Politik
Groteskes Bubenstück
War es ein Scherz, Nostalgie oder Unbelehrbarkeit? Anfang Oktober rafften sich Wiener System-Sozialisten auf, um einem in Metall gegossenen Banditen zu huldigen.
Denkmal Che Guevaras am Ort seiner Hinrichtung in Bolivien
Denkmal Che Guevaras am Ort seiner Hinrichtung in Bolivien
(kreuz.net) Bei trübem Wetter versammelten sich am 9. Oktober in Wien Anhänger des aus Argentinien stammenden kommunistischen Banditen Ernesto „Che“ Guevaras († 1967) zu einer Feierstunde.

Unter den umnachteten Revolutions-Anbetern befand sich auch der sozialistische Bürgermeister von Wien, Genosse Michael Häupl (59), und der österreichische Sozialminister, Genosse Erwin Buchinger (52).

Unter den ergriffenen Blicken der Genossen wurde die erste – und vermutlich letzte – Büste von Che Guevara – eines Agenten der damaligen sowjetischen Völkermörder – in einer europäischen Stadt enthüllt.

Mit „grabesschwerer Stimme“ – so die Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’ – erinnerte der sozialistische Pensionistenchef, Genosse Karl Blecha (75), an den 41jährigen Jahrestag der Erschießung des Polit-Verbrechers.

Jüngste Wahlanalysen haben ergeben, daß die ‘Sozialdemokratische Partei Österreichs’ ihren größten Wahlanteil bei den Pensionisten besitzt.

In seiner Eulogie versuchte Blecha, den toten Atheisten zum Leben zu erwecken: „In seinem Denkmal hier lebt Che weiter.“

Ernesto Che Guevara
Ernesto Guevara (links) mit seinen Eltern und Geschwistern, etwa um 1944.Als seine größte militärische Leistung gilt die Einnahme der kubanischen Stadt Santa Clara am 29. Dezember 1958 nach zweijährigem Guerillakampf gegen die zahlenmäßig weit überlegene Batista-Armee.Che Guevara nach der Eroberung von Santa Clara, am 1. Januar 1959.

Er erklärt in einem Nostalgieanfall, daß man den Banditen Che Guevara angeblich oft verkannt und falsch interpretiert habe, obwohl er seinen angeblichen Idealen stets treugeblieben sei.

Dann glitt der Genosse ganz ins Lächerliche ab: „Wir wollen einem der außergewöhnlichsten Menschen der vergangenen hundert Jahre auch in Wien ein Denkmal setzen.“

Genosse Blecha hat den Verbrecher Che Guevara im Jahr 1965 einmal in Algier leibhaftig gesehen.

Guevara habe damals auf seiner Mütze nur einen Stern getragen, den Armen jedoch die Sterne vom Himmel geholt – ließ Blecha seiner Phantasie freien Lauf.

Dann sprach Genosse Bürgermeister. Er zeigte sich von der siebzig Zentimeter hohen Bronzebüste der Künstlerin Gerda Fassel begeistert. Sie habe „unser Wissen und unsere Gefühle optimal umgesetzt“ – säuselte er.

Die Feststellung – Genosse Häupl sprach von einer „Behauptung“ –, daß Guevara ein Mörder gewesen ist, sei heute genauso falsch wie vor 41 Jahren: „Er war ein Mensch“ – philosophierte der Genosse.

Er beeilte sich hinzuzufügen, daß das Bekenntnis zu dem Denkmal „keine“ Relativierung von Werten sei. Denn Sozialismus sei ohne Freiheit angeblich nicht denkbar.

„Ich hoffe, Sie tragen ein kleines Stückchen Che Guevara in Ihrem Herzen mit nach Hause“, tröstete Genosse Häupl die Anwesenden – darunter meist Genossen Pensionisten und Altersgenossen des Banditen.

Anwesend waren auch diplomatische Vertreter des kubanischen Diktatoren-Regimes.

Zum Abschluss der Feier stimmte die Gruppierung „Cuba Si“ das berühmte „Comandante Che Guevara“ an.
      
16 Lesermeinungen
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#16   HeinrichvonOfterdingen   19:20:20 | Montag, 20. Oktober 2008
Lieber Hódmezövásárhelykutasipuszta,
da haben Sie wohl ein ungarisches Lexikon erwischt. Tja, vielleicht auch ein polnisches.
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#15   Hódmezövásárhelykutasipuszta   18:57:13 | Montag, 20. Oktober 2008
Was tuts alle so obergscheit? Confiteor ist ein Erleuchteter! Er hat die wahren Hintergründe erkann…
Pater Che de Bricassart war der in Argentinien geborene Sohn eines baskischen Untergrundkämpfers und wurde während einer Blitzvisite vom Diözesanbischof von Canberra zum Priester geweiht! Nachdem ihm aber der Zugang zum Bischofsamt verwehrt wurde, schloss er sich unter dem Decknamen „Ernesto“ der Guerrilla an, wo er den Kalten Krieg vorbereitete, die Atomkraft entdeckte und die Schweinebucht mit Tretminen auslegte.
Hw. Che ist verantwortlich für die Einberufung des Konzils, die Einführung der Liturgie in Landessprache, die Zurückdrängung der knienden Mundkommunion und für die Exkommunikation seines leiblichen Halbbruders aus dritter Ehe seiner Mutter, Marcell Lefebre de Guevara.
Weiters ist Hw. Che der Weltöffentlichkeit durch eine Statistenrolle beim Dreh der Mondlandungsszene in der mexikanischen Wüste nördlich von Monterrey bekannt.
Gemeinsam mit dem Zisterziensermönch Padre Emiliano Zapata und dem Weihbischof Francisco Villa täuschte er im Norden von Mexiko-Stadt Marienerscheinungen vor und trug wesentlich dazu bei, dass nicht deutsch sondern englisch die Amtssprache der USA wurde.
Ich mein, das müsste doch gerade dem verschwörungstheoriegeschulten LeserInnenpublikum hier auf kreuz.net nur allzu offensichtlich vor Augen liegen!
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#14   Stephanus   02:35:12 | Montag, 20. Oktober 2008
Östereich, oh Österreich…
…weine ueber
dich selbst und deine Kinder! Denn siehe, Tage
kommen, an denen man sagen wird: Glueckselig die Unfruchtbaren
und die Leiber, die nicht geboren, und die Brueste, die nicht
gestillt haben!
Dann werden sie anfangen, zu den Bergen
zu sagen: Fallt auf uns!
und zu den Huegeln: Bedeckt uns!
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#13   sacerdos helveticus   23:37:25 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Kein Priester!
Che Guevara war nicht priester. Vielleicht ist eine Verwechslung mit einem anderen Guerillakämpfer geschehen, der Prieser war: Camillo Torres gestorbemn 1966 im Guerillakampf in Kolumbien.
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#12   JosefBermann   21:36:44 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@alle
Die Redaktion hat eigenmächtig meinen Namen umgeändert , um den falschen joberens zu schützen!
Hört nicht auf den falschen joberens!!!!!
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#11   Dr. Guillotin   21:30:43 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Che war ein Mörder.
Er hat das Todesurteil durch den CIA verdient. So ein Verbrecher braucht kein Denkmal.
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#10   Arkanum/kreuts.net †   17:00:31 | Sonntag, 19. Oktober 2008
auch das könnte möglich sein.
Ich vermute allerdings, daß die Textpassage „Jesus mit der Knarre“ aus Wolf Biermanns Comandante Che Guevara für Mißverständnisse gesorgt hat.
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#9   ottaviani   16:55:47 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@cinfiteor &Alle
offenbar wird hier der gute herr mit hw. torres camilli verwechselt
selbstverständlich ist in unseren Wien auch platz für so ein denkmal wie ja auch die Österreichische Post zum 100 Geburtstag von mgr lefebvre eine Briefmarke rausgab dieses wurde wie das Denkmal wurde beides privat finanziert es währ in Wien sicher möglich auch für mgr lefebvfre ein Denkmal aufzustellen wenns bezahlt wird in Wien ist für alle Platz darum leb ich so gern hier
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#8   Arkanum/kreuts.net †   16:41:40 | Sonntag, 19. Oktober 2008
„diese linken porcas“…
seit wann wird eigentlich in Bolivien Portugiesisch gesprochen? :-S Der „politisch korrekte“ Ausdruck würde cerdos izquierdistas lauten. Sonst versteht es keiner. ;-)
Im übrigen vermuten Udalricus und Vorposter richtig. Ernesto „Che“ Guevara de la Serna war niemals Priester oder -amtsanwärter.
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#7   Beatus Theophilus_89   16:17:17 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Schlag ins Gesicht der katholischen Bevölkerung Boliviens!
Che Guevara ist tot! Es lebe Che… so sagten einst die Volksgenossen in Cuba… (Schadenfreude)…die waren froh, ihn los zu haben! Vor allem Fidel Castro der Schlächter! :-!
Ja haben diese opiumsüchtigen Bolivianer keinen Respekt mehr vor Mutter Kirche und den Opfern der blutigen und grausamen Revolten der kommunistischen Kleinkämpfer!? :-O
Na sag mal, muss man jetzt Metzger und Mörder noch ein Denkmal setzen? Diese linken porcas haben nichts besseres zu tun als den Hinterbliebenen der Opfer den Stachel ins Fleisch zu drücken!
Diese :-@ :-@ :-@ widerlichen :-! :-! :-! Bolschewisten!
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#6   Alois Bischof   13:25:30 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Im Artikel
werden die Terroraktionen nicht zahlenmässig erläutert. Dagegen kenne ich aus erster Quelle, daß Che Gefahr im Kongo 23.000 Einwohner eines nichtkommunistischen Dorfes im Osten erschießen lassen hat. In Bolivien betrieb er auch Terroraktionen gegen die Zivilbevölkerung, gegen die Kirchen und Klöster, vor allem auch gegen die sozial-autoritären Falangisten Boliviens (die gleichermaßen gegen den Kapitalismus aber auch gegen den Marxismus kämpften, wie José Antonio Primo de Rivera) und deren Familien, durchgeführt. Nicht erwähnt wird sein Einsatz für die Bolschewistischen Besatzer Rußlands und seine Verbindung zu anti-amerikanischen Terroraktionen in Vietnam. Und wer weiß von Ches Ausgrenzung der Kubanischen Bevölkerung? Es sind nicht umsonst Millionen in die USA und sogar nach Westdeutschland ausgewandert!
Dagegen weiß jeder Schüler von den (übertriebenen) Verbrechen der Nationalsozialisten, wird die jugoslawische kommunistische Geschichtversion in westeuropäischen Schulen verbreitet, werden Papst und Kirche diffamiert und angegriffen obwohl sie sich im II. WK als Helden bewiesen haben – in jeder Hinsicht.
So wie keiner die Verbrechen und die Völkermorde der Französischen Revolution, der antikatholischen Verfolgung in Mexiko, und die der Russischen Revolution öffentlich anerkennt im „aufgeklärten“ liberal-marxistischen Westeuropa, so glauben alle zu wissen wie „böse“ Papst und Kirche immer gewesen und immer noch seien.
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#5   Udalricus   13:19:39 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Verwechslung
Ich vermute, hier wird Che Guevara mit Ernesto Cardenal verwechselt, der war Priester, wirkte in Nicaragua und ist ansonsten sehr wohl ein Gesinnungsgenosse von Che.
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#4   Der Tradition verbunden   11:45:17 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Che Guevara war Arzt, kein Priester
Confiteor hat sich vermutlich vertan. Che Guevara war Arzt. Er schloss 1953 sein Medizinstudium mit dem Doktortitel in Medizin und Chirurgie ab.
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#3   Nolasker   11:34:31 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@confiteor: wie bitte?
Che Guevara, bewaffneter Revolutionär, Enteigner hunderttausender Menschen, tausende Menschenleben auf dem Gewissen habend? Der soll katholischer Priester gewesen sein? Nicht, dass ein katholischer Priester nicht von Gott abfallen könnte und ein Verbrecher und Mörder werden könnte, das ist natürlich theoretisch möglich (wie ich im Gegensatz zu Ihnen, confiteor, meine). Auch der größte Massenmörder des 20. Jahrhunderts, ja vielleicht aller Zeiten, Josef Stalin, war ja in frühen Jahren einmal im Kloster.
Aber von Che Guevara ist mir eine solche Nähe zur Kirche nicht bekannt. Haben Sie dazu eine Quelle?
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#2   HeinrichvonOfterdingen   11:30:47 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Lieber Confiteor,
was für einen Unsinn Sie schreiben: Guevara war Arzt und Mörder! Guevara zeichnete sich insbesondere durch seine Härte gegenüber politischen Gegnern und Deserteuren aus. Nach der Einnahme der Festung Havanna sowie des Gefängnisses und der Befreiung der einsitzenden politischen Gefangenen Batistas, diente das Gebäude der Inhaftierung von politischen Gegnern der Revolutionäre. Während seiner Zeit als Ankläger wurden im Gefängnis La Cabaña ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure und Vertreter des US-Geheimdienstes sowie sonstige Regimegegner verurteilt. 179 Erschießungen dieser Tribunale können als gesichert gelten, exilkubanische Schätzungen gehen von bis zu 2000 Getöteten aus. Der peruanische Schriftsteller Vargas Llosa warf 2005 Guevara in The New Republic vor, bei der Errichtung des sogenannten „Lagers für Besserungsarbeit“ (ein KZ!) auf der Halbinsel Guanahacabibes eine zentrale Rolle gespielt zu haben.
Schöner Heiliger!
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#1   Confiteor   11:21:08 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Priester, kein Bandit
War es ein Scherz, Nostalgie oder Unbelehrbarkeit? Anfang Oktober rafften sich Wiener System-Sozialisten auf, um einem in Metall gegossenen Banditen zu huldigen.
Mit den Idealen des Che Guevara muss man nicht übereinstimmen. Deshalb ist er aber kein Bandit. Sondern er war geweihter katholischer Priester.
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