10:27:28 | Sonntag, 19. Oktober 2008
War es ein Scherz, Nostalgie oder Unbelehrbarkeit? Anfang Oktober rafften sich Wiener System-Sozialisten auf, um einem in Metall gegossenen Banditen zu huldigen.

Denkmal Che Guevaras am Ort seiner Hinrichtung in Bolivien
(kreuz.net) Bei trübem Wetter versammelten sich am 9. Oktober in Wien Anhänger des aus Argentinien stammenden
kommunistischen Banditen Ernesto „Che“ Guevaras († 1967) zu einer Feierstunde.
Unter den umnachteten
Revolutions-Anbetern befand sich auch der sozialistische Bürgermeister von Wien, Genosse Michael Häupl
(59), und der österreichische Sozialminister, Genosse Erwin Buchinger (52).
Unter den ergriffenen Blicken
der Genossen wurde die erste – und vermutlich letzte – Büste von Che Guevara – eines Agenten der damaligen
sowjetischen Völkermörder – in einer europäischen Stadt enthüllt.
Mit „grabesschwerer Stimme“ – so
die Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’ – erinnerte der sozialistische Pensionistenchef, Genosse Karl Blecha
(75), an den 41jährigen Jahrestag der Erschießung des Polit-Verbrechers.
Jüngste Wahlanalysen haben
ergeben, daß die ‘Sozialdemokratische Partei Österreichs’ ihren größten Wahlanteil bei den Pensionisten
besitzt.
In seiner Eulogie versuchte Blecha, den toten Atheisten zum Leben zu erwecken: „In seinem Denkmal
hier lebt Che weiter.“
Er erklärt in einem Nostalgieanfall, daß man den Banditen
Che Guevara angeblich oft verkannt und falsch interpretiert habe, obwohl er seinen angeblichen Idealen
stets treugeblieben sei.
Dann glitt der Genosse ganz ins Lächerliche ab: „Wir wollen einem der außergewöhnlichsten
Menschen der vergangenen hundert Jahre auch in Wien ein Denkmal setzen.“
Genosse Blecha hat den Verbrecher
Che Guevara im Jahr 1965 einmal in Algier leibhaftig gesehen.
Guevara habe damals auf seiner Mütze nur
einen Stern getragen, den Armen jedoch die Sterne vom Himmel geholt – ließ Blecha seiner Phantasie freien
Lauf.
Dann sprach Genosse Bürgermeister. Er zeigte sich von der siebzig Zentimeter hohen Bronzebüste
der Künstlerin Gerda Fassel begeistert. Sie habe „unser Wissen und unsere Gefühle optimal umgesetzt“ –
säuselte er.
Die Feststellung – Genosse Häupl sprach von einer „Behauptung“ –, daß Guevara ein Mörder
gewesen ist, sei heute genauso falsch wie vor 41 Jahren: „Er war ein Mensch“ – philosophierte der Genosse.
Er beeilte sich hinzuzufügen, daß das Bekenntnis zu dem Denkmal „keine“ Relativierung von Werten sei.
Denn Sozialismus sei ohne Freiheit angeblich nicht denkbar.
„Ich hoffe, Sie tragen ein kleines Stückchen
Che Guevara in Ihrem Herzen mit nach Hause“, tröstete Genosse Häupl die Anwesenden – darunter meist
Genossen Pensionisten und Altersgenossen des Banditen.
Anwesend waren auch diplomatische Vertreter des
kubanischen Diktatoren-Regimes.
Zum Abschluss der Feier stimmte die Gruppierung „Cuba Si“ das berühmte
„Comandante Che Guevara“ an.
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#16
HeinrichvonOfterdingen 19:20:20 | Montag, 20. Oktober 2008
#14
Stephanus 02:35:12 | Montag, 20. Oktober 2008
#13
sacerdos helveticus 23:37:25 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#12
JosefBermann 21:36:44 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#11
Dr. Guillotin 21:30:43 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#10
Arkanum/kreuts.net † 17:00:31 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#9
ottaviani 16:55:47 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#8
Arkanum/kreuts.net † 16:41:40 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#7
Beatus Theophilus_89 16:17:17 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#6
Alois Bischof 13:25:30 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#5
Udalricus 13:19:39 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#4
Der Tradition verbunden 11:45:17 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#3
Nolasker 11:34:31 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#2
HeinrichvonOfterdingen 11:30:47 | Sonntag, 19. Oktober 2008
#1
Confiteor 11:21:08 | Sonntag, 19. Oktober 2008