Johannes Paul II.
Das verschwiegene Attentat
Im Jahr 1982 wurde Johannes Paul II. von einem verwirrten Priester angegriffen und verletzt. Die Sicherheitskräfte konnten das Schlimmste verhindern. Der Vorfall blieb geheim.
Johannes Paul II. bei einem Besuch in Polen, 1999
Johannes Paul II. bei einem Besuch in Polen, 1999
(kreuz.net) Am 12. Mai 1982 wurde Papst Johannes Paul II. in Fatima von einem geistig verwirrten Priester bei einem Attentat verwundet.

Das berichtete der Erzbischof von Krakau und frühere Privatsekretär des Papstes, Stanisław Kardinal Dziwisz, in dem neuen polnischen Film über Johannes Paul II.

Die Dokumentation trägt den Titel „Swiadectwo“ – zu Deutsch: „Zeugnis“. Sie wurde von Przemysław Hauser (45) produziert.

Es handelt sich um eine Verfilmung der Papstbiographie von Kardinal Dziwisz „Mein Leben mit Karol“.

Der neunzigminütige Streifen wurde am Mittwoch in einer Vorpremiere im Vatikan gezeigt. Der Heilige Vater wird ihn heute Donnerstag – am 30. Jahrestag der Papstwahl seines Vorgängers – ansehen. Ab Freitag läuft der Film in den polnischen Kinos.

Die Dokumentation enthält bisher unveröffentlichte Fotos, Filmaufnahmen aus dem vatikanischen Archiv und von Schauspielern nachgestellte Szenen über das Leben Johannes Paul II.

Johannes Paul II. – Ein Leben in Bildern
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„Da war Blut“

Kardinal Dziwisz hat enthüllt, daß der verwirrte Priester den Papst damals mit einer Bajonett verletzte. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AFP’.

Im Mai 1982 reiste Johannes Paul II. nach Fatima, um sich bei Unserer Lieben Frau von Fatima zu bedanken, daß er das Attentat auf dem Petersplatz im Jahr zuvor überlebt hatte.

Ein verwirrter spanischer Priester, Hw. Juan María Fernández y Krohn (58), gelangte mit einem Bajonett bis zum Papst.

Doch die Sicherheitskräfte stießen den Priester sofort zu Boden und verhafteten ihn.

Daß Johannes Paul II. bei dem Angriff aber verletzt wurde, blieb geheim.

„Ich kann jetzt verraten, daß der Heilige Vater verwundet war“ – erzählt der Kardinal im Film. Als sie in die Gemächer in Fatima zurückkamen, bemerkte der damalige Privatsekretär Blut.

Der Papst habe seine Wallfahrt trotzdem wie geplant fortgesetzt.

Fernández wurde in Spanien geboren und arbeitete in Belgien als Rechtsanwalt. Im Jahr 1978 wurde er für die Erzdiözese Madrid zum Priester geweiht.

Ein Jahr später versuchte er, sich der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. anzuschließen.

Er wurde aber nicht aufgenommen, weil er öffentlich erklärte, daß der Widerstand von Erzbischof Marcel Lefebvre dem damaligen Generaloberen der Piusbruderschaft – gegen den Papst zu schwach sei. Fernández zeigte auch psychische Probleme.

Nach dem Attentat erklärte Fernández vor Gericht, ein Gegner der Reformen des Zweiten Vatikanums zu sein. Er bezeichnete Papst Johannes Paul II. auch als Verbündeten der Sowjetunion und kommunistischen Geheimagenten, der bestrebt war, den Vatikan zu verderben.

Der Attentäter wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren wurde er freigelassen und aus Portugal ausgewiesen.

Er zog nach Belgien und arbeitete als Rechtsanwalt. Dort wurde er für seine gewalttätigen Auftritte im Gerichtssaal bekannt.

Im Juli 2000 wurde er verhaftet, nachdem er versucht hatte, die Sicherheitsabsperrungen des Königspalastes in Brüssel zu überqueren, um den belgischen König Albert II. oder den gerade zu Besuch weilenden spanischen König Juan Carlos umzubringen. Er erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren.

Während der Gerichtsverhandlungen deuteten seine Wutausbrüche erneut auf eine psychische Labilität hin.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Der Tradition verbunden   22:23:41 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Aber die Verletzung des Papstes wurde damals verheimlicht
Noch mal um es klarzustellen:
Etwas wurde schon verheimlicht: Nämlich, dass der Papst bei diesem Attentat leicht verletzt worden war.
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#15   Sirilo   22:19:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Der Attentatsversuch wurde nicht verheimlicht
Wie „Der Tradition verbunden“ ausführt, wurde damals der Attentasversuch des Priesters nicht verheimlicht. Auch ich erinnere mich noch gut an die Berichte im Fernsehen und in den Zeitungen.
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#14   Der Tradition verbunden   22:12:51 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Missverständnis bzgl. Geheimhaltung
Ich glaube es liegt hier ein Missverständnis vor, was die Geheimhaltung angeht.
Was geheim gehalten wurde, war nicht der Attentatsversuch des Priesters an sich (das habe ich damals auch im Fernsehen mitbekommen, da kann ich mich noch gut dran erinnern), sondern, dass bei diesem Attentatsversuch Papst Johannes Paul II. leicht verletzt wurde.
Das wurde damals nicht gemeldet. Damals hieß es, dass der Priester an den Papst überhaupt nicht herangekommen sei und schon weit vorher abgefangen worden sei.
Daß der Priester den Papst mit dem Dolch sogar noch leicht verletzt hatte, DAS ist die bisher geheim gehaltene Neuigkeit.
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#13   HeinrichvonOfterdingen   22:06:07 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Na wenigstens ein Attentat auf JoPa2,
das medial ausgeschlachtete Attentat des Mehmet Ali Ağca auf dem Petersplatz in Rom soll ja ein Total-Fake sein.
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#12   Alois Bischof   21:58:59 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wunder?
Dieser Vorfall, von dem es gar keine Beweise eines gelungenen Angriffs gibt (also auch kein Blut, das ist Unsinn – die polnischen neokonservativen Prälaten wollen wohl JoPa II. als „Wunderheiligen“ darstellen der gegen Messer immun sei), wird wohl jetzt von den Feinden der Traditionsbewegung, des Widerstand, ausgenutzt um jeden Widerstand gegen den Neo-Modernismus und Johannes-Pauls Pan-Religiösen Weltunionismus kalt zu stellen. So wie auch die NS- und Kommunistenpropaganda die Ausschreitungen bestimmter Widerstandspersonen ausgenutzt hat in der Propaganda.
Fernandéz y Krohn (übrigens jüdischer Abstammung, obwohl er in Frankreich des Antisemitismus bezichtigt wurde) war 1982 bereits kein aktiver Priester mehr, und hat 1986 das Priestertum öffentlich abgelegt, und gilt jetzt als Laie (auch im Madrid).
Weil es manche „Seher“ gibt die nicht authentisch sind, ist doch noch Lourdes kein Betrug.
So ist es auch hier: es geht um den Argumentationsinhalt der Traditionswiderständler („Traditionalisten“ bzw. „Sedisvakantisten“), nicht um irgendwelche Einzelfälle oder Ausschreitungen individueller Personen. Fernandez y Krohn war nicht einmal „Vertreter“ des Traditionalismus, sondern einfach verwirrt.
Und Johannes-Paul II. hat nicht geblutet. Das ist Unsinn. Jetzt kann man es nicht mehr widerlegen, deswegen behaupten die Eiferer das aber jetzt.
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#11   proetcontra   18:43:43 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wen wundert’s
„Fernández zeigte auch psychische Probleme.“
Die muss jemand haben, der mit seinem Leben in der Gegenwart nicht klar kommt und sich 500 Jahre zurück wünscht!
„Nach dem Attentat erklärte Fernández vor Gericht, ein Gegner der Reformen des Zweiten Vatikanums zu sein.“
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#10   wiener   17:22:24 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
ganz geheime geheimnisse die so geheim sind dass sie nicht mal wissen dass sie geheimnisse sind …
Nach dem Attentat erklärte Fernández vor Gericht, ein Gegner der Reformen des Zweiten Vatikanums zu sein. Er bezeichnete Papst Johannes Paul II. auch als Verbündeten der Sowjetunion und kommunistischen Geheimagenten, der bestrebt war, den Vatikan zu verderben.
noch so ein geheimnis:
er arbeitet heute als anonymer redakteur bei +.net …
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#9   Kritikaster   17:07:16 | Donnerstag, 16. Oktober 2008

Diagnose klar: Völlig überdrehte Paranoia. Tip: Mal ein wenig körperlich betätigen, Sport, körperliche Arbeit oder sowas, wirkt Wunder.
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#8   Seefeldt   16:42:40 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Auch: nicht wer, sondern was
In dem Zitat Er hielt Papst Johannes Paul II. auch für einen Verbündeten der Sowjetunion deutet das „auch“ nicht auf einen „wer“, sondern auf ein „was“.
Im übrigen wird an dieser Stelle lediglich die Meinung des Attentäters wiedergegeben.
Ein Verbündeter der Sowjetunion war der Polenpapst sicher nicht – aber ein Verbündeter der Freimaurerei, und in deren Gefolgschaft schadete er durch seine Glaubensrelativierung dem Christentum auf das schlimmste.
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#7   Pascal123   16:18:40 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Interessant
Er hielt Papst Johannes Paul II. auch für einen Verbündeten der Sowjetunion und für einen kommunistischen Geheimagenten, der bestrebt war, den Vatikan zu verderben.
Wer ist den bitte schön in diesem zusammenhang mit auch gemeint.
Wer glaubt so einen Käse??
Meint der Redakteur damit sich selbst??
Ich bitte um Aufklärung werd dieser auch sein soll.
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#6   Kritikaster   15:41:04 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Ihr seid so peinlich
…Kreuz.net
Bekannte Fakten als „Geheimnis“ zu verkaufen. :-D
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#5   Franz Kappes   15:34:24 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
@ottaviani
Dann ist es ja gut. O:)
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#4   ottaviani   15:15:35 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
nein …
warum sollte ich
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#3   Franz Kappes   14:50:46 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
@ottaviani
Und – hast Du’s bereut?
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#2   ottaviani   14:48:56 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Also…
so geheim war das damals nicht ich kann mich sehr gut an den Vorfall erinnern ich war damals 14 und habe in der Zeitung zum ersten mal von Mgr Lefebvre gelesen auch erinnere ich mich noch gut das wir mit der Frage was das den für ein Bischof sei den Religionslehrer in Verlegenheit gebracht haben da erführ ich auch das es eine „Alte Messe“ gibt und meine Neugier war geweckt 2 Jahre Später lernte ich dann die Priesterbruderschaft kennen
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#1   LandorganistII   14:27:42 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Man könnte
in dem Attentäter durchaus einige der hier versammelten Forumsprotagonisten erkennen. Wer weiß, wer weiß… :-D
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