Auf den Überresten des Zweiten Vatikanischen Konzils zelebrierte die altgläubige Priesterbruderschaft Sankt Petrus kürzlich ihr zwanzigjähriges Bestehen.
(kreuz.net) Am 18. Oktober zelebrierte die altgläubige Priesterbruderschaft St. Petrus in der römischen
Peterskirche zu ihrem zwanzigjährigen Jubiläum ein Pontifikalamt.
Nach Angaben der Webseite ‘introibo.net’
ist die Petrusbruderschaft die größte und bedeutendste der altgläubigen Gemeinschaften, deren Priester –
angeblich – ausschließlich im Alten Ritus zelebrieren.
Der Präsident der Kommisssion ‘Ecclesia Dei’,
Dario Kardinal Castrillón Hoyos, feierte zu dem Anlaß in der römischen Kirche SS.Trinitá dei Pellegrini
ein Pontifikalamt.
Die Kirche ist als altrituelle Personalpfarrei errichtet und wird von der Petrusbruderschaft
geleitet.
Zu dem Jubiläum der Petrusbruderschaft pilgerten alleine aus den deutschsprachigen Ländern
über tausend Gläubige in Begleitung von Priestern der Bruderschaft nach Rom.
Am Vorabend des Pontifikalamtes
lud der Generalobere der Bruderschaft, Pater John Berg, alle deutschsprachigen Pilger zu einem Empfang.
Er dankte dabei dem Heiligen Vater für das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Hocherfreut zeigte er
sich über die positive Entwicklung seiner Gemeinschaft.
Für die Zukunft sieht Pater Berg zwei Schwerpunkte –
eine weitere Zunahme der Apostolate und die Einführung von Priestern in die Feier der Alten Messe.
Bei
den Apostolaten hofft er auf eine weitere Übernahme von Personalpfarreien.
Die Gründung vor zwanzig
Jahren bedeutete – so ‘introibo.net’ – auch eine Trennung von der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten
Priesterbruderschaft Sankt Pius.
Diese habe sich durch „illegale Bischofsweihen“ vom Heiligen Vater entfernt.
Ein Zusammenkommen mit dieser Bruderschaft ist für Pater Berg derzeit nicht ersichtlich, „wenngleich
er um das Gebet darum bat und schließlich für Gott nichts unmöglich sei.“
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Glaubensverfall durch Wojtyla Da ich schon oft in diözesanen Gottesdiensten erleben mußte, wie der Priester
in seiner Predigt zwar sehr viel über Soziales, aber kaum etwas, wenn überhaupt über Gott und den christlichen
Glauben sagte, da auch andere in diesen Gottesdiensten waren, kann ich für mich und viele andere aus
eigener Erfahrung schreiben, daß es in der Diözesankirche deutliche Entwicklungen weg vom Christentum
hin zu einer Art Sozialarbeit gibt. Und da der Polenpapst („Polenpapst“ gilt nur der Herkunft dieses Papstes
und bedeutet keinerlei Abwertung des Volkes) selbst den christlichen Glauben böse relativierte, indem
er beispielsweise anderen Religionen Wahrheit zusprach, und selbst sehr viel von Sozialem sprach, wogegen
seine Aussagen über Gott und das Christentum etwas zurückfielen, ist diese Fehlentwicklung der Diözesankirche
weitgehend auf den Polenpapst zurückzuführen. Beispielsweise empfing der Polenpapst am 22.III.1984 eine
Delegation der Bnai Brith im Vatikan, stand überhaupt in enger Beziehung zu dieser jüdischen Loge, und
viele seiner Äußerungen, besonders in Sachen Glaubensrelativierung, tragen unverkennbar freimaurerische
Handschrift. „Diözesankirche“ schreibe ich, weil mir einerseits der Ausdruck „Amtskirche“ mißfällt,
andererseits außerdiözesane Organisationen wie beispielsweise die Piusbruderschaft den vom Polenpapst
eingeschlagenen verhängnisvollen Weg nicht mitgehen.
Kein Agent der KPdSU Als Agenten der KPdSU würde ich den Polenpapst nicht bezeichnen – aber als einen
Agenten zumindest der jüdischen Loge Bnai Brith, wenn nicht der Freimaurerei insgesamt. Tatsächlich
relativierte der Polenpapst den christlichen Glauben und trug damit dazu bei, daß die Kirche sich wirklich
in Richtung Sozialverein entwickelte, dem zwar soziale Dinge sehr am Herzen liegen, der sich aber doch
recht wenig mit seinem eigentlichen Anliegen, nämlich der Pflege und Verkündigung des christlichen Glaubens,
beschäftigt.
#42 MartinBieger 14:54:49 | Freitag, 24. Oktober 2008
@Rechter Schaumschläger Der Polenpapst war ja auch ein Agent der KPdSU, den diese geschickt und mit großem
Erfolg im Vatikan plaziert hatt, um die Kirche in einen für die Antichristen harmlosen, sozialistisch-humanistischen
Wohlfahrts-Verein zu verwandeln. Hast du dafür Belege oder ist das nur wieder einer deiner üblichen
Spinnereien.
Der Kirche die Zähne gezogen … „Wer sich an „Wojtyla“ stört: Ich kann ja wieder „Polenpapst“ schreiben,
mit dem ausdrücklichen Hinweis, daß ich damit nur auf seine polnische Herkunft verweisen, aber nicht
die Polen insgesamt abwerten möchte.“ Der Polenpapst war ja auch ein Agent der KPdSU, den diese geschickt
und mit großem Erfolg im Vatikan plaziert hatt, um die Kirche in einen für die Antichristen harmlosen,
sozialistisch-humanistischen Wohlfahrts-Verein zu verwandeln. …
Wojtyla verdient keine Ehrung Ich bekomme es einfach nicht über meine Tastatur, diesem Schädling am
katholischen Glauben die Ehre durch Titel oder Papstnamen zu erweisen. Wer sich an „Wojtyla“ stört: Ich
kann ja wieder „Polenpapst“ schreiben, mit dem ausdrücklichen Hinweis, daß ich damit nur auf seine polnische
Herkunft verweisen, aber nicht die Polen insgesamt abwerten möchte. Daß sich so eine Type wie dieser
Orgeltreter hier zum Verteidiger des Polenpapstes aufspielt, spricht Bände.
#38 catharina 07:42:41 | Freitag, 24. Oktober 2008
Respekt und Konstitutionen Ein Mindestmass an Respekt bitte! Ein Papst wird für gewöhnlich mit seinem
Amtstitel, mit dem Ehrennamen „Heiliger Vater“ oder dem Papstnamen benannt. Woytila ist also eindeutig
gegen die gebotene Ehrfurcht, die auch dann einzuhalten ist, wenn man manches kritisieren muß. Die Konstitutionen
der FSSPX: Selbstverständlich hat sie welche. Doch sind sie weder von der zuständigen Autorität approbiert,
noch kann eine höhere Stelle ihre rechtmäßige Anwendung überprüfen, gegebenenfalls einfordern und
sanktionieren. Bsp.: Ein Priester der FSSPX ist nicht ganz linientreu. Man schließt ihn aus der Gemeinschaft
aus, ohne daß strikte kirchenrechtliche Gründe bestehen würden. Was kann er tun? Sich an die höhere
Autorität wenden? Aber die wird ja von seinen Oberen nur theoretisch, nicht auch im Bereich praktischer
Entscheidungen anerkannt. FSSPX – ein letztlich rechtsfreier Raum. Und gerade deshalb ein Territorium
ideologischer Willkürherrschaft.
Lieber Seefeldt, ich verstehe gar nicht, dass Sie darauf so insistieren. Dass Woytila ein falsches Spiel
spielte, nicht nur in Bezug auf diese Dinge, sondern etwa auch was die sog. Gebetstreffen z.B. in Assisi
betraf, ist doch allgemein bekannt. Das ist doch höherer Zynismus, wenn man Lefebvre nun zum Vorwurf
macht, dass er auf diesen Rosstäuscher nicht hereingefallen ist. Und glauben Sie mir, so dumm ist Clarissa
Darling auch gar nicht. Sie ist nur durchtrieben.
#36 Seefeldt 23:01:39 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Falsches Spiel @ clarissa colonia: Sicher gab es auch andere mögliche Kandidaten, aber erstens waren
die vier erstgenannten wohl auch die nach Lefebvres Meinung Besten (und darauf kam es an), und zweitens
schauen Sie sich doch noch einmal den ersten Absatz meines Vorbeitrags an, nun mit eigener Hervorhebung:
Da schickt Erzbischof Lefebvre dem Papst vier Vorschläge für seine (des Erzbischofs) Nachfolge, der
Papst lehnt alle Vorschläge ab und fordert weitere, aber ohne eine Zahl zu nennen – da mußte doch mit
der Möglichkeit gerechnet werden, daß eine Zurückweisung nach der anderen durch den Papst erfolgen
würde. Begreifen Sie jetzt die Hinterhältigkeit der wojtylaschen Verhandlungsführung? Hätte Wojtyla
zur Abgabe einer festen Zahl von Kandidaten aufgefordert, wäre die Sache in Ordnung gewesen. Dann wäre
wohl auch eine Einigung möglich gewesen. Es war das Falschspiel Wojtylas, das zum Bruch führte.
Liebe Clarissa Darling, sind denn Vereinigungen, die von Rom als schismatisch bezeichnet (oder je nach
Standpunkt: diffamiert) werden verpflichtet ihre Konstituten in Rom einzureichen? Wenn die dort nicht
abgegeben wurden, heißt das ja nicht, dass es keine gibt.
Werter Seefeldt, der Personalprälat des Opus Dei weiht auch seine eigenen Priester und ist trotzdem rechtmäßig
nach den Konstitutionen gewählt – oder hatte Lefebvre nur vier Kandidaten, die er dem Hl. Stuhl hätte
vorschlagen können?
#33 Seefeldt 17:43:13 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Die Bischofsweihen @Frasim: Schauen Sie sich doch bitte die Einzelheiten des Vorgangs an: Da schickt Erzbischof
Lefebvre dem Papst vier Vorschläge für seine (des Erzbischofs) Nachfolge, der Papst lehnt alle Vorschläge
ab und fordert weitere, aber ohne eine Zahl zu nennen – da mußte doch mit der Möglichkeit gerechnet
werden, daß eine Zurückweisung nach der anderen durch den Papst erfolgen würde. Wäre der damalige
Papst einen klaren, sauberen Weg gegangen, hätte es zur Einigung kommen können, denn auch Lefebvre wollte
eigentlich keine Bischofsernennung ohne päpstliche Zustimmung. Aber leider zog Wojtyla das Falschspiel
vor. Bei der ganzen Angelegenheit muß noch das Alter des Erzbischofs beachtet werden: Er wurde 1905 geboren,
war damals also 83 Jahre alt. Dieses hohe Alter war für Lefebvre der Hauptgrund, auf die baldige Ernennung
eines Nachfolgers zu drängen. * @clarissa colonia: Sie sollten im Glashaus nicht mit Steinen werfen –
in diesem Falle, nicht anderen mangelndes Verständnis unterstellen, wo Sie selbst Entscheidendes nicht
verstehen. Bei den Bischofsweihen durch Lefebvre ging es eben nicht um die Benennung eines Diözesanbischofs,
sondern um einen Nachfolger für Lefebvre als Bischof für die von ihm gegründete Priesterbruderschaft,
um durch diesen Bischof weitere Jungpriester weihen lassen zu können und damit der Bruderschaft die Zukunft
zu erhalten. Daher kam für Lefebvre nur ein Mann seines eigenen Vertrauens als Bischof infrage. Zur Konstitution:
am besten bei fsspx.info fragen.
Werter Seefeldt, Sie kapieren es nicht, oder? Jedes Jahr werden von allen Bistümern unter preußischem
Konkordat ca. 99 Vorschläge abgegeben. Wird ein Bistum vakant, stellt der Hl. Stuhl aus allen bei ihm
eingegangenen Vorschlägen (auch früherer Jahre und aus allen „preußischen Bistümern“) eine Dreierliste
zusammen, die an das wahlberechtigte Kapitel geht. Also: Bei ca. 100 Vorschläge pro Jahr und die Vorschläge
von 5 (angenommenen) Jahren zusammen kommen meiner Rechnung nach ca. 500 episkopable Kandidaten für ein
vakantes „preußisches“ Bistum zusammen. Aus diesen (angenommenen) 500 Kandidaten stellt der Hl. Stuhl
dann eine terna zusammen, aus der das Kapitel dann einen Kandidaten wählen darf. Nun zu den von Ihnen
erwähnten Konstitutionen: Sind die veröffentlicht? Kann man die erhalten und wenn ja, wo? Meine Versuche
dazu sind bislang ergebnislos geblieben. Aus der Tatsache, daß die Bruderschaft „Obere“ hat folgt jedoch
noch lange nicht, daß es kirchenrechtliche Konstitutionen gibt, die all das regeln, was das sogen. Eigenrecht
eines Ordensinstituts regeln muß (z.B.: Amtsbestellung von Oberen auf allen Ebenen, deren Pflichten und
Rechte, deren Amtsentsetzung; Aufnahme, Ausbildung, Dienst und Entlassung von Mitgliedern, sowie deren
Pflichten und Rechte; Organisation der Niederlassungen; Vermögensverwaltung).
#31 Frasim 15:58:54 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
@Seefeldt Wusste S.Ex. Lefebvre, wen der Papst ernennen und zum Bischof der FSSPX weihen lassen wollte?
Hätte S.Ex. Lefebvre nicht lieber auf den Vorschlag des Papstes eingehen (um zunächst dem drohenden
Schisma zu entgehen) und dann bei eventuellen Problemen mit dem Bischof weitere Verhandlungen mit Rom
aufnehmen sollen?
#30 Seefeldt 15:49:55 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
@clarissa colonia Wenn also ein Bistum 3 Kandidaten vorzuschlagen hat, war der Vorschlag von 4 Kandidaten
durch die Piusbruderschaft doch noch weitergefaßt. Daß Wojtyla die vier Vorschläge ablehnte und weitere
Vorschläge forderte, ohne eine Zahl zu nennen, zeigt doch deutlich genug seine Falschheit. Erzbischof
Lefebvre war der Gründer der Priesterschaft; bei der Bischofsweihe ging es um die Fortsetzung seines
Werkes, genauer um die Möglichkeit, Priester innerhalb der Bruderschaft weihen zu können. Die Piusbrüder
haben Distriktobere und einen Generaloberen. Die Konstitutionen sind somit vorhanden. Außerdem: Auch
wenn Sie die Piusbrüder nicht mögen, sollten Sie sich doch derartiger Verleumdungen wie „Jubelperser“
enthalten. So etwas ist nicht nur unsachlich, sondern auch in der Sache falsch. Und zum Schluß: Es ist
schade, daß es zu diesen Bischofsweihen durch Lefebvre kam. Es hätte dazu nicht kommen müssen, wenn
Wojtyla nicht so ein übles, falsches Spiel betrieben hätte. Hoffen wir, daß Rom und die Piusbrüderschaft
wieder zusammenkommen. Seitens der Piusbrüderschaft ist der grundsätzliche Wille dazu vorhanden, allerdings
legt man angesichts der derzeitigen Lage in der Kirche und einiger Erfahrungen anderer traditioneller
Gemeinschaften zu recht Wert auf Handlungsfreiheit.
#24 athanasius1957 08:11:35 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
ad Seefeldt et alios Interessant im Zusammenhang mit den unerlaubten aber gültigen Bischofsweihen der
Piusbruderschaft ist die Situation der chinesisch-patriotischen Bischöfe und deren Seminaristen bzw.
Priester bzw. das Verhalten Roms diesen gegenüber. Ein Großteil der Bischöfe seit 1949 wurde ohne Erlaubnis
von Rom geweiht. Diese haben aber zwischenzeitlich um Legitimation in Rom angesucht und erhalten. Ein
guter Teil der Seminaristen der patriotischen Kirche studiert mit Hilfe und finanzieller Unterstützung
zB der Mary-Knoll-Stiftung in den USA bzw. Australien. Aus Mangel an Theologie-Professoren dürfen auch
geweihte und Laien-Professoren der röm.kath. Kirche aus dem Ausland (Deutschland, USA, etc.) Vorlesungen
an den patriotischen Seminaren in Festlandchina halten. Dies alles mit Erlaubnis, zumindest aber mit Duldung
Roms. Die Verschärfung des CIC bzgl. Bischofsweihe erfolgte unter Pius XII wegen der unerlaubten in China.
o^/
Werter Seefeldt 1) Die im Geltungsbereich des Preußenkonkordats liegenden Bistümer und ihre Kapitel
(Hamb., Hild., Ber., Osn., Mün., Magd., Gör., Aac., Ess., Padb., Ful., Erf., Dre.-Mei., Kö., Tr., Limb.)
haben jährlich jeweils Listen 3 „episkopablen“ Priestern (terna) nach Rom zu geben (16 Bisch. + Kap. +
1 Nuntius = 33 ternae x 3 Kandidaten = 99 Kandidaten). Tritt Sedisvakanz ein, stellt der Hl. Stuhl unter
Würdigung dieser Vorschläge eine terna zusammen, die dem Kapitel zur Wahl zugestellt wird. 2) Beim Opus
Dei wird derjenige zum Bischof ernannt und geweiht, der nach den Konstitutionen rechtmäßig zum Prälaten
des Opus Dei gewählt worden ist. 3) In beiden Fällen sind an der Entscheidung über die Bischofsbestellung
eine ziemlich große Anzahl von Personen beteiligt, weil Bischofsernennungen in der Kirche keine „Hinterzimmer-Schwarzmerktgeschäfte“
sind. 4) In der FSSPX bestanden (zumindest bis 1991 – ob heute ?) keine geeigneten Konstitutionen, nach
denen eine rechtmäßige Leitung gewählt worden wäre. Lefebvre leitete den Verein seiner eigenen Jubelperser
ohne je gewählt worden zu sein. 5) Unter diesen Umständen ist es durchaus nachvollziehbar, daß der
Hl. Stuhl verlangte, die FSSPX sollte entweder die Rechtsform der Personalprälatur übernehmen und einen
Prälaten wählen (der dann zum Bisch. ernannt würde), oder eine größere Anzahl von Kandidaten unterbreiten,
denn in diesem Zusammenhang nur 4 „handverlesene“ zu benennen, ist schon eine Zumutung.
#22 Seefeldt 23:23:51 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Halbwahrheit auch von clarcol Auch die von clarcol zitierte Netzseite unterschlägt die wichtige Einzelheit,
daß Erzbischof Lefebvre dem Vatikan bereits vier Kandidaten für die Bischofswahl vorgeschlagen hatte
und daß Wojtyla neue Vorschläge einforderte, ohne eine Zahl zu nennen (seriös ist anders). Mit diesem
Verfahren hätte Wojtyla immer wieder neue Vorschläge einfordern können, was zwar tricky, aber unfair
war. Auch zeigt sich wieder einmal die mangelnde Bereitschaft der Lefebvre-Gegner, auf Argumente anderer
einzugehen. Also nochmals: Daß der Papst die Diözesanbischöfe bestimmt, ist ja völlig in Ordnung;
bei der Wahl des Bischofs für die Piusbrüderschaft war die Angelegenheit eine ganz andere. Hierbei ging
es darum, für Lefebvre einen Nachfolger zu finden, der die Arbeit Lefebvres in dessen Sinne fortsetzen
würde. Daher stand in diesem speziellen Falle dem Erzbischof ein Einfluß auf die Wahl zu. Dem Papst
lagen ja bereits vier Vorschläge vor, unter denen er hätte auswählen können – und auch sollen, denn
dann hätte es die anderen Weihen nicht gegeben. Nebenbei bemerkt: wieviele Kandidaten werden denn für
die Auswahl eines Diözesanbischofs vorgeschlagen? Zur Lehre der Kirche: Bis zum 2.VK lehrte die Kirche,
daß sie alleine den wahren Glauben verkündete. Das 2.VK brach definitiv mit dieser Lehre, und Wojtyla
verstärkte das mit seinem eigenen Glaubensrelativismus noch. Es geht der Piusbruderschaft nicht nur um
die Tridentinische Messe, sondern eben auch um die Wahrheit des christlichen Glaubens.
#20 Major Kong 22:01:29 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Im Zorn zurückschauen? Ich hoffe nicht, daß das Jubiläum der FSSP im Kern aus einer Rückschau auf
die Ereignisse von 1988 besteht, sondern aus einem Ausblick auf die Möglichkeiten der Zukunft. Das Experiment
der Tradition ist wieder möglich. Man kann rekonzilieren ohne das Gesicht zu verlieren. Sollten die Ausführungsbestimmungen
zum MP tatsächlich die „Freizügigkeit“ für ED-Priester mit sich bringen, wäre das phänomenal. Die
Ereignisse von 1988, so problematisch sie sein mögen, sind in ihrer Ursache bereits im Jahr 1976 zu suchen,
als Paul VI. die Frage der Liturgiereform auf die Ebene der Lehre hob. Man kann die Tradition nicht zulassen,
weil das Konzil in Frage gestellt werden würde. Diese starrsinnige Haltung war der Auslöser für alles
weitere. Nicht Erzbischof Lefebvre hat die alte Messe für kirchenpolitische Zwecke missbraucht, es war
Paul VI. Er zeichnet auch für den kirchlichen Niedergang und das Chaos der 70iger Jahre verantwortlich.
Heute ist vieles ja schon wieder etwas besser. Der Primus des Konzils hatte den Laden einfach nicht im
Griff, wollte es sich und der Kirche aber nicht eingestehen!
#19 catharina 21:32:56 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Dr. Dr. Marcel Lefebvre „Diese Tatsache beweist schon wie notwendig der heroische Widerstand des traditionstreuen
römisch-katholischen Erzbischofs namens Dr. Dr. Marcel Lefebvre war.“ Ja, hätte ich damals um die doppelte
Doktorwürde des Konsekrators gewußt, ich hätte die Angelegenheit mit ehrfürchtigem Schauder erlebt.
Denn immerhin umfaßte so eine Doktorthese in Rom um die 30 Seiten…
Lefebvre und der zu weihende Bischof Inzwischen muße ich allerdings erfahren, daß im Petrusblatt eine
ganz wichtige Einzelheit unterschlagen wurde: daß der Wojtyla den zu weihenden Bischof selbst aussuchen
wollte. Für Lefebvre hätte das bedeutet, die Wahl seines Nachfolgers jenem Papst zu überlassen, der
kurz zuvor die Veranstaltung von Assisi durchgezogen hatte – das konnteErzbischof Lefebvre nicht annehmen.
Nein, natürlich konnte Lefebvre das nicht annehmen. Wo kämen wir denn hin, wenn ein rechtmäßiger Papst
die Bischöfe auswählt?
Werte Herren Vorschreiber! 1) Die Konformität der Interpretation des II. Vatikanischen Konzils mit der
Lehre der Kirche und dem magisterium ecclesiasticum wird bereits durch die nota praevia interpretativa
Pauls VI. festgeschrieben. 2) Für die Ernennung von Bischöfen oder Personalprälaten gilt die libera
collatio – das freie Ernennungsrecht des Pontifex unter Wahrung der Mitwirkungsrechte nach can. 377. 3)
Die bis dahin nur als pia unio errichtete Bruderschaft sollte wohl in die Rechtsform einer Personalprälatur
überführt werden. 4) Die Ernennungszusage an Lefebvre bezog sich – wie bei Personalprälturen üblich –
auf ein Mitglied derselben.
#16 Seefeldt 19:10:07 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Die Petrusbruderschaft lügt mit Halbwahrheit Die Petrusbruderschaft wurde kurz nach der von Erzbischof
Lefebvre vollzogenen Weihe von vier Bischöfen gegründet. Im Oktoberblatt der Petrusbruderschaft wird
zu dieser Bischofsweihe behauptet, der damalige Papst (Wojtyla) sei dem Erzbischof sehr weit entgegengekommen,
indem er zugesagt habe, einen Priester der Piusbruderschaft zum Bischof für die Bruderschaft zu weihen.
Beim ersten Lesen brachte mich das etwas aus der Fassung: Wie konnte Lefebvre dieses Angebot ausschlagen?
Inzwischen muße ich allerdings erfahren, daß im Petrusblatt eine ganz wichtige Einzelheit unterschlagen
wurde: daß der Wojtyla den zu weihenden Bischof selbst aussuchen wollte. Für Lefebvre hätte das bedeutet,
die Wahl seines Nachfolgers jenem Papst zu überlassen, der kurz zuvor die Veranstaltung von Assisi durchgezogen
hatte – das konnte Erzbischof Lefebvre nicht annehmen. Zwar ist es richtig, daß der Papst die Diözesanbischöfe
auswählt, doch im Falle der Piusbruderschaft war die Sache eine ganz andere: Für Lefebvre ging es darum,
daß sein Werk durch einen oder mehrere Bischöfe seines Vertrauens fortgesetzt wurde. Da mußte er schon
selbst einen Einfluß auf die Auswahl des Bischofs haben können. Obendrein hatte er ja schon vier Vorschläge
nach Rom geschickt, doch verlangte Wojtyla weitere Vorschläge, und zwar in unbestimmter Zahl. Dieses
Verhalten des damaligen Papstes war schäbige Trickserei. Ich bedaure die Weihe der Piusbischöfe ohne
päpstliche Genehmigung. Schuld daran ist aber vor allem Wojtyla.
#15 Alois Bischof 18:07:52 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Bei Gott ist es auch nicht unmöglich darum zu bitten, daß Benedikt XVI. endlich mal klarstellt wie das
II. Vatikanum zu interpretieren ist, und sich mal mit den Vorwürfen eminenter traditionstreuer Professoren
und Laien auseinandersetzt anstatt das Konzil weiterhin hochzujubeln im kleinen klerikalen Vatikankreise.
Übrigens hat die Priesterbruderschaft St. Petrus, obwohl angeblich so groß, immer noch keinen eigenen
Weihbischof. Diese Tatsache beweist schon wie notwendig der heroische Widerstand des traditionstreuen
römisch-katholischen Erzbischofs namens Dr. Dr. Marcel Lefebvre war. Das heißt nicht, daß ich die Petrusbrüder
angreifen möchte. Leider greift die FSSP-Führung immer wieder den Erzbischof und die Priesterbruderschaft
St. Pius X. an, als wollte man den Neo-Modernisten im Vatikan beweisen, daß man „mit dem Aggiornamento“
dabei ist, und keine theologische Einwände mehr erheben wird. Und da sieht man schon den Fehler der Petrusbruderschaft.
das heißt auf deutsch … vor dem jetzt die Vorsteher der neugläubigen Eucharistiefeier beim sogenannten
Wortgottesdienst plaziert sind … so verhunzt kann man sprechen, wenn man versucht, in jedes wort eine
gehässigkeit reinzulegen. warum nicht einfach „priester“? warum „neugläubig“ anstelle von röm.-katholisch
(immerhin sprechen wir hier von der ordentlichen form des römischen ritus)? warum „sogenannter“ wortgottesdienst
(was natürlich auch nicht stimmt, da die sessio nicht nur während des wortgottesdienstes verwendet wird
…)?
#13 catharina 17:51:45 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
kreuz.net und seine Informationsquellen. Tatsächlich: Es ist ein grober Fehler, das Pontifikalamt von
Kard. Castrillon-Hoyos in die Petersbasilika zu verlegen. Wie seriös möchte kreuz.net sein? Wie seriös
ist es wirklich?
#12 philomena 16:14:21 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
FSSP Jubiläum in Rom Schade, dieser artikel ist kein Ruhmesblatt für „kreuz.net“. Das Pontifikalamt
fand nämlich gar nicht in St. Peter statt. Solche Details sind dem Verfasser wohl vwerborgen geblieben.
Wenn er St. Peter nicht von der Kirche „Trinità dei Pellegrini“, der Personalpfarrei der Petrusbruderschaft
unterscheiden kann, dann erscheinen die restlichen Betrachtungen auch nicht als sehr gehaltvoll. Vielleicht
sollte auch nur ein Rahmen für die „Verwüstungsdarstellung“ der Peterskirche geschaffen werden. Doch
sollte man dies nicht auf dem Rücken der Jubiläumswallfahrt der FSSP austragen. Ich danke auf jeden
Fall für die schönen Tage der Romwallfahrt und für 20 Jahre FSSP!
HBR kann offenbar nicht einmal zwischen der Piusbruderschaft und der Petrusbruderschaft unterscheiden.
Trotzdem schwadroniert er munter von einem Schisma. MfG Christoph Heger
V2-Blödmänner Der damalige Präsident der Fabbrica di San Pietro, von Sankt Peter, Virgilio Kardinal
Noè (86), ließ diesen Altar zertrümmern und durch einen Mahltisch ersetzen. Eine Kulturschändung ohnegleichen,
da braucht man noch nicht mal theologisch zu werden. Ich stand schon des öfteren vor dieser Wunde des
Petersdomes. Es ist einfach nur noch traurig.
HBR, Ihre Kokodilstränen über das sog. Schisma sind schon ziemlich lächerlich. Und wenn schon 2o Jahre
Schisma! Weinen Sie doch zunächst mal über das Jahr 1054 oder vielleicht auch und noch mehr über das
Jahr 1870!
Richtig…sorry Die FSSP ist in Ordnung, da sie sowohl das Konzil als auch den Papst anerkennt. Es gab
also unter den Lefebvristen doch noch ein paar einsichtige Priester, die sich nicht ins kirchliche Abseits
bringenn wollten, damit ein einzelner abtrünniger Bischof sein „Lebenswerk“ sichern konnte. Allerdings
muss ich schon sagen, dass das Auftreten der Priester der Petrusbruderschaft in Wigratzbad schon etwas
an jenes der Pius-Sektierer erinnert
@HBR… Ich glaube, Sie vertun sich. Die Petrus-Bruderschaft, die in Einheit mit unserer Kirche steht,
feiert das Jubiläum, es geht hier nicht um die Piusse.
Kathedraaltar Eine traurige Geschichte, die nicht nötig war. Natürlich gab es vergleichbare Phänomene
auch in früheren Zeiten, aber das macht die Sache an sich auch nicht besser. Und der „neue“ Altar passt
nicht in den Petersdom, ein Fremdkörper. Wenn man wenigstens den Berninialtar vorgerückt hätte, um
der Ideologie der Zelebrationsrichtung genüge zu tun. Aber so ist das schon ein ziemliches „Vergehen“,
aus kunsthistorischer Sicht vielleicht sogar ein „Frevel“. Traurig!
#2 Heinz Josef 14:17:34 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Nein, die Petrusbrüder … leben nicht im Schisma, sondern in der Unio mit dem Papst in Rom. Sie lehnen
auch nicht das 2.Vat. Konzil ab und werden hier irrtümlich als Altgläubige bezeichnet!
20 Jahre Lefebvre-Sekte kein Grund zum feiern Am 18. Oktober zelebrierte die altgläubige Priesterbruderschaft
St. Petrus in der römischen Peterskirche zu ihrem zwanzigjährigen Jubiläum ein Pontifikalamt. Traurig.
20 Jahre lang besteht nun das Schisma. Da bin ich ja mal gespannt wie es sich weiterentwickelt