Vier neue Fürsprecher + Gute Nase + Zu riskant + Aus der Zeit Christi + Gottvergessene Liturgie
Vier neue Fürsprecher
Vatikan. Gestern erhob Papst Benedikt XVI. vier neue Heilige zur Ehre der Altäre.
Unter ihnen befindet sich die Schweizer Kapuzinerin Maria Bernarda Bütler († 1924). Sie gründete in
Ecuador und Kolumbien eine neue Ordensgemeinschaft. Ferner sprach der Papst den neapolitanischen Ordensgründer
Hw. Gaetano Errico († 1860), Frau Narcisa de Jesus Martillo Moran aus Ecuador († 1869) und die indische
Ordensschwester Anna Muttathupadathu († 1946) heilig.
Gute Nase
Vatikan. Schon im Jahr 2007 hat der
Vatikan viele Anlagen vom Börsenmarkt abgezogen und in Goldbarren, auf dem Geldmarkt und als Obligationen
investiert. Das berichtete das Nachrichtenportal ‘Der Westen’. Bei der Umlage ging es um 340 Millionen
Euro in Geldanlagen, 520 Millionen in Obligationen und 19 Millionen in Gold.
Zu riskant
Portugal. Am
Freitag lehnte das portugiesische Parlament zwei Gesetzesentwürfe zur Privilegierung von Homo-Paarungen
ab. Die Sozialisten, die in Portugal mit absoluter Mehrheit regieren, stimmten gegen die Vorschläge der
Grünen und des Linksblocks. Die österreichische Tageszeitung ‘Der Standard’ erklärt sich die Entscheidung
mit den im Jahr 2009 bevorstehenden Wahlen.
Aus der Zeit Christi
Deutschland. Am Samstag berichtete
die Zeitung ‘Rheinische Post’ über die Alte Messe in Mönchengladbach. Das Blatt nennt die Messe so alt,
daß sie fast revolutionär erscheine. Ein 74jähriger Gläubiger erklärt in dem Artikel, daß in der
Alten Messe Gott, und nicht der Priester im Mittelpunkt stehe. Eine 36jährige Frau genießt die Ruhe
und die Zeit zum Beten. Der 74jährige Zelebrant findet die Feier am Hochaltar verbindend: „Ich blicke
mit der Gemeinde zum Kreuz.“ Wer die leise gesprochenen liturgischen Texte im Kirchenraum höre, beginne,
das Alter des Christentums zu erahnen, seine Wurzeln und die heilige Stille – so der Priester.
Gottvergessene
Liturgie
„In der Liturgie geht es nicht um uns, sondern um Gott. Gottvergessenheit ist die bedrängendste
Gefahr unserer Zeit. Liturgie müßte ihr gegenüber die Gegenwart Gottes aufrichten. Was aber geschieht,
wenn in der Liturgie selber die Gottvergessenheit einzieht und wir dabei nur noch an uns selber denken?
Bei aller liturgischen Reform und bei jeder liturgischen Feier müsste zuallererst der Primat Gottes im
Blickfeld stehen.“
Joseph Kardinal Ratzinger in einer Würdigung des Buches „Die organische Entwicklung
der Liturgie“ des britisch-australische Liturgikers, Hw. Alcuin Reid. Der Text ist in der Monatsschrift
‘Una Voce Korrespondenz’ aus dem Jahr 2005 als pdf-Datei online abrufbar.
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20 Lesermeinungen
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#19 Stephanus 11:51:26 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Erinnern wir uns! Angefangen hat es mit 12 Männern, die verloren sich nicht nur Wochentags im Heiligen
Land und drumherum. Und von denen meinte noch einer, er müße Anstoß nehmen an seinem Gott und Schöpfer.
Da sind heutezutage 40 Meßbesucher schon eine erstaunliche Größe, vor allem deshalb, weil bei dieser
Gruppe nicht zu erwarten ist, daß einer Anstoß nimmt. Die vor den Kopf geschlagenen, wie immer sie als
kreuz-net-poster heißen mögen, stehen schon ferne und es ist ihnen zu wünschen, daß Gott sie heimsucht
wie er Saulus heimgesucht hat, damit aus den Verblendeten Sehende werden wie dereinst der heilige Paulus.
Es ist ihnen und uns allen zu wünschen!
#17 Heinz Josef 12:33:37 | Montag, 13. Oktober 2008
Eindimensional??? Ne, Du vergißt: Ich hin horizontal auf Gott bezogen und vertikal auf die Menschen bezogen!
Das sind eindeutig zwei Dimensionen. Im Gottesdienst staune ich über das gnadenreiche Handeln Gottes
an mir und an allen Menschen. Dieses Handeln Gottes, sein Dienst an mir versetzt mich in Staunen, Dankbarkeit
und Anbetung. Als Christ weiß ich, dass ich nicht aus mir selbst anbeten kann, sondern aus dem Geist.
So beten Christen. Oder lieber Franz, betest Du selbst, aus Dir selbst? Vollbringst Du eine eigenständige
Leistung für Gott im Gottesdienst? Ich kann das von mir nicht sagen! Alles ist Gnade, ich kann mir selbst
überhaupt nichts zuschreiben. Gott dient mir und sofern ich ihn lasse, betet er durch mich. Nun zur beschriebenen
Horizontalen. Jesus lebt uns das in dem Urgottesdienst, dem heiligen Abendmahl vor, in dem er nach katholischer
Lehre die Eucharistie eingesetzt hat. Er wäscht seinen Jüngern die Füße und lehrt Sie aneinander so
zu handeln. Also zunächst bereit sein sich die Füße zu waschen. Es kommt mir so vor als ob Petrus sagt:
„Du willst mir die Füße waschen? Ich müsste Dir die Füße waschen!“ Nein, Gott will uns im Gottesdienst
die Füße waschen aber wir wollen selber machen. Das ist eines der Probleme der selbstgestrickten Gottesdienste,
dass die Auffassung entsteht es hinge im Gottesdienst alles von unserem Handeln ab. Nein Gott handelt
an uns und fordert uns auf einander zu dienen. Wir begegnen dem Herrn nicht nur in seinem Wort und Sakrament
sondern in den Geschwister…
Naja Gotthard … rund 40 Menschen verlieren sich montags in der Kirche! Alles ist relativ. Ich wüsste
in meinem näheren Umkreis keine Kirche, in der zu einem Wochentagsgottesdienst 40 Personen anwesend wären…
Interesse Am Samstag berichtete die Zeitung ‘Rheinische Post’ über die Alte Messe in Mönchengladbach.
und der Artikel berichtete auch über das enorme Interesse der Gläubigen an dieser Form der Liturgie…
… rund 40 Menschen verlieren sich montags in der Kirche!
#13 Heinz Josef 10:51:14 | Montag, 13. Oktober 2008
Ich bin gekommen um zu dienen, nicht um mich bedienen zu lassen! Jesus Christus Das Wort gilt auch noch
heute! Jesus sagt weiter: „Tut einander wie ich an Euch getan hab!“ Das ist christlicher Gottesdienst!
@Heinz und Franz Danke, Heinz, für diese gute und prägnante Darstellung des Sinns des Gottesdienstes.
Nein, Gott MUSS gar nichts, auch nicht den Menschen dienen. Er tut’s aber trotzdem, aus Liebe. „Darin
besteht die Liebe Gottes: Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt hat.“ (Paulus)
Und auch unser Dienst an Gott ist nicht für Gott wichtig, sondern für uns bzw. unsere Nächsten. Gott
könnte auf unser Lob verzichten – wir können es nicht.
@Franz Kappes Ah okay, Du hast recht. Heinz Josef hat die Ambivalenz eben nicht aufgezeigt. Ich bitte
um Nachsicht. @Colombe: Schreib mir bei Gelegenheit doch mal, wie es Dir geht, ja? :(3
@Franz Kappes Heinz Josef hat aber recht, in dem Wort „Gottesdienst“ liegt durchaus eine Ambivalenz. Gott
will auch uns „dienen“, so wie Jesus Seinen Jüngern diente, als Er ihnen die Füße wusch.
#3 Heinz Josef 08:25:35 | Montag, 13. Oktober 2008
Gottesdienst, ist der Dienst Gottes an uns! Es ändert nichts dran, dass Gott der Handelnde im Gottesdienst
ist. Er gibt uns sein Wort, er opfert sich und gibt sich uns zur Speise. Nicht wir tun was für Gott sondern
wir empfangen von Gott. Unser Lobpreis und unsere Anbetung kann seine Größe nicht mehren, aber uns bringt
er Segen und Heil. Nicht Gott braucht unseren Dienst, es ist umgekehrt, wir brauchen seinen Dienst an
uns.
Als o wirklich Das Blatt nennt die Messe so alt, daß sie fast revolutionär erscheine. Ein 74jähriger
Gläubiger erklärt in dem Artikel, daß in der Alten Messe Gott, Warum heißt es denn „ Alte Messe“ !