In einer kleinen Diözese in Norditalien setzt der dortige Oberhirte im liturgischen Leben neue Maßstäbe. Natürlich hat das Motu Proprio dabei seine Finger im Spiel.
Am Vorabend
des Michaelfestes erwarteten die Gläubigen den Bischof auf einem Platz am Ortseingang. Unter der Leitung
des Ortspfarrers beteten sie dabei vor einer Statue des Erzengels Michael den Rosenkranz.
Um 16.00 Uhr
erschien das Fahrzeug des Bischofs am Ort. Der Pfarrer öffnete die Türe.
Der Bischof
erschien in violetter Mozzetta mit dem Birett auf dem Kopf. Er begrüßte die anwesenden kirchlichen und
staatlichen Autoritäten und segnete die Menge.
Dann zogen die Gläubigen in singender Prozession zur
Dorfkirche.
In der Kirche warf sich der Bischof unter dem Rauschen der Orgel auf die Knie und verrichtete
die Gebete, die vom Römischen Pontifikale vorgesehen sind.
Dann zelebrierte er die Heilige Messe im
Altehrwürdigen Ritus und hielt eine ergreifende Predigt.
Er sprach von der Bedeutung des geistlichen
Lebens, das auf dem Glauben und der katholischen Lehre gründet.
Der Bischof ermahnte die Gläubigen,
Gott an die erste Stelle zu setzen: „Er und nur er – alles andere ist von zweitrangiger Bedeutung.“
Nach
der Messe besuchte Mons. Oliveri das neugegründete Benediktiner-Priorat Santa Caterina da Siena, das
sich unmittelbar neben der Kirche befindet.
Das war bereits die zweite öffentlichen Alte Messe, die
der Bischof in seiner Diözese zelebriert hat.
Am 23. September brachte er das Heilige Opfer nach dem
Alten Ritus für die kontemplativen Franziskanerschwestern von Alassio – eine Nachbargemeinde von Albenga –
dar.
Morgen Sonntag wird er in der Konkathedrale in Imperia ein Pontifikalamt im Alten Ritus feiern.
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#25 Benedikt 13:28:26 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
@ HBR Der beste Hinweis ist die Zelebration der überkommenen tridentinischen Messe. Und warum sollte
das „ewig-gestrig“ sein? Es scheint vielmehr eine neue Überzeugung des Bischofs zum Ausdruck zu kommen.
Und das Ornat, welches der Bischof getragen hat. Das zeugt doch von vorkonziliaren Bestrebungen. Ich kann
an dem Ornat nichts erkennen, was „vorkonziliar“ sein sollte. Insbesondere die Cappa magna ist im nachkonziliaren
Zeremoniale als Privileg der Ortsbischöfe vorgesehen.
#23 Bernd-Jupp 18:18:59 | Montag, 27. Oktober 2008
Gibt es da Menschen? Also nur um die Bilder besser verstehen zu können: Wieviele Einwohner hat denn die
Ortschaft? Und die „Menge an Gläubigen“ sind das die paar, die man hinter den beiden halbglatzköpfigen
Patres sieht? Also wenn die Bilder unter all dem eine „Menge“ verstehen, dann ist es nicht weit her mit
dem gewaltigen Zustrom, den dieser Bischof hat. Im Übrigen: Feiert der seine Messen sonst im Geheimen?
Wenn das steht, dass das seine zweite öffentliche Messe war, gehe ich mal davon aus, dass er sonst nur
für sich zelebriert. Armer Bischof – so ganz ohne Volk!
Nachdem der hochwürdigste und erhabene Kirchenfürst den allerheiligsten Schlußsegen gespendet hatte,
verließ er auf seinen hochedlen, pontifikalen Füßen das Haus des Herrn, unter feierlichem Orgelschall.
Dabei segnete der oberste Hirte gütigst die versammelten Schäflein, wobei sein mit wertvollsten Steinen
besetzter Ring nur so funkelte. Der Bischofsstab verlieh dem Ganzen einen hochwürdigsten Anblick, der
nur durch die allerdichtesten Weihrauchschwaden getrübt wurde. Vor dem grandiosen Portal brachte die
hingebungsvolle Jungfrauenkongregation von 1888 (es waren alles Gründungsmitgliederinnen) dem hochwürdigsten
Herrn noch ein herzzerreißendes Ständchen dar, eine marianische Antiphon, die im Bistum sehr wertgeschätzt
wird. Als der letzte höchtfeierliche Ton verklungen ward, schritt seine bischöflichen Gnaden über einen
wunderbar blumengesäumten Teppich zum festlich geschmückten Pfarrhofe hin, wo die allertreueste Pfarrhaushälterin
schon mit dem allerfeinsten Mahle auf die ehrenwerteste Festversammlung wartete. Nach einem kurzen, etwa
halbstündigen Sühnetischgebet, stärkte sich der magnificente Prälat zu weiteren guten Werken, mit
Köstlichkeiten und feinsten Weinen der Region. Hernach verabschiedete sich der allergnädigste Herr und
Hirte vom hochwürdigsten Herrn Pfarrer, der allertreuesten Haushälterin, dem hochlöblichen Herrn Bürgermeister
und der erlesenen Festversammlung mit einigen warmen und frommen Worten, so sie dort noch nie erklungen
waren. Das alles danken wir dem alten Ritus.
Ornate Also, auf den Fotos kann ich keine außergewöhnlichen Ornate entdecken. Allles sehr stimmig und
würdig. Nichts von dem, was man dort sehen kann, ist abgeschafft worden. Übrigens gehört die „Bassgeige“
ebensowenig zwingend zum usus extraordinarius wie die gotische Kasel zum ordinarius. Das ist völliger
Unsinn. Selbst die „cappa magna“ ist im usus ordinarius nicht abgeschafft, wie man im „Caeremoniale episcoporum“
von 1984 nachlesen kann. Im übrigen ist nicht die Schnittform einer Kasel entscheidend, sondern deren
angemessene künstlerische Gestaltung. Und da gibt es sehr schöne und weniger schöne Beispiele, sowohl
von „Bassgeigen“ als auch von „gotischen Kaseln“. Positiv ist in jedem Fall die Verwendung der Orgel.
Denn das ist in Italien nicht unbedingt selbstverständlich. Da liegt selbst in Rom außerhalb der großen
Kirchen vieles im Argen.
mmhhh was Paramente und Ornate angeht: Das ist doch so wurscht was der trägt^^ zu einer alten messe gehören
bassgeige, bei kardniälen die cappa magna etc… wenn schon alter ritus dann richtig. Gleichenfalls muss
ich ruhrgebietler antworten: Mich hat bisher auch kein Piusbruder besucht, in dessen distrikt ich lebe…
#19 Franz Kappes 09:43:48 | Sonntag, 26. Oktober 2008
@Lutheraner Die Katholiken kommen ihrer Verantwortung für die Welt nach. Dazu sind sie von ihrer Leitung
ja auch diverse Male aufgefordert worden. Schwarze Schafe gibt es immer, wir sind alle Sünder. o^/
#18 Lutheraner 09:11:39 | Sonntag, 26. Oktober 2008
Je schneller die Probleme wachsen desto mehr verschließen sich die Katholiken in sich selbst. Aufgeschoben
ist aber nicht aufgehoben. Wen man sich nicht freiwillig der Realität stellt, wird die Realität eine
Stellungnahme erzwingen. Und dan wird’s richtig unangenehm. kreuz.net sollte eine gemäßigte Rechtspolitik
machen. Linke Politik geht nicht, weil Linke Auflösung wollen, des Staates, der Familienstruktur, der
Kultur und Chaos bedeutet. Deshalb Rechts, nur das garantiert inneren Zusammenhalt.
#17 Franz Kappes 08:00:15 | Sonntag, 26. Oktober 2008
@confessio Ich glaube, die Liebe zu den Menschen ist für jeden hier der Antrieb. Jemand, der nur sich
selbst liebt, wird wohl kaum mit anderen in Kontakt treten wollen.
#16 confessio 07:27:31 | Sonntag, 26. Oktober 2008
Besuche im Ruhrgebiet Und der hier beschriebene Stil von priesterlichem Dienst ließe aufsuchende Pastoral
erwarten? Die hoheitvollen Ornate weisen doch eher in die Richtung einer „Komm-her-Kirche“, deren wir
doch eigentlich gar nicht würdig sind und zu der hin wir jedes Opfer auf uns zu nehmen hätten. Lieber
Ruhrgebietler: Mit Ihnen bin ich kein großer V-II-Fan, aber mehr Liebe zu den Menschen habe ich bei den
Klerikern gefunden, die sich aus der Geistigkeit des II. Vaticanums speisen. Den zynischen Ton von paramedic
mag ich nicht teilen, aber mit den schwülen Sauställen hat er recht.
Gottbekenntnis …so bin ich am Jahresanfang in eine andere Wohnung gezogen. Bis heute hat sich Hochwürden,
in dessen Obhut ich mich befinde(n sollte) nicht einmal gemeldet – und natürlich auch nicht sehen lassen!
Es sind hier nur V-II-„Kleriker“. Wie schön zu sehen und zu lesen, daß es doch noch Priester gibt! Und
zwar solche, die nicht zu FSSPX gehören und trotzdem in der Öffentlichket als solche erkennbar sind!
Die seelische Not ist riesengroß in Deutschland!!
#14 paramedic 04:40:59 | Sonntag, 26. Oktober 2008
… die Priester werden mehr … … in den letzten Jahren kann ich mich an zwei Häuser erinnern, wo
die Seminaristen schlagartig mehr wurden, als ein neuer Bischof kam, der so war, wie scheinbar der, von
dem hier berichtet wird. Es hat nicht lange gedauert und die Seminaristen, die ja so fromm sind und den
rechten Glauben und und und – na ja wir kennen ja die Geschichte vom Gijsen und vom Krenn – alles von
der Straße aufzuklauben, was andere Regenten wohlweislich abgelehnt haben, erhöht wohl kurzfristig die
Seminaristenzahl aber – die Gefahr von – wie sagen die hier immer dazu – „Homosodopädomasophilie“ – ist
halt bei jenen gerade gerne beheimatet, denen ihre weißen Kragerl nicht hoch und die langen Kitteln nicht
schwarz genug sein können … aber wie gesagt: das mit der hohen Anzahl löst sich meist in ein paar
Jahren auf, und dann müssen die Nachfolger wieder den ganzen Saustall zusammenräumen. Und ich weiß,
das ist eine schwere Arbeit … Aber es ist nur ein Verdacht, vielleicht kommt’s eh anders, nur glauben
will ich’s halt partout nicht …
am Ortsrand? Der Bischof soll beim Pfarrer klingeln, wenn er in die Gemeinde kommt. Der Pfarrer geht dann
mit ihm zur Kirche … der Bischof und der Pfarrer ziehen die liturgischen Gewänder in der Sakristei
an und die Feier der Eucharistie kann beginnen … Was soll denn all der majestätische Pomp?
@Benedikt Der beste Hinweis ist die Zelebration der überkommenen tridentinischen Messe. Und das Ornat,
welches der Bischof getragen hat. Das zeugt doch von vorkonziliaren Bestrebungen.
Es gibt immer zwei seiten der betrachtung Ich muss jetzt eindeutig auch mal für die alte messe mal eine
lanze brechen: Sie IST UND BLEIBT Teil der heiligen katholischen Kirche Gottes auf Erden, und sie besitzt
gerade heute wieder eine gewisse Aktualität und vllt sogar Modernität.Konservativ sein heißt zwar etwas
zu bewahren, aber es heißt nicht, neues nicht zuzulassen. Wer also die alte Messe anerkennt ist incht
unbedingt „ewig gestrig“ und wer die neue anerkennt ist kein „Modernist“, nein, nur wer beide anerkennt
ist ein guter Christ. Wir dürfen unsere Wurzeln nicht verlieren uns aber auch nicht gegen die Zulkunft
stellen. Man darf gleichfalls die feier einer alten Messe nicht überbewerten, und das ein Bischof im
Ornat daherkommt ist -zum Glück- keine Seltenheit. Und uach heute gibt es noch einzüge unter dem Rauschen
der Orgel, und trotzdem wird die neue Messe gefeiert. Worauf es mir ankommt: Man darf Liebhaber sein und
auch gewisse Neigungen haben, aber man darf sich nicht verschließen und über andere stellen. DAS ist
das wichtige, und genau DAS fehlt in diesem Forum, das merk ich an mir, aber auch an vielen, wenn nicht
gar allen anderen. Wir brauchen nicht den Streit, so wie ihn ein „Pater“ Lingen sucht, wir brauchen nicht
die Feindschaft gegen die Ökumene, solange sie im Sinne der katholischen Kirche vollzogen wird, wir brauchen
einander Verständnis, ein offenes Ohr, Akzeptanz und AUCH toleranz, aber vor allem sollten wir uns an
eins halten, was die Bibel uns lehrt: Liebet einander, wie ich euch geliebt habe.
Nächstes Jahr in Albenga … Wir waren letzes Jahr in Loano in Urlaub, nicht weit von Albenga. Das sind
ja gute Nachrichten. Da wissen wir jetzt, wo wir nächstes Jahr im Urlaub zur heiligen Messe gehen können.
@Gotthard Er wird wohl ein typischer 68er gewesen sein, der jetzt einen Salto mortale rückwärts versucht.
Ja, aber wenigstens mal Einer, der erkennt, dass vielleicht doch nicht alles so toll und fruchtbar war,
was die letzten 40 Jahre so betrieben wurde und nun zum Wohl der Kirche gegensteuert…! :)3 Ob der „Salto“
dann auch wirklich „mortale“ sein wird, das wird sich zeigen. Lassen wir ihn doch diesen Versuch wagen!
Ich glaube auch, er hat begriffen, dass eher die letzten 40 Jahre tödlich (zB. für Berufungen) waren…
Wenn er klug … … handelt, werden es 2008 – im Vergleich zu 2006 – etwas mehr Priester sein, vorallem
nachdem er ein Kloster ansiedelt, das Priester mit sich bringt.
Bischof Mario Olivieri dieser 1944 geborene Herr wurde 1968 zum Priester und am 4. November 1990 zum Bischof
geweiht durch Kardinal Canestri unter Assistenz von Kardinal Poggi und Bischof Dell’Omo. Im Jahr seiner
Bischofsweihe hatte seine Diözese 140 Diözesan- und 76 Ordenspriester, im Jahre 2006 waren es noch 139
Diözesan- und 57 Ordenspriester. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Ordensfrauen in seinem Bistum
von 703 auf 443 zurück. Sehr erfreulich war die Entwicklung der Zahl der ständigen Diakone: von 2 auf
17. . Er wird wohl ein typischer 68er gewesen sein, der jetzt einen Salto mortale rückwärts versucht.
Unter dem Rauschen der Orgel … … sich niederwerfen und altehrwürdige Worte zum Gebet gebrauchen …:
Bei aller Liebe zum Gerät und das reale Geschehen in allen Ehren, doch welcher Kitschroman wird denn
hier geschrieben?!! Zum einen tun das andere Amtsträger der Kirche nebst einfachsten Gläubigen auch,
zum anderen kann das keine ernst zu nehmende Schilderung eines ernst zu nehmenden Geschehens sein.
September Ist ja mal wieder brandaktuell. Und die Bischof trug Ornat, als er eingeholt wurde wow…sowas
kann jeder in Mainz dreimal im Jahr sehen. Ist der Lehmann jetzt auch einer von der neuen Generation?