Finanzen
Man kann es bezweifeln
Jetzt, wo sich das Glück der Finanzhaie gewendet hat, beeilen sich Kirchenvertreter, sie an den Ohren zu ziehen. Von Kurt J. Heinz.
Börse in Tokio
Börse in Tokio
(kreuz.net/ Medrum) Erzbischof Reinhard Marx von München Freising und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, haben zur moralischen Erneuerung und zur Rückkehr zur Verantwortung aufgerufen.

Die Krise um das Finanzsystem habe viele Defizite – auch moralischer Art – sichtbar gemacht, erklärten die beiden.

Dazu gehörten der Tanz der Finanzhaie ums das goldene Kalb und das gleichgültige Zuschauen der Politiker.

Diese Auffassung vertraten Erzbischof Marx und der Ratsvorsitzender Huber vor dem „heute-journal“ des Zweiten Deutschen Fernsehens.

„Die Ausrichtung auf Gier ist eine Sünde. Das System, das diese Sünde zugelassen hat, ist von Sünde geprägt“, erklärte Erzbischof Marx.

Sein Fazit: „Wir brauchen eine moralische Erneuerung.“

Huber sah das ähnlich: Es sei ein „System organisierter Verantwortungslosigkeit“ entstanden. Jetzt sei Verantwortung gefragt.

Das Geld dürfe nicht zum Gott werden, und der Tanz ums goldene Kalb dürfe sich nicht wiederholen.

Die beiden Religionsvertreter wiesen auf die fehlende Moral und eine mangelnde Ausrichtung auf Gott hin.

Diese hätten die Wirtschaft, Gesellschaftsordnung und das Weltfinanzsystem in katastrophale Gefahren gebracht.

Doch auch nach diesen gutgemeinten Appellen bleibt die Frage:

Gibt es in der Politik die Bereitschaft zur moralischen Erneuerung? Sind die Politiker in der Lage, Fehler einzugestehen?

Gibt es in der Politik die Bereitschaft, das Herz an Gott zu hängen?

Bis zum Beweis des Gegenteils darf daran gezweifelt werden.

Der Verfasser ist redaktioneller Verantwortlicher für das christliche Informationsforum ‘Medrum’
      
29 Lesermeinungen
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#29   RWagner   23:30:32 | Montag, 20. Oktober 2008
Wer im Glashaus sitzt…
Auch ich habe aufmerksam die Moralpredigt der beiden Bischöfe im ZDF verfolgt. In der Tat wurden hehre Grund- und Glaubenssätze aufgestellt und gegen die Geldhändler (neudeutsch Banker) gewettert. So recht die beiden auch haben – oftmals handelt die Kirche anders. Als einer dieser zur Zeit viel gescholtenen Banker habe ich die katholische Kirche als einen sehr untreuen Kunden kennen gelernt. 0,05% Zinsunterschied bei Festgeldangeboten reichten in der Vergangenheit aus, um Guthaben abzuziehen und bei anderen, besseren Anbietern anzulegen. Wir wollen alle mal hoffen, dass Lehman Brothers nicht dabei war… die sind bzw waren nämlich in Deutschland eine große Nummer bei institutionellen Anlegern. Wer hohe Renditen will, muss auf Sicherheit verzichten. Und wer von anderen Bescheidenheit und Demut verlangt sollte sie selbst üben.
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#28   Genoveva   21:31:59 | Montag, 20. Oktober 2008
@Elijahu
Wie kommen Sie bitte auf den Begriff „saumässige Staatsverschuldung“? Der jetzt eingerichtete Fonds verleiht Geld und will dieses auch wieder zurück. Das ist im besten Fall sogar noch ein Geschäft …
Die meisten – aufgrund guten Managements – soliden deutschen Banken werden das Geld aus dem Fonds gar nicht in Anspruch nehmen wollen, weil die Nebenbedingungen (dumme Politiker regieren ins Geschäft rein) eigentlich inakzeptabel sind.
Man könnte sich gut vorstellen, dass sich aus dem Fonds am Ende fast nur die Landesbanken bedienen, also jene Banken, die nicht von bösen „Bankern“ kontrolliert werden, sondern indirekt von der Politik.
Ansonsten erhalten Ihnen der Herrgott Ihre schönen Feindbilder. Die machen das Leben erst richtig schön, gell?
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#27   MartinBieger   17:37:34 | Montag, 20. Oktober 2008
@Elijahu
Eigene Wohnung/Haus mit Garten und ein paar Hektar Ackerfläche sind die beste Krisenvorsorge.
Ist ja gut und schön.Aber das will auch bezahlt werden.
und wer hat soviel Geld?.
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#26   Elijahu †   17:34:33 | Montag, 20. Oktober 2008
Und jetzt haben wir statt einem Liquiditätsengpass…
…eine saumässige Staatsverschuldung und eine noch saumässigere Inflation (die sich in den nächsten Monaten zeiterzögert an den Supermarktkassen bemerkbar machen wird).
Und die Banker, die in ihrer verantwortungslosen Raffgier uns alle an den Rand des Abgrunds gebracht haben, während sie selbst sich MILLIARDEN an persönlichen „Belohnungen“ spendierten, die dürfen weiter machen wie bisher. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es wieder richtig knallt, unsern Politikern und den Bankern kann man nicht mehr vertrauen.
Darum sollte jeder kluge Mensch sich jetzt soweit es nur geht unabhängig machen von Staat und dem globalen Wirtschaftskreislauf. Eigene Wohnung/Haus mit Garten und ein paar Hektar Ackerfläche sind die beste Krisenvorsorge.
Die global agierende Finanzwirtschaft lässt sich von nationalen Regierungen nicht bändigen, sie zieht einfach dahin wo sie die grösstmögliche Freiheit hat.
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#25   Karl Heine   10:27:30 | Montag, 20. Oktober 2008
@Genoveva: Tatort-Schauspieler
Zu Ihrem Hinweis auf poststalinistische Aspekte
vielleicht einige satirische Gedanken dazu:
Sodann tritt gegen Köhler an www.medrum.de/?q=node/1457
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#24   karljosef   10:18:07 | Montag, 20. Oktober 2008
genoveva
Es gibt keine katholischen Alternativen. Bischof Marx und andere hier im Formum schwafeln rum. Wenn die Banken wegen der Kreditkrise hops gehen, dann sind wir in der Situation von 1929, eben ein Liquiditätsengpass. Auch für Unternehmer und private Kreditnehmer. Die Staaten haben gehandelt weill sie dies verhindern wollen. Wie hoch die Belastungen schlussendlich aussehen werden weiss niemand. Allerdings sollte man nicht vergessen dass die Staatshilfen nicht gratis, sondern gegen Besicherung gegeben werden, daher wird die Budgetbelastung der verschiedenen Staaten viel geringer ausfallen als die astronomischen Summen die gerade garantiert werden.
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#23   Genoveva   09:34:24 | Montag, 20. Oktober 2008
Ich warte immer noch …
Kann mir mal jemand sagen, wie konkret die Alternativen aus katholischer Perspektive in der gegenwärtigen Situation aussehen sollen? Welche konkreten PAssagen aus QA (mir durchaus bekannt), kommen denn jetzt zum Tragen?
Vineta sei gedankt für seinen Hinweis, dass es in Deutschland bisher vor allem die von der Politik kontrollierten Landesbanken und die KfW/IKB waren, deren Invests in faule Ami-Immobilien-Kredite der Steuerzahler ausgleichen mußte. Soviel zum Thema „Das Heil liegt in der Verstaatlichung“.
Bei der Hypo Ral Estate ging es dagegen im wesentlichen um Liquiditätsengpässe, die ein Sekundärphäomen der Verwerfungen auf dem Finanzmarkt sind. Dort hat übrigens die Deutsche Bank, mit dem pösen, pösen Herrn Ackermann 12 Milliarden reinbuttern können, weil der seinen Laden ordentlich führt. Dafür darf ihn jetzt ein Tatort-Schauspieler, der von einer poststalinistischen Gottlosenpartei für das Amt des Bundespräsidenten nominiert ist, öffentlich anpinkeln und kriminalisieren.
Armes Deutschland …
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#22   Lutheraner   02:28:50 | Montag, 20. Oktober 2008
Homo Korrupti, der liebe Gott und das Reich des New Cold Red
Dazu gehörten der Tanz der Finanzhaie ums das goldene Kalb und das gleichgültige Zuschauen der Politiker.
Die Gleichgültigkeit der Kirchen bitte nicht vergessen. 25 Mill. dt. Protestanten wären sehr wohl in der Lage, etwas zu bewegen. Doch nur 3% lassen sich in den Kirchen blicken. Woran liegt’s? An Hubers Schwitzehändchen?
Den 3%-Mann Huber habe ich immer gehaßt, obwohl ich gar nicht in der Kirche bin.
Der Vatikan war dankbar für die Osterweiterung und schwelgte ausgelassen über sein erweitertes Einflußgebiet.
Daß sie von der deutschen Mehrheit strikt abgelehnt wurde und Schröder mehr oder weniger alleine feiern ging, störte den Vatikan nicht. Auch stört ihn nicht, daß wir uns jetzt mit den Problemen dieses Gaunerstücks herumplagen müssen. Hauptsache, ich, der Papst, bin zufrieden.
Faktisch läßt sich nachweisen, daß die EU die Ursache der Globalisierung war, der sozialen Entrechtungen, des Arbeitsplatzabbaus, Auslagerungen, Niedriglohnsektor, Überfremdung und schließlich des Finanzdesasters. Aber keiner dieser verlogenen Moralaposteln kriegt seine Zähne auseinander. Wohl weil man warm und wuschig wohnt im A… der Kanzlerin.
Merkel-Deutschland hat das weltgrößte Pro-Kopf-Rettungszäpfchen geschnürt. 500 Mrd. Euro für entzündete Bänkerärsche! Lediglich in der Quantität wird’s übertroffen von den Amis mit 520 Mrd. Euro! Seltsam?
Nö! Ist der Holocaust!
Es wird wohl ein weitreres Rettungszäpfen geben, geschnürt von Brüssel: 300 Mrd. Euro! Wer zahlt?
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#21   HeinrichvonOfterdingen   23:18:16 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Liebe EvaHermanFan akaFreimaurerin,
leider kenne ich nicht alle Kollegen! Sein Sie mir gegrüßt.
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#20   Gratias Agamus   23:18:03 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Ja, also, ach
achso, aber Sie arbeiten doch mit der Scientology-Sekte zusammen, oder nicht? Der BND ist die Nachrichtenagentur und Scientology der Geheimdienst, oder wie war das noch gleich?
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#19   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:17:19 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Heinrich,
Sie auch? Ich dachte immer, wir!
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#18   HeinrichvonOfterdingen   23:15:49 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Lieber Gratias Agamus,
Wussten Sie schon, dass kreuz.net eine Internetseite ist, die von der Scientology-Sekte betrieben wird? Nicht umsonst steht der Server in den USA. Dort will man erforschen, wie man mit extremen Meinungen in Deutschland und Österreich umgeht, um die eigene Werbestrategie in Europa besser anpassen zu können.
… Blödsinn, wir vom BND betreiben dies Site.
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#17   Gratias Agamus   23:14:10 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Make money – make more money
Wussten Sie schon, dass kreuz.net eine Internetseite ist, die von der Scientology-Sekte betrieben wird? Nicht umsonst steht der Server in den USA. Dort will man erforschen, wie man mit extremen Meinungen in Deutschland und Österreich umgeht, um die eigene Werbestrategie in Europa besser anpassen zu können.
Ganz besonders gern wählt man daher kontrovers diskutierte Themen. Dass es in den USA leichter ist, rechtsextreme Positionen zu veröffentlichen, ist dabei nur ein Teilaspekt. Denn andererseits sind die Lehren von Ron Hubbard so extrem, dass sie (bekanntermaßen) schon ins Visier der Verfassungsschützer geraten sind. Eben deshalb will man von Seiten der Scientology- Sekte ergründen, welches extremistische Potenzial in Deutschland und Österreich zu finden ist, welche Argumente besonders gern verwendet werden und wie hierzulande hitzige Debatten geführt werden und mit welchem intellektuellen Potenzial hier zu rechnen ist.
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#16   Vineta   22:21:34 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Wieder so ein schlimmer Witz
Sind die Politiker in der Lage, Fehler einzugestehen?
Was für ein hilfreicher Vorschlag! Von Politikern , die Milliarden verzocken, verlangen, daß die nur ihre Fehler eingestehen!
Wem Verantwortung übertragen wird und übernommen hat, der muß auch für sein Versagen zur Rechenschaft gezogen werden, gehört auf die Anklagebank gezerrt.
Aber davon will ja dieses blöde Volk ja nicht mal was wissen, ist statt dessen zufrieden, wenn die Politversager auch noch recht empört tun darüber, daß unvorstellbar große Milliardensummen den Bach hinuntergegangen sind , nur weil sie in den Sitzungen schliefen oder diese sogar schwänzten. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich in den letzten Tagen gelesen, daß die Amerikaner sich eins ins Fäustchen lachen, weil sie 40% ihrer faulen Immobilienkredite, den dummen Deutschen andrehen konnten, während die schlauen Spanier und Polen davon Abstand nahmen.
Viele etablierte Spitzenpolitiker hatten Banken zu kontrollieren. Landespolitiker wie Stoiber, Huber, Beckstein , Milbradt usw. die Landesbanken Und was die KfW/IKB angeht, so saßen hier viele prominente Bundespolitiker wie M. Glos, O. Lafontaine und andere Blindschleichen. Peer Steinbrück, selbst stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat , läßt sich heute von den systemtreuen Medien als tüchtiger Krisenmanager feiern . Und das blöde Volk feiert mit, obwohl das Hineinfallen in den Abgrund erst noch kommt.
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#15   JosefBermann   22:11:51 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@Redaktion
Die Redaktion schützt den falschen joberens und seine verklemmten Artikel. Ich, der denkende und einzig wahre JosefBerens werde Opfer einer Dämonisierungskampagne!
Nur gut, daß ich ein normales Sexualleben führe, im Gegensatz zum falschen joberens.
JosefBerens
(als einfache denkender Katholik)
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#14   Lutheraner   22:05:02 | Sonntag, 19. Oktober 2008
In den Katakomben des Papstes
Ratzinger sollte schleunigst die Tonne Gold wieder verkaufen und seine Verluste realisieren. Oder will er die Baisse aussitzen?
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#13   Botschafter   21:41:30 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Finanzkollaps
Drangsale 3
19.10.2008
Banken sind ausgehöhlt, sie verkaufen ihr letztes Gold.
Firmen sind ausgehöhlt, sie nehmen „frisches“ Geld auf.
Staaten sind ausgehölt, ihre Anleihen sind ungedeckt.
Geld ist ausgehöhlt, es ist nicht mehr gedeckt.
Folgende Fragen ergeben sich daraus: Wer hat dies alles verursacht? Wer hat dies alles so weit kommen lassen? Wer hätte einschreiten können und hat dies unterlassen? Warum ist dies alles so geschehen?
Die Frage nach der Verantwortung ist schnell geklärt: Es sind jene, die die Macht hatten, die regiert haben in den Staaten und in der Economy.
Da alle über lange Zeit die gleichen Fehler (Schulden) begangen haben stellt sich die Frage nach der Beziehung der „Führer“ zu einander: Bestanden Netzwerke? Gibt es weltweite, alles umfassende Netzwerke? Sind uns diese Netzwerke bekannt? Wie heissen die denn?
Zurzeit wird der schwarze Peter herumgereicht, aber es spielt keine Rolle, wo er liegen bleibt. Eine Lösung gibt es nicht, da die Schulden ungedeckt sind. Ein totaler Kollaps ist unausweichlich.
Die „Netzwerker“ schworen unbedingten Gehorsam, sie halfen einander finanziell; vor rechtlichen Konsequenzen mussten sie sich nicht fürchten. Ihr Werk ist verrichtet, sie hatten ein schönes Leben, sie können jetzt gehen. Sie werden mit dem Finanzsysten fallen. MK
katholik.ch
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#12   HeinrichvonOfterdingen   20:39:21 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Unsere modernistischen Bischöfe
sind wie Wachhunde, die dem Einbrecher hinterherkläffen, wenn er schon so weit entfernt ist, dass er sie nicht mehr hören kann. Im Übrigen wurde von vielen „alternativen“ Finanzfachleuten schon seit Jahren auf die Blase und ihr bevorstehendes Ende hingewiesen, etwas von MM-News www.mmnews.de/. Die wussten zwar nicht wann die Blase platzen würde, Hellseher sind die auch nicht, aber die wußten schon seit Jahren, dass sie irgendwann platzen wird.
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#11   Wandregisel   20:30:50 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Liebe Genoveva,
ich glaube kaum, dass Pius XI. die Internationale gesungen hat… :-S
Ich kann die auch die Lektüre von Quadragesimo Anno nur empfehlen! ;-)
Wenn du die Soziallehre der katholischen Kirche als Klassemnkampf diffamierst, lässt das doch eine sehr fragwürdige Geisteshaltung erkennen. Wunder tmich aber nicht weiter…
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#10   JosefBermann   20:29:34 | Sonntag, 19. Oktober 2008
zeitundwenigkeit
Ihr denkt nicht nach! Leute, ich hab es doch schon oft gesagt. Die Kirche kann nur von innen erneuert werden, aber der Papst weiß ja nicht was er tun soll!
Ich wäre ein guter Papst, wer denkt, muss das begreifen!
JosefBerens
(als einfach, denken Katholik)
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#9   zeitundewigkeit   20:16:13 | Sonntag, 19. Oktober 2008
@Genoveva
Und dann wüßte ich doch gerne, wie die „katholische Alternative“ zur Marktwirtschaft denn aussehen soll? Der Ständestaat?
Soziale Marktwirtschaft !! Weder Kapitalismus, noch Sozialismus (Kommunismus) entsprechen dem christlichen Wirtschaften.
Auch in der sozialen Marktwirtschaft müssen Gewinne gemacht werden – aber in Verantwortung vor Gott und dem Allgemeinwohl.
Familien mit Kindern (unserem wahren Kapital!) sind höher zu bewerten als Rohstoffe, Geld, Produktionsstätten usw.
Katholische Alternativen zur Marktwirtschaft.gibt es sehr wohl.
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#8   HeinrichvonOfterdingen   20:12:16 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Liebe Genoveva,
Marktwirtschaft
… das was diese Krise hervorgebracht hat war nicht die Marktwirtschaft. Was die Krise hervorgebracht hat war ihr Mißbrauch. Wenn einer mit 170 durch die Ortschaft rast, so heißt das nicht, dass Autos schlecht sind, sondern, dass man einen solchen Mißbrauch stoppen muß. Nun ist bei der ausufernden Marktwirtschaft keiner da, der solche Groß-Betrügereien (um nichts anderes handelt es sich!) stoppen könnte. Es ist also ein Fehler im System. Die alten Nationalstaaten konnten solchen Machenschaften noch in gewissem Maß entgegenwirken. Denen sind jedoch durch die sog. Globalisierung die Hände gebunden. Offenbar wollte man noch mal so richtig Kohle machen bevor man nun die „Polizei“ installiert. Die hat natürlich auch wieder den Fehler, dass sie anders als der alte Nationalstaat nicht uns oder irgend ein anders Volk schützt, sondern nur das System robust machen soll. Abzocke also mit Regeln, die die Abzocker schützen.
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#7   Genoveva   19:58:03 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Seit wann ist denn
„Völker hört die Signale“ ein Kirchenlied?
Die Art und Weise, wie hier platteste Kapitalismus-Kritik geübt wird, unterbietet fast noch das durchschnittliche theologische Niveau des Forums.
Übrigens: Die Finanzkrise in Amerika ist spätestens seit Frühsommer 2007 virulent. Soviel zum Propheten Williamson :-S
Und dann wüßte ich doch gerne, wie die „katholische Alternative“ zur Marktwirtschaft denn aussehen soll? Der Ständestaat?
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#6   Elijahu †   19:06:00 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient
Die Umverteilung der letzten Jahre ist vollbracht, die Massen sind verarmt, der Reichtum befindet sich in den Händen der oberen 10000, jetzt kommt die zweite Phase im Plan der Raffkes: Zementierung der Vermögensverhältnisse. Üblicherweise läuft dabei die Demokratie über in eine faschistische Diktatur, eine Entwicklung die sich in Ansätzen schon in den USA und auch hier in Deutschland beobachten lässt.
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#5   zeitundewigkeit   18:50:18 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Solange Gewinne privatisiert
und Verluste sozialisiert werden können, besteht kein Anlass für raffgierige und skrupellose Banker, ihr Verhalten zu ändern.
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#4   Wandregisel   18:36:07 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Endlich!
Das war wirklich lang überfällig!! Auch wenn die Aussagen nun auch schon einige Tage alt sind – dachte schon sie würden hier mal wieder komplett übergangen…
Es wird höchste Zeit, dass sich die kirche ihrer großen Enzycliken erinnert!
Sei es Laborem Exercens, Mater et Magistra, Pacem in terris oder Rerum Novarum. Zu selten vertreten WIR diese Lehren unserer Kirche!
Der Sozialismus ist gescheitert, aber es gibt zum Glück echte Alternativen zum golden Kalb des Kapitalismus… o^/ :)3 o^/
Tja…und damit hab ich mich wohl auch geotet… :-D ;-)
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#3   gelobt sei jesus christus   18:14:00 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Bischof Williamson hat
bereits am 24.06.2008 bei einer Predigt in München die kommende Finanzkrise vorhergesagt:
O.Ton:
„Wer dagegen sein Haus auf die Wirtschaft, den Dollar, den Euro, auf Regierungen, auf Verfassungen baut – all die armen Menschen, die darauf bauen, die sich darauf verlassen, werden sehen, dass sie auf Sand gebaut haben. Denn das alles bricht bald zusammen. Ich weiß nicht wie bald, aber die Finanzsysteme in den Vereinigten Staaten sind dabei zusammenzubrechen. Und anscheinend kann nichts mehr dies verhindern.“
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#2   Genoveva   17:39:02 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Ist das nicht alles ein bißchen arg schlicht?
Der Tanz ums goldene Kalb – ja nun, das sagt über die konkrete Ausprägung unseres Wirtschaftssystems recht wenig :-S
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#1   jolie   17:13:25 | Sonntag, 19. Oktober 2008
da merkt man wieder mal
was wir für hochkarätige hirten haben.
die anmerkungen der hierarchie zur finanzkrise
sind echt total
hilfreich
tiefgehend
kompetent
und mutig.
denkt sich der freche jolie
:-)
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