(kreuz.net) Seit Anfang Mai ist Pfarrer Augustin Pascariu von Faraoani in Ostrumänien damit beschäftigt,
die ungarische Sprache auszurotten.
Ihm zur Seite steht der Pfarrer von Cleja, Hw. Cristi Hodea.
Faraoani
und Cleja sind Gemeinden im ostrumänischen Distrikt Bacau. Die dortige Bevölkerung ist zu einem sehr
großen Teil ungarischsprechend. Faraoani heißt Ungarisch Forrófalva und Cleja Klézse.
Stein des Anstosses
sind für die Priester die außerschulischen Ungarisch-Stunden. Die beiden Geistlichen setzen alles daran,
daß sich die ungarischsprachigen Kinder von dem Unterricht abmelden.
Um ihr Ansinnen durchzusetzen,
haben sie den ungarischstämmigen Firmlingen gedroht, sie nicht zu dem Sakrament zuzulassen, wenn sie
die Stunden weiterhin besuchen.
Trotz dieser massiven Einschüchterungskampagne gab es dennoch Schüler,
die ihr Ansuchen um Ungarisch-Unterricht nicht zurückgezogen haben.
Deshalb stellten die beiden Priester
den Kindern schließlich eine 24-Stunden-Frist.
Die beiden Geistlichen beschlossen, sich sogar höchstpersönlich
vor dem Schulsekretariat einzufinden, um zu sehen, wer den Ungarisch-Unterricht besucht und wer sich davon
abmeldet.
Den Besuch des Unterrichtes wollen die Priester als positiven Hinweis dafür interpretieren,
daß sich die betreffenden Kinder nicht firmen lassen möchten.
Von den 46 ungarischstämmigen Kinder
des Ortes Klézse haben sich viele inzwischen vom Ungarisch-Unterricht abgemeldet. Gleichzeitig erzählten
sie den Lehrern weinend, daß sie die Stunden gerne besucht hätten.
Sie wagen das aber nicht, weil die
Firmung für die Gemeinde von Klézse sehr wichtig ist.
Die Ungarisch-Lehrerin Angéla Istók besuchte
die Priester auch persönlich.
Bei der Unterredung wurde ihr offen gesagt, daß die Abmeldung von ihren
Sprachstunden eine Bedingung für den Besuch des Firmunterrichtes sei.
Die Priester sind entschlossen,
alles zu unternehmen, damit dieser Unterricht abgeschafft wird.
Ungarischstämmige Lehrer und Eltern
fuhren am vergangenen 23. Mai sogar in den lokalen Hauptort Iasi, um mit dem dortigen Bischof, Mons. Petru
Gherghel (68), während seiner regulären Sprechstunde über das Problem zu sprechen.
Bischof Gherghel
hat in der Vergangenheit öffentlich erklärt, daß die ungarische Sprache die „Sprache des Satans“ sei.
Leider war der Bischof nicht zu erreichen. Den Lehrern und Eltern blieb nichts anderes übrig, als im
bischöflichen Sekretariat einen Brief zurückzulassen und den Bischof um einen neuen Termin zu bitten.
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Die Hymne der Tschangos Tschango-Ungar, Tschango-Ungar, Was wurdest du, Tschango-Ungar, Du bist nun ein
armer Vogel, Abgelehnt und schon begraben. In Wüste dich du siedeltest, Die du als Land bezeichnetest,
Kein Land, keine Heim hast du schon, An dich denkt nur der gute Gott. Last fremder Sprach belastet dich,
Italiener treiben dich * Du kannst weder singen, beichten, Noch in Muttersprache beten. Gott, was wird
mit uns passieren, Unser Kinder gehn verloren, Die unser Väter bewahrten, Unser Sprache sie vernichten.
Wir hören, dass Ungarn besteht, Unser Gott, mögst du es auch segn, Damit sie barmherzig werden, Uns
nicht verloren gehn lassen! Weil wir auch Ungaren sind, Aus Asien kamen noch wir, O, unser Gott, hilf
unser Los, Verlier nicht den armen Tschango! (gegen 1920) *: Nach dem Ersten Weltkrieg organisierte der
Vatikan eine Mission, deren Ziel war, die orthodoxe Rumänen so zum katholischen Glaube bekehren, dass
sie aus den katholischen Tschango-Ungarn katholische Rumänen machen, also ihre ungarische Kultur vernichten.
Heutzutage ist es auch nicht erlaubt, die ungarische Muttersprache zu verwenden oder zu unterrichten.
Seit 1920 hat der Vatikan „leider“ noch keine Lösung „gefunden“.
#44 Marcell 16:05:47 | Mittwoch, 12. November 2008
Noch schlimmer Es wurde gefragt, ob die Lage in Rumänien wirklich so schlecht ist. Es ist noch schlimmer!
In Sieberbürgen ist es ein wenig anders, aber in Moldawien will sowohl der Staat, als auch die Bistum
die ungarische Minderheit vernichten! Das ist total gegen Menschenrechte. Hier die Geschichte auf englisch: www.csango.ro/arhen019.htm Es ist zu klären, dass der Begriff „Tschango“ zwei Bedeutungen hat: einerseits
„römisch-katholische Rumäne“, andererseits „ungarsprachige in Moldawien“. Im Artikel wird die letzte
Bedeutung verwendet. Hier mehr über die Tschangos: de.wikipedia.org/wiki/Tschangos
Presshäuser @Gerhard Tatsächlich, fällt mir jetzt auch auf. Solche Kellergassen gibt es auch im nordwestlichen
Rumänien, im Sathmarer Land. Haben aber sowieso nichts mit dem Text zu tun.
Nicht zu vergessen, daß man von den finno-ugrischen Sprachen spricht, Finnland und auch z.B. Estland
gehört also zu diesem „Sprachraum“. Das macht insgesamt ca. 25 Mio. Sprecher. de.wikipedia.org/…no-ugrische_Sprachen
#41 Seefeldt 16:15:14 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Ungarisch … wird von über 13,5 Millionen Menschen gesprochen. Allein in Ungarn leben etwas über 10
Millionen Menschen, hinzu kommen noch Ungarischsprecher in Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Serbien,
Österreich und der Ukraine. Ungarisch ist eine vollwertige Sprache, und es gibt herrliche ungarische
Werke. Zum Vergleich: In der Schweiz leben 7,59 Millionen Menschen, in Österreich etwas über 8,3 Millionen.
Ungarische Reihenhäuser? Oder doch Presshäuser? Danke für die teilweise sehr interessanten Beiträge.
Ich kann aber als Ostöstereicher und Abkömmling einer Winzerfamilie bei bestem Willen nicht glauben,
dass es sich bei dem Foto um ungarische Reihenhäuser handelt. DAS IST EINFACH EINE KELLERGASSE MIT PRESSHÄUSERN,
wie sie im östlichen Österreich, in Südmähren und in der Slowakei ab Ende des 18.Jahrdhunderts (ab
Josef II.) zuhauf errichtet wurden. Diese Ansammlung von Kellern samt Presshäusern, die zumesit etwas
außerhalb der Wohndörfer liegen, nennt man auch „DÖRFER OHNE RAUCHFANG“. Daher meine ketzerische Frage:
Haben ungarische Reihenhäuser keine Herd- oder Heizstellen (siehe Bild)? Fazit: Das Foto stellt Anderes
als angegeben dar.
Nationalisten im Priesterrock eindeutiger Fall von schwerer geistiger Umnachtung bei den Priestern, anders
ist das wirklich nicht zu erklären das Verhalten… Deswegen sind es ja auch Priester… Scherz beiseite,
das sind einfach nationalistisch eingestellte Leute, das gab und gibt es im Klerus gar nicht so selten.
Gerade auf dem Balkan.
#37 paramedic 05:25:14 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
… mir geht das Gimpfte hoch … … wobei ich mir natürlich bei dem Geschreibsel der Redaktion nicht
sicher sein kann, ob das alles nicht ein ganz gewaltiger Fake ist – es kommt mir nämlich das geschilderte
so unglaublich vor, dass ich es glatt nicht glauben kann – sollte es aber wahr sein, sollte mit dem Bischof
genau so verfahren werden wie mit Bischof Krenn (der ja auch wegen Unzumutbarkeit dem Bischofsamt gegenüber
zurückgetreten werden musste) und mit den beiden „Pfaffen“ genauso wie mit Küchl und Rothe – was aber
zu befürchten ist, ist, gesetzt des Falles nochmal, dass der Vatikan sich womöglich auch so viel Zeit
läßt wie bei den ersteren Herren und dann ist ja sehr viel zerstört…
Vollsprache statt Paprika-Sprech … „Stein des Anstosses sind für die Priester die außerschulischen
Ungarisch-Stunden.“ Wieso Ungarisch?! Warum lernen die Kinder nicht Deutsch? Mit dem Erlernen einer tief
verwurzelten Vollsprache wären die Kinder doch weitaus besser beraten, als mit dem Büffeln eines nur
von wenigen Tausend Menschen gestammelten Paprka-Sprech. …
#34 pfarrverweser1 03:04:04 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Sine ira et studio, aber diese „Priester“ gehören samt ihrem „Bischof“ nach Dschibuti versetzt. Dort
können sie ja dann schauen, wie weit sie mit ihrem Rumänisch kommen! Auf solche faschistoiden Elemente
kann die katholische Kirche gerne verzichten!
@sacerdos helveticus. Zu Ihrer zweiten Frage Nein, Tages und Wochenzeitungen in ungarischer Sprache gibt
es für diese Gegend nicht, nur in Bukarest und in den meisten Städten jenseits der Karpaten (in Siebenbürgen
und im Banat). Es gibt auch ungarischsprachige Fernsehsendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die
extra für die ungarische Minderheit in Rumänien produziert werden und die landesweit ausgestrahlt werden.
Die Katholiken der Südmoldau gelten aber offiziell nicht als Ungarn, weil die jüngeren Jahrgänge die
Sprache nicht mehr beherrschen und weil man sich leider auf die Statistiken der katholischen Diözese
Jassy verlässt.
Schwierig, die osteuropäischen Verhältnisse! Heute sprechen die meisten rumänisch. Kirche und Schule
haben ihrem Dialekt den Rest gegeben. Bei einer Marienwallfahrt in Cacica, einer polnischen Siedlung in
der Südbukowina habe ich allerdings alte Frauen aus der Gegend erlebt, die ihre Lieder auf Ungarisch
sangen. Ihre Volkstracht war der rumänischen sehr ähnlich, Ihre Lieder sangen sie aber in jenem archaischen
ungarischen Dialekt. Mag sein dass es wirklich Csángos (d.h. Mischlinge) sind, und dass die Wahrheit
über ihre Herkunft irgendwo in der Mitte liegt. Sie sollten auch wissen, dass sich Rumänen und Ungarn
besonders gerne immer wieder z.B. durch schlechte Presse gegenseitig eines auswischen wollen. Das ist
bei uns so eine Art Volkssport. Gibt es übrigens auch zwischen Bulgaren und Rumänen. Ist aber eher als
harmloser Zeitvertreib einzustufen. Außerdem ist Frau Monika Török eine hervorragende Dokumentarfilmerin.
@valachus catholicus Interessante Information über die politische Dimension der Sache. Im Prinzip hätten
die Katholiken dort ja sogar das Recht, eine Seelsorge in ihrer Muttersprache zu erhalten. Was sprechen
die Leute in dieser Gegend denn für gewöhnlich (zum Beispiel zu Hause) ? Rumänisch oder Ungarisch (bzw.
ihren ungarischen Dialekt)? Gibt es auch ungarische Zeitungen/Zeitschriften dort?
Dubito, ergo cogito Stimmt, HW sacerdos helveticus! Ich hoffe, Sie glauben jetzt nicht dass ich die beiden
verteidige. Als Journalist gehe ich nur etwas vorsichtig mit der Information um. Aber es ist für mich
doch unglaublich dass sich katholischer Geistlicher so etwas einfallen lassen könnten. Interessant ist
außerdem, dass der Beitrag gerade jetzt erscheint, nachdem sich im April 2008 der Präsident der rumänischen
Abgeordnetenkammer Bogdan Olteanu und die Vorsitzende des ungarischen Parlaments, Frau Katalin Szilli,
in diese Gegend begeben hatten, eben um eine Lösung zur abhaltung von ungarischsprachigen Gottesdienste
zu suchen. Beide Politiker wollen mit diesem Anliegen im Vatikan vorsprechen, hieß es damals. Was daraus
geworden ist, weißich leider nicht. Die Fakten, auf die sich Frau Tõrök beruft, sollen sich knapp ein
Monat darauf ereignet haben. Bilder von dieser Politikertournée, die übrigens auch über Faraoani ging,
finden Sie unter www.forum-catolic.cnet.ro/viewtopic.php?f=26&t=2316 . Für eine deutsche Zusammenfassung
des rumänischen Textes stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Warum Zweigel? Wieso haben Sie Zwweifel, dass die Im Artikel dargestellten Faken stimmen? Sie würden
sich ja auch nach Ihrer Auffassung mehr oder weniger mit der Politik der Diözese decken?
Einige Erläuterungen (III) Im letzteren Fall tat dies nicht mehr die Kirche, sondern das Standesamt.
János wurde Ioan, Pál vurde zu Paul oder Pavel, Rab wurde zu Robu (so heißt auch der jetzige Erzbischof
von Bukarest, Ioan Robu). Dies ist auch die offizielle Politik der Jasssyer Bischöfe schon seit 1884
gewesen, obwohl 99% des lateinischen Klerus’ im Bistum Jassy und im Erzbistum Bukarest mittlerweile aus
diesem Gebiet stammen, und offensichtlich ungarische Vorfahren haben. Unter der Schirmherrschaft der Diözese
Jassy ist übrigens vor Kurzem auch der zweite Band der umfangreichen Monographie „Catolicii din Moldova“
die beweisen soll, dass die Katholiken in der Umgebung von Bacãu und Roman rumänischer Herkunft seien,
und dass die ungarische Sprache bloß über die aus Siebenbürgen kommenden Gesangbüchern (!) hier heimisch
wurde. Der Name des Bischofs Petru Gherghel lässt sich übrigens auch leicht vom ungarischen Gergely
ableiten, (dt. Gregor, rum. Grigore). Falls also es wirklich so sein sollte, wie Frau Monika Török berichtet,
dann setzen die beiden Pfarrer nur etwas plump und total verantwortungslos die Politik ihres Vorgesetzten
um. Ich wiederhole, falls es so sein sollte!
Klerikale Anmassung! Mit welchem Recht versucht die Kirche dort, die Katholiken eines Teils ihrer Identität
zu berauben, wozu auch die Kenntnis von Geschichte und Sprache gehört? Der Artikel berichtet ja, dass
die Kinder scheinbar gerne Ungarisch lernen. Sie gaben ja selber zu, dass das Bistum versuche, die Bevölkerung
zu rumänisieren. Das (auch von der Diözese gedeckte?) Verhalten der Priester ist eine Frechheit. Man
sollte gegen diese Priester Beschwerde erheben, falls sie völlig widerrechtlich den Empfang der Sakramente
von politisch-nationalistischen Voraussetzungen abhängig machen! Wahrscheinlich haben solche Priester
den Beruf verfehlt!
Danke, werter valachus catholicus, für Ihre ebenso kenntnisreichen wie erhellenden Erläuterungen. Sie
machen die Situation näherungsweise verständlich. Ebenso möchte ich dem Hw. vorschreibenden sacerdos
in seiner Stellungnahme zustimmen; danke auch hierfür.
Einige Erläuterungen (II) Das Dorf Faraoani liegt in einer katholischen Enklave im Süden der Provinz
Moldau (nicht zu verwechseln mit der benachbarten Republik Moldawien!), Zentrum dieses Gebietes sind die
Städte Bacãu und Roman. Die Katholiken in der Moldau werden meist als Csángos (rum. ceangãi) bezeichnet.
Dieses ungarische Wort bedeutet svw. „Mischling“, deshalb wird es von den Moldauer Katholiken meist abgelehnt.
Sie sind höchstwahrscheinlich Nachfahren magyarischer Stämme, die im Laufe der Jahrhunderte ihr archaisches
ungarisches Dialekt inmitten einer rumänischspracheigen Mehrheit erhalten haben. Im 16. Jahrhundert,
als die Reformation in Siebenbürgen wütete, behielten sie ihren katholischen Glauben, ab dem 17. Jahrhundert
wurden sie als katholische Diaspora in einem mehrheitlich orthodoxen Umfeld von Franziskaner-Konventualen
betreut. Erst Ende des 19. Jahrhunderts, als der Heilige Stuhl die Diözese Jassy errichtete, kam es zum
Konflikt zwischen den Konventualen und dem Bistum. Seither unternimmt das Bistum Jassy alles, um die sogenannten
Csángos zu rumänisieren. Die alten, zu klein gewordenen Kirchen wurden abgerissen und durch größere
ersetzt, die entweder im Geist des Historismus gestaltet wurden (bis 1944) oder, hauptsächlich nach 1990,
wie postkonziliäre Versammlungshallen aussehen. Viele ungarische Vor- und Familiennamen wurden sowohl
vor dem zweiten Weltkrieg als auch während der kommunistischen Herrschaft rumänisiert.
Amtsanmassung Vielen Dank für die Informationen. Das Engagement der Priester ist aber in jedem Falldeplaziert
und eine Amtsanmassung. Es geht einen Pfarrer absolut nichts an, welche und viewiele Sprachen die Schüler
(freiwillig!) lernen, ebenso nicht welches Musikinstrument ein Kind lernt oder welchen Sport es betreibt.
Teilnahme bzw. Nichtteilnahme am Ungarischunterricht zur Voraussetzung für den Empfang des Firmsakramentes
zu machen, ist eine Überschreitung der Kompetenzen und ein Klerikalismus übelster Art!
Einige Erläuterungen (I) Offenbar bedarf es einiger Klärungen, denn der Artikel von Frau Mónika Török
setzt Vorwissen voraus und vermittelt so gut wie null an Hintergrundinformation. Und einige Lesermeinungen
machen dies nur allzu deutlich. Was ich auch als total verwirrend empfinde, ist die Illustrierung des
Beitrags mit Bildern aus Ungarn, was darauf schliessen lassen könnte, dass womöglich Frau Török nicht
einmal an Ort und Stelle gewesen ist. Das will ich aber gar nicht erst vermuten. Das Dorf Faraoani gehört
der Diözese Iasi (dt. Jassy) an, einer der sechs lateinischen Diözesen Rumänienes (es gibt weitere
sechs katholische Eparchien byzantinischen Ritus’). Sowohl die Iasi als auch die Erzdiözese Bukarest
liegen außerhalb des Karpatenbogens, haben mit der Vielsprachigkeit der siebenbürgischen (Karlsburg/Gyulafehérvár/Alba
Iulia, Großwardein/Nagyvárad/Oradea, Sathmar/Szathmárnémeti/Satu Mare) bzw. Banater (Temeswar/Temesvár/Timisoara)
Kirchensprengel eher wenig am Hut. In den beiden Diözesen wird der Gottesdienst fast ausschließlich
in rumänischer Sprache gehalten (Ausnahme macht die Landeshauptstadt Bukarest, wo es katholische Sonn-
und Feiertagsgottesdienste in ungarisch, deutsch, italienisch, französisch, englisch, polnisch und arabisch
gibt).
#19 Lutheraner 22:14:02 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Nachtrag: Putin Und Zar Nicolaus II. ist kürzlich vom Obersten Gerichtshof Russlands in aller Form rehabilitiert
und als Opfer der politischen Unterdrückung in der Sowjetunion anerkannt worden! Haben Sie sich je mit
dem Kommunismus beschäftigt? Ich empfehle www.epochtimes.de ! Da finden sie alles! Die EU unterstützt
das kommunistische China trotz KZs, Israel trotz der häßlichen Unterdrückung der Palästinenser, den
Irak- und Afganistankrieg trotz Illegalität und 1,2 Mill. Toten, Georgien trotz der Aufrüstung durch
die Israeliten un der 150 israelitischen Armeeberater, und trotzdem Sakaschwili einen Völkermord in Südossetien
begehen wollte, die Aufstellung von Raketenstellungen an Russalnds Grenzen zur angebl. Abwehr iranischer
Interkontinentalraketen (so wahrscheinlich wie irakische Masenvernichtungswafen), welche sich mit einer
Kurbel gegen Russland wenden ließen und mit allerlei Raketen bestückt werden könnten. Es gab Vereinbarungen
zwischen dem Westen und Russland, daß die Nato in den freigegebenen Sowjet-Gebieten nichts zu suchen
hat. Und jetzt trampelt sie dort mit großen Füßen drinnen herum und lädt alle ein, Mitglied zu werden!
Glaubwürdigkeitsdefizit nennt man sowas, Herr Bischoff. Russland will nicht unter die Räder kommen,
hat alles Recht, seine Sicherheitsinteressen zu wahren. USA, Israel und EU – das sind die Kriegstrieber.
Muß man dafür Beweise liefern, oder können Sie selber fernsehen gucken?
#17 Alois Bischof 21:57:29 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Deswegen unterstützt Russland unter dem KGB-Agenten Wladimir Putin wohl auch: 1) Venezuela des Kommunisten
Chavéz 2) Kuba des Kommunisten Castro 3) Nordkorea des Kommunisten Kim-Jong-Il 4) Vietnam unter kommunistischer
Regierung. Antikommunistisch ist er nicht. Er will nur den nostalgischen Sowjetplatzwirtschaftskommunismus
des Dschuganow nicht haben. Übrigens erhält Putin von den Kommunisten rege Zustimmung in manchen Angelegenheiten.
Natürlich ist der KGB klug. Klüger wie Ihre Theorien, Lutheraner. Sie haben schon zuviel von den Neuen
Rechten, der Alain de Benoîts und Julius Evolas, geschluckt, die ja Putin als angeblichen Befreier Europas
vom amerikanisch-liberalen Joch begrüssen wollen. Putins Haltung wird dadurch zusammengefasst: „Wer sagt,
er bedauere den Zerfall der Sowjetunion nicht, hat kein Herz. Wer den Sowjetsystem so wie es war zurückhaben
möchte, hat keinen Verstand.“ „Das Zusammenbrechen der Sowjetunion war die grösste Katastrophe des 20.
Jahrhunderts.“ Alles Zitate aus dem Munde Putins. Natürlich weiss der KGB, dass die Sowjetunion pleite
war – und dass Jeltsin die Sache noch verschlimmert hat (deswegen die Angriffe gegen ihn). Aber man weiß
auch, daß man durch Tarnung des Systems und der Machthaber und wenn man nur lange genug wartet, die Westmächte
belügen kann, und dass man die USA und NATO-Staaten zum Tode wirtschaften kann, bei diesem Kasinokapitalistischen
System des Westens. Putin mag sympathisch sein, er dient auch nur dem größeren Ziele. Sie werden’s schon
spüren.
#16 Lutheraner 21:35:46 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Alois Bischof – Putin Ihre antirussische Polemik ist fehl am Platze. Wenn Sie sich bitte informieren würden:
In Russland sind nicht nur sämtliche Bücher von Alexander Solschenizyn erhältlich, die Kommunisten
wurden in Bausch und Bogen abgewählt. Nur hierzulande beschwerten sich Politiker und ihre journalistischen
Hofschranzen lautstark, daß sei ja alles nicht mit rechten Dingen zugedanken und undemokratisch. Mewedjew
ist mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt worden, und wie Peter Scholl-Latour und Gabriele
Krone-Schmalz als beste Russland-Kenner bestätigten, war die Wahl trotz einiger kleinerer Ungereimtheiten
völlig korrekt. Die Russen haben die Nase vom Kommunismus. Sie haben Putin indirekt gewählt, damit der
nicht nur mit der Mafia aufräumt, sondern auch der Kommunismus chancenlos bleibt. Alles in allem normale
Zustände im Osten, anders als bei uns. Entweder also, Sie sind uninformiert, oder sie schlagen in die
Kerbe des mainstreams, nicht weil sie Kommunismus bekämpfen wollen, sondern weil Sie bedauern, daß er
weg ist. Was ist es?
eigentlich… waren die Invektiven von Bischof Gherghel nicht gegen die rumänische, sondern gegen die
ungarische Sprache gerichtet. Die ist nun freilich genausowenig satanisch, im schlimmsten Fall nur verteufelt
schwer zu lernen.
#14 Alois Bischof 21:16:53 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Übrigens ist es übertrieben die rumänische Sprache, die sich de facto schon seit 1843 als Liturgiesprache
der rumänischen griechisch-katholischen unierten Kirche bewiesen hat, als „Sprache Satans“ zu bezeichnen.
Genauso schlimm ist es wenn der lateinische Bischof von Jaßenmarkt (Iaşi, Region Moldawien, Rumänien)
sich weigert die Beschwerden der ungarischen Minderheit Siebenbürgen ernst zu nehmen. Kann Bischof Martin
Roos aus Temeschburg nicht hergeflogen oder gefahren werden zur Firmung?
#13 Major Kong 20:42:50 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Modernismus einmal anders! Unterstellt, daß die Angaben in o.g. Artikel zutreffen, ist das ein sehr treffendes
Beispiel dafür, daß auch der Klerus außerhalb des deutschen Sprachraums mitunter extrem vom Modernismus
befallen ist. Während sich dies in Deutschland in einer überbordenden Huldigung an den Liberalismus
in Staat und Gesellschaft sowie dem Ökumenismus äußert, ist es anderswo der Bazillus des Nationalismus.
Alles Kinder von 1789, die in Opposition zur kirchlichen Wahrheit stehen. Leider wird Alois Bischofs Vorschlag
eines ausländischen Bischofs wohl nicht realisierbar sein, da dürfte ein Konkordat entgegenstehen. Interessant
sind übrigens die Weihespender …ww.catholic-hierarchy.org/…ishop/bgherghel.html des Ortsbischofs
. @Gallowglas Ihre Einlassung ist mit purer Logik zu wiederlegen. Sie reden wirr. @Jena-boy Wieviel weiß
man über die Hl. Kirche, wenn man zwischen sozialistischen Plattenbauten aufwächst?
#9 Gallowglas 19:18:16 | Dienstag, 21. Oktober 2008
@amanda Wie unglaublich christlich! Andere Sorgen haben die nicht?! Wieso, ist doch nur die logische Fortsetzung
des Vorgehens unserer Fundi-Freunde … wenn schon die Messe nicht mehr in Landessprache gehalten werden
darf, ist es doch nur logisch, wenn man als 2. Schritt auch die Landessprache an sich auszurotten versucht
…
Ist bekannt, wo die Vorbehalte dieser rumänischen (?) Priester gegen die ungarischstämmige und -sprachige
Minderheit herrühren? Die Abmeldung vom Ungarischunterricht scheint mir eine waghalsig weite Interpretation
der für den Sakramentenempfang erforderlichen recta dispositio zu sein (can. 889 § 2).
#6 Alois Bischof 18:48:44 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Der Vatikan sollte einfach einen volksdeutschen lateinischen Bischof hinschicken (ich nehme an es handelt
sich um ungarische Katholiken des lateinischen Ritus, nicht des byzantinischen) aus Siebenbürgen, da
gibt es Bischof Roos und andere. Immer wieder dieser Nationalismus in Osteuropa während einer Wirtschaftskrise.
Gleich bekommen wir wieder einen Antonescu und dann überrollt uns schon wieder die Rote Armee, dann unter
Putin? Das darf alles nicht wiederholt werden. Einfach ungarisch respektieren. Übrigens zeigte sich das
Latein als sehr menschenfreudig im Siebenbürger vor 1945, da Ungarn, Rumänen des Lateinischen Ritus
sowie katholische Volksdeutsche (Siebenbürger Sachsen und Banatendeutsche) gemeinsam vom gleichen Bischof
das Sakrament der Firmung in der gleichen heiligen Sprache der Hl. Römischen Kirche empfangen durften
und konnten. Aber heute?
#4 ratzeputz † 18:12:09 | Dienstag, 21. Oktober 2008
Haiders schwule Freunde!!!!! www.bild.de/…-nennt-es-liebe.html Wo bleibt der flammende Aufschrei des
ach so katholischen hetz.net gegen diesen Todsünder!