Mission
Ein unbekannter deutscher Erzbischof
Im Jahr 1984 wird er zum Koadjutor, des Erzbischofs ernannt – völlig überraschend, wie der Erzbischof heute erklärt: „Damit hatte ich gar nicht gerechnet.“
Erzbischof Michael Meier SVD (80)
Erzbischof Michael Meier SVD (80)
© Pressebilder Steyler Missionare
(kreuz.net) Erzbischof Michael Meier SVD (80) arbeitet seit 46 Jahren in Papua Neuguinea. Heute feiert der Steyler Missionar seinen achtzigsten Geburtstag.

Der Erzbischof stammt aus Wolfshausen bei Regensburg. Schon als Kind lernt er die Arbeit der Steyler Missionare durch deren Zeitschrift ‘stadtgottes’ kennen.

„Damals war für mich klar, daß ich bei den Steylern mitarbeiten wollte. Ich wollte in die Mission“ – erinnert sich der Erzbischof.

Im Jahr 1950 begann der 22jährige Abiturient sein Noviziat in Sankt Augustin und wurde 1957 zusammen mit 18 weiteren Weihekandidaten zum Priester geweiht.

Dann folgte der Missionseinsatz: „Ich wollte immer nach Papua Neuguinea. Und mein Wunsch ging in Erfüllung.“

1962 kam Pater Meier auf Papua Neuguinea an. Dort wurde er noch von dem legendären Missionar Pater Ross eingeführt.

Missionserzbischof Meier
Missionserzbischof Meier
© Pressebilder Steyler Missionare
Hitze und Schwüle

Acht Jahre arbeitete Pater Meier als Lehrer für Kirchengeschichte in Port Moresby an der Südküste. Doch das tropische Klima machte ihm schwer zu schaffen:

„Als Europäer hat man schwer mit der Hitze und Schwüle zu kämpfen. Die Hitze schädigte meine Gesundheit so stark, daß ich 1970 ins klimatisch bessere Hochland umsiedeln mußte.“

Dort begann der Pater, sich um die Jugendlichen in der Erzdiözese Mount Hagen zu kümmern: „Die Situation im Hochland war eine ganz andere als an der Küste“, erklärt er.

Es wurde eine intensive Jugendarbeit gestartet. „Es war wichtig, den jungen Menschen Raum zu ihrer Entwicklung zu bieten. So begann der Bau eines Jugendzentrums, das genau das garantieren sollte.“

Neben der Jugendarbeit übernahm Pater Meier ab 1973 als Generalvikar auch pastorale Aufgaben.

Im Jahr 1984 wird Pater Meier zum Koadjutor, des Erzbischofs ernannt – völlig überraschend, wie der jetzige Erzbischof erklärt: „Damit hatte ich gar nicht gerechnet.“

1987 folgt die Ernennung zum Erzbischof von Mount Hagen: „Mit meinem Amtsantritt begann, wenn man das so sagen kann, eine weitere Phase der Kirche in Mount Hagen.“

Nicht nur Kleriker

Die Struktur der Diözese verlangte ein neues Konzept. Die einzelnen Aufgaben innerhalb der Gemeinden mußten neu verteilt werden: „Es war uns wichtig, daß nicht nur wir Kleriker mit der Kirchenarbeit zu tun hatten“ – erklärt der Erzbischof:

„Es wurden Basisgruppen gegründet, die auf allen Ebenen der kirchlichen Arbeit mitwirken.“

Zu den Aufgaben der Diözese gehören besonders die Förderung geistlicher Berufe, die Schulbildung, Krankenfürsorge und Betreuung der HIV- und AIDS-Patienten.

Die Zeiten waren nicht immer leicht. Zu Schwierigkeiten beim Aufbau der Gemeinde kam im Jahr 2004 eine schwere Krankheit, die eine Operation in Deutschland erforderlich machte.

Es sah für den Erzbischof nicht gut aus, aber mit eisernem Willen und Gottvertrauen war er nach einigen Monaten wieder gesund.

Zweiter Abschied von Deutschland

Zunächst wollte er für seinen Ruhestand in Deutschland bleiben: „Aber mein Herz hing zu sehr an meiner Gemeinde in Mount Hagen.“

Deswegen kehrte er im Mai 2007 wieder in seine geliebt Diözese zurück.

Im März 2007 würdigt die Regierung von Papua Neuguinea seinen Dienst in der Katholischen Kirche und in der Gemeinde von Mount Hagen. Der Erzbischof erhielt den Ehrentitel „Chief“- die zweithöchste Auszeichnung des Landes und die höchste Auszeichnung, die einem Ausländer verliehen werden kann.

„Ich danke Gott, daß er mich zu diesem meinem Lebensweg in der Weltmission berufen hat“ – erklärt der Erzbischof rückblickend:

„Doch auch meinen Angehörigen und der Steyler Ordensfamilie schulde ich tausend Dank für ihre Unterstützung durch Gebet und Spenden.“

Trotz seiner achtzig Jahre nimmt Mons. Meier noch seelsorgerische Aufgaben wahr.

Den Kontakt zu Deutschland hält er aufrecht und berichtet regelmäßig von seiner Mitarbeit in der Pfarrei St. Paul.

Was wünscht er sich für die Zukunft? „Ich hoffe, daß die Kirche von Mount Hagen hinhorcht auf die Führung Gottes für ihren weiteren Weg“, sagt er:

„Die Begeisterung der Menschen ist da.“
      
12 Lesermeinungen
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#12   LandorganistII   11:22:20 | Montag, 20. Oktober 2008
@Gotthard
Na, na, damit tun Sie der Pappe also solches aber Unrecht!
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#11   Gotthard   11:06:10 | Montag, 20. Oktober 2008
@r.ruhrgebietler
er sieht nicht so aus, als hätte er jemals die trid. Liturgie zelebriert.
die Steyler waren ihrer Zeit immer weit voraus. So wurde dieser Bischof bereits 1957 im ordentlichen Ritus geweiht.
Du bist vielleicht eine Pappnase…!!!!!
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#10   Franz Kappes   10:34:46 | Montag, 20. Oktober 2008
@Confiteor
Muss mir leider entgangen sein. Welchen Beitrag meinen Sie?
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#9   Confiteor   09:51:59 | Montag, 20. Oktober 2008
Franz Kappes
Vor ein paar Tagen habe ich mich wegen Ihnen zu einem längeren Beitrag aufgerafft und Sie bislang noch keinen Bezug darauf genommen. Das ist nicht unbedingt als fair zu bezeichnen… vielleicht denken Sie anders darüber.
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#8   Colombe de la paix   08:55:56 | Montag, 20. Oktober 2008
Guten Morgen Clarissa!
es ist schön , Sie wieder hier zu lesen! :(3
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#7   clarissa colonia   08:34:11 | Montag, 20. Oktober 2008
Werter Ruhrgebietler,
können Sie vielleicht auch andere Unwissende in die Kunst einführen, schon auf den ersten Blick (ja sogar von einem Foto) erkennen zu können, ob ein Priester schon einmal die „alte“ Messe zelebriert hat?
Vielleicht bringt uns in diesem Fall die Reflexion auf den Weihejahrgang einer Erkenntnis näher?
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#6   Franz Kappes   08:28:14 | Montag, 20. Oktober 2008
Ad multos annos
Von dieser Stelle einen (verspäteten) Glückwunsch.
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#5   LandorganistII   08:03:55 | Montag, 20. Oktober 2008
ruhrgebietler
Wir lassen uns über Ihr Aussehen besser nicht aus, Sie Blödel, Sie.
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#4   r.ruhrgebietler   06:49:49 | Montag, 20. Oktober 2008
er sieht nicht so aus
als hätte er jemals die trid. Liturgie zelebriert. Eher wie einer, der die gottunwürdige Idee der „befreiungstheologie“ als zentral Ziel seines Leben sieht.
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#3   Jena-boy †   23:07:07 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@Vogel vor mir:
Wie kommt es denn, dass Sie nur 23 Artikel hier rein geschrieben haben?
Überlegen sollte man schon können, wenn man vor hat zu faken!
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#2   JosefBermann   21:59:15 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@Redaktion
Sie können doch nicht einfach meinen Namen ändern!!! Gegen welche der Nutzungsbedingungen habe ich verstoßen? Der Nutzer „joberens“ veröffentlicht unter meinem Namen hier viele Beiträge zum Thema Sexualität, weil er verklemmt und nicht ausgelastet ist!
Ich stehe in engem Briefkontakt zum Papst und werde mich über die Namensdiebe hier beschweren!
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#1   bonifatius   14:08:38 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Ein unbekannter Erzbischof…
mit einem erfüllten Leben. Dank der kreuz.net Redaktion, auch positive Beispiele von Seelenhirten aufzuzeigen.
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