Pater Udo Fischer
Widerspruch gegen Bischofsträume
Reden die Bischöfe während der gegenwärtig in Rom laufenden Synode von Dingen, an die sie sich in der Praxis selber nicht halten?
(kreuz.net) Für jede Minute Predigt müsse der Priester eine Stunde in die Vorbereitung stecken.

Das bezeichnete der Sankt Pöltner Weihbischof, Mons. Anton Leichtfried, am 13. Oktober in seiner Ansprache vor der gegenwärtig laufenden Bischofssynode als eine Faustregel.

Mons. Leichtfried fügte auch hinzu, daß ein Beherzigen dieser Richtlinie manchen langatmigen Vortrag im Gottesdienst reduzieren könnte.

Doch der altliberale Benediktiner und Pfarrer in der Diözese Sankt Pölten, Pater Udo Fischer, ließ sich von den Äußerungen des Weihbischofs nicht beeindrucken.

Von der „angeblich bekannten Faustregel“ des Bischofs „habe vermutlich nicht nur ich noch nie etwas gehört, sondern auch so gut wie keiner seiner Bischofskollegen, bei denen 30 bis 45 Minuten-Predigten pro Anlaßfall die Regel sind.“

Das erklärte der Pater im jüngsten Leitartikel seiner wöchentlich erscheinenden antikirchlichen Publikation ‘Ja – die neue Kirchenzeitung’.

Er weist darauf hin, daß solche Anregungen eher aus der evangelischen Kirche bekannt seien:

„Das Evangelische Zentrum Berlin-Friedrichshain sieht bei Dienstvereinbarungen mit Pastoren für die Vorbereitung eines Gottesdienstes – im wesentlichen der Predigt – acht Wochenstunden vor, dieselbe Zahl für eine Taufe, Trauung oder ein Begräbnis“ – weiß der Benediktiner.

Pro Predigtminute eine Stunde Vorbereitung sei ein wohl kaum je eintretender Idealfall für einen katholischen Durchschnittspfarrer, der am Sonntag, bei Spezialmessen, bei Taufen, Trauungen, Begräbnissen und Wochentagsmessen predige und außerdem in Schulen, Kindergarten und bei Krankenbesuchen zu reden habe.

Dabei sei es im Einzelgespräch oft viel schwerer, das richtige Wort zu finden, als vor versammelter Gemeinde.

Fazit des Paters: „Die Wortmeldung bei der Bischofssynode beweist: In Rom darf man träumen, daheim muß man leben.“
      
7 Lesermeinungen
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#7   Lorenz   12:04:32 | Freitag, 24. Oktober 2008
Der Spruch ging doch so:
Man darf über alles predigen.
Nur nicht über 20 Minuten.
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#6   Beatus Theophilus_89   08:50:56 | Freitag, 24. Oktober 2008
laber…_laber…_
Walter predigt schön! :-] Könnte sogar länger predigen als man könnte.
Aber, was die deutsche Bischofsschaft angeht, da bleibt zu sagen. :'(:
„Da müssen wir noch mit dem eisernen Besen ausrechen“
Es gibt viele, die nicht viel von Benie’s (Papst Benedikts XVI) gut gemeinten Ratschlägen halten.
Das macht aber auch nichts aus, wir sind ja nun mal die gläubigen Idioten für die Medien…
…apropos, was ich noch sagen wollte, wer predigt, sollte sich zur Maßregel halten, die Liebe obsiegt immer wie Papst Johannes Paul II sagte. Ein Anstoß zum folgenden Sonntag. egal wie lange die Predigt sein soll.
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#5   Gotthard   23:00:53 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
EIN Mixa
„EIN Mixa“ ist eine 15-Minuten-Predigt-Einheit …
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#4   catharina   21:38:43 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Recht hat er!
Wie sagte ein alter Pfarrer zu einem Bauern, der ihn am Sonnabend zu später Stunde fragte, ob er wohl schon mit der Vorbereitung seiner Sonntagspredigt begonnen habe: „Du wirst doch auch in der Lage sein, mir etwas über deinen Hof und deine Tiere zu erzählen, ohne dich lange hinzusetzen…“
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#3   noch ein Landorganist   18:11:16 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
@ HBR
Wie lange lesen Sie hier schon? 22.12.2006! Da sollten Sie das langsam wissen. Sonst verstehen Sie ja die Hälfte der Artikel hier garnicht :'(
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#2   Sirilo   17:19:21 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Altliberal
Altliberale sind z.B. Genscher, Hirsch, Baum, Scheel…
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#1   HBR   16:06:28 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Nur mal zur Klärung
Was bitte bedeutet „altliberal“? So eine Wortschöpfung gibt es nur hier…
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