
daß es keinen heiligen Vater auf Erden gibt. Dieser Anspruch dürfte doch Gott allein zustehen. Josef
Berens als einfacher, denkender Katholik Sie beweisen sich und allen Leserinnen/Lesern, daß Sie sich
schon nicht selber für röm.-kath. halten. Danke, wir haben verstanden.
#83 Defensor Fidei 00:19:58 | Dienstag, 14. Oktober 2008
@ Benedikt Das halte ich für diskussionswürdig Wo die Grenze genau gezogen werden muß, ist nur schwer
zu bestimmen. Wenn ein Priester ausdrücklich nur eine Gedächtnisfeier begehen und nicht opfern will,
dann besteht jedenfalls die große Gefahr, daß er auch nicht wandeln möchte. Die Realpräsenz macht
nämlich nur bei der Opfertheologie wirklich Sinn. Da Kreuzesopfer und Meßopfer seinem Wesen nach ja
identisch sind, braucht man in der Messe neben dem primär identischen Opferpriester auch die identische
Opfergabe. Nur hierfür ist die Wandlung in den Leib und das Blut Christi zwingend erforderlich. Für
eine Gedächtnisfeier reicht nun aber auch jede andere Form der Präsenz aus. Es liegt deshalb nahe, daß
ein Priester, der sich von der Meßopfertheologie verabschiedet hat, auch die zwingende Notwendigkeit
der Wandlung nicht mehr erkennt oder sie nicht vollziehen will, weil er darin keinen Sinn mehr sieht bzw.
nicht mehr daran glaubt. Der Wille zur Wandlung und der Wille ein Opfer darzubringen stehen also in einer
Art Wechselwirkung zueinander. Insofern ist die Gültigkeit zumindest höchst fraglich. Wir können uns
nicht mehr absolut sicher sein. Was uns lediglich bleibt, ist die Hoffnung. Was übrigens die Übertragung
des Allerheiligsten in den Bischofskirchen angeht, so gibt es ein Indiz, das die Richtigkeit meiner gestern
geäußerten Vermutung bestärkt. Offensichtlich haben die Hochaltäre in den Bischofskirchen nämlich
einen Tabernakel. Dieser macht aber nur Sinn, wenn er auch verwendet wir…
@ Defensor Fidei Wenn ein Priester nun aber offensichtlich lediglich eine Gedächtnisfeier abhalten will,
ist die Intention höchst fraglich. Das halte ich für diskussionswürdig. Richtig ist, dass der Priester
dann sicher einem Irrtum über die Messtheologie unterliegt. Doch wenn er Brot und Wein in Fleisch und
Blut Jesu Christi wandeln will, so kommt es darauf mE nicht an. Anders würde man sehr wohl die rechte
Messtheologie zur Bedingung für die Gültigkeit des Sakraments machen. Ja, aber die Kommunion gehört
nicht zum Wesen der Meßfeier. Es ist nicht Teil des Opfers, sondern zwingende Folge. Aha. Danke.
ruhrgebietler Wir sollten doch auch endlich zur Kenntnis zu nehmen versuchen daß es keinen heiligen Vater
auf Erden gibt. Dieser Anspruch dürfte doch Gott allein zustehen. Josef Berens als einfacher, denkender
Katholik
der Hlg. Vater hat’s geschnallt – und macht es selber nicht Der Gedanke, daß Priester und Volk sich beim
Gebet gegenseitig anschauen sollten, ist erst in der Moderne entstanden und der alten Christenheit völlig
fremd. Priester und Volk beteten ja nicht zueinander, sondern zum einen Herrn hin. Danke Hlg. Vater für’s
Wort! Bitte als Vorbild genau so auch selber halten!!
Protestantischer Mahltisch Die Idee, dass der Altar dem Mahltisch, wie er in Gemälden die das letzte
Abendmahl Jesu darstellen, entspricht ist mir neu. Hat jemand eine Referenz, dass dies eine „protestantische
Idee“ ist? Ich sagte vorhin: –------------------ Ich kann mich an keinen evanglischen Gottesdienst erinnern,
bei dem der Pfarrer hinter dem Altar steht und von dort in Richtung der Gemeinde zelebriert. Beim Abendmahl
befindet sich der Altar auch nicht im Kreis derer, die das Abendmahl empfangen. Baulich sind alle Altäre
die ich sah monolithische Blöcke, man würde also nicht auf die Idee kommen „sich setzen zu wollen“,
um ein Mahl einzunehmen. In evang. Kirchen befindet sich also ein Altar, auf dem das Mahl bereitet/gewandelt
(nicht substanziell) wird, außerdem werden die Gaben (Kollekte, Erntedank usw.) auf dem Altar dargeboten.
Was ich auch noch nicht an diesem Artikel verstehe ist die Argumentationskette: „Probleme“ in der kath.
Kirche –> „verunreinigte“ Liturgie –> „protestantischer“ Mahltisch. Für beide Kirchen sind spezielle
Ideen spezieller Theologen noch nie zwingend Bestandteil der kirchl. Praxis geworden. Selbst wenn der
Mahltisch eine Idee protestantischer Theologen wäre (Referenz?), erzwingt dies keinerlei Relevanz für
die Evang. Kirche und ganz sicher nicht für die Röm.-Kath. Kirche. Insbesondere gibt es in evangelischen
Kirchen keine Mahltische, sondern Altäre. Was ist denn jetzt das „Problem“, gibt es jetzt keinen Altar
mehr, blickt der Priester falsch herum oder beides?
#76 Quaestor † 00:53:00 | Montag, 13. Oktober 2008
Die Redaktion hat heute die ungerechtfertigte Sperrung von aleph zurückgenommen! Das ist gut so!!! Ebenso
wie aleph hat exodus sich gegen die Verbreitung von volksverhetzenden, nazistischen postings eines carlosroberto
durch kreuz.net eingesetzt und wurde dafür gesperrt! Deshalb fordere ich analogerweise die Rücknahme
der Sperrung von exodus!!!
@ Benedikt Die Intention ist beim Opfersakrament der Willen zur Wandlung der Gaben. Die komplette Messtheologie
zur conditio sine qua non zu machen würde mE zu katastrophalen Ergebnissen führen. Oh, nein. Die konkrete
Meßtheologie ist natürlich nicht erforderlich. Für die rechte Intention muß der Spender aber wenigstens
die Absicht haben, das zu tun, was die Kirche tut. Was die objektive Seite der Intention betrifft, so
genügt die intentio faciendi quod facit Ecclesia. Der Spender braucht also nicht im Detail zu intendieren,
was die Kirche intendiert. Wenn ein Priester nun aber offensichtlich lediglich eine Gedächtnisfeier abhalten
will, ist die Intention höchst fraglich. I.ü. ist ferner erforderlich, daß sich die Intention auch
auf die innere Bedeutung richtet. Wenn der Priester bewußt nicht wandeln möchte, sondern nur eine symbolische
Handlung vollziehen will, so gilt das gleiche.Er leugnet die innere Bedeutung der Sakramente. Schon klar,
aber muss der Priester nicht kommunizieren? Ja, aber die Kommunion gehört nicht zum Wesen der Meßfeier.
Es ist nicht Teil des Opfers, sondern zwingende Folge. Ebenso wie das Passah-Mahl nur Folge des eigentlichen
Opfers war. Ältere Sakramentare enden daher auch oft mit dem Agnus Dei. Abschluß des Opfers ist daher
nicht der Genuß der Opferfrüchte. Auch dauert die Opfertätigkeit nicht bis zur Kommunion fort, wie
es bspw. noch Valentin Thalhofer vermutet hat.
@JoBerens Nimm es mir nicht übel, lieber Josef, aber Du forderst es geradezu heraus. Du hast geschrieben:
Doch die Predigt war sehr lang und trotzdem oder gerade desswegen nichtssagend. Ich hörte Leute sich
unterhalten die sagten, daß er doch endlich aufhören solle, denn es höre ihm ohnehin Niemand mehr zu.
Ist das nicht haargenau Deine Situation hier und anderswo? Man könnte nämlich auch sagen: Doch die Statements
von JoBerens sind sehr lang und trotzdem oder gerade desswegen nichtssagend. Ich lese hier dauernd Stellungnahmen,
die sagen, daß er doch endlich aufhören solle, denn es höre ihm ohnehin Niemand mehr zu. Denk mal darüber
nach, Josef. Wer wie Du im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit (geistigen) Steinen werfen. Auch nicht
auf Bischöfe… Die könnten nämlich auf Dich zurückfallen.
@ Defensor Fidei Gegenfrage: Glauben Sie, daß die Christen vor 1950 zu dumm waren zu erkennen, daß Maria
mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist? Der Vergleich passt meines Erachtens nicht. Erstens
ist die Tabernakelfrage nicht dogmatischer Natur. Und zweitens haben die Christen ja schon lange vor 1950
an die leibliche Aufnahme geglaubt. Das Fest ist doch schon weit über tausend Jahre nachweisbar. Der
Vorwurf richtet sich also nicht an die Christen vor 1570, die sich nie bewußt gegen eine Trennung ausgesprochen
haben, sondern an jene, die heutzutage (aus problematischen Motiven) bewußt eine Trennung fordern. Ich
finde das nicht so problematisch. Man kann den Traditionsbeweis für eine andere Praxis leicht führen.
Während der Messe wird Brot und Wein gewandelt, Christus ist dann real präsent. Durch den Tabernakel
oder eine Monstranz ist die reale Präsenz Christi auf dem Altar schon vorher gegeben. Da liegt mW der
Grund, warum man davon wieder abgekommen ist, wenngleich dies natürlich auch nicht konsequent geschah.
Für die hl. Messe wurde das Allerheiligste m.W. jedoch zum Altar übertragen. Echt? Das ist mir neu.
@ Benedikt Ja das ist auch so etwas… waren die Christen vor 1570 zu dumm, das zu erkennen? Gegenfrage:
Glauben Sie, daß die Christen vor 1950 zu dumm waren zu erkennen, daß Maria mit Leib und Seele in den
Himmel aufgenommen worden ist? Ich glaube es nicht. Mit der Zeit hat sich jedoch herausgestellt, daß
die Praxis des Zusammenlegens angemessen ist. Der Vorwurf richtet sich also nicht an die Christen vor
1570, die sich nie bewußt gegen eine Trennung ausgesprochen haben, sondern an jene, die heutzutage (aus
problematischen Motiven) bewußt eine Trennung fordern. Und was ist mit der Bestimmung über Altäre,
auf denen der Bischof die Eucharistie feiert? In einer Bischofskirche ist der Tabernakel immer schon in
einer eigenen Kapelle aufbewahrt worden. Das lag jedoch am Charakter dieser Kirchen. Wenn das Allerheiligste
um der Ehrfurcht willen nicht auf dem Hochaltar gelassen werden kann, weil wegen der Kunstschätze z.
B. auch Ungläubige in die Kirche kommen, so ist das – falls dies tatsächlich unvermeidlich ist – auch
berechtigt. Für die hl. Messe wurde das Allerheiligste m.W. jedoch zum Altar übertragen.
@ Defensor Fidei Man zweckentfremdet diesen Opferaltar jedoch. Man zweckentfremdet einen Altar durch die
Feier der kirchlichen Liturgie, obgleich man die rechte Intention hat? Wie das? Der Priester muß tun
wollen, was Christus und die Kirche bei der Feier der hl. Messe tun, d.h. er muß sich bewußt als Werkzeug
in den Dienst Christi und der Kirche stellen. Würde der Priester darum im bewußten Gegensatz zur kirchlichen
Lehre nicht ein Opfer, sondern nur eine Erinnerungsfeier an das letzte Abendmahl feiern wollen, wäre
die Messe nicht gültig. Die Aussage halte ich für gewagt. Nach der gängigen Lehre braucht es für das
Sakrament Form, Materie und Intention. Die Intention ist beim Opfersakrament der Willen zur Wandlung der
Gaben. Die komplette Messtheologie zur conditio sine qua non zu machen würde mE zu katastrophalen Ergebnissen
führen. Auch in bezug auf die anderen Sakramente. Wenn ein Priester nicht an die Erbsünde glaubt, sind
dann die Taufen ungültig? Die wesentliche Opferhandlung besteht allein in der Wandlung. Schon klar, aber
muss der Priester nicht kommunizieren? Klar, dass die Wandlung nicht davon abhängig ist, ob der Priester
kommuniziert, aber die Aufnahme der Opferspeise gehört mE zur Messe wesentlich dazu.
@ Benedikt Sie verstehen mich falsch. Ob Mahl- oder Opfertisch erkennt man meist an der Konstruktion.
Trotz alledem kann man jedoch einen Opferaltar (z.B. in der Wieskirche) auch als Mahltisch gebrauchen.
Dadurch macht man diesen Altar aber nicht zum Mahltisch. Man zweckentfremdet diesen Opferaltar jedoch.
Bleibt nur die Frage, was das für eine Intention sein soll Das ist die Frage. Der Priester muß tun wollen,
was Christus und die Kirche bei der Feier der hl. Messe tun, d.h. er muß sich bewußt als Werkzeug in
den Dienst Christi und der Kirche stellen. Würde der Priester darum im bewußten Gegensatz zur kirchlichen
Lehre nicht ein Opfer, sondern nur eine Erinnerungsfeier an das letzte Abendmahl feiern wollen, wäre
die Messe nicht gültig. …bzw nach Kommunion des Celebrans Nach der Kommunion der Priesters auf gar
keinen Fall! Die wesentliche Opferhandlung besteht allein in der Wandlung. Schon von Gregor von Nazianz
stammte der an einen Priester gerichtete Ausspruch: „So lasse denn nicht ab, du frommer Mann, für mich
zu beten und zu flehen, wenn du durch dein Wort den Logos herabziehst, wenn du auf unblutige Weise den
Leib und das Blut des Herrn scheidest, indem du das Wort (= die Wandlungsworte) als Schwert gebrauchst.“
Hier wird ganz deutlich die Lehre von der unblutigen Hinopferung Christi durch die Trennung seines Leibes
und Blutes vermittels der Doppelkonsekration zum Ausdruck gebracht. Auch Thomas verlegte die Opferhandlung
in die Konsekration, vgl. S.th. III 82, 10.
@ josberens Schreiben Sie den Beitrag jetzt unter alle Themen? Brauchen Sie Aufmerksamkeit um jeden Preis?
Beantworten Sie doch mal die Frage, warum Sie derartige Messe überhaupt besuchen, wenn Ihnen das nicht
gefällt. Ansonsten drängt sich der Verdacht auf, dass sie bloß ein wenig polemisieren wollen.
Nochmals zur Jugend Da habe ich heute etwas passendes erlebt. In Schwangau war heute ein großer Gottesdiest
im Freien, zelebriert von Bischof Mixa. Dieser war verbunden mit einer großen Pferdesegnung. Es war von
Beginn bis zum Ende die reinste Show, mit dem Bischof als Superstar, der sich in dieser Rolle auch pudelwohl
und bestätigt zu fühlen schien. Höhepunkte der Theatralik war die Predigt und der Bischofssegen. Vor
diesen Handlungen bekam der Bischof die Mitra aufgesetzt und den Stab in die Handgedrückt. Doch die Predigt
war sehr lang und trotzdem oder gerade desswegen nichtssagend. Ich hörte Leute sich unterhalten die sagten,
daß er doch endlich aufhören solle, denn es höre ihm ohnehin Niemand mehr zu. Der Schlußsegen war
natürlich wieder Show in Perfektion. Ob der Bischof wirklich der Meinung ist, daß sein Segen mit diesem
Zierrat wertvoller ist??? Ob Gott bei derartigem Theater und eiener derartigen Show nicht mitleidig lächelnd
oder gar verärgert weg schauen mag? Wie gesagt es was eine Riesenshow und und Voksfest und mehr konnte
man dem ganzen wirklich nicht abgewinnen. Meine Frau und ich waren einer Meinung daß ein bescheidener
Gottesdienst in einer einfachen Kapelle für die Mitfeiernden und auch für Gott wertvoller sein dürfte.
Josef Berens Als einfacher, denkender Katholik)
@ Defensor Fidei Wer z.B. die Heilige Messe mit einer Intention, wie Gotthard sie unten offenbart hat,
feiert, der nutzt einen Altar als Mahltisch. Davon gibt es heute nur zu viele. Oft genug wird eine solche
Gesinnung ja auch durch sichtbare Zeichen untermauert. Also soll das von der Intention, nicht von der
Altarform abhängen. Man kann also auch den Hochaltar der Wieskirche zum Mahltisch machen. Bleibt nur
die Frage, was das für eine Intention sein soll. Die rechte Intention besteht doch darin, die Wandlung
zu vollziehen. Wenn diese Intention vorliegt, dann ist damit das eucharistische Opfer vollzogen worden
(bzw nach Kommunion des Celebrans). Das kann der Zelebrant sich mE nicht anders, also zB als „Mahlfeier“
vorstellen, weil es eben per Definition ein Opfer ist. Wenn sich also ein Priester die Wandlung als Mahlfeier
vorstellt, so ist das irrelevant, wenn er die Intention hatte, die Wandlung zu vollziehen. „Den Tabernakel
vom Altar zu trennen bedeutet zwei Dinge zu trennen, die nach ihrer Natur vereint bleiben müssen.“ Ja
das ist auch so etwas… waren die Christen vor 1570 zu dumm, das zu erkennen? Und was ist mit der Bestimmung
über Altäre, auf denen der Bischof die Eucharistie feiert? Dort soll sich plötzlich kein Tabernakel
befinden. Das ist alles etwas schwer zu verstehen.
Opfercharakter der Messe geht deutlich aus der Schrift hervor Der Opfercharakter der Messe geht schon
aus den Offenbarungsquellen klar hervor. Zunächst weist die Prophezeiung des Malachias auf ein künftiges
Opfer hin: „Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Völkern,
und an allen Orten wird meinem Namen geopfert und ein reines Opfer dargebracht“ (Mal 1, 11). Die Juden
hatten nur einen Ort, an dem sie rechtmäßig opfern konnten, nämlich den Tempel zu Jerusalem. Für den
Neuen Bund kündigt der Prophet aber ein reines Opfer an, das an allen Orten der Welt gefeiert werden
wird. Auch das Opfer des Melchisedech, der Brot und Wein darbrachte (Gen 14, 18), war ein Vorbild des
Meßopfers. Darum wird Christus „Priester nach der Ordnung des Melchisedech“ genannt (Hebr 6, 20) Christus
gebraucht sodann bei der Einsetzung der Messe Opfertermini: „Der Leib, der hingegeben wird – das Blut,
das vergossen wird zur Vergebung der Sünden“. Diese Ausdrücke stehen im Präsens, beziehen sich also
auf die gegenwärtige Abendmahlshandlung. In der damaligen Zeit hatten alle Religionen ihre Opfer, und
eine Religion ohne Opfer wäre gar nicht vorstellbar gewesen. Daher sprechen auch die ältesten kirchlichen
Schriftstücke immer von der Eucharistie als einem Opfer. So z.B. die Didache (um 100 n. Chr. geschrieben):
„Am Herrentag versammelt euch, brecht das Brot und sagt Dank, nachdem ihr vorher eure Sünden bekannt
habt, damit euer Opfer rein sei“.
@ Benedikt & Gotthard Die Altarweihe war eine äußerst feierliche Messe Mag sein. Ich meinte auch eher
den WJT (bzw.die größte Partnerbörse der Welt) als ganzen. Was ist denn eine Nutzung als Mahltisch
im Vergleich zur Nutzung als Altar? Wer z.B. die Heilige Messe mit einer Intention, wie Gotthard sie unten
offenbart hat, feiert, der nutzt einen Altar als Mahltisch. Davon gibt es heute nur zu viele. Oft genug
wird eine solche Gesinnung ja auch durch sichtbare Zeichen untermauert. Ist das immer so? Soweit ich weiß,
hat sich mit der Zeit das Einmauern in die Mensa mehr und mehr durchgesetzt. In unserer Gegend fallen
mir jedoch auch diverse Kirchen ein, bei denen sich die Reliquien (z.T. sichtbar) unter der Mensa befinden.
@ Gotthard: die Christen benötigen keinen Opferstein mehr … die Grundform des christlichen Altares
ist der Tisch – so einfach… Das Konzil von Trient lehrt: „Wer sagt, in der Messe werde Gott kein wahres
und eigentliches Opfer dargebracht … der sei mit dem Anathema belegt (= ausgeschlossen)“. Ihre Privatmeinung
ist Protestantismus pur. Im übrigen glaube ich kaum, daß die ersten Christen in den Katakomben an gemeinsames
Essen und Trinken gedacht haben, als sie über den Gräbern der Verstorbenen die Messe feierten. die tridentinische
Vorschrift mit dem Tabernakel auf dem Altar war ein Traditionsbruch „Den Tabernakel vom Altar zu trennen
bedeutet zwei Dinge zu trennen, die nach ihrer Natur vereint bleiben müssen.“ (P. Pius XII. auf dem Internat.
Liturgiekongreß 1956)
@noch ein landorganist Oh größenwahnsinniger LandorganistII, hier ist garnichts „ihr Nick“. Halten Sie
mal schön ihre Klappe, ihr Zug ist abgefahren Dummschwätzer …!
Ein guter Weg Bienchen! Der Pfarrer soll es ruhig mal ein halbes Jahr ausprobieren. Die erste hälfte
des Gesetzes betet der Vorbeter, das Volk antwortet mit : Heilige Maria Muttergottes bitte für uns Sünder…
so sind alle beschäftigt.
Bienchen, das sind aber Zustände, die der Kirchenvorstand, die Küster und der Ortspfarrer abändern
könnten! Sie benötigen nur Vorbeter , die kurz vor der Messe ein Gesetz des Rosenkranzes beten, dann
kommt die Ehrfurcht von alleine! UNd die nötige Stille!!!
Biene maja LIebe Biene! Glaubst Du wirklich allen Ernstes, daß Gott sich in den Tabernakel einschließen
läßt?????? Josef Berens als einfacher, denkender Katholik
@ Simpelchen Oh größenwahnsinniger LandorganistII, hier ist garnichts „ihr Nick“. Halten Sie mal schön
ihre Klappe, ihr Zug ist abgefahren, Sie angeblicher Organist. Sie schlagen vielleicht mit Geigen auf
Trommeln, mehr kriegen Sie eh nicht zustande. Ihr Unfähigkeit auf allen Gebieten steckt in jedem Ihrer
Worte. Da können Sie 1000x „Simpel“ schreiben, auf Sie trifft das als Einzigem zu.
Welche Kirche besuchst Du , Bienchen! Kommt bei uns nicht vor. Um Ruhe zu wahren, wird bei uns vor dem
Gottesdienst der Rosenkranz gebetet, da gibt es keine Schwätzer!
bei uns in der Kirche wird so laut geschwätzt Tatsächlich, Biene? Dabei sind die katholischen Katholiken
bei Ihnen in Österreich doch viel katholischer als die Katholiken in Deutschland, oder? Wenn ich nicht
irre, haben Sie diese These gestern aufgestellt bzw. unterstützt. Aber, wahrscheinlich sind die Schwätzer
die deutschen Touris, gell!
#49 Biene Maja 21:12:03 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Colombe de la paix bei uns in der Kirche wird so laut geschwätzt das man sich nicht konzentrieren kann
eine gewisse Stille bedarf es das man Gottesstimme höhrt.
#48 ProChrist 21:08:49 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Altar Ich kann mich an keinen evanglischen Gottesdienst erinnern, bei dem der Pfarrer hinter dem Altar
steht und von dort in Richtung der Gemeinde zelebriert. Beim Abendmahl befindet sich der Altar auch nicht
im Kreis derer, die das Abendmahl empfangen. Baulich sind alle Altäre die ich sah monolithische Blöcke,
man würde also nicht auf die Idee kommen „sich setzen zu wollen“, um ein Mahl einzunehmen. In evang.
Kirchen befindet sich also ein Altar, auf dem das Mahl bereitet/gewandelt (nicht substanziell) wird, außerdem
werden die Gaben (Kollekte, Erntedank usw.) auf dem Altar dargeboten. Die Idee, dass der Altar dem Mahltisch,
wie in Gemälden die das letzte Abendmahl Jesu darstellen, entsprechen soll ist mir neu.
Bienchen, wenn man intensiv , ehrlich betet, bemerkt man so Nebensächlichkeiten nicht! Wer soll wen beim
Beten beobachten, es sei denn , man stellt sich zur Schau mit albernen Gestiken u.ä.
@NocheinLO Es ist schon ein starkes Stück, welchen Blödsinn Sie unter meinem Nick meinen ablassen zu
müssen, Schandtisch, etc. Oh meine Güte, nehmen Sie das Angebot wahr und wohnen der alten Messe am Hochaltar
bei, wann und wo Sie wollen. Aber zwingen Sie nicht Ihre krankhaften und zwanghaften Vorstellungen anderen
auf! Sie Simpel, Sie!
@ josberens Wenn ich das Ganze ein wenig richtig beobachtet habe war die übersiegende Mehrzahl der Menschen
wegen der Show da. Ah, Sie besitzen die Gabe der Seelenschau, interessant. Weswegen waren Sie denn nun
da? Sind Sie nur hingegangen, um sich zu echauffieren?
@ Benedikt Lieber Benedikt. Es war eine schöne Show wie es heute viele gibt und nicht mehr und nicht
weniger. Ach, die Messe ist also „Show“? Und: Warum gehen Sie zu einer großen Messe mit Pferdesegnung
und allem Pipapo, wenn Sie am liebsten Messen in kleinen Kapellen besuchen? Fahren Sie auch ans Meer um
sich dort über das viele Wasser zu beschweren?
@ Defensor Fidei Den Altar vom WJT kenne ich nicht. Diese Veranstaltungen sind mir äußerst suspekt und
ich schaue mir so etwas idR auch nicht an, weil ich mich sonst nur ärgern muß. Oh täuschen Sie sich
nicht. Die Altarweihe war eine äußerst feierliche Messe mit dem australischen Episkopat, Seminaristen
und Ordensleuten. War der WJT nicht im Juli? Wenn Sie bei New Liturgical Movement die Juli-Beiträge aufrufen
finden Sie dort sicher noch Fotos. Wenn ein Altar frei in der Apsis steht, wird er dadurch nicht automatisch
zu einem Mahltisch. Bei kreuz.net offenbar schon. Selbst wenn man also einen frei stehenden Opferaltar
aufstellt, wird er nur zu oft als Mahltisch angesehen oder genutzt. Was ist denn eine Nutzung als Mahltisch
im Vergleich zur Nutzung als Altar? Auch der Unterbau ist von Bedeutung, weil er sehr viel aussagt. Unter
der Mensa befand sich je regelmäßig ein Grab, das auch heute noch die eingebauten Reliquien erklärt.
Ist das immer so? Ich hatte bei einigen Platten dein Eindruck, die Reliquien seien nur dort eingelassen,
nicht mehr im Block darunter (was natürlich urspr. so war). @ josberens[ kursiv]Meine Frau und ich waren
einer Meinung daß ein bescheidener Gottesdienst in einer einfachen Kapelle für die Mitfeiernden und
auch für Gott wertvoller sein dürfte.[kursiv] Warum gehen Sie dann dahin?
Ministrant Einfacher Gottesdienst Da habe ich heute etwas passendes erlebt. In Schwangau war heute ein
großer Gottesdiest im Freien, zelebriert von Bischof Mixa. Dieser war verbunden mit einer großen Pferdesegnung.
Es war von Beginn bis zum Ende die reinste Show, mit dem Bischof als Superstar, der sich in dieser Rolle
auch pudelwohl und bestätigt zu fühlen schien. Höhepunkte der Theatralik war die Predigt und der Bischofssegen.
Vor diesen Handlungen bekam der Bischof die Mitra aufgesetzt und den Stab in die Handgedrückt. Doch die
Predigt war sehr lang und trotzdem oder gerade desswegen nichtssagend. Ich hörte Leute sich unterhalten
die sagten, daß er doch endlich aufhören solle, denn es höre ihm ohnehin Niemand mehr zu. Der Schlußsegen
war natürlich wieder Show in Perfektion. Ob der Bischof wirklich der Meinung ist, daß sein Segen mit
diesem Zierrat wertvoller ist??? Ob Gott bei derartigem Theater und eiener derartigen Show nicht mitleidig
lächelnd oder gar verärgert weg schauen mag? Wie gesagt es was eine Riesenshow und und Voksfest und
mehr konnte man dem ganzen wirklich nicht abgewinnen. Meine Frau und ich waren einer Meinung daß ein
bescheidener Gottesdienst in einer einfachen Kapelle für die Mitfeiernden und auch für Gott wertvoller
sein dürfte. Josef Berens Als einfacher, denkender Katholik)
Diskussionsunfähigkeit Am auffälligsten ist auf jeden Fall, dass die „Geist-des Konzils“-Fanatiker (Im
Namen des Vaters und des Sohnes und des Geistes des Konzils +) nie bei einem Punkt bleiben können. Da
ihnen die Argumente fehlen, gibt es immer ein fröhliches Gehüpfe von der Altarform zur Zelebrationsrichtung
zum Eucharistieverständnis und wieder zurück, zum Showmastertum des Priesters, zur Gemeindeanteilnahme
usw. aber Argumente bringt zu jedem der Punkte, die heutzutage alle einer eigenen Diskussion bedürfen,
kann keiner von den Ministrants, HBRs, Gotthards etc. bringen. Und wer glaubt mich ausschließlich der
„Messe aller/gewisser(?) Zeiten“ zurechnen zu müssen: Ich komme gerade aus einer sehr guten Messfeier
in der „ordentlichen Form“. Qualitätvoll gestaltet, andächtig gehalten und rundherum dem Messopfer würdig.
Wenn es immer so wäre, würden viele NOM-Gegner weniger Munition zum Schießen haben. Aber die Missstände
sind halt vielerorts unübersehbar.
Opferstein? die Christen benötigen keinen Opferstein mehr … die Grundform des christlichen Altares
ist der Tisch – so einfach. Die Grundform des christlichen Opfers ist das Mahl – Essen und Trinken …
„tut dies zu meinem Gedächtnis“… die Grundstruktur christlicher Gottesdienste ist einfach und schlicht …
die tridentinische Vorschrift mit dem Tabernakel auf dem Altar war ein Traditionsbruch – der dann auch
noch – aus einer zeitbedingten Frömmigkeit heraus – zu den barocken Hochaltären führte – an denen die
Mensa oft kaum noch leicht erkennbar war.
#34 Franz Kappes 18:40:40 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Gratias Agamus Ich wollte hier nur Gesinnungsgenossen „beistehen“. Ich mag es nicht, wenn über einen
„hergefallen“ wird, nur weil jemand eine etwas abweichende Meinung vertritt. Bin da wohl ein gebranntes
Kind.
@ Franz Kappes Entschuldigen Sie bitte Herr Kappes, ich habe mit meiner Äußerung nicht Sie persönlich
gemeint. Mein Statement bezog sich auf den Artikel als solchen und die Notwendigkeit seines Erscheinens.
:(3 Darüber hinaus finde ich es ekelerregend, wie sehr einige der Poster hier schlicht nicht in der Lage
sind, die Liturgie in ihrer heutigen ordentlichen Form zu akzeptieren. Dieses Gequake von „der Messe aller
Zeiten“ ist einfach abstoßend und zeugt von unendlich viel Dummheit.
#32 Franz Kappes 18:26:49 | Sonntag, 12. Oktober 2008
@Gratias Agamus Es war mir schon klar, dass an der Frage der Zelebrationsrichtung das Wesen des gesamten
Christentums hängt. Man wird doch mal eine Frage stellen dürfen, ohne dass gleich über einen hergefallen
wird. Ist das gelebtes Christentum?
#31 Ministrant 18:23:40 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Ebenso scheint es daran zu hängen… worauf man das Kreuzesopfer Christi feiert…ich hab schon die schönsten
Messen im Freien gefeiert, in der Abflughalle eines Flughafens, auf einem Felsen auf dem Katharinnenberg
im Sinai, mit einem chinesischen Priester in einer Privatwohnung, auf der Tragfläche eines Flugzeugs
usw. lieber eine Messe in einfacher Schlichtheit als eines Messe, wo nur der äußere Schein stimmen muss…ich
wurde Priester weil ich Christus zu den Menschen bringen will…
Daran also hängt das Christsein. Es war mir schon klar, dass an der Frage der Zelebrationsrichtung das
Wesen des gesamten Christentums hängt. @Landorganist, Elijau und Defensor: Sie glauben wahrscheinlich
auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Wenn man Ihrer Meinung nach heute „die 68er Priester“ anbetet, dann
haben Sie leider übersehehn, dass man vor 1968 genau so „an“ die Priester „geglaubt“ hat. Wenn Ihnen
das heute fehlt, dann sagen Sie doch bitte offen, dass Sie eine Sacerdokratie wollen. Haben Sie eigentlich
schon mal überlegt, wie die Altäre in den sieben großen Basiliken in Rom aussehen? Wurden die nach
dem Konzil etwa neu errichtet? Ist die Eucharistie nun (auch) eine Mahlfeier oder nicht? Lassen Sie doch
bitte Ihren häretischen Gedanken hier freien Lauf.
#21 Biene Maja 16:09:23 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Franz Kappes vieleicht kann ich helfen die Kirchen wurden mit der Apsis nach Osten der aufgehenden Sonne
zu gebaut Ostermorgen der Priester soll auch in diese Richtung beten mit den Gläubigen.
@ Benedikt Sie übersehen, dass kreuz.net beispielsweise auch den von Benedikt XVI. in Australien geweihten
Altar als „Mahltisch“ bezeichnet. Den Altar vom WJT kenne ich nicht. Diese Veranstaltungen sind mir äußerst
suspekt und ich schaue mir so etwas idR auch nicht an, weil ich mich sonst nur ärgern muß. Wie ich bereits
sagte, ist zu differenzieren: In aller Regel kann man einen Opferaltar und einen Mahltisch sehr genau
unterscheiden. Wenn ein Altar frei in der Apsis steht, wird er dadurch nicht automatisch zu einem Mahltisch.
In vielen alten gewesteten Kirchen kann man einen frei stehenden Altar finden. Oft haben die Altäre dann
sogar noch einen Baldachin (der übrigens lange für die Zeit des Kanons verhängt wurde). Diese Altäre
wurden jedoch so gebaut damit man nach Osten feiern konnte. Wie Klaus Gamber übrigens aufgezeigte, hat
sich die Gemeinde während der Liturgie in diesen Kirchen zeitweise auch nach Osten gewendet. Das ist
heute anders. Selbst wenn man also einen frei stehenden Opferaltar aufstellt, wird er nur zu oft als Mahltisch
angesehen oder genutzt. Auch das ist tragisch, jedoch von den Modernisten zu verantworten, weil sie (wenigstens)
billigend in Kauf genommen haben, daß eine mißverständliche Deutung (besondere Schwäche des NOM) möglich
ist. Daher sollte man mE nicht so sehr auf den Unterbau sehen Auch der Unterbau ist von Bedeutung, weil
er sehr viel aussagt. Unter der Mensa befand sich je regelmäßig ein Grab, das auch heute noch die eingebauten
Reliquien erklärt.
#14 Biene Maja 14:55:54 | Sonntag, 12. Oktober 2008
an alle der Prister soll nicht der Mittelpunkt stehen. Wem beten wir den an? Den Prister oder Gott der
vielmehr vermag als ein Mensch. Wer ist der Gastgeber der Pfarrer oder Gott?
@ Defensor Fidei Wer die Altarstufen beseitigt, den Altar seinem äußeren Erscheinen einem Tisch angleicht
und ihn zentral plaziert, der macht dies nämlich nicht um den Opfercharakter besser zum Ausdruck zu bringen,
sondern den Mahlcharakter. Sie übersehen, dass kreuz.net beispielsweise auch den von Benedikt XVI. in
Australien geweihten Altar als „Mahltisch“ bezeichnet. Die Maßgabe der Redaktion ist es folglich, dass
lediglich ein Wandaltar ein „Altar“ ist, alles andere sind „Mahltische“, es sei denn, es handelt sich
um vorkonziliare Kreuzaltäre. Sie sehen zwar nicht anders auch als der Altar in Sydney (oder wo das war),
aber sind eben vorkonziliar. Und das ist eben Quatsch mit Soße, sonst nichts. Ich erlaube mir auch noch
daran zu erinnern, dass selbst bei einem Blockaltar die Mensa der wichtigste Bestandteil ist. Daher sollte
man mE nicht so sehr auf den Unterbau sehen (auch früher waren das bisweilen Säulen), sondern auf die
Platte. Dann käme man mE zu wesentlich besseren Beurteilungen und müsste nicht permanent Ausnahmen für
vorkonziliare Kreuzaltäre, aus Stein gebaute „Volksaltäre“ etc machen.
#12 Elijahu † 14:25:13 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Wir brauchen endlich eine Reform der Reform Der „Volksaltar“ ist das genaue Gegenteil davon: es ist ein
„Priesteraltar“ an dem das Volk den 68er-Priester anbetet. Dass so etwas vor allem viele Homosexuelle
und auch gerade Frauen anspricht liegt in deren Naturell, Anbetung des Mannes und so weiter. Aber als
anständiger, männlicher Christ sollte man doch darauf beharren, dass in der Messe Priester und Volk
GEMEINSAM Gott anbeten und nicht das Volk den Priester, der sich selbst durch seine Ausrichtung zum Mittelpunkt
der Messe macht. Wer wird in einer Papstmesse wohl vom Volk angebetet? Gott oder der Papst-Superstar?
Im Mittelpunkt einer Papstmesse steht doch immer nur der Papst, Gott tritt völlig in den Hintergrund
zurück bei solch unwürdigen Spektakeln. Der Papst soll sich endlich eingestehen dass die Litrugiereform
und die Pastoralreformen EIN KOMPLETTER Reinfall gewesen sind. Leere Kirchen, mangelnde Ehrfurcht vor
dem Allerheiligsten und völliger Glaubensabfall, das sind die Früchte gewesen dieser unseligen Reformen.
Die ungläubige 68er-Bande stellt sich seit Jahren der notwendigen Reform der Reform entgegen, ein Skandal
dass sich kein Papst findet der den Mut hat sich gegen diese Halunken zu stellen. Aber Ratzinger ist ja
selbst ein liberaler 68er gewesen, der die Reformen mitzuverantworten hat. Insofern kann man sich von
diesem Papst wohl nichts mehr erwarten, wir brauchen erst einen Generationenwechsel bevor wir die Kirche
wiederaufbauen können.
@Mahltisch Also, wenn ich das Bild des Artikels sehe, bin ich hin- und hergerissen: Einerseits begrüße
ich natürlich die Bemühungen des Papstes um eine würdige und entsprechende Gestalt des Opferaltares,
wenn auch versus populum. Andererseits empfinde ich aber gerade diese „Wand“ aus Kerzen und Kruzifix als
sehr unstimmig, v.a. wen er dahinter sitzt und seine Predigt hält. Wo bleibt da der Aufschrei der Volksaltarbefürworter?
Da wird doch durch diese regelrecht zwischen Papst und Volk gezogene Wand die Gemeinschaft wieder etwas
zurückgedrängt, oder etwa nicht? Ich finde, diese jetzige Situation kann nur eine Zwischenstation auf
dem Weg hin zur endgültigen Zelebration versus Deum sein. Dort wird auf beste und stimmigste Weise deutlich,
dass der Priester der Gemeinde vorsteht und ihr vorausgeht zum Herrn hin, ohne eine Barriere dazwischen.
@ Elijahu die Liturgiereform etablierte den Priester als Tyrannen vor der Gemeinde Ein sehr guter Satz
:)3 mit Ihrer Erlaubnis klaue ich den in meinen Wortschatz.
Die Störung der Anbetung durch die 68er-Priester Es ist ein Irrtum zu glauben, mit der Liturgiereform
sei die Messe „demokratischer“ geworden und hätte etwas von ihrem autoritären Touch verloren, ganz im
Gegenteil: die Liturgiereform etablierte den Priester als Tyrannen vor der Gemeinde. Während früher
der Priester als Teil der Gemeinde mit ihr gemeinsam dem Mittelpunkt der Messe zugewandt war (Gott), hat
sich mit der Änderung der Gebetsrichtung der Priester nicht etwa der Gemeinde „zugewandt“. Er hat sich
der auf Christus ausgerichteten Gemeinde in den Weg gestellt und glotzt sie nun an. Er lenkt sie von der
Anbetung mit seiner Person ab. Der Priester ist nicht mehr länger Teil der Gemeinde bei der Anbetung,
sondern präsentiert sich selbst als Mittelpunkt, wie ein Moderator, ein selbst ernannter Superstar in
einer Fernsehshow. Dies ist damit gemeint wenn gesagt wird, die Liturgiereform hätte zur Vergöttlichung
des Menschen in der Messe geführt. Von der Demut des Priesters in der Alten Messe ist keine Spur mehr
vorhanden, stattdessen stellen die 68er-Priester sich dreist selbst in den Mittelpunkt und lenken die
Aufmerksamkeit der Herde Gottes vom Erlöser ab. Die Messe wurde also nicht „demokratisiert“. Demokratisch
ging es zu als der Priester selbst noch Teil der Herde Gottes war bei der Anbetung. Stattdessen präsentiert
sich uns der 68er-Priester in unverhohlenem Hochmut nach Tyrannenart, und starrt die Herde an zu der er
selber sich nicht mehr zählt.
@ HBR: Mahltisch Sorry lieber Autor, aber Ahnung scheinen Sie nicht zu haben Sorry, lieber HBR aber von
der Ahnungslosigkeit scheinen eher Sie geschlagen. Ob es sich bei den Gebilden, die in vielen modernen
Gotteshäusern stehen, um einen Mahltisch oder um einen Opferaltar handelt, bestimmt sich nicht alleine
danach was im Ergebnis darauf vollzogen wird. Ob diese Gebilde als Mahltisch oder Opferaltar konzipiert
worden sind, ergibt sich in erster Linie aus der Konstruktion. Ein Schwein, das man aus dem Flugzeug wirft,
wird dadurch ja auch nicht automatisch zum Vogel. Es bleibt ein Landtier. Genauso ist es mit Mahltischen
auf denen das hochheilige Opfer dargebracht wird. Sie bleiben Mahltische und sind eben aus diesem Grund
gänzlich ungeeignet zur Darbringung des Opfers. Abgesehen davon ist es jedoch so, daß mit der bewußten
Verwendung eines Luthertisches in aller Regel auch eine andere theologische Gesinnung verbunden ist. Sonst
würde man sich nicht so benehmen wie man es tut. Wer die Altarstufen beseitigt, den Altar seinem äußeren
Erscheinen einem Tisch angleicht und ihn zentral plaziert, der macht dies nämlich nicht um den Opfercharakter
besser zum Ausdruck zu bringen, sondern den Mahlcharakter. Er bringt mit seiner Handlung also sehr schön
zum Ausdruck, daß er selber den Altar wie einen Tisch benutzen möchte.
@ HBR Was die katholische Kirche ihrer Meinung nach angeblich kennt oder nicht kennt ist völlig egal.
Es ist Tatsache dass sich das Mahltischverständnis unaufhaltsam breitgemacht hat, auch in den verkorksten
Hirnen mancher „katholischer“ „Priester“. Dafür gibt es ganz eindeutige Beweistexte. Dieses Thema hatten
wir erst kürzlich, da hilft auch ihr gebetsmühlenartiges „Die katholische Kirche kennt keine Mahltische“
nichts. Um dieses verseuchte Verständnis zurückzudrängen hilft nur eines: Rückkehr zum Hochaltar und
Rausreißen der Schandtische.
Mahltische Die katholische Kirche kennt jedenfalls keine Mahlstische! Und deswegen soll also die Aussage:
…illegal in die Katholische Liturgie eingeführten protestantischen Mahltisch richtig sein?
Protestantisch ?? …illegal in die Katholische Liturgie eingeführten protestantischen Mahltisch In den
allermeisten evangelischen Kirchen steht der Pastor mit dem Rücken zum Volk an einem oft an der Wand
stehenden Altar; teils sogar an einem Hochalter. Evangelische Kirche in Tobsdorf www.tobsdorf.de/…dorf-altar_large.jpg
Die frisch renovierte „Abtskapelle“ in der Abdinghofkirche in Paderborn www.abdinghof.de/…btskapelle-gross.jpg
Ja, ne, is klar –- protestantische Mahltische
Mahlstisch? Sorry lieber Autor, aber Ahnung scheinen Sie nicht zu haben Es scheint ein Kampfbegriff wie
„V2-Kirche“ oder „NOM“ zu sein…„Mahlstisch“. So die Bezeichnung der altgläubigen Nostalgiker hier für
den Altar. Gleichzeitig zeugt dieser Begriff von der Ahnungslosigkeit unserer altgläubigen Freunde hier.
Einen Mahlstisch kennen nur die evangelischen Christen. Bei den Katholiken jedoch findet au diesem „Tisch“,
dem Altar, die heilige Wandlung und damit die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi statt. Somit
handelt es sich nicht um einen Mahlstisch, sondern um einen Opferaltar. Übrigens gibt es den Opferaltar
weit länger, als die Hochaltäre. Das wollen wir hier nicht vergessen. Immerhin reicht die Geschichte
der Kirche viel weiter zurück als lediglich bis zum tridentinischen Konzil!