14:21:51 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Johannes Paul II.
Im Jahr 1982 wurde Johannes Paul II. von einem verwirrten Priester angegriffen und verletzt. Die Sicherheitskräfte konnten das Schlimmste verhindern. Der Vorfall blieb geheim.

Johannes Paul II. bei einem Besuch in Polen, 1999
(kreuz.net) Am 12. Mai 1982 wurde Papst Johannes Paul II. in Fatima von einem geistig verwirrten Priester
bei einem Attentat verwundet.
Das berichtete der Erzbischof von Krakau und frühere Privatsekretär des
Papstes, Stanisław Kardinal Dziwisz, in dem neuen polnischen Film über Johannes Paul II.
Die Dokumentation
trägt den Titel „Swiadectwo“ – zu Deutsch: „Zeugnis“. Sie wurde von Przemysław Hauser (45) produziert.
Es handelt sich um eine Verfilmung der Papstbiographie von Kardinal Dziwisz „
Mein Leben mit Karol“.
Der neunzigminütige Streifen wurde am Mittwoch in einer Vorpremiere im Vatikan gezeigt. Der Heilige Vater
wird ihn heute Donnerstag – am 30. Jahrestag der Papstwahl seines Vorgängers – ansehen. Ab Freitag läuft
der Film in den polnischen Kinos.
Die Dokumentation enthält bisher unveröffentlichte Fotos, Filmaufnahmen
aus dem vatikanischen Archiv und von Schauspielern nachgestellte Szenen über das Leben Johannes Paul
II.
Johannes Paul II. – Ein Leben in Bildern

© public domain

© public domain

© public domain

© public
domain

© public domain

© public domain

© public
domain
„Da war Blut“Kardinal Dziwisz hat enthüllt, daß der verwirrte Priester den
Papst damals mit einer Bajonett verletzte. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AFP’.
Im Mai 1982 reiste
Johannes Paul II. nach Fatima, um sich bei Unserer Lieben Frau von Fatima zu bedanken, daß er das
Attentat
auf dem Petersplatz im Jahr zuvor überlebt hatte.
Ein verwirrter spanischer Priester, Hw. Juan María
Fernández y Krohn (58), gelangte mit einem Bajonett bis zum Papst.
Doch die Sicherheitskräfte stießen
den Priester sofort zu Boden und verhafteten ihn.
Daß Johannes Paul II. bei dem Angriff aber verletzt
wurde, blieb geheim.
„Ich kann jetzt verraten, daß der Heilige Vater verwundet war“ – erzählt der Kardinal
im Film. Als sie in die Gemächer in Fatima zurückkamen, bemerkte der damalige Privatsekretär Blut.
Der Papst habe seine Wallfahrt trotzdem wie geplant fortgesetzt.
Fernández wurde in Spanien geboren
und arbeitete in Belgien als Rechtsanwalt. Im Jahr 1978 wurde er für die Erzdiözese Madrid zum Priester
geweiht.
Ein Jahr später versuchte er, sich der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. anzuschließen.
Er wurde aber nicht aufgenommen, weil er öffentlich erklärte, daß der Widerstand von Erzbischof Marcel
Lefebvre dem damaligen Generaloberen der Piusbruderschaft – gegen den Papst zu schwach sei. Fernández
zeigte auch psychische Probleme.
Nach dem Attentat erklärte Fernández vor Gericht, ein Gegner der Reformen
des Zweiten Vatikanums zu sein. Er bezeichnete Papst Johannes Paul II. auch als Verbündeten der Sowjetunion
und kommunistischen Geheimagenten, der bestrebt war, den Vatikan zu verderben.
Der Attentäter wurde
zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren wurde er freigelassen und aus Portugal ausgewiesen.
Er zog nach Belgien und arbeitete als Rechtsanwalt. Dort wurde er für seine gewalttätigen Auftritte
im Gerichtssaal bekannt.
Im Juli 2000 wurde er verhaftet, nachdem er versucht hatte, die Sicherheitsabsperrungen
des Königspalastes in Brüssel zu überqueren, um den belgischen König Albert II. oder den gerade zu
Besuch weilenden spanischen König Juan Carlos umzubringen. Er erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren.
Während der Gerichtsverhandlungen deuteten seine Wutausbrüche erneut auf eine psychische Labilität
hin.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#15
Sirilo 22:19:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#12
Alois Bischof 21:58:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#11
proetcontra 18:43:43 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#10
wiener 17:22:24 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#9
Kritikaster 17:07:16 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#8
Seefeldt 16:42:40 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#7
Pascal123 16:18:40 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#6
Kritikaster 15:41:04 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#5
Franz Kappes 15:34:24 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#4
ottaviani 15:15:35 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#3
Franz Kappes 14:50:46 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#2
ottaviani 14:48:56 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
#1
LandorganistII 14:27:42 | Donnerstag, 16. Oktober 2008