Alte Messe
Steht eine Umfrage zur Alten Messe in Deutschland bevor?
Eine Laienorganisation hat nachprüfen lassen, ob die Aussagen der französischen Bischöfe zur Alten Messe der Wahrheit entsprechen.
In Frankreich begrüßt die Mehrheit der Katholiken eine friedliche Koexistenz der Alten und der neuen Messe.
In Frankreich begrüßt die Mehrheit der Katholiken eine friedliche Koexistenz der Alten und der neuen Messe.
© Flickr-Benützer „JD Treat“, CC
(kreuz.net) Die große französische Laienorganisation ‘Paix Liturgique’ hat unter den französischen Katholiken eine große Umfrage durchgeführt.

Die Untersuchung wurde von dem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut ‘CSA’ durchgeführt und kostete 4.000 Euro.

Dabei ging es um folgende vier Bereiche:

• das Wissen um die Existenz des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’
• die Zustimmung der Gläubigen zur parallelen Feier des Neuen und Alten Ritus in den wichtigsten Kirchen eines Bistums
• die Zustimmung zur Feier einer zusätzlichen Alten Messe in den Pfarreien
• die Absicht der Gläubigen, an einer solchen Messe teilzunehmen.

Die repräsentative Umfrage wurde am 24. und 25. September durchgeführt.

Unter den befragten Katholiken – praktizierend oder nicht – waren 58 Prozent über das Erscheinen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ im Bild – 42 Prozent wußten nichts davon.

Von den regelmäßig praktizierenden Katholiken gaben 82 Prozent an, von dem Motu Proprio zu wissen, während 18 Prozent darüber nicht im Bild waren.

‘Paix Liturgique’ stellt fest, daß somit immer noch ein Fünftel der Katholiken über die von ‘Summorum Pontificum’ eröffneten Möglichkeiten nichts wisse.

62 Prozent der befragten Katholiken halten es für normal, daß die beiden Römischen Riten in den wichtigsten Kirche einer Diözese parallel zelebriert werden. Von den praktizierenden Katholiken sprachen sich 61 Prozent dafür aus.

Dreißig Prozent der Katholiken und 34 Prozent der praktizierenden Katholiken erklärten, eine Parallelität der Riten nicht als „normal“ zu betrachten.

Fazit von ‘Paix Liturgique’: „Es ist falsch zu sagen, daß es nicht möglich ist, das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ in den Pfarreien umzusetzen, weil eine »große Mehrheit« der Gläubigen damit nicht einverstanden sei.“

Die Umfrage zeigte auch, daß jüngere Gläubige mit der Alten Messe weniger Probleme haben als die Gläubigen der ersten Generationen, welche die Alte Messe nicht mehr erlebt haben.

Doch auch in dieser Gruppe spricht sich die Hälfte für eine friedliche Koexistenz der beiden Riten aus.

Mit einer zusätzlichen wöchentlichen altrituellen Sonntagsmesse in der eigenen Pfarrei erklärten sich sechzehn Prozent der praktizierenden und zwölf Prozent der restlichen Katholiken „sehr einverstanden“.

Mit „eher einverstanden“ beurteilten 31 Prozent der Katholiken und 26 Prozent der praktizierenden Katholiken diese Option.

„Eher nicht einverstanden“ waren 23 Prozent der Katholiken und dreißig Prozent der praktizierenden Katholiken – „gar nicht einverstanden“ 27 Prozent der Katholiken und 25 Prozent der praktizierenden Katholiken.

‘Paix Liturgique’ ist darüber erstaunt, daß bereits ein Jahr nach ‘Summorum Pontificum’ 43 Prozent der Gläubigen die Koexistenz der beiden Riten in den Pfarreien befürworten.

Die Organisation unterstreicht, daß dieses Ergebnis sich stark von den Erklärungen der Pressesprecher der französischen Diözesen unterscheidet.

In der Stellungnahme gibt ‘Paix Liturgique’ bekannt, ähnliche Untersuchungen auch in anderen europäischen Ländern durchführen zu wollen.

Ausdrücklich genannt werden Italien, Spanien und Deutschland.
      
14 Lesermeinungen
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#15   Confiteor   12:15:03 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
Gewissensschnüffelei
Was könnte Katholiken in Deutschland daran interessieren, ob und wie eine Umfrage zur alten Messe in Frankreich aus oder in die Binsen gegangen ist. Wie repräsentativ ist eine solche Umfrage überhaupt. Ich schätze mal, dass die Fans der alten Messe daran teilnehmen. NOM-Anhänger werden keine Notwendigkeit sehen zu dieser Gewissensschnüffelei…
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#14   r.ruhrgebietler   06:39:39 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
das soll’einer verstehen!
• das Wissen um die Existenz des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’
der kleine Malocher im Ruhrgebiet wird denken: wasn das?
• die Zustimmung der Gläubigen zur parallelen Feier des Neuen und Alten Ritus in den wichtigsten Kirchen eines Bistums
der kleine Malocher im Ruhrgebiet wird denken: Ich möchte doch Gott anbeten und nicht schon wieder Eventmanagement oder die Selbstdarsteller von selbstherrliche Klerikern. Letztlich zwinkerte der sogar vom Ambo meiner Frau zu. Wo ist eigentlich die die wichtigste Kirche und wer, um alles in der Welt, hat das festgelegt!!??!!!
• die Zustimmung zur Feier einer zusätzlichen Alten Messe in den Pfarreien
der kleine Malocher im Ruhrgebiet wird denken: mein Einkommen hat sich nicht verändert, aber dauernd hampeln se an der Liturgie herum. Die sollen es doch so lassen wie es ewig gültig festgelegt wurde. Inner Firma nur knatsch, mitde Familie löppet auch nich so und jetzt seit 1962 diesen Hickhack. Laßtet doch beim alten – da hab ich wenigstens noch bei Gott ein Heimat!
• die Absicht der Gläubigen, an einer solchen Messe teilzunehmen.
der kleine Malocher im Ruhrgebiet wird denken: Ja endlich Butter bei die Fische. Wann wird es wieder so, wie es immer war.
Gelobt und gepriesen sei ohne End’ Jesus Christus im allerheiligsten Altarssakrament!
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#13   Lutheraner   01:19:24 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
@ Elijahu – der verlorene Link
Seien Sie bloß froh, daß ich so ein geduldiger Mensch bin!
[link]Die Rattenlinie – Wikipedia[link]Die Rattenlinie – Wikipedi[link]de.wikipedia.org/…iki/Rattenlinie[Link]
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#12   Elijahu †   00:49:34 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
Von wegen Demokratie
Gerade die Liturgiereform ist doch eine Reform für den Pöbel in den Kirchenbänken gewesen. Das war doch „Kirche von oben für die da unten“ vom Feinsten.
Statt auf Gott ist der Priester nun auf den Pöbel ausgerichtet, statt Gott zu dienen dient er sich nun dem Pöbel in den Kirchenbänken an, statt gemeinsam Gott den König anzubeten, lässt sich jetzt der Priester-Superstar vom Pöbel anhimmeln. Sieht er nicht einfach vortrefflich aus, der Priestersuperstar, wie er da vorne die Showmesse abhält? Wie im Fernsehen, wie in der Wochenschau wenn der Führer! zum Volk spricht.
Durch die Liturgiereform wurde die gemeinsame Anbetung Gottes durch die Anbetung des Priesters verdrängt.
Die Vermenschlichung der Heiligen Messe, das ultimative Sakrileg, die abgefallenen 68er-Priester haben sich von ihren Freimaurerfreunden dazu bringen lassen sich selbst als Gott zu präsentieren und damit die Messordnung zu beschädigen.
Eine Antwort darauf muss nicht notwendigerweise die Rückkehr zur Alten Messordnung sein. Eine Reform der Reform muss jedoch die bewährten Elemente der Alten Messe übernehmen und die Rohrkrepierer der Neuen Messe endlich beseitigen, als da wären „Volksaltar“, Ausrichtung des Volkes auf den Priester der jetzt den Weg zu Gott verstellt, bewusste und gewollte Fehlübersetzungen der Heiligen Schrift in die Landessprachen, und so weiter und so fort.
Aber mit diesem Papst ist eine solche Reform wohl nicht mehr zu machen.
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#11   Hesse   00:09:51 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
LOL Demokratie in der Kirche
Aonst wettert ihr hier dauernd gegen jede Form der „Dämokratie“ – sei es bei der Abtreibung, bei Laienorganisationen in der Kirche usw usf – nur wenns euch passt, soll ne „Meinungsumfrage“ gemacht werden, um euren scheiss durchzudrücken… lachhaft.
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#10   bonifatius   23:59:57 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Keine Aufregung!
Die wirklich romtreuen Katholiken werden sowieso weniger werden und die Kirchen werden immer leerer. Dann kann es leicht sein, dass der Gregorianische Messritus bei dem Häuflein der Aufrechten Standard sein wird.
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#9   derLeser   23:43:55 | Dienstag, 14. Oktober 2008
und Sie, lieber Gotthard
wo sind denn Sie so theopolitisch beheimatet ?
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#8   karljosef   23:34:42 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Wer hat den etwas dagegen, wenn jeder macht was er will?
Die Leute die in die alte Messe gehen wollen, gehen eben dorthin, und die Anhänger der neuen Messe haben eben ihre Gottesdienste. Wo ist das Problem? Jeder macht was er will. Warum sollte man gegenüber sowas etwas haben wollen?
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#7   Gotthard   23:20:55 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Milieu
soll doch eine Umfrage in Deutschland gestartet werden … auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt.
Ich prophezeie eine große Enttäuschung für die Befürworter dieser Umfrage…
Deutschland hat nicht diese reaktionäre und rückwärtsgewandte katholische Klientel wie Frankreich. Le Pen wäre in Deutschland unmöglich … die NPD hat keine Chance im katholischen Milieu.
Der exkommunizierte Erzbischof Marcel gehörte diesem französisch katholisch reaktionären Milieu an.
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#6   monti   22:38:26 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Wenn man einfach mal gutwillig annimmt,
dass „Summorum-Pontificuum“ (die Webseite) seriös ist, dann ist deren Aussage „professionelle Umfrage“ so zu bewerten, dass die Befragung schon repräsentativ sein sollte. Anders wäre sie nicht „professionell“.
Eine Angabe der Zahlen waäre allerdings schon wünschenswert. Vielleicht findet man darüber etwas in der originalfassung. Ich bin jedoch leider des Französischen nicht mächtig.
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#5   Sirilo   20:34:44 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Wertlose Umfrage
Der ganze Artikel (und auch der von Bernado angegebene Link) sagt nicht, wie viele Leute bei dieser Umfrage befragt wurden. Man weiß also nicht, ob die Umfrage repräsentativ ist. Wenn die Umfrage – wie oben angeführt – nur 4000 Euro gekostet haben soll, dann kann die Zahl der befragten Leute nicht sehr groß sein (wenn man weiß, was Umfrageinstitute für ein einzelnes Interview berechnen). Ich vermute, daß maximal 100 Katholiken befragt wurden.
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#4   Bernado   20:24:45 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Umfrage zur Alten Messe
Die Originalfassung der Ergebnisse dieser Umfrage einschließlich einer ausführlichen Komentierung durch PaixLiturgique findet man in deutscher Sprache auf Summorum-pontificum …ww.summorum-pontificum.de/…ce_statistique.shtml.
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#3   Bernd-Jupp   19:56:55 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Nicht repräsentativ
Die „Alten-Liturgiker“ können Umfragen machen, so viele sie wollen. Ich glaube denen nur insofern, dass sie hier einen repräsentativen Wert wiedergeben, den sie in ihnen vertrauten Gemeinden durchgeführt haben. Da muss ich aber sagen, ist der Wert doch weit hinter dem zurückgeblieben, was man sich erwarten dürfte. Von daher würde ich sagen: Das war ein Schuß in den Ofen!! o^/
Und lieber Don Camillo – wo Du recht hast, hast Du recht!
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#2   Don Camillo   19:47:33 | Dienstag, 14. Oktober 2008
Winston Churchill:
„Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast …“
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