Kardinal Lehmann bittet die Christen in einer Fernsehdiskussion mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen um mehr Engagement in der Ökumene.
(kreuz.net, Mainz) Karl Kardinal Lehmann (68), der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, diskutierte
letzten Donnerstag unter dem Titel „Ökumenische Eiszeit“ mit dem protestantischen Bischof Wolfgang Huber
(62), dem Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD).
Kardinal Lehmann forderte von
den Christen in Deutschland mehr Engagement in Fragen der Ökumene: „Tut gemeinsam, was überhaupt gemeinsam
getan werden kann.“ Ökumenische Gottesdienste hätten bisher oft den Charakter einer Ausnahme. Eine Eucharistiegemeinschaft
sieht der Kardinal derzeit nicht verwirklichbar, weil die volle Kirchengemeinschaft noch fehle. Der Weg
dorthin scheint für ihn aber kurz zu sein: „Es darf verschiedene Kirchentypen geben, und Verschiedenheit
bedeutet auch Reichtum. Die Frage ist eigentlich die: Wo sind Verschiedenheiten, die wirklich kirchentrennend
sind? Wenn wir die beseitigen, dann gibt es auch kein Hindernis mehr für eine Abendmahlsgemeinschaft.“
Die Diskussion wird als Aufzeichnung in der Sendereihe „Kultur im Foyer“ am 30. November um 23.00 Uhr
im Südwest-Fernsehen ausgestrahlt.
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