Kirchenverkauf
Die Stadt kauft sich eine Kirche
In der Sakristei findet sich noch der Plan für die letzte Heilige Messe: Sie fand am 28. Juli 2002 statt.
Die frühere Marienkirche Bochum
Die frühere Marienkirche Bochum
(kreuz.net, Bochum) Die Stadt Bochum kauft die seit Jahren vom Abriß bedrohte Marienkirche in der Bochumer Innenstadt.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 15. Oktober.

Das einstige Gotteshaus wurde vor fast 130 Jahren errichtet und im letzten Krieg schwer zerstört.

Jetzt soll im einstigen Gotteshaus ein Kammerkonzertsaal eingerichtet werden.

Die Stadt Bochum will dafür beim Land einen Förderantrag von über zwölf Millionen Euro beantragen.

„Wir haben einen ausgehandelten Vertrag“, bestätigte Stadtbaurat Ernst Kratzsch vor der ‘Westdeutschen Allgemeinen’: „Nur am Preis müssen wir noch etwas drehen.“

Die Kirche will für das Gebäude samt dem 3000 Quadratmeter Grundstück nach Angaben der Zeitung eine Million Euro.

Der zuständige Propst Michael Ludwig zeigt sich über den Stand der Verhandlungen erfreut: „Wir waren uns einig, dass wir das große Problem Marienkirche zu einem Abschluß bringen wollen.“

Er habe erst seit zwei Jahren mit dem Thema Marienkirche zu tun und sei deshalb „nicht so emotional eingebunden“ wie andere.

Von der Seite der Kirche habe man sicherstellen wollen, daß im einstigen Gotteshaus „kein Table-Dance und keine Glücksspiel“ stattfinden – bemerkte der Propst schmunzelnd.

Die Marienkirche ist inzwischen fast völlig leer. Die Kirchenbänke sind vor Jahren an die Kirche in Donezk in der Ukraine ausgeliefert worden.

Das einstige Gotteshaus Marienkirche Bochum
Linkes SeitenschiffDie Chorfenster aus dem Jahre 1969 von Heinrich Wildhelm.Detailaufnahme eines Kapitells des rechten Seitenschiffs geziert mit Ahornblättern. Die Farbfassung erfolgte in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts unter der Gemeindeleitung von Pfarrer Christoph Allroggen.

In der Sakristei findet sich noch der Plan für den letzten Gottesdienst: Der fand am 28. Juli 2002 statt.
      
14 Lesermeinungen
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#15   markusday   21:12:09 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Rettung der Marienkirche ist nur dem Förderverein Pro Marienkírche zu verdanken!
Der Stadtbaurat E. Kratzsch hat gute Geschäfte mit Propst Michael Ludwig gemacht. „Eine Hand wäscht die andere!“…unter dem Motto wird jetzt die Marienkirche als „gerettet“ gelten. Was aus dem ehemaligen Heiligtum letztendlich wird, fragt sich, denn es wurde seitens der Stadt Bochum immer noch kein Denkmalschutz ausgesprochen obwohl die Marienkirche nach §2 des Denkmalschutzgesetzes des Landes NRW eindeutig ein Baudenkmal darstellt…aber das Ganze ist halt ein Politikum…und da versucht man halt das zu machen was unter Politikern so machbar ist. Die Kirche soll nicht unter Schutz gestellt werden, obwohl mehrere tausend Bürger der Stadt den Denkmalschutz beantragt hatten.
Propst Michael Ludiwig hätte die Kirche am liebsten abgerissen…nun kann er sich aber an der St. Antonius-Kirche zu schaffen machen, denn durch den Verkauf de Marienkirche darf er die Antoniuskirche abreissen.
Seitdem Michael Ludwig Propst der Stadt Bochum st er hat eine tolle Vorgeschichte und wurde nach Bochum strafversetzt) geht es nur noch bergab. Schon sein Vorgänger, der Abriss-Propst Hermann-Josef Bittern, hat der Kirche mehr als großen Schaden zugefügt. Er ließ die Fenster in der Marienkirche ausbauen um den Verfall seiner Taufkirche zu beschleunigen. Dem steten Drängen des Fördervereines Pro Marienkirche Bochum-Mitte und durch den Druck der örtlichen Presse mußt er die Fenster wieder einbauen lassen.
Hoffentlich wird die Kirche nicht durch die Umfunktion bis zur Unkenntlichkeit zerstört.
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#14   Gotthard   20:28:07 | Montag, 20. Oktober 2008
@r.ruhrgebietler
ich las mal von einem Eremiten, der ganz alleine ein Kirche anfing zu bauen… für wen wohl?? Gott zur Ehre!
mit steinernen Bauten kann Gott wenig Ehre erwiesen werden… sie ehren mehr den Initiator und den Baumeister … steinerne Bauten sind in erster Linie Versammlungsorte der Gemeinde zur Feier der Gottesdienste… diese Notwendigkeiten kommen und gehen…
am Sonntag hörte ich in der Messe: „gebt Gott, was Gott gehört!“
Eine Antwort auf die Frage, was gehört und gebührt Gott gibt mir Mt 5 und Mt 25!
Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts …
Jesus sagt nach der Fusswaschung: ich habe euch ein Beispiel gegeben – Schweißmauken waschen und Arsch abputzen … dient der Ehre Gottes –--- und nicht Spitzen durch die Landschaft tragen.
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#13   petrusbinsfeldus   12:04:57 | Montag, 20. Oktober 2008
Kaufen!
Nun, werter Ruhrgebietler, wie wäre es denn mit folgender Lösung: Sie erwerben die in Rede stehende Kirche und machen ihren Erhalt wie der Eremit zu Ihrer Lebensaufgabe.
Mal schauen, wie weit Sie kommen, wenn die erste Dachdecker (Heizöl-, Strom-,Reinigungs-)rechenung ins Haus flattert.
Nun aber mal im Ernst und ohne Ironie: Es gibt vielerorts gemeinnützige Vereine, die sich um den Erhalt historischer Bauten kümmern- gründen Sie doch einen solchen und stellen beim Bistum den Antrag, die Kirche zum symbolischen Preis von einem Euro mieten zu können, bei voller Verpflichtung zum Unterhalt. Das wäre doch immerhin eine Lösung.
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#12   r.ruhrgebietler   11:51:59 | Montag, 20. Oktober 2008
@petrusbinsfeldus – wenig guter Denkansatz!
…würde mich doch einmal sehr interessieren, was Sie denn mit dieser Kirche tun würden, wenn Sie darüber zu entscheiden hätten. Weiterhin für viel Geld (das dann in der Seelsorge fehlt) unterhalten, obwohl niemand hineingeht? Abreißen? Langsam verrotten lassen?
ich las mal von einem Eremiten, der ganz alleine ein Kirche anfing zu bauen… für wen wohl?? Gott zur Ehre!
Gott läßt seiner nicht spotten! Auch nicht durch Ihren wenig qualifizierten Denkansatz! Gehen Sie denn zur hlg. trid. Liturgie?? Gehen Sie vielleicht sogar regelmäßig zu den Sakramenten? Haben Sie durch Ihr Leben ein gutes Beispiel für andere gegeben?
Das Buchhalterdenken der Freimaurerbischöfe innert der Amtskirche ist doch spätestens seit Algermissen GmbH & Lehmann Co KG a.A. bekannt (und vermutlich auch so gewollt!)
Die Zeiten sind schlecht – es mangelt an guten Vorbildern, es mangelt an Respekt für solche guten Vorbilder. Z.B. PIUX XII. (wie überhaupt ja alle PIUX-Päpst heiligmäßig waren – z.B. PIUX X.)
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#11   JosefBermann   21:33:13 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@joberens
Die Sexualprobleme hast du! Wer denken kann weiß, daß du meinen Namen geklaut hast und jetzt hier schreibst, weil du verklemmt bist! Wer seinen Sex normal lebt, braucht nicht immer davon zu schreiben!
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katolik)
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#10   joberens   21:29:47 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Sexualprobleme
Mein Namensvetter hat offenbar sexuelle Entzugserscheinungen und versucht sich hier im Schreiben des Worts Sexualität abzureagieren.
Ich würde ihm empfehlen, seine Sexualität ganz normal zu leben zu versuchen und so wird er wohl bald zur Normalität zurück finden.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katolik)
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#9   JosefBermann   20:26:50 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Kinderglaube
Viele hier haben wohl ein großes Problem mit ihrer Sexualität! Es ist schlimm wie verklemmt hier alle sind.
Als denkender Katholik rufe ich allen zu: Ess mehr Sauerkraut!
JosefBerens
(als einfacher, denkender Katholik
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#8   joberens   20:21:26 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Kinderglaube
Ja, mache kommen leider über ihren Kinderglauben auch nicht hinaus. Doch das dürfte eindeutig zuwenig sein.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#7   Josef Berens   14:04:49 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Kirchenführung
Ach, welch eine Freude verspüre ich in meinem Herzen blind auf die Kirchenführung vertrauen zu können, – wie ein Kind.
Glücklich über diese Erkenntnis sein zu dürfen, wie ein Kind
grüsst
Euer Josef Berens
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#6   joberens   13:56:17 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Kirchenschließungen und Veräußerungen
Der Höhepunkt des Christentums scheint, in unseren Regionen überschritten zu sein und man ist feste dabei, amtskirchlich den Rückzug zu organisieren. Bischof Marx hat das in unserem Bistum in die Wege geleitet und scheint es nun im Bistum München ähnlich zu versuchen.
Das schlimme an der ganzen Sache ist, daß man das Ganze dann noch als Fortschritt zu verkaufen versucht.
Wie blind und naiv muß man da doch in unserer kath. Kirchenführung sein und für wie dumm hält man die Christen da?
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#5   petrusbinsfeldus   12:51:40 | Samstag, 18. Oktober 2008
@ kritischerbeobachter
Da sie mit meiner (zugegebenermaßen recht provozierenden Äußerung) nicht einverstanden sind, würde mich doch einmal sehr interessieren, was Sie denn mit dieser Kirche tun würden, wenn Sie darüber zu entscheiden hätten.
Weiterhin für viel Geld (das dann in der Seelsorge fehlt) unterhalten, obwohl niemand hineingeht? Abreißen? Langsam verrotten lassen?
Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Äußerungen à la:
„Wenn wir nicht in gottlosen Zeiten leben würden/ Wenn wir flächendeckend die Alte Messe hätten, dann wäre die Kirche ständig bis auf den letzten Platz gefüllt.“
Wir reden hier nämlich nicht von kritischerbeobachter-Land, sondern von der Realität. Ich finde den Gedanken, eine Kirche zu verkaufen und zu profanisieren auch nicht gerade schön, aber es gibt etwas, das man Realität nennt. Und die unterscheidet sich leider von dem, was manch einer gerne hätte.
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#4   r.ruhrgebietler   07:26:36 | Samstag, 18. Oktober 2008
Essen – Bochum
Da es von Bochum bis Essen ein weiter Weg ist, wäre es schön dieses Bochumer Gebäude wieder einer gottgefälligen Benutzung zuzuführen und zu einer Kirch zu weihen. Dannn würde endlich auch wieder die ewig gültige hlg. trid. Liturgie an einem Hochaltar zelebriert werden können.
Die von +.net beigefügten Bilder von einer Entweihung durch Freimaurer. Man beachte den Bügeltisch in ehemaligen Chorraum. Ekelhaft…
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#3   Franz Kappes   06:09:30 | Samstag, 18. Oktober 2008
@petrusbinsfeldus
Da die Piusler bereits in Essen mit einem Priorat vertreten sind, werden sie diese Kirche wohl nicht unbedingt benötigen.
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#1   petrusbinsfeldus   17:50:10 | Freitag, 17. Oktober 2008
Wie…
Na, jetzt stellt Euch mal nicht so auf die Hinterbeine und jammert über den Tabernakel: Den würde die Piussekte oder sonstige Verfechter der Alten Messe doch mal als erstes herauswerfen weil er nicht auf dem Hochaltar (bzw. hier: Mahltisch) unterzubringen wäre. Und die Fenster sind bei weitem nicht kitschig genug, also raus damit! Überhaupt: Viel zu wenige Gipsfiguren des Hl. Herzens Jesu. Und Öldrucke. Und schreiend bunte Wandmalereien. Und…
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