11:10:25 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Ein untrügliches Symptom der kirchlichen Dekadenz besteht darin, daß höchste kirchliche Funktionsträger vorwiegend mit Wortmüll um sich werfen. Das Ziel der Rede besteht darin, nichts zu sagen.

(kreuz.net) Er hält die umstrittene Pastoralkonstitution ‘Gaudium et Spes über die Kirche in der Welt
von heute’ für „prophetisch“.
Das erklärte der neokonservative Erzbischof von Bologna, Carlo Kardinal
Caffarra (70), am 9. Oktober in einem Interview mit der Webseite ‘Nuovo diario messaggero’.
‘Gaudium
et Spes’ ist ein Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils, das der Gedankenwelt der frühen 60er Jahre
des letzten Jahrhunderts verpflichtet ist.
Trotzdem glaubt Kardinal Caffarra, daß das Dokument die Wege
gewiesen habe, auf denen die Kirche heute das Evangelium verkünden solle.
Die angeblich prophetische
Bedeutung von ‘Gaudium et Spes’ leitet der Kardinal von den meist zeremoniellen Zitationen des Textes
durch die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und die Bischofssynoden ab.

Der Erzbischof von Bologna, Carlo Kardinal Caffarra (70)
Auf die Frage, was ‘Gaudium
et Spes’ unter dem Begriff „Welt“ verstehe, antwortet der Kardinal wortreich: „die Wirklichkeit des menschlichen
Lebens sowohl in seiner im engen Sinne personalen Dimension als auch in seiner sozialen Dimension“.
Dann
begibt er sich auf die Spielwiese sinnfreier Wortkombinationen: Die Kirche sei konstitutiv mit der Welt
und dem Menschen verbunden, weil Christus das auch sei.
Es gebe nicht zwei getrennte Wirklichkeiten,
das Evangelium und die Welt:
„Im göttlichen Plan ist der Mensch schon in Christus gedacht und darum
besteht die Aufgabe der Kirche darin, den Menschen dieser ewigen Vorherbestimmung in Christus bewußt
werden zu lassen und ihm zu helfen, sein Menschsein nach diesem göttlichen Projekt zu leben“ – müllt
der Kardinal den ihn interviewenden Journalisten zu.
Man dürfe nicht vergessen, daß die Kirche in den
einzelnen Lokalkirchen gegenwärtig und tätig sei: „Das konziliare Lehramt wird dann durch das Lehramt,
das Zeugnis und den Einsatz der Teilkirchen Leben des Gottesvolkes“ – entschwindet Kardinal Caffarra mehr
und mehr in die Umnachtung.
Dann kommt er auf die Diözesansynode in Bologna zu sprechen.
Diese habe
die Aufgabe, „die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils im Lichte des besonderen historischen, menschlichen
und sozialen Kontextes auszuarbeiten, in dem die Ortskirche eingebettet ist und lebt.“
Die grundlegenden
Instrumente, um dorthin zu gelangen, seien das ernsthafte und gründliche Nachdenken, das jede Diözesansynode
beinhalte: „Dann eine wahrhafte Teilnahme aller einzelnen Gläubigen an diesem Unternehmen“.
Das sei
die „Erfahrung der Gemeinschaft – die Kirche ist – welche die Art und Weise darstellt, in welcher die
Ortskirche ‘Gaudium et Spes’ und im allgemeinen, das Zweite Vatikanische Konzil verwirklicht.“ Das ist
das Ende der verbalen Schaumproduktion des Kirchenfürsten.
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Confiteor 18:45:47 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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HBR 17:02:10 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Confiteor 16:48:44 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Kritikaster 15:42:16 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#11
Gotthard 15:03:27 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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catharina 14:43:08 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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LandorganistII 14:31:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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HBR 14:03:27 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Przybislav Iamesseblo 13:57:12 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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solideo 13:00:08 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#5
HBR 12:59:58 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Gunsenum 12:46:32 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#3
Sirilo 12:20:09 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Strepto von Kokke 11:52:01 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
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Dr. Otterbeck 11:20:36 | Donnerstag, 16. Oktober 2008